Wie die Maas aussah, bevor sie leer lief (und danach)

rd | 02. Januar 2017, 15:38 | 16 Kommentare
In voller Pracht: Maas im Winter vor dem Unfall

In voller Pracht: Maas im Winter vor dem Unfall

Es schien zunächst nur ein harmloser Schiffsunfall mit etwas Metallschaden zu sein, doch die Kollision wirkte, als ob jemand in der Badewanne den Stöpsel gezogen hätte. Als der slowakische Kapitän eines deutschen Tankers zwischen den Jahren versehentlich bei Grave einen Stauwehr der Maas rammte, ergossen sich große Teile des Flusses in Richtung Rotterdam, die Maas lief auf einer Strecke von 28 Kilometern regelrecht leer. Binnen weniger Stunden fiel der Pegel um zwei Meter.

Mit freundlicher Genehmigung der Facebook-Seite „Cuijk verrassend“ hier ein Foto von unmittelbar vor dem Desaster sowie mehrere Aufnahmen, die danach entstanden…

Fernes Ufer

Fernes Ufer

Kein Wasser im Bett

Kein Wasser im Bett

Schlick im Blick: Maas bei Cuijk

Schlick im Blick: Maas bei Cuijk

Kein Pegel, nirgends: Uferböschung ohne Wasser

Kein Pegel, nirgends: Uferböschung ohne Wasser

(Fotos: Lex Schulte, Hiltrud dohmen, René Hermens, Adri-Jan Putmans, Mieke Giesbers)

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16 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 16. K. Brückenbauer

    *

    Nächste Woche geht es weiter mit dem Schiffsverkehr auf der Maas!.

    Da haben die Holländer nun einen provisorschen Damm gebaut aus Bruchsteinen, Beton und Seekontainern.

    Teile an der Schleuse müssen ausgetauscht werden, hierfür müssen Bereiche trockengelegt werden usw. …

    http://www.gelderlander.nl/grave/schepen-kunnen-in-de-loop-van-volgende-week-weer-over-de-maas~a4683a30/

    *

    Und:

    Irgendwie haben wir alle dann doch noch Glück im Unglück gehabt:

    um 19:30Uhr gab es den Unfall mit dem Benzin (2,5Millionen Liter Benzin) geladenen Tanker an der Schleuse, aber laut Gelderlander wußten die Rettungsdienst auch Stunden später noch nicht genau was eigentlich passiert war……

    http://www.gelderlander.nl/grave/grave-en-nederasselt-zijn-ontsnapt-aan-ramp-bij-stuwongeluk~a2e47a30/

    ****

     
  2. 15. jean baptiste

    neueste Nachricht aus den Niederlanden :
    Das Tankschiff hat schon einmal 2 Monate vorher seine hydraulisch absenkbare Hütte an der Sterkrader Brücke in Oberhausen verloren.
    Gleicher Käpt`n gleiches Schiff …. war aber bisher niemandem auch nur eine Zeile in der Presse wert.

    http://www.gelderlander.nl/grave/schipper-stuwongeval-voer-eerder-stuurhut-aan-diggelen~aa2c1d7d/

     
  3. 14. jean baptiste

    zur Ehrenrettung des Kapitäns wurde jetzt durch die Behörden mitgeteilt, daß der Schiffsführer vollkommen nüchtern war.
    http://www.omroepgelderland.nl/nieuws/2125761/Schipper-die-de-stuw-bij-Grave-ramde-had-niet-gedronken
    Jetzt werden weitere Ermittlungen ergeben müssen, ob der Grund der Havarie in den Sichtverhältnissen (es herrschte dichter Nebel) , auf menschliches Fehlverhalten, in der Technik, oder sonstwo zu suchen ist.

     
  4. 13. jean baptiste

    @12 Peter Wanders
    Die definitive Reparatur wird wohl noch sehr lange auf sich warten lassen.
    Als Notmassnahme sind ab heute morgen 8.30h aber die ersten „gefangenen“ Schiffe geschleust worden, RijksWstaat spricht davon daß täglich einige Schleusungen (normal mehrere Hundert täglich) möglich sein sollten .

