War doch gestern noch nicht da!

rd | 16. November 2017, 14:26 | 10 Kommentare
Freie Fahrt für freie Bürger, will uns dieses Schild vermutlich sagen

Freie Fahrt für freie Bürger, will uns dieses Schild vermutlich sagen

Der Klever Autofahrer hat eine große Meisterschaft darin entwickelt, sich nicht an der aktuellen Verkehrssituation zu orientieren, sondern an einer, die gestern noch Bestand hatte.

Schon Mitte der Achtzigerjahre war der Lokalteil der Rheinischen Post angefüllt mit Meldungen, dass nachts Autofahrer in der Fußgängerzone mit Karacho gegen das Blumenrondell vor der Tchibo-Filiale gekracht waren, nachdem die Verwaltung das kleine Bauwerk dorthin gesetzt hatte, um zu verhindern, dass nachts mit Karacho Autofahrer die Fußgängerzone hinaufbrausen. Zwei Jahre und unzählige Totalschäden später war die Botschaft angekommen.

Auch die Veränderung einer Ampelschaltung an der Kreuzung Klever Ring/Landwehr vor nunmehr drei Jahren endete in einer Katastrophe. Nach Dutzenden von Unfällen sah sich die Polizei schließlich gezwungen, ein Schild aufzustellen, dass die Autofahrer freundlich daran erinnerte, doch bitte auf die Ampel zu achten. Der Plan, einige hundert Meter zuvor sicherheitshalber ein zusätzliches Schild aufzustellen, das auf das neue Schild hinweist, wurde zunächst einmal fallen gelassen.

So gesehen, sollten die zukünftigen Nutzer des Radschnellwegs nach Nimwegen zumindest in den nächsten zwei Jahren nicht allzu sehr darauf vertrauen, dass die vom Bauunternehmen Loock in dreiwöchiger Präzisionsarbeit in den Straßenverlauf hineingesetzte Querungshilfe tatsächlich ein Zugewinn an Sicherheit ist. Das eben erst aufgestellte Schild wurde jedenfalls schon jetzt von einem Autofahrer, der mit der neuen Verkehrsführung offenbar noch nicht vertraut war, umgefahren. Nicht nur ein bisschen touchiert, nein, es scheint so, als sei er geradewegs drüber weggefahren. War doch gestern noch nicht da!

kleveblog empfiehlt den Umweltbetrieben der Stadt Kleve, neben der Querungshilfe ein kleines Depot mit dem entsprechenden Hinweisschildern anzulegen. Oder aber das nächste Schild wie die Eckfahnen im Fußballfeld zu befestigen.

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10 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 10. Joseph Johann

    Was sagt der Verkersausschuss zu den Angelegenheiten?

     
  2. 9. ???

    Ich vermute, es werden sich dort noch einige interessante Begebenheiten abspielen

     
  3. 8. It is me Le Clerc

    Gestern beobachtete ich an dieser Stelle einen niederländerschen PKW, der versuchte vom KV-Hotel Cleve aus zwischen diese beiden Hilfsinseln auf den Parkplatz zu gelangen. Dahinter staute sich somit der Verkehr in alle Richtungen…WIESO steht da aber auch kein Schild “Radweg”? Oder ein noch besserer Vorschlag: Links abbiegen verboten, dazu ein Hinweisschild das man bis in den nächsten Kreisverkehr fährt, zurück in die Richtung woher man kam und Zack Rechts abbiegen auf den Parkplatz. Kann doch nicht so schwer sein?

     
  4. 7. Friedrich Foerster

    Vor ein paar Tagen geschah ziemlich genau das Gleiche mit den beiden Schildern auf der Verkehrs-Insel
    auf der Hoffmann-Allee, wo die Siegert-Straße einmündet.
    Es war früher Abend und schon dunkel, aber die Straßenlampen taten ihren Dienst.
    Das unfall-verursachende Fahrzeug und Polizei mit Blaulicht standen am Straßenrand vor der ehemaligen
    Hoffmann-Verwaltung.
    Zunächst wurden auf der Verkehrs-Insel behelfsmäßig für ein paar Stunden neue Schilder
    mit einem Betonsockel wie bei Sonnen- oder Regenschirmen aufgestellt,
    und am nächsten Tag sah alles schon wieder aus, als wäre nie etwas passiert.
    Der Vorrat an entsprechenden Schildern scheint also schon längst angelegt worden zu sein.
    Man weiß ja, mit wem man es hier zu tun hat …
    🙂 😦

     
  5. 6. Leila

    Entschuldigung: war zu schnell. Ich wollte schreiben .eine gefährliche Stelle ist: Klever Ring- Emmericher Str. als Linksabbieger von der Flutstr. kommend und man bekommt grün. Die Grün – Phase kommt zu früh. Der Gegenverkehr fährt oft bei Rot, besonders die mit gelben Kennzeichen!

     
  6. 5. Leila

    Was auch gefährlich in Kleve ist:

     
  7. 4. Jürgen Böll

    Das war kein PKW, da ist ein LKW oder ein SUV mit Unterfahrschutz drüber gefahren.
    Bei einem PKW wäre sehr wahrscheinlich die Ölwanne beschädigt worden.

     
  8. 3. Rainer Hoymann

    @Joseph Johann
    Das gilt auch für die Ampelschaltung an der Emmericher Straße, Kreuzung Lindenstraße – Steinstraße.
    [youtube=https://www.youtube.com/watch?v=wA6wmV45EGY&w=640&h=390]
    2012: Info an die Stadt.
    2017: Unverändert.

     
  9. 2. Joseph Johann

    Bei der Gelegenheit noch ein Hinweis:
    Die Ampelschaltung an der Kreuzung Lindenalle – Hagsche-Strasse – Hoffmannallee ist für ältere Menschen, Rollator-Nutzer, Rollstuhlfahrer gefährlich. Vor allem die Seite von der Stadt aufwärts rechts ist zu schnell rot geschaltet. Selbst mehrfache Hinweise an Polizisten vor Ort haben keine Besserung gebracht. Es kam immer der Hinweis, dafür sei Strassen NRW zuständig. Wer kümmert sich mal darum? Vielleicht der Verkehrausschuss der Stadt Kleve.

     
  10. 1. Jörgi

    Ich warte heute schon auf den Tag, an welchem der versprochene „Sperr-Polder“ zur Einfahrt in den Opschlag in Betrieb genommen wird. Ich wette darauf, dass dieser Polder die erste Nacht nicht „überlebt. Es können noch Wetten angenommen werden, wie viel Minuten oder Stunden es dauern wird, bis ein Idiot den Polder zerreißt. Sein Auto natürlich auch!