Windkraft: Die Karte des Grauens

rd | 24. August 2015, 15:51 | 89 Kommentare
Neben der orangefarbenen Fläche unten rechts ist als weißes Rechteck der Ehrenfriedhof zu erkennen

Neben der orangefarbenen Fläche unten rechts ist als weißes Rechteck der Ehrenfriedhof zu erkennen – Grün sind die Vorrangflächen für Windenergie (Karte: Bürgerinitiative „Gegenwind im Reichswald / Tegenwind in het Reichswald“ e.V.)

Wald opfern, um die ökologische Energiewende voranzutreiben. Kranenburg macht es bereits vor, Kleve hat nun im Entwurf des neuen Flächennutzungsplans (FNP; Bürger können noch bis zum 31. August Eingaben machen) nachgelegt und weist ebenfalls Flächen für Windenergie aus, die mitten im Reichswald liegen. Die oben abgebildete Karte macht deutlich, welches Ausmaß diese Eingriffe haben. Kranenburg attackiert die Waldflächen im Südwesten (die grüne Fläche unten links auf der Karte), Kleve die westlich von Materborn und Reichswalde (die restlichen grünen Flächen).

Bekanntlich hat sich die Stadt Kleve bei der Aufstellung des Flächennutzungsplans sehr um Transparenz und Bürgerbeteiligung bemüht – doch ausgerechnet dieses zentrale Thema, das ein einzigartiges Waldgebiet möglicherweise für Generationen zumindest beeinträchtigen wird, spielte in den ersten Beratungen und Bürgerrunden keine Rolle. Thomas Velten, ehemaliger Vorsitzender der Klever Grünen und nun engagierter Gegner der Großwindanlagen im Reichswald, hat recherchiert, wie die überraschende Wendung erfolgte.

Er schreibt:

„Am 23.06.2015 stellte die Stadt Kleve den überarbeiteten Entwurf des FNP auf einer Pressekonferenz vor. Im ersten Entwurf des FNP, der mit großer Bürgerbeteiligung beraten wurde, war das Thema Windkraft von völlig untergeordneter Bedeutung. Nachrichtlich waren nur die bereits vorhanden WEAs aufgenommen worden, die völlig ohne Konflikte in der Bevölkerung errichtet worden waren. Nun taucht das Thema in geballter Form auf. Gleich zehn Flächen, zusammengefasst zu drei sog. Konzentrationszonen von rund 200 ha (also rund 400 Fußballfeldern), sollen als Vorrangzonen ausgewiesen werden – ausgerechnet mitten im Reichswald.

Warum so plötzlich, nachdem der Neuentwurf des FNP seit mehreren Jahren ausführlich diskutiert wird? Muss man vermuten, dass die Urlaubszeit genutzt werden soll, um alles unter Dach und Fach zu bringen? Kein faires und nachvollziehbares Verfahren!

Ich bin kein Gegner der Windkraft. Im Gegenteil. Als langjähriger Mitglied der BI Stop Kalkar (Mitglied der Demoleitung 1982), der Prozessgruppe Schneller Brüter, der Initiative „Kinder von Tschernobyl“ und des Niederrheinischen Vereins für Umwelt- und Energie habe ich mich immer für regenerative Energien eingesetzt!

Die derzeitige Standortplanung im FNP aber halte ich für verfehlt. Ich wehre mich dagegen, dass der Wald, gemeinhin als Inbegriff der Natur angesehen und tief im Seelenhaushalt der Menschen verwurzelt, so tiefe Eingriffe erleiden soll. Ich kann mich nicht damit abfinden, dass wertvolle Natur für Windräder, Zufahrtsstraßen und Hochspannungsleitungen gerodet wird. Nicht jeder gute Zweck heiligt die Mittel!

Keine Energiewende auf Kosten des Waldes, der biologischen Vielfalt und des Artenschutzes! Ökostrom ist gut und richtig. Aber es dürfen dafür nicht hektarweise Bäume gefällt werden!

Und in diesem Zusammenhang ist auch das Argument sehr schwach, dass ein ökologischer Ausgleich vorgesehen ist. Ausgleichsflächen werden nicht ausgewiesen. Und an den gerodeten oder geschädigten Stellen würde es Jahrzehnte dauern, bis der derzeitige Bewuchs erreicht ist. An vielen Stellen wird durch die Betonfundamente und sonstigen Baumaßnahmen die Humusschicht vernichtet und Boden so verdichtet, dass auf lange Zeit nichts nachwachsen kann.

Für die Bataver, die hier zur Zeit der Römer zwischen Kleve und Nimwegen lebten, war der Reichswald ein Heiligtum. Sacrum nemus, der „Heilige Wald“, schreibt der berühmte Geschichtsschreiber Tacitus in seinen Berichten (Werner Breuer, Der Reichswald, Boss Verlag 1985, S. 74).

Der Reichswald ist von immenser Bedeutung für Mensch und Natur. Er ist das größte zusammenhängende Waldgebiet am Niederrhein und stellt eine einzigartige Ressource dar. Wald ist nicht nur Forstwirtschaft, sondern Erholungs- und Lebensraum, Kulturraum, Wildlebensraum und bietet Schutz für unsere Lebensgrundlage Wasser. Das alles muss so erhalten bleiben.“

Weitere Infos finden sich auf der Seite: http://www.gegenwindreichswald.de/

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89 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 89. laloba

    „Dieser einzige Anblick ohne das Gefühl der Industrie Gesellschaft. Muss erhalten bleiben.“

    Wenn wir früher Heiligabend morgens rechts oder links vom Kartenspielerweg Moos geholt haben, war dort eine vor-feierliche Stille zu spüren … so als wenn die Zeit ein bisschen stehenbleibt … das ist natürlich die Stimmung, die man selber in den Wald trägt, aber dort kann man sie selber hören …

     
  2. 88. Gustav Kade

    Wir sollten bedenken das der Reichswald vor ca. 65 Jahren für Flüchtlinge mehr als genug Zoll geleistet hat. Der Wald hatte damals rund 1700 Hektar verloren, ich würde sagen damals lebensnotwendig. (Überlebens wichtig.) Heute geht es nur um den schnöden Mammon Geld. Merkt keiner das es nur für wenige die nicht dort Leben, ein Gewinn ist. Würde Genehmigungen erteilt werden, wenn kein Geld fließt. Ich glaube nicht. Vor einigen Jahren hat mann den Kartenspieler weg geschlossen, ein Dorf starb aus(.Grafwegen ) Unsere Generation sollte den Mut aufbringen nein zusagen. Wer hat dich du schöner Wald gemacht, wer geht dort leise der liebe Gott. Dieser einzige Anblick ohne das Gefühl der Industrie Gesellschaft. Muss erhalten bleiben. MFG Gustav Kade

     
  3. 87. Peter Wanders

    @Michael Zumbrägel
    Also bei mir kommt der Strom aus der Steckdose. Schließen sie ihre Geräte woanders an? Vielleicht an Nachbars Steckdose?
    Aber Spaß beiseite.

    Windmühlen können ihren Beitrag zur CO2-Ausstoßverminderung leisten.
    Aber Wälder tun dies schon viel länger.
    Also stellen wir Windmühlen bitte nicht in sondern neben den Wald auf Felder, Äcker, Wiesen und neben Autobahnen.
    Dafür holzt man keinen Wald ab.
    Warum meldet sich kein Förster zum Thema?. Arbeitgeber ist das Land NRW. Maulkorb.

    In Kleve haben die Baudezernenten jahrzehntelang darauf geachtet, dass die Gebäude klein bleiben. Nur der Fernsehturm ist über 100 m hoch und bei Moms Hotelbauten war man irgendwie blind.
    Nun sollen wir zur Rettung des Weltklimas hier 200 m hohe Giganten hinstellen und leugnen dabei mit Diplom alle Risiken.

    Wenn wir unseren Beitrag leisten wollen, wie wär’s dann mit einer Diskussion zur Energieeinsparung.
    Wie wäre es mit Bebauungsplänen, die grüne Dächer, grüne Parkplätze und Sonnenkollektoren vorschreiben, die die gepflasterten Flächen untersagen und Rasensteine für Parkplätze fordern?
    Wie wäre es mit einer Verringerung von versiegelten Flächen und Ersatz durch Grünflächen als städtebauliches Ziel der Raumplanung im FNP und den Bebauungsplänen? Es gibt so viele unnötig versiegelten Flächen im öffentlichen Raum!

    Wieso hat man in Kleve die Hochschule nicht mit Dreifachverglasung gebaut? Reduzierung der Energieverluste durchs Glas um ca. 40 Prozent.
    Wie wäre es, wenn wir das neue Schwimmbad nicht zweimal so groß und teuer wie ursprünglich geplant bauen, nur weil die Geschäftsführer dann bei mehr Energiebedarf auch ihre Subventionsgeilheit befriedigen können.

    Wie wäre es mit Energiegewinnung aus Erdwärme (ich heize damit)

    Und bitte haben sie jetzt kein Mitleid mit den Niederländern. Als erstes schaffen die Häuserpreise, die doppelt so hoch sind wie der reale Wert.
    Dann gewinnen sie darunter halt viel zu viel Gas und reduzieren damit den Wert. Nun befinden sich die Hauswerte in Groningen nahe an der Realität.

    Und obwohl die Niederländer in den Küstenregionen mehr Sonnenstunden und Wind haben, bauen sie auf die Maasvlakte westlich von Rotterdam keine Windmühlen und Sonnenkollektoren, sondern wegen der guten und billigen Erreichbarkeit für amerikanische Kohle neue Kohlekraftwerke. Dieses Jahr schaffen sie damit neue Rekordwerte beim CO2-Ausstoß durch Kohleverstromung.

    Während wir in der BRD die Anforderungen an den Wärmeschutz von Gebäuden deutlich verschärft haben, hinken laut dem Leiter der Abteilung bouwbesluit bei Arcadis die Niederländer ca. 10 Jahre hinter den deutschen Normen her.
    Da wird halt noch heute ganz kräftig gelobbyt z.B. gegen Dreifachverglasung.

    Sorry, die Niederlande müssen nun nicht ausgerechnet wir Niederrheiner mit WEAs retten.

    Was die von ihnen genannten Leukämiefälle an den Stromautobahnen angeht, weiß ich, dass einer meiner besten Freunde seinen Job in den Hochspannungsmasten aufgegeben hat, da um ihn herum bemerkenswert viel Arbeitskollegen an Krebs erkrankten.
    Dies spricht klar gegen die geplanten Stromautobahnen um den Windstrom Norddeutschlands in den Süden zu transportieren.

     
  4. 86. Michael Zumbrägel

    @83 Peter Wanders
    Die größte Quelle der NOx-Belastung ist in Ballungsräumen der Verkehr, gefolgt von der traditionellen Energiewirtschaft, Haushalten und Kleinverbrauchern, Landwirtschaft [http://www.umweltbundesamt.de/daten/luftbelastung/luftschadstoff-emissionen-in-deutschland/stickstoffoxid-emissionen]. Abfall und Abwasser unter ferner liefen…. In Westervoort wird die NOx-Belastung vom Verkehr erzeugt, nicht von der MVA…
    Ich verfüge über ein Diplom in Verfahrenstechnik, wäre also in der Lage, die „Wirbelschleppe“ eines Windrades nachzurechnen wie auch den NOx-Ausstoss und Ausbreitung einer Verbrennungsanlage sowie den Einfluss auf die Umgebung, darum geht es mir aber gar nicht.

    Mit unserer Weigerung, unseren Strom hier vor Ort irgendwie umweltfreundlich selbst zu erzeugen muten wir Mitbürgern in Bergheim, Niederaußem oder Weisweiler zu, unnötigerweise NOx zu inhalieren oder setzen die Anwohner der Kernkraftwerksstandorte der latenten Gefahr dieser Technologie aus. Wie gesagt, ich habe Kollegen deren Häuser „dank“ der Gasgewinnung in Groningen etwa 65% an Wert verloren haben, die finden das gar nicht lustig das wir uns in die altbekannte „Mein Strom kommt aus der Steckdose“ Position begeben. Ich bin im übrigen auch ein strikter Gegener der Höchstspannungsleitungen solange nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden kann, das erhöhte Leukämiefälle im Umkreis dieser „Stromautobahnen“ nicht ursächlich auf diese zurückzuführen sind. Ich persönlich bin bereit, hier vor Ort Kompromisse zu machen bevor Verwandte unnötigerweise Nachteile wie oben beschrieben erleiden müssen…

    Die erneuerbaren Energien sind in der Lage die Lasten der Energieerzeugung gleichmäßig auf die gesamte Bevölkerung zu verteilen, da sie lokal erzeugt werden können.

