Klever City Netzwerk ab sofort kopflos: Hülsmann, Festing und Nguyen-Huu treten zurück!

rd | 11. Februar 2015, 12:17 | 9 Kommentare

Johannes Hülsmann

Rücktritt mit dunklen Andeutungen: Johannes Hülsmann

Das hat es in der wechselvollen Geschichte des Klever City Netzwerks auch noch nicht gegeben: Der Vorsitzende (Johannes Hülsmann, Kaufhof), sein Stellvertreter (Max-Ingo Festing, Saturn) und der Schatzmeister (Thuong Nguyen-Huu) sind mit sofortiger Wirkung zurückgetreten! Die Begründung hat es in sich — und könnte den Vorgängern zu schaffen machen…

Hier die gerade versandte offizielle Pressemitteilung im Wortlaut:

Kleve, 11. Februar 2015. Johannes Hülsmann (Vorsitzender), Max-Ingo Festing (stellv. Vorsitzender) und Thuong Nguyen-Huu (Schatzmeister) haben ihre Ämter innerhalb des Klever City Netzwerks e.V. mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Alle drei waren im September 2014 neu in ihre Ämter gewählt worden. Grund für diese Entscheidung sind ungeklärte wirtschaftliche Belange des Klever City Netzwerk aus der Zeit des Vorgänger-Vorstands. „Wir werden nur Verantwortung übernehmen für Verpflichtungen und Entscheidungen, die kaufmännisch und formal eine nachvollziehbare Basis haben. Weil wir das nach unserem Amtsantritt nicht in allen Punkten vorgefunden haben, bleibt uns zum jetzigen Zeitpunkt leider nur der sofortige Rücktritt“, erklärte der zurückgetretene Vorsitzende Johannes Hülsmann. Alle drei verbinden diese Entscheidung ausdrücklich mit der Absicht, sich als Handel- und Gewerbetreibende auch weiterhin für die Attraktivität und Vitalität derStadt Kleve einsetzen zu wollen.

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  1. 9. Bernd Derksen

    @jean baptiste
    Nur kurz: Mir scheinen Ihre Fragen bzw. Kritik berechtigt.
    Wobei die Stadt selbst auf ihrer Homepage von “e.V.” spricht:
    https://www.kleve.de/C12572B30025D73F/html/AEFDFF25A1D2AF7AC125751D0049776A?opendocument

    Da die Stadt offenbar ja entscheidend hinter dem ‘Verein’ steckt:
    Sieht da der Stadtrat eigentlich keinen Handlungs- bzw. Klärungsbedarf?

     
  2. 8. jean baptiste

    @5. Bernd D. Was Verein ? aus Allem was ich da so finde ist das eher eine Vereinigung. Formulare zum Download muss ein Praktikant entworfen haben (Inhalt, nicht Form und Layout) , die hat noch nie ein Jurist unter Augen gehabt, der läge nämlich jetzt auf dem Friedhof, weil er sich totgelacht hat, oder wenn er sie doch geprüft hätte, nach Exitus wegen C2intox.
    Alles ist so liebevoll umschrieben, „kontinuierliche Verbesserung der Struktur und der Werbung für die Stadt K.“
    Der Zweck ist weiterhin schnell mit einem Wort beschrieben, nl. das Wollen .
    $ 2 , Abs. 2 und 3″Der Verein will …
    Abs. 4 .. ist bestrebt … dies soll ….
    Des weiteren ist die Satzung eine Aneinanderreihung von juristischen Fallgruben die meiner Meinung nach kein Notar auch nur annähernd für genehmigungsfähig annehmen würde.
    Noch einige lustige Sachen : Hauptversammlung alljährlich mindestens zweimal im ersten und letzten Quartal , also anscheinend 4 Sitzungen ?
    $5 Abs. 1 bis 3 sind höchst fragwürdig und halten einer gerichtlichen Prüfung vermutlich nicht stand.
    Abs. 8 zaubert auf einmal Kassenprüfer aus dem Hut, die auch noch aus dem Kreise der Beisitzer stammen dürfen.
    Ganz toll ist dann auch die in die Satzung geschriebene Einverständniserklärung zur Datenverarbeitung, in der Ich-Form geschrieben, alleine die Formulierung „im erforderlichen Umfang“ ist so präzise, dass ich nach der Formel jetzt immer meine Uhr stelle.
    Alles in Allem ein gelungenes Werk, da muss doch unheimlich viel Arbeit drin stecken, ist das vielleicht doch das Werk der jetzigen Vorsitzenden ?
    Ist ja auch langweilig, eine öffentlich vom Justizministerium NRW zugänglich gemachte Mustersatzung http://www.jm.nrw.de/Gerichte_Behoerden/ordentliche_gerichte/FGG/Einzelverfahren/Registersachen/Vereinssatzung/index.php
    zugrunde zu legen, da könnte man dann auch nur wenig vergessen zu regeln. Dann lieber selbst stricken.

    Und dann die Hauptsache : Der Vertrag ist anscheinend nicht eingetragen, jedenfalls weist nichts in der Website darauf hin. Vielleicht ist das ja auch einer der Gründe, weshalb der neue Vorstand alles hinschmeißt?
    Vorteile, als e.V. durchs Leben zu gehen hätte es viele:
    Der Vorstand ist vor den Risiken einer vertraglichen Haftung (also den typischen wirtschaftlichen Risiken) geschützt.
    Die Mitglieder haften nicht für den Verein.
    Der e.V. ist eine juristische Person; er kann im eigenen Namen klagen und verklagt werden und ins Grundbuch eingetragen werden
    Der e.V. kann als Körperschaft gemeinnützig sein (das kann eine GbR z. B. nicht).
    Er hat eine rechtlich klar definierte Form mit gesetzlichen Regelungen nach innen und außen.

