Marställchen: Bericht aus besseren Tagen

rd | 31. Mai 2016, 19:18 | 4 Kommentare
Weißes Jackett, Einstecktuch, Pfeife, digitale Armbanduhr: Wirt Bernhard Fluck in den frühen Achtzigerjahren, dazu einige Karnevalisten unbekannter Provenienz

Weißes Jackett, Einstecktuch, Pfeife, digitale Armbanduhr: Wirt Bernhard Fluck in den frühen Achtzigerjahren, dazu einige Karnevalisten unbekannter Provenienz

Blick in den Maschinenraum

Blick in den Maschinenraum

Gastspiel: Gerichtskantinenwirt Rüdiger Hendricks serviert Kartoffelpüree: Stammessen für Stammgäste

Gastspiel: Gerichtskantinenwirt Rüdiger Hendricks serviert Kartoffelpüree – Stammessen für Stammgäste

Draußen nur Kännchen – keine Option im Marställchen

Draußen nur Kännchen – keine Option im Marställchen

Gut gemacht, Junge! Wirt Fluck mit Mutter Caroline 1998, als die Kneipe verkauft wurde

Gut gemacht, Junge! Wirt Fluck mit Mutter Caroline 1998, als die Kneipe verkauft wurde

Die Gaststätte wurde nur 33 Jahre alt, obwohl dies nach heutigen Maßstäben schon eine Ewigkeit ist. Und es ist ja auch nicht ganz ausgeschlossen, dass es für das Marställchen an der Schlossstraße noch eine Fortsetzung gibt. Doch wie immer die aussehen wird, nichts wird sich messen lassen können mit den ersten 15 Jahren ab 1983, als Bernhard Fluck die Gaststätte gründete und zu einem bemerkenswerten Höhenflug führte. Der Grund dafür, so Wirt Nummer 1, sei gewesen, dass in den ersten Jahren viele Beschäftigte des Kernkraftwerks „Schneller Brüter“ fernab der Heimat am Niederrhein tätig waren und ihre Spesen in bar ausbezahlt bekamen. Sie wurden treue Gäste des Marställchens. Einmal im Jahr lud Fluck seine Stammgäste ein, in den Anfängen wurden sie einmal sogar von Rüdiger Hendricks bekocht, der nebenan gerade die Gerichtskantine übernommen hatte (und der jetzt aufhört, siehe hier: Das letzte Gericht). Als Fluck 1998 aufhörte, und zwar richtig aufhörte und die Immobilie verkaufte, sagte seine damals 98 Jahre alte Mutter Caroline zu ihm über seine Zeit als Gastronom: „Jung, das hast du gut gemacht!“

Einen Kommentar schreiben





4 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 4. Norbert Leenders

    Die Karnevalisten auf dem ersten Bild sind bzw. waren bekannte Mitglieder der Karnevalsgesellschaft KleverSchildbürger in ihren Vereinsjacken und ich vermute die Aufnahme vor dem Rathaussturm 1989/90 bei Prinz Alfred dem Fröhlichen – zu erkennen den Pappprinzenorden der Damen. Herr Fluck war auch Mitglied der Gesellschaft. Auf dem Foto zu sehen von links Büttenredner Walter Jansen und Alfred Drop, Aktiver Holger Nellessen mit weiblichem Gast (Frau Lange?), Frau Nellessen und Christel Jansen und Herr Fluck.

     
  2. 3. Fragender

    Hier der Link zum Artikel: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/ein-sparclub-ohne-geld-aid-1.1091669

     
  3. 2. Fragender

    Der im Marställchen ansässige Sparclub wurde vor ein paar Jahren vom eigenen Clubkassierer um mehr als 20.000 Euro betrogen. Zur Entschuldigung gab es anlässlich des jährlichen Sparfestes einen „netten“ Brief, in welchem der Kassierer seinen Betrug offen legte und den Sparern auf diesem Wege mitteilte, dass in diesem Jahr die Auszahlung des Gesparten nicht stattfinden würde. Sogar die RP hat damals über diesen Fall berichtet.

     
  4. 1. Markus van Appeldorn

    Fundgrube Schuhkarton-Archiv? Sehr schön!