Windradlosigkeit

rd | 16. Juni 2015, 10:00 | 28 Kommentare
Blick über den Reichswald, ohne Nutzung der Windenergie (noch)

Blick über den Reichswald, ohne Nutzung der Windenergie (noch)

Energiewende ja, aber nicht bei uns! Es ist nicht einfach, wenn ein hochindustrialisiertes Land sich entschließt, plötzlich zum Vorbild der Nachhaltigkeit zu werden. Irgendwo müssen die Windenergieanlagen dann ja stehen, aber lieber beim Nachbarn. Nichtsdestotrotz dürften sowohl Naturliebhaber wie auch alle Menschen mit einem ästhetischen Empfinden keinerlei Sympathie für den Plan empfinden, den Reichswald mit kölnerdomhohen Windrädern zu verschandeln. Der deutsch-niederländische Verein „Gegenwind im Reichswald“ macht sich zum Fürsprecher all dieser Menschen und ruft sowohl deutsche als auch niederländische Bürger zu einer Protestaktion vor dem Rathaus der Gemeinde Kranenburg am kommenden Donnerstag, 18. Juni um 17:30 Uhr auf.
Ab 18 Uhr tagt der Gemeinderat in einer öffentlichen Sitzung über die Änderung des Flächennutzungsplans des Gebietes am Kartenspielerweg im Reichswald. Im Rahmen der Planungen für die Errichtung von 12 Groß-Windkraftanlagen soll der Bereich in eine Eignungsfläche für Windenergie umgewandelt werden. Die Größe der vorgesehenen Fläche beträgt insgesamt rund
206 Hekar (290 Fußballfelder). Der Verein bittet Bürger, auch während er Sitzung anwesend zu sein.

Unter Tagesordnungspunkt 4 werden die Ratsmitglieder über die Aufstellung des Teilflächennutzungsplans „Windkraft“ abstimmen. Hiermit wird die Grundlage für den Bau der Groß-Windkraftanlagen geschaffen. „Wir erwarten, dass der Rat dem Vorschlag des Planungs- und Umweltausschusses vom 28. Mai zustimmt“, sagt Jeroen Boot, Vorstandsmitglied des Vereins. „In Gesprächen mit Bürgern hören wir immer wieder, dass die Ablehnung des Projektes in der Bevölkerung groß ist. Das gilt auch für Kranenburg. Sollten die Planungen umgesetzt werden, wird unsere Heimat nicht mehr das sein, was sie heute ist. Mit dem Bau der ersten Anlage ist das Schicksal des Reichswalds besiegelt. Deshalb rufen wir alle Bewohner von Kranenburg, Kleve, Goch und den niederländischen Gemeinden auf, am kommenden Donnerstag zum Rathaus von Kranenburg zu kommen. „Wir müssen den Ratsmitgliedern zeigen, dass wir diese Anlagen nicht wollen, nicht im Reichswald!“, so Boot.

12 Groß-Windkraftanlagen

Größenverhältnisse (Quelle: Gegenwind im Reichswald e.V.)

Größenverhältnisse (Quelle: Gegenwind im Reichswald e.V.)

Die zwölf Anlagen, die der Landesbetrieb Wald und Holz NRW, die Gemeinde Kranenburg und der in Wiesbaden ansässige Projektierer ABO Wind errichten möchten, sind insgesamt 200 m hoch. Sollten die Pläne umgesetzt werden, steht auf einer Strecke von 5 km die Rodung von zwölf Parzellen bevor. Jede größer als ein Fußballfeld – insgesamt rund 10 ha. Hinzu kommen Rodungen für eine Verbreiterung des Kartenspielerwegs, damit er für hunderte Spezial- und Schwerlasttransporte zur Materialanfuhr geeignet ist. Der Bau der Groß-Windkraftanlagen wird dem Reichswald großen Schaden zufügen und bedeutet einen schweren Eingriff in den Lebensraum vieler Tiere. „Von der Beeinträchtigung der einzigartigen Landschaft, Zerstörung kulturhistorisch bedeutsamer Merkmale, negativer Folgen für den Tourismus, der Lärmbelastung für Anwohner und das fragwürdige Verdien-Modell mal ganz zu schweigen“, erläutert Boot.

Standort

Die zwölf Anlagen, von denen jede fast 50 m höher ist als der Kölner Dom, sollen unweit der Ortschaften Gennep und Ven-Zelderheide nahe der deutsch-niederländischen Grenze errichtet werden. Am und im Reichswald leben Vögel wie der Wespenbussard und der Schwarzspecht. „Windkraftanlagen sind eine große Gefahr für sie,“ erläutert Boot. „Dasselbe gilt für viele Zugvögel und Fledermäuse, die entlang des Waldrandes fliegen oder ihn überqueren. Sie können von den riesigen Rotorblättern erfasst werden, die mit Geschwindigkeiten von bis zu rund 400 km/h durch die Luft sausen. Wir sind auch über die Beeinträchtigung des Gebietes durch Erschütterungen des Bodens durch die Rotorbewegungen und den Lärm der Groß-Windkraftanlagen besorgt.“

Flagge zeigen

Die kommende Ratssitzung ist ein wichtiger Meilenstein in der Anbahnung des Projektes, an dem Bürger deutlich machen können, dass sie gegen den Bau von Windkraftanlagen im Reichswald sind. Boot: „Der Projektentwickler ABO Wind und Bürgermeister Günter Steins haben alles getan, um den Anschein zu erwecken, als seien noch monatelange Vorbereitungen erforderlich. Tatsächlich wird aber schon jetzt, ganz geschickt kurz vor den Sommerferien ein wichtiger Schritt vollzogen. Wenn es nach den Wünschen der Gemeinde geht, wird schon Ende 2016 gerodet und sollen sich die Anlagen im darauffolgenden Jahr im Reichswald drehen. Es ist wichtig, dass viele Menschen zum Rathaus kommen. Sowohl aus Deutschland als auch den Niederlanden. Mit unserer Anwesenheit setzen wir ein Zeichen. Skandieren oder das Hochhalten von Protestschildern ist nicht erforderlich.“ Die Sitzung des Gemeinderates beginnt am Donnerstag, 18. Juni um 18:00 Uhr. Gegner des Projektes treffen sich um 17:30 Uhr vor dem Rathaus der Gemeinde Kranenburg, Klever Straße 4.

