Volksbank Kleverland: Vertreterversammlung strotzte vor Harmonie, Vertrag mit Ruffing bis 2023 (!) verlängert

rd | 23. Juni 2015, 22:12 | 28 Kommentare
Unglückliche Wortwahl: F. Ruffing

Persönliche Planungssicherheit: F. Ruffing

Manchmal sind es die scheinbaren Randbemerkungen, die verraten, welch Geistes Kind die handelnden Personen sind. In diesem Fall der Aufsichtsrat der Volksbank Kleverland unter Vorsitz von Hans Geurts, der auf der Vertreterversammlung der Volksbank Kleverland gestern Abend nach kleveblog-Informationen so nebenbei verlauten ließ, dass der Vertrag des Vorstandsvorsitzenden Frank Ruffing bis zum Jahr 2023 verlängert worden sei. 2023!

Das Verblüffende daran: Für diese Verlängerung hätte die Bank noch alle Zeit der Welt gehabt, denn der aktuelle Vertrag von Frank Ruffing läuft noch bis zum Jahresende 2018. Zur Verkündung des neuen Kontrakts sagte Geurts im Oktober 2011: „Der Erfolg hat einen Namen und dieser ist mit dem Namen des Vorstandvorsitzenden sehr eng verbunden – Frank Ruffing.“

Doch weil die Zukunft und der Erfolg der Bank eben doch nicht mehr so sicher scheinen, wie nach außen hin getan wird, zeigten sich die Kontrolleure im Falle von Frank Ruffing offenbar äußerst großzügig und verlängerten den Vertrag mit dem Vorstandsvorsitzenden satte dreieinhalb Jahre vor Ablauf um (vom Vertragsende an gerechnet) weitere fünf Jahre. Die Belegschaft wurde darüber, anders als sonst, nicht vorher informiert.

Man muss kein übel gesonnener Mensch sein, um darin eine mehr als unverfrorene Selbstbedienungsmentalität zu erblicken (der Aufsichtsrat gibt ja nicht sein eigenes Geld aus). Zum Hintergrund: Bei Fusionen im genossenschaftlichen Bankbereich werden die Verträge aller Vorstände übernommen. Wenn es also dazu kommt, dass die Volksbank Rhein-Lippe die Volksbank Kleverland schluckt, hätte sie das Vergnügen, den Klever Vorstand noch ein paar Jährchen mitbezahlen zu dürfen. Nette Mitgift.

In der vor Harmonie nur so strotzenden Vertreterversammlung warfen der Aufsichtsratvorsitzende und der Vorstandsvorsitzende mit rhetorischen Nebelkerzen nur so um sich. Es wurde ganz, ganz vage von der „Prüfung und Sondierung einer möglichen Kooperation“ gesprochen. Fakt ist hingegen, dass eine Fusion bis spätestens Ende 2016 angestrebt wird.

Der Aufsichtsrat wurde einstimmig und ohne Enthaltung wiedergewählt, Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig und ohne Enthaltung entlastet. Es gab eine einzige Nachfrage aus dem Plenum, die jedoch so unglücklich gestellt war, dass Hans Geurts sie mit einem Halbsatz abtun konnte.

kleveblog-Info: Mitglieder des Aufsichtsrats der Volksbank Kleverland sind: Hans Geurts, Bürgermeister a. D. (Vorsitz); Julius Meisters, Bürgermeister a.D., Wilhelm Wolters, Kraftfahrzeugmeister, Ralf Kersten, Malermeister, Robert Kaldenhoven, Malermeister,
Dr. Peter Lukassen, Rechtsanwalt, Maria Paeßens, Geschäftsführerin, Franz-Egon Scholten, Rechtsanwalt.