    Pläne für eine Not-Übergangslösung scheinen mehrere vorzuliegen, nächsten Dienstag möchte man eine Entscheidung herbeiführen.
    http://www.omroepbrabant.nl/?news/2598641253/Noodoplossing+voor+stuw+in+Grave+wordt+dinsdag+gepresenteerd.aspx

    Übrigens, einen positiven archäologischen Nebeneffekt hat das Desaster doch noch gehabt, Reste von römischem Anleger bei Grave wurde gefunden.
    http://www.omroepbrabant.nl/?news/259731882/Historische+verrassing+door+zakkend+water+in+Cuijk.aspx

    Das havarierte Schiff liegt z.Zt. in Moerdijk , der Käpt`n ( laut Reeder ein sehr erfahrener Schiffsführer http://www.gelderlander.nl/regio/maasland/grave/slowaakse-schipper-52-die-tegen-stuw-bij-grave-voer-is-zeer-ervaren-1.6808980 )

    ist zurück im Tschechien.

     
  5. 12. Peter Wanders

    Rijkswaterstaat weiß auch eine Woche nachdem der Tanker gegen das Stauwehr gefahren ist, nicht, wie man dies kurzfristig repariert werden kann.
    Das Problem ist, dass das Stauwehr bei Hochwasser geöffnet werden muss.
    Jede provisorische Maßnahme muss deshalb wegen der kurzen Vorwarnzeit der Maas innerhalb von 48 Stunden abgebaut werden können.
    Dafür haben die Niederländer noch keine Lösung.
    Jeden Tag eine Schadenssumme von mehreren hunderttausend Euro.
    http://www.gelderlander.nl/regio/maasland/grave/onduidelijk-wanneer-noodoplossing-stuw-grave-er-komt-1.6812986

     
  6. 11. jean baptiste

    @ 10. Niederrheinstier
    eigentlich sollten Strafen sich nicht in erster Linie an dem angerichteten Schaden orientieren, sondern an der vorwerfbaren Schuld des Verursachers.

    Aber wenn man die Sache einmal intensiever verfolgt, fällt auf, daß auch offiziell Verantwortliche für den Wasserweg sich von der Bildfläche entfernen und Essentielles verschwiegen / bzw. möglichst der öffentlichen Andacht entzogen wird.

    So habe ich mich, obwohl Landratte, und auch mit den Schleusen und dem Wehr bei Grave nicht vertrautm von Anfang an gefragt, wieso das Schiff überhaupt bis zum Wehr gelangt ist.
    Seine Route führte nämlich eigentlich über Belfeld Richtung Waal / Nijmegen über den Maas/Waal-Kanal um dann Richtung Duisburg zu fahren.
    http://www.marinetraffic.com/en/ais/details/ships/shipid:138826/mmsi:211515380/imo:0/vessel:MARIA_VALENTINE
    Hört und sieht man nirgends, nur anscheinend ist er wegen Nebels zu weit gefahren, anstatt in den Kanal einzubiegen ist er der Maas gefolgt und so zum Wehr gelangt.
    Nicht meiner Fantasie entlehnt, sondern Omroep Gelderland http://www.omroepgelderland.nl/nieuws/2124477/Schipper-die-stuw-ramde-aangehouden-in-ziekenhuis
    „Schip aan de kade
    Het schip ligt zo’n 500 meter stroomafwaarts aan de kade. Er wordt bekeken of het schip kan worden leeggepompt en kan worden geborgen. De bovenkant ligt eraf. De schipper miste een afslag, mogelijk speelde de mist een rol.Verslaggever Steven Ophoff was vrijdagmorgen bij de brug: “
    Wichtig hierbei: miste een afslag.
    Damit hat sich der Schiffsführer „einfach“ im Nebel verirrt.

    eine weitere Quelle, ein Blog mit Beiträgen von Schiffsführern ist auf einmal nicht mehr zu finden.
    Dort schrieb ein Käpt`n, : das Radar muss eingeschaltet gewesen sein, er ist nämlich anders als gemeldet, nicht gegen einen Stützpfeiler des Wehrs gefahren, sondern exakt zwischen 2 Stützpfeiler hindurch und ist über das Wehr gefahren, weil er wegen Nebels die Kontrolllampen nicht habe sehen können, dass dieses geschlossen gewesen sei anstatt in eine Staustufe zu fahren.
    Deshalb habe das Tankschiff auch keine seitlichen Schäden, sondern Steuerhütte und Aufbauten seien einfach abrasiert worden, weil das Schiff über das Wehr geschlittert sei und es so passiert habe und dann dahinter vor Anker gegangen sei.

