Nebulös

rd | 03. Dezember 2017, 15:42 | 9 Kommentare
Dunst der Stunde: Kopfweiden im Nebel (Foto: Duck Heek)

Dunst der Stunde: Kopfweiden im Nebel (Foto: Duck Heek)

Nebel, Weichzeichner der Natur, wie geschaffen für den Niederrhein im November. Zuschauen, entspannen, nachdenken!

Einen Kommentar schreiben





9 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 9. Max Knippert

    Willst du ins Unendliche schreiten,
    Geh nur im Endlichen nach allen Seiten.

    Goethe

     
  2. 8. otto

    @4.Ge.Org,

    ……und an einem Sommermorgen kühles Bad im -hellen Strang-, klarstes Wasser, Blumenwiesen, ruhiger Himmel, keine Sorgen……….

     
  3. 7. Wolfgang Look

    Trinitarische Bäume

    Des Nebels Atem strömt durch kalte Wiesen
    In unser altes Land, dass nun von einem Brunnen träumet,
    Der mit der ew’gen Jugend Wasser glänzt wie weiße Rosen
    An einem Wald, der grüne Trauerfelder schützend säumet.

    Inmitten von des Winterlandes kühler Einsamkeit
    Steh‘n trinitarisch Bäume, fest in Tiefen ruhend,
    Und künden eine neue Welt in karger Zeit,
    Mit unsichtbarem Fackelfeuer, zeitlos in dem Paradiese lohend.

    Und kahle Äste lauschen schwach dem Liede,
    Das still im Schatten vom Advent nun klinget
    Aus Wipfeln, die in Weiten in der Lethe

    Vergessen löscht und unser Leben aus der Ferne lenket.
    Oh hört, in Gräsern sanft der weise Winter singet
    Ein Lied, Unsterblichkeit uns wird geschenket!

     
  4. 6. Rainer

    Mulder & Scully aka Nabu,
    ist nicht beleidigend gemeint, ein schöner Text:

    Alte knorrige Kopfweiden im herbstlichen Nebel haben etwas Unheimliches an sich. Sie sind Charakterbäume des Niederrheins und ihrer bäuerlichen Kulturlandschaft und geben ihr Geheimnis nicht so schnell preis.
    In der Dämmerung ruft der Steinkauz sein schallendes “kijau” oder “guuuk” und zeigt damit, wer hier der Herr der Wiesen und der Kopfweiden ist.

    http://www.nabu-kleve.de/index.php?section=pflege

     
  5. 5. Ge.Org

    @Otto, der passt auch noch, ebenfalls von meinem alten Schulfreund Thomas:

    SPYCK

    Fern
    fast zart
    leise und zögernd
    rhythmisch
    durch den Morgendunst
    tuckernd
    beinahe mystisch
    die Nebelwatte teilend
    immer lauter und dumpfer
    allmählich bedrohend
    im Boden vibrierend
    wummernd
    in Brust und Bauch
    schiebt der Schiffsdiesel
    an mir vorbei
    den Fluß hoch
    dem Tag entgegen.

     
  6. 4. Haiku-Versuch

    Kahle Kopfweiden
    mit Staub vom Sternenhimmel
    auf Gras gefallen

     
  7. 3. otto

    @1.Ge.Org

    wunderschöner 4Zeiler im Haiku-Stil. Ein 3Zeiler (reines Haiku) von Basho:

    auf blattlosem ast
    sitzt allein eine krähe
    herbstlicher abend

     
  8. 2. Ge.Org

    IM UNTEREIS I

    Mittags ein Uhr auf dem Feld
    Die Schneedecke macht das Land noch weiter
    und nur Stromzäune geben die Richtung
    Das Gehöft steht ohne Heizung
    und in der Kälte bricht die Wäsche.

    Der Mensch steht so verloren
    Nur der Hund kennt das Unterholz
    Die Vögel sind abwesend
    und der Himmel gibt sich zeitlos
    Denke an Heimkehr und der Schuppen
    empfängt mich mit Wärme.

    Viehzäune und Kopfweiden
    Rheinwiesen, Deiche und Siele
    Euch find‘ ich nur am Niederrhein.

    (Thomas Verfürth, Trier)

     
  9. 1. schlips

    Hat Duck gut eingefangen! Als gestern Morgen de Frau mit dem Auto nach Zyfflich musste, waren an den Außenspiegel und an der Antenne die gefrorenen Nebelkristalle „angetürmt“- sieht man auch nicht so häufig…