Information

Wer am Donnerstag, 18. Juni nicht nach Kranenburg kommen kann, aber sich dafür einsetzen möchte, dass keine Windkraftanlagen im Reichswald errichtet werden, kann den Verein „Gegenwind im Reichswald“ unterstützen, spenden oder Mitglied werden. Informationen sind auf der Website http://www.gegenwindreichswald.eu zu finden.



Einen Kommentar schreiben





28 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 28. jean baptiste

    heute steht wieder eine Fortsetzung der never ending story in der RP
    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/politik-will-keine-windraeder-im-wald-aid-1.5254486

    Alles nichts Neues sollte man sagen, das Thema „wasch mich aber mach mir den Pelz nicht nass“ herrscht in grossen Teilen der klever Politik weiter vor.
    Mit einer grossen Ausnahme , und da sieht man , Kleve Blog bildet .
    Manchmal werden sogar die Leute erreicht, die, normalerweise als Mitleser in ihrer eigenen Dunstglocke im Nebel gefangen, sich nur dann mit einem Post melden, wenn die Hutschnur mehr einer Stahltrosse ähnelt.

    Michael Bay von den Grünen.

    Jawohl der , der oft plausible Begründungen für nicht plausiblen Unsinn zu verlautbaren pflegt, hat seinen Horizont durch die Lektüre meiner Posts erweitert und ist mit mir der Meinung, daß so eine Anlage auch zeitlich sein kann und das Areal nach 20 Jahren wieder renaturiert werden kann.

    Bravo Herr Bay , sie ehren mich mit diesem Schritt und tragen mit dazu bei, daß ich das Gefühl habe, nicht nur für den Papierkorb zu posten.

     
  2. 27. jean baptiste

    @23 Mitleser Also eigentlich reagiere ich ja nicht auf persönliche Ansprache, die jeglichen Bezug zum Thema vermissen läßt, aber bei Ihnen mache ich ja eine Ausnahme.
    Sie müssen aber in einem Musterwald spazieren gehen wenn Sie ob des Hundes noch friedliche Spechte, Greifvögel und Waldgeräusche wahrnehmen.
    Hunde sind der Terror für Waldbewohner, da sie diese nicht gewohnt sind.
    Greifvögel schaue ich mir lieber in der Ebene an, wie sie langsam kreisend auf Suche nach Beute herumsegeln und dann plötzlich im Angriff zielgenau herunterschnellen.
    Ein Hund versaut einem dieses Erlebnis zu 95% .
    Übrigens, widerwärtig und pervers finde ich es,Rambo mit dem Auto zum Waldesrand zu karren, ihn dann ohne Leine loszulassen und seinem Bewegungs/ Jagd-Drang frönen zu lassen.
    Das aber tun viele Hundebesitzer und erfreuen sich danach an dem schönen Wald-erlebnis m zumindest für sie und den Hund ,
    Reh /Hirsch / Fuchs und alle anderen Bewohner sehen das extrem anders, aber die können ja weder reden noch schreiben.

     
  3. 26. Jürgen Böll

    Würde man damit nicht auch das natürliche Trinkwasserreservoir von Kleve angreifen, für den der Reichswald seit Jahrzehnten steht?

     
  4. 25. Mitleser

    Anmerkung zu Kommentar 22.

    Natürlich lebt im Wald der Dachs; der Dax eher weniger, denn der ist mehr den Windrädern zugetan.

    Gruss Mitleser

     
  5. 24. jean baptiste

    @21 laloba
    Wir brauchen Elektrische Energie !
    Das ist das Thema.
    Und das möglichst kontinuierlich und regenerativ.
    Meine Argumentation ist nicht unsachlich.
    Únsachlich ist, über die tolle Ruhe zu schwärmen. die dort herrscht, und wenn es einem besser auskommt, im nächsten Satz über „dicht besiedelt“ zu reden.
    Die Sachinfo über das Öl ist richtig, aber relativ, weil das muß dann ins offene Wasser gelangen.
    Außerdem, habe ich in einem weiteren Post geschrieben, wurde aber noch nicht freigegeben, es gibt biologisch abbaubares Öl, also das Thema ist auch kein Thema.

    „Es ist auch eine Fehlinterpretation, dass wer gegen Windräder im Reichswald ist, für Fracking ist.“
    Wenn das Leben ein Wunschkonzert wäre , ja. Aber wenn man das als alternative Kröten sieht, von denen man eine schlucken muß ?
    Denn irgendwoher muß unser Energiebedarf gedeckt werden.
    Und wenn Sie Zeitung lesen, hätten sie bemerkt, daß Fracking bereits vor der Türe steht.
    Trotz SPD Ministerin die hier aus Kleve kommt, scheint das eine echte Bedrohung für unsere Region sein.
    Und wenn nicht in Deutschland, dann kurz über der Grenze, nördlich von Doetinchem.

    Die Frage ist nicht, wer ist für was, sondern was ist das geringere Übel.

