Sachen gibt’s! Presserat rügt Rheinische Post wegen Volksbank-Bericht

rd | 01. Oktober 2015, 09:33 | 37 Kommentare
Warum nicht mit 75.000 Euro ins Wochenende starten?

Warum nicht mit 75.000 Euro ins Wochenende starten?

Beim Presserat hat die Rheinische Post Kleve ihren Kredit verspielt: Für den lobhudelnden Bericht über ein Kreditangebot der Volksbank Kleverland, der seinerzeit auch kleveblog sofort sauer aufgestoßen war (Kredit! Erhalten! Leicht! Gemacht!), erteilte der Presserat der Redaktion eine öffentliche Rüge – es ist das erste Mal überhaupt, dass sich eine hiesige Publikation einen solchen Rüffel abholen muss!

Bei einer Rüge handelt es sich um die schwerste Form der Sanktion, die das Gremium aussprechen kann. Das Blatt muss die Rüge in einer der nächsten Ausgaben abdrucken. In dem beanstandeten Artikel hatte die seit vielen Jahren grenzwertige Kooperation zwischen der Bank und dem Blatt einen unrühmlichen Höhepunkt gefunden. Ohne jede Distanz schrieb die Zeitung am 4. Juli: „Die Volksbank Kleverland stellt ihren Kunden Kunden [sic!] für private Anschaffungen schnell und unkompliziert Darlehen zur Verfügung. Der Wunschbetrag kann dabei bis 75000 Euro betragen.“

Der Presserat befasste sich damit und kam zu folgendem Ergebnis: „Der Deutsche Presserat hat auf seinen Beschwerdeausschuss-Sitzungen am 15. und 17. September 2015 wegen schwerer Verstöße gegen den Pressekodex 10 öffentliche Rügen ausgesprochen. Gleich 7 Rügen mussten diesmal wegen des Gebots der klaren Trennung von Redaktion und Werbung ausgesprochen werden. Die RHEINISCHE POST + ONLINE hatte über ein Kreditangebot einer Bank ausschließlich positiv und völlig unkritisch berichtet. Beigestellt war der Veröffentlichung zudem ein Foto, das einen Mitarbeiter der Bank mit einem großen Werbeplakat für das Angebot zeigte. Diese Art der Berichterstattung war nach Auffassung des Presserats nicht von öffentlichem Interesse und überschritt deutlich die Grenze zur Schleichwerbung nach Richtlinie 7.2 des Pressekodex.“

Weitere Infos auf der Website des Presserats: Pressemitteilungen

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37 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 37. HP.Lecker

    @36 Max Knippert

    Volksbankgebäude: Selbstbewusst, leicht verspielt, höflich, inspirierend

    Rilano: Emotional kantig, heterogene Züge, selbstbewusst, leicht arrogant, unvollständig

    Was den städtebaulichen Aspekt betrifft, den Du beschreibst: Wurden die von die genannten Attribute denn im Astoc-Entwurf (bei dem die überbaubare Fläche des Loses, auf der nun die VoBa steht deutlich größer war und ebenfalls nah an die Spoy gerückt war und zwar mit einer vorgesehen Wohnbebauung (die ja nun mit Multifunktionalität im urbanen Bereich nun gar nichts gemein hat), berücksichtigt. Also jener Entwurf, der sich seinerzeit aus dem Bürgerworkshop als Favorit herausstellte. Ich sage nein. Der Astoc-Entwurf ging nicht auf die wünschenswerte Multifunktionalität ein. Der Unterschied zwischen dem Heutigen und dem damaligen Astoc-Konzept in dem Bereich ist zum Einen, dass der Gebäuderiegel der Voba kleiner geworden ist als damals skizziert und die Nutzung von Wohnhäusern entlang der Spoy zu einer Bank verändert wurde. Ich denke nicht, dass die Bewohner von den „astocschen“ Wohnhäusern zwischen ihrem Vorgarten und der Spoy Multifunktionalität favorisiert hätten…

     
  2. 36. Max Knippert

    Hallo Nobody, ja mit meinem Scharm ist es so eine Sache. Ich will mit meiner Art aber weder faszinieren, begeistern oder bezaubern (zumindest nicht hier) und auch nicht missionieren sondern den Marsch blasen. Und das hat nicht unbedingt etwas mit Humor oder Satire zu tun. Der Ausspruch „Palais Größenwahn“ von Ludger Kazmierczak ist doch köstlich und meine Brechstangenmethode nähert sich dieser Architektursprache eben von einer anderen Seite.

