Von Kamp-Lintfort lernen heißt…

rd | 13. April 2018, 13:43 | 23 Kommentare
Stühle wie diese sucht man in der Stadtbücherei Kamp-Lintfort vergebens. In Kleve auch. Man könnte sich darauf allerdings „Frischfleisch von der Uni“ (siehe vorigen Beitrag) lesend vorstellen. Wer die Stühle für sein Zuhause möchte: Self-Baumarkt, Kalkarer Straße

Stühle wie diese sucht man in der Stadtbücherei Kamp-Lintfort vergebens. In Kleve auch. Man könnte sich darauf allerdings „Frischfleisch von der Uni“ (siehe vorigen Beitrag) lesend vorstellen. Wer die Stühle für sein Zuhause möchte: Self-Baumarkt, Kalkarer Straße

Es gibt Dinge, die gehen in Kleve einfach nicht. Dazu gehört alles aus Emmerich und aus Goch, wir sind schließlich in Kleve. Ähnlich verhält es sich mit Kamp-Lintfort, einem Gemeinwesen, das seit einigen Jahren mit Kleve zwangsverbunden ist, weil die Hochschule Rhein-Waal dort einen zweiten Standort unterhält. Nie würde ein Klever allerdings freiwillig nach Kamp-Lintfort fahren. Logischerweise vermeiden sämtliche Verantwortlichen seit Jahren die Einrichtung einer direkten Busverbindung zwischen den beiden Städten. Vielleicht sollte man die A57 auch wieder unterbrechen, wie früher.

Insofern brechen die Offenen Klever ein Tabu – sie laden ein zu einer Exkursion nach Kamp-Lintfort! Ist denn das zu fassen?! Und warum? Um von der dortigen Stadtbücherei zu lernen.

Muss das wirklich sein?

(Lieber Klever, nun musst du ganz stark sein.)

Leider ja. Wenn ich meinen Gewährsleuten vertrauen darf (und ich habe allen Grund dazu, dies zu tun), sollte dies ein lohnender Ausflug sein, weil ausgerechnet diese Stadtbücherei auf eine sehr publikumswirksame Art und Weise in der modernen (sprich: elektronischen) Zeit angekommen ist.

Wenn jetzt noch irgendetwas Gescheites aus Goch und Emmerich zu vermelden sein sollte, wäre es möglicherweise an der Zeit sich vom oloarcozentrischen Weltbild (von lat. olo (Schwanen) und arce (Burg)) zu verabschieden. Möge es niemals soweit kommen!

Hier die Einladung der Offenen KLever:

Im letzten Jahr wurde aus der Stadtbücherei Kamp-Lintfort eine Mediathek mit vielen Aufenthaltsbereichen, Lesezonen und Arbeitsräumen. Das Konzept ist so erfolgreich, dass die Besucherzahlen stark gestiegen sind und auch Besucher aus dem Umland gewonnen werden konnten. Die Offenen Klever laden nun alle interessierten Bürger ein dieses Erfolgsmodell zu besichtigen und über eine mögliche Adaption für Kleve zu diskutieren. Treffpunkt ist am Freitag, den 20.04.2018 um 14:45 Uhr am Marktplatz Linde vor dem „Netto“-Supermarkt. Die Rückfahrt ist für ca. 19:00 Uhr geplant. Interessierte melden sich bitte bei Frau Anne Fuchs unter anne.fuchs@offene-klever.de oder unter der Tel. 02821/13332.

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23 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 23. Martin Fingerhut

    Von Kamp-LintFort gibt es wirklich einiges zu lernen.
    Eine “StaBü”, die so verschlafen und verstaubt ist wie “StadtBücherei” klingt,
    ist die MediaTek in Kamp-LintFort alleMal nicht.
    Aber auch “MediaTek” beschreibt nur einen Teil dessen, was diese innovative Einrichtung leistet.
    Klar, es werden auch “Medien” angeboten.
    Bücher, CDs, DVDs, …
    Doch weit wichtiger erscheint mir, daß vielfältiger NUTZEN möglich ist.
    möglich und ERWÜNSCHT.
    selber lesen, anderen vorlesen, gemeinsam lernen, sich treffen, etwas erarbeiten.
    eine SoziaTek ?

