Scientific Freshers: Hochschule prüft

rd | 02. September 2016, 11:57 | 5 Kommentare

Die kleveblog-Berichterstattung zu den Scientific Freshers haben die Hochschule Rhein-Waal nun offenbar veranlasst, die Vorgänge rund um das An-Institut der beiden Professoren Dr. Torsten Brandt und Dr. Dirk Untiedt einer intensiven Prüfung zu unterziehen. „Die Hochschule Rhein-Waal prüft die auf ‚kleveblog‘ beschriebene Situation der Organisation bzw. Anerkennung von Grundpraktika, wird aber vor einer umfassenden sachlichen wie auch rechtlichen Prüfung keine weitere Stellungnahme dazu abgeben“, heißt es in einer Stellungnahme, die Hochschulsprecherin Christin Hasken abgab.

Die Redaktion geht unterdessen weiteren Hinweisen nach, die unter anderem die Rekrutierung der Teilnehmer des Studienkollegs in China betreffen. Dort wird von den Bewerbern verlangt, eine Prüfung zu absolvieren, die sowohl sprachliche Inhalte wie auch solche des späteren geplanten Studiums umfasst. Insbesondere stellt sich die Frage, ob bei der Bewertung der Prüfungen womöglich nachträglich Kriterien verändert wurden, um zu der gewünschten Zahl von Teilnehmern zu gelangen.

Die bisherigen Berichte finden Sie hier:

Bingo spielen, Waffeln backen für Scientific Freshers: Dubiose Praktika sorgen an der HSRW für neuen Ärger

Was erlauben Klotz: Diskussionen um Scientific Freshers an der Hochschule Rhein-Waal

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  1. 5. Staunender

    Stellen wir uns vor, wir hätten einige nicht zulassungsfähige „Fast-Abiturienten“. Könnten wir die über China reimportieren und dann hier qualifizieren ? Dies natürlich als Institut mit wissenschaftlichem Auftrag zur Nachqualifizierung, um unser Schulsystem zu entlasten. Wir schaffen das ….

     
  2. 4. jean baptiste

    @ Christin Hasken

    Na, dann gibt`s ja noch ordentlich was zu tun.
    SF haben es verstanden, sich binnen kurzer Zeit in das Netzwerk aus Verwaltung und Politik einzuklinken, Alles für sich betrachtet hehre Ziele , nur hat das Alles nichts mit wissenschaftlicher Betätigung zu tun, wofür ein Institut als An-Institut betrieben werden müsste.
    Den Deckmantel des An-Instituts verwendet man als GmbH in privater Hand einfach zum Geld generieren und schiebt sich gegenseitig die Bälle zu.
    Einige Beispiele mit Quellenangabe :
    1. sprungbrett http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/sprungbrett-fuer-jugendliche-fluechtlinge-aid-1.6012825
    Die Anerkennung als Einrichtung bekam „Sprungbrett“ vom LVR.
    „Scientific Freshers“ mietete ein Haus des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) an…
    Die Finanzierung des Projekts wird über die Entgeldvereinbarung für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge über die Jugendämter geregelt, die Abrechnung erfolgt mit dem Land.

    Geld verdienen , aber wo ist da der wissenschaftliche Inhalt ?
    2. SF Real Estate GmbH
    wenn bisher noch nicht deutlich war, weshalb man diese Gesellschaft gegründet hatte, jetzt bekommt man einen Eindruck :
    http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-kleve-und-der-region/interessent-fuer-das-klinikgelaende-id11438054.html

    Nach NRZ-Informationen gibt es sehr aussichtsreiche Verhandlungen über den Verkauf des Nordteils des LVR-Klinikgeländes. Ein An-Institut der Hochschule soll in vier Teilabschnitten das Gelände erwerben.

    Nach NRZ-Informationen möchte ein An-Institut der Hochschule Rhein-Waal offenbar investieren. Zurzeit bewirtschaftet das Institut bereits fünf Häuser auf dem Nordteil und beschult dort 128 Neu-Studenten. In vier Teilabschnitten soll nun der gesamte Nordteil erworben werden. Auf dem Gelände sollen weitere Studiere und qualifizierte Asylbewerber studienreif gemacht werden. Auch unbegleitete Flüchtlinge könnten dort beschult werden. Die Verwaltung soll bereits mit dem Landesjugendamt und dem Berufskolleg sowie dem Jugendamt Gespräche geführt haben

    Immer schön mit dem Prädikat An-Institut HSRW werben, das schöpft bei Behörden und Finanzinstituten doch Vertrauen.

    3. Verbund von profitorientierter Gesellschaft SF GmbH mit non-profit Organisationen
    http://www.rp-online.de/panorama/wissen/bildung/rhein-waal-macht-chinesen-fit-fuer-studium-aid-1.4149362

    In Kooperation mit der Fachhochschule Aachen ….

    auch hier benutzt man den Status An-Institut als Door-opener.

    Mein Fazit :
    Bei den SF kann ich kein wissenschaftliche Quäntchen Betätigung erkennen , die das Betreiben als An-Institut rechtfertigen würde.
    Ob die tatsächliche Einbindung der beiden Gründer dem Inhalt der Meldung an das Ministerium über die Nebentätigkeiten der Professores gerecht wird und es sich hier nur um legale Engagements handelt mögen die zuständigen Stellen beurteilen.

    Bei der Prüfung und Wichtung wünsche ich den betroffenen Gremien viel Weisheit.

     
  3. 3. jean baptiste

    @1 . 2

    dann lösen wir die Gleichung richtung x einmal auf :

    http://www.rp-online.de/panorama/wissen/bildung/rhein-waal-macht-chinesen-fit-fuer-studium-aid-1.4149362

    In Kooperation mit der Fachhochschule Aachen wurden in diesem Jahr 1600 junge Ausländer aus Nicht-EU-Staaten geprüft. 400 kamen durch – davon werden rund 130 am Niederrhein aufs Studium vorbereitet, die anderen im Aachener Land, erklärt Professor Dirk Untiedt, der neben Brandt das An-Institut „Scientific Freshers“ leitet.

     
  4. 2. rd

    @Staunender Alle, die an den Standorten dieser Programme das einjährige Kolleg absolvieren. Anders gesagt: Es gibt x Plätze, und sollen nicht leer bleiben.

     
  5. 1. Staunender

    Frage 1: Wieviele Menschen haben in China die Vorprüfung erfolgreich bwäaltigt ?