    Insofern Herr Wanders sind wir da gar nicht weit auseinander. Leider kenne ich keine bessere Option der Restmüll-beseitgung als die Verbrennung – auch hier ist das die beste vieler nicht optimaler Lösungen wie es ggf. auch die Windräder im Reichswald sind -.

    Also leider keine spannende Fachdiskussion über Verwirbelungen um Windräder sondern lieber eine ganz klare Diskussion darüber, was und ob wir unseren Mitbürgern andernorts zumuten wollen und können, nur weil wir hier keine Schritte in die Richtung erneuerbare Energien unternehmen wollen.

    Da ich kein Fantast bin sondern weiss das Ökologie und Ökologie Hand in Hand gehen müssen weise ich nochmals auf den nicht unerheblichen Standortfaktor Energie hin, der den kommunalen Kassen hier vor Ort sehr viel weiter helfen würde…

     
  5. 85. Der Laie

    Das rotierende Flügel größere Auswirkungen haben, als nur Schlagschatten und Infraschall zu erzeugen,zeigt doch dieses Verbot zur Errichtung einer WEA.
    http://www1.wdr.de/themen/infokompakt/nachrichten/nrwkompakt/windrad-wetterradar-prozess-100.html

     
  6. 84. rd

    Das scheint ne spannende Fachdiskussion zu werden…

     
  7. 83. Peter Wanders

    @82
    Lassen sie ihre Unterstellung der „unhaltbaren Behauptungen“.
    Sie stellen diese auf, nicht ich.

    Schön, dass sie die Rauchgasreinigungsanlagen nennen.
    Diese reduzieren den Schadstoffausstoß nicht auf Null.
    Es gibt hierfür Grenzwerte. Diese sind eher an dem technisch machbaren als dem wirklich gesunden orientiert.
    So lag der Schadstoffausstoß vor 1990 ca. sechsmal höher als heute und wurde uns damals als gesundheitlich unbedenklich verkauft.
    Heute verkauft man uns 1990 350 mg Stickoxide je cbm Abgas als unbedenklich, heute sind dies 60 mg /cbm.

    Bei Inversionswetterlagen sollten sie demnächst mal in der Nähe der Müllverbrennungsanlagen spazieren gehen und tief einatmen. Der Smog lässt grüßen.

    Was die Durchmischung von Luft durch Rotoren angeht sollten sie sich nicht so blind auf die Laienhaftigkeit der Mitleser und ihres Gegenübers verlassen.
    Wenn sie aus einer horizontalen Luftbewegung eine Rotation erzeugen, wird hierdurch auch ein Impuls an die Luft gegeben, welche ebenfalls verwirbelt wird. Jedes Segel, jeder Flügel, jedes Rotorblatt lenkt eine Luftströmung ab.
    Insbesondere bei mehreren hintereinander stehenden Flügelprofilen kann es dabei zu erheblichen vertikalen und horizontalen Transporten der Luftmassen kommen.

    Wenn sie in diesem Bereich der Aerodynamik Laie sind, lade ich sie gerne ein und gebe Ihnen ein wenig Nachhilfe.

    Man baut erst hohe Schornsteine, um den Rauch in hohe Luftschichten zu bringen und dann bauen wir rotierende Windräder, die diese wieder in andere Luftschichten, auch die unteren, hineinwirbeln.

     
  8. 82. Michael Zumbrägel

    @80 Peter Wanders

    Müllverbrennungsanlagen verfügen seit mehr als 20 Jahren über aufwändige Rauchgasreinigsanlagen, die nahezu alle Luftschadstoffe aus den Abgasen heraustrennen und als feste Rückstände binden. Es tut der Sache an sich – der Diskussion ob es sein muss, das wir 200 m hohe Windräder im Reichswald aufstellen – keinen Gefallen, wenn hier mit Argumenten gearbeitet wird, die technisch/fachlich unhaltbar sind.

    Wie sollen denn Rotoren „die Luft durchmischen“, das würde ja eines Energieeintrages in die Luft bedeuten, das Gegenteil ist ja wohl der Fall…im übrigen stehen mittlerweile im Umfeld der MVA Westervoort Windräder…..

    Fakt ist:
    – die Kosten für Energie (Strom, Wärme, Kraftstoff) die hier bei uns umgesetzt werden übersteigen das Haushaltsvolumen der Kommunen!!! Dieses Geld fliesst heute in andere Regionen ab….
    – eine umweltfreundliche Strom-, Wärme- und Kraftstofferzeugung vor Ort – wie auch immer – ist daher mehr als ein Windrad am Klärwerk oder im Reichswald, es ist echte Struktur- und Standortpolitik.
    – Energie muß bekanntlich dort versteuert werden wo sie erzeugt wird, deshalb freuen sich die Kommunen, in denen der Strom erzeugt wird den wir hier konsumieren über die Steuereinnahmen…..
    – Eine nachhaltige Energieerzeugung hier vor Ort stärkt die Region finanziell, so dass Mittel zur Verfügung stehen um in Bereiche wie Bildung, Soziales, Kultur, ÖPNV investieren zu können.
    – Ferner ist es eine unerträgliche Haltung zu sagen „ich will hier vor Ort nichts“ und die Augen davor zu verschliessen das im Rheinland Orte umgesiedelt werden müssen und in Groningen meiner Kollegin das Haus fast zusammenbricht, weil die GasUnie Erdgas fördert….

    Vor diesen Zusammenhängen bin ich dafür die Thematik „Windräder im Reichswald“ auf Basis der sehr stringenten Gesetzgebung vorurteilsfrei zu untersuchen und ggf. als einen Baustein einer umweltfreundlichen Energieerzeugung vor Ort als das kleinste aller Übel in Kauf zu nehmen. Eine solche Anlage kann strom derart günstig erzeugen, dass auch keine „Subventionen“ mehr nötig sind, wenn es gelingt die Eigentümerschaft zu einem großen Teil hier vor Ort zu halten wird tatsächlich ein Stück weit unserer Verantwortung gerecht zu werden, unseren Energieverbrauch nicht auf Kosten anderer Regionen zu decken.

    Mein Strom kommt nicht aus der Steckdose….

     
  9. 81. pd

    Vor 15 Jahren war es definitiv noch so das 90% vom gelben Sack in der Müllverbrennung landeten. Das war bequem weil dieser Müll wegen seiner geringen Restfeuchte nicht mehr aufwändig sortiert werden musste und direkt verfeuert werden konnte. In der Abfallwirtschaft wurde es ganz offen so gelehrt aber wenn man das nem Nachbarn erzählte hielt der einen für bekloppt.

    Wie die Quote heute ist weiß ich nicht, findet man auf die schnelle nicht.

     
  10. 80. Peter Wanders

    Müllverbrennungsanlagen stoßen Gase aus, die z.T. in hohem Maße krebserregend sind. Dies war eines der Argumente gegen WEAs östlich der Müllverbrennungsanlage an der A12 bei Westervoort, da die Rotoren die Luft durchmischen und damit gifige Gase beschleunigt in die unteren Luftlagen bringen.
    Westlich von Kleve hat auch Nimwegen eine Müllverbrennungsanlage.
    Deren Wärme soll jetzt ausreichen 14.000 Haushalte mit Fernwärme zu heizen.
    Die WEAs im Reichswald werden dann auch in der Region Kleve den Nimweger Rauch nach unten quirlen. Da kann man sich die langen Schornsteine eigentlich auch gleich sparen.
    Müll zu verbrennen und als Energie zu verkaufen ist eines der heutigen Geschäftsmodelle, mit denen auch Politiker in Aufsichtsratsposten viel Geld verdienen.
    Dann macht das Recyceln auch gleich viel weniger Sinn, nicht wahr.
    Deshalb sah man schon vor 15 Jahren LKWs des Dualen-System-Deutschland über die Grenze zur Müllverbrennungsanlage an der A12 fahren.
    Hier wird aus von Bürgern getrenntem Müll auf ganz andere Art Kapital gemacht. Wir werden in unserem Haushalt zum Sortierer von Brennstoffen gemacht.
    Dass dabei auch noch jede Menge CO2 frei kommt ist für die Freunde eines warmen Klimas ein schönes Nebenprodukt.

     
  11. 79. jean baptiste

    @77 Peter Wanders

    Da sind wir uns doch Alle einig.
    Nur weil die Tachnik das jetzt zuläßt muss das jetzt nicht sein.
    Aber die Profitgier der „Investoren“ die dann auch privat noch schön weit wegwohnen, und die „transparente“ Haltung der Genehmigungsinstanzen, sprechen eine andere Sprache.
    Aber ein bisschen „Gegenwind“ und die Fördertöpfe laufen aus, und dann muss es auf einmal doch nicht mehr.

     
  12. 78. Peter Wanders

    @Turff
    Herr Steins sollte sich besser um die Sicherheit seiner Bürger im Hochwasserfall kümmern.
    Sein Vorgänger Julius Meisters hat den Bauern in Mehr das u.a. von den Gemeinden Kleve und Kranenburg finanzierte Programm PoldEvac vorgeführt und für das 95er-Hochwasser einen Deichbruch bei Kekerdom simuliert.
    Der Kranenburger Marktplatz steht dann 1,00 m unter Wasser und das Klever Industriegebiet und die Hochschule 1,50 m.
    Als der Schirmherr von PoldEvac, der ehemalige Bürgermeister von Nimwegen d’Hondt als Vertreter der Kommission Notüberlaufgebiete den Bürgermeistern Meísters, Jöken und Herrn Spreen darlegte, was die Niederländer in Wahrheit mit diesem Programm planen, lehnten diese jede Zusammenarbeit zur Einrichtung eines großen grenzüberschreitenden Notüberlaufgebietes ab.
    Darum stehen bis heute keine Deiche vor Kranenburg und Kleve, obwohl man weiß, dass 1995 die Sprengung der Deiche direkt bevor stand und erst in letzter Sekunde gestoppt wurde.
    Wer hieran zweifelt, kann von mir die Telefonnummer bekommen von dem ehemaligen Kampftaucher, der die Sprengladungen angebracht hat.
    Hier stecken alle Verantwortlichen den Kopf in den Sand.

    Erstaunlicherweise bat mich vor ca. einem Jahr Frau Dr. Barbara Hendricks um ein Gespräch zu diesem Thema. Zur Vorbereitung habe ich ihr das unter #65 zitierte Dokument geschickt.
    Sie ist die in der BRD zuständige Ministerin.
    Danach war sie plötzlich doch gar nicht mehr so zuständig und verwies mich an Stellen des Landes NRW.
    So viel oder besser so wenig Verantwortung übernimmt unsere Klever Ministerin als höchste für Hochwasserschutz zuständige Person der BRD.
    Die Niederländer stellen ihre Intention sogar ins Netz und vertrauen darauf, dass in der Grenzregion alle Verantwortlichen die Augen verschließen.
    Für die Emmericher ist in diesem Dokument interessant, was die Niederländer mit Rijnwaarden planen. Da gilt für Emmerich das Gleiche, wie Kleve.
    Der Emmericher Bürgermeisterkandidat Siegmund weiß als hoher Offizier genauestens, welche Szenarien 1995 drohten und in Zukunft drohen. Dieser führt darüber im Gegensatz zu allen anderen niederrheinischen Politik-Vogel-Strauss-Helden offen Gespräche zur Realität von Katastrophenschutzplänen, in denen die dünn besiedelte Grenzregion eine klar definierte Rolle hat.

