So wählte Kleve

rd | 14. Mai 2017, 20:02 | 24 Kommentare
Mit dieser Grafik stellt kleveblog unter Beweis, dass die Redaktion auf der Höhe des zeitgenössischen Artdirektorentums ist. Sie enthält ziemlich viele Stimmen, aber noch nicht alle.

Mit dieser Grafik stellt kleveblog unter Beweis, dass die Redaktion auf der Höhe des zeitgenössischen Artdirektorentums ist. Sie enthält ziemlich viele Stimmen, aber noch nicht alle.

Kleve ist wie NRW, nur in einer verschärften Version. NRWir – nicht! So war es ja immer. Lediglich um 18:24 Uhr, als dem Kommunalen Rechenzentrum Niederrhein nur die Ergebnisse aus Bimmen und Schenkenschenz (33 Stimmen insgesamt) gemeldet worden waren, lag die SPD in einer völligen Umkehrung des Landestrends vorn. Danach nahm die Auszählung den Lauf, die Dr. Günther Bergmann (CDU) geradewegs in den Landtag befördern dürfte. Glückwunsch!

Die Stimmung schwankte, je nach befragtem Lager. Manche Politiker und deren Anhänger freuten sich sehr, andere waren sehr niedergeschlagen. Empathie war gefragt. Vielleicht ist es in ein paar Jahren wieder genau andersrum. Im Kreishaus wurde viel geredet. Manche Schultern schienen unter der Last des Klopfens zusammenzubrechen. In den Zentralen der Parteien wurden Sektflaschen geöffnet, um entweder die Euphorie zu befördern oder den Frust zu dämpfen.

Zwischendurch erklärte der Schönenborn, dass wieder 13 Wähler in Rheda-Wiedenbrück von rechts nach links gewandert sind und schon vorher klar war, das 71 Prozent unzufrieden mit irgendwas waren. Hat der Plasberg das Wort „Ausschlierßeritis“ erfunden? Es gehört jedenfalls verboten, weil es zu sehr nach intestinalen Problemen klingt. Und: Könnte jemand den Parteistrategen, die schon um Punkt 18:01 Uhr, also nur auf der Basis irgendwelcher Prophezeiungen, schon alles erklären können (und meinen Journalistenkollegen, die offenbar auch keine Sekunde mehr warten können), mitteilen, dass dieses Instant-Frage-Antwort-Ritual schon sehr – wohlwollend ausgedrückt – schräg rüberkommt?

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24 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 24. laloba

    Schon erstaunlich, dass man wenig weiß über die Kolonialzeit, wenn man nicht gerade Geschichte studiert hat … hier eine Übersicht in relativer Kürze … aber keine Ahnung, ob die Bewertungen richtig sind
    http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecialgeschichte/d-51661367.html

     
  2. 23. ???

    @20. Müller
    Tipp:
    Wenn man selber, nicht als Tourist “uniformiert”, während der Trockenzeit zu den ärmsten Menschen und Regionen (frühere? französische Kolonialländer) nach Afrika reist, braucht man nur sehr wenig Geld mitnehmen………….. es gibt fast keine Nahrung zu kaufen und kein sauberes Wasser.
    Man sollte sich vorher rundum impfen lassen…… es gibt keine Medikamente oder schon gar keine Ärzte.
    Aber natürlich bekommen die, dort lebenden Menschen, von Frankreich auch kein Visum zur legalen Ausreise…..
    Empfinden und erleben Sie selbst, was man in Europa offiziell nicht wissen durfte und darf!
    Ja,…….. es gibt diese fatalen und unmenschlichen “Unabhängigkeitserklärungen”……….”Pakt zur Fortsetzung der Kolonialisierung”…….

     
  3. 22. jean baptiste

    @19. ???
    hat da ein gewisser Präsident etwa noch seinen Meister, was das Abzocken betrifft, gefunden ?

     
  4. 21. jean baptiste

    @20. Müller
    Ich war natürlich auch neugierig und hab`mr. google bemüht.
    Was „3q(uestion)m(ark)“ da anspricht ist der „pacte colonial“ den Frankreich seinen früheren Kolonien auferlegt.
    Schon ein starkes Stück, und hier hat da wahrscheinlich auch noch niemand von gehört.
    https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/03/15/frankreich-kann-seinen-status-nur-mit-ausbeutung-der-ehemaligen-kolonien-halten/
    ähm … was hat Namibia uns da noch zu bieten ? (die Frage meine ich aber nur sarkastisch)

     
  5. 20. Müller

    Werte Drei ?,
    bitte machen Sie mich (und vielleicht auch noch weitere Blog-Nutzer) etwas schlauer und beenden das Rätselraten.
    Was sind das für “Afrika-Steuern” die an Frankreich fließen??
    Vielen Dank für Ihre Informationen, die hoffentlich von Ihnen kommen.