    Helmut, wir beliben uns (selbst) offensichlich treu. Dir gefältt dieser Größenwahnsinn und ich finde ihn grauenhaft. Aber jetzt mal Butter bei die Fische. Versuche doch mal bitte, der Formenspache der Gebäude menschliche Atribute zuzuschreiben. Von Aalglatt bis Zynisch haben wir genügend Auswahl. Auf das Spoypalais passt meiner nach, es gefällt mir übrigens auch ganz gut, elegant, selbstbewusst, herschafflich und erinnert mich auch an Seebadarchitektur. Aber zur Nachbarschaft wirk das Gebäude etwas elebogenhaft und aufgeblasen und leider, wenn auch im kleinen Maßstab überproporzioniert und etwas arrogant. Ludger Kazmierczak hat ja bereits die sich selbst attestiere Filigranität der Voba, sagen wir mal, in Frage gestellt.

    Helmut diesen Battel sehe ich natürlich sportlich und es soll einfach Spaß machen.

    Beim Hotel 130 bin ich auf deine Attrbute besonders gespannt….

    Ein letzter Satz zum meinem Anspruch, das Stadplanung die ganze Bürgerschaft mitnimmt und im besten Falle begeistert. Es geht hier nicht in erster Linie um Architektur sondern um Stadtplanung. Es geht nicht um Einzelintreressen sondern um Gemeinwohl. Ob dies nun grün, blau oder gelb umgesetzt wird ist nachrangig. Ich habe es schon tausend Mal gesagt, aber ein Innenstädtiches urbanes Zentum definiert sich durch Multifunktion. Das habe ich nicht erfunden, sondern dies beherzigen alle Städteplaner und in Kleve werden dagegen Einzelntressen bedient. Das hat nichts mir dem Geschmack Einzelner zu tun, den Vielfallt ist mit Urbanität gleichzusetzten.

     
  3. 35. HP.Lecker

    @34 rd

    Auch wenn ich nicht gezielt gefragt wurde: Nicht durch die Säulen ihrer Bauwerke.

     
  4. 34. rd

    @Klaus Wodurch sind die Griechen denn in den vergangenen Monaten in die Schlagzeilen geraten?

     
  5. 33. HP.Lecker

    @31 Klaus

    …und wo ist der Bus?

    Verstehe den Verweis auf die Griechen und den Säulen leider nicht…

     
  6. 32. Nobody

    @28. Max Knippert

    Ich wusste es und habe schon mit Ihrer „umwerfenden charmanten“ Antwort gerechnet…. 🙂

    Irgendwie haben Sie, so vermute ich vorsichtig, mein „Augenzwinkern“ nicht gesehen und bemerkt?

    Ja, ich hatte auch schon lange nach dem Wegweiser zu den Resten der alten Stadtmauer gesucht…….. ich habe sie auch nicht gefunden……aber zu meinem Glück habe ich alles digital (nicht mit Mobilephone!) fotografiert…..so kann ich immer und zu jeder Zeit nachsehen…..und meine persönliche Nachwelt weiß, in welcher geschichtsträchtigen Zeit „Nobody“ in Kleve gelebt hat… 🙂

    Ach ja, „Nobody“ ist eben winzig, unscheinbar…… eben Niemand und kann deswegen auch von Niemandem weiter erniedrigt werden, und so kann „Nobody“ einfach und ungestört nur über sich selbst „hinauswachsen“ und
    „über den eigenen Schatten springen“!!! 🙂 🙂 🙂

    Es ist perfekt und einfach, und man kann und sollte konstruktiv und produktiv kritisch sein, es ist aber auch erlaubt zu lachen!