     
  13. 77. Peter Wanders

    @66jb
    Zur Klarstellung: Ich bin gegen 200 m hohe WEAs im Wald.
    Mal ein von fast überall wahrnehmbarer Vergleichspunkt:
    Der Klever Fernsehturm ist mit 112 m nur ca. halb so hoch und ist über mehr las 10 km gut sichtbar.
    Man blicke z.B von Emmerich nach Kleve und stelle sich eine ganze Ansammlung doppelt so hoher Bauwerke vor.

     
  14. 76. laloba

    … otto, das auf jeden Fall …

     
  15. 75. otto

    Laloba,

    besser Herr Steins fühlt sich persönlich angegriffen, als den Kreis-Klever Bürgern der Reichswald beschädigt.

     
  16. 74. laloba

    @71 jb Die Bereiche, wo die riesigen Fundamente dieser Art von Windkraftanlagen tief eingelassen werden, können auch nach einer Deinstallation der Anlagen nicht mehr aufgeforstet werden. Der Wald ist in diesen Bereichen für immer zerstört.

    Dieses Video zeigt anschaulich die Bauweise der Windkraftanlagen:
    http://www.3sat.de/mediathek/?display=1&mode=play&obj=16222

    Hier erkennt man, worum es wirklich geht.

     
  17. 73. laloba

    @70

    Ich meine genau dieses Plakat:

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/herr-steins-sie-zerstoeren-meine-heimat-aid-1.4900982

    Und zufällig weiß ich, dass Herr Steins sich persönlich angegriffen fühlte.

     
  18. 72. pd

    @Turff

    der Reischwald..“ist eine industriell genutzte Fläche, die ständig abgeholzt und wieder aufgeforstet wird. Dort wird mit schwerem Gerät herum gefahren, abgeholzt, weggeschleppt usw.“

    „…Windenergieanlage, die man in wenigen Stunden wieder demontieren kann.“

    mit Zeiten ham se es nicht so, kann das?

    weder sind im „Industriegebiet Wald“ Jahre = Stunden noch beim Abbruch von Windenergieanlagen.

    Gegen die hat auch eigentlich niemand was aber warum verflucht nochmal im Wald? Warum nicht auf irgend nem (Mais)acker, die Fläche dient eh schon den nachwachsenden Rohstoffen, da kreucht un fleucht nix mehr und da kann man dann von mir aus auch gerne bis in den 70. Stock bauen und drunter weiter für die biogasanlage ernten. Selbstverständlich ist der bauer für den flächenverbauch angemessen zu entschädigen.

    warum nicht entlang der Autobahn? das ding an der ausfahrt Bocholt stört niemanden.

    warum nicht den Rhein entlang? zwischen Klärwerk und emmericher brücke stehen schon riesige strommasten, wen sollen da 2-3 wea stören?

    WEA im Wald?! Man kann nur mit dem Kopf schütteln. Ich wäre dafür jedem Planer ein Kind als chef vor die nase zu setzen, bei den Jüngsten ist der gesunde Menschenverstand noch ausgeprägt vorhanden, bei unseren Stadtplanern scheinbar nicht.

     
  19. 71. jean baptiste

    @ laloba 68 …. na ja, das mit den wenigen Stunden ist natürlich schon zu erklären.
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/das-ungewisse-schicksal-ausgedienter-windraeder-a-1016301.html
    gibt hier die Erklärung.
    Man könnte das auch auf wenige Sekunden herunterrechnen, liegt aber daran, was man unter Demontieren versteht.
    Rückbau und Renaturieren dauern dann schon wenigstens Monate.

    Übrigens , die Kautionssummen waren mir noch nicht bekannt, sind aber schon bemerkenswert.

     
  20. 70. Varanusprasinus

    @Laloba:

    Man sollte schon den Inhalt des richtigen Plakates zitieren!

    Kann mir nicht vorstellen, dass Herrn Steins der genannte Inhalt in irgendeiner Art beunruhigt.
    Solche Aussagen sind tägliches Brot…

     
  21. 69. laloba

    Denen, die keine dieser Anlagen im Reichswald wollen, geht es um Eines:

    Kein Eingriff in den Reichswald.

    Ich weiß im tiefsten Innern, dass es ein Fehler ist, Teile dieses Waldes für immer zu zerstören, um dort Winkraftanlagen zu installieren, die außer dieser irreparablen Zerstörung weitere unerwünschte Auswirkungen mit sich bringen.

    An Herrn Steins ist ja schon viel appelliert worden hier. Nun möchte ich Herrn Steins auch etwas sagen:

    Manchmal ist es wahre Stärke, wenn man sich (und Anderen) eingestehen kann, dass man auf dem falschen Weg ist, und die Kraft aufbringt, den Kurs zu ändern.

    Herr Steins fühlte sich auf einer Versammlung in Kranenburg mal persönlich angegriffen durch den Text auf einem Plakat. Auf dem Plakat stand: „Herr Steins, Sie zerstören meine Heimat“.

    Dieser Satz hat Herrn Steins direkt erreicht.

    Weil es die Wahrheit wäre, wenn seine Pläne umgesetzt würden.

     
  22. 68. laloba

    „… als jede Windenergieanlage, die man in wenigen Stunden wieder demontieren kann“

    Meinen Sie damit auch die Windkraftanlagen, die am Kartenspielerweg geplant sind??? Wenn ja, haben Sie entweder keine Ahnung oder wollen hier etwas verharmlosen.

    Das sind industrielle Windkraftanlagen dieser Generation …
    http://pro-schurwald.com/informationen/dimension-windkraftanlagen/

     
  23. 67. Turff

    @Otto, da sind wir uns einig. Hier spielen mehrere Interessen eine Rolle.

    Einerseits haben wir die RP und Teile der CDU, die gehorsam der Energiepolitik ihrer NRW-Führung folgen. Diese Energiepolitik beschränkt sich darauf, längst gescheiterte Geschäftsmodelle großer Konzerne über die Zeit zu retten, mit entsprechenden Kampagnen, deren Wirksamkeit sich bis heute zeigt. So glauben immer noch viele daran, dass die Energiewende den Strom teuer macht oder den Industriestandort Deutschland gefährdet.

    Andererseits „sehen“ wir eine Veränderung unserer gewohnten Umgebung und damit wären wir beim Standort. Die oben gezeigte Karte in Verbindung mit der Überschrift zeigt ein Horrorszenario auf, dass es so niemals geben wird. Warum ist dann so etwas in der Öffentlichkeit? Was wird damit bezweckt?

    Weiterhin habe ich Respekt vor jeder Empörung und Engagement aber in der Angelegenheit von Kranenburg werden Argumente vorgeschoben, die nicht stichhaltig sind, wie Peter Wanders das z.B. andeutet. Mich, als jemand, der einige Zeit in Wardhausen lebte, stört das Industriegebiet, das hässliche ehemalige Hotel Kleve mit seinen lila Fenstern mehr, als jede Windenergieanlage, die man in wenigen Stunden wieder demontieren kann. Mit der m.E. unnötigen Umgehung oder der Ausweisung von Industrieflächen zwischen Kellen, Griethausen und Rindern wurde das Bild vom Niederrhein nachhaltig zerstört. Die Kohlekraftwerke sind es, die irreversible Schäden anrichten. Im angrenzenden Straßenverkehr an der B504 sterben die Vögel und nicht wegen einigen Windenergieanlagen.

    Herr Steins, weiter machen!

     
  24. 66. jean baptiste

    @65 Peter Wanders
    Da bin ich aber froh, daß sie keine Bildchen veröffentlicht haben, Herr Wanders , denn wie in dem Positionspapier beschrieben, darf nur Text veröffentlcht werden(nach dem Motto:das können die Deutschen doch nicht lesen) .
    Ob es den beschriebenen Aufstand ( „rel“ ) in Kleve wohl geben wird , eigentlich könnten wir uns ja mit Millingen zusammentun, aber ich habe ganz vergessen , daß die Gemeindespitze ja jetzt sicher hinter den 7 Hügeln in Groesbeek untergebracht ist.
    Wie nennt der Amerikaner das ganze doch ? collateral damage !

     
  25. 65. Peter Wanders

    Eigentlich saufen die Holländer bei steigendem Meeresspiegel ja als erstes ab und sollten daher bei der CO2-Ausstoßverminderung Spitzenreiter sein.
    Deshalb scheint der Bau von Windmühlen in deren freien Landschaft sinnvoll.
    Doch stattdessen bauen die Niederländer neue Kohlekraftwerke und gibt es in den NL in diesem Jahr einen neuen CO2-Rekord bei der Verstromung von Kohle.
    Siehe http://nos.nl/artikel/2054248-energiecentrales-verstoken-record-aan-kolen.html
    Umweltgruppen haben daher den Staat verklagt und ein Gericht befiehlt nun der Regierung bis 2020 statt 14-17 Prozent Verminderung die vertraglich zugesagten 25 Prozent möglich zu machen.
    Doch die Politik dreht und wendet sich.
    http://www.kennislink.nl/publicaties/rechter-beveelt-nederland-co2-uitstoot-te-verminderen

    Und wir streiten uns hier über Sinn und Unsinn von Windmühlen in unserem Wald…

    Wie gesagt, die Niederländer saufen als erstes ab.
    Doch falls die Flut über den Rhein kommt, fluten die Niederländer erst mal Kleve.
    Dass dies das deutsch-niederländische Verhältnis stark gefährdet schreiben sie dabei selbst.
    Siehe Seite 17 der PDF-Datei in folgendem link:
    http://publicaties.minienm.nl/documenten/vragen-van-het-ministerie-van-financi-n-ten-aanzien-van-noodover

     
  26. 64. Frost

    PAPUZIL hat es richtig dargestellt. Nur so ist es!! Unser Grüner Umweltminister fordert und den sollten seine eigenen Grünen Parteimitglieder stoppen und das vor Ort und nicht am Fischmarkt.

     
  27. 63. otto

    @ 62 Turff,

    den Standort nicht vergessen, nur darum geht es!

     
  28. 62. Turff

    @Laie, wir verwechseln immer Kosten und Investitionen. „Die Investitionen der erneuerbaren Energien sind transparent – anders als die vielen Subventionen, die wir über Jahrzehnte für Kohle und Atom bezahlt haben. Der wahre „Kosten-Tsunami“ entsteht durch die Altlasten der Vergangenheit, nicht durch die Energiewende.“

    Sehr empfehlenswert dazu Claudia Kemfert, Professorin für Energiewirtschaft und Chefin des Energie- und Umweltbereichs am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung DIW, gerade eben am 29. August:

    http://www.klimaretter.info/herausgeber/prof-claudia-kemfert/19490-mythen-der-energiewende-qkosten-tsunamisq-und-blackouts-durch-kohlekraft

    Da es den viel zitierten „freien Markt“ überhaupt nicht gibt – ein weiterer Mythos, der sich beharrlich hält – vor allem nicht im Energiebereich, aber auch in allen anderen Bereichen nicht, außer vielleicht der lokale Markt in dem sich Pizzerien, Dönerrestaurants oder das Handwerk zu behaupten hat, muss man entweder erst einen „freien“ Markt schaffen, womit die konventionellen Energiedienstleister allerdings sofort in den Bankrott getrieben würden, oder mit Investitionsbeihilfen ein annäherndes Gleichgewicht schaffen.

    In Hinblick auf den erneuten Kursrutsch der RWE-Aktie heute morgen, können wir uns darauf einrichten, dass willfährige Politiker, die Volksvermögen beharrlich in RWE-Aktien halten und vielleicht die Sicherung noch ganz anderer persönlicher Vorteile in Gefahr sehen, Hand in Hand mit verantwortungslosen Medien wie der Rheinischen Post weiterhin Stimmung machen.

    Herr Steins, Sie sind einer der wenigen in unserem Kreis, der die Chancen durch die Energiewende erkannt hat, was neben dem Umweltschutz vor allem die Rekapitalisierung der stetig schrumpfenden bürgerlichen Mitte anbelangt, aber vor allem auch die Reanimierung längst zerfallener demokratischer Strukturen betrifft.

    Weiter machen, Herr Steins, ich zähle auf Sie!