    Und das nicht nur zu knappen, starren ÖffnungsZeiten,
    die sich über JahrZehnte nicht ändern,
    sondern – nach Absprache – im Prinzip jederZeit.

    Dank vieler KoOperationen auf Gegenseitigkeit.

    Ein Raum, in den die Bürger nicht nur als BittSteller gehen wie in eine Behörde,
    sondern eine Einrichtung, die Bürger auch in eigener Verantwortung nutzen.

    Dank an die OKs, die es mir möglich machten, das alles kennenZuLernen:
    Dank an Frau Gebauer, die uns führte und so viel interessantes berichtete.
    Dank an jene aus dem Klever Rat, die über die NasenSpitze ihrer eigenen Fraktion hinaus sich informieren.

     
  2. 22. Chewgum

    Sorry, Beobachter, aber in einer Pfarrbücherei können mit Sicherheit nicht “immer die neuesten Bücher vorgehalten” werden. Das kann fast keine Bilbiothek leisten, außer Bibliotheken mit Pflichtexemplarrecht. Auf Bundesebene erhält die Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt/Main von allen Veröffentlichungen Pflichtexemplare.
    Pfarrbücherein haben einen sehr begrenzten Bestand und auch nur sehr eingeschränkte Öffnungszeiten, anders ist das mit Ehrenamtlichen auch nicht zu machen.

     
  3. 21. Beobachter

    Wieso hat Bedburg-Hau keine Bücherei?!

    Die gibt es, sogar mit “Außenstellen”!

    Okay, es ist “´nur” eine Pfarrbücherei und vor allem keinen Mediothek, aber hier werden immer die neuesten Bücher vorgehalten. In der Mehrheit bei den aktuellen Ausgaben zwar eher “Schöne Literatur” sowie Kinder- und Jugendbücher. Allerdings überholen sich die Inhalte vieler Sachbücher so schnell, dass man im Netz aktueller ist und dieser Bücher zudem einiges vom (kleinen) Etat verschlingen.

    … und die Helfer sind alle ehrenamtlich tätig.

    Also, da möchte man sowas wie “Bedburg-Hau, die ein solches Angebot nicht haben” nicht lesen! Erst informieren, dann losschreiben …

     
  4. 20. Andre Gerritzen

    @12. Nasenbar

    Bei der Sitzung des Kulturausschusses war ich unter den Zuschauern und das mit den 25.000 Besuchern in der RP ist vielleicht etwas missverständliche.
    Es geht um 25.000 Besuche, da die Bücherei seid Januar einen Zähler am Eingang hat und Sie die Durchläufe zählen.
    Geschätzt werden es Ende des Jahres eben 25.000 Menschen sein, die durch die Schleuse gegangen sind.

    Wenn ich es richtig im Kopf haben waren es ca 1.500 Abonneneten in der Kundenkartei der Bücherei, die letzten Jahr Bücher geliehen haben.
    Das ist natürlich eine andere Zahl, aber diese Kunden kommen immer wieder.

    Also ist die Bücherei etwas für eine belesene Minderheit und nicht jeder 2. Klever geht in die Bücherei.

    Was bei mir aber auch hängen geblieben ist, das nicht nur Klever die Bücherei nutzen, sondern auch die Bürger aus dem Nachbargemeinden, wie z.B. Bedburg-Hau & Kranenburg, die ein solches Angebot nicht haben.
    Da ist Kleve dann schon ein “kleiner” Leuchtturm.