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28 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 28. R K H

    Helau, der kölsche Klüngel scheint wohl Vorbild in NRW zu werden

     
  2. 27. Wolfgang Jansen

    In guten Zeiten ist ein Aufsichtsrat zwecklos und in schlechten Zeiten hilflos

     
  3. 26. Bernd Derksen

    @22. jean baptiste
    >sie es eine Ehre finden, dort sitzen zu dürfen.
    Deshalb vergessen [sie] ihre ursprüngliche Funktion, den Gegenpart zu Vorstand und GF, stellvertretend für alle Mitglieder, wahrzunehmen.>

    Ja. Den Verdacht hege ich auch. (Menschlich ist das ja verständlich. Die Anzahl derer, die einen kritisch beäugen, wenn man das harmonische Miteinander auf solchen Veranstaltungen „stört“, ist hoch. Die Anzahl derer, die nachher schulterklopfend und anerkennend sich äußern, ist viel geringer. Und erfolgt weniger offen.)

    >Aber bei Sachen wie der Vertragsverlängerung des Vorstandsvorsitzenden 3,5 Jahre vor Ende seines laufenden Vertrages, da hätten wenigstens Zweifel und Fragen geäußert werden müssen.>

    Ja. (Bei allem Verständnis für die Argumente für die Vertragsverlängerung.)

    >Wo es hingeht müssen sie Mitglieder bestimmen und entscheiden. wer da die erforderliche Durchsetzungskraft vermissen läßt sollte sich nicht Vertreter in der Versammlung aufstellen lassen.>

    Ja, ich teile diese Ansicht. (Wobei das eher theoretisch ist. In der Praxis dominieren Vorstand und Aufsichtsgremien zumeist. D.h. solange alles gut geht.)

    >Das „Zusammenarbeiten“ können Sie dann besser mit „abhängig sind“ übersetzen, >

    Ja, könnte man wohl. (Wobei das nicht einseitig, sondern in gewissem Maße beidseitig sein dürfte.)
    _______
    >Kein Risiko ?>
    Kein Risiko gibt es nirgendwo. Auch nicht bei Bundesanleihen. Es geht um die Angemessenheit der Risiken gegenüber der Rendite. (Und da bleibe ich bei meiner Einschätzung, was Genossenschaftsbankanteile angeht.)

    (Im Grunde hätte die Volksbank Kleverland ja offenbar bereits mal in die Insolvenz o.ä. gemusst. Doch statt Nachschusspflichten etc. anzuwenden, springt in solchen Fällen halt der Sicherungsfonds der Volksbanken ein. Und der Verband schickte wohl im Zuge der Rettung auch Herrn Ruffing nach Kleve. Und ich bleibe weiter dabei: Er machte auf mich persönlich schon einen recht kompetenten und vernünftigen Eindruck.

    Und auch das zur Klarstellung: Ich gönne ihm und seiner Familie schon die Sicherheit, hier bleiben zu können. Und finde es ein legitimes Interesse, dies frühzeitig sicherzustellen.)

     
  4. 25. rd

    @REN Dann nehme ich alles zurück. Danke für die Info. Fehlt eigentlich nur noch ein Kommentar. Aber ich befürchte, da können wir lange warten.

     
  5. 24. REN

    ‚Transparenz schafft Akzeptanz!‘

    Die Ankündigung einer möglichen Fusion, vermutlich vor Erstellung eines Mehrwertgutachtens aus dem mindestens der Fusionsnutzen, die Fusionskosten und die Synergieeffekte erkenntlich werden, halte ich für ungewöhnlich. Werden die sogenannten Genossen dazu im späteren Verlauf informiert?