     
  7. 31. Klaus

    @29. HP.Lecker

    Den alten Griechen haben Säulen auch schon gefallen.

    http://www.akropolis-vegesack.de/

    PS Die Assoziation mit Griechenland gefällt mir irgendwie.

     
  8. 30. Klaus

    @21./28. Max Knippert
    Sie haben meine 100-prozentige Zustimmung.

    @27. rd
    Das ist nicht süß, das ist Beschiss. Was hat die VobaImmobilien mit Weinhandel zu tun? Wenn wenigstens die Immobilienabteilung rechts neben dem Haupteingang platziert worden wäre. Aber nein, die ist jetzt ganz ins hintere Eck gelegt werden.
    Innenstadtfassaden müssen etwas Interessantes zum Anschauen anbieten. Ansonsten werden diese Flächen ignoriert und ziehen keine Besucher an. Die Voba hatte Einzelhandelsflächen zugesagt. Mehr als ein Selbstbedienungsbereich ist nicht daraus geworden.
    Aber der Nachbar hat ja auch einfach höher gebaut als genehmigt und kam mit einer Ordnungsstrafe davon. So geht das in Kleve. Mal schauen, ob die neue Bürgermeisterin hier mehr Fingerspitzengefühl und Durchsetzungsvermögen hat.

     
  9. 29. HP.Lecker

    @28 Max Knippert

    Hallo Max!

    „ich würde mir in der Unterstadt endlich mal eine Qualität wünschen mit der wir uns Alle nicht arrangieren müssen sondern die wir begeisternd begrüßen. “

    Alle!!! Ich befürchte, dass dies wohl nicht gelingen wird und das ist auch im Grunde her gut so. Denn – die Menschen sind so unterschiedlich und mithin auch ihre Sichtweisen, Wahrnehmungen und Empfindungen.

    Was die Qualität der Unterstadt betrifft – also deren Würdigung meinerseits – kann ich erst etwas Definitives dazu sagen, wenn sie abgeschlossen ist. Derzeit sehe ich dort ein aus architektonischer Sicht gelungenes Bankgebäude ebenso wie das gelungene Spoy-Palais, ein weniger gelungenes Hotel und mehr oder weniger heterogene unstimme Bestandsbebauung aus unterschiedlichen Dekaden und nicht zuletzt einen unattraktiven Parkplatz, der sich entlang einer schön alleenähnlichen Hafenstrasse anlehnt. Die Störfaktoren, die ich dort wahrnehme sind vielmehr die „Altlasten“ als die Neubenauung.

    Ich sehe zudem ein Spoycenter, das in die Jahre gekommen ist, das allerdings in meiner Fantasie etwas richtig tolles darstellen könnte, würde man die Fassaden mit vielen unterschiedlichen Farben neu gestalten. Es ist also ein animierendes Bauwerk…

    Ja, und das Bankgebäude ist – wie ich schon schrieb – gut gemacht. Mir gefällt es einfach.

     
  10. 28. Max Knippert

    @22 Herr Stolze,
    Ich gebe Ihnen Recht, das am Tag der Eröffnung die Freude über ein zuendegebrachtes Projekt und der Wunsch sich selbst zu feiern überwiegt, und dies ist nur alzu menschlich. Auch das Fehler ‚ausgeklammert‘ werden und das zukünftiges im Fokus steht ist keine Überraschung. Es ist auch nicht die Aufgabe der Voba, ich muss betonen – im Nachhinein – sich selbst zu hinterfragen, sodern dies ist die Aufgabe der Presse aber auch der Verwaltung. Was aber die Verantwortung zu Anfang der Planung seitens der Bauherren nicht entschuldigt. Wen ein Bankinstitut, das beste Grundstück einer ganzen Stadt erhält, geht damit auch Verantwortung einher, die ich bis zum heutigen Tage nicht erfüllt sehe.
    Insbesondere Ralf kennt die Hintergründe wie es zum Voba Neubau kam sehr genau.