     
  29. 61. otto

    @60 M.Jean,

    wann gibt’s ein Minus, nur wenn der Eigenbehalt nicht risikogerecht kalkuliert wurde. Im Sinne
    des gerechten Karma’s steht ihm ja der Rückversicherer zur Seite. Wie der sich bei WEA verhält, wird z.Zt. in Delphi orakelt. Wenn du das verstehst ist gut, wenn nicht ist es auch nichts Besorgnis erregendes.

     
  30. 60. jean baptiste

    @59 laloba na ja, stimmt zwar, aber erst gegen Ende der Abschreibungsdauer.

    Investoren hassen es, um Verluste zu machen,
    deshalb ist http://www.gothaer.de/geschaeftskunden/erneuerbare-energien/versicherung-windenergie/ eigentlich Standard, und die Prämie mit in die Wirtschaftlichkeitsrechnung eingerechnet ist.
    Und wer ist dann der Dumme , wenn`s ein Minus gibt ? Die Gemeinschaft der Versicherten !

     
  31. 59. laloba

    „Wegen hinter den Erwartungen zurückbleibender Energieerträge werden inzwischen viele Windkraftparks wieder vom Netz genommen! Eine Garantie für Erträge aus Windkraftturbinen im Reichswald gibt es nicht. Sicher ist lediglich, dass die Schädigung des Waldgebietes auch bei einer Stilllegung nicht rückgängig zu machen wäre.“

    Siehe: http://www.gegenwindreichswald.eu/einwaende.html

     
  32. 58. Der Laie

    @Turff
    22 % Zwangsabgabe die jeder Privat Haushalt als EEG Umlage zahlen muß sind natürlich keine Subventionen.
    Hier regelt nicht der Markt durch Angebot und Nachfrage den Preis,sondern staatliche Planwirtschaft garantiert feste Einkünfte.
    Wenn Betreiber von WEA ihren erzeugten Strom unter marktwirtschaftlichen Bedingungen verkaufen müßten,könnte man so manches Landschaftsbild in Deutschland noch genießen.

     
  33. 57. Der Laie

    Auch interessant nachzulesen:
    http://www.vernunftkraft.de/buergerbeteiligung-bei-windkraftanlagen/
    Die einst von den Grünen geschaffene Worthülse Ausgleichfläche stellt doch nur ein Placebo Pflaster da.
    Grund und Boden ist nicht vermehrbar,hier werden auch keine versiegelten Flächen renaturiert,sondern durch ein paar Baumsetzlinge auf ehemaligen Weide- oder Ackerflächen soll dem Bürger sugeriert werden wir gleichen den Nutzwert der gefällten Bäume an anderer Stelle wieder aus.Das Waldwirtschaft ein Handeln für Jahrzehnte ist, wußten schon die Vorfahren,was der Großvater gepflanzt hat, konnte erst der Enkel ernten.

    Der Versuch ist ja nicht strafbar eine höhere Akzeptanz in der Bürgerschaft durch das Angebot von Anteilsscheinen erreichen zu wollen.
    Wer dann genauer hinschaut kann in der Regel mit einer max. Rendite von 2,5 % rechnen.
    Bei der Ermittlung eines Immobilienverkehrswertes legen die Gutachter eine Mietrendite von z.B.4% zu Grunde.
    Wenn die Gemeinde Kranenburg bei den heutigen zinsgünstigen Krediten, Geld investieren möchte,es gibt noch genügend Offshore Projekte die auf solvente Investoren warten.Auch die niederländische Tennet als eine der Netzbetreiber sucht noch Investoren für den Bau der Überlandleitungen.Warum muß man einen Standort Vorteil für die weiche Industrie ( Tourismus ) ohne Not freiwillig selbst zerstören.
    Die Alpen Länder merken es doch gerade,der Bau der immer größeren Sessellifte und Skipisten sorgen im Winter für mehr Touristen, dafür bleiben die Sommergäste weg, wer findet kahle Berge auch schon schön.
    Lawinenabgänge und fehlende Wasserspeicherung in den Bergen,führen zu immer mehr Folgeschäden in der Landschaft.Da organisiert die Gemeinde Bustouren um Besuchern grasende Wildgänse aus Nordeuropa als Naturschauspiel in einem Naturschutzgebiet zeigen zu können,parallel dazu will man in einem intakten Wald
    Industriebrachen schaffen.Bauern werden in der Düffelt mit Auflagen dransaliert damit ideologische Träumereien von einer heilen Fauna , Flora und Habitat weiter geträumt werden können.Das erinnert irgendwie an den Laubenpieper der zum Nachbarn sagt,mein Komposthaufen stinkt aber nur bei Westwind.

     
  34. 56. Turff

    G.M, erneuerbare Energien sind ganz im Gegensatz zu konventionellen Energieerzeugern wie Kohle und Atomkraft nicht subventioniert. Das ist ja gerade der Kern des EEG.

    Zum Thema Wertschöpfung empfehle ich Ihnen z.B. die umfassende Studie des IÖW, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung, „Kommunale Wertschöpfung und Beschäftigung durch Erneuerbare Energien“ oder die unzähligen Publikationen des DIW.

    Die Ergebnisse belegen eindrucksvoll die bereits gegenwärtig hohen ökonomischen
    Wertschöpfungen in Kommunen.

    Ich kann Ihren Ausführungen daher beim besten Willen nicht folgen.

    Haben Sie sonst vielleicht noch andere Bedenken, G.M., wenn wir uns in diesen Punkten nicht einigen können?

    PS: Herr Steins, bitte genau so mutig weiter machen!

     
  35. 55. G.M.

    @54 Turf oder HerrABO…. wie auch immer .Ihre „Argumente“ strotzen nur so von Fadenschein. Es bleibt dabei , wie schon zuvor mal angemerkt ….einige ,wenige wollen sich die Taschen voll machen.
    Es geht nur um kurzfristige Beutelschneiderei des Steuerzahlers. Den , mit DEM Windstrom kann man kein Geld verdienen…. wird doch alles nur mit Subventionen “ Verdient“.

    Das Ein Herr Steins das Thema Windpark aus dem Wahlkampf heraushalten will… zeigt doch eine gewisse ängstlichkeit( ich würde sogar von Hinterlist ausgehen).
    Die Kranenbürger erden hoffentlich nicht darauf hereinfallen..
    Btw. : die im 2ten Weltkrieg Zerstörten Forsten können auch ohne Windpark aufgeforstet werden.

    Die Wertschöpfung kommt zu uns. Dummer geht nimmer !!!

     
  36. 54. Turff

    @Laie, es ist eine industriell genutzte Fläche, die ständig abgeholzt und wieder aufgeforstet wird. Dort wird mit schwerem Gerät herum gefahren, abgeholzt, weggeschleppt usw.

    Zudem wird von Kranenburg ein historische Waldzelle, die im 2. Weltkrieg zerstört wurde, als „echte“ Naturwaldzelle zum Ausgleich wieder angelegt.

    Die noch zu gründende Betreibergesellschaft, an der ABO Wind wahrscheinlich noch 25% Anteil halten wird, gehört „uns“. 75% gehen dann an Stadtwerke, Städte und Kommunen vom Niederrhein und höchstwahrscheinlich auch ein Anteil an die Bürger-Energiegenossenschaft Kranenburg.

    Jeder Niederländer- grundsätzlich alle können sich daran beteiligen und als solide Ergänzung zu den wackeligen, privaten Rentenverträgen, meist in der instabilen Währung Euro, in echte Produktionsanlagen investieren, also in „echtes“ Kapital (Euros in Form von einer Lebensversicherung sind kein Kapital, genau so wenig wie eine staatlich garantierte Rente, ebenfalls in Euro!).

    Die Wertschöpfung kommt direkt zu uns, in eine strukturschwache Region. Nicht Kies ist unser Öl, sondern Wind, gerade als Randgebiet zum energiehungrigen Ruhrgebiet..

    Herr Steins, bitte unbedingt weiter machen!

     
  37. 53. Der Laie

    @52 Turff
    Die Fa. Abo Wind will 60 Millionen € investieren,das Land NRW will Pachteinnahmen generieren,die Gemeinde Kranenburg spekuliert auf einige hundert tausend € Gewerbesteuereinnahmen.
    Das alles hat mit nachhaltiger Energiegewinnung nichts zu tun.Hier soll ein bestehendes und funktionierendes
    Ökosystem der ganz normalen Gewinnmaximierung einiger weniger weichen.
    Wer das zuläßt, wird kaum noch Argumente finden, warum fruchtbarer Ackerboden im Kreis Kleve nicht in Kies Abgrabungsflächen umgewandelt werden darf,denn gut zahlende Abnehmer stehen dafür bereit.
    Wer so offensichtlich wie Herr Steins seine Meinung zu Lasten nachfolgender Generationen ändert,nur um hier und heute auf die schnelle die Summe der Gewerbesteuereinnahmen erhöhen zu können, der ist als erster Bürger einer Gemeinde fehl am Platze.
    Wie schnell Betreiber Gesellschaften ihren Firmensitz verlegen können,plötzlich Lizenzgebühren an Muttergesellschaften abführen müssen,ist doch nun hinlänglich bekannt.Da werden doch aus einigen hundert tausend € Gewerbesteuern ganz schnell nur noch ein paar tausend €.
    Was hat sich gegenüber den Argumenten in 2009 verändert,aus den 2 WEA sind mehr,leistungstärkere und höhere Anlagen geworden.Die schützenswerte niederheinische Landschaft ist geblieben.

     
  38. 52. Turff

    Hier kann und muss Steins nun Größe zeigen, in dem er sich von den eher ideologisch bzw. von Konzerninteressen geleiteten Getöse der RP nicht einschüchtern lässt. Es sind immer die, die von der Norm abweichen, die uns wirklich vorwärts bringen.

    Die Anlagen am Kartenspielerweg werden in den nächsten Jahren, spätestens wenn der Konzern A oder B seinen konventionellen Kraftwerkspark auf Kosten der Steuerzahler abgestoßen hat, sowieso errichtet, dann allerdings ohne Beteiligungsmöglichkeiten der Niederrheiner, aber begleitet von der RP, mit Artikeln, warum plötzlich alles alternativlos ist.

     
  39. 51. laloba

    … über den (ganzseitigen) Artikel wird Herr Steins alles andere als erfreut gewesen sein …

     
  40. 50. Turff

    Herr Steins, nur Mut, unbedingt weiter machen und unter keinen Umständen einknicken!

     
  41. 49. rd

    In der Rheinischen Post heute eine schöne Zusammenfassung von Peter Janssen zur Geschichte der Windkraft-Zonen am Kartenspielerweg in Kranenburg: Der Wind hat sich gedreht

     
  42. 48. Thomas velten

    Interessant ist, dass die CDU die Fläche an der Engelsstraße weiter als Windkraft-standort befürwortet. Hier scheinen auch schon ein, zwei Investoren bereit zu stehen., wird jetzt in Kleve gemunkelt.
    Die CDU sollte mal in die Gutachten schauen, die die Stadtverwaltung ins Internet gestellt hat.

    https://www.kleve.de/de/inhalt/neuaufstellung-des-flaechennutzungsplans/

    Hier ganz unten unter „DOWNLOADS“

    Im ökologischen Gutachten (Anhang II – Vorprüfung artenschutzrechtlicher Belange) werden gerade für die Windkraftzone P3 hohe Konfliktpotentiale gesehen.

    Bekanntlich sind gerade die Lagen am Waldrand besonders sensible Gebiete. Weil hier Raubvögel und Fledermäuse, die ihre Nester im Wald haben, ins freie Gelände fliegen.

    Nach Auswertung der Daten, der ökologischen Fachinformationsdienst, z.B. beim Landesamt für Umwelt, stellt die Firma Grünplan, der Gutachter der Stadt Kleve fest: „Für insgesamt 5 Fledermausarten und 22 Vogelarten, die potenziell im Plangebiet vorkommen können, sind durch das Vorhaben erhebliche, artenschutzrechtlich relevante Beeinträchtigungen möglich.“

    Relevante Beeinträchtigungen sind harte Tabukriterien, also solche, die ein Projekt gefährden können…

     
  43. 47. otto

    @ 45 P.W.,

    was noch hinzuzufügen ist, dass diese Windräder nicht 200m sondern 201,30m hoch werden!

