Klaus Hommel, 1952-2017

rd | 27. Juli 2017, 21:40 | 3 Kommentare
Klaus Hommel (vor dem Porträt Silvia II von Franz Gertsch) (Foto: A. Gossens/Museum Kurhaus)

Klaus Hommel (vor dem Porträt Silvia II von Franz Gertsch) (Foto: A. Gossens/Museum Kurhaus)

Kleve trauert um Klaus Hommel, die Stadt verliert einen angesehenen Juristen und engagierten Freund der Kultur. Hommel, Direktor des Amtsgerichts Kleve und langjähriger Vorsitzender des Fördervereins Freundeskreis Museum Kurhaus, starb wenige Wochen vor seinem 65. Geburtstag in seinem Haus in Kleve; er war gerade erst von einem längeren Krankenhausaufenthalt zurückgekehrt.

Seit 1995 stand Hommel in Diensten der Justiz, in Kleve wurde er zum Direktor des Amtsgerichts befördert, als sein Vorgänger Dr. Ulf Hientzsch vor einigen Jahren in den Ruhestand ging. In den Gerichtssälen, wo es Kläger und Beklagte gibt, wo Täter und Opfer aufeinandertreffen, war es seine Stärke, einen Ausgleich zu suchen. Hommel sprach nicht nur Recht, er versuchte immer auch der Sache und den Menschen, um die es ging, gerecht zu werden. Und, wenn man ihn bei einem seiner mittäglichen Spaziergänge durch die Fußgängerzone traf, war er immer für einen Plausch zu haben.

Seine Fähigkeit, zu vermitteln und zu verbinden, und seine Leidenschaft für die schönen Künste führten ihn in Kleve auch schnell in den Freundeskreis des Museums Kurhaus, dessen Vorsitzender er von 2007-2013 war. „Ich bin sehr froh, dass er mein Nachfolger geworden ist“, sagt seine Vorgängerin Ulrike Sack. „Er hat den Freundeskreis durch schwierige Zeiten geführt, große Spendenaktionen iniiziert und es verstanden, die Wirtschaft einzubinden. Für den Freundeskreis war er ein wichtiger, unaufgeregter und fairer Berater sowie ein großartiger Unterstützer.“

Anlässlich seines Abschieds vom Amt des Vorsitzenden vor vier Jahren berichtete das Magazin Museumsreporter über seine Zeit als Chef der Museumsfreunde. In dem Text heißt es: Sitzungen habe er „bravourös und fesselnd“ geleitet, und „nicht nur seine gute Vereinsführung zeichnete ihn aus, auch die Fähigkeit auf Menschen zuzugehen und für alle, die ihn ansprachen, ein offenes Ohr zu haben. Darüber hinaus verstand er es im komplizierten Terrain der Interessenvertretung zwischen Museum, Politik, Stadtverwaltung und Bürgerschaft immer ein Auge für das Machbare zu haben, Konfliktsituationen zu entschärfen und für die Museen optimale Ergebnisse zu erzielen.“

Besonders lobend erwähnt wird seine Rolle bei der Restaurierung und beim Umbau des Friedrich-Wilhelm-Bades, ein Projekt, das durch unvorhergesehene Verzögerungen die Nerven aller Beteiligten aufs Äußerste strapazierte. Die feierliche Eröffnung am 9. September 2012 sei auch für Klaus Hommel ein großer Erfolg gewesen. „Mit Klaus Hommel verlässt ein starker Kapitän das Schiff ‚Freundeskreis‘“, so das Magazin.

Als Grund für den Rückzug hatte Hommel angeführt, sich wieder auf seine hauptberufliche Aufgabe als Direktor des Amtsgerichts konzentrieren zu wollen. Das ist ihm in den vergangenen Jahren vergönnt gewesen. Sich auf die nächste Phase des Lebens, den Ruhestand, vorzubereiten und diesen zu genießen, leider nicht mehr. Hommel hinterlässt seine Frau und einen erwachsenen Sohn und eine erwachsene Tochter.

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  1. 3. peter scholten, Rotary club Nijmegen-Zuid

    Een goede vriend ging heen. Altijd vriendelijk, serieus, verstandig en ook heel lichtvoetig. Vol op aanwezig bij onze bijeenkomsten.
    Zijn overlijden stemt erg verdrietig. We zullen hem zeer missen en niet vergeten.

     
  2. 2. Jürgen Wedel

    Herr Hommel, Direktor des Amtsgerichts Kleve, ist gestern verstorben.
    Als ich es soeben erfuhr, war ich nicht nur konsterniert.
    Herr Hommel war bis zu meiner Pensionierung mein Dienstvorgesetzter. Wir hatten nicht nur harmonische (Dienst~)Tage miteinander. Indes – gerade seine herausragende Fähigkeit, auf die Menschen zuzugehen, sie anzuhören und für einen gerechten und zufriedenstellenden Ausgleich zu sorgen, haben, besonders im Nachhinein, zu einem sehr kollegialen, harmonischen und ausgeglichenen Verhältnis zueinander geführt. Ich bin unendlich traurig und betroffen. Ich verneige mich. Es war und ist mir ein besonderes Anliegen, dieses noch einmal offen zum Ausdruck zu bringen.
    Seiner Familie mein tiefempfundenes Beileid.

     
  3. 1. Margreth Wanders

    Klaus Hommel, ein Vorbild an Besonnenheit, Klugheit, Einfühlsamkeit ist von uns gegangen.
    Durch seinen Einsatz für die Allgemeinheit und durch seine Geisteshaltung wird er in Gedanken nicht fort sein, sondern
    immer wieder in der Gegenwart sein.Voller Respekt verneigen wir uns vor einem Menschenfreund.