    Die Voba wolte das Los 3 nicht komplett, da sich die Voba nicht als Vermieter versteht und unübersehbar haben sie sich ja auch mit dieser Städteblich ignorierenden Akt durchgesetzt. Was beinahe zum Städteplanerischen Gau geführt hat war, das das verbliebene Losanteil 3 zu Los 2 addiert wurde und das EKZ von Sontowski seinerzeit unproportional aufgeblasen hat. Kurz um, der Alleingang der Verantwortlichen der Voba, hat beinahe die Unterstadtentwicklung vor die Gabbionen Wand gefahren. Hier hat sich Egoismus dem Gemeinwohl aufgezwungen. Und Verwaltung und Politik haben dieser Entwicklung keinen Einhalt geboten und wenn wir Herrn Ruffing glauben können, sogar die Wunschposition der Voba, die anfänglich paralell gegenüber der Deutschen Bank sein sollte um planerische 90 Grad gedreht und das Wasser vom neuen Rathausviertel ausgegrenzt und auf ein Jahrhundert abgeriegelt.
    @24 Nobody
    Aber heute ist es der Verwaltung zu verdanken, das der Fahrrad- und Fussweg in den nächsten Tagen von der Herzogbrücke bis zur Hochschule angebunden wird. Dies hätte die Voba aus freien Stücken genausowenig gemacht wie die Bodendenkmäler zu schützen. Hat sich eigendlich mal einer gefragt wo die zum Teil 700 Hundert jahrealten Steine der Stadtmauer sind, die der Tiefgaragenzufahrt weichen mussten?
    Und lieber Nobody, sie sind namentlich ja der einzige der Perfekt ist, aber sie brauchen sich um meine Zuversicht nicht im Geringsten zu sorgen auch wenn, und darum geht es hier, die Voba Architektur dazu sicher nicht beiträgt. Aber ich gebe Ihnen recht, das man aus allem das Beste machen kann, nur wird hier zum Wasser hin der Schatten dominieren und in unsrer Region suchen dies Lebenslustige eher selten auf.
    Die Bank ist in der Tat eine Tankstelle, aber die gehören an Zufahrtsstrassen und nicht auf den Hochwertigsten Platz den Kleve zu bieten hat(te).
    @ Hallo Helmut, ja man ‚arrangiert sich‘, aber ich würde mir in der Unterstadt endlich mal eine Qualität wünschen mit der wir uns Alle nicht arrangieren müssen sondern die wir begeisternd begrüßen. Und das ist keine Zauberrei, sondern der Wunsch nach Qualität, die Qualität in der Planung und die Qualität in der Umsetztung und den Mut diese Qulität gegen Wiederstände und Wiedrigkeiten aufrechtzuerhalten und schlussendlich auch umzusetzten.

     
  11. 27. rd

    @Meiner Einer Das ist ja süß!

     
  12. 26. Meiner Einer

    @ Friedrich Stoltze

    „Satire –
    Man verkauft hochwertigen Wein am offenen Tresen.“

    Deshalb ist der neue Geschäftszweig der Immobilienabteilung auch der Groß- und Einzelhandel mit Weinen und anderen Spirituosen, nachzulesen im Handelsregister.

     
  13. 25. HP.Lecker

    Wenngleich ich mich nach wie vor mit dem Standort des Bankgebäudes schwer tue, finde ich es architektonisch allerdings gut. Anders als bei Rilano-Hotel sind gute Details zu finden und auch einen stimmigen Architekturkontext.

