Herzlichen Glückwunsch, Puppa!

rd | 06. Februar 2017, 14:55 | 2 Kommentare
Noch ein Piccolöchen?Das Glas Sekt darf nicht fehlen

Noch ein Piccolöchen? Das Glas Sekt darf nicht fehlen

Haus Bresserberg: Marie-Luise Klar in ihrem Reich

Haus Bresserberg: Marie-Luise Klar in ihrem Reich

Heute wird die Grande Dame der Klever Gastronomie 80 Jahre alt – herzlichen Glückwunsch, Marie-Luise Klar, oder, wie die halbe Welt sie kennt, Puppa Schmitz!

kleveblog gratuliert mit der Geschichte ihres Lebens (ursprünglich erschienen im Magazin Der KLEVER):

„Ich hab‘ sie alle überlebt“

Noch kein Beerdigungskaffee in dieser Woche, „ist das nicht komisch?“ Aber gestorben wird immer, also kein Grund, nervös zu werden, und so umsäuselt den Gast auch an einem regnerischen Nachmittag in einer menschenleeren Kneipe eine charmante Fürsorglichkeit, die in der Frage gipfelt: „Jung, willste ‘n Rosinenbrot mit Butter? Ein Kaffee ohne wat, dat is‘ doch nix.“

Bei Kaffee und Rosinenbrot entspinnt sich ein Gespräch über das Leben und die Liebe im Besonderen, über Krieg und Kriminalität – und über Tennisspiele im Sonnenaufgang. Aber wo anfangen?

Am besten vielleicht dort, wo eine junge Frau, die damals noch Schmitz mit Nachnamen hieß, jene Abzweigung nahm, die in späteren Jahren aus einem leidlich erfolgreichen Etablissement eine gastronomische Instanz der Stadt machte und aus Marie-Luise jene Puppa, die heute von den Schwanenfunkern auf die Bühne geholt wird und die bei der Jahresrückblicksgala „Made in Kleve“ vor hunderten Zuschauern in der Stadthalle erzählen darf, wie das so war, als sie von Einbrechern überfallen, gefesselt und sieben Stunden im Badezimmer ihrer Wohnung eingesperrt worden war.

Diese Abzweigung, die nicht hätte beschritten werden müssen und die alles änderte, liegt mehr als ein halbes Jahrhundert zurück. Das Kleve der beginnenden fünfziger Jahre, eine Zeit, in der es noch ein Gymnasium gab, das allein Mädchen vorbehalten war, das „Lyzeum“. Die Schuljahre wurden noch lateinisch bezeichnet. Marie-Luise ging in der „Studienanstalt für Mädchen“ in die Obertertia, also in die neunte Klasse, und nichts hätte dagegen gesprochen, dass sie weiter zur Schule ging.

Außer Marie-Luise Klar selbst. „Ich hatte einfach keine Lust mehr“, sagt sie. Diesen Entschluss teilte sie auch ihrer Mutter mit. Nun sind viele Reaktionen von Eltern denkbar, insbesondere wenn diese viel Ehrgeiz darin legen, dass aus der eigenen Tochter ein „gutes Mädchen“ wird. Die unwahrscheinlichste aller denkbaren Entgegnungen erscheint aber der folgende Satz einer Mutter: „Gott sei Dank! Dann bleib mal hier.“

Paula Schmitz sagte genau diesen Satz.

Hier, das war in diesem Fall bereits das Ausflugslokal „Haus Bresserberg“. Die Gaststätte wurde ihre Welt. Puppa hat die Schule abgebrochen, sie hat nicht mal die mittlere Reife, sie hat keine Ausbildung, und sie ist immer in Kleve geblieben – aber nichts von alledem bereut sie, wenn sie heute, 79 Jahre alt, auf ein reiches Leben zurückschaut. „Für mich gibt es nichts Besseres“ sagt Puppa. „Käme ich noch einmal auf die Welt, ich würde wieder Wirtin werden wollen. Ich kann es nicht anders sagen, das ist mein Traumberuf.“

Kein Wunder, dass das Wochenende stets mit einem freudvollen Ritual eingeleitet wird. Hermann Hendriksen, der Tennislehrer und auch der Trainer von Puppa, setzt sich freitags abends gegen acht Uhr in die noch menschenleere Gaststätte und trinkt ein Fläschchen Piccolo, gemeinsam mit Puppa, die eigens dafür aus ihrer Wohnung herunterkommt und noch mit Lockenwicklern in den Haaren. Hendriksen feiert nach getaner Arbeit das Wochenende, Puppa die Vorfreude darauf, dass die Kasse wieder klingeln wird.