     
  6. 23. Mitleser

    Guten Tag Jean Baptiste,

    wann waren Sie zuletzt im Wald? Wie oft sind Sie im Wald? Kennen Sie den Wald?

    Als langjähriger Hundebesitzer bin ich seit rund 20 Jahren JEDEN Tag im Wald. Jeden Tag aufs Neue freue ich mich über die Geräusche der Natur, bin fasziniert, mal einen Buntspecht zu sehen, schaue begeistert großen Greifvögeln nach, welche zwischen den Baumwipfeln zu schweben scheinen usw., usw..

    Kennen Sie das, Jean Baptiste?

    Oder sind Sie einer von den tumben Joggern, welche mit „Knopf“ im Ohr durch die Gegend trampeln und von alle dem nix mitkriegen? Oder noch besser – sind Sie evtl. auch ein Mountain-Biker, der einen Dax-Bau und die Erdauftürmungen in dessen Umfeld für eine perfekte Piste halten und darauf rumfahren?

    Ich glaube, Sie sind nie im Wald oder zählen zu letzter Gruppe von Zeitgenossen, denn sonst würden Sie den Bau von derart gigantischen Windrädern mitten im Wald als das empfinden was es ist – WIDERWÄRTIG UND PERVERS!

    Gruß Mitleser

     
  7. 22. laloba

    … vielleicht noch eine Sachinfo: 1 Liter versickertes Öl reicht aus, um 1.000.000 Liter Grundwasser zu verseuchen.

     
  8. 21. laloba

    @18

    Man kann jede Aussage eines Anderen so weit übertreiben oder falsch interpreterien, dass sie absurd wird.

    Ihre ‚Argumentation‘ ist unsachlich. Alle Antworten finden Sie auf http://www.gegenwindreichswald.eu

    Das Thema war Windräder, nicht Fracking. Es ist auch eine Fehlinterpretation, dass wer gegen Windräder im Reichswald ist, für Fracking ist.

     
  9. 20. jean baptiste

    @19 ich selbst Manchmal scheint die Zeit für bestimmte Erkenntnisse reif zu sein.
    Als ich heute früh den NPO Teletext (für nicht sehende:holländischer Teletext) las, stand dort eine Meldung über Erdgasförderung und Fracking , welches in NL schon 7 x angewendet worden sei. Dort stand dann explizit daß man nicht das Fracking meine, um Schiefergas (nl: schaliegas) nutzbar zu machen, sondern bei der „normalen“ Erdgasförderung.
    Das wollte ich dem kleveblog Leser nicht vorenthalten und habe eine Viertelstunde später den Computer angeschmissen, um nl-teletekst zu lesen und den Bericht zu kopieren.
    Was für ein Wunder, der Artikel, der eigentlich von der geringer werdenden Erdbebenaktivität als Folge von Erdgasförderung handelte, war zwar noch da, aber der Teil über das bereits angewendete Fracking fehlt jetzt.
    War wohl beim Korrekturlesen für nicht für die breite Masse geeignet eingestuft und gestrichen worden.
    Nicht getrauert, wenn es etwas zu berichten gibt findet man es auch im Internet wieder, und so auch hier, selbst wenn es nur dazu dienen würde, im Zweifel sagen zu können, nein, das haben wir nicht verschwiegen, stand doch für jeden offen im Internet zu lesen.
    Hier der Artikel : http://www.nam.nl/nl/technology-and-innovation/optimization-natural-gas/fracking.html

    Jetzt fiel mir der Begriff Schiefergas nicht direkt ein, also Googlesuche, und schau mal einer an, in Deutschland wurde Fracking wie selbstverständlich auch schon mehr als 300 mal angewendet , nur keiner spricht drüber. http://www.erdgassuche-in-deutschland.de/hydraulic_fracturing/ .

    Und da macht laloba sich Sorgen, daß ein paar Liter Getriebeöl (das es auch in der Version Bio-abbaubar gibt) in den Waldboden gelangt, während dort beim Fracking gezielt 2% toxischer Scheiß in den Boden gepumpt wird?

     
  10. 19. jean baptiste

    @18 laloba „Bürgermeister Steins … Obsession … Gemeinde Kranenburg finanziell besonders gut dazustehen“

    Nä . pfui , da lobe ich mir unseren Theo Brauer .

    „Auch mehr Energie wird nicht benötigt.“
    Dann können wir ja alle Verbindungsleitungen nach Ausserhalb kappen.
    Irgendwie haben Sie es noch nicht begriffen, die Fragestellung ist nicht m e h r … sonder r e g e n e r a t i v !

    „Es gibt bessere Standorte für Windräder, weniger dicht besiedelte“.
    Ja klar , Fuchs und Hase und … alle leben in der mondänen Großstadt Grafwegen .
    “ diese wunderbare Natur und Stille dort genießen“
    Wie denn nun, polyvalente Gegend , gerade noch „dicht besiedelt“ und jetzt S t i l l e „.
    Sie müssen eine Frau sein, weil meine Logik schreit E R R O R ! !

    „Gefährdungspotenzial bei technischen Zwischenfällen … ganz schnell Öl das Grundwasser verseuchen.“
    Mit der Betonung auf „ganz schnell“ , täglich hört man ja auch in den Nachrichten >3 Tonnen Getriebeöl aus WKA ….

    Ehrliche Frage : finden Sie Ihre Argumentation nicht selber lächerlich ?

    Möchten Sie lieber Fracking ? Da ist der Eintrag von jeder Menge toxischen Sondermülls in den Boden kein Betriebsunfall , sondern der Methode inhärent.