    # rd: Doch, die RP berichtete:
    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/vertrag-mit-frank-ruffing-vorzeitig-bis-2023-verlaengert-aid-1.5190267

    Am Kommunikationsfahrplan muss man vielleicht noch arbeiten, Bericht aus Wesel:

    Quelle RP: ‚Gestern, so verlautete es aus Kleve, sollten ursprünglich weitere Details öffentlich bekanntgegeben werden. In Kleve geschah dies tatsächlich im Rahmen der Bilanzpressekonferenz (siehe Zweittext), in Wesel geschah nichts. Auf Nachfrage im hiesigen Vorstandssekretariat hieß es, das Ganze finde in Kleve statt – auf Nachfrage in Kleve hieß es irritierenderweise, beide Banken hätten vereinbart, in dieser Woche im Rahmen ihrer Bilanz-Vorstellung zu informieren.‘

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/wesel/volksbank-bestaetigt-kooperations-idee-aid-1.5191323

    Und zuletzt: Ach ja, die Kapitalmarktunion. Niemand hat Fragen, aber ich wette den offensichtlich sehr naiven Kapitalanlegern wird noch auffallen wie wenig demokratisch in Brüssel geflickt wird.

    Aufgabe für jean baptiste: Googlen Sie LCR, CRR, NSFR, SSM, ASF, BCBS295, ITS oder jeden sonstigen Abkürzungen, die sich Banker um die Ohren werfen und machen Sie uns alle schlauer!

    Spannend ist nur was künftig wird.

    Christian Heinrich • REN
    Where People & Planet Matter
    (Regenerative Economy • Now!)

    ‘Nicht Mensch und Planet müssen Wirtschaft und Finanzen, sondern Wirtschaft und Finanzen müssen allen Menschen und dem Planeten dienen.’

     
  6. 23. rd

    Vielleicht habe ich es ja überlesen, aber die RP verzichtet heute in ihrer wohlwollenden Berichterstattung (offenbar geben Geurts und Ruffing im Duett Zitate ab („Diese Analyse müsse man zunächst abwarten, dann gehe man in intensivere Gespräche, sagen Geurts und Ruffing.“) auf die Erwähnung der Vertragsverlängerung (!!) — obwohl diese sogar in der Voba-Pressemitteilung erwähnt wird. Zu viele Informationen könnten den Leser ja auch verstören.

     
  7. 22. jean baptiste

    @19 Bernd Derksen > wie die Verfahren…Wundert Sie jetzt, weshalb dort nur sitzen?> hier war etwas schief gegangen .
    Beim Redigieren hat rd einen Link entfernt, der auf >Jaknikker< (die Pumpen um Erdöl zu fördern und die so eine nickende Bewegung vollführen) wies, entfernt.

    Daß die bestellten Vertreter allesamt honorige Leute sind steht für mich vollkommen ausser Frage, halt nur so honorig, daß sie es eine Ehre finden, dort sitzen zu dürfen.
    Deshalb vergessen ihre ursprüngliche Funktion, den Gegenpart zu Vorstand und GF, stellvertretend für alle Mitglieder, wahrzunehmen.
    Verstehen Sie mich nicht falsch, ich erwarte hier keinen Aufstand und keinen Tumult, denn die meisten Punkte sind oft so gut vorbereitet, daß man ungesehen einen Haken dahinter machen kann und darf.
    Aber bei Sachen wie der Vertragsverlängerung des Vorstandsvorsitzenden 3,5 Jahre vor Ende seines laufenden Vertrages, da hätten wenigstens Zweifel und Fragen geäußert werden müssen.
    Es wundert mich unter den Umständen noch, daß nach der Verlängerung des Vertrags bis 2023 nicht gleich noch ein neuer Vertrag für die Zeit 2023 bis 2028 nachgeschoben wurde.
    Was man in trockenen Tüchern hat, hat man.