     
  5. 19. Chewgum

    Das Problem mit der Stadtbücherei ist, dass ein Neubau ordentlich Geld kosten würde, wenn’s gut werden soll. Und für die Vorhaltung einer kommunalen Öffentlichen Bibliothek gibt es in Deutschland, in NRW keine verpflichtende gesetzliche Grundlage.
    Aber mittlerweile setzt sich doch etwas mehr durch, dass Stadtbibliotheken nicht mehr die verstaubten Einrichtungen, die in den 1950er Jahren eröffnet wurden, sind, sondern zusätzliche Aufgaben erfüllen können, an denen die Kommune ein gesteigertes Interesse haben sollte: Förderung der Lesefähigkeit von Schulkindern, Ausländerintegration, Arbeit mit SeniorInnen, Treffpunkt, kultureller Austausch u.a.
    Aber der Etat der Stadtbücherei Kleve ist derzeit so gering, dass nicht mal die nötigen Möbel dafür angeschafft werden könnten.

     
  6. 18. Martin Fingerhut

    @ 16. ??? :
    Leider ist es so !
    Nach der Qual ist während der Qual ist vor der Qual . . .

     
  7. 17. ???

    Liebe Politik, wie passt das zusammen?

    Realschule mit einem Klassenverbund von 34 jungen Menschen, die für die Zukunft fit gemacht werden sollen.

    In einer Zeit, in der die Sprachen- und Mentalitätsunterschiede, so unterschiedlich sind.

    Wie sollen dann die einzelnen Jugendlichen das Basiswissen bekommen, oder wird es so sein, wer nicht mitkommt, hat Pech gehabt?

     
  8. 16. ???

    Ich verstehe die Menschen immer mehr, die sich ihre eigene Zeit für andere Dinge aufbewahren, als für ein Engagement für und in Kleve.

    Leider gibt es hier keine gemeinsame, eindeutige positive Linie. Schade……..

    Nach der Wahl ist vor der Wahl….

     
  9. 15. Martin Fingerhut

    @ 14. ??? :
    auf Ihre all-gemeine Frage zunächst eine all-gemeine Antwort :
    Wer bei einer Wahl seine Stimme abgegeben hat,
    der hat sie dann nun mal nicht mehr.
    Also hat er auch nix zu sagen.

    In Kleve hat die CDU das Sagen.
    Eigentlich immer schon und bis in alle Ewigkeit.
    oder zumindest bis sie uns durch ihre Sturheit das 4. Reich eingebrockt hat.

    Seit ein paar Jahren braucht die Klever CDU die ehemals grünen als SteigBügelHalter
    Wenn die ausnahmsWeise mal nicht spuren,
    dann springt die SPD freudig für sie ein.

    Was in Kleve gebaut wird, bestimmen die CDU-grass-grünen.
    Was die CDU-grass-grünen wollen, diese Flöhe werden ihnen meist von Rauer ins Ohr ( und somit Kleve in den Pelz ) gesetzt.
    Und Rauer hat sich nun mal in den Kopp gesetzt, den MinoritenPlatz zuZuKlotzen.
    Basta !
    Das hat die CDU so heftig geschluckt,
    daß ihr FraktionsChef Rülpser aufStößt,
    die bei jedem vernünftigen Menschen auf Unverständnis stoßen :
    “ Wir werden den Platz bebauen, damit dort ein Platz entsteht. “ !

    Daß solcher Unfug selbst bei der Mehrheit jener sauer aufstößt,
    welche für die CDU ihre Stimme in der Urne begraben haben,
    stört die CDU nicht.

    Daß die Mehrheit der Klever keinen MinoritenKlotz möchte,
    stört die Mehrheit des Klever StattRates nicht.

    Dann bleibt für die Minderheit höchstens eines übrig :
    den Schaden zu begrenzen.

    Wenn sich schon nicht verhindern läßt, daß der Platz vernichtet wird,
    dann bitte wenigstens für etwas nicht vollKommen absurdes,
    sondern vielleicht für eine StaBü und vhs.

    vielleicht !
    nicht unbedingt !!
    sondern nur zur Not !!!