     
  44. 46. Der Laie

    @43 Jürgen Böll
    In Kleve mahlen die Mühlen etwas langsamer als an anderen Orten
    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/kleve-sucht-windrad-standort-aid-1.2613911
    Das die effizientesten WEA 200m hoch sein sollten wußte man auch schon im Jahre 2011,sogar höher wie der Kölner Dom durfte es sein.
    Jetzt läuft den Investoren einfach die Zeit davon,um die lukrativen Fördertöpfe voll ausschöpfen zu können.
    Der Wink mit dem Zaunpfahl, wir beschäftigen auch heimische Handwerker ist schon toll.
    Ausser Betonfundamente und Gräben für die Elektroleitungen ist kein Umsatz zu erwarten,oder stehen am Lindchen immer nur aus versehen Fahrzeuge mit auswärtigen Kennzeichen die dort bei der Montage die Strasse halbseitig sperren.
    Es soll ja niemand daran gehindert werden das er jeden Tag klüger wird,aber auch Teilnehmer von Zukunftswerkstätten sollten so langsam realisieren, das heute keiner mehr ins Zeitungsarchiv muß, um frühere Aussagen überprüfen zu können.

     
  45. 45. Peter Wanders

    DieWEA kamen in der ersten Offenlage des FNP nicht vor. Keinem einzigen Bürger und der Politik wurde irgendetwas mitgeteilt über die Absicht WEA-Flächen im FNP zu reservieren.
    Und plötzlich stehen diese Flächen in der zweiten Offenlage einfach drin. Diesen Auftrag hat die Verwaltung weder von der Politik noch als Antregung eines Bürgers bekommen.
    Wer hat dem Zeichner des FNP den Auftrag gegeben, diese WEA-Flächen im FNP zu reservieren.
    Wenn man dies ganz einfach zusammen fasst, ist der Leiter der zuständigen Abteilung Herr Rauer.
    Der läßt Industrieglände-WEA-Flächen in den Plan zeichnen ohne mit auch nur einem Bürger und Ratsmitglied über diese Absicht zu kommunizieren.
    Und wer hat ihm die notwendigen Informationen gegeben?
    Welche Flächen einfache Fichtenbestände haben und keinen Mischwald aufweisen, kann nur das Forstamt verraten haben! Ausgerechnet das Forstamt! Nur dort dürfen WEAs entstehen.
    Und wer hat dann so schön die Abstände zu den Wohngebieten ausgearbeitet?
    Da war doch wohl ein potentieller Investor ganz fleissig und hat Rauers Abteilung die Zeichnungen überreicht.
    Und unsere Planungsabteilung in der Verwaltung trägt dies ohne Rücksprache mit den Bürgervertretern in den FNP-Entwurf ein.
    Kann der Rat der Stadt Kleve bitte Herrn Rauer zur Verantwortung rufen und fragen, wie so etwas geschehen kann.

     
  46. 44. Benno

    @ 43: wer sagt denn, dass die Planung doch nicht umsonst war?

    Benno

     
  47. 43. Jürgen Böll

    Nun könnte man Fragen war das Beschäftigungstherapie!
    Aber es kommt doch nicht einfach ein Mitarbeiter der Behörde auf die Idee, ich mach das jetzt mal einfach so. Da sind doch Abteilungsleiter und höhere Funktionen involviert die so ein Vorhaben besprechen und auch absegnen. Das ksotet ja auch mal eben Steuergelder, die hier eigentlich verschleudert wurden.

     
  48. 42. KlePeter

    @32. Jürgen Böll: Zitat aus der NRZ-Veröffentlichung der CDU-Pressemitteilung: „… eine Fläche, die an der Grenze zur Gemeinde Bedburg-Hau liegt, in der Nähe der Dr.-Engel-Straße, sowie ein Gelände hinter dem Ehrenfriedhof an der Grunewaldstraße seien potenzielle Standorte …“

    Und weiter vorne: „CDU-Fraktion Kleve einmütig: Keine Windräder in den Wald …“

    Selten so eine widersprüchliche Aussagen gelesen. Entweder die CDU kennt sich nicht aus, oder sie wollen dem Leser Sand in die Augen streuen. Wo liegen denn die genannten Flächen? Im Reichswald!

     
  49. 41. laloba

    Kaum zu glauben, dass die Verwaltung an den Fakten vorbei drauf los plant …

     
  50. 40. rd

    @all Die Idee, Konzentrationsflächen auszuweisen, erscheint ja zunächst einmal vernünftig, denn sonst kann einem alles zugestellt werden. Als weitere Vorgabe wurde sogar der Abstand der Anlagen zur Wohnbebauung von den geforderten 250 Metern auf das Doppelte heraufgesetzt – so weit, so gut. Dann jedoch kam der Wald ins Spiel – keine gute Idee. Aber die Prozentmarke (23% Waldanteil in Kleve statt mindestens 25, wie gefordert) scheint die Planungen ohnehin hinfällig zu machen.

     
  51. 39. laloba

    @ Rainer Hermanns

    Sie sind also der Meinung, dass „die Alten“ die falsche Meinung und nicht nur viel, sondern zu viel Einfluss haben bzw. bekommen werden. Es sieht so aus, als fühlten Sie sich davon bedroht.
    .
    Dazu Folgendes:
    – Jeder hat das Recht auf freie Meinungsäußerung im Rahmen der Gesetze.
    – Kein Mensch kann was dafür, wie alt er ist, und wie viele es in seinem Alter noch gibt.
    – Jeder Mensch hat das Recht, sich für seine Interessen, Bedürfnisse und Ansichten im Rahmen der Gesetze einzusetzen.
    – Auch ältere/alte Menschen haben das Recht auf Information.
    – Ältere Menschen sind die am wenigsten homogene Gruppe in der Gesellschaft – das spiegelt sich auch in Ansichten und Interessen.

    Die Babyboomer-Generation halte ich für insgesamt fit, geistig flexibel, mit Blick für die Gesamtgesellschaft.

    „Die Alten“ ist ein Klischee, dass immer weniger taugt.

    Und Sie, Rainer Hermanns, werden auch alt. Unaufhaltsam.

    Und stellen Sie sich mal vor, da kommt irgendwann eine junge Generation, die sich noch wesentlich stärker für Umwelt- und Naturschutz engagiert, weil sie retten will, was noch zu retten ist? Halte ich nicht für ausgeschlossen …

     
  52. 38. laloba

    „Nach dem ersten Entwurf hatte die Stadtverwaltung nun die Aufgabe, die eingegangenen Stellungnahmen auszuwerten und einen zweiten Entwurf vorzulegen“

    Wer nicht möchte, dass die Verwaltung sagen kann, dass ja nicht viele Einwände von BürgerInnen gekommen sind, hat die Möglichkeit, per (Muster-)Brief oder Mail bis 31.08. eine Stellungnahme abzugeben.
    Das ist nur ein Schritt in dem ganzen Verfahren – aber eine Gelegenheit, die man nutzen kann.

     
  53. 37. Thomas Velten

    Kleine Anmerkung: Der Rat der Stadt Kleve hat die Planungen für Windräder im Reichswald keinesfalls genehmigt, wie Jürgen Böll annimmt. Der aktuell vorliegende Entwurf für den FNP (Flächennutzungsplan) hat allein die Stadtverwaltung „erarbeitet“ und vorgestellt.

    Seit Jahren wird der neue FNP für Kleve beraten. Nach dem ersten Entwurf hatte die Stadtverwaltung nun die Aufgabe, die eingegangenen Stellungnahmen auszuwerten und einen zweiten Entwurf vorzulegen. Für ihr Ziel, sogenannte „Konzentrationszonen“ für Windenergieanlagen im Klever Reichswald zu planen, ist sie weder vom Rat noch von den Bürgern beauftragt worden. Es zeigt nur die Eigenmächtigkeit der Verwaltung.

    Es ist deshalb sehr lobenswert, dass nun die Fraktionen im Rat kritisch Stellung beziehen.

     
  54. 36. jean baptiste

    @34 ,35 rd
    ich komme jetzt echt nicht mehr mit.
    Laut Herrn Gebing darf die Kommune nur dann WKA in den Wald stellen, wenn ihr wenigstens 25% des Waldes gehören. Das ist in Kleve nicht der Fall.

    Was soll dann all das Lamentieren von CDU und FDP , wenn es doch nicht erlaubt ist ?

     
  55. 35. rd

    Die FDP teilt mit: Kleves FDP-Fraktionsvorsitzender Daniel Rütter bekräftigt die ablehnende Haltung seiner Fraktion gegenüber der Ausweisung von Windenergiekonzentrationszonen im Klever Reichswald. „Es ist absolut begrüßenswert, wenn sich nun immer mehr Bürger und Initiativen mit Einsprüchen gegen die im Entwurf des neuen Flächennutzungsplans vorgesehenen Windräder im Reichswald wehren. Bis zum 31.August kann jeder Bürger von seinem Einspruchsrecht im Rahmen der Offenlage Gebrauch machen und sollte dies auch tun.“, so Rütter.
    Ursächlich sei aber hauptsächlich die durch den grünen Umweltminister Remmel vorangebrachte Politik der Landesregierung in Düsseldorf, die diese skandalösen Planungen überhaupt erst möglich gemacht habe und nun den Konflikt Windräder gegen Wälder in die Kommunen trage, so Rütter. Er verweist auf zwei heftige Debatten, die im ersten Halbjahr 2015 im Düsseldorfer Landtag zur Windenergie geführt worden sind. Darin habe die FDP-Landtagsfraktion gefordert, Windenergieanlagen im Wald grundsätzlich zu verbieten. „Wälder dürfen keine Standorte für Windkraftanlagen sein. Sie sind komplexe Ökosysteme und Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Waldgebiete sind unverzichtbar für die Luftreinigung, den Wasserhaushalt sowie die Bodenfruchtbarkeit und dienen als Ruhe- und Erholungsräume“, erläutert Rütter die Forderung der Liberalen. Um dann zu ergänzen: „Die Flächeninanspruchnahme pro Windrad beträgt nach Berechnungen des Umweltbundesamtes bis zu 10 000 Quadratmeter. Dazu kommen Transport- und Wartungswege, für die mehrere Meter breite und hohe Schneisen in den Wald geschlagen werden müssen.“
    Dieser Vorschlag wurde aber, so Rütter, ebenso abgeschmettert wie eine verbindliche Abstandsregelung der Windenergieanlagen zur Wohnbebauung. Rütter weiter: „Andere Bundesländer, wie Sachsen oder Bayern, haben klare Regelungen. Mindestens 1000 Meter muss dort der Abstand zur Wohnbebauung betragen. Das ist bürgerfreundlich und erhöht auch die Rechtssicherheit für mögliche Investoren.

     
  56. 34. rd

    Die CDU-Fraktion teilt mit: »Die letzte Fraktionssitzung der CDU im Rat der Stadt Kleve am 25. August 2015 hatte vor allem den Entwurf des Flächennutzungsplanes zum Thema. Die Meinungsbildung in der Fraktion zu den vorgesehenen Flächen im Reichswald auf Klever Stadtgebiet für Windkrafträder führte zu einer klaren Ablehnung dieser Planungsflächen und dem Vorhaben an sich, im Wald überhaupt Windkrafträder aufzustellen. Die ökologischen und speziell die eingeholten forstwirtschaftlichen Bedenken gegen dieses Vorhaben haben die Mitglieder der Fraktion in ihrer Ablehnung bestärkt. Zur Abrundung des Meinungsbildes lädt die Fraktion Mitglieder der Bürgerinitiative Gegenwind im Reichswald e.V. zu einem Gedankenaustausch am 01.09.2015 in die Fraktion ein.«

     
  57. 33. jean baptiste

    Interessante Informationen von Herrn Gebing ,“Nur Kommunen, deren Waldanteil an der Gesamtfläche mehr als 25 Prozent beträgt, dürfen Anlagen in den Wald bauen. Kleve erfüllt diese Voraussetzung nicht.“

    Dokumentiert das jetzt das fehlende Wissen und Können bei den doch nicht schlecht bezahlten Planern in der Verwaltung? Wenn wir bunte Pläne ohne Bezug zur Machbarkeit haben wollen können wir auch einer Kindergartengruppe Buntstifte in die Hand geben, die die Bildchen malen.