    Mit dem Standort beginne ich mich allerdings zunehmend zu arrangieren… der Abstand zwischen Rilano und VoBa ist ok. Von Kellen kommend finde ich vielmehr links in der Abwicklung das Bürozentrum (der Name fällt mir gerade nicht ein) als wenig stimmig (http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Rheinland/de/Inhalt/Allgemeines/bilder/_service_zentren/kleve.jpg?__blob=normal&v=2)

     
  14. 24. Nobody

    Sehr geehrter Herr Knippert,

    eine Bank, oder ein Bankgebäude ist in gewisser Weise ja auch eine „Tankstelle“……… 😉

    Aber für Fußgänger ist dieser angelegte Verbindungsweg, der jetzt an diesem Finanzinstitut vorbeiführt, sehr gut und jetzt schon gut belebt…….und der Platz vor dem Bankhaus wird bestimmt auch für lebensfrohe Menschen interessant gestaltet werden………also kein Grund so zu verzweifeln……… 😉

     
  15. 23. rd

    @Friederich Stoltze Sehe ich auch so

     
  16. 22. Friederich Stoltze

    Lieber Herr Knippert,
    Sie sollten der NRZ (WAZ Gruppe) nicht so gram sein.
    Gleichgeschaltet? Mit wem? FR, FAZ, SZ, das Erste und Zweite? Lieber doch nur Lokalpresse at it´s Best.

    Perlen wie –
    Trotz 2700 Quadratmetern Fläche wirkt das Gebäude innen unterteilt.
    „Am Spoyufer könnte man zum Beispiel Szenen aus Lohengrin aufführen“, überlegt Frank Ruffing an einem seiner Bürofenster.

    Satire –
    Man verkauft hochwertigen Wein am offenen Tresen.
    Das (Rilano) sieht man auch von der Dachterrasse der Volksbank aus.

    Die sorgfältige Liebe zum Detail –
    …63,5 Meter gegenüber liegt das Hotel Rilano Cleve
    …an den Eingangs-Schranken der 50-Plätze-Tiefgarage
    Daher auch die ganzen Daten, die Sie so bemängeln.

    machen den Artikel zum reinen Vergnügen.

    Für heute seien Sie bitte gnädig,
    FS

     
  17. 21. Max Knippert

    Heute wurde die VOBA eröffnet, einen (kritischen) Artikel diesbezüglich vermisse ich wie auch hier (noch) im kleveblog in ganz Kleve.

    Leider scheint die Presse, hier vor Ort, gleichgeschaltet und unisono ertönen ausschließlich Jubelgesäge. Kein einziges Wort der Kritik. Das kann man nicht so stehen lassen, was mir bei dem Gebäude ähnlich geht.

    Beim Reinischen Volksbank Verteiler habe ich es jedoch unterlassen, einen Leserbrief zu schreiben, da die heutige wie auch letzte Aussage eine einzige Werbeveranstaltung für die VoBa ist.

    Ich möchte ich den Negativpreis ‚Der schlanke Fluß‘ für die Klever Presse vorschlagen. Und heute bekommt ihn die Lokalredaktion der RP in Kleve.

    Wenn ich schon dabei bin, möchte ich gleich noch einen weiteren Preis in Kleve aus der Taufe heben und auch sofort vergeben.

    ‚Die Windpocke‘ für die schlechteste Architektur in unserer schönen Stadt.

    Die Logos kommen noch 🙂

    Die Spannung ist natürlich schon etwas raus, aber die Windpocke 2015 geht an den Neubau der Volksbank Kleverland.

    Allen Preisträgern einen herzlichen Glückwunsch.


    Hier noch für verregnet Sonntage mein Leserbrief an die NRZ zum betreffenden Artikel
    http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-kleve-und-der-region/ein-grosses-haus-mit-schlanker-taille-id11326609.html

    „Sehr geehrte Frau Hoyer-Holderberg sehr geehrter Herr Gebbink sowie NRZ-Team

    Sie schreiben zu Anfang Ihres Artikels zum VoBa-Neubau, dass es viele Diskussionen darum gab. In Ihrem Artikel jedoch taucht leider nicht ein einziger Buchstabe diesbezüglich auf…!

    Dass es in dem Neubau “hochwertigen Wein am offenen Tresen” gibt, mag ja einige in Ekstase versetzen, aber mit Verlaub – stadtplanerisch sind die Auswirkungen eher unterirdisch zu finden.

    Und das dies dem städtischen Wunsch nach einem „Einzelhandel“ entgegen kommt, entspricht eher der Tatsache, dass eine ganze Stadt für dumm verkauft wird.