    So gibt es noch weitere entscheidende Details, die man nirgens gesammelt finden kann, eventuell, weil dann von Parlament und Regierung unangenehme Fragen gestellt würden.
    http://www.omroepgelderland.nl/nieuws/2124945/Pleziervaart-vindt-dat-stuw-bij-Grave-veel-veiliger-kan-Er-moet-een-zware-barricade-komen

     
  7. 10. Niederrheinstier

    Appropos Strafen für Chaos-Kapitäne:

    http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Friesenbruecke-Bleiben-Kapitaen-und-Lotse-straffrei,friesenbruecke224.html

    30 Mio-Schaden (und Busfahren bis 2020). Leider steht in dem Link nicht, woher der Kapitän stammt, der diesen kapitalen Schaden verursacht hat, obwohl er dem Kapitän, der jetzt die Maas gelanced hat, in nichts nachzustehen scheint.

    Fehlt nur noch, daß jemand mit einem zu schweren LKW (obendrüber) oder einem Amphibienfahrzeug (ein richtiges Schiff kann vom Altrhein kommend zur Zeit vermutlich nicht mehr bis dorthin fahren) die Schleuse in Brienen so beschädigt, daß der Spoykanal leerläuft. Obwohl – dann könnte man in Kleve mal so einigem auf den Grund gehen, das sonst unter der Oberfläche verborgen bleibt…
    Hmmm, besser doch nicht – da könnte es ja einige Zeit lang sehr heftig nach totem Fisch stinken, neee!

     
  8. 9. laloba

    @8 Peter Wanders Sie haben wahrscheinlich recht … ich war noch im Zwischen-den-Jahren-Gefühl ‚alles ist gut‘ … da bin ich jetzt aber auch wieder raus …

     
  9. 8. Peter Wanders

    Liebe laloba,
    in Kleve sind die Leute erst schuldig, wenn es hier ein wirklich großes Hochwasser gibt.
    Aber es gibt hier einige Leute, die sich vor der Verantwortung drücken
    Noch schlimmer sind die Leute, welche die notwendigen Schritte blockiert haben und weiter blockieren.
    Und dann gibt es auch noch de Abteilung Kopf in den Sand.

    In den Niederanden vermutet man den Kapitän eines deutschen Tankers als Schuldigen.
    Dieser ist auf der aufgestauten Maas mit einem mit giftigem Benzol gefüllten Tanker gegen einen Brückenpfeiler und ein Stauwehr gefahren und sorgt so für einen riesigen Millionenschaden.
    Dieser Transportweg ist für die Schifffahrt für Monate abgeschnitten.
    Dies kommt der Sperrung einer Autobahn gleich für ein riesiges Gebiet. Die Niederländer transportieren 30 Prozent ihrer Güter auf dem Wasserweg. Zum Vergleich: die BRD nur 12 Prozent.
    Da ist nicht der Spoykanal geschlossen, um den sich Frau Hendricks ja auch noch persönlich im Sinne der Freizeitschipper bemüht, sondern eine vollwertige Wasserstraße.