An den Wochenenden arbeitet sie mit, natürlich nicht mehr so viel wie früher. Puppa: „Aber wenn es voll ist, packe ich mit an, und dann ist es nicht so, dass ich gegen die Arbeit anschaue wie nichts Gutes, sondern ich freue mich darauf!“ Genau betrachtet, bilden die Geschichte der Gaststätte und die ihres Lebens eine Einheit. Der Bresserberg ist Puppa, Puppa ist der Bresserberg.

1934 übernahmen die Eheleute Paula und Gottfried Schmitz den Betrieb an der Königsallee, 1937 wurde Tochter Marie-Luise geboren, ein Einzelkind. „Und dabei sagen die Leute immer, dass aus Einzelkindern nichts wird“, so Puppa heute.

Es war Puppas Mutter, die im Kranenburger Jägerhof gastronomische Erfahrungen gesammelt hatte, die voller Energie steckte und den Betrieb auf Vordermann brachte – alle vorherigen Pächter waren daran gescheitert, dass das „Haus Bresserberg“ im Sommer die Gäste in Scharen anlockte und im Winter leer blieb. Paula Schmitz sorgte mit großen Festen dafür, dass durchgängig Geld in der Kasse war.

Der Betrieb lief so gut, dass Ende der dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts die Mutter auf die Idee kam, die Immobilie zu kaufen. Sie gehörte einst Gustav Hoffmann, dem legendären Schuhfabrikanten, doch der hatte sie im Zuge einer finanziellen Schieflage an den Kreis Kleve verkaufen müssen. Die Beamten waren froh über einen Interessenten, doch sie wollten noch mehr losschlagen – sämtliche Tennisplätze, die um die Gaststätte herum angelegt worden waren. Dafür allerdings besaß Paula Schmitz nicht genug Geld.

„Aber das war ihr egal“, berichtet die Tochter. Für 13.000 Reichsmark gingen die Gaststätte und die Sportanlagen in den Besitz der Familie Schmitz über. Den Kaufvertrag unterschrieb die entschlossene Gastwirtin zunächst alleine, die Rolle des Vaters war darauf beschränkt, dass sein Sold – den er als Major bezog – komplett in die Tilgung des Darlehens floss.

Damit die Familie überleben konnte, musste das Geschäft laufen. Auch während des Krieges, als Soldaten in dem Lokal einquartiert waren, auch in Zeiten, in denen es nicht einmal Strom gab. „Auf allen Tischen standen Milchdosen mit Öl und einem Docht darin“, erinnert sich Puppa. „Auch auf dem Klavier. Da der Pianist die Noten in der Nähe des schummrigen Lichts ablesen musste, hatte er am Ende des Abends immer einen dicken Russstreifen im Gesicht.“

Als sich der Zweite Weltkrieg dem Ende zuneigte, wurden Mutter und Tochter ins Münsterland evakuiert, wo sie bei einem Landwirt unterkamen. Dann kehrten sie heim – zu dem, was der Krieg von ihrem Besitz übrig gelassen hatte. „Es war alles kaputt“, so Puppa. „Zwei Zimmer und ein Ofenrohr nach draußen, mehr hatten wir nicht.“

Einmal mehr war es die unbändige Energie der Mutter, die den Betrieb wieder erblühen ließ. Sie maggelte mit allem und mit jedem und sorgte unter anderem dafür, dass Mitarbeiter der Firma Gustav Hoffmann die Schützengräben zuschütteten, die quer durch die Tennisplätze gezogen worden waren.

Die Mutter, das personifizierte Wirtschaftswunder, und der Vater als eher zaghafter Gegenpart, der auch erbaulichen Momenten gegenüber aufgeschlossen war – so hat Puppa die ersten Jahre nach dem Krieg in der Gaststätte wahrgenommen. Von ihrer Mutter hat sie auch den Spitznamen erhalten, so nannte Paula Schmitz ihre Tochter, wenn sie in der Kneipe aushalf und am Zapfhahn stand: „Puppa, machste noch drei Pils!“

Zwei Szenen sind ihr aus den frühen Nachkriegsjahren besonders in Erinnerung geblieben. Die eine betrifft das Vorhaben, einen der zahlreichen Mottoabende in der Zeitung zu bewerben: „Samstags: Moulin Rouge“, so der Textvorschlag der Mutter, der der durchaus frivole Hintergrund der Formulierung wohl bewusst war. Vater war besorgt: „Das kannst du doch so nicht schreiben, nimm doch stattdessen: ‚Sehenswerte Dekoration‘.“ Mutter: „Dann kommt doch keiner!“ Klar, welche Formulierung am Ende obsiegte.

„Meine Mutter hat das alles wieder in Gang gebracht“, sagt Puppa heute. War der Laden leer, schlich sie missgelaunt umher. In der zweiten Erinnerung saß sie an einem solchen schlechten Tag in dem kleinen Raum mit Ölofen, mehr war „Haus Bresserberg“ damals noch nicht, und hörte gemeinsam mit ihrem Vater „Das ideale Brautpaar“, die von Jacques Königstein moderierte erfolgreichste Radioshow der fünfziger Jahre. So viel Muße während der Arbeitszeit konnte die Mutter nicht ertragen, so dass sie einen Streit vom Zaun brach. Mehr Gäste kamen dadurch natürlich auch nicht, aber, so Puppa, „sie hat uns den ganzen Abend versaut“.

Doch die Abende ohne Umsätze wurden seltener, die, an denen das Geschehen sich bis in die frühen Morgenstunden verlängerte, mehr und mehr. Zugleich entdeckte Puppa ihre Leidenschaft fürs Tennisspiel. Einmal stürzte sie nach einer ausschweifenden Nacht mit ihrem Tanzpartner ins Schlagzeug der Musikband. Am nächsten Morgen, auf der Autofahrt zum sonntäglichen Tennisturnier, berichtete sie ihren Mitspielern von dem Vorfall: „Ich bin gestern doch glatt in die Kapelle gefallen.“ Ungläubiges Staunen bei einer Sportskameradin: „Seit wann gehst du denn in die Kirche?“

1954 nahm sich Gottfried Schmitz, der an Depressionen litt, das Leben. „Ich hatte immer einen sehr guten Draht zu meinem Vater, aber die Erinnerungen an den Krieg, die Misere der Nachkriegsjahre und dann noch die Tatsache, dass wir immer noch Schulden hatten – all das war zu viel für ihn“, glaubt seine Tochter heute. Verwandte liehen Geld, damit der Betrieb weitergehen konnte.

Und wie es weiterging! Die Klever Jazzfreunde entdeckten das Lokal für sich, sogar Klaus Doldinger spielte dort, und zum Glück verfügte die Betriebsleitung mittlerweile über ausgezeichnete Kontakte zu den Behörden, sodass die Sperrstunde um ein Uhr morgens mehr und mehr empfehlenden Charakter bekam. Es gab viele gute Jahre und dann wieder schlechtere, aber Puppa hielt sich immer über Wasser, auch wenn die Gäste mal eher eine Ansammlung von 200 Jahren Gefängniserfahrung waren. Lang, lang ist’s her, und auch in dieser Phase hat sie nie einen Türsteher gebraucht: „Das habe ich alles selbst erledigt.“

Die langen Nächte wurden der Normalfall, bisweilen war erst um sechs Uhr morgens oder noch später Schluss. Meist endeten solche Abende dann mit einer Art vorweggenommenem Katerfrühstück – Bratkartoffeln mit Spiegelei, 7,50 Mark zusätzlich auf den Deckeln, die meist schon das Aussehen eines Jägerzauns hatten.

Wegen der engen Verbindung zum Tennisclub Rot-Weiß Kleve (der Verein hat die Plätze gepachtet) waren immer wieder auch Tennisspieler unter den Gästen, die glaubten Puppa herausfordern zu können, und es kam im Sonnenaufgang des Öfteren zu denkwürdigen Begegnungen. Meistens gewann Puppa, der Einsatz war in der Regel eine Flasche Sekt. Nur einmal musste sie sich einem höherklassigen Spieler aus den Niederlanden geschlagen geben, doch der spendierte trotzdem eine Flasche Sekt. Dafür musste Puppa allerdings im Gegenzug ein Frühstück zubereiten.

Seit 1979, als ihre Mutter starb, führt Puppa Schmitz das „Haus Bresserberg“ allein. Schon in den Jahren zuvor war sie allerdings die Frau, die für den Laden stand, ihre Mutter hatte sich bevorzugt im Hintergrund aufgehalten.

Wenn das Lokal die Bezugsgröße für das ganze Leben wird, ist es vielleicht normal, dass eine Beziehung fürs Leben sich auch von dort aus entwickelt. Da war dieser Mann mit durchaus feinen Umgangsformen, der öfter am Sonntag zu den Tanznachmittagen erschien. Paul Klar, Maschinenbauingenieur aus Oberhausen. Als er wieder einmal am Bresserberg war, Zeitung las und an seiner Tasse Kaffee nippte, dachte Puppa sich: „Wenn du jetzt nicht zu ihm gehst und ihn ansprichst, siehst du ihn nie wieder.“

Sie verabredeten sich zu einem Kaffee in Plasmolen (auf neutralem Terrain sozusagen). Beim Aufbruch machte der Galan die Dame darauf aufmerksam, dass sie die Handschuhe vergessen habe. „Da dachte ich mir: So ein Glück!“, so Puppa, die sich selbst in solchen Dingen für etwas schlampig hält. Allerdings sei es, bis sie ihn für sich eingenommen habe, noch „ein harter Kampf“ gewesen. „Der war elf Jahre älter als ich, der hat sich das lange überlegt.“ Als Puppa einmal krank darniederlag, wich er nicht von ihrer Seite, bis sie genesen war – „danach waren wir zusammen“.

Die beiden heirateten, aus der Ehe ging Sohn Sven hervor (der heute als Lehrer und Künstler arbeitet und keinerlei Ambitionen hegt, die Gaststätte irgendwann zu übernehmen). Und das junge Paar schmiedete Pläne. Er sagte: „Wir ziehen nach Essen.“ Sie sagte: „Mit dir ziehe ich überall hin.“ Puppa heute: „Stell dir mal vor – ich in einer Großstadt.“ Gleichwohl wurden damals am Baldeneysee Grundstücke besichtigt – allerdings waren die Preise so hoch, dass der Plan, Kleve zu verlassen, sofort beerdigt wurde.

Neue Pläne wurden geschmiedet. Warum nicht direkt neben dem Lokal ein schönes, neues, großes Haus bauen? Dieses Vorhaben wurde auch verwirklicht, und Paul klar war voller Begeisterung im Rohbau zugange und fragte seine Puppa detailversessen, wo diese oder jene Steckdose angebracht werden solle. Ein großes Missverständnis! „Das interessierte mich doch gar nicht, ich wollte doch viel lieber mit dem Kerl im Bett liegen!“

So kam es, dass das Haus zwar fertiggestellt, aber nie bezogen wurde. Puppa blieb dort wohnen, wo sie ihr ganzes Leben verbracht hatte – im Obergeschoss des Lokals. Puppa: „Unser Wohnzimmer liegt genau über der Kapelle, und wenn unten laute Musik gespielt wird, klappert bei uns oben das Porzellan. Bei den Rockkonzerten kann selbst ich das nicht aushalten, dann stecke ich mir Stöpsel ins Ohr. Im Schlafzimmer ist es auch etwas ruhiger.“

Der gut verdienende Mann, der ursprünglich mit seiner neuen Frau nach Essen ziehen wollte und dann in Kleve ein neues Haus baute, das nie bezogen wurde, führte seine Ehe also in der ersten Etage über einer Gaststätte, in der regelmäßig die Nacht zum Tage wurde. „Wir haben uns gut verstanden“, sagt Puppa. „Er hat mich gelassen, ich habe ihn gelassen. Und dann war er plötzlich tot.“ Herzinfarkt am Arbeitsplatz, ein paar Stunden später verstarb er im Krankenhaus. 13 Jahre ist das nun her.

Seitdem ist sie allein, aber nicht einsam. Die längste Beziehung ihres Lebens hat sie zu ihrem Laden, der an jedem Abend ein Brennglas ist, der das echte Leben verdichtet und natürlich auch verklärt und verleugnet. Sie hat Beziehungen entstehen und vergehen sehen, sie sagt, sie sei auch „ein bisschen Beichtmutter“, und sie habe ein schwaches Namensgedächtnis, was in ihrem Gewerbe auch ein Vorteil sein kann. „In der Liebe ist schon was los auf der Welt, aber das ist ja nicht nur bei uns, sondern überall so. Die Moral hat schon sehr gelitten.“ Sagt Puppa.

Dreimal wurde bei ihr eingebrochen, der erste Einbruch machte sie zur Heldin. Der Täter fesselte sie und sperrte sie ins Badezimmer. Die Fesseln konnte sie lösen, doch es gelang nicht, die Tür zu öffnen. Puppa: „Da habe ich mir erst die Fingernägel gemacht, dann die Fußnägel, dann die Haare gewaschen. Ich musste was machen, ich hätte natürlich auch schreien können, aber niemand hätte mich gehört.“ Erst der Zeitungsbote befreite Puppa aus ihrer misslichen Lage. Der Täter wurde gefasst und verurteilt.

Nach dem zweiten Einbruch saß Puppa Schmitz zitternd in der Wohnung, und ein junger Polizist sprach beruhigend auf sie ein: „Frau Klar, wahrscheinlich wäre es am besten, wenn sie sich eine andere Wohnung suchen würden.“ Puppa schwieg, nicht ausgesprochen blieb also der folgende Gedanke: „Männeken, wenn du wüsstest – in einer anderen Wohnung wäre ich auch tot.“ Auch dieser Täter wurde gefasst und verurteilt.

Der dritte Einbruch war der schlimmste, weil der Täter mit einem Elektroschocker kam. Das Gerät funktionierte zum Glück nicht. Und zum Glück hatte sie gerade ihren Steuerberater in der Leitung, der sofort die Polizei rief. Der Täter wurde gefasst und ebenfalls verurteilt.

So hat Puppa Schmitz Krisen und Kriminelle überstanden, sie hat gelebt, geliebt, und sie ist stolz und kann auch lachen, wenn sie auf all das zurückblickt, was ihr Leben ausmacht. Vor einigen Jahren, als das Schweizerhaus abgerissen wurde, dachte sie: „Jetzt habe ich alle überlebt.“ Alles, was an Gastronomie zumindest in einer ähnlichen Liga spielte, ist vergangen – Schweizerhaus, Eddie’s Club, Hotel Bollinger, Old Grany, Herta Cattle und ihr Hotel Robbers, alles im Staub der Geschichte.

Das „Haus Bresserberg“ hat alle überdauert, und die Wirtin ebenfalls. Nur der Herrgott bestimme, wie lange sie noch hinterm Tresen stehe. Puppa: „Wenn ich hier raus muss, wo sollte ich dann hingehen? Ich könnte natürlich in mein Haus ziehen, aber ich bin sicher, dass ich da kaputtgehen würde. Wenn hier andere Leute herumspringen – das geht ja wohl gar nicht!“

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  1. 2. falk süssmann

    an puppa habe ich sehr gute erinnerungen. ende der 60er u. anfang der 70er waren wir, bruno s. u. ich oder auch ich alleine öfter da u. haben dort gitarre gespielt, oft bis tief in die nacht. ich habe diese zeiten in sehr schöner erinnerung, nicht nur, weil die stimmung gut war, zu der wir auch beitrugen, oder weil puppa sehr zuvorkommend war u. uns sowohl mit getränken als auch mit leckeren selbst zubereiteten snacks bei laune hielt, sondern auch u. nicht zuletzt wegen der netten ladies, die man dort- auch näher- kennenlernen konnte. insgesamt eine schöne zeit, die ich nie vergessen werde. danke an puppa, die ich auch nie vergessen werde, dafür. ich wünsche puppa, dass sie noch lange in bester gesundheit lebt, vielleicht noch einige kleine lustige episoden erlebt, u. vor allem ihre gute laune, die sie früher fast immer hatte, nicht verliert. wäre ich jetzt da, würde ich ihr ein geburtstagsständchen darbieten. happy birthday to you, puppa! liebe grüsse falk s.

     
  2. 1. Stephanie Hörne

    Na dann Herzlichen Glückwunsch und weiterhin so viel Enthusiasmus und Power.
    Sie gehört ja schon zu Kleves Inventar 😀