     
  6. 19. ???

    @17. laloba u. 18. rd

    Ohne „Afrika-Steuern“, die leider noch immer!!! an Frankreich gezahlt werden müssen, wäre Frankreich schon lange, wie sagt man im Jargon……. pleite…….

     
  7. 18. rd

    ??? „Eigentlich gäbe es Frankreich schon lange nicht mehr!!!“ ???

     
  8. 17. laloba

    @ ??? Deutschland profitiert ganz erheblich von der EU. Ohne Frankreich keine EU. Macron ist ein Europäer durch und durch. Bin mir sicher, dass andere europäische Politiker noch viel von seinem Politikstil lernen können.

     
  9. 16. ???

    Solange die anderen Europäer, besonders Deutschland, für Frankreich bezahlen, kann Macron gut (über uns) lachen.
    Eigentlich gäbe es Frankreich schon lange nicht mehr!!!

     
  10. 15. laloba

    Wir brauchen Leute wie Macron … hier kann man sehen, wie Wahlkampf geht:
    „Macron: Hinter den Kulissen des Sieges“, Mittwoch, 20.15 Uhr auf Spiegel Geschichte bei Sky
    http://www.spiegel.de/kultur/tv/emmanuel-macron-doku-hinter-den-kulissen-er-hat-alles-neu-gemacht-a-1147903.html

     
  11. 14. Peter Geven

    @ Ralf Daute

    Irgendetwas scheint technisch schief gelaufen zu sein, denn meinem Kommentar (derzeit #6) bezog isch auf das Kommentar derzeit unter #7. Wie kann das sein?

    Bitte koririgieren Sie diesen Fehler oder entfernen Sie meinem Kommentar.

    Danke.

     
  12. 13. laloba

    Besonders bitter dürfte für die SPD sein, dass die AfD im Ruhrgebiet die besten Ergebnisse eingefahren hat … viele SPD-Wähler sozusagen direkt zur AfD wechselten
    Die Leute dort haben die Nase voll. Wer in letzter Zeit mal im Ruhrgebiet war, bringt die Aussage ‘Deutschland ist ein reiches Land’ nicht mit dem zusammen, was dort teilweise zu sehen ist. Hohe Arbeitslosigkeit, hoher Migranten-/Ausländeranteil mit strukturellen Problemen, überdurchschnittliche (Kinder-)Armut, stockender Strukturwandel, vernachlässigter sozialer Wohnungsbau … hier sind die Probleme, die es vielerorts NRW gibt, besonders deutlich sichtbar
    Für viele Leute dort ist es ein Hilferuf, wenn sie dann AfD wählen, vor allem wenn sie vorher eigentlich immer für die SPD waren … hoffentlich kapieren die Politiker das endlich mal

     
  13. 12. Günter Hoffmann

    10. Da sollte mann doch wirklich Prioritäten setzen.Glorreiche Verteidigung Deutschlands am Hindukusch und in Mali wo sich Rebellen noch in hundert Jahren kloppen werden. Oder die Millionen die Erdogan, vor kurzem, für Incirlik bekommen hat wo die Bw wohl in Kürze nicht nur bildlich raus fliegt. Da können unsere Volkstreter ,ich bitte Sie, doch keine Kohle für schnöde Sozial Probleme zu Hause raus werfen, außerdem macht so was in deren Kreisen im Ausland 0 Eindruck.

     
  14. 11. Husky

    Wer die letzte Zeit mal diverse (etwas ältere Schulen) besucht hat sieht was die letzten 7 Jahre investiert wurde..

    Kleiner Tipp: Nichts

     
  15. 10. jean baptiste

    @6. Peter Geven
    ja klar, you will make nrw great again !!!

    wenn das die neue Art von Umgang mit den Wählern wird (auch den eigenen) , dann gute nacht nrw.