    @ 9. ??? :

    Und bevor irgendEin Platz – der MinoritenPlatz oder ein anderes Areal –
    für einen NeuBau verbraucht wird,
    sollte geprüft werden,
    wie der neue Bau am besten werden könnte.

    Warum also nicht nach Kamp-LintFort fahren, um selber zu erleben,
    was die dort haben, warum sie es so angelegt haben, wie es sich bewährt ?!
    Das zwingt doch noch lange nicht, es hier genauSo zu machen.
    Aber selbst wenn, warum nicht ?
    Ist es „NachÄffen“, daß in unsere HochSchule Erfahrungen der vorigen 200 Jahre HochSchulBau eingeflossen sind ?

    Als in Bonn zum ersten Mal für die Uni ein chemisches Institut gebaut wurde,
    hatten die Architekten nur Übung darin, Schlösser zu bauen.
    Genau SO bauten sie das UniversitätsInstitut.
    inclusive 2geschossig hohem BallSaal.
    Hätte unsere HRW nach dem Muster der SchwanenBurg gebaut werden sollen,
    statt andere HochSchulen der 90er Jahre „nachZuÄffen“ ?

    In
    http://www.kleveblog.de/1642-uns-gehts-doch-gold-wie-die-stadt-den-handel-sieht/#comment-297705
    wird vorgeschlagen,
    die Stadt Kleve solle in der StadtHalle Events veranstalten;
    wie sie andernOrts von Fremden organisiert werden.
    Die Stadt solle also – laut Ihrer Diktion – „nachÄffen“.

    Aber DER Vorschlag kommt nicht von den Offenen Klevern.
    Also mäkeln Sie an DEM auch nicht rum.

     
  10. 14. ???

    Allgemeine Frage:
    Wie muss man sich nun das Verhalten der hiesigen Politik und Verwaltung vorstellen?

    Minoritenplatzbebauung: Offene Klever ……… “Eregnisplatz”, absolut gegen eine großflächige Bebauung
    Offene Klever, lt. Niederrhein Nachrichten v. 26.04.2017, Forsa-Umfrage……

    Wie groß, klein oder hoch stellt man sich denn nun auf einmal, wenn es um eine einzigartige “Mediathek” geht, diese im Zusammenhang mit der VHS, auf dem Minoritenplatz, vor?

    Vielleicht sollte ich für mich davon ausgehen, dass ich es missverstanden habe…… ?

     
  11. 13. Max Knippert

    @9. ???

    Es geht nicht ums „ achäffen”, sondern wie Chewgum es sagt, um das mit der Zeit gehen.

    In Kleve wird seit dem Unterstadt Wahnsinn seit 2009, immer mal wieder die Stadtbücherei zum Thema. Hier bei kleveblog, durch die Grünen, und eben auch durch die Offenen Klever (OK). Ein Prüfantrag (https://www.offene-klever.de/index.php/fraktion/antraege/235-zusammenlegung-von-vhs-und-stadtbibliothek) der OK liegt leider seit Dez. 2016 auf Halde, weil die Verwaltungsspitze vorschiebt, erst müssen die Schulen in Kleve fertig gestellt sein bevor dieser Antrag behandelt werden ‘dürfe’. Das eine Prüfung parallel stattfinden kann, kann man aber als Tatsache (Naturgesetz) festhalten. Und bis alle Schulen fertig gestellt sind, schreiben wir sicher das Jahr 2025. Und bis dahin darf laut Verwaltungsspitze nicht über die Zukunft einer Bücherei & VHS = Klever Stadtplanung, nachgedacht werden. Die Klever Politik bzw. denkende Menschen, können sich daran halten, müssen es aber nicht!

    Was sind die Gründe?

