
Flamenco statt Klompentanz: Inge kam aus Wattenscheid und brachte iberische Lebensart an den Niederrhein (Foto © B. Pauls)
Diese Nachricht lässt sich nur mit einem Ouzo verkraften: Inge Borgemeester, eine Ikone unter den Gastwirten in Kleve, übergibt ihr Lokal »Inges Bodega« am 30. April an einen Nachfolger. Am Tag des Thronwechsels in den Niederlanden also etwas, das man ebenfalls als Abdankung bezeichnen muss. Der Neue – ein Mann, der in Kleve keine unbekannte Größe ist.
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Eben noch schwärmten wir davon, wie schön alles von oben betrachtet aussieht, da meldet sich Fotograf -jübu-, ein treuer Zulieferer unseres kleinen Angebots. Er hat sich einmal nicht von sprießendem Grünzeug ablenken lassen, sondern sein Objektiv – man könnte sagen: unbarmherzig – auf den einen oder anderen architektonischen Schandfleck gerichtet. Es sind Motive, die eventuell eine Ahnung davon entstehen lassen, wie ein weiteres, derzeit geplantes Großprojekt möglicherweise in ein paar Jahren zur Bereicherung des Stadtbildes beiträgt.
Alwine Strohmenger-Pickmann, Vorsitzende des Klevischen Vereins, über die Haltung des Klevischen Verein für Kultur und Geschichte zur Entwicklung der Unterstadt…
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Hinterm Horizont… nee, das ist definitiv zu abgedroschen… also lieber der wichtige Hinweis, dass ein Klick aufs Foto den rechten und linken Rand deines 24-Zoll-TFT-Monitors wegsprengt, und dann, lieber Leser, hast du den Salat (Foto © Klevischer Verein)
Endlich, alle in alle Himmelsrichtungen verstreuten Klever können mit einer neumodischen Erfindung namens Internetkamera, oder »Webcam«, wie die Nerz (wer den Scherds versteht, ist gut), sagen, täglich aus aller Herren Länder einen Blick in ihre Stadt werfen: Der Klevische Verein wird demnächst auf dem Spiegelturm drei WebCams installieren lassen. In guter Auflösung werden dann über das Internet unter www.klevischer-verein.de zu sehen sein: Schwanenturm, Stiftskirche mit Marstall und Hochschule.
Den Mitarbeitern des Vereins, die bei der Vorbereitung des Projekts mitwirkten, bot sich heute morgen von der Schwanenburg aus ein herrliches Panorama unserer Stadt – mit dem Ergebnis, dass diese Aufnahme zu der vermutlich verschwindend geringen Zahl von Gesamtansichten Kleves gehört, auf denen kein Schwanenturm zu sehen ist. Ganz nebenbei zeigt das Bild übrigens auch, dass es sich lohnt für dieses Kleinod namens Kleve zu streiten.
Die Sontowski & Partner Group hat offensichtlich noch kein Konzept, mit welchen Mietern das geplante Großprojekt am Minoritenplatz bestückt werden soll – und dies, wo doch seit Monaten selbst die hartnäckigsten Befürworter des Millionenvorhabens nicht müde werden zu betonen, es hänge doch alles am Besatz. Jetzt wird die Ideenlosigkeit mit einer (zugegeben) netten PR-Idee kaschiert: Die Klever sollen sich ihre Lieblingsgeschäfte wünschen!
Der Vorschlag lenkt ab von den bisher vorherrschenden Namen und Branchen: Öffentlich präsentiert wurde jüngst die Drogeriekette Müller, dann wurde ein Fitnessstudio genannt, welches aber nun wohl wieder in der Versenkung verschwunden ist, und in der Rheinischen Post brachte Matthias Graß, aus welchen Kanälen auch immer gespeist, in seiner “Analyse” einen »Designermodehändler« ins Spiel.
Es bleiben also ein paar Ladenlokale übrig, und um die zu füllen, bitte der Investor aus Erlangen jetzt die Klever Bevölkerung zu Hilfe: Das Unternehmen richtete die Email-Adresse kleve@sontowski.de ein. Dorthin kann die Bevölkerung der Schwanenstadt ab sofort ihre Mieterwünsche schicken – so wie man der Fee im Märchen (oder in schlechten Witzen) drei Wünsche sagen kann.
„Wir möchten von den Bürgern gerne wissen, welche Geschäfte ihnen in Kleve fehlen und welche Läden sie sich in der Unterstadt wünschen. Mit dem neuen Geschäftshaus wollen wir das Einkaufsangebot vor Ort bereichern“, sagt Thomas Riek, Projektleiter der Sontowski & Partner Group. Wie dies aber bei solchen Dingen so ist, allzu große Hoffnungen auf einen basisdemokratischen Prozess sollte man sich nicht machen: „Natürlich stehen wir bereits mit potenziellen Mietern in vielversprechenden Verhandlungen. Wir wollen aber die Klever Bürger in unseren Entscheidungsprozess direkt einbinden.“
Das nach Meinung von kleveblog grundsätzliche Problem des Kastens, seine Überdimensionierung, wird auch die freundliche Wünsch-dir-was-Aktion nicht beheben können. (Dazu am Wochenende mehr.)

Frühling, du bist’s (Foto © M. Cox)
kleveblog, bekannt für seine unnachahmliche Mischung aus knallhartem Investigationsjournalismus und kontemplativen Fotos von Weidenkätzchen, Schmetterlingen und Kondensstreifen, liefert hier zur Entspannung eine Ansicht unseres Wahrzeichens aus der Sicht von unterstädtischen Gänseblümchen. Gleich aber geht’s weiter mit der gewohnten harten Kost!
Margret Ostermann hat zusammengefasst, was die Bürgerinformation zu den Plänen der Stadt für die obere, ungerade Lindenallee und das angrenzende Areal ergeben hat. Hier das ausführliche Protokoll:
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Minoritenplatz Kleve, es gibt auch andere Meinungen, zum Beispiel die von Frank Ruffing, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Kleverland (aus dessen genossenschaftlichen Bankverbund das Projekt finanziert werden soll) und zugleich auch Vorsitzender des Beirats der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Kleve. Er schreibt:
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© Christian Flock
Wer ist da eigentlich immer und überall unterwegs? Gestern Abend bot der Himmel jedenfalls ein prächtiges Schauspiel, diesmal von Menschenhand gestaltet. Könnte natürlich auch zu gesellschaftskritischen Abhandlungen über den Eingriff des Menschen in die Natur Anlass geben, aber das lassen wir zum Wochenbeginn einfach mal sein. Kommt noch früh genug. Dank übrigens auch an Markus van Appeldorn, der ein ähnliches Motiv einsandte. Das Bild oben war aber noch etwas schöner.

Hipster, Kleve, 1978 (Foto © Michael Dickhoff)
Sonntag, Zeit für Weißtenochdamals: Hippe Jugendliche in Detlef Raeders »Whisky-Saloon«, darunter…