    "zweimal überlegt, ob man bereit ist, sich den Unmut eines Unternehmens,mit dem man zusammenarbeitet"
    Ja, und hier geht es denn total falsch. Das Unternehmen ist eine Genossenschaft.
    Genossenschaft bedeutet Vereinigung von Mitgliedern.
    Vorstand und Geschäftsführung haben die Geschäfte im Namen der Mitglieder vorzubereiten und auszuführen und sind kein Organ, das Leitlinien für das Unternehmen aufzeichnet.
    Wo es hingeht müssen sie Mitglieder bestimmen und entscheiden. wer da die erforderliche Durchsetzungskraft vermissen läßt sollte sich nicht Vertreter in der Versammlung aufstellen lassen.
    Das "Zusammenarbeiten" können Sie dann besser mit "abhängig sind" übersetzen, und je größer ihre eigene Abhängigkeit (Höhe des Kredits) ist, je mehr Anteile haben sie (zeichnen müssen).

    "Mir scheint angesichts der aktuellen Zinssituation die Verzinsung vieler Genossenschaftsbank-Anteile nicht unattraktiv. Die zu beachtenden Risiken scheinen mir nicht SO massiv."
    Ihre 200 Euro pro Anteil zu verlieren und weitere 800 nachschiessen zu müssen nenne ich nicht gerade gering.
    (Ich gehe von einbezahlten 200 Euro pro 1000 Euro Geschäftsanteil aus, leider finde ich auf der Homepage der Bank darüber keine Info, die locken nur mit "Mitglied werden").
    Wenn Sie 3% auf die einbezahlen 200 Euro bekommen erscheint das redlich, betrachten Sie es aber über die ganze Summe , für die Sie geradestehen kommen Sie auf 6 Pro Mille.
    Ich kaufe mir da lieber Pennystocks . Bei Verlust =Geld weg, bei Gewinn=abkassieren.

    Kein Risiko ? Googeln Sie mal Lloyds und names.
    Beinahe 200 Jahre haben diese "Names" ein Läuseleben geführt und war es eine Ehre, sich als Name zu verfügung zu stellen zu dürfen und abzukassieren, ,it kleinen Unfällen, aber die kosteten nicht den Kopf.
    Bis es schief ging, und Viele Haus und Hof verloren haben. Beispiel: http://www.independent.co.uk/news/business/profile-two-men-who-lost-a-billion-names-in-the-lloyds-syndicates-run-by-anthony-gooda-and-derek-walker-are-facing-ruin-richard-thomson-relates-a-tale-of-two-incompetents-1494224.html

     
  8. 21. so isses

    Da macht sich die Braut aber gerade fein! Fusion ist sicherlich notwendig, aber eine Vertragsverlängerung mit Herrn Ruffing auf keinen Fall. Er ist nicht fähig, Menschen und Personen zu führen und sieht nur seinen eigenen persönlichen Vorteil (so ist mein Eindruck). Mit dem neuen Gebäude will er sich selbst ein Denkmal setzen. Vielleicht lässt sein Einfluss nach der Kooperation ja nach. Wäre mit Sicherheit nicht schlecht für die Mitarbeiter.

     
  9. 20. otto

    Die erstgenannten Mitglieder des Aufsichtsrates werden benötigt, weil sie von dem wofür sie dort sitzen, zu wenig Ahnung haben, die letztgenannten vordringlich zu Legitimationzwecken!

     
  10. 19. Bernd Derksen

    Die betreffende Pressemitteilung der Volksbank:
    http://www.lokalkompass.de/kleve/ratgeber/bilanzpressekonferenz-der-volksbank-kleverland-eg-vom-24062015-d559503.html
    (Bemerkenswert auch, wer sie publiziert… )

    @9. jean baptiste
    > wie die Verfahren sind, um auf die Wahllisten gesetzt zu werden>

    Ich nehme an, es werden vorrangig bedeutendere Kunden auf ihre Bereitschaft für den Vertreter-Job angesprochen.

