Wohin am Wochenende? (1)

rd | 07. Januar 2017, 14:46 | keine Kommentare
Gut zu Händel: Collegium Musicum und Städtische Singgemeinde in der Christus-König-Kirche

Gut zu Händel: Collegium Musicum und Städtische Singgemeinde in der Christus-König-Kirche

Schade, dass die Concorde nicht mehr fliegt! Um diese Trauer zu verstehen, musst du, lieber Leser, wissen, dass du, wenn du an diesem Wochenende in Kleve ein Basketballspiel sehen möchtest, leider scheitern wirst. Die ersten Spiele des neuen Jahres finden erst am kommenden Wochenende statt. Früher, in den glorreichen Zeiten des Jetsets, hätte man sich einfach in den Überschallflieger gesetzt, wäre huschhusch über den Atlantik geschossen, hätte einen Inlandsflug von JFK nach DFW genommen und, mit einem Becher Budweiser in der Hand, um 19:30 Uhr Ortszeit in der American Airlines Arena Platz genommen und einfach zugeschaut, wie der Nowitzki mit seinen Dallas Mavericks gegen die Atlanta Hawks mit Dennis Schröder, dem zweiten Deutschen in der Liga, gespielt hätte. Nun, die Zeiten haben sich geändert, aber sie sind nicht unbedingt schlechter geworden, wie ein Blick in die Möglichkeiten des Zeitvertreibs zeigt, die sich einem am ersten Wochenende des neuen Jahres ganz ohne Concorde bieten.

  • Samstag, 20:30 Uhr: „Noch amol“ – Klezmore im Café Schmidthausen Keeken

    „Noch amol“ – wieder einmal wollen sie zu Jahresbeginn in ihrem Lieblingswohnzimmer spielen: Am Samstag, 7. Januar, ab 20.30 Uhr präsentieren die Fünf vom niederländisch-deutschen Ensemble Klezmore im Café Schmidthausen in Keeken ihr neues Programm. Sängerin Carina Majkowski und Klarinettist Ben Immens sind nach längeren Auszeiten wieder mit dabei. Klezmore spielt in der Tradition der Klezmorim, der fahrenden jüdischen Musikanten im Osteuropa von einst: Festmusik mit viel Swing und einem kräftigen Schuss Melancholie, mit der Freiheit des Jazz und überraschenden Improvisationen, Musik zum Tanzen und zum Träumen. Und wie bei den Kollegen von damals gibt es mehr: Musik der Zigeuner und der osteuropäischen Nachbarn und so manches, das die Band einfach zu verführerisch schön findet, um es nicht zu spielen. Klezmore sind: Carina Majkowski (Gesang), Ben Immens (Klarinette), Thomas Ruffmann (Fidl), Karin Peters (Akkordeon) und Nikolaj FrankJensen (Kontrabass und Percussion). Der Eintritt zu dem Konzert ist frei, mit einem freiwilligen Beitrag am Ausgang. Infos zur Band unter www.klezmore.com

  • Samstag, 20 Uhr: Tanzfest in Kekerdom

    Auf der Waard van Kekerdom, Weverstraat 94, 6579 AG Kekerdom, Gelderland, findet ab 20 Uhr ein Tanzfest mit Lagerfeuer statt. Ab 20 Uhr treten Samantha Archer und Jaron Tripp (archerandtripp.com) auf, ab 21:30 Uhr darf getanzt werden unter der professionellen Anleitung von DJ Arkasan. Eintritt: 6 Euro.

  • Sonntag, 19:00 Uhr: Poetry Slam im Radhaus

    Einmal mehr ist das Jugendzentrum Radhaus am Sommerdeich Sammelstätte der Stegreifdichter, die sich dem Publikum stellen. Der Eintritt beträgt an der Abendkasse fünf Euro.

  • Sonntag, 20:00 Uhr: Messias in der Christus-König-Kirche

    Das Collegium Musicum Kleve e.V. und die Städtische Singgemeinde laden zum Dreikönigskonzert unter der Leitung von Stefan Burs ein. Zum 775-jährigen Stadtjubiläum haben sich die beiden großen und traditionsreichen Klever Klangkörper zu einem Gemeinschaftsprojekt zusammengetan: Die Städtische Singgemeinde und das Collegium Musicum musizieren zusammen das berühmte Oratorium „Messiah“ von Georg Friedrich Händel. Die Leitung hat Stefan Burs. Das opulente englischsprachige Werk gehört zu Händels bekanntesten Werken, in England genießt es geradezu Kultstatus. Der Komponist vollendete seinen „Messias“ in extrem kurzen Zeitraum von 24 Tagen. Die von Charles Jennens zusammengestellte Bibeltexte zeichnen die christliche Heilsgeschichte nach, stammen jedoch überwiegend aus dem Alten Testament. Das glanzvolle Oratorium hat noch weit mehr zu bieten als den weltbekannten „Hallelujah“-Chor: dramatische und gefühlvolle Arien, mitreißende Chöre und kunstvoll gestaltete Instrumentalsätze. Ein Barockmusik-Erlebnis der besonderen Art zum Jahresbeginn. Eintritt: 14 Euro.

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