Hochschule: Kommt Klotz zurück (als Professorin)?

rd | 22. Juli 2016, 17:46 | 16 Kommentare
Baldiges Wiedersehen an der Klappbrücke? Prof. Dr. Marie-Louise Klotz, umringt vom damaligen Bürgermeister Theo Brauer, Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks und Landrat Wolfgang Spreen (Foto: HRW)

Baldiges Wiedersehen an der Klappbrücke? Prof. Dr. Marie-Louise Klotz, umringt vom damaligen Bürgermeister Theo Brauer, Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks und Landrat Wolfgang Spreen (Foto: HRW)

Anfang Juli hat bei der Cognos AG ein neuer Vorstand die Arbeit aufgenommen, darüber informierte das Hamburger Unternehmen in einer ausführlichen Pressemitteilung. Im vierten Absatz heißt es wörtlich:

„Dr. [Matthias] Afting übernimmt neben der Sprecherfunktion im Vorstand auch die Leitung des Bereichs Health & Science und in dieser Funktion den Vorsitz im Aufsichtsrat der LUNEX-University sowie die Geschäftsführung der Hochschule Fresenius gem. GmbH.“

Moment mal! Die Leitung des Bereichs Health & Science? Den Vorsitz im Aufsichtsrat der LUNEX-University? Die Geschäftsführung der Hochschule Fresenius? Sind das nicht exakt die Positionen, die einst, das ist noch gar nicht so lange her, die frühere Präsidentin der Hochschule Rhein-Waal, Prof. Dr. Marie-Louise Klotz eingenommen hatte?

Yep.

In der Pressemitteilung heißt es, dass die Frau, die kurzzeitig auch als Klever Bürgermeisterkandidatin im Gespräch war, ihr Vorstandsmandat und die damit verbundenen Ämter niedergelegt habe. Es folgt eine gefährliche Floskel: „Der Aufsichtsrat bedauert diese Entwicklung und wünscht Frau Prof. Dr. Klotz auf ihrem weiteren Weg und für ihre persönlichen Ziele alles Gute für die Zukunft.“

Liegt diese Zukunft in Kleve?

Bekanntlich hat sich die frühere Präsidentin nur beurlauben lassen und könnte nun an den Niederrhein zurückkehren und eine Lehrtätigkeit aufnehmen. Das wäre eine sehr sentimentale Situation. Andererseits wäre es für die neue Präsidentin, die seit ihrer Wahl die Geschäfte mit sicherer Hand in einen ruhigeres Fahrwasser gelenkt hat, die schöne Möglichkeit, von Angesicht zu Angesicht mit ihrer Vorgängerin über einige interessante Vertragsgestaltungen zu sprechen. Dazu in der nächsten Woche mehr auf Ihrer Lieblings-Website!

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Hier die Pressemitteilung der Cognos AG im Wortlaut: Neuer Vorstand formiert sich

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16 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 16. Nobody

    @5. Jürgen Böll

    „Solange es nicht Kleve betrifft. Siehe beispielsweise die neue Position von UM!“

    (Abteilungsleiterin von „Stadt & Handel“ in Dortmund)………welcher Zufall? Nein, es gibt keine Zufälle!

    Stichpunkthaltige Zusammenhänge: – Stadtmarketing Kleve / Planungsabteilung Stadtverwaltung Kleve
    – Dortmunder Stadtplanungsbüro „Stadt & Handel / Citymanagement Kleve
    (im Moment in den Räumlichkeiten „Stadtmarketing Kleve“ untergebracht)
    – „Integriertes Handlungskonzept“…………

     
  2. 15. Jürgen Böll

    Solange diese Person nicht in Ihren alten Wirkungskreis oder in ähnlicher Position nach Kleve zurückkehrt, kann es Kleve doch eigentlich egal sein, ob Sie in der freien Wirtschaft von einem Posten nach nur kurzem Wirken wieder entbunden wird, und was bzw. wo diese Dame zukünftig nun wirkt!
    Solange es nicht Kleve beftrifft. Siehe beispielsweise die neue Position von UM!

     
  3. 14. laloba

    @13 Ist das nicht eher sozialistische Folklore? 😉

     
  4. 13. Günter Hoffmann

    @ 12. j.b. Sold kommt ,bekannterweise ,von Salz das Soldaten und Söldner früher nur nach “ guter Leistung“ bekamen und heute…. zuviel Sold für wenig oder auch gar keine Leistungen . Heute weitgehend anerkannte schamlose kapitalistische Folklore. Ich habe allerdings kein Problem ,trotz Gesetz, das abzocken zu nennen…..aber egal.

     
  5. 12. jean baptiste

    @4 Hansi „Offenbar hat auch das nicht so geklappt, wie erhofft“

    Ich kenne mich mit Beurlaubung im Beamtenrecht für den Hochschulbereich nicht aus, und habe keine Lust da lange nachzuschlagen.
    Aber ich denke, daß die Frist für die Beurlaubung zum 1.7. abgelaufen wäre, und daß sie sich deshalb für eine Beendigung der Exkursion in die Privatwirtschaft entschieden hätte.
    Wenn dem so ist, hätte sie sich nämlich für die Beendigung ihres Beamtenstatus und damit sogar mit dem Verlust des Titels Prof.
    So meldet sie sich einfach aus der Beurlaubung zurück und ihre Professur in Kleve lebt wieder auf.

