Prognose: Windstärke 1000! Rosenmontagszugsausfallängste

rd | 05. Februar 2016, 18:11 | 6 Kommentare
Der Praxistext zeigt: Rosenmontagszug passt perfekt, für den Rest müsste eine neue Scrabble-Version erfunden werden

Der Praxistext zeigt: Rosenmontagszug passt perfekt, für den Rest müsste eine neue Scrabble-Version erfunden werden

(Aktualisiert) Darum spielt man Scrabble, das kann nur die deutsche Sprache: Rosenmontagszugsausfallsängste! Sehr begründete im Rheinland sogar, denn die Wetterauguren erwarten einen stürmischen Wochenauftakt. Das Klever Rosenmontagskomitee (KRK) will am Sonntag entscheiden. Wetterprofi Hubert Reyers (wetter-niederrhein.de): „Der Rosenmontag hat mir seit Tagen Kopfzerbrechen bereitet und er ist auch noch nicht 100%ig klar. Aber nach dem aktuellen Stand startet der Rosenmontag mit einem Sturmfeld genau über dem Rheinland. Wie stark die Böen ausfallen ist noch offen aber da ist in den Frühstunden volle Sturmstärke möglich. Tagsüber zieht das Hauptsturmfeld ab, der Wind bleibt aber recht stark. Dazu gibt es schauerartigen Regen, der aber, je nach Region, sehr unterschiedlich ausfallen kann. Die Temperaturen liegen, wie am Sonntag, um 10 Grad.“

Aktueller Stand von Hubert Reyers: „Auch am Rosenmontag gibt es, besonders in Schauernähe einige Sturmböen von 75 bis 84 km/h (Windstärke 9), dazu fällt zeitweise schauerartiger Regen.“

Das wird eine sehr, sehr knappe Geschichte!

Einen Kommentar schreiben





6 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 6. Hansi

    @rd: Warum wird der Wetterfrosch Herr Reyers ein Profi genannt? Er mag ja Ahnung haben, aber auf seiner Homepage steht: „Mein Name ist Hubert Reyers, Jahrgang `67, und ich betreibe die Meteorologie (halbprofessionell) als Hobby schon seit 1977. Hauptberuflich bin ich Landwirt und bewirtschafte einen Milchviehbetrieb in Kleve-Kellen…“.

     
  2. 5. Husky

    Klever Sicherheitskonzepte sind immer gut!

    Solange nichts passiert jedenfalls dann heißt es „nein!“ „doch!“ „ohh!“

     
  3. 4. rd

    Entscheidung über Absage soll am Montag Morgen fallen. Hier was Hubert Reyers sagt: „Der Rosenmontag startet mit Sturmböen und schauerartigem teils kräftigem Regen.

    Tagsüber lockert die Bewölkung zeitweise auf, es gibt aber noch weitere teils kräftige Schauer, lokal ist auch mal Blitz und Donner dabei.

    Der Wind ist den ganzen Tag hindurch stark mit Windstärke 5 bis 6 im Mittel, in Schauern erreicht er volle Sturmstärke 9 (von 75 bis 84 km/h).

    Die Temperaturen liegen den ganzen Tag bei 8 oder 9 Grad.“

     
  4. 3. Jürgen Böll

    „Kritik am Sicherheitskonzept für Klever Rosenmontagszug“
    mit genau dieser Meldung trat vor einem Tag eine große Tageszeitung (nicht vom Niederrhein) bei seinen Lesern auf.

    Der Vorwurf der nun im Raume, seitens der Zeitung steht:
    Beim Klever Rosenmontagszug sind offenbar zu wenig Hilfskräfte eingeplant. Das Klever Sicherheitskonzept entspreche nicht den üblichen Vorgaben, so ein Insider der Zeitung!
    .
    Weiter heißt es in dem Zeitungsbericht vom 06.02.2016:
    Zitat
    Nach Angaben der Stadt sind für Rosenmontag an vier Standorten jeweils ein Rettungswagen und mindestens drei bis vier Sanitäter vorgesehen. Diese werden vom DRK gestellt. Bei der Anzahl von maximal 16 Sanitätern und den Rettungswagen habe man sich an dem Orientierungsrahmen des Innenministeriums des Landes NRW gehalten.
    Für die Qualifikation des Personals sei die jeweilige Organisationseinheit zuständig, schreibt die Stadt Kleve. Einzelheiten seien beim Veranstalter zu erfragen.

    Nach Informationen der Zeitungsredaktion sind die im Sicherheitskonzept vorgesehenen Sanitäter allerdings viel zu wenig. Grundlage für ein Sicherheitskonzept ist in der Regel das so genannte „Maurer-Schema zur Risikobewertung von Großveranstaltungen“. Dieses Schema wird u.a. bei Schadensfällen zugrunde gelegt. Es sieht jedoch für einen Karnevalsumzug mit 30.000 Menschen 30 Helfer vor, 4 Krankentransportwagen (mit je einen Rettungshelfer und einen Rettungssanitäter), 3 Rettungswagen (mit je einen Rettungssanitäter und einen Rettungsassistenten) sowie zwei Notärzte und eine Einsatzleitung vor. (www.hiorg-server.de) Ausdrücklich kann der Rettungsdienst des Kreises Kleve nicht in die Berechnung einbezogen werden. Die Besetzung der Wagen ist gesetzlich geregelt.

    Ein Informant, der nicht genannt werden möchte, bekommt angesichts des Klever Konzeptes arge Bauchschmerzen. „Wenn man sich vor Augen führt, dass an Karneval so viele Jugendliche exzessiv Alkohol trinken, dann benötigt man auch diese Kräfte vor Ort. In anderen Kommunen, etwa in Emmerich oder Weeze, werden diese Vorgaben auch erfüllt. Nur die größte Veranstaltung im Kreis Kleve wird von einem Ortsverband betreut, der das ausgebildete Personal nicht hat und auch nicht die entsprechenden Transport- und Rettungswagen.“

    DRK-Kreisgeschäftsführer Franz Lück teilt der Redaktion auf Nachfraage mit, dass das Rote Kreuz am Rosenmontag mit fünf Fahrzeugen (u.a. auch Malteser) vor Ort sein wird. Die Fahrzeuge seien mindestens mit Rettungshelfern besetzt. Ob auch Rettungssanitäter und Rettungsassistenten an Bord sind, könne er nicht sagen. Im Notfall müsse dann der Rettungsdienst des Kreises zur Hilfe kommen.

    Dies entspricht allerdings nicht den Vorgaben. Im Gespräch mit der Zeitung gibt Lück zu, dass es an Tagen wie Rosenmontag schwer sei, die geeigneten Sanitäter zu bekommen!
    Zitatende

    Angesichts des drohenden Orkantiefs am Montag zur geplanten Umzugszeit darf man doch dann gespannt sein ob das SiKlever cherheitskonzept dann noch ausreichend und sicher ist.

     
  5. 2. rd

    @Andreas Bulkens Hat es vor 25 Jahren schon einmal gegeben.

     
  6. 1. Andreas Bulkens

    Wäre sehr schade für die engagierten Narren, welche sich über viele Wochen und Monate auf den Höhepunkt der Session vorbereitet haben.
    Feiern ohne Zug? Verlegung um einen Tag?
    Nachfeiern in drei Monaten?
    Einige Polizeibehörden werden jedenfalls erstmal tief durchatmen und hoffen …