Sparkassenfusion (4): Rüffel für Ruffing

rd | 04. Juli 2016, 17:45 | keine Kommentare
Landrat Wolfgang Spreen: „Ich glaube, dass es sich um ein Missverständnis handelt.“

Landrat Wolfgang Spreen: „Ich glaube, dass es sich um ein Missverständnis handelt.“

Mit Unverständnis reagierte Landrat Wolfgang Spreen auf die Vorwürfe von Volksbank-Chef Frank Ruffing, der im Vorfeld der Fusion von einer „Umverteilung von Steuergeldern“ gesprochen habe, die aus seiner Sicht ein „unerträglicher Vorgang“ sei. In einem Gespräch mit dem Kurier am Sonntag hatte der Bankchef gesagt: „30 Millionen Euro Steuergeld werden jetzt in die neue Sparkassenorganisation gepumpt und kein Mensch weiß, ob das schon das Ende ist. Das ist eine Situation, mit der wir nur schwerlich leben können. Was hier passiert, ist eindeutig Wettbewerbsverzerrung.“

Darauf angesprochen, sagte Spreen: „Ich glaube, dass es sich bei der geäußerten Kritik um ein Missverständnis handelt. Die Eigenkapitalerhöhung von Unternehmen ist ein völlig normaler Vorgang.“ Und anders als bei Aktiengesellschaften oder bei Genossenschaften könnten die Sparkassen eben weder Aktionäre zur Kasse bitten noch weitere Genossenschaftsanteile ausgeben. Als öffentlich-rechtliche Einrichtung hätten die Sparkassen nur die Möglichkeit, sich an ihre Eigner zu wenden, in diesem Fall eben die kommunalen Träger. Das dafür eingesetzte Geld sei auch nicht weg. „Das ist ein Missverständnis. Die Konkurrenz wird spannender, aber Konkurrenz belebt ja bekanntlich auch das Geschäft.“

Rudi van Zoggel wollte sich zu der Kritik nicht äußern.

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