Unterschätzte Schönheiten (1): Mangalica-Wollschwein

rd | 12. August 2015, 10:51 | 11 Kommentare
Ist es ein Zufall, dass der Besitzer dieses Tier „Frau Schiffer“ genannt hat?

Ist es ein Zufall, dass der Besitzer dieses Tier „Frau Schiffer“ genannt hat?

Wir kennen Schweine in der Regel nur noch aus Kühltheke im Supermarkt, zerlegt und in Plastikfolie verpackt. Das Leben dieser Kreaturen war kein schönes. Man spricht von Schweineproduktion und Schweinezyklen. Ein beispielhaft 305 Tage dauernder Produktionzyklus, den gewöhnlich mehrere hundert Tiere parallel durchlaufen, beginnt mit der Empfängnis und endet mit dem Abtransport zur Schlachtung, weiß Wikipedia (Schweineproduktion). Auf eine Trächtigkeitsperiode von 115 Tagen folgt eine 3- bis 4-wöchige Säugezeit, dann eine 6- bis 7-wöchige Aufzucht und schließlich eine 18-wöchige Mast. Der Lebenszweck ist nichts anderes als Fleischzunahme, 800 Gramm pro Tag und Tier sind das Ziel des Halters. Daran, dass diese Tiere mehr sind als Biomasse, mag dieses Bild Mangalica-Schweins, das in Rindern ein unbeschwertes Dasein genießen darf, erinnern.

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11 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 11. laloba

    @10

    Als ich das letzte Mal im Burger’s Zoo war, hatte ich auch wieder den Eindruck, die Menschenaffen gehören zu unserer Spezies, so wie sie einen angucken …

     
  2. 10. Bernd Derksen

    >Der Lebenszweck ist nichts anderes als Fleischzunahme,>

    Ich finde die wie selbstverständlich praktizierte Anwendung ökonomischer Prinzipien auf den Umgang mit Lebewesen sehr problematisch. In unserem Rechtssystem gelten Tiere ja quasi immer noch als nicht viel mehr als Sachen. Real scheint mir die Einführung des Tierschutzes ins Grundgesetz kaum etwas gebracht zu haben. Ich hatte anderes erwartet, mindestens erhofft.

    Dass wir anderen Tierarten als der unseren kaum eigene Rechte zugestehen, ist für unsere Spezies natürlich toll… Auch dass es in unserer modernen Welt als Verbraucher so leicht ist, die Hintergründe der konsumierten Produkte auszublenden.
    Verdammt entlastend fürs eigene Gewissen.
    Tatsächlich ist in der Marktwirtschaft natürlich der nachfragende „König“ der Verantwortliche. Wobei das einzig sich an Preismechanismen ausrichtende Marktsystem schon von fantastischer Einfachheit ist… Das macht jedes Eingreifen „schwierig“.

    Ich bin/war ja Befürwörter der Menschenrechte für alle großen Menschenaffen (great ape project) als interessantem Schritt in mir sinnvoll scheinende Richtungen.

    (Wenn ich hier schon so weg vom Lokalen kommentiere, musste das auch noch sein. 😉
    Nun soll aber wieder Schluss sein.)
    ———
    Hätte gar nicht erwartet, dass sich hinter der gefälligen Überschrift und dem netten Bild eine solche „Zivilisationskritik“ (oder wie man es nennen möchte) versteckt. DANKE an den Verfasser.

     
  3. 9. laloba

    @8 allerdings

     
  4. 8. otto

    @ 7,

    ……….nur dass…………….und alles weitere ist nämlich äußerst dämlich!!!!!!!

     
  5. 7. Wollschwein

    Nur das die Sau Frau Märkel heißt…

     
  6. 6. wolfgang Look

    Bei Ausländern kann der idiomatisch unsichere Gebrauch dieser Redewendung auch zu Peinlichkeiten führen, Diplomatenwitz
    Der niederländsiche Botschafter trifft den deutschen Botschafters auf einem hochrangigen Empfang. Dieser stellt ihm auch bei goldenen Kronleuchtern seine erlesene perlenüberhangene Gattin vor. Als diese dann geht, sagte er zu seinem Kollegen: „Da hast du aber ein Schwein gehabt“

     
  7. 5. laloba

    Lt. Wikipedia gibt es Hinweise darauf, dass die Redewendung aus dem späten Mittelalter kommt, als den Verlierern von Sportwettkämpfen ein Schwein geschenkt wurde. Man kann sich vorstellen, was so ein Schwein damals für die Lebensmittelversorgung bedeutet hat …

     
  8. 4. laloba

    … ein glückliches Schwein

     
  9. 3. Fotofritz

    Ich nehme an das Bild zeigt die Sau in Originalgröße?

     
  10. 2. wolfgang Look

    Die Redewendung, deren Herkunft nicht eindeutig geklärt ist, „Da hast du aber Schwein gehabt“ deutet doch auch darauf hin, dass ein Schwein zumindest früher ein „wertvolles vom Glück geschenktes Gut“ darstellt.

     
  11. 1. Klever

    Leider fordert unsere Konsumgesellschaft solche Maßnahmen. 100g Gehacktes 0,39€ – 100g Katzenfutter so ca 1,00€. Soviel dazu!! Da sollte man doch nachdenklich werden. Quartier hatte mit seinem Werbe Fauxpas eigentlich aufgezeigt (http://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/metzger/frisch-gekacktes-40830098.bild.html) was wir hier mit großem Genuss täglich verzehren.