    Ihre Aufzählung der Attribute erinnert mich daran, wie ich als kleiner Junge im Guinnessbuch nach Maximalwerten jedweder Art suchte. Dass es “…teils 100 Meter tiefe Sonden“ gibt oder dass in 63,5 Meter Entfernung das Hotel Rilano steht, hat bezogen auf die stadtplanerischen Konsequenzen überhaupt keinen Informationsgehalt.

    Erlauben Sie mir bitte herauszustellen, dass es dem Team von Haus Koekkoek zu verdanken ist, das der Hochwasserstein seinen Platz gefunden hat. Aber für diese Zusammenarbeit mit Herrn Ruffing, sei an dieser Stelle ausdrücklich gedankt.

    Aber ich komme trotzdem nicht umhin, jetzt endlich auf die Architektursprache und städteplanerische Auswirkung, in Kurzform, einzugehen. Das Gebäude riegelt das Wasser von der Innenstadt/Unterstadt ab. Das Gebäude hebt die Klammerwirkung des Hotels, das die Stadtplaner von Astoc nicht grundlos entworfen haben, auf. Das Gebäude ist in absoluter Zentrumsnähe abends und am Wochenende tot bzw. leblos. Eine Multifunktion, die übrigens alle Lose in der Unterstadt haben sollten, hat dieses Gebäude ebenfalls nicht.

    Banken prägen das Bild unsrer Städte, ob wir es nun wollen oder nicht. Als Beispiel sei hier das sogenannte ‘Wahrzeichen Europas’, oder auch ‚Turmbau zu Babel‘ genannte Zentrale der EZB in Frankfurt, genannt.

    Die Voba überzeugt aber weder durch ihre Höhe, einer ost-westausrichtung oder durch ein anderes Stilmittel – sondern schlichtweg durch Kitsch. Die Piazza d’Italia in New Orleans ist vergleichbar und genauso scheußlich, den es wurden Stillmittel, Materialen und Oberflächen zusammenhanglos aneinander gesetzt und drohen beim hinsehen – einem um die Ohren zu fliegen. Von Kellen aus, und bei Dunkelheit betrachtet wirkt dieses Gebäude unter der Schwanenburg, mit ihrem blauleuchtenden Band, wie eine gigantische Tankstelle. Aber hier schließt sich ja endlich der Kreis.

    Ich würde eine Wette darauf abschließen, das die Verantwortlichen die letzten Jahre mehrfach in Las Vegas waren…

    Hier, geehrtes NRZ Team, geht es nicht um ‘Ein großes Haus mit schlanker Taille’ sondern um Journalisten – die sich einen schlanken Fuss machen.

    Mit freundlichem Gruß
    Max Knippert

     
  18. 20. Nis Puk

    @rd: Markt Goch, Kalkar und Emmerich. Für politisch eher dunkel eingefärbte Hofberichterstattung am Wahlsonntag verloren gegangen.

     
  19. 19. Husky

    @rd

    ja ist abgedruckt, aber müssen hätten die das nicht, immerhin kann man der RP also zu gute halten das sie sich an den freiwilligen(!) Pressekodex halten, immerhin dann wenn ihnen wer auf die Finger klopf

     
  20. 18. rd

    @Nis Puk “Markt letzten Sonntag verkleinert“??

     
  21. 17. Nis Puk

    Habt Erbarmen mit den Herolden und Berichtern vom Hofe!
    Der Markt hat sich letzten Sonntag noch verkleinert – bzw. für Andersdenkende geöffnet.
    Wenn das jetzt der erste Schritt zurück zum als Idealist angetretenen investigativem Journalist ist,
    wird die Medienlandschaft Nördlicher Niederrhein wieder bunter.

     
  22. 16. rd

    @Klever Justiziar Das stimmt!