     
  10. 7. laloba

    Das Jahr ist noch jung und die ersten Schuldigen sind schon wieder gefunden … 😉

     
  11. 6. Peter Wanders

    @3jb
    Auch Frau Dr. Barbara Hendricks spricht niederländisch. Auch sie kann hinterher nicht behaupten von nichts gewusst zu haben.
    @5 Niederrheinstier
    Der Querdamm endet auf niederländischer Seite amErlecomsedijk und dieser trifft weit unterhalb von Millingen und Kekerdom auf den Hauptbanndeich.
    Deichbrüche bei Kekerdom, wie 1995 befürchtet, hätten laut dem Programm Poldevac das Klever Industriegebiet 1,50 m unter Wasser gesetzt. Bürgermeister Meisters hat dies im Jahr 2003 seinen Bürger in Mehr vorgeführt.
    Alle Tiefbauunternehmer des unteren Niederrheins zusammen haben nicht die Gerätschaften um innerhalb eines Tages einen mehr als 3 km langen Deich von mehr als 2,50 m Höhe auf die Keekener Strasse und von dort zum Banndeich bzw. Höhenzug zu bauen.
    Im Katastrophenfall sieht die Wahrheit anders aus. Ich habe dazu mit verschiedenen beteiligten und leitenden Verantwortlichen Gespräche geführt.
    Ein Ex-Marinetaucher aus Dronten schilderte mir, dass er 1995 Sprengladungen an unserem Polder als Vorbereitung auf eine mögliche Deichsprengung angebracht hat.
    Es gibt in Den Haag Katastrophenschutzpläne, die auch mit der BRD abgestimmt sind. Diese sehen im Falle eines extremen Rheinhochwassers die Flutung der deutsch-niederländischen Grenzregion vor.
    Wir haben bis 2006 phasenweise in den Niederlanden gewohnt. Ein Nachbar von uns war direkt am Erarbeiten dieser Pläne beteiligt.
    Laut Frans Verhoef von der Provinz Gelderland, ehemaliger Leiter der deutsch-niederländischen Arbeitsgruppe Hochwasser, dürfen die Niederländer im Notfall nicht nur ihre Grenzpolder fluten. „Dann müssen laut internationalen Absprachen auch in der deutschen Grenzregion Deiche geöffnet werden.“
    Der Leiter der IT-Abteilung von Rijkswaterstaat, welche das Einlaufen von Poldern simuliert, schildert, dass man diese Berechnungen nur für die dünn besiedelten Polder, insbesondere in Grenznähe macht. „Das Wasser wird nicht entscheiden, welcher Deich als erstes bricht.“
    Die gleiche Aussage machte schon 1998 der Leiter von Rijkswaterstaat directie Oost. Ich habe dies schon damals so an Bürgermeister Josef Jöken, Theo Brauer, Landrat Kersting, Herrn Vahlhaus (Kreis), Nebelung (staatliches Umweltamt und Deichverband), die Deichgräfe, das MURL usw. weiter gegeben.
    Ein hoher Kommandeur der reddingsbrigade schilderte mir 2016, dass man in den Niederlanden regelmäßig die Evakuierung von (nur) 13 Poldern übt. Dies sind die dünn besiedelten Gebiete, für die Rijkswaterstaat als erstes die Programme entwickelt und Berechnungen ausgeführt hat.
    PoldEvac war übrigens hiervon das erste und dies betrifft unsere Region.

    Der Kommandeur und der IT-Mann wollten sich beschweren, da es aus ihrer Sicht nicht sein kann, dass man die zielgerichtete Flutung von Poldern zwar in der Schublade liegen hat und auch übt, diese aber nicht als Notüberlaufgebiet einrichtet.
    Die Antwort lautete: „Wenn sie dies diskutieren wollen, suchen sie sich einen anderen Job. Es ist politische Entscheidung, dass diese Gebiete nicht eingerichtet werden. Sie sind für die Programme bzw. die Evakuierung zuständig. Machen sie bitte einfach ihren Job.“