     
  58. 32. Jürgen Böll

    Da fragt man sich doch wer nimmt hier wenn auf den Arm oder wie ist nun die Kehrtwende zu verstehen, wenn der Rat der Stadt Kleve zuvor die Pläne für die Industriewindanlagen wohl genehmigt hatte.

    Auf einmal lautet eine Bekanntgabe der Klever CDU zu dem Thema, „keine Windräder im Reichswald“.
    Wird hier der aufkeimende Ummut der Bürger von Seiten der CDU nun noch schnell versucht zu besänftigen bis nach der nun anstehenden Bürgermeisterwahl, um dem Kandidaten Janssen mögliche Steine oder zur der Vorbeugung möglicher Stimmenverlusten, diese Probleme aus dem Weg zu räumen?

    Wie glaubwürdig ist diese plötzliche Kehrtwende der CDU und damit auch die des Bürgermeister-Kandiaten Janssen und wer hatte die Pläne die nun laut CDU nicht ausgeführt werden sollen, den letztendlich für gut befunden und genehmigt, wenn nicht die Ratsmehrheit also die beiden politsichen Parteien CDU und Grüne in Kleve, die die Mehrheit im Stadtrat von Kleve haben.

    „Zitat“:
    CDU-Fraktion Kleve einmütig: Keine Windräder in den Wald

    Es deutet einiges darauf hin, dass die Akten zu dem Vorgang „Windkraftanlagen im Klever Reichswald“ ein klassischer Fall fürs Archiv werden. Die Stadt Kleve hatte entdeckt, dass es im Reichswald Flächen gibt, die sich potenziell für die Errichtung von Windrädern eignen. Bei der Vorstellung des Entwurfs für den Flächennutzungsplan wurden diese Potenzialflächen präsentiert.
    Die Klever CDU-Fraktion hat sich zu dem Thema auf ihrer jüngsten Sitzung eine Meinung gebildet: „Windkraftanlagen im Reichswald lehnen wir ab“, sagte CDU-Fraktionschef Wolfgang Gebing. Außerdem, so Gebing, habe das Projekt ohnehin keine Chance gehabt, realisiert zu werden: „Nur Kommunen, deren Waldanteil an der Gesamtfläche mehr als 25 Prozent beträgt, dürfen Anlagen in den Wald bauen. Kleve erfüllt diese Voraussetzung nicht.“ Als erheblichen Eingriff in den Forst wertet die CDU auch die Maßnahmen, die getroffen werden, bevor die erste Anlage steht. So müssten befestigte Wege für den Transport angelegt und Flächen abgeholzt werden, auf denen die Windräder stehen. Der Schutz der Natur ist für die CDU von übergeordneter Bedeutung. „Der Wald dient der Erholung, und die wäre extrem beeinträchtigt. Auch die Tierwelt würde Schaden nehmen“, sagt Gebing. Doch sind die Christdemokraten nicht gegen alle von der Stadt vorgeschlagenen Gebiete, in denen Vorrangzonen ausgewiesen werden könnten. Eine Fläche, die an der Grenze zur Gemeinde Bedburg-Hau liegt, in der Nähe der Dr.-Engel-Straße, sowie ein Gelände hinter dem Ehrenfriedhof an der Grunewaldstraße seien potenzielle Standorte, die es zu überprüfen gelte, so Gebing. „Wir würden hier auch die geforderten Abstände zur Wohnbebauung freiwillig vergrößern“, sagt der Christdemokrat.
    Freiwillig will sich die CDU-Fraktion auch noch mit Mitgliedern der Bürgerinitiative „Gegenwind im Reichswald“ treffen. Warum, wo man doch inhaltlich mit den Rettern des Waldes auf einer Wellenlänge liegt? Es sind die Altlasten, die die CDU aufarbeiten will. „Nach der Kommunalwahl, die für uns nicht erfolgreich ausgegangen ist, wollen wir uns den Bürgern verstärkt zuwenden“, sagt Gebing.
    Der gute Vorsatz der CDU lautet nun: Sie werden von uns hören!
    „Zitatende“

    Quelle: Bericht WAZ

     
  59. 31. Rainer Hermanns

    Hallo, meld mich nochmal, aber nur sehr ungern. @14 Was in Gottesdienst Namen ist eine „ökologische Energiewende“ in einem Industriestaat? Die Industrie will an der Wende verdienen. Kein Deut Energie ist hier in D eingespart worden seit dieser Schlachtruferei. Chemtrail-Schwachmaten argumentieren m.E. manchmal ähnlich. Windräder längs Autobahnen wären viel zu gefährlich, für diese Dinger braucht man viel zu viel Platz. Zu meiner Bemerkung „Alte werden immer mehr entscheiden“ steh ich. Glaubt einer dat die scheinbar so notwendige Nord-Süd-Stromtrasse jemals gebaut wird? (Ich sag nur: Elektrosmog). Und die Elektrosmog- und Chemtrailer werden älter und gehen in Rente, haben Zeit, eine Ruheständlergeneration die weiß was Internet ist. https://m.youtube.com/watch?v=Ygy7UDADXDg

     
  60. 30. Der Laie

    Dann kann ja demnächst der Beitrag hier ergänzt werden:
    http://www.kleve-tourismus.de/reisefuehrer/natur-in-kleve/reichswald-rund-um-kleve.html
    um den Hinweis: Wenn sie dann einmal eine Rastpause einlegen und sich aus dem Inhalt ihres Rucksackes bedienen,genießen sie das sonorige summen und den Schattenwurf unserer ökologischen Jahrhundertbauwerke.
    In den Wintermonaten sollten sie wegen des möglichen Eiswurfes unsere WEA großräumig umgehen,oder die entsprechenden Jagen nur mit Schutzhelm betreten.
    Sollten sie auf ihrer Wanderung heimische Wildtiere in ihrer natürlichen Umgebung vermissen,empfehlen wir ihnen einen Besuch unseres Tiergartens,die Öffnungszeiten können sie der HP des Tiergartens entnehmen.

    @Benno
    Es ist wirklich nicht mehr nachvollziehbar wie man mit einem normalen Menschenverstand freiwillig eine touristische Attraktion selbst zerstören will, jetzt aber schon über rückläufige Übernachtungszahlen jammert.
    Es ist wirklich schade das die Volksvertreter aus ideologischen Gründen,Sachargumenten gegenüber so wenig
    aufgeschlossen sind.
    Hier geht es nicht um die Farbe eines Hemdes das man bei nichtgefallen in den Altkleidersack steckt,sondern um eine für Jahrzehnte unumkehrbare Entscheidung.
    Braucht Kleve eigentlich jährlich Bürgerinitiativen,bevor Kommunalpolitiker dem Bürger auch mal zuhören.

     
  61. 29. laloba

    … insofern, DoornroosjeKleve;), gehen die Vermutungen schon in die richtige Richtung …

     
  62. 28. laloba

    @22 DoornroosjeKleve;)

    Die Windkraftanlagen, die im Reichswald geplant sind, sind nicht vergleichbar mit den Windrädern zwischen Hau und Uedem. Es handelt sich um Industrieanlagen, die außerdem mit einer Gesamthöhe von 200 Metern ungleich höher sind. Wer von einem Windpark im Reichswald spricht, verharmlost, dass es sich um Industriezonen handelt.

     
  63. 27. otto

    @ Benno,

    wenn ich das wüsste, bliebe einem so manche Enttäuschung erspart. Hinzu kommt, dass immer wieder
    festgestellt werden kann, dass in Interviews vorsätzlich die Wahrheit verschwiegen wird und Probleme
    herunter geredet werden.

    Nur in seinem eigenen Umfeld kann man daran arbeiten, kein institutionelles Opfer zu werden. Schwächer wird man dadurch nicht, im Gegenteil, dafür aber oft als eigenbrötlerisch bezeichnet😷!

     
  64. 26. Benno

    Aber Otto, wie soll sich der Bürger dieser Vetternwitschaft entgegenstellen?

    Je mehr ich mich mit der „Demokartie“ beschäftige, desto mehr zweifel ich an dieser. Wie kann es sein, dass ein Minister, seinen Mitarbeitern einen Maulkorb verspasst?

    Was sind das mittlerweile für politische Zügellosigkeiten, den Bürgerwillen so zu missachten (Minoplatzbebauung, Rathausklinker, nun Strom aus dem Reichswald).

    Wie soll ich meinem Sohn, der das erste mal zur Wahl gehen darf, erklären, dass es WICHTIG ist, wählen zu gehen?

    Ich kann Ihm wohl schlecht sagen, dass es zumindest Kleve der Keim der Bananenrepublik ist, und eben diese Politiker dieser „Republik“ anscheinend jeden morgen an einem Zombie vorbeilaufen.

    Benno

     
  65. 25. otto

    @ 23 Papuzil,

    die zwingende Notwendigkeit auf einen Klarnamen zu verzichten ergibt sich z.B. aus deinem Post. Nur so
    kommen Informationen an die Öffentlichkeit, die schockieren

    Der Versuch objektiv zu schreiben scheitert schon durch das Entstehen der persönlichen Meinung, die
    immer subjektiv gefärbt ist.

    Anders kann es mit dem Austausch von Fakten aussehen, wie im Augenblick zwischen P.W. und Dir. Deine
    Informationen sind so erschreckend, dass es einem die Sprache verschlägt. Ich kann nur wiederholen:
    ideologisch gefärbte Vorgehensweise des BUND, zu Lasten von Natur und Lansdchaft, gibt es noch etwas
    Verlogeneres?

    Das Ortspolitiker auf Grund fehlender Klarsicht und überzogener Subwentionsgier sich willenlos vor solch einen
    Karren spannen lassen, wird leider verständlich und DEM muß wirkungsvoll begegnet werden, um weiteren
    Schaden zu vermeiden.

     
  66. 24. otto

    @21 M. Jean,

    wenn es um Fördertöpfe geht, setzt bei Vielen der Verstand endgültig aus. Vernetztes und sinnvolles
    Denken soll sogar mit Bußgeldern belegt werden!

     
  67. 23. papuzil

    @ Peter Wanders

    Sie vermuten in den letzten Zeilen „…sie wissen nicht was sie tun …“

    Lieber Peter Wanders, glauben sie mir, sie wissen sehr wohl, was sie tun, und Bernd Derksen hat es auch schon kapiert und deutlich gemacht.

    Es macht zwar Mut, wenn die beiden Bündnisgrünen Gudrun Hütten und Thomas Velten gegen die Windkraftnutzung im Wald Widerstand ankündigen.
    Aus Naivität, oder aber zur Vermeidung ihres parteipolitischen Selbstmordes unterschlagen die beiden in ihren öffentlichen Statements zur Sache jedoch eine nicht ganz unbedeutende Tatsache:
    Der oberste Chef des MUNLV und somit auch letztendlich beim Landesbetrieb Wald und Holz NRW ist ihr Parteigenosse und Umweltminister Johannes Remmel. Dieser trägt die Verantwortung für die Rahmenbedingungen der Nutzung der Windenergie im Wald.
    Dass Michael Bay ganz unverblümt im Sinne unseres Umweltministers äußert: „Warum sollen wir keine Windkrafträder im Wald aufbauen, wenn alle Vorgaben erfüllt sind?“ bedarf angesichts dieser Tatsache wohl keiner weiteren Erklärung. Mit Blick auf die engen und äußerst lukrativen Bande zwischen Herrn Remmel und dem NABU erklärt sich auch leichter, warum der NABU hier eine derart auffällige Zurückhaltung in der Bewertung dieses Themas an den Tag legt.