    >Wundert Sie jetzt, weshalb dort nur sitzen?>

    Ich denke, da sitzen viele honorige Leute.
    Denn trotz meiner Kritik unter #4: Diese Wertschätzung ist ja für mich recht unabhängig davon, wie derjenige auf einer solchen Veranstaltung agiert. Ich finde es z.B. nachvollziehbar, dass man sich zweimal überlegt, ob man bereit ist, sich den Unmut eines Unternehmens, mit dem man zusammenarbeitet, zuzuziehen. Weil man quasi-öffentlich offenbar unerwünschte Nachfragen stellt bzw. abweichend abstimmt.
    _________
    Mir scheint angesichts der aktuellen Zinssituation die Verzinsung vieler Genossenschaftsbank-Anteile nicht unattraktiv. Die zu beachtenden Risiken scheinen mir nicht SO massiv. (Aber ich müsste mich erst mal wieder genauer damit beschäftigen.)

     
  11. 18. Klever_Justiziar

    Die Frage ist doch, was hat Herr Ruffing da, um derart die Puppen nach seiner Nase tanzen zu lassen? – mir ist das nicht koscher. Drei Jahre vor Vertragsende – dann um fünf weitere Jahre – das ganze zu einer Zeit, in der er sich wohl nicht in besonderem Maße um das Haus verdient gemacht hat, ansonsten stünde es wohl besser da. Und in einer Zeit, in der offenbar Schadensbegrenzung angezeigt ist – da geht doch kein vernünftiger Organschaftsvertreter hin und stattet den corpus delicti noch mit einer „Gehe über Los und kassiere…“ Karte aus? Das mit dieser „Tat“, den Vorsitzenden an die Bank zu schweißen, u. U. Schmerzen für den Übernehmer verbunden sind, dürfte auch Malern und KfZ-Meistern klar sein. Selbst Ehefrauen dürften das begreifen. Was in aller Welt, sollen die Herrschaften davon haben? Sie richten ausschließlich Schaden damit an. Nichts anderes. Nun ja, teurer Bau an der Spoy, offenbar Unbehagen in der eigenen Bilanz – diese Ruffing-Aktion erinnert doch irgendwie an Kapitän Schettino von der Costa-Concordia. Der hatte auch seine eigene Sicherheit fest im Blick. Traurig ist das.

     
  12. 17. Gallus

    Für den Aufsichtsrat der VB Kleverland eG kann man sich nur fremdschämen. Die Mitglieder haben bewiesen wie „geschäftsfähig“ sie sind. An mir machen diese Herrschaften, so sie denn selbständig sind, keinen Gewinn mehr. Anwälte, Anstreicher und Zahnärzte gibt es reichlich. Zum Glück habe ich mich immer geweigert Genossenschaftsanteile zu kaufen. Jetzt bin ich einfach gespannt wann und wie laut es bei der VB Kleverland eG knallen wird. Sicherlich auch interessant wie die Hauszeitung der CDU und VB berichten wird.

     
  13. 16. otto

    Der Name Zukunfts-Werkstatt findet mit diesem Vorgehen erstmals seine Bestätigung!

    Diese Personen bemühen sich auch noch, die Entwicklung unserer Stadt zu beeinflussen, nun kann jeder erkennen, das ist Klever-Stolz. Nicht zu vergessen die zahlreichen Fehlplanungen mit ihren horrenden Folgekosten, auch
    hier ist der Klever-Stolz zu erkennen!

    Wer hätte das gedacht, dass dieser Magarine-Name jemals zu solch zweifelhaften Ehren kommen könnte!

     
  14. 15. Fisch

    @12.rd

    Richtig!
    Vor allen Dingen, wenn eventuell einige oder doch einige mehr „Wurmfortsätze“ entfernt sind….. 😉

     
  15. 14. jean baptiste

    @12 rd Ich weiss gar nicht was es da zu meckern gibt.
    1. Die VoBa Kleve betreibt auch eine Sparte Versicherungen.
    2. Mitarbeiter der VoBa bekommen Mitarbeiterrabatte.

    Herr Ruffing hat doch nur einen Versicherungsvertrag zur Vorsorge bei Arbeitsplatzverlust abgeschlossen.
    Prämie ? Egal, da laut 2. der Rabatt für einen Vorstandsvorsitzenden 80% beträgt , zzgl. natürlich die 20% Treueprämie.