    Meiner Meinung nach, wird eine breite Diskussion zum Thema nur aus einem einzigen Grund aktiv verhindert. Dem Minoritenplatz. Es liegt auf der Hand, das eine sinnvolle Zusammenlegung von VHS und Stadtbücherei unter anderem auch mit der Unterstadt-Restfläche als denkbaren Standort in Verbindung gebracht würde. Ob das die beste Lösung ist, sei natürlich dahin gestellt. Aber es ist nun mal NICHT die Aufgabe der Verwaltung zu entscheiden, was wo und was nicht gebaut wird, sondern dies ist Aufgabe der Politik.

    Wer besucht die Stadtbücherei? Die Nutzer kommen aus Haushalten mit Kindern, Teilzeitbeschäftigte, Arbeitslose, Schülern und Studenten. Diese Menschen sind für Einige offensichtlich total uninteressant.

    Die Gemengelage ist absurd und was mich daran besonders ärgert ist, das große Teile der Politik das stillschweigend hinnimmt, insbesondere die, die sich für die gerade aufgezählten Menschen laut Parteibuch interessieren.

    Der aktuelle Facebook-Skandal macht es überdeutlich, wir brauchen dringend eine kritischere Haltung zum Umgang mit Daten und Internet. Eine Mediathek kann dabei eine wichtige Rolle spielen und alleine aus diesem Grund braucht Kleve zeitnah ein neues BildungsHaus aus VHS, Mediathek und…

    Den es geht um nichts anderes als;

    – Wissen und Information zugänglich zu machen
    – das Lernen zu erleichtern
    – Leseförderung zu betreiben
    – Kunst und Kultur zu fördern
    – gesellschaftliche Begegnung und Debatte zu organisieren

    https://mediathekkamplintfort.wordpress.com/2015/01/19/kernaufgaben-einer-bibliothek/

     
  12. 12. Nasenbär

    Also für mich muss eine Bücherei nicht zwingend Mediathek heißen, wichtiger ist für mich was drin ist. Einfach ein neues Label halte ich für Etikettenschwindel. Raider heißt jetzt Twix, sonst ändert sich nix. Und wenn es Mediotheken (Krefeld) schon so lange gibt, warum hat sich dann in Kleve darum noch niemand gekümmert?
    Wo sind denn genau die Unterschiede zwischen Kamp-Lintfort und Kleve? Leistet sich Kamp-Lintfort vielleicht einfach ein anderes Niveau?
    Ist Kamp-Lintfort Maßstab für Kleve? Die haben immerhin 10tsd Einwohner weniger, es ist also ein kleinerer Ort, wie sehen denn Büchereien in Orten aus, die so groß wie Kleve sind oder größer sind?
    Was bringt es, wenn die Opposition hin fährt? Ist die Bücherei jetzt ein Oppositionsprojekt, also nicht wichtig? Fährt schwarz-grün auch mal? Oder die Stadtspitze? Ich war ja beim Ausschuss nicht dabei, das Protokoll suche ich auf den Seiten der Stadt Kleve vergeblich. Ein Bekannter der dabei war, hat mir jedoch berichtet, dass die wichtigen Fragen nicht vom Büchereileiter beantwortet werden durften, sondern vom Kämmerer beantwortet wurden (stand so auch glaube ich in der Zeitung) und die Begeisterung und das Interesse der Ratsleute mehr beim Museum lag. Was soll mir das sagen? (Ich glaube so ein Museum gibt es in Kamp-Lintfort nicht.)
    In der Zeitung stand, dass man sich auf Kinder und Leseförderung konzentrieren wolle, einerseits gut, aber wo bleibe ich, ich kann schon lesen, gibt es dann keine Bücher zu interessanten aktuellen Themen der Gesellschaft mehr? Gehört Lesenlernen nicht in die Schulen? Es wird doch so viel an Schulen gebaut, gibt es da vielleicht Schulbüchereien, die besser sind als das Regal im Klassenzimmer zu meiner Zeit? Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass viel Geld in Medien und IT in den Schulen ausgegeben werden soll. Ich stelle mir gerade mehrere Klassen in der Bücherei vor, schaffen die das überhaupt? Wieviele Leute arbeiten in der Bücherei 5 oder 8, in jeder Schule gibt es mehr Lehrer.
    Also ich halte mich in der Bücherei tatsächlich nur zum Ausleihen auf, ein Cafe wäre schön, aber wo in der Wasserstraße einrichten? (Mögen eigentlich alle Kaffeeduft zwischen den Regalen? Und ehrlich gesagt, wenn Kaffee, dann auch Kuchen, oder?) Und für die VHS ist doch da überhaupt kein Platz, die hat ja selbst schon ein zu kleines Gebäude, auch so ein altes Teil.
    Hat der Rat eigentlich was beschlossen wie es mit der Bücherei weiter gehen soll, welchen Stellenwert sie haben soll? In der RP stand, dass Herr Neumann die Bücherei als Alltagsbegleiter sieht, nicht als Leuchtturm. Will er keinen Leuchtturm oder darf er nicht? Ich habe mich ja oben geoutet, ich gehe in die Bücherei, aber eher selten ins Museum und ich habe das Gefühl, dass ich weniger wichtig und geachtet bin als Menschen, die ins Museum gehen. Weil ich nur Leser bin. Sind wir Leser eine Minderheit? (Vermutlich genauso wie die Museumsbesucher, der Rest sitzt wohl im Oktoberfestzelt und ob nette Bibliotheksmitarbeiter, die mit neuen Büchern winken, die Leute aus dem OFZ heraus bekommen?) In der RP stand, dass man 25tsd Besucher pro Jahr in der Bücherei erwartet, ziemlich große Minderheit, oder?
    Was bedeutet dem Rat, der Verwaltung und den Menschen in Kleve die / ihre? Bücherei?
    Man möchte den Verantwortlichen zurufen: Macht was, aber macht auch nix kaputt!