    Noch was:
    Fragen sie irgendeine/n aktiven Forstbedienstete/n in NRW nach seiner persönlichen Meinung zum Thema Windenergie im Wald. Sie werden nur schwer eine Antwort erhalten. Die Faust in der Tasche wird jedoch unübersehbar sein.
    Warum ist das so?
    Wohl wissend um die Tatsache, dass die weit überwiegende Mehrheit einer Berufsgruppe, die sich schon vor 300 Jahren dem Grundsatz der Nachhaltigkeit verschrieben hat, eine abweichende Meinung zum Thema vertritt, wurde den Bediensteten des Landesbetriebes Wald und Holz NRW offensichtlich von ganz oben ein Maulkorb verpasst.
    (Diejenigen, welche den realen Sozialismus selbst erlebt haben, werden bei diesen Methoden wohl am ehesten an alte Zeiten erinnert.)

    Wer wie Herr Remmel die Deutungshohheit in Sachen Naturschutz für sich beansprucht, und diese mit ideologisch verpeilter Sichtweise und derartigen Methoden durchzusetzen versucht; wer, weil es gerade so ins Konzept passt, zur geplanten Windenergienutzung im Wald die Natur- und artenschutzrechtlichen Belange beiseite wischt; wer den jahrhunderte alten Status des Waldes zu verwässern versucht, hat, so meine ich, jeglichen Anspruch darauf verwirkt, als Umweltminister noch glaubhaft zu sein.

    Enoch zu Guttenberg, welcher u. A. zusammen mit Horst Stern und Bernhard Grzimek zu den Gründervätern des BUND zählt, ist, obwohl ein absoluter Befürworter der Energiewende, konsequenterweise nach 40 Jahren Mitgliedschaft aus dem BUND ausgetreten, weil ihn die zu sehr ideologisch gefärbten Vorgehensweisen seines Vereins zu Lasten von Natur und Landschaft zuletzt nur noch angewidert haben.

     
  68. 22. DoornroosjeKleve;)

    Ich bin kein Experte, ich vermute bei dem Thema blind hinein.

    @rd „…, aber von mir aus kann auch landwirtschaftliche Nutzfläche umgewidmet werden (zwischen Hau und Uedem stören 20 Windräder mehr auch keinen mehr).“
    Windkraftanlagen nehmen sich gegenseitig die Luft. Je mehr an einem Ort, desto weniger Energieausbeute pro. Beleg hier: http://www.n-tv.de/wissen/Die-Windkraft-hat-ihre-Grenzen-article15780191.html

    @rd „Aber Wald für die ökologische Energiewende roden, das geht mir nicht in den Kopf.“
    Beispiel Windparks auf dem Meer. Es ist unheimlich ineffizient, Massen an Energie gebündelt von A nach B zu transportieren. Von stattlichen Nord-Süd Stromtrassen ist hier die Rede, da haben die betroffenen Bürger verständlicherweise auch ein Problem mit. Ich kann mir die Aufstellungsorte nur deswegen erklären, das Strom überwiegend dort zu produzieren ist, wo er auch benötigt wird. Einspeisung an möglichst vielen Punkten.

    Wald ist für Windkraftanlagen eine Bremse. Wie hoch und wie gross wollen die die Spargel da bauen? Abgesehen machen die auch ordentlich Geräuschkulisse. Diese Dauerbeschallung kann man der Tierwelt nicht zumuten, wo sollen die noch hin. Ich kann das mit dem heiligen Wald mehr als nachvollziehen. Windkraft ja, aber dette müssen wa anders lösen wa. Aber dann kommt schon der nächste fette Point. Rücken sie schlussfolgerlich näher an Wohngebiete jibt et GegenwindausdementsprechendenKaff.

     
  69. 21. jean baptiste

    Daß ich der Windkraftnutzung prinzipiell positiv gegenüberstehe wird dem regelmäßigen Kleve-blog Besucher nicht neu sein.
    Was sich aber hier abspielt ist ein einfältiges Schmierentheater besonderer Art.
    Man kann von den Kranenburg-Plänen halten was man will, aber die scheinen zumindest längere Zeit vorbereitet und erörtert zu sein.
    Wenn aber jetzt Kleve solch Pläne in heller Torschußpanik der Bevölkerung im Hau-Ruck-Verfahren unterjubeln willen, hat das schon eine besondere Dimension.
    Dazu kommt dann noch die sehr einleuchtende Begründung für Bedarf und Zeitpunkt der Planung dieser Anlagen.
    Nein : Nicht die Begründung, wenn wir die nicht bauen, gehen uns irgendwann die Lichter aus .
    Sondern : wenn wir jetzt nicht schnell realisieren können, läuft das Förderprogramm aus.

    Alleine dieser Umstand ist es schon wert, Beschwerde einzulegen.

    Vielleicht ist es ja auch sinnvoll, daß diese Förderung ungenutzt ausläuft.

    Vermutlich könnte man besser erst an anderer Stelle der Infrastruktur ansetzen.
    Niedrige Preise an der Strombörse , die Praxis, ungenutzten Strom zu Dumpingpreisen oder umsonst abzugeben, das wird nicht besser, wenn man die Produktion erhöht.
    Es drängt sich der Bedarf nach lokalen (Stadtviertel oder Dorf), oder noch kleinteiligeren ( Straßenabschnitt oder gar Wohnblock / EFH ) Stromspeichern auf.

    Das Märchen, daß diese noch entwickelt werden müssen, ist falsch, auch , daß die Technik noch viel zu teuer ist.
    Wer 35.000 Euro oder mehr für ein E-Auto ausgeben soll ,sollte auch in der Lage sein, einen Stromspeicher für einen Tagesbedarf anzuschaffen .
    Wenn dieser dann auch noch subventioniert, und z.B. günstig über die KfW finanziert wird, käme man schnell zu einer erheblich stabileren, besser ausgelasteten Stromversorgung und könnte sich vielleicht sogar ungeliebte, teure Transporttrassen quer durch die Republik sparen.

    Nur die „Investoren“ die ihren Gewinn auf Kosten anderer, und der Umwelt machen wollen, würden dann in die Röhre schauen. Na und?

    http://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/stromspeicher/photovoltaik-speicher

     
  70. 20. Jürgen Böll

    Stellungnahme von Greenpeace
    „Wie Windkraft und Waldschutz zusammenpassen“

    Um den Klimawandel aufzuhalten, ist es nötig, erneuerbare Energien schnellstmöglich auszubauen. Dabei kommt dem Ausbau der Windenergie eine zentrale Bedeutung für die Energiewende und das Ziel einer nachhaltigen Energieversorgung zu. Im Rahmen des Greenpeace-Energieszenarios Klimaschutz – Plan B 2050 (bzw. Der Plan) hat Greenpeace die besondere Bedeutung der Windenergie – im Mix mit anderen regenerativen Energien – für den Klima- und Umweltschutz sowie eine sichere und bezahlbare Energieversorgung aufgezeigt.

    Bei der Standortwahl für Windenergieanlagen sind aber nicht nur ökonomische (z.B. Windhöffigkeit), sondern insbesondere strenge ökologische Kriterien anzulegen. Denn Windenergie-Anlagen (WEA) bedeuten immer einen Eingriff in die Umwelt und sollten daher möglichst naturverträglich und unter Berücksichtigung von Anwohnerinteressen errichtet werden. Aus diesem Grund ist es notwendig, sensible Naturräume ganz oder teilweise von der Nutzung mit WEA auszuschließen. Dies gilt im Besonderen für ausgewiesene Schutzgebiete wie Nationalparke, Naturschutzgebiete, Nationale Naturmonumente, Natura 2000-Gebiete sowie Kern- und Pflegezonen von Biosphärenreservaten.

    Windkraft nur auf forstwirtschaftlich genutzen Flächen
    Mit einer potentiell realisierbaren Anlagenhöhe von 200 Metern ist die Errichtung von WEA über Waldflächen inzwischen theoretisch an vielen Standorten machbar. Windenergieanlagen im Wald sollten aber grundsätzlich nur dann geplant werden, wenn regional andere Flächen, z.B. intensiv bewirtschaftetes Ackerland, bezogen auf das Ausbauziel nicht ausreichend bereitstehen.

    Nach Ansicht von Greenpeace sollten WEA im Wald grundsätzlich nur in bestimmten Wäldern und unter bestimmten Voraussetzungen realisiert werden. Aus Naturschutzsicht sind für die Windenergienutzung allein intensiv forstwirtschaftlich genutzte Wälder geeignet, vor allem naturferne Fichten- und Kiefernforste. Das Bundesamt für Naturschutz hat hierzu grundlegende Empfehlungen formuliert.

    Greenpeace hat in seinem Gutachten „Rotbuchenwälder im Verbund schützen“ Handlungsräume für den Schutz alter Buchenwälder identifiziert. Buchenwälder in öffentlicher Hand sollten gemäß dem Vorsorgeprinzip erst dann für Windenergie-Anlagen zur Verfügung stehen, wenn die Umsetzung eines Buchenwälderschutzkonzepts auf zehn Prozent der öffentlichen Waldflächen erfolgt ist. Der Gesamtumfang der nutzungsfreien Buchenwälder in Deutschland würde damit zukünftig etwa 310.000 Hektar, das entspricht 3 Prozent der Gesamtwaldfläche, betragen.

    Ausschlusskriterien für Windkraftanlagen
    Freizuhalten und auszuschließen von Windenergie-Anlagen, sind somit vor allem (angelehnt an das Bundesamt für Naturschutz):

    *Waldflächen mit besonderer Bedeutung für die Erhaltungs- und Entwicklungsziele des Naturschutzes. Dies sind Naturschutzgebiete, Nationalparke, Nationale Naturmonumente, Kern- und Pflegezonen von Biosphärenreservaten sowie Natura 2000-Waldgebiete

    *gesetzlich geschützte Biotope, Schutzwälder, Horstschutzzonen

    *besonders naturnahe Wälder mit mehrstufig bzw. plenterartig ausgeprägten Beständen

    *Wälder mit altem Laubbaumbestand (> 140 Jahre)

    *Wälder mit besonderer Bodenschutzfunktion und mit kulturhistorisch wertvollen oder landschaftsprägenden Beständen

    *Waldränder sowie Flächen, die für eine naturnahe oder natürliche Waldentwicklung genutzt werden sollen

    *Erholungsgebiete mit qualitativ hochwertigen Landschaftsbildern

    *Wanderkorridore von Vögeln und Fledermäusen

    *Gebiete mit Vorkommen gefährdeter bzw. störungsempfindlicher Arten

    In Naturparks und in Landschaftsschutzgebieten sollte die Errichtung von WEA über Wald nicht grundsätzlich ausgeschlossen sein – soweit es sich dabei nicht um ausgewiesene strengere Schutzgebiete und gesetzlich geschützte Biotope handelt. Aspekte des Arten- und Biotopschutzes, Veränderungen des Landschaftsbildes und Beeinträchtigungen der Erholungsfunktion müssen aber in Naturparks- und Landschaftsschutzgebieten bei der Standortfindung im Einzelfall ausreichend geprüft werden. Infrastrukturell vorbelastete Flächen sollten vor unbelasteten vorrangig ausgewählt werden.

    Falls zum Schutz bestimmter Arten notwendig sollte die untere Rotorkante einen Abstand zum Kronendach von mindestens 60 m aufweisen. Sofern technische Schutzmaßnahmen nicht ausreichen, ist von der Möglichkeit der Abschaltung in den Hauptgefährdungszeiten Gebrauch zu machen.

    Planerische Maßnahmen
    Auf regionalplanerischer Ebene sollte eine Steuerung von WEA über Wald durch die Festlegung von Vorrang-, Vorbehalts-, Eignungs- und Ausschlussgebieten erfolgen. Für die Ermittlung geeigneter Flächen sollte ein Kriterienkatalog erarbeitet werden, der die Besonderheiten von Wäldern berücksichtigt und Standards für Voruntersuchungen enthält.

    Greenpeace setzt sich für die Verbesserung und Ausweitung der Öffentlichkeitsbeteiligung durch partizipative Verfahren in den Genehmigungsverfahren für WEA vor Ort ein. Anwohner sollten die Möglichkeit haben, sich über Investition am Ertrag und Betrieb der Windenergieanlagen durch Genossenschaftsmodelle oder kommunale Modelle beteiligen zu können.
    Ausgleichsmaßnahmen

    Als Ausgleich für die gerodeten Aufstellflächen von WEA sollten gezielt Waldschutz ohne forstliche Nutzung sowie Waldumbaumaßnahmen hin zu naturverträglichen Laubwäldern sowie Totholz/Biotopschutzmaßnahmen erfolgen.