    Warum da keine Gegenstimmen aufkommen ?
    Stellen Sie sich vor, die Hochzeit findet nicht statt, dann kommen irgendwann Neuwahlen bei der dann immer noch „VoBa Kleve“ auf einen zu.
    Möchten Sie dann in Vorstand oder Aufsichtsrat sitzen und 2015 gegen die frühzeitige Verlängerung Ruffing bis 2023 opponiert haben?
    Und auch sonst, bei der neuen VoBa Wes-Kle wären Sie dann ja auch als Kritiker bekannt, und damit auch nicht gewünscht
    Und Seidel wird seinem Spezi doch bestimmt auch nicht an die Karre pinkeln.

     
  16. 13. otto

    So verhalten sich die Drohnen unserer Gesellschaft. Sie gab es immer, sie gibt es immer und sie wird es
    immer geben. Kein System wird je frei von Ihnen sein.

     
  17. 12. rd

    Interessant ist diese Vertragsverlängerung auch im Hinblick auf die Selbsteinschätzung der handelnden Person. Ich denke, man kann davon ausgehen, dass die Initiative zu dem Schritt vom Vorstandsvorsitzenden ausging. Das aber zeigt, dass er sich nach einer vollzogenen Fusion (plus 2 Jahre in Diensten der neuen Bank) wohl für so schwer vermittelbar hält, dass er (voller Angst vor einer ungewissen Zukunft?) schnell eine Rückversicherung auf Kosten der Genossen abgeschlossen hat. Es ist also das existenzielle Hartz-IV-Drama („Was bin ich für die Gesellschaft wert?“), welches sich hier vor unseren Augen zu entfalten scheint, nur ein paar Gehaltsklassen höher.

     
  18. 11. Freiderich Stoltze

    Hail to the Chief
    Das Loblied auf die FREIE Wirtschaft scheint ein gar garstig Lied zu sein. Schon mal dort gearbeitet, Justiziar? Seien Sie versichert, dass die FREIE Wirtschaft in allem den Spitzenreiter stellt; sogar in den Bereichen Unvernunft und angewandtem Eigennutz. Selbst bei einem Merger kann es von Vorteil sein, einen länger bestehenden Arbeitsvertrag wegen einer eventuellen Abfindung in der Rückhand zu haben
    Aber Leute mit wirtschaftlicher Weitsicht und richtigen Handhabung der Methoden sind immer zu gebrauchen, gerade in der freien Wirtschaft.
    Danke

     
  19. 10. jean baptiste

    @2 B.R. „Wieso sind denn so viele Malermeister im Aufsichtsrat ?“

    Die Antwort liegt auf der Hand . Weil es so viel fachgerecht zu übertünchen gibt !

     
  20. 9. jean baptiste

    @3 Bernd Derksen Meine eigene Erfahrung mit den Mitgliederversammlungen ist natürlich schon 20 Jahre alt, aber wenn Sie sehen, wie die Verfahren sind, um auf die Wahllisten gesetzt zu werden, das dient nicht als Anschauungsmaterial für wie moderne Demokratie funktioniert.
    Die Bank schreibt die Vorschlagslisten , möchten Sie selbst Kandidat werden, klar kann das auch, aber dann müssen Sie eine vollständige Liste einreichen, natürlich mit Einverständniserklärung aller auf der Liste stehenden Kandidaten, die selbstverständlich auch auf keiner anderen Liste vorkommen dürfen.
    Um es Ihnen dann noch einfach zu machen, eine Liste der Genossen bekommen Sie natürlich nicht, es gilt ja Datenschutz. Also viel Spass bei der Suche Ihrer Mit-Kandidaten.
    Wundert Sie jetzt, weshalb dort nur sitzen?
    Übrigens, Genossenschaftsanteile zeichnet heute nur noch jemand, der dort Kredite laufen hat, da Mitglieder Zinsvergünstigungen geniessen, allerdings auch Risiken mit der Nachschußpflicht laufen.
    Früher zählte auch die ordentliche Rendite( 8% , 9% ) zu den Vorteilen, das wiegt aber heute (3%) nicht mehr die Risiken auf.