     
  11. 18. laloba

    @otto, Peter Wanders, ANU

    Genau darum geht es. Bürgermeister Steins scheint eine Obsession entwickelt zu haben, mit der Gemeinde Kranenburg finanziell besonders gut dazustehen. Kranenburg steht aber schon gut da. Auch mehr Energie wird nicht benötigt.

    Ich bin teilweise in Grafwegen aufgewachsen und kenne den Reichswald dort sehr gut. Die Windräder sollen parallel zum Kartenspielerweg aufgestellt werden. Dafür wird wertvoller Waldbestand zerstört. Außerdem wohnen in direkter Nähe Menschen. Hinzu kommen Einwände von Naturschützern bezüglich der Bedrohung für bestimmte Vogelarten.
    ‚Windräder‘ klingt so nett – es sind aber Windkraftwerke mit entsprechender Technik und einem Gefährdungspotenzial bei technischen Zwischenfällen. Da kann ggf. ganz schnell Öl das Grundwasser verseuchen.
    Und würden erstmal diese zwölf Windräder kommen, wäre es um so einfacher, noch weitere im Reichswald zu errichten.
    Wir müssen jetzt aufpassen, dass man uns unsere Heimat nicht zerstört. Es gibt bessere Standorte für Windräder, weniger dicht besiedelte.
    Auch woanders sind mit den o.g. Argumenten schon Windkraftanlagen verhindert worden – aus gutem Grund. Ästhetische Aspekte sind tatsächlich eher zweitrangig, aber die Größe der Windräder steht in direktem Zusammenhang mit dem zerstörerischen Einschnitt in die Natur.
    Die deutsch-niederländische Bürgerinitiative um Jeroen Boot und Hubert Zillig (Ortsvorsteher Grafwegen) setzt sich dankenswerterweise für den Erhalt des Reichswaldes ein.

    Ausflugstipp: Mal den Kartenspielerweg (der für Autoverkehr gesperrt ist) mit dem Fahrrad befahren (von Kleve/Grunewald kommend oder von Grafwegen aus) – diese wunderbare Natur und Stille dort genießen … ganz tolle Strecke …

     
  12. 17. otto

    @ 12-14-16,

    der Rethoriker ist, das wisst ihr alle, von dem überzeugt was er mitteilen möchte und vergisst dabei oft den Kern
    des Problens.

    Peter Wanders und A N U haben zwar unterschiedlich, jedoch sehr sachlich alles das auf den Punkt
    gebracht, worum es hier überhaupt geht, d.h. auch die kleinbürgerliche Großmannsucht eines Dorfschulzen
    zu verhindern.

    Geschädigt wird die Allgemeinheit durch ein Vorhaben, bei dem keine zwingende
    Notwendigkeit für den Erhalt ihres Wohlergehens (der Allgemeinheit) zu erkennen ist.

     
  13. 16. Anno Nühmer-Unfuch

    der FNP = eine Platt-itüde !
    Wenn WindRäder auf Wiesen oder Feldern stehen,
    verbrauchen sie nur ein vergleichsweise winziges Areal um ihren FußPunkt herum.
    vielleicht 20m × 20m = 400m².
    Selbst während des Baus kommt niemand auf die Idee, die gesamte Fläche zu planieren so weit die Rotoren ringsUm reichen.
    Auf der Fläche, die kurze Zeit für Kräne gebraucht wurde,
    weiden schon im nächsten Jahr die Kühe wie zuvor,
    gedeiht Getreide wie zuvor.
    Auf Weiden und Feldern wird der Raum bis zur Höhe von ( im Mittel, geschätzt ) 1m genutzt.
    auch unter den Rotoren.
    Nur auf jenen 400m².um den Mast des WindRades gehen 400m².× 1m = 400m³ LebensRaum verloren.

    Ein Wald jedoch braucht viele JahrZehnte um sich zu regenerieren.
    Dort, wo die WindRäder aufgestellt werden, wird es nicht gleich im nächsten Jahr wieder Wald geben wie zuvor.
    nicht im nächsten Jahr,
    nicht im nächsten JahrZehnt.
    solange nicht, wie die WindRäder dort sind.
    noch lange Zeit danach auch nicht.

    Für die 12 WindRäder sollen 10ha Wald vernichtet werden.
    8.000m² pro WindRad.
    Der LebensRaum Wald ist nicht so flach wie eine Wiese.
    Er hat viele Etagen.
    Vorsichtig geschätzt reicht er im Mittel mindestens 10m hoch.
    Für jedes WindRad im Wald werden also 80.000m³ LebensRaum vernichtet.
    200mal so viel wie für eines auf einer Wiese.
    Die 12 WindRäder im Wald vernichten dauerhaft so viel LebensRaum wie 2.400 WindRäder auf Wiesen !

    Im FlächenNutzungsPlan geht dieser Unterschied unter.
    Der FLÄCHENnutzungsPlan kennt keinen LebensRAUM !
    Für den FNP ist die Welt eine Scheibe.
    eine hauchDünne Scheibe.

    Für die ersten 12 WindRäder sollen 10ha Wlald vernichtet werden.
    Der FNP soll 206ha als angeblich für WindRäder „geeignet“ ausgeben.
    Mit wieVielen WindRädern insgesamt müssen wir rechnen ?

    Wehret den Anfängen !

    Wehret dem FNP !!!

     
  14. 15. Markus van Appeldorn

    Na ja, Windmühlen sind’s ja nicht. Da wird schließlich nichts gemahlen. Die Nachkommen der Betreiber heißen deshalb wahrscheinlich irgendwann „Räder“ und nicht „Müller“.

     
  15. 14. jean baptiste

    @ all scheint ja ein brisantes Thema zu sein wobei manche so rot anlaufen, daß sie die Posts der anderen nicht mehr lesen, sonder nur noch das heraudeuten, was ihnen zuwiderläuft und worüber sie sich weiter echauffieren können.
    Das ist dann der Zeitpunkt. wo ich mich immer vom Acker mache.

