Lokaljournalismus: Essen & Trinken

Claudia Philipp | 09. Dezember 2014, 15:01 | 3 Kommentare
Supper! (Foto: Claudia Philipp)

Supper! (Foto: Claudia Philipp)

Flüssignahrung, Flatbreads und fischgefüllte Reisröllchen – es wird immer besser!

Christine Deckers hatte Langeweile. Ihr Mann ist Außendienstler, viel unterwegs. Sie wollte „etwas Eigenes“, aber was? Ein befreundeter Koch brachte die Eheleute auf die Idee: Eine Suppenbar! Aber wo? Ladenmieten in Kleve in guter Lage sind nahezu unbezahlbar. Mehrere Telefonate mit der Hausverwaltung des Spoy-Centers und optimistisch stimmende Gespräche mit der „Zeitgeist“-Inhaberin Louise Otto führten zum Lokalerfolg.

Gemeinsam mit Sohn und Tochter wurden das Konzept entwickelt, das Logo entworfen und der Koch als Zulieferer engagiert. Das Ergebnis kann sich auslöffeln lassen: Wochenweise wechselndes Angebot mit sechs auszuwählenden Suppen oder Eintöpfen, drei davon immer vegan oder vegetarisch. Passend dazu frische Salate und süße Desserts – auf Wunsch auch to go.

Da haben wir den Salat!

Da haben wir den Salat!

Der Frischebäcker Reffeling hat in Kleve die Evolution vom Bäckereicafé zum Bistro Reffelino geschafft: Joachim Reffeling eröffnete mit seiner seit vielen Jahren eingespielten Crew und zwei eigens für die kulinarische Erweiterung eingestellten Köchen sein neues Bistro in der Unterstadt.

Der nach Frittenfett riechende Stadtgrill im muffigen Eiche-Brutal-Stil ist ausgemerzt und in ein freundlich-erhelltes Café-Lokal umgewandelt worden. Eine kompetente und gutgelaunte Handwerker-Mannschaft hat dies innerhalb kürzester Zeit möglich gemacht. Mit wohlwollendem Seitenblick auf seinen Hausschreiner sagt Joachim Reffeling: „Gute Leute sind unbezahlbar.“

Das Backwaren- und Konditorei-Angebot wurde um Pizza, frische Salate, Flatbread, Wraps und Pane erweitert. Dick geschnittenes Roggenbrot wie bei Vattern deftig belegt oder ein leichter Chefsalat mit Parmesanflocken und Lachsstreifen – für jeden der passende Leckerbissen. Wer es mag auch gerne mit einem Gläschen Bier oder Wein.

Reiszack

Reiszack

Der Freund der asketischen japanischen Küche hatte es lange schwer in Kleve. Eine Zeit lang gab es eine Sushi-Bar an der Hagschen Straße, in der allerdings niemand saß, was natürlich die Hemmschwellen erhöhte, insbesondere wenn es um die Verköstigung von rohem Fisch geht. Dann gibt es noch den China-Palast an der Flutstraße, doch dort ist die kleine Sushi-Ecke eher ein Nebenkriegsschauplatz der allgemeinen Völlerei.

Das konnte angesichts der wachsenden internationalen Bedeutung der Stadt nicht immer so bleiben, und so hat seit kurzem in den Räumen des ehemaligen chinesischen Restaurants Mandarin, kurioserweise unter chinesischer Führung, das Sushi-Restaurant Fujiyama eröffnet, in dem ein japanischer Sushi-Meister die bekannten Köstlichkeiten aus dem Reich der aufgehenden Sonne gekonnt zubereitet – ein erster Test querbeet fiel überzeugend aus, die mit Fisch oder Gemüse gefüllten Reisröllchen waren allesamt sehr schmackhaft und wurden stilecht serviert.どうぞお召し上がりください!

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3 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 3. Detlef II.

    Es geht langsam wieder aufwärts mit der Klever Gastronomie…..
    Danke für den Bericht !

     
  2. 2. rd

    @Steve Danke für den Hinweis: Suppen Schwärmerei, Spoy-Center, Spoy-Ufer, Reffelino, Große Straße, Fujiyama, Hoffmannallee

     
  3. 1. Steve

    Toller Bericht. Wenn es noch die Adressen dazu gäbe, wäre es perfekt. Gibt ja auch Leute die nicht von Kleve sind 😉