     
  21. 8. Thomas K.

    Tja, die Voba Kleve stand bereits einmal vor dem Abgrund und hat sich vermutlich nicht weit davon entfernt. Traurig, wenn man aus der Historie so wenig gelernt hat und erstaunlich wie weit man mit leeren Säcken noch springen kann. Ich hoffe für die Mitarbeiter, dass es keine zweite Kündigungswelle gibt aber aus eigener Kraft und Kompetenz wird die Voba Kleve vermutlich nicht mehr zu retten sein.

     
  22. 7. REN

    ‚It is well enough that people of the nation do not understand our banking and monetary system, for if they did, I believe there would be a revolution before tomorrow morning.‘ – Henry Ford

    Das Problem der Volksbank Kleverland eG dürfte das mangelnde Vertrauen von Seiten Dritter sein? Vertrauen spielt in heutiger Zeit im an sich wertlosen Papiergeldsystem eine wesentliche Rolle unter Banken. Wie ernst die Lage ist, kann ich mir gut vorstellen. Ob der Aufsichtsrat sich denn vorstellen kann wie die Lage ist? Ich gehe nicht davon aus, denn ansonsten müssten die Damen und Herren in so einem Gremium nur aus Langeweile oder Selbstprofilierung, wegen der Mücken oder Pöstchen an sich aktiv sein. Und genau das möchte ich besser nicht behaupten. Es sind ja engagierte Bürger.

    Mit der Politik und somit dem Recht an der Seite dürfen Banken vermutlich noch überleben. Aber bis ins Jahr 2023?

    Zur Erinnerung, aber natürlich hat jeder DSDS Endrundenteilnehmer mehr Klicks, etwas zu den Bankbolanzen:
    https://www.youtube.com/watch?v=NmAtmn7cvdo

    Blöd nur wenn es, Beispiel WestLB, trotzdem nicht reichte. Übrigens schreibt man bei Wikipedia von naiven Kapitalgebern. Und die sind – na IHR, oder? So, und nun etwas aktueller, aber aus England, was aber auch kaum einen Unterschied macht.

    http://positivemoney.org/how-money-works/banking-101-video-course/

    Spannend ist nur was künftig wird.

    Christian Heinrich • REN
    Where People & Planet Matter
    (Regenerative Economy • Now!)

    ‘Nicht Mensch und Planet müssen Wirtschaft und Finanzen, sondern Wirtschaft und Finanzen müssen allen Menschen und dem Planeten dienen.’

     
  23. 6. Klever_Justiziar

    Das muss man sich einmal in Ruhe auf der Zunge zergehen lassen.
    Zunächst, sehr geehrter Herr Daute, meinen Respekt. Mit „Man muss kein übel gesonnener Mensch sein, um darin eine mehr als unverfrorene Selbstbedienungsmentalität zu erblicken.“ haben Sie eine mehr als wohlwollende Formulierung getroffen. Das ist Vetternwirtschaft, Klüngel, Unverschämtheit und Gier zusammen! Jeder Genosse sollte bei solchen Vorgängen schnellstens dieses quittieren und seine Anteile kündigen.

