Pleustophytenkreuzer MS Theo d’oro: Möge die Schlacht beginnen!

rd | 20. Juni 2016, 14:53 | 4 Kommentare

Goldener Theo: Ein Engineering Specialist der USK, der aus Gründen der nationalen Sicherheit unerkannt bleiben möchte, legt im Blaumann letzte Hand an, bevor die Fahrt in die grüne Hölle beginnt

Goldener Theo: Ein Engineering Specialist der USK, der aus Gründen der nationalen Sicherheit unerkannt bleiben möchte, legt im Blaumann letzte Hand an, bevor die Fahrt in die grüne Hölle beginnt


Der Gegner ist heimtückisch, er operiert völlig lautlos und sucht die sichere Deckung einer für Menschen in hoher Dosierung absolut tödlichen Molekülverbindung. Er kennt nur ein Ziel – den fröhlichen Ruf von Kleve als „Stadt am Wasser“ zu ruinieren. Würde der Feind obsiegen, müssten Generationen von Klevern von ihrer Heimatstadt als „Stadt an der Pleustophytenpampe“ sprechen.

Es gab in der ruhmreichen Geschichte der Stadt nur einen, der angemessen und beherzt auf diese Gefahr zu reagieren wusste: Bürgermeister Theo Brauer entwarf, baute und schickte auf Einsatzfahrt ein in der Welt einmaliges Wasserfahrzeug, welches den Kampf mit der tückischen Spoykanalbiomasse aufnahm. Dem großen Lenker zu Ehren tauften die Stadtwerke den versatilen Pleustophytenkreuzer MS Theo d’oro („Goldener Theo“).

Obwohl der Feind in der 2015er-Kampagne stark dezimiert werden konnte, nutzte er eine mehrmonatige Verschiebung des Sonneneinfallswinkels, um sich zu sammeln und schlug zu Beginn dieses Jahres mit einer nicht für möglich gehaltenen Stärke erneut zu. Auf der Gegenseite zollten die Wechselfälle des Schicksals auf den verschiedenen Einsatzfahrten ihren Tribut: Die von den unermüdlichen Einsatzfahrten im Feindgebiet schwer beschädigte MS Theo d’oro lag fest vertäut am Kai der Hochschule und wartete, zur Untätigkeit verdammt, auf Ersatzteile und neue Präzisionswaffen.

Jetzt aber verspricht die Admiralität der Umweltbetriebe, den Kampf wieder aufzunehmen!

Speziell geschulte Marinemechaniker der USK-Servicedivision haben das Unmögliche vollbracht und eine innovative Waffentechnologie installiert, ein so genanntes laser guided multi speed conveyor belt („Förderband“), das in einem kontinuierlichen Prozess den Gegner aus dem für ihn gewohnten und vertrauten Umfeld herausreißen und ihn im Lichte einer permamenten UV-Exposition zur Strecke bringen soll. Derzeit arbeitet Bürgermeister Sonja Northing als Oberbefehlshaberin aller galaktischen Streitkräfte in ihrem unterirdischen Combat Room die neuen Einsatzpläne aus, so dass es vermutlich schon in wenigen Tagen heißen kann: Möge die Schlacht beginnen!

kleveblog wünscht der Besatzung in der grünen Hölle vor allem Stärke – und natürlich immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!

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4 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 4. Niederrheinstier

    Dieser Pleustophytenkreuzer wird seine Schlacht wohl nie gewinnen können, weil hier ohne all zu viel Überlegung (und wohl auch kaum zur Freude der Steuerzahler und des Landesrechnungshofes) einfach drauf los gebaut wurde. Ein besser geeignetes Boot läßt sich hingegen für ca. EUR 1500.- je Kampfwoche mieten. Ein solches Boot kann mit einem Mähkorb, der in etwa doppelt so breit wie der Conveyor des Pleustophytenkreuzers ist, die Unmengen an Pleustophyten auch unterhalb der Wasseroberfläche (schaue von der Hafenstraßenbrücke in beide Richtungen und weiter spoyauf – also am Brücktor, am Königsgarten, an der Luisenbrücke und am Echo sowieso) abmähen, aufsammeln und am Ufer (zum Aufsammeln und Beseitigen) ablegen. Mit dem Mähkorb kann das Mietboot auch die Pleustophytenflöße, die sich die Wasservögel gerne basteln, um damit spoyab zu schippern, bei nur geringer Oberflächenbedeckung zusammenschieben und am Ufer ablegen. Der Pleustophytenkreuzer wird hingegen so viel länger und weiter unterwegs sein müssen bis schon wieder spoyauf genügend Nachschub gelöst hat. Und als dritte Möglichkeit kann an das Mietboot auch noch ein Schleppmesser angehangen werden und der Boden im Bereich der ehemaligen Bundeswasserstraße abgemäht werden. Zwei oder drei Wochen Miete bei ggf. zweischichtiger Nutzung des Mietboots und das Pleustophytenproblem wäre für eine Saison weitgehend gelöst. In schlimmen Jahren kann ja noch einmal im Spätsommer eine Woche nachgesorgt werden. Und wenn das Mietboot ausgiebig ausprobiert wurde und es sich bewährt, kann sogar über den Kauf eines solchen Bootes nachgedacht werden – sofern auf Dauer tatsächlich billiger als vielleicht einen Monat im Jahr mieten. Demgegenüber werden die eher aussichtslosen Schlachten des Pleustophytenkreuzers wohl noch viel Blut der Steuerzahler kosten.

     
  2. 3. Klever_Justiziar

    Die Stadt Kleve scheint gerne besondere Anforderungen an ihre technischen Einrichtungen zu stellen. Man gewinnt den Eindruck, ein Ersatzteil ist schneller an der ISS im Weltraum als wenn die Stadt Kleve eines benötigt. Erst stand dieser unfassbare City-Train kaputt rum, es ermangelte an einem Ersatzteil, jetzt dieses hochtechnisierte Motorschiff. Was für ein Ersatzteil benötigt bitte Monate? Oder möchte der Engineer nicht (nur) aus Gründen der nationalen Sicherheit nicht erkannt werden?

     
  3. 2. Klaus

    Toll formulierter Beitrag. Wann ist die Schiffstaufe?

     
  4. 1. otto

    ……………………und sollte die Arbeit erfolgreich abgeschlossen werden, wäre den Alt-Initiatoren anstatt nach Ameland eine Reise -Schleuse und zurück- zu gönnen, als Anerkennung für ihr unermütliches Schaffen
    zum Wohle unserer Stadt.