     
  13. 11. ???

    @6. Niederländerin

    Vielleicht wäre auch ein Skript über Menschenkenntnis und Vorurteile bei dem “Stapel” dabei? 🙂

    Es ist auch so, dass nicht jeder Mensch die Zeit hat, sich vor Ort einen Stapel Bücher usw., durchzusehen.

    Aber Ihnen wünsche ich trotzdem weiterhin viel Freude und Spaß!

     
  14. 10. Chewgum

    Das hat nichts mit „Nachäffen“ zu tun. Die Bibliothekslandschaft ist auch in Deutschland mittlerweile schon auf einer anderen Stufe angekommen, auch wenn man davon in Kleve noch nicht so viel merkt. Jedem Neubau einer Bibliothek liegt auch hier mittlerweile ein modernes Bibliothekskonzept zugrunde.

     
  15. 9. ???

    @6. Max Knippert

    Ich verstehen natürlich, wie und was Sie erklären und meinen.

    Aber mein persönlicher Standpunkt ist immer ……. nur weil es andere haben, muss man doch nicht alles “nachäffen”. Die eigene Kreativität in jeder Hinsicht, ist gefragt.

    Es ist endlich an der Zeit, dass Kleve eigene Ideen entwickelt und nicht immer nach Vorbildern sucht und handelt.

    Wie bereits von mir schon geschrieben, ist es einfach Geschmacksache……..und Kleve hat auch eine Hochschulbibliothek.

    Es muss jeder Mensch für sich selber entscheiden, wir leben, zu unserem Glück, in einem freien Land……… 🙂

     
  16. 8. Max Knippert

    @3.???

    Der Besuch in Kamp-Linfort soll dazu dienen, eine zeitgemäße Mediathek kennen zu lernen. Es gibt zum Beispiel ein Heimatzimmer: “Aus den Niederlanden stammt diese Idee, den lokalgeschichtlichen Vereinen Platz für eine Präsenzbibliothek zu bieten, die von Vereinsmitgliedern betreut wird. Hier können Forschende auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten der Bibliothek in den Beständen recherchieren, wenn Vereinsmitglieder anwesend sind und mit Rat und Tipps zur Seite stehen.“
    https://www.kamp-lintfort.de/de/inhalt/mediathek-2477888/

    So wie ich es mitbekommen habe, verstehen sich Stadtbüchereien in den Niederlanden eher als Stadtteilzentren, die zum Beispiel Schulen und Altenheime zusammen bringen und ähnlich wie bei uns die VHS Sprachkurse für Flüchtlinge und vieles weitere mehr anbieten.