    In der freien Wirtschaft wäre so etwas undenkbar. Allen großern Mergern ist es gemeinsam, dass der „alte“ Vorstand / das alte Management bei einer Übernahme gehen muss. Zumeist werden Kosten die in diesem Zusammenhang stehen, dem verkaufenden Gesellschafter noch zur Last gelegt. Kein Mensch will den Feldherr des verbrannten Hügels, hier eindeutig Hr. Ruffing, übernehmen. Wäre er sein Geld wert, würde die Bank nicht um Hilfe rufen. Oftmals werden Organschaftsvertreter schon vor Übernahmegesprächen mit Auflösungspackages zum verlassen angeworben, man möchte die Braut schön hübsch machen für den neuen Bräutigam. Keinesfalls aber wird noch schnell ein Vertrag verlängert und damit Kosten für den Erwerber produziert. Wer macht denn sowas? Unglaublich diese Mentalität. Passt aber zum gesamten Auftreten – und Herr Geurts ist sowieso der Sonnenkönig. Der gesamte Aufsichtsrat (!) ist ja ein Fachgremium schlechthin. Das ist doch Schall und Rauch – wie soll den nur einer der Mitglieder auch nur etwas substantielles beisteuern? Kekse knabbern, Kaffee trinken, dabei sein und wichtig tun. Denen kann der Ruffing auch noch einen Kapitalfehlbetrag als riesigen Erfolg verkaufen. Genossen! Rette sich wer kann – und vor allem, solange er noch kann! Der „Steuermann“ kennt hier ganz sicher nicht den Weg! Und freimachen – tut er den wohl eher nur für sich!

     
  24. 5. Bernd Derksen

    @rd
    Wer ist denn eigentlich die Quelle für den Bericht? Okay, Informantenschutz.

    Aber hört sich irgendwie nach einem Mitarbeiter an, der halt nicht sich dazu bekennen kann.

    z.B.: >Die Belegschaft wurde darüber, anders als sonst, nicht vorher informiert.>
    Wer sonst als ein Mitglied der Belegschaft kann dies so angeben?

    Hört sich nach einem gewissen Frust an. Und angesichts des absehbaren Stellenabbaus unter den normalen Mitarbeitern könnte das hinter den Kulissen ausgekungelte und stark vorgezogene Verlängern des Arbeitsvertrags für den Vorturner bis 2023 schon frustfördernd wirken.

     
  25. 4. Bernd Derksen

    >Es gabe eine einzige Nachfrage aus dem Plenum>
    Angesichts der öffentlich bekanntgewordenen Fusionspläne finde ich das ein Armutszeugnis für die „Vertreter“.
    Was ist denn deren Selbstverständnis? Schweigen und nur abnicken, was von ihnen gewünscht wird?
    Spricht aus meiner Sicht auch nicht für dies offenbar gutheißende Mehrheit der „Genossen“.

    Mitgliederversammlungen oder -Info-Treffen hat die Volksbank Kleverland ja schon jahrelang nicht mehr durchgeführt, oder? (Vermutlich konnte man dort kritische Fragen nicht so leicht ausschließen … 😉 )
    Auch wenn man auf der Homepage behauptet: „In der Regel findet einmal im Jahr eine Versammlung der Mitglieder statt.“
    ____________
    Ich vermute mal die Abstimmungen liefen nach dem üblichen Schema ab: 😉

    Proforma-Frage durch den Versammlungsleiter, den Aufsichtsratsvorsitzenden: „Gibt es Gegenstimmen?“
    (Keiner wagt es, die Hand zu heben und sich so als Querulant erkennbar zu geben bzw. ruf- und geschäftsschädigend zu agieren. )
    „Enthaltungen?“ (wie zuvor)
    „Damit einstimmig so beschlossen.“

    [So macht das der Wahl-Profi: Niemand musste irgendwas tun, oder gar eine Hand heben, damit völlige Einstimmigkeit verkündet werden kann.]

     
  26. 3. otto

    Ja, was soll man sagen außer: näks sägge, mar Gott hört min brumme😬!

     
  27. 2. B.R.

    Wieso sind denn so viele Malermeister im Aufsichtsrat ?

     
  28. 1. jean baptiste

    ja, passt doch … wie war es denn in der DDR kurz vor dem Zusammenbruch ?