    Noch ein Wort @ 12 Peter Wanders . Über den „Strommaschinengrößenwahn“ brauchen wir nicht weiter zu reden, da sind wir einer Meinung.
    Aber irgendwoher muß unsere Energie kommen. Und da höre ich keine Vorschläge .
    Übrigens, Ihre Abhandlung über die herrliche Aussicht von der Posbank kann ich nachvollziehen , wenn da nicht gerade Leichen herumliegen oder man sonstigen Herren begegnet, die nicht wegen dieser herrlichen Aussicht dorthin gehen, ist es dort wunderschön.
    Aber bei mir zuhause hatte ich es auch wunderschön, konnte ungehindert die Sterne beobachten, bis man mir eine Straßenlaterne so hingepflanzt hat, daß ich jetzt nachts durch die Lichtverschmutzung den Sternenhimmel nicht mehr vernünftig wahrnehmen kann.
    An Windanlagen habe ich keinen richtigen Bedarf, obwohl ich im 1km Radius mehrere als Nachbarn habe.
    Allerdings keine Riesendinger, sondern moderate Ausführungen von 1 – 2 MW.
    Bis heute keine Beanstandungen zu melden.

     
  16. 13. Ge.Org

    Sehr wahrscheinlicher Blick, der sich dem Wanderer in einem Reichswald „mit Windenergie“ bietet:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_Bayerischer_Wald#/media/File:Bayerischer_Wald_-_Rachel_001.jpg

    Dieses Argument der optischen Beeinträchtigung ist m.E. zu schwach. Zudem verharmlost es die eigentliche Herausforderung, genauso wie die effektvollen aber irreführenden Bildchen mit Vergleichen zu Kirchtürmen o.ä. weiter oben:

    – Der Anteil erneuerbarer Energien liegt immer noch unter 30%. Um die Energiewende technisch zu bewältigen, ist im Mix mit verschiedenen Technologien ein weitaus größerer Ausbau der Windkraft erforderlich. Dafür stehen ohnehin nicht ausreichende Flächen zur Verfügung, dass man z.B. zwischen Uedem oder diesem Bereich des Reichswalds überhaupt wählen könnte. Diese Alternative gibt es mittelfristig gar nicht.

    – Durch die Größe der einzelnen Anlagen, im Gegensatz zu der bekannten älteren Generation, wird enorm Fläche eingespart. Gerade die Größe ist es, die überproportional Flächenverbrauch erspart.

    – Mit diesem Projekt haben wir die Chance, dass sich neben der Projektfirma vor allem die Kommunen in unserer Region und auch die Bürger ggf. über eine Genossenschaft an dem Projekt beteiligen können, mit allen positiven Effekten, die das mit sich bringt, von der Verbesserung der Kassenlage der Kommunen, über mehr Demokratie, Teilhabe, Mitbestimmung etc.

    Prognose: Wenn „wir“ das jetzt nicht machen, wird es in wenigen Jahren bestimmt der Investor aus irgend einem Despoten-Land tun- zwangsläufig und dann gibt es kein Kommunalparlament mehr, dass dieses noch beeinflussen kann.

    Meine Empfehlung zudem: Z.B. Reportagen über Bolivien und dem dortigen Kohletagebau ansehen oder Zusammenhänge zwischen Flüchtlingen auf dem Mittelmeer und dem Ressourcenhunger unserer Gesellschaft hinterfragen.

    Appell: Ich kann nur jeder und jedem empfehlen, die Ratssitzung zu besuchen, um die Politik zu ermutigen, dass dieses wichtige Projekt umgesetzt wird, aber nur unter der Bedingung, dass allen Bürgern die Möglichkeit eröffnet wird, sich daran beteiligen zu können. Diese Chance besteht jetzt- nur jetzt.

     
  17. 12. Peter Wanders

    Kann nicht noch jemand schnell ein paar Hamster finden oder aussetzen.
    Die auf 10 ha lebenden Wildtiere und Bäume scheinen bei dem Strommaschinengrößenwahn ja völlig egal zu sein.
    Hamster haben dagegen schon ganze Industriegebiete verhindert:
    http://www.cobouw.nl/nieuws/algemeen/1999/04/02/Hamsters-hinderen-bedrijventerrein-Heerlen-Aken.

    Spannend wird’s, wenn so ein Flügel entscheidet, dass er (weg)fliegt.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/siemens-hat-probleme-mit-geborstenen-windraedern-in-den-usa-a-912994.html

    @Jean B.
    Ich schlage vor, dass man bei ihren, östlichen, südlichen und westlichen Nachbarn Windmühlen aufstellt.

    Und hier mein Beitrag zum selben Thema im KaS vom 7. Juni:
    Ich habe keine Ahnung, ob Herr Steins von seinem Grundstück auf die geplanten Mühlen schauen wird.
    Unsere niederrheinische Landschaft und die unserer niederländischen Nachbarn ist geprägt von freien Aussichten bis zum Horizont ohne störende Bauwerke. Insbesondere sich bewegende, hohe Bauwerke stören die Ruhe, welche unsere Region ausstrahlt.
    Wer eine Vorstellung davon bekommen möchte, wie sich Windmühlen auf die Aussicht auswirken, sollte die Posbank im Naturschutzgebiet Veluwezoom östlich von Arnheim/nördlich von Rheden besuchen, ca. 45 km von Kleve (über die A3) und Kranenburg (über Nimwegen/Arnheim) entfernt.
    Dieser Aussichtspunkt liegt 90 m über NN.
    Von dort hat man eine extreme Fernsicht auch bis in die deutsche Grenzregion.
    Im südlich gelegenen Duiven hat man nahe der Müllverbrennungsanlage nun vier 150m hohe Windmühlen errichtet.