    Kurz um, Kleve sollte, nein muss, über den Tellerrand hinausschauen. Sei es nach Kamp-Linfort oder nach Nijmegen oder, oder…

    Otto hat es sehr schön ausgedrückt, man kann Bücher oder Medien aus dem Containern anbieten, aber was würden Sie sagen wenn der angebotene Kaffee noch besser ist als der Ihre, sie intensiv über weiche klanglich wie auch sonst saubere Kopfhörer Musik geniessen und dazu ein Medien Angebot vorfinden, was selbst das von Alfons A. Tönnissen in den dunkelsten Schatten stellt?

     
  17. 7. ???

    @4.otto

    Das ist natürlich Geschmacksache…….. ich habe nur aus meiner Sicht geschrieben …….. ich persönlich geniesse meinen, selber handgemahlenen und langsam aufgebrühten Kaffee, seit jeher lieber bei mir zu Hause…….. und dazu lese oder höre ich gerne intensiv und ungestört.. 😉

     
  18. 6. Niederländerin

    @3.??? Lasse mich raten, sie sind von vor 1965? ;-D
    Wenn wir nicht wollen das es irgendwann keine Büchereien mehr gibt, wenn wir wollen das unsere Kinder lesen lieben lernen, dann kann es helfen ein Bücherei ein bisschen nett und modern zu machen. Komischerweise ist es total nett ein Kaffee in der Bücherei zu trinken. Ich mache das oft. Ich suche mir ein Stapel Bücher aus, setze mich am grossen Lesetisch mit ein Kaffee und gucke mein Stapel durch. Gehen Sie einfach mal hin, kostet nichts!

     
  19. 5. Chewgum

    Eine Öffentliche Bibliothek braucht Aufenthaltsqualität … den meisten reicht das Vorhandensein von Büchern etc. nicht. Eine Bibliothek muss attraktiv gemacht werden, deshalb ist der Ausflug nach Kamp-Lintfort zu begrüßen.

    Krefeld hat übrigens schon lange eine Mediothek …

     
  20. 4. otto

    @3.???,

    das, was die Niederländerin schreibt ist doch sehr angenehm, wenn sich eine Bücherei so darstellt und
    Leser anzieht.

    Die Ausgabe von Büchern kann auch aus Containern erfolgen, Hocker für Kunden, Campingbrenner zum
    heizen der Mitarbeiter; Paraplü wenn der Landrat kömmt!

     
  21. 3. ???

    @2. Niederländerin

    Hmmm…….wenn ich in eine Bücherei oder so etwas Ähnliches gehe, dann nicht um dort Kaffee zu trinken und zu staunen ……. es interessiert mich auch nicht, ob und wie staubig es ist …….. es interessiert mich alleine, was es dort für mich zu lesen und zu hören gibt…. 🙂

     
  22. 2. Niederländerin

    Und dann anschliessend nach Nijmegen fahren und in der Bücherei am Mariënburg (neben Lux) gehen. Ein super leckere Kaffee trinken, die Zeitung lesen, rumlaufen und einfach staunen… Ein Bücherei muss nicht staubig sein KLEVE, wirklich nicht!

     
  23. 1. Joseph Johann

    Wenn das als Bildungsreise verstanden wird, kann man zustimmen. Vielleicht kommen dann die Förderer der Gesamtschule zu neuen Erkenntnissen und revidieren Ihren Beschluss, der Karl-Kisters-Realschule die Vierzügigkeit zu versagen. Bei der Namensgebung zum Adolfsweg haben sie ja schon Einsicht gezeigt.