    Hätte man es in den letzten 4 Jahren wohl geschafft, den Verein ins Vereinsregister eintragen zu lassen, wäre das auch halb vergebene Liebesmüh gewesen, da, solange man sich nicht als e.V. nach außen hin präsentiert, man auch nicht dessen Vorteile in Anspruch nehmen könnte.

    Ach, ich wäre doch zu gespannt, welche Fallgruben bei der Stadtmarketing GmbH schlummern, immerhin ist bei beiden die einzig (gut) besoldete Funktionärin USH.
    Übrigens, auch die anderen im Downloadbereich „Über uns“ zu findenden Formulare sind zwar optisch toll gestaltet, der Inhalt wirkt dilettantisch, und z.B. Warengutscheine in bar abrechnen zu wollen … no comment.

     
  3. 7. Jürgen Böll

    Grandios,
    hier in kleveblog wird es einfach nicht langweilig.

    Weiter so.

     
  4. 6. rd

    Eine Geschichte mit den Hintergründen ist in Vorbereitung und geht in Kürze online.

     
  5. 5. Bernd Derksen

    Da der Begriff „Verpflichtungen“ genutzt wird, könnte ich mir denken, dass der alte Vorstand irgendwelche Verträge abgeschlossen hat, Beschlüsse gefasst hat, o.a., die die drei Neuen für mindestens fragwürdig halten.
    (Derartiges kann sich ja auch auf Dinge beziehen, die bislang noch gar nicht in der Kassenführung auftauchten und daher sich auch der ohnehin nur stichprobenweisen Kassenprüfung entzogen.)

    Dass der wohl geschäftsführende Vorstand geschlossen zurückgetreten ist, deute ich als Zeichen dafür, dass sie die betreffende(n) Handlung(en) des alten Vorstands als absolut falsch und sehr kritikwürdig bewertet haben.
    Insofern bin ich mir ziemlich sicher, dass der alte Vorstand bereits um Erklärungen gebeten wurde, diese aber von der neuen Vorstandsspitze als nicht überzeugend bewertet wurden.
    Man weiß doch, was so ein öffentlich gemachter Rücktritt an Fragen, etc. aufwirft. Derartiges werden die drei nicht unüberlegt und vorschnell gemacht haben.

    Und glaube auch, dass Konkreteres noch öffentlich werden wird. Spätestens wenn die Entlastung des alten Vorstands für 2014 (d.h. der Haftungsübergang auf den Verein) ansteht. Spätestens dann werden doch Vereinsmitglieder Konkretes und Begründungen hören wollen…
    ::::::::::

    Frau Schulze-Heiming nun also an der Vereinsspitze: http://www.klever-city-netzwerk.de/de/ueber-uns ? 😉

     
  6. 4. Benno

    @ 2 Fisch: ja, vielleicht! Irgendetwas muss vom Stadtmarketing Produktives kommen, und wenn auch nur für die Stadt kontraproduktiv ist 🙂

    Wie der Herr (Rathaus), so’s Gescherr (Stadtmarketing)

    Vom wem soll’s die denn haben?

    Benno

     
  7. 3. Bernd Derksen

    Kassenprüfungen und darauf aufbauende Entlastungen finden in aller Regel nur für abgeschlossene Kalenderjahre statt. Somit dürfte auch für den vom alten Vorstand zu verantwortenden Teils des Jahres 2014 dies noch nicht geschehen sein.
    (Es würde mich sehr überraschen, wenn am Tage des Vorstandsneuwahl Kassenprüfung und Vorstandsentlastung erfolgt wären.)

    Insofern vermute ich, dass man dem neuen Vorstand keine Versäumnisse vor Amtsantritt vorwerfen kann. (Wenn es sich um Vorgänge im ersten Teil von 2014 handeln sollte.)
    Ich halte es für sehr glaubwürdig, dass die entsprechende Einsicht erst nach der Wahl möglich wurde.
    _______
    Um welche „ungeklärten wirtschaftlichen Belange“ es konkret geht, wird ja nicht erwähnt. Insofern ist die Diskussion recht spekulativ.

     
  8. 2. Fisch

    Was ist der wirkliche Grund?

    Üblich ist es so, dass man v o r Amtsantritt über bestimmte Vorgänge und zu übernehmende Verantwortlichkeiten Kenntnis hat.

    Zuvor die schlechte „Komödie“ mit der Weihnachtsbeleuchtung………. jetzt wieder in der Karnevalszeit dieser „Klamauk“ und wie gibt es den Zusammenhang mit dem Stadtmarketing?

    Sind Vorgänge dieser Art das „Alleinstellungsmerkmal“ für Kleve?

     
  9. 1. kissi

    Ohne die Hintergründe zu kennen, stellen sich allerdings spontan folgende Fragen:

    1.
    Gab es aus der Mitgliederversammlung des Vereins keine/n Kassenprüfer/-in und wenn doch, hat er/sie die hier angeführten Punkte nicht angemerkt?

    2.
    Wurde der vorherige Vorstand des Vereins trotz der hier angeführten Punkte von der Mitgliederversammlung entlastet?