     
  23. 15. Klever_Justiziar

    Das man ausgerechnet Herrn van Zoggel als Vorsitzendem der Sparkasse Kleve ein Komplimet ausprechen muss, hätte wohl kaum jemand gedacht. Mit Sicherheit in seinen eigenen Reihen nicht unbedingt beliebt und auch kein Mediator unter seinen Mitarbeitern, aber diesem ganzen Schmierentheater und diese „ich will auch auf´s nächste Foto“ Manier von anderen wichtigen Leuten, wiedersteht er hartnäckig. Aus dieser Sichtweise, macht ihn das symphatisch.

     
  24. 14. laloba

    @12 Friedrich Stoltze … Sie haben vergessen zu erwähnen, dass Felton errötete …

     
  25. 13. laloba

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article146679076/Was-Axel-Springer-und-die-68er-gemeinsam-hatten.html

     
  26. 12. Friederich Stoltze

    „Sie irren, Madame“ erwiderte Felton.
    Die drei Musketiere, Alexandre Dumas

    Seine Freunde kann man sich nicht aussuchen, seine Feinde schon.
    Der Feind steht bereits vor meiner Haustür. Tagebucheintrag 02.09.2015
    Friederich Stoltze

     
  27. 11. laloba

    @8 Husky … das Feindbild Springer Presse ist aber von gestern

     
  28. 10. rd

    Ist aber heute auf S. 2 abgedruckt.

     
  29. 9. otto

    @8 Husky,

    deshalb ist es ja auch, wie schon geschrieben, eine Würdigung für unabhängige und seriöse, lokale Berichterstattung,
    die mit einer kleinen Feierstunde im Bank-Casino ihren Abschluss finden wird.

     
  30. 8. Husky

    Also Herr Daute…

    Die RP muss gar nichts abdrucken, zwar sollen Mitglieder des Presserates die Rügen abdrucken, dafür gibt es aber keinerlei rechtliche Grundlage, die Bild (ich hoffe jeder hat diese Gratis Ausgabe des rassistischen Hetzblattes die heute kam gleich in die Tonne verfrachtet oder an den Axel Springer Verlag zurück geschickt) z.b. (und auch andere Axel Springer Medien) tun das nicht. Oder nur wenn sie gerade Bock drauf haben.

    Was anders wäre eine Gegendarstellung, dazu werden Zeitungen/Zeitschriften gerichtlich Verpflichtet, der Presserat hingegen ist das Papier nicht wert worauf seine Statuten gedruckt sind…

     
  31. 7. Günter Hoffmann

    Da hat sich die Hauszeitung der Anti Volksbank aber einen sauberen Treffer eingefangen.. mit der BILD in guter,gepflegter Gesellschaft.

     
  32. 6. Klever

    Der Appendix soll halt unkompliziert bei Laune gehalten werden…

     
  33. 5. Gabi

    Na endlich. Schon lange haben wir die RP ab bestellt. Wir sind sind nicht interessiert an einer Werbezeitschrift der Volksbank Kleverland. Auffällig immer wieder die Berichterstattungen über und mit der Voba, Herrn Ruffing und co.

     
  34. 4. laloba

    Gut so. Mal sehen, in welche Ecke die RP die Rüge packt …

    Wünschenswert wäre eine deutliches Eingeständnis des Fehlers, lieber Jürgen Loosen.

     
  35. 3. Gallus

    Nicht nur wegen dieses Berichtes stinkt die Beziehung Volksbank Kleverland zur RP. Ich denke z.B. auch an die „Werkstatt“. Das „Geklüngel“ der Redaktion der RP zur VB ist einfach unglaublich. Über den Grund kann sich jeder seine eigene Gedanken machen.

     
  36. 2. otto

    Der Lokalteil der RP-Kleve, auch als Presseabteilung der Zukunftswerkstatt tätig, hat im Laufe der
    vergangenen Jahre schon viele grausliche Artikel veröffentlicht.

    Die jetzige Würdigung durch den Presserat hat sie sich redlich verdient, im Kasino der Bank findet
    gewiss eine kleine Feierstunde statt.

     
  37. 1. Klaus

    Wes Wein ich trink, des Lied ich sing.

    …oder war es Brot?

    Ach egal, passt auch besser.