Oktoberfest: Ein kleines bisschen Hoffnung

rd | 22. April 2015, 15:32 | 9 Kommentare

Wer Anwälte kennt, weiß, dass sie von Berufs wegen immer sehr zurückhaltend formulieren. So gesehen, ist es für eine Schlagzeile „Klever Oktoberfest gerettet!“ definitiv noch zu früh. Aber im Gespräch mit kleveblog verbreitet der Düsseldorfer Insolvenzverwalter Horst Piepenburg ein kleines bisschen Hoffnung für all jene, die sich auf die bajuwarische Herbstsause auf dem Bahnhofsgelände gefreut haben und die womöglich sogar schon beim zahlungsunfähigen Festveranstalter Gordion Management Karten geordert und bezahlt hatten. „Wir arbeiten an einem Konzept“, so Piepensburg, „das vielleicht ermöglichen kann, dass Karten ihre Gültigkeit behalten.“ Konkretere Aussagen seien beim besten Willen derzeit nicht möglich; der Jurist hofft, in der ersten Maiwoche weitere Informationen geben zu können. Derzeit sind seine Mitarbeiter damit beschäftigt, das in der Halle im Goch gelagerte Veranstaltungs-Equipment zu inventarisieren. „Das wird einige Tage in Anspruch nehmen“, so Piepenburg.

Einen Kommentar schreiben





9 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 9. rd

    @jean baptiste Beton ist dicker als Blut, weiß der Volksmund

     
  2. 8. jean baptiste

    @7 rd Das wird dann wohl ein Geschenk wegen des vielen Betons, der in seinem Namen in Kleve verbaut wird.
    Aber das haben wir ja alles schon gesehen , deja vu so zu sagen.

    Apropos deja vu , laut der selben Zeitung hat das deja vu es schon deja vu, im Kleve ist scheinbar kein Geld zu verdienen, dehalb ist der aden jetzt auch mit Anfang der Saison geschlossen.
    Sic transit gloria Cliviae.

     
  3. 7. rd

    Die Rheinische Post überrascht heute mit der Information, dass der Klever Bauunternehmer Bernd Zevens einmal mehr als „Retter“ aufzutreten gedenkt und offenbar erwägt, das Oktoberfest (mit) auszurichten. Auch wenn es dafür von ihm selbst keinerlei Bestätigung gibt, darf doch davon ausgegangen werden, dass an diesem Gerücht etwas „dran“ ist, denn auch schon vor der Insolvenz des Veranstalters gab es in einem Klever Café ein Treffen einiger honorierter Herren, Zevens inbegriffen, auf dem die Chancen einer Rettung ausgelotet wurden.

     
  4. 6. jean baptiste

    Ich sag`s ja nicht gerne, aber vdHöö hat sich ja schon einen Vorschuß auf die Zukunft genehmigt ( Einnahmen aus dem Kartenvorverkauf) .
    Wenn der Insovenzverwalter das Geld, und dazu die Forderungen von Karnevalsverein u.a. so ein
    spielen kann, ? , alle Achtung
    Dann sollte die Stadt Kleve schleunigst diesen Mann als Oberkämmerer einstellen , ein MaiFest, ein FerienendeFest, das Oktoberfest, HelloweenFest, und den Weihnachtsmarkt in eigener Regie mit Herrn süperJurist Insolvenzverwalter ausrichten.
    2016 machen wir dann noch zusätzlich 2 Äquinoktialfeste , dann sind Herrn Haas`s Kopfschmerzen vollständig verschwunden, und wir können über die Vergoldung mit 18 kt Blattgold für das neue Rathaus nachdenken.
    Obwohl, Wunder dauern meist was länger, schieben wir einfach alles ein Jahr weiter, dann passt`s bestimmt.

     
  5. 5. Husky

    Ich wüsste auch nicht warum man diese Firma irgendwie Retten musste, bei dem Lebenslauf (ich hasse das Wort Vita) des Firmenbesitzers würd ich da als Lieferant etc auch nix weiter Risikieren sondern das rausholen was noch drin ist…

    Wenn dieses „Oktoberfest“ tatsächlich eine gewinnbringende Veranstaltung wäre, müsste man doch theoretisch auch andere Veranstalter dafür finden. Wenn man diese aber nicht findet, dann sagt das auch einiges über die Veranstaltung selbst aus. Das öffentliche gucken der WM war ja wohl auch nicht so der Erfolg den man gebraucht hätte.

     
  6. 4. Der Laie

    Da müssten sich also die Gläubiger auf einen Vergleich oder Stundung der Kredite einlassen,damit der Eventmanager weiter Unternehmer spielen darf.Bei der Vita dürften alle Warenkreditversicherer abwinken und die
    ausführenden oder liefernden Firmen werden wohl nicht erneut ohne Vorkassse ins Risiko einsteigen.
    Eine Firma ALDI hat die gelieferte Ware in ihren Märkten bereits lange an den Endverbraucher verkauft,bevor der
    Lieferant seine Rechnung bezahlt bekommt.Nur aufgrund der schönen Augen und evtl. mündlicher Zusagen eines Insolvenzverwalters wird wohl ohne verwertbare Sicherheiten hier kein Lieferant mehr in Vorleistung gehen.
    Ob ein Zelteverleiher oder Getränkelieferant nun gerade gebrauchte Hallen DEKO Artikel als Sicherheit akzeptiert dürfte sehr unwahrscheinlich sein.Der Insolvenzverwalter wird branchenüblich noch einige Zeit ins Land gehen lassen um seine Forderungen als Abzug von der Insolvenzmasse rechtfertigen zu können,dann dürfte es wie so oft lauten,Insolvenzverfahren mangels Masse eingestellt, alles andere würde mich doch sehr verwundern.

     
  7. 3. HP.Lecker

    @1.
    Ein Insolvenzverwalter ist ja auch kein Handwerksmeister pp. und dennoch werden ja nicht alle in finanzielle Schieflage geratenen Unternehmen abgewickelt sondern wieder aus der Insolvenz heraus gebracht. Letztlich sind diejenigen, die das fachliche Know-How haben, meist dabei.

     
  8. 2. Markus van Appeldorn

    Er muss ja kein Eventmanager sein. Das eigentliche Event würde ja vom Gordion-Team bewerkstelligt. Vermutlich braucht der Insolvenzverwalter aber 1. die Genehmigung der Gläubiger, noch vorhandenes Kapital nicht an sie auszuzahlen, sondern in ein Oktoberfest zu investieren, was bei Erfolg eine höhere Ausschüttung an die Gläubiger brächte und 2. die Genehmigung der Stadt Kleve, die aller Wahrscheinlichkeit nach voraussetzt, dass die insolvente Gordion die Gewährleistung dafür bietet, die Kosten (z.B. für Auf- und Abbau, Platzmiete, Wasser- und Energieversorgung, Versicherungen …) eines Events dieser Größenordnung überhaupt aufbringen zu können.

     
  9. 1. Partymuffel

    „Karten sollen ihre Gültigkeit behalten“ –
    Setzt aber Voraus das es auch ein Oktoberfest gibt !
    Ist der Anwalt vielleicht auch ein Eventmanager ?