    Wie diese die Aussicht auf die Landschaft und den Horizont im wahrsten Sinne des Wortes zerstören, kann sich Herr Steins mit den Befürwortern dort gerne ansehen.
    Dann bekommt er eine Ahnung davon, was die in Kranenburg geplanten Giganten für die niederländischen Nachbarn bedeuten.
    Niederländer, welche in der Nähe von Windmühlen wohnen, bekommen übrigens eine Art Schadensersatz.

    Auch den Klevern, insbesondere die Leitung und Aufsichtsrat der Klever Stadtwerke rate ich diesen Ausflug zu machen.

    Für echte Naturliebhaber, Wanderer und Radler ist dies eines der schönsten Naturgebiete überhaupt. Dort kann man innerhalb weniger km die Flusslandschaft der Ijssel, Pferde- und Kuhwiesen, Wald und Heidelandschaft, frei laufende Islandpferde, Auerochsen, Rehe, Schafsherden und vieles mehr erleben.
    Dazu gibt es eine absolute Ruhe.
    Bis vor kurzem auch beim Blick entlang des Horizonts.
    Diese Ruhe wurde nun durch 4 Giganten zerstört.

    Zum Vergleich: Der Kölner Dom ist 157 m hoch.
    Am Niederrhein plant man größenwahnsinnig noch mal um gut ein Drittel höher.

    Vielleicht gilt in Kranenburg/Kreis Kleve ja bald das gleiche wie beim Namensvetter:

    Zitat aus der Presse:
    Bank kann Grundstücke nicht verkaufen:
    Seit Jahren versuchte die Volksbank Oldendorf 15 Bauplätze an der Peripherie der Ortschaft Kranenburg, Kreis Stade, an den Mann zu bringen. Alle Interessenten lehnten bisher dankend ab. In ca. 700 m Entfernung soll ein Windpark mit 6 WKA von 1,5 MW entstehen.
    Ebenfalls in Kranenburg, Kreis Stade, versucht seit längerem eine Familie ihr Einfamilienhaus, gleiche Entfernung zum geplanten Windpark, zu verkaufen. Die Verkaufverhandlungen scheiterten meist schon bei der ersten Kontaktaufnahme: Kranenburg (?), Windpark (!), nein danke…
    Sie werden dem flashlight in ihrem Haus ganz gewiss mit höchster Toleranz begegnen.

     
  18. 11. R K H

    Hallo, sollen die Klimakatastrophler ihre Kathedralen bauen

     
  19. 10. R K H

    Hallo, ich würde gerne meinen Müll in Emissionszertifikate umwandeln. Ich hab eine graue, grüne und braune Mülltonne, und gelbe Säcke. Es handelt sich hier um einwandfrei Ware, die Tonnen sind geprüfte Exemplare von höchster Güte….die Stabilität der Säcke lässt hier und da zu wünschen übrig, deshalb zum Sonderpreis

     
  20. 9. jean baptiste

    @6 otto nein, ich mache keine Scherze. Klar, schön finden wir das Alles nicht, und das Projekt mit über 200m langen Windrädern in bewohntem Gebiet spottet jeder Beschreibung.
    Aber die ganzen Argumente mit den Tieren, um die sich bis jetzt noch nie jemand gekümmert hat , dem Tourismus und die Bodenerschütterungen, das ist doch Humbug.
    Soll mal lieber ganz Groningen in den Boden einsinken http://www.npogeschiedenis.nl/nieuws/2015/februari/Problemen-met-bodemdalingen-in-Groningen-in-1962-voorzien.html
    und durch Erdbeben geschüttelt werden, da fahre ich jo ohnehin nie hin.

    Nur, liebe Freunde, laßt uns aufhören, uns in die Köppe zu kriegen, für meine Begriffe wird in der Sache nur nach einem Prinzip gearbeitet : p n o , oder voll ausgeschrieben pecunia non olet. Geld stinkt nicht.
    Anscheinend steht das Projekt auf tönernen Füßen, weil:keine Förderung, kein Projekt.
    Daß die Gemeinde enthousiastisch ist kann ich mir vorstellen, die sehen bei den klammen Kassen nur die zu erwartende Gewerbesteuer.
    Aber sowieso, ein solches Projekt direkt an der Staatsgrenze … ich denke da wird die Provinz Limburg auch noch eine gewisse Verzögerung zustandebringen.
    Und damit wäre der Zeitrahmen gesprengt.

     
  21. 8. Bernd Derksen

    Nur fünf Anmerkungen:
    a) Der grüne NRW-Umweltminister fordert und fördert (mit Rückendeckung seiner Partei) ja massiv das Aufstellen von Windrädern in Naturgebieten, gerade Wäldern (z.B. durch eine entsprechende Anweisung an die Landesforstverwaltung). (Was in sich aufgrund der Unfähigkeit der Grünen zur grundsätzlichen Kritik des Wirtschaftssystems auch folgerichtig ist.)
    b) Der Zeitplan fürs Kranenburger Projekt scheint recht eng gestrickt. D.h. offenbar reichen relativ kleine Verzögerungen und es könnte nicht mehr fürs Ausschöpfen der eingeplanten Subventionstöpfe reichen.
    c) In einem Interview gab der Kranenburger Bürgermeister die Wahrscheinlichkeit, dass das Projekt tatsächlich Realität wird, mit unter 50 % an. Ich meine, er sprach von „30 bis 40 %“.
    d) Das durchführende Unternehmen hat viel Erfahrung auf dem Gebiet und scheint mir in der Regel recht professionell und geschickt vorzugehen.
    Natürlich investieren sie eine immense Summe in das Projekt. Aber sie wissen, dass nicht alle geplanten und eingeleiteten Projekte automatisch bis zur Realisierung gelangen.
    e) Das Abnicken der Pläne durch den Gemeinderat halte ich für eine Formsache.
    (Sowie halt schon so mancher Golfplatzerweiterung oder Hotelbau in Moyland im Bedburg-Hauer Gemeinderat das Okay gegeben wurde… 😉 )