    Quelle:
    http://www.greenpeace.de/themen/walder/waldnutzung/wie-windkraft-und-waldschutz-zusammenpassen

     
  71. 19. Klever

    So nutzt die Politik effektiv das Sommerloch. Und alles muss schnell gehen da sonst der Subventionszeitraum ausläuft…

     
  72. 18. laloba

    Dieser Leserbrief bringt die Problematik anschaulich auf den Punkt:

    http://www.gegenwindreichswald.eu/mediapool/134/1348936/data/2015-08-22_Klever_Wochenblatt_-_Nein_zur_Zerst_rung_des_Reichswaldes.jpg

     
  73. 17. Günter Hoffmann

    @ 9… meine Vorstellung ? ist leider nicht mit den AGB vereinbar.

     
  74. 16. otto

    Ralf hat „vielleicht“ zu Recht einen mehr als bissigen Kommentar von mir schnellstens gestrichen, nun bemühe
    ich mich etwas -zähmlicher- (auf keinen Fall dämlicher) zu schreiben.
    Die Funktion sowie der Nutzen des Waldes sind Allgemeingut, nur Personen mit in dieser Hinsicht schon
    autistischen Zügen können sich an diesem Allgemeingut vergreifen und einen für sie nie begreifbaren Schaden
    anrichten. Hier wird jede weitere Diskussion überflüssig und SINN-los.

     
  75. 15. laloba

    @13 Rainer Hermanns

    Wissen Sie, um welche Art von industriellen Windkraftanlagen es geht?

    Schauen Sie sich doch mal die Argumente (z.B. Auflistung im Musterbrief, siehe Link weiter unten) im einzelnen an. Dann werden Sie erkennen, dass das nix mit Alt oder Jung zu tun hat.

     
  76. 14. rd

    @Rainer Hermanns Heißt was? Bist du der Ansicht, dass sie der Alten wegen im Wald aufgestellt werden? Den Vorschlag „längs der Autobahnen“ finde ich ganz nett, aber von mir aus kann auch landwirtschaftliche Nutzfläche umgewidmet werden (zwischen Hau und Uedem stören 20 Windräder mehr auch keinen mehr). Aber Wald für die ökologische Energiewende roden, das geht mir nicht in den Kopf

     
  77. 13. Rainer Hermanns

    Hallodrie, es wird darauf hinauslaufen, das immer mehr Alte entscheiden. ÜüäääJammer ich will kein Windrad auf meinem Spazierweg. ÜüüäääJammer die unverbaute Kuhwiese hinter meinem Haus soll bis zu meinem Tod so bleiben. ÜüääJammer mein Haus verliert an Wert

     
  78. 12. kleinendonk

    Lieber Herr Bay was sagen Sie dazu als Profi der Grünen in KLeve?

     
  79. 11. laloba

    Die Kommune muss ja lt. § 3 Abs. 2 BauGB die Stellungnahmen zu einer Änderung des Flächennutzungsplans prüfen und das Ergebnis mitteilen.

    Stellungnahmen sind nur noch bis 31.08. möglich – am einfachsten per Mail an stadt-kleve@kleve.de

    Ein Musterbrief findet sich hier: http://www.gegenwindreichswald.eu/stellungnahme-1.html

    Ein weiteres Argument ist, dass der Kreis Kleve mit den bisher errichteten und genehmigten Windenergieanlagen schon fast ein Drittel der gesamten für den Regierungsbezirk Düsseldorf vorgesehenen Strommenge liefert.

     
  80. 10. Peter Wanders

    Wenn die Stadt Kleve einen Bebauungsplan im Gewerbegebiet ändert von Wiese auf bebaubare Fläche sollen im Klever Gewerbegebiet mehrere Unternehmer jeweils mehr als 5.000,00 € als Öko-Abgabe zahlen für jeweils weniger als 0,1 ha bebaubare Fläche.

    Wald stellt Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz den 6 bis 10-fachen Ökowert einer Wiese dar.
    Liebe Klever Umweltvernichtungsplaner in der Verwaltung, angeblich musste die Stadt Kleve die Ökoabgabe für die Unternehmer schon mit Änderung des Bebauungsplanes zahlen.
    Wenn ich das jetzt mal hochrechne, muss die Stadt Kleve für die geplante Änderung von 200 ha Wald in industrielle WEA-Anlagen im Flächennutzungsplan eine Summe von 60.000.000,00 bis 100.000.000,00 €, in Worten sechzig bis hundert Millionen Euro zahlen.
    Hinzu kommen noch die Ökopunkte für die Industriestraßen, welche die WEA erschließen mit weiteren zig Millionen € Ökopunktwert.
    Diese Erschließungsstraßen hat man im Flächennutzungsplan ganz einfach erst mal weggelassen.
    Da müssen Schwerlast-LKWs bis tief in den Wald fahren.
    Hat der Kämmerer diese Summen schon im Haushalt reserviert?
    Sind zu zahlen bei der Reservierung der Flächen!
    Gelten etwa für WEA-Industrieanlagen bei der Zerstörung von hochwertiger Natur ganz andere Spielregeln?
    Oder gilt die Ökoausgleichsabgabe nur für Unternehmer nach Wahl der Klever Verwaltung?

    Mit diesen Zahlenspielen lässt sich sehr schön deutlich machen, welche Industrialisierung die Klever Stadtverwaltung da plant.
    Wenn man aber die 200 ha =2.000.000 qm Industriefläche multipliziert mit den in Kleve üblichen Preis von 30,00 €/qm kommt man zufälligerweise auf genau die berechneten 60.000.000,00 € Ökoausgleichsabgabe.
    Das wäre dann für den Klever Haushalt tatsächlich kostenneutral.
    Große Waldflächen sind dann teuer bezahlt einfach weg.
    Da baut man dann Industriegiganten hin, die viel höher sind als der Kölner Dom.

    Nur weil ein paar irre gewordene Planer in der Verwaltung ihre WEA-Kästchen in den Wald einzeichnen, müssen Bürgerinitiativen, BUND etc. Widersprüche einlegen, Gutachten schreiben…

    Da stellt sich die Frage, wer wem welche Pöstchen in den Unternehmen versprochen hat.
    Ansonsten gibt es für mich keine logische Erklärung.
    Vielleicht doch eine: Sie wissen nicht, was sie tuen, sie können es nicht.

    Da fallen mir Schlagworte wie Sontowski oder Weeze ein.
    Mit unseren Steuergeldern subventioniert kann ich jetzt für 40,00 € nach Riga und zurück fliegen.
    Das geht nur mit massiver Subvention…
    generiert durch Pöstchenschieberei der Schönredner.

     
  81. 9. Benno

    @ 4 Günter Hoffmann: an welche Möglichkeiten denken Sie?

    Da Landratswahlen und BM Wahlen anstehen, ist es ja relativ einfach, wo dieses Mal das Kreis gesetzt werden soll, oder?

    Hat jemand mal schon errechnet, wieviel Co2 die gerodete Fläche abbaut? Was nutzt es, eine Fläche von 400 ha zu roden, wenn die Spargel gerade mal soviel an Co2 einsparen, wie geholzt wurde?

    Benno

     
  82. 8. Jürgen Böll

    Ich behaupte auch mal der Wald hat für die Stadt Kleve ein Schutzfunktion, wenn ich mir ansehe wie oft Kleve selbst von Unwettern verschont blieb, wenn das Wetter von SW aus den Niederlanden herüber kam.

     
  83. 7. Axel Burr

    Zu diesem Thema kann ich nur sagen.
    Ohne Rücksicht auf Verluste die Natur zerstören und nur dem Lieben Geld hinterher,un es wird auch völlig egal sein was das „Volk“ dazu sagt und davon hält. Es wird am Ende doch der Wald gerodet.
    Ich kann nur den Kopf schütteln auf was für „tolle“ Ideen unsere tollen Politiker usw kommen

     
  84. 6. Erik

    Geen windenergie in het rijkswald plaats de windmolens langs de autosnelweg daar is altijd lawaai

     
  85. 5. laloba

    „der Wald, (…) tief im Seelenhaushalt der Menschen verwurzelt“

    … genau so ist es bei mir … bin mit dem Rauschen der Bäume im Reichswald aufgewachsen … damals war es selbstverständlich, diesen Wald zu haben, in dem wir Kinder einer Siedlung nach dem Mittagsessen bis Einbruch der Dunkelheit gelebt haben … später ist mir klar geworden, welch großes Glück das war

    Angesichts fortschreitender Flächenversiegelung und des Klimawandels wird Wald noch wichtiger werden.

     
  86. 4. Günter Hoffmann

    Es ist fast ab zu sehen das die Politik und Kapital „Elite“ dieses Verbrechen an der Umwelt in unserem Reichswald durch ziehen….. aber es gibt sicher noch andere Möglichkeiten als völlig nutzlose Diskussionen mit diesen Figuren zu führen.

     
  87. 3. Thomas Velten

    @ 2) Der Strom kann an der Börse ja schon für 3 bis 6 Cent eingekauft werden., wir zahlen bei RWE oder den Stadtwerken dann – je nach Tarif – rund 23 Cent. CDU und Konzerne behaupten, die Ökosteuer sei so hoch. Aber stecken sich da nicht einige andere noch viel Geld in die Taschen?

    @1) Ja, lieber Bernd. Ute Sickelmann, die Vorsitzende der grünen Kreistagsfraktion hat sich schon ablehnend zur Windenergie in der Presse geäußert. Außerdem war „Wind im Wald“ ein Thema einer grünen Kreismitgliederversammlung im Mai diesen Jahres im Klever Kolpinghaus. Die Meinungen sind, wie überall, geteilt. Bernd, du googelst doch sonst alles?
    Siehe hier: http://gruene-kleve.de/detail/nachricht/gruene-diskutieren-windenergie-im-wald.html

     
  88. 2. Der Laie

    Die Planwirtschaft nimmt immer groteskere Züge an.Erst wird der Bau von Kraftwerken der Stadtwerke mit Kraft- Wärmekopplung subventioniert, sind diese fertig und in Betrieb,lohnt sich deren Betrieb nicht mehr,der Verbraucher darf aber schön weiter mit der Stromrechnung die Subventionen der ungenutzten Kraftwerke bezahlen.
    Ich stelle ein Produkt her und alle anderen sind verpflichtet mir mein Produkt zu einem überteuerten Preis abzukaufen.Wenn ich nicht liefern kann,sind Dritte verpflichtet für mich einzuspringen.Mit den Vorhaltungs und Bereitstellungskosten Dritter habe ich nichts zu tun.Das diese über Jahrzehnte garantierte staatliche Gelddruckmaschine gerade einen Boom erlebt, ist verständlich.Da in den USA aber Uralt Kohlekraftwerke weiter am Netz bleiben dürfen,in Belgien 60 Km von Aachen entfernt alte störanfällige Atomkraftwerksblöcke am Netz bleiben dürfen,erschließt sich mir nicht, warum man in Deutschland immer noch meint alleine den CO2 Ausstoß reduzieren zu müssen und den Deutschen den teuersten Strom in Europa aufbürden zu müssen.

     
  89. 1. Bernd Derksen

    Das wesentliche Motiv für politische Entscheidungen ist, dass die Widerstände als gering vermutet werden. Und bei Standorten irgendwo im Wald glaubt man halt, dass die Anzahl der Gegner recht gering bleibt.

    Gibt es eigentlich eine Stellungnahme der vermeintlichen Umwelt-Partei auf Kreisebene zum Thema? Denn immerhin ist es doch ihr Landesverband und ihr Umweltminister, die hinter den Kulissen massiv den Bau von Windrädern in staatlichen Wäldern anmahnen und vorantreiben.
    Wie sich das halt für die Partei der besserverdienenden Stadt-Hedonisten gehört… 😉