Früher Hase fängt die Möhre: Architekten Hülsmann & Thieme preschen mit Minoritenplatz-Planung vor!

rd | 10. März 2017, 12:54 | 47 Kommentare
Blick aus der so genannten „Wallgrabenzone“ (Visualisierung Hülsmann & Thieme)

Blick aus der so genannten „Wallgrabenzone“ (Visualisierung Hülsmann & Thieme)

Viel Bau, wenig Platz: Blick von oben auf den Minoritenplatz (Visualisierung: Hülsmann & Thieme)

Viel Bau, wenig Platz: Blick von oben auf den Minoritenplatz (Visualisierung: Hülsmann & Thieme)

Früher Hase fängt die Möhre: Zwar läuft gerade erst die Bürgerbeteiligung für die Planung des Minoritenplatzes, aber manche haben schon fertige Konzepte in der Schublade! Die Klever Architekten Hülsmann, Thieme & Minor (HTM-Architekten) stellten heute ihre Pläne für die Bebauung der großen Lücke im Herzen der Stadt vor. Zusammengefasst: Viel Bebauung (3415 Quadratmeter Gewerbefläche, Architekten wollen halt bauen) und wenig Platz (1000 Quadratmeter) – orientiert an der städtischen Variante C. Keine Autos mehr im Blick (185 Tiefgaragenstellplätze).

Hier im Originaltext, was die Architekten ausgeheckt haben:

Die Bebauungs- und Nutzungsstruktur des Quartiers und die Struktur seiner neuen Wege, Sichtachsen und öffentlichen Räume, soll sich in die vorhandene Nachbarschaft einfügen. Eine optimale Ausrichtung der Baukörper ist zwingend notwendig. Die damit verbundene beste Belichtungssituation für jede einzelne Wohnung, in Verbindung mit unserem Standort, wurde umgesetzt. Bei der Suche nach der Typologie der Gebäude stand die Gliederung der Gebäude und Gebäudevolumen im Vordergrund. Sämtliche Fassadenmerkmale thematisieren die konstituierenden, architektonischen Elemente, wie Sockel, Fassade und Satteldach. Die Struktur des Tragenden im Erdgeschoss. Die unterschiedlichen Fassaden als ästhetische Dimension, als Zeichen des Gestaltungswillens. Das Dachgeschoss, inklusive Satteldach ist leicht aufgebaut, und bildet einen deutlichen Abschluss.

  • 2 Gebäudekomplexe mit insgesamt 8 Giebeln. Jeweils in Nordausrichtung 4 Giebel zur Wallgrabenzone und 4 zur Minoritenstraße in Südausrichtung. Überbaubare Fläche orientiert sich an der Bebauungsvariante C. Die jeweiligen Baufenster werden erdgeschossig überbaut.
  • Ab der Obergeschossebene organisieren sich 2 Gartenhöfe. In Nord-Süd Richtung optimal belichtet. Zugänglich ausschließlich für Bewohner der Wohnhäuser von der Minoritenstraße.
  • 75 % öffentlich geförderter Wohnraum (ca. 60 Wohnungen). 25 % frei finanzierter Wohnraum (ca. 20 Wohnungen).
  • In der Längsausrichtung der Gebäude drücken sich die Balkone Wohnungen (dieser Satz bedarf einer Übersetzung, die gerne nachgereicht wird, sobald sie vorliegt).
  • Maximale Aufweitung der Gartenhöfe bis auf ca. 23 Meter.
  • Grünachse und Wasserlauf verlaufen in Ost-West Richtung.
  • Erschließung der Gewerbeflächen im EG durch Toröffnungen

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47 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 47. Max Knippert

    @46. Benno

    Die Denkpause hat damals zum Bürgerbegehren und Bürgerentscheid einen Vertreter von Mehr Demokratie e.V. eingeladen der beraten hat, weil die Rahmenbedingungen nicht eifach sind. Aber meiner Erinnerung nach können die Klever Bürger sich gegen den Verkauf des Grundstückes aussprechen und das wäre bindend. Wenn es aber einen Ratsbeschluss zum Verkauf geben sollte, kann bis 1 Tag vor der Abstimmung verkauft werden!