     
  22. 7. jean baptiste

    @5 rd ja, ich sagte doch schon, not in my backyard .
    Keine Stromtrasse Nord-Süd in meiner Gemeinde oder meiner Umgebung.
    Keine Solarzellen auf meinem Dach. Sehen doch ekelhaft aus.
    Keine 100W LED Fluter, solange die alten 500W Halogen noch Licht geben (und 5x soviel Strom fressen) .
    Haben wir doch alles schon gehabt … kein AKW in meiner Reichweite … dafür haben sich viele kriminalisieren lassen (Widerstand gegen die Staatsgewalt , Landfriedensbruch etc pp )
    Und wer hats gestoppt ?
    Der Rotstift !
    Das einzige, was Investoren verstehen, ist die Rentabilität.

    Und da gehe ich denn auch nicht mehr mit den Projektentwicklern konforn.
    120m Rotordurchmesser sind ein Wahnsinn. da muß der Hebel ansetzen.
    Was z.B. scheinbar auch noch keiner der Gegner überlegt hat, ist die Sicherheit und
    der Sicherheitsbereich den es einzuhalten gibt.
    Im Winter vereisen die Rotoren gern einmal, wie auch bei Flugzeugen üblich, nur bei den Rotoren wird das Eis wie durch eine Schleuder in die Gegend katapultiert.
    Bei einer Gesamthöhe von 200m ergibt das einen „Unsicherheitsbereich“ von fast 400m Radius.
    Wenn ich dann den Aufstellungsort bei „tegenwind“ betrachte, muß ich feststellen, daß man auch bei den Planern mit einer „Todeszone“ von 400m x 5km rechnet , wobei sich mir der Kreuzungsbereich mit der Bundesstrasse nicht erschliesst, so was müßte eigentlich überhaupt nicht genehmigungsfähig sein.

    Was Ihr „Niemandland“ Kleve-Uedem betrifft, auch dort wohnen Leute. Ich habe auch schon mal im Fallkreis von so einem Windrad gestanden, zuerst nervig
    Schattenfall genauso wie das permanente sch… sch… sch…
    Aber nach ner Viertelstunde fällt einem das fast schon nicht mehr so auf.

    Schon mal an einer Bahnlinie gewohnt, oder an einer Schranke ? Oder einer Ampel?
    Oder der Bauer in Uedem ggü. Lindchen, der war der Erste, der hat sich selbst so`n Ding in den Garten gestellt.

    Wenn ich „Gegenwind“ wäre, ich hätte längst ein Alternativkonzept entwickelt , weil „nee“ ist immer die billigste Lösung, nur die finde ich nicht billig. Jeder muß, wo möglich, sein Schärflein beitragen.
    Wind ist da , also sollte man ihn auch nutzen.
    Übrigens ein kleiner Trost: nach meiner Einschätzung stehen die Anlagen maximal 10 Jahre.
    Dann kann die Windkraftanlagenindustrie nicht mehr genug verkaufen und gehen viele Anlagenbauer pleite.
    Danach kommt die Ebbe-Flut Stromerzeugungstechnik mit erst vielen kleinen Anlagen, dann größeren Anlagen ……
    Wie in der Geschichte der Windräder.
    Man will ja kontinuierlich verkaufen können.

     
  23. 6. otto

    @ M. Jean,

    den Fehler von rd. erlaube ich mir zu berichtigen, es heißt hier total verschangelesieren, ich verzeihe ihm aber.
    Du berichtigst oft, warum auch nicht. Deinen windigen Post fasse ich als rhetorischen Scherz auf und Salmorth
    anzurühren eine nicht zu überbietende Idiotie.

    Neben der Schwanenburg, bzw. auf dem Turm, das ist der richtige Platz!!!!!!

     
  24. 5. rd

    @jean baptiste Wenn die Windräder im Niemandsland zwischen Kleve und Uedem stehen, stören sie mich auch nicht. Aber den Reichswald zu verschandeln, das muss doch nun wirklich nicht sein.

     
  25. 4. jean baptiste

    Es ist schon erstaunlich wie weltoffen Niederrheiner sein können, wenn es um Ökologie, Fortschritt und Veränderungen , denen man sich nicht verschließen kann, sind.
    Windräder sind in der Region nichts unbekanntes, natürlich, so ganz in die Landschaft einpassen lassen sie sich nicht, aber eigentlich hat sich (fast) jeder mit deren Existenz abgefunden,
    Wir brauchen sie auch dringend, denn der weitläufige Ausstoß von Kohlendioxid in den konventionellen Kraftwerken ist genausowenig zu vertreten, wie die sinnlose Verbrennung von Erdgas, das woanders erheblich nutzbringender eingesetzt werden kann.
    Außerdem sind unsere natürlichen Rohstoffe endlich, heißt, nicht die heutige Generation, wohl aber die übernächste Generation, wird irgendwann in die Röhre schauen.
    Alles Argumente, die Jeder versteht und auch unterschreiben kann.
    Aber bitte N I M B Y (not in my back yard, nicht in meiner unmittelbaren Nähe).
    Den Gegnern der Windräder im Reichswald ist es herzlich egal, ob in der Pfalzdorfer Gegend eine Vielzahl solcher Anlegen steht, hauptsache nimby.
    Wie sagt der Niederrheiner so schön „wat mot dat mot“ .
    Aber im Reichswald ? Nur über meine Leiche !
    Und dann 10 ha Fläche ureigenster Landschaft dafür opfern ? NIEMALS ! Wie verhalten sich die 10 ha eigentlich zur Gesamzfläche von 5.100 ha ?

