Sparkassenfusion (1): Die Fakten

rd | 04. Juli 2016, 17:30 | 2 Kommentare
Zukünftige Anteilseigner der Sparkasse Rhein-Maas (Angaben in %)

Zukünftige Anteilseigner der Sparkasse Rhein-Maas (Angaben in %)

Die drei Institute Sparkasse Kleve, Stadtsparkasse Emmerich-Rees und Sparkasse der Stadt Straelen fusionieren zur neuen Sparkasse Rhein-Maas. Der Zusammenschluss soll am 29. August vollzogen werden.

Das neue Institut hat eine Bilanzsumme von 2,3 Milliarden Euro und führt ca. 241.000 Kundenkonten. Die Zahl der Mitarbeiter beträgt derzeit 550 und soll im Laufe der folgenden Jahre durch natürliche Fluktuation auf 480 vermindert werden. Fusionsbedingte Kündigungen sind ausdrücklich ausgeschlossen worden.

Für die Kunden der Sparkasse Emmerich-Rees und der Sparkasse Straelen kommen auf lange Sicht einige Veränderungen zu: Da künftig überall die Bankleitzahl der Sparkasse Kleve gilt, ändert sich die IBAN-Nummer. Sobald die „technische Fusion“ im Herbst 2017 vollzogen ist, könnten möglicherweise auch Änderungen der Kontonummer nötig werden, falls es Dopplungen gibt. Betont wird, dass alle bestehenden Verträge zu den vereinbarten Konditionen weitergeführt werden.

Vorstandsvorsitzender der neuen Sparkasse wird Rudi van Zoggel, ihm zur Seite stehen Gregor Reinen (Emmerich), Wilfried Röth (Kleve), Michael Wolters (Straelen) sowie als stellvertretendes Vorstandsmitglied Peter Reichhold (Straelen). Wenn Vorstandsmitglieder ausscheiden, werden die Posten nicht neu besetzt – bis zu einer Zielgröße von drei. Der Vertrag von Rudi van Zoggel läuft bis zum 31. Dezember 2018. Dann ist er 65 Jahre alt, ob er noch länger arbeitet (bis 67 wenn möglich), entscheiden die zuständigen Gremien.

Die Sparkasse Rhein-Maas wird alle drei Hauptstellen auch weiterhin für zentrale Funktionen benutzen. Sie unterhält darüber hinaus 20 Geschäftsstellen und 13 Automatenstandorte (sofern diese nicht durch Sprengungen dezimiert werden).

Die Anteile an dem Institut verteilen sich wie folgt: Kreis Kleve 50,3 %; Stadt Kleve 21,1 %; Stadt Straelen 13,8 %; Stadt Emmerich 13,3 %; Stadt Rees 1,5 %.

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  1. 2. rd

    Eine ergänzende Information heute in der NRZ, aufgrund einer Nachfrage des – vermutlich treuen – NRZ-Lesers Kurt Michelis (der jahrelang als Fotograf für das Blatt tätig war ;-)). Die Vorstandsgehälter der Sparkasse erhöhen sich infolge der Fusion nicht, weil die Beteiligten darauf verzichteten. Hier der Link: http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-kleve-und-der-region/gehaelter-werden-nicht-angehoben-aimp-id11981938.html

     
  2. 1. Gallus

    Dann wollen wir doch einmal beobachten wie sich die Gehälter der Vorstandsmitglieder entwickeln.