Krank? Of ziek? Egal, Krankenhaus Kleve und Radboud-Klinik kooperieren jetzt

rd | 13. Juni 2016, 15:26 | 1 Kommentar
Das Katholische Karl-Leisner-Klinikum und das Radboud Universitair Medisch Centrum (Nijmegen / NL) wollen künftig enger zusammenarbeiten. Den Rahmenvertrag unterzeichneten Wilfried Jacobs, Aufsichtsratsvorsitzender der Katholischen Karl-Leisner-Trägergesellschaft, und Leon van Halder, Aufsichtsratsvorsitzender des Radboudumc im Beisein von Ingrid Fischbach, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium (vordere Reihe v.l.). (Foto KKLK)

Das Katholische Karl-Leisner-Klinikum und das Radboud Universitair Medisch Centrum (Nijmegen / NL) wollen künftig enger zusammenarbeiten. Den Rahmenvertrag unterzeichneten Wilfried Jacobs, Aufsichtsratsvorsitzender der Katholischen Karl-Leisner-Trägergesellschaft, und Leon van Halder, Aufsichtsratsvorsitzender des Radboudumc im Beisein von Ingrid Fischbach, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium (vordere Reihe v.l.). (Foto KKLK)

Das Katholische Karl-Leisner-klinikum und die Radboud-Klinik haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet – eine gute Nachricht für Klever Patienten, die vom besonderen Know-how der niederländischen Uniklinik profitieren können, zum Beispiel bei der Behandlung von Schlaganfällen, Parkinson und Demenz sowie bei der Diagnostik. Hier der Text der Pressemitteilung:

„Mehr als bisher voneinander profitieren“

Das Katholische Karl-Leisner-Klinikum und das Radboud Universitair Medisch Centrum (Nijmegen / NL) wollen künftig enger zusammenarbeiten. Den Rahmenvertrag für die Kooperation unterzeichneten Vertreter beider Kliniken heute in Nijmegen.

„Wir möchten noch mehr als bisher voneinander profitieren“, betonte Wilfried Jacobs, Aufsichtsratsvorsitzender der Katholischen Karl-Leisner-Trägergesellschaft bei der Unterzeichnung, an der neben Vertretern beider Kliniken auch Ingrid Fischbach, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, teilnahm. „Die bestmögliche Versorgung der Patienten darf in unserer Region nicht an nationalen Grenzen Halt machen.“

Das bekräftigte auch Leon van Halder, Aufsichtsratsvorsitzender des Radboudumc: „Das Schaffen nachhaltiger Netzwerke ist für die Sicherung einer qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung im Grenzgebiet von großer Bedeutung. Unser gemeinsames Ziel ist die bestmögliche Versorgung unserer Patienten. In unmittelbarer Nähe, wenn es möglich ist. In der näheren Umgebung, wenn es medizinisch angeraten ist.“

Die Voraussetzungen für eine Kooperation sind vielversprechend, sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie: Beide Partner sind fest in der Region verankert und bieten ihren Patienten wohnortnah eine qualitativ hochwertige und gut organisierte Versorgung.

Der Mehrwert in der Patientenversorgung steht im Mittelpunkt der unbefristeten Kooperation: Zu den ersten Handlungsfeldern der verstärkten Zusammenarbeit gehört die Behandlung von Parkinson- und Schlaganfall-Patienten. So ist im Rahmen eines Modellprojektes die telemedizinische Nachsorge von Schlaganfall-Patienten für die Dauer eines halben Jahres geplant.

Bei der Behandlung von akut erkrankten Demenzpatienten wollen beide Partner ebenso von ihren Erfahrungen profitieren wie im Bereich der Krankenhaushygiene.

Patienten des Katholischen-Karl-Leisner-Klinikums können ab sofort auf das PET-CT der Radboud-Klinik zurückgreifen. Die Kombination aus zwei unterschiedlichen bildgebenden Untersuchungsverfahren ist bei der Bewertung kranker Gewebe eine ebenso genaue wie schonende Methode. Weiter ist bei Operationen mit großen Operationswunden die Zusammenarbeit im Bereich der plastischen Chirurgie geplant. Die ersten Operationen dieser Art gemeinsam mit den Chirurgen aus Goch und den plastischen Chirurgen aus Nijmegen haben bereits im Gocher Wilhelm-Anton-Hospital stattgefunden.

Auch die ärztliche Aus- und Weiterbildung ist ein Thema der Kooperation: „Vor dem Hintergrund des Hausärztemangels in unserer Region ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit eine Möglichkeit, die Versorgung auch in Zukunft zu gewährleisten“, so Wilfried Jacobs.

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  1. 1. Josef Johann

    Es ist gut, dass zwischen Kleve und Nimwegen eine Versorgung kranker Menschen verabredet ist. Es fragt sich nur, wie lange braucht man mit einem Patienten, der schnell versorgt werden muss, um von Kleve nach Nimwegen zu kommen. Eine leistungsfähige Bundesstraße fehlt. Da haben in den 1970er Jahren Politiker und Fachleute versagt. So ist man in solchen Fällen auf Hubschrauber angewiesen. Ist das sinnvoll??