     
  16. 9. laloba

    @jb Neben der versäumten Entlassung von Jäger etc. gibt es sicher noch ein paar andere Gründe … z.B. marode Schulen, nicht in Angriff genommene Infrastrukturmaßnahmen

     
  17. 8. jean baptiste

    @4. laloba

    nur das?
    Der Bundschulze hat sich inzwischen auch eher zum Dorfschulzen gewandelt.

     
  18. 7. jean baptiste

    @5. Peter Geven

    Daß Maden ganz Kleve durchziehen wusste ich ja schon.
    Wissen Sie wo nicht nur in der Politik der Spass aufhört ?
    Genau dort, wo man gegen die Gesetze verstösst.

    Eine Website, ohne im Impressum den ViSdP namentlich zu nennen verstösst halt gegen Gesetze.
    Als Verantwortlichen habe ich sie nur über den DENIC herleiten können, im Text finde ich Sie nicht.

    Damit wir uns jetzt deutlich verstehen, ich bin nicht traurig, daß NRW kraftlos wird, aber genausowenig lasch(et) finde ich die jetzt zu erwartende Konstellation.
    Was allen (seriösen) Parteien gemein ist, ist, daß sie auch nicht ansatzweise realisieren, wie weit sie von den echten Problemen und deren Lösungen entfernt sind.
    Das gilt auf Landesebene ebenso wie auf Bundesebene oder in der Kommunalpolitik.
    Die grösste Fraktion von 35% + bilden ja die Nichtwähler.
    Was sich dann ergibt, ist das überproportionale von extrem rechts und Links.
    Auch der überproportionale Erfolg der Liberalen und das magere Ergebnis von Grün ist meiner Meinung nach nur auf Protesthaltung zurückzuführen, nur das will ja keiner bei denen wahr haben.

     
  19. 6. Peter Geven

    Ach herr baptiste schon ein erbärmlicher Kommentar, wie ich finde.

     
  20. 5. Peter Geven

    Vieleicht hat diese spezielle Website NRW ohne Kraft (made in Kleve ) auch ein bischen zum tollen Wahlergebnis beigetragen.

    http://nrw-ohne-kraft.de/

     
  21. 4. laloba

    Die SPD hat meiner Meinung nach das Thema innere Sicherheit unterschätzt

     
  22. 3. jean baptiste

    @1 G. Hoffmann

    na ja, das mit den ´Nachfolgern von … ´ ist mir eigentlich halbwegs schnuppe, in 25 und mehr Jahren ist ordentlich Wasser den Rhein heruntergelaufen, und wenn wir einmal die deutsche Geschichte betrachten…
    Da kommt uns ja auch nicht der Gedanke, die heutige Politik mit dem Damals zu verlinken.

    Allerdings, auch ich habe mir ein gutes Glas auf das „Ergebnis“ der Linken eingeschenkt.
    Aber aus einem viel aktuelleren Grund, den ich denen voll anrechne, und von dem ich fürchte, dass hierzulande nicht eimal die Hälfte der Wähler sich das echt vor Augen führt.
    Die Linken stehen pur für Kommunismus.
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/programmdebatte-linke-chefin-erklaert-kommunismus-zum-ziel-der-partei-a-737780.html

    Übrigens, die grösste Partei war die der Nichtwähler, satt ein Drittel aller Wahlberechtigten.
    Einen Vorwurf will ich da gar keinem machen, denn was das Volk wirklich beschäftigt, das interessiert keine der grösseren Parteien wirklich, jeder kocht weiter sein eigenes Süppchen.

     
  23. 2. Veganer Reiter

    Der Philosoph Jean-Recques Rousseau hatte vermutlich nicht ganz unrecht, als er schrieb: „Der erste, der ein Stück Land mit einem Zaun umgab und auf den Gedanken kam zu sagen: „Dies gehört mir“ und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der eigentliche Betrüger der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wie viel Elend und Schrecken wäre dem Menschengeschlecht erspart geblieben, wenn jemand die Pfähle ausgerissen und seinen Mitmenschen zu gerufen hätte: „Hütet euch, dem Betrüger Glauben zu schenken; ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass zwar die Früchte allen, aber die Erde niemandem gehört.“

     
  24. 1. Günter Hoffmann

    Also dann… happy polling..,um für Kleve up to date zu bleiben. Ich habe mir gerade einen eingeschenkt weil ich mich ehrlich freue das die Nachfolger der Mauer Mörder SED in der Müll Tonne gelandet sind…cheers.