    Da fallen uns jede Menge Argumente ein , von
    „Beeinträchtigung der einzigartigen Landschaft“
    Gestern lief auf NPO3 die Sendung 3 op reis mit einem Beitrag aus Portugal.
    Dort sah man eine riesige Reihe von Windkraftanlagen auf den höchsten Stellen in kahler Landschaft nahe dem Strand. Fürwahr keine Augenweide , aber eine Notwendigkeit und erheblich häßlicher, als in waldreichem Gebiet.
    Oder schaut man nach Schleswig-Holstein , all die Riesen-Windräder im Watt …
    Dazu kommt, ob in Groningen der Boden um bis zu 3 m absinkt, weil auf Teufel komm raus Erdgas gefördert wird und Wohnhäuser, Bauernhöfe und denkmalgeschützte Bauten durch Versackungen bis zur Abrißreife geschädigt werden, das interessiert nicht!
    „Zerstörung kulturhistorisch bedeutsamer Merkmale“
    Was für ein Glück, daß man solche Phrasen nicht mit Inhalt füllen muß.
    Da würde man sich ordentlich winden müssen, um Relevantes aus dem Daumen zu saugen.
    „ negative Folgen für den Tourismus“
    Auch so eine hohle Floskel.
    Touristen, die nach Kranenburg kommen, kommen oft wegen der Gänse,
    oder aber sie kommen in`s Gebiet Berg-enDal / Groesbeek bzw weiter an der Maas.
    Wenn sie dann trotzdem nach Kranenburg kommen, kommen sie überwiegend wegen der niedrigeren Preise in Hotel / Restaurant und überqueren nach dem Frühstück die Grenze.
    „ Lärmbelastung für Anwohner“
    Lieb, um an die Anwohner zu denken, aber nachdem der Lärm etwas objektiv Meßbares ist und auch woanders ertragbar zu sein scheint, erscheint es billig, solch ein Argument pauschal vorzubringen.
    In Deutschland gibt es derweil etwa 35.000 Windkraftanlagen die eine Gesamtleistung von etwa 50 GW erbringen.
    „Fragwürdiges Verdien-Modell“
    Um beim Letzten anzufangen , das kann ich weder beurteilen noch kommentieren, da mir dazu noch niemals Informationen über den Weg gelaufen sind.
    Allerdings, wenn das Verdienmodell der Haupthinderungsgrund wäre, darüber ließe sich bestimmt diskutieren.

    Eine Position in der Aufstellung der Windkraftgegner fehlt mir allerdings bei der ganzen Diskussion.
    Wieso vertritt keiner die Meinung >Windkraft ja , aber nicht diese hohen Anlagen< ?
    Ich bin davon überzeugt, daß auf der Basis eine vernünftige Lösung gefunden werden könnte.
    Käme der Investor aber mit der (in Anzahl mehr, aber in der Höhe geringer) Formel wirtschaftlich nicht klar, könnte man dann getrost "jammer dan" sagen.
    Denn nicht alles was technisch möglich ist muß auch "maatschappelijk" möglich sein , sprich von den Beteiligten hingenommen werden..

    Aber ob Reichswald oder Salmorth , ein Grund findet sich immer, um das verhindern zu wollen, http://www.rp-online.de/nrw/staedte/goch/nur-heisse-luft-windrad-wird-nicht-gebaut-geld-verschwendet-aid-1.5146186.
    Auch hier ist Naturschutz eine tolle Sache, aber nichts ist so anpassungsfähig wie die Natur.
    Ob die Gänse eine bestimmte Route nehmen, oder sie wählen eine Andere , hängt vom Gesetz des geringsten Widerstands ab.
    Die Tiere wählen den einfachsten Weg. Sollte der angestammte Weg nicht mehr existieren, suchen sie sich eine andere Route.
    Dafür braucht`s keinen NABU und keinen weiß ich wer Sachverständigen, obwohl, die benötigen das für den Nachweis ihrer Existenzberechtigung..
    Aber trotzdem schön , wenn man als NABU dann seine Stellungnahmen auf Computern schreiben kann, die in Ermangelung von Wind-Strom mit Strom aus Erdgas, Kohle oder Atom betrieben wurden
    Oder bestenfalls aus nimby-Wind-strom.

     
  26. 3. Günter Hoffmann

    Da könnte sich unsere, bekannt bodenständige, Frau Dr. Hendricks in ihrer Funktion so richtig für ihre Heimat einsetzen um dieser perversen Landschaftsvergewaltigung so auch ihren widerlichen geldgeilen Investoren Einhalt gebieten. Aber…… es geht ja wieder um richtiges Kapital… da tanzt unsere „volksnahe“Politik dann doch sehr viel lieber um das goldene Kalb……..wir werden es sehen.

     
  27. 2. rd

    @otto Da war in der PI die falsche Domain angegeben. Es muss heißen „….eu“

     
  28. 1. otto

    Ralf, die E-Mail >Gegenwind< lässt sich nicht bedienen. Können die Reichswald-Windkraftfreunde vorübergehend inhaftiert werden?

    Hier die richtigen Worte zu finden ist mir nicht möglich. Der Einzige, der wirklich helfen könnte wäre Ralf Seeger!