RWE Beratung

rd | 08. April 2018, 12:31 | 18 Kommentare
Zeitreise in eine fremde Welt: Die Straße An der Münze vor den Zeiten von Woolworth und Café Lust

Zeitreise in eine fremde Welt: Die Straße An der Münze vor den Zeiten von Woolworth und Café Lust

Als hier kürzlich über die zum Verkauf stehende Immobilie der ehemaligen Landeszentralbank-Filiale an der Nassauerallee berichtet wurde (Kleves solideste Immobilie steht zum Verkauf), kam die Frage, wo denn früher das Geldhaus seinen Sitz gehabt habe.

Auf diesem Foto, das, wie der Zufall es will, kürzlich auf Facebook auftauchte, ist die Antwort zu sehen: Das Gebäude rechts in der Straße, die nicht ohne Grund An der Münze heißt, beherbergte die Hüter des Geldes. Mitte der 70-er Jahre wurde es abgerissen, weil die Warenhauskette Woolworth im Zuge ihres stadtverunstaltenden Neubaus darauf bestand, auch einen Parkplatz zu bekommen. Sie wich eines von den wenigen in der Innenstadt erhaltenen Vorkriegsgebäuden der Abrissbirne. An das Bankgebäude links grenzt an das Geschäftshaus, in dem zuletzt 14 Jahre das Café Lust beheimatet war (nun wird per Aushang im Fenster nach einem Nachmieter gesucht).

Damals, also etwa zu Beginn der 70-er Jahre, tätigte ein Teppichhändler dort seine Geschäfte, wenn ich das Foto richtig deute. Und ganz links an der Ecke, heute ein Billigklamottenladen, davor auch eine Zeitlang die Heimat der Buchhandlung „Hintzen unten“ und noch davor der erste McDonald’s-Standort in der Stadt, hatte die legendäre „RWE Beratung“ ihren Sitz. Dort konnten sich Schüler über die absolute Ungefährlichkeit von Kernkraft – der Schnelle Brüter lugte am Horizont – und Hausfrauen über die optimale Wahl bei der Waschmaschine informieren.



14 Euro: So viel sollte einem Goldt wert sein

rd | 07. April 2018, 14:54 | 3 Kommentare
Das Goldene Buch: Max Goldt

Das Goldene Buch: Max Goldt

Von allen Autoren deutscher Sprache (lebend) ist Max Goldt seit vielen Jahren einer meiner Favoriten, wegen der außerordentlichen Empfindsamkeit seiner Beobachtungen, die er in feinziselierten Formulierungen mitzuteilen weiß.

Über viele Jahre war seine in der Titanic erschienene Kolumne ein nie versiegender Quell der Freude und Erkenntnis, und gerne hätte man den Autor einmal persönlich getroffen, um ein wenig – so von Autor zu Autor – über die Weltläufte zu parlieren. Dann aber endete seine Tätigkeit für das Satiremagazin, und man verlor sich irgendwie aus den Augen (also: ich ihn).

Nun erreichte mich die Ankündigung, dass Max Goldt nach Kleve kommt, und zwar morgen, am Sonntag, 8. April. Der Kulturraum Kleverland und die Buchhandlung Hintzen organisieren den Auftritt, der im XOX-Theater stattfindet. Laut Facebook nehmen bisher acht Leute teil, und weitere 18 sind interessiert.

Sicher aber ist: Wer nicht hingeht, wird die vermutlich lustigste Veranstaltung des Wochenendes (und überhaupt) verpassen. Der Eintritt kostet für alle Nicht-Siechen 14 €, so viel sollte einem Max Goldt schon wert sein! Die Lesung beginnt um 17 Uhr.



Fast NBA

rd | 07. April 2018, 14:41 | 2 Kommentare

Großer Sport, zumindest zeitweise: der Saisonrückblick der Basketballer des VfL Merkur Kleve

Löhengräm (07.04. 17:46):

Ich guck lieber Frauenfussball.

🙂

...

Barbara Pauls (07.04. 14:52): cool !...

Glanz und Elend des motorisierten Individualverkehrs, für Sie in drei aussagekräftigen Bildern zusammengefasst

rd | 06. April 2018, 18:14 | 7 Kommentare

Zum Beruf des Redakteurs gehört es, Dinge in eine Beziehung zu setzen. Selten gelingt das so plastisch wie im Falle von zwei Autos, die in der Klever Unterstadt Luftlinie keine fünfhundert Meter voneinander entfernt aufzufinden waren – und die Glanz und Elend des motorisierten Individualverkehrs eindrucksvoll vor Augen führen. Bittesehr:

Vermutlich derzeit das teuerste Auto in der Stadt: Dieser Porsche 904 GT bringt auf dem freien Markt 1,5 Millionen Euro, z. Zt. in einer Schönheitsklinik

Vermutlich derzeit das teuerste Auto in der Stadt: Dieser Porsche 904 GT bringt auf dem freien Markt 1,5 Millionen Euro, z. Zt. in einer Schönheitsklinik. (Foto: Udo Kleinendonk)

Die Innenansicht zeigt, warum das Auto so teuer ist: Ähnlich wie bei Frauenunterwäsche zahlt man für das, was nicht da ist (Foto: Udo Kleinendonk)

Die Innenansicht zeigt, warum das Auto so teuer ist: Ähnlich wie bei Frauenunterwäsche zahlt man für das, was nicht da ist (Foto: Udo Kleinendonk)

Wolf Vostell hätte das Werk vermutlich Ruhender Verkehr genannt. Interessant auch im Hintergrund die Auflösung der wärmedämmenden Hausverkleidung aus Polystyrol (Wrack aus der Bahnhofstraße)

Der Künstler Wolf Vostell hätte das Werk vermutlich Ruhender Verkehr genannt. Interessant auch im Hintergrund die Auflösung der wärmedämmenden Hausverkleidung aus Polystyrol (Wrack aus der Bahnhofstraße)

Hintergrund: Wolf Vostell: Ruhender Verkehr

Porsche 904 GT