    6 G.H. „wieder ab zu zocken“
    Na ja , sie müssen bei MLK zwischen der ehemaligen Präsidentin und auch eine Professur innehabenden Dame in ihrem Status unterscheiden .
    Die Ehemalige Präsidentin ist Geschichte.
    Die Professur MLK ist aber wahrscheinlich bereits zum 1.7.16 wieder inkraftgetreten.
    Aber das hat nichts mit Abzocke zu tun, sondern wird nach Besoldungsrecht vergütet.

     
  6. 11. jean baptiste

    @7. kleinendonk

    da muss ich rd aber mal in Schutz nehmen. Gelöscht wird gar nichts , das wäre ja Zensur , er gibt es nur nicht frei.
    Das hat damit zu tun, daß rd für alles V.i.s.d.P. zeichnet was er auf KleveBlog durchwinkt.

    Wenn man mal genau hinschaut sind hier viele Formulierungen zu lesen, die eine hiesige Tageszeitung nicht mal mit Angabe des Autors als Leserbrief abdrucken würde.
    In sofern können wir mit der Situation auf KleveBlog vollmundig zufrieden sein.

     
  7. 10. Tembaco

    @7
    ….das würde mich doch auch einmal interessieren‼️‼️

     
  8. 9. R K H

    Ist das die neue Gute Ute?

     
  9. 8. kleinendonk

    Warum wird so vieles gelöscht ?

     
  10. 7. Günter Hoffmann

    Dr. M .L. Klotz ?….Kleve ?….was war das doch für ein guter Trog oder?……Mit den richtigen Friends und Buddys (siehe Foto)….here i come again … „Sentimental ?? „…werde ich wenn ich sehe wie mein Sohn für sein Studium kämpft und so eine Fr. Seltsam hier versucht ,für was…? wieder ab zu zocken.

     
  11. 6. rd

    @Hansi Sorry, Kleve. Sure.

     
  12. 5. Hansi

    @2: Noch eine POSITIVE Nachricht???
    Klotz ist aus guten Gründen in die Wüste geschickt worden – rücksichtlose und ziellose Machenschaften; unwürdig für eine selbstverwaltete, steuerfinanzierte und demokratisch organisierte Hochschule.
    In der Privatwirtschaft hätte sie ja ihre Ideale der unternehmerischen Hochschule verwirklichen können. Offenbar hat auch das nicht so geklappt, wie erhofft.
    Glücklicherweise sprechen die Gerüchte eher für eine Rückkehr nicht nach Kleve, sondern nach Krefeld, wo Klotz ursprünglich wirkte und eine ebenso bleibende Erinnerung hinterlassen hat.

     
  13. 4. otto

    @1.jean babtiste,

    meiner Ansicht nach liegst du mit dem Gespür gar nicht so falsch. Meinen ersten Kommentar
    hat Ralf gelöscht, denke ich darüber nach, so gänzlich falsch war das wohl nicht. Gitane ist
    nun mal ein starker Tabak.

     
  14. 3. otto

    @1.jean babtiste,

    du wirst mir gewiss zustimmen, dass Führungskunst mit der Änderung des Denkens und
    Tuns beginnt.

    Sollte sie in ihrer neuen Position den alten Führungstil, der auch noch von mangelnder
    Wertschätzung der sie umgebenden Menschen geprägt war, beibehalten haben,
    dann war ihr Scheitern vorhersehbar.

    Vielleicht erkennt sie, dass ihr eine „Schulung“ bei Prof. Dr. Barbara von Meibom durchaus
    helfen könnte, Führungskunst und Wertschätzung zu verinnerlichen.

     
  15. 2. pitje puh

    Noch eine positive Nachricht!

    Bundeskanzler-Stipendium geht nach Kleve: Forschungen zu Wissenschaftskommunikation in Russland

    http://www.juraforum.de/wissenschaft/bundeskanzler-stipendium-geht-nach-kleve-forschungen-zu-wissenschaftskommunikation-in-russland-563127

     
  16. 1. jean baptiste

    Wie ? kommt zurück …. wenn sie sich hat beurlauben lassen ist sie ja nie ganz weggewesen.
    Das ist das Privileg eines / einer beamteten Lehrkraft.

    Recht undiplomatisch könnte man die Bewertung über Dr Afting als Seitenhieb gegen Professorin Klotz werten:
    „…Afting …der uns neben seinen fachlichen Kenntnissen mit seiner Dynamik und seinem außerordentlichen Engagement, seinem diplomatischen Gespür und seinen Organisationsfähigkeiten überzeugt hat.“

    Die Frage stellt sich, Organisationsfähigkeit hat Sie , es hat doch wohl nicht am Gespür gehapert?