    Warum wurde der Ooijpolder bis heute nicht eingerichtet?
    Royal Haaskoning hat für den Düffelpolder für 6 verschiedene Einrichtungsformen als Flutungsgebiet Berechnungen angestellt. Es gab nur eine Variante, welche bei der Kosten-Nutzen-Analyse ein stark positives Ergebnis hatte.
    Dies war die große grenzüberschreitende Variante mit einem Querriegel vor Kleve und Ringdeichen um Millingen, Beek-Ubbergen, Kranenburg etc.. Nur diese Variante macht Sinn. Dann kann man in diesem Polder insbesondere auf der sehr dünn besiedelten deutschen Teilfläche viel Wasser bergen. Der deutsche Teil ist zweimal größer als der niederländische und im Kranenburger Bruch stehen dann ca. 8 Meter Wasser. Zum Vergleich Bylerward großflächig nur 2,00 bis 2,5 m.
    Wie schon unter 2. geschildert weigerten sich die Bürgermeister Jöken und Meisters sowie Landrat Spreen und auch Ministerin Höhn an dieser Variante mitzuarbeiten.
    Die Niederländer befanden sich in einem Dilemma.
    Sie hatten eine Kommission Notüberlaufgebiete beauftragt und die sinnvollste Variante wurde von den deutschen Nachbarn blockiert.
    Die Niederländer konnten folglich nur eine Unsinn-Variante mit einem 15 km langen und damit extrem teuren Deich diagonal durch den Polder auf der Grenze publizieren. Dies war laut Royal Haaskoning die unsinnigste Variante.
    Deshalb behaupten die Niederländer in späteren Publikationen, dass die angedachten „noodoverloopgebieden niet rendabel zijn“.
    Man richtete eine Bürgerinitiative gegen das noodoverloopgebied Ooijpolder ein und dieser gab man dann auch recht. Die Niederländer haben überhaupt kein Interesse daran ein zweimal größeres deutsches Gebiet durch einen 15 km langen Deich auf der Grenze zu schützen.

    Fakt ist aber: Laut international abgestimmten Katastrophenschutzplänen geht unser Polder zum Schutz der Niederlande grenzüberschreitend als erstes unter Wasser.
    Dies wissen die Behörden auf allen Ebenen seit langem.
    Trotzdem hat man in der Zwischenzeit sogar eine Hochschule in diesen Polder gebaut mit dem Namen Hochschule Rhein-Waal.
    Möge das Sprichwort „nomen est omen“ sich hier nicht bewahrheiten.

     
  12. 5. Niederrheinstier

    @2 und 3
    Muuuuhu, mal gut, daß ich bei meinem letzten Ausflug ans Wyler Meer den von dort ausgehenden alten Querdamm mit ein paar besonders zähen, gut abdichtenden Kuhfladen repariert und verstärkt habe (sofern das nicht schon zuvor der Deichverband Kleve-Landesgrenze getan hat – seit 1995 war ja eigentlich genug Zeit dafür); denn wenn der alte Querdamm heile ist, kommt es nicht ganz so dicke für Herrn Wanders mit seinem Betrieb auf der schälen Sick vom Spoykanal. Ansonsten könnte noch etwas helfen, was 1995 bei dem sehr hohen Hochwasser (zum Glück) noch gerade seiner Bewährungsprobe entkommen ist: Das schnelle Aufschütten eines Notdeiches auf der Keekener Str. – möglicherweise weniger wegen der Aufschüttung, sondern wegen den großen Löcher vor diesem Notdeich, die man dafür ausheben muß? Muuuuuuuhuu!

     
  13. 4. Husky

    Ist die Barbara nicht auch für Reaktorsicherheit zuständig? Gott stehe uns bei!

     
  14. 3. jean baptiste

    @2 Peter Wanders

    jedenfalls auf Papier ist textgewaltig bereits seit 10 Jahren alles „in kannen en kruiken“ https://zoek.officielebekendmakingen.nl/dossier/34000/kst-27625-77.html

    aber das ist Ihnen ja schon lange bekannt.
    Und mit Peter Altmaier in der Bundesregierung, der perfekt Niederländisch spricht, kann später keiner behaupten, wir hätten es nicht gewusst.

     
  15. 2. Peter Wanders

    Da wird man sprachlos, wie schnell ein Schiff dafür sorgen kann, dass ein Flusspegel in kürzester Zeit um 3,00 m sinkt.
    Das erinnert an das Hochwasser 1993, als beim höchsten Wasserstand der Anker eines Schubverbandes vor Emmerich los riss. Zufällig war jemand auf der Brücke und schaltete den Motor ein. Das Schiff fuhr eine Woche auf der Stelle. Laut Ingenieur Terfehr des Deichverbandes Xanten-Kleve sind wir damals haarscharf an einer Katastrophe vorbei geschrappt.