    Voraussichtlich wird der Bebauuungsplan-Plan zum Minoritenplatz bis zu den Sommerferien zur Beratung & Abstimmung vorgelegt. Und dieser B-Plan will BAUEN – auch wenn die Mehrheit der Klever es überhaupt nicht will. Sobald der B-Plan bekannt ist, sollten jeder der nicht damit einverstanden ist aktiv werden. Gerne nehme ich dich in den Verteiler der Denkpause auf? Schreibe mir einfach kurz privat.

     
  2. 46. Benno

    @ 45 Max Knippert: wie und wo kann ich dieses Bürgerbegehren bzw. Bürgerentscheid unterstützen? Bisher habe ich in dieser Sache nichts gelesen oder gehört.

    Ich wäre sofort dabei, denn ich sehe hier mit der “zwanghaften” Bebauung des Minoritenplatzes mit Geschäfts- und Wohnhäusern das Durchsetzen einiger Privatinteressen, aber nicht die Umsetzung des Bürgerwillens. Die Forsa-Umfrage unterstreicht den Bürgerwillen.

    Benno

     
  3. 45. Max Knippert

    @42. Benno

    Diese Frage hat die Offene Klever dazu gebracht, das Meinungsforschungsinstitut Forsa damit zu beauftragen.

    Das Ergebnis wurde am 25. April 2017 im Rilano vorgestellt. 50% der Klever sind gegen eine Bebauung des Minoritenplatzes. In keiner Bevölkerungsgruppe fand sich eine Mehrheit für eine Bebauung. Selbst unter den Bebauungs-Befürwortern sind 52% für einen begrünten Parkplatz.

    Aber dieses Ergebnis wurde von den ‚anderen‘ Parteien nicht zum Anlass genommen, eine Bebauung in Frage zu stellen und konsequenter Weise auch vom Tisch zu nehmen (?). Es wird an einem Eckpunktepapier (https://www.kleve.de/C12572B300270277/html/AF84CF4971B8725FC12580AC0032BE74/$File/eckpunkte_unterstadt_endversion.pdf?OpenElement) festgehalten, das nach jahrelangem Streit, von allen Fraktionen erstellt und angenommen wurde. Aber die Offenen Klever haben nur 11% und konnten sich nicht damit durchsetzten eine Nichtbebauung überhaupt auch nur ansatzweise zu diskutieren…

    Persönlich denke ich nach wie vor, das sich am Minorittenplatz die städtische Lebensqualität Kleve entscheiden wird. Wenn dort wieder eine sinnlose und baukulturell abstoßende Baracke entsteht – ist die Aufenthaltsqualität für 100 Jahre im Zentrum Kleves ein für allemal futsch.

    Kleve war und ist eine ganz besondere Gartenstadt und das sollte sich auch im Herzen der Stadt wiederspiegeln. Aber es gibt ganz offensichtlich eine sehr machtvolle Minderheit, die um jeden Preis bauen will ! Warum das so ist, kann sich jeder leicht selbst beantworten.

    Ich halte letztlich ein Bürgerbegehren bzw. Bürgerentscheid für unausweichlich. Aber dazu sollten sich alle Bebauungsgegner engagieren und der Minderheit deutlich machen, was Demokratie ist.


    Link zum Umfrage Ergebnis:
    http://www.offene-klever.de/index.php/aktuelles/stadtentwicklung/30-minoritenplatz/240-ergebnisse-forsa-umfrage-minoritenplatz

     
  4. 44. ???

    @43. Benno

    Ja, jedenfalls etwas, was mit einem Handlungskonzept (Steuergelder) unbedingt gefördert oder befördert werden muss………. es ist einfach nur traurig, wie man mit der Bürgerschaft umgeht.

     
  5. 43. Benno

    @ 40 Skulpturenpark? Oder doch Basaltresterampe?

    Benno

     
  6. 42. Benno

    Die Frage, die ich mir Stelle: möchte überhaupt der Großteil der Klever Bürger eine Bebauung wie auch immer Sie aussehen mag, haben? Viele wünschen sich wohl eine „grüne Lunge (Miniatur Central Park)“ im Stadtkern von Kleve. Sollte es so sein, warum sperren sich dann unsere Volkvertreter gegen diesen Wunsch? Ich persönlich wundere mich darüber, dass der mehrheitliche Bürgerwille einfach so ignoriert wird.

    Jede Stadt pