Halbe Million in bar erbeutet! Dreistester Betrug seit langem, Polizei fahndet

rd | 09. März 2017, 17:56 | 26 Kommentare
So sehen zwei der (vermutlich) vier Täter aus, die den älteren Mann um ein Vermögen erleichterten

So sehen zwei der (vermutlich) vier Täter aus, die eine älteren Person um ein Vermögen erleichterten

Es ist der wohl dreisteste Betrugsfall in der Klever Kriminalgeschichte: Eine Gruppe von (vermutlich) vier Tätern brachte eine ältere Person mit einer perfiden Masche dazu, eine halbe Million Euro von seinem Konto abzuheben und den Tätern, die sich als kriminalbeamte ausgaben, in zwei Übergaben in der Gasthausstraße in bar auszuhändigen. Selbst ein misstrauisch gewordener Mitarbeiter der Sparkasse konnte nicht verhindern, dass das Opfer das Geld von seinem – angeblich nicht mehr sicheren – Konto abhob und mit nach Hause nahm. Jetzt fahndet die Polizeio mit zwei Phantombildern nach den Betrügern (denen die Redaktion alles Schlechte dieser Welt wünscht). Hier die Pressemitteilung der Polizei zu dem Fall:

Am Sonntag (5. Februar 2017) gegen 19 Uhr erhielt eine ältere Person aus Kleve einen Anruf von einem unbekannten Mann. Der Anrufer gab sich als Kriminalbeamter aus und fragte nach persönlichen Bankdaten. [Es gehe um einen Abgleich, da diese in Zusammenhang mit einem anderen Delikt aufgetaucht seien. Der Anruf eines „Kollegen“ wurde angekündigt.] Kurz darauf meldete sich ein anderer Anrufer, der sich ebenfalls als angeblicher Kriminalbeamter ausgab. Der Anrufer forderte die geschädigte Person dazu auf, eine größere Summe Bargeld abzuheben, um es später der Polizei zu übergeben. Die Übergabe an den vermeintlichen Kriminalbeamten erfolgte nach mehreren Telefonaten am Samstag (11. Februar 2017) gegen 13.30 Uhr sowie bei einer zweiten Übergabe an einen anderen Täter am Dienstag (21. Februar 2017) gegen 19.00 Uhr. In beiden Fällen fand die Übergabe auf der Gasthausstraße statt.

Der Täter der ersten Übergabe war etwa 30 Jahre alt, ca. 1,72 m groß und schlank. Bekleidet war er mit einem weiß-blauen Anzug, ähnlich einem Jogginganzug. Nach Einschätzung des Opfers handelte es sich um einen Deutschen mit dunklen Haaren. Der Täter der zweiten Übergabe war etwa 28 Jahre alt, 1,60 bis 1,65 m groß und schlank. Er hatte dunkle nackenlange Haare und war dunkel gekleidet.

Wem sind zu den genannten Tatzeiten auf der Gasthausstraße verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen? Hinweise bitte an die Kripo Kalkar unter Telefon 02824-880.

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26 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 26. Niederrheinstier

    http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/kriminalitaet/id_80775382/falsche-polizisten-prellen-83-jaehrige-um-1-2-millionen-euro.html

     
  2. 25. John Doe

    @24:

    Wer ist Johannes Hirschkuh? Das war im wahrsten Sinne des Wortes mein erster Kommentar auf Kleveblog

     
  3. 24. Beobachter

    John Doe = Johannes Hirschkuh – was soll man da anderes erwarten …

     
  4. 23. ???

    @22. John Doe

    Tipp, falls noch nicht bekannt……..“spiegel tv enkeltrick mafia“……..usw. …….

     
  5. 22. John Doe

    Bei aller Empathie für das Opfer: Sofern nicht die geistigen Kapazitäten auf Grund des erhöhten Lebensalters stark eingeschränkt waren, gibt es mMn keine Entschuldigung für diese haarstäubende Naivität. Wenn die Methode der Täter wenigstens clever gewesen wäre, ok. Aber das war ja alles hanebüchen hoch 10. Dann auch noch die Übergabe an in Jogginganzug (!) gekleidete Personen auf offener Straße…

    Und zu den Kommentaren hinsichtlich des größeren Grundvertrauens der älteren Generation: Vor diesen Maschen hat Ede Zimmermann bereits vor 40+ Jahren in „Vorsicht Falle!“ gewarnt. Das kann nicht wirklich eine Ausrede sein.

     
  6. 21. Lohengräm

    @3
    Also ne halbe Million bekommt man in Kleve mit ner gutgehenden kieferorthopädischen, orthopädischen oder radiologischen, aber durchaus auch Allgemeinarzt- oder Zahnarztpraxis oder als Chefarzt im Krankenhaus problemlos zusammen, – und zwar vor Ablauf des Berufslebens.

    Auch als Richter, Staatsanwalt oder verbeamteter Lehrer kann man das bis zur Rente durchaus schaffen.

    In der freien Wirtschaft oder als freischaffender kleveblog-Journalist wird das schon schwieriger.

    🙂

     
  7. 20. laloba

    Von meinem Post 1 möchte ich mich wieder distanzieren. Vorstellbar war noch, dass jemand Bankdaten am Telefon mitteilt (auch wenn sich rumgesprochen haben sollte, dass keine seriöse Stelle am Telefon danach fragt), aber nicht, dass jemand dann tatsächlich eine halbe Million (!) Euro abhebt, damit in die Gasthausstraße geht und das Geld auf der Straße an Männer in einer Art Jogging-Anzug übergibt. Mehrere Telefonate, zwei (!) Geldübergaben …

    Die Person muss große Angst gehabt haben und anscheinend niemanden, dem sie sich mal anvertrauen konnte.

     
  8. 19. jean baptiste

    @18. Echte Kriminalpolizei
    Natürlich Bankgeheimnis, aber das sollte doch keine Schutzfunktion ggü. ordinären Verbrechern haben.
    Es reicht ja, wenn die Bank eine unklare Situation meldet. Das Alleinige Auftauchen der Staatsmacht bewirkt ja meist schon Wunder.
    Und was das Opfer betrifft, wer sich so einfach abzocken lässt, den sehe ich nicht anschliessend zum Anwalt rennen, wenn er vor empfindlichem Verlust bewahrt wird.
    Wenn der Betrogene der Staat ist, hat er bezüglich Bankgeheimnis auch keine Probleme sofort einzugreifen..

     
  9. 18. Echte Kriminalpolizei

    Das so genannte „Bankgeheimnis“ steht über allem!

    Manchmal habe ich so das Gefühl, es sei Artikel 001 des GG …

     
  10. 17. Malcolm N.

    Gut, dass über solche Undinge, die ältere Personen zu verkraften haben, berichtet wird! Meiner Bank wird sofort mitgeteilt, dass jedes Mal bei meiner Abhebung einer halben Million Euro, die Bank den Verwendungszweck festzustellen hat. Es ist wirklich ein Ding nach dem Anderen!: Wie Sie berichten, in der Innenstadt machen sehr viele Geschäfte dicht.

     
  11. 16. jean baptiste

    @15 Andreas Bulkens
    Tschuldigung, so hatte ich das Ihnen gegenüber auch nicht gemeint, Sie waren ja wirklich sehr moderat.

    Aber alleine schon Vermutungen anzustellen, ohne den Fall zu kennen (trifft für mich genauso zu) woher das Geld kommt, finde ich hier gefährlich . Neben eigenem Erwerb kämen ja auch Erbschaft oder andere Quellen genauso in Betracht und lassen nicht unbedingt auf die Fähigkeiten des Opfers schliessen.
    Wie bereits eher angeführt sehe ich die Banken mehr in der Pflicht solch etwas zu verhindern, aber vermutlich ist das auch daß erste mal, daß es um solch eine Summe geht und sind die auch überrascht worden.
    Mir stellt sich aber noch eine ganz andere Frage bei all den Fällen von betrügerischem Diebstahl in Kleve,ob es nun der jetztige Fall mit Bargeld ist, oder z.B. der sich stets wiederholende gigantische Klau von Pfand-Kisten an der Olmerstrasse.
    Woher wissen die Täter, daß überhaupt was zu holen ist. Sollte es da im Umfeld nicht irgendwelche Tipgeber geben?
    Hoffen wir mal, daß die Täter gefunden werden, das Geld allerdings wird schon längst futsch sein, fürchte ich.

     
  12. 15. Andreas Bulkens

    Ich distanziere mich in aller Form von den Anschuldigungen, das Opfer lächerlich zu machen oder ähnliches.

     
  13. 14. jean baptiste

    @1 , 2, 3, 4 , und nochmal 13.
    Leute, wisst Ihr eigentlich über was Ihr euch da lustig macht ?
    Wenn Ihr selber alt seid, sieht Alles ganz anders aus !!
    Ich spreche gegegelt (im Altenheim, aber auch ausserhalb) alte Menschen. Die meissten sind noch im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte, aber ich kenne auch ein paar andere. Wenn man sich mit denen unterhält, fällt erst mal nichts auf, nur im Laufe einer Unterredung fällt dann auf, daß die Kritikfähigkeit bei den Herrschaften stark zu wünschen übrig lässt. Obwohl scheinbar „normal“ funktionierend sind diese Personen guten Argumenten nicht zugänglich. Das erklärt auch den jetzigen Extremfall.
    Die Fälle wiederholen sich zur Zeit auch täglich, auch in den angrenzenden Niederlanden, noch gestern : http://www.destentor.nl/zutphen/nepagenten-beroven-84-jarige-zutphense-met-babbeltruc~ad6ecee8/

    Allerdings finde ich, Banken und Polizei müssten sich da längst zusammentun. Es ist ja durchaus möglich, das Bankgeheimnis zu wahren, und trotzem die Pol. einzubeziehen.
    Bei solch groben Fällen ist da von Allen Seiten Kreativität gefragt.
    Das Auftauchen von Polizei und Polizeifahrzeug bei der Bank und ein kurzes Ansprechen durch die Beamten hätte mit Sicherheit schon ausgereicht, die Täter in die Flucht zu schlagen, denn das Opfer ist mit Sicherheit auf Schritt und Tritt von den Tätern überwacht worden.
    Und dann wirkt eine echte Uniform und Polizeifahrzeug Wunder.

     
  14. 13. Husky

    @9

    Mir kann das jedenfalls nicht passieren, ich horte kein Geld. Wofür auch freuen sich ja nur die Erben drüber.

    Zudem, selbst die Bank sagt „Vorsichtig“ wer dann immer noch solche Warnungen in den Wind schlägt. Oder nicht einmal bei der (echten) Polizei nachfragt…

    Die Täter gehören natürlich hinter schwedische Gardinen, trotzdem hält sich mein Mitleid mit dem Opfer doch in argen grenzen. Ich hab ja auch kein Mitleid damit wenn einer der bei Rot über die Ampel fährt seinen Führerschein passiert.

    Mal den Kollegen von der Verkehrsabteilung bitte sagen die sollen mal am Freiherr vom Stein so mal ganz zufällig stehen. JEDEN Morgen knallen da mindestens 1-2 Fahrzeuge bei Vollrot drüber…

     
  15. 12. Günter Hoffmann

    @4. Das Opfer stammt noch aus einer Generation in der Anstand ,Respekt , Ehrlichkeit, Mitmenschlichkeit ein maßgebliches Element unserer Kultur war.Das unsere Welt heute so ist wie sie ist hat auch Wurzeln in der Meinung wie Sie sie vertreten.

     
  16. 11. ???

    zu 8. …….gemeint sind leider die Kommentare 1 bis 5 ……… 🙁

    Es gibt leider auch geschädigte Menschen, die sich aus Scham nicht an die Polizei oder Öffentlichkeit wenden

     
  17. 10. Jürgen Böll

    Leider werden ältere Menschen im Alter immer leichter manipulierbar.
    Das ist bei meiner Familie ebenfalls inzwischen seit eingien Jahren immer wieder zu beobachten.
    Diese Gerneration „Kriegskinder“ ist leider inzwischen zu gutgläubig und auch am Telefon leicht zu Herausgabe von Informationen zu bewegen.
    Da wird mal wenn es gut läuft „nur“ mal ein anderer Telefon- oder Stromvertrag aufgeschwatzt (die Dame war ja so nett), da werden Sachen / Verträge an der Haustüre „netterweise“ unterschrieben, weil die Täter die Opfer umgaren und schwindelig reden.

    Wir Jüngeren würden diese Täterklientel von der Türschwelle verjagen oder am Telefon abwimmeln und auflegen, diese Generation aber so um die 70 -90 Jahre alt, fühlt sich nett angesprochen und umgarnt.

    Es ist dann im Nachgang immer zum Haare raufen und man versucht dann es für seine Eltern oder Bekannte wieder gerade zu biegen.
    Auch darf man nicht vergessen, diese Menschen werden im Alter leider, vergesslicher und bekommen Erinnerungslücken, das alles spielt den Tätern dieser perfieden Betrugsmasche in die Hände.

    Aber diesen Menschen einen Vorwurf / Vorhaltungen dafür zu machen, ist der falsche Weg.

     
  18. 9. Echte Kriminalpolizei

    DANKE Ralf!

    Dann wollen wir mal hoffen, dass all die, die sich hier weit aus dem Fenster lehnen, nie alt werden und auch nie Opfer eines Betruges …

    Ihr wisst gar nicht, wie diese Leute jemanden redetechnisch um den Finger wickeln können …

    Opfer von derartigen und anderen Betrugsdelikten, wo man rein durch geschicktes Reden des/der Täter/s über den Tisch gezogen werden soll, sind auch schon seriöse und „abgezockte“ Geschäftsleute geworden und auch Privatleute, die mitten im Leben stehen und die Masche/n aus den Medien kennen …

    Man sollte nicht die Opfer noch verhöhnen und vor allem nicht von sich behaupten, dass einem das nie passieren könne …

    Wir sprechen uns dann wieder, wenn wir uns bei der Aufnahme der Anzeige sehen …

     
  19. 8. ???

    @6. rd

    Es ist sehr gut, dass Sie sensible Worte für das bemitleidenswerte Opfer veröffentlichen!

    Alle anderen Kommentare bis jetzt, sind ohne Feingefühl und unter der Gürtellinie………..

     
  20. 7. Markus van Appeldorn

    Die Warnungen vor und Berichte über solche Straftäter erreichen ältere Menschen leider oft nicht. Und diese Generation hat in der Regel noch hohes Vertrauen und Respekt gegenüber der Polizei. Besonders die Kinder- und Enkel-Generation muss Eltern oder Großeltern daher für solche Gefahren sensibilisieren. Auch der sogenannte „Enkel-Trick“ funktioniert leider bis auf den heutigen Tag und dahinter stecken mafiöse Strukturen.

     
  21. 6. rd

    Bevor jetzt hier alle auf dem beklagenswerten Opfer herumhacken… Es ist leichter, hereingelegt zu werden, als einem lieb sein kann. Die Masche der Täter war schon perfide. Eventuell hätte m.E. die Bank bei Beträgen dieser Größenordnung etwas nerviger sein sollen, aber offenbar gab es ja zumindest Versuche, das spätere Opfer von seinem Vorhaben abzubringen.

     
  22. 5. R K H

    Wir sollten für das Opfer ein Bier trinken. Ähh, worum ging es nochmal ? Ich trage keine Weiß-Blauen Anzüge, bin größer als 172. Jogginganzüge sind für mich ein NOGO. Männer in Uniform…… find ich irgendwie……

     
  23. 4. Husky

    @1

    Ich hab da auch kein Mitleid mehr mit. Das war mittlerweile überall und in allen Medien…

     
  24. 3. Andreas Bulkens

    Nun, eine derartige Summe häuft sich selten eigenständig an.
    Ohne die Person zu kennen oder ihr übel nachreden zu wollen:
    Wer zeitlebens das notwendige Fingerspitzengefühl und die Finesse hatte, einen derart stolzen Betrag ansammeln zu können, der hätte aufmerksamer sein können.

    Die Methoden sind bekannt und werden entsprechend kommuniziert. Wirklich sehr traurig, dass das bemitleidenswerte Opfer hier nicht den wachen Geist und das richtige Bauchgefühl (mehr) hatte.

     
  25. 2. Märzenkind

    Wie blöd, den Aprilscherz schon am 09.03. zu veröffentlichen! Alles andere als ein solcher würde bei mir jedoch auch nur Gelächter auslösen!

    Also, so oder so.. Unglaublich!!

    Sofern es sich um Erpressung gehandelt hätte, schlimm genug nicht die Polizei einzuschalten, aber sich um ne halbe Million erleichtern zu lassen…

    … Zum Glück kann ich bei diesen Summen gar nicht mehr mitreden, und somit ruhig schlafen!

     
  26. 1. laloba

    Wie blöd sind die Leute eigentlich?