    Es fehlen uns in den letzten Monaten die Hochwasser zur Bewustseinschärfung.
    Der Rhein pendelt seit Wochen knapp über dem Rekordtiefststand bei Lobith. Mit 7,21 m steht er heute nur 32 cm über dem Tiefststand von 6,89. Zum Vergleich Januar 1995 16,67 m. Das Klever Industriegebiet liegt auf ca. 13,50 bis 14,50 m.
    Unsere Ministerin, die Kleve so eifrig mit Millionen für einen E-Bike-Schnellweg versorgt, ist auch für den Hochwasserschutz zuständig. Von dem Milliardenprogramm, dass sie nach dem zweiten Elbe-Jahrtausndhochwasser aufgelegt hat, kommt in NRW, kommt bei unseren Deichverbänden kein Cent an.

    Dr. Barbara Hrndricks hatte mich um ein Gespräch zum Thema Hochwasser gebeten.
    Als Vorbereitung hatte ich ihr folgenden link geschickt:
    http://docplayer.nl/1102837-Vragen-van-het-ministerie-van-financien-ten-aanzien-van-noodoverloopgebieden.html
    Der Leser beachte die vorletzte Seite 17.
    Ich zitiere:
    Doorsteken van de dijken (bei Ooij-Millingen)
    figuur uit Poldevac project halen svp scenario doorbraak locatie Ooij
    (vraag na bij BZK) (BZK = Innenministerium)
    Figuur 11 Ooij en Millingen (doorsteken dijken)
    Dit is te vergelijken met een dijkdoorbraak bij Ooij. Deze is uitgewerkt door het Waterschap Rivierenland en de Provincie Gelderland voor Pold EVAC van de Brandweer Regio. Deze variant mag niet als plaatje met deze tekst gepresenteerd worden in de communicatie (dit zou een rel met Duitsland (NRW) kunnen veroorzaken). Dus alleen gebruiken voor de ministerraad en RROM. Teksten over mogelijke samenwerking met Duitsland mogen wel (maar geen plaatjes!!!!)
    Er wordt 10000 ha duits grand gebied onder water gezet. De bedrijventerreinen van de stad Kleef gaan kopje onder.“

    Liebe mitlesenden Ratsvertreter, liebe Bürgermeisterin, was ist in Anbetracht solcher niederländischer Aussagen in einem Arbeitsdokument die Verantwortung von Frau Dr. Barbara Hendricks?
    Was sind die Konsequenzen für Kleve?
    Wie das Scenario aussieht können sie bei der Euregio und dem Kreis Kleve nachfragen. Die haben das Programm PoldEvac mit finanziert und vorliegen.
    Der ehemalige Bürgermeister von Nimwegen Ed de Hondt war 2003 als Vertreter der Kommission Notüberlaufgebiete in Kleve und hat den Bürgermeistern Josef Jöken und Meisters (Kranenburg) sowie dem Landrat Spreen die Intention von PoldEvac erläutert. Er war anschliessend auch bei Ministerin Höhn.

    Diese 4 deutschen Volksvertreter haben jede Zusammenarbeit verweigert.
    Also haben die Niederländer ein Jahr später ein Arbeitsdokument erarbeitet, dass man in Kleve/NRW/BRD eigentlich gar nicht kennen darf.

    Was darf man als Klever nun von der zuständigen Ministerin erwarten???
    Bisher duckt sie sich weg.

    Ich wünsche euch allen ein Extremhochwasser-freies 2017 (und auch für die nächsten Jahrzehnte).

    Wer mehr zu diesem Thema lesen will:
    http://www.kurier-am-sonntag.de/notizblog/8644-frau-ministerin-teilt-aus

     
  16. 1. Mitglied der Loge "Die Loge" (Einzelmeinung!)

    Stand gar nicht in der RP!? Zugegeben, schwierig, die CDU in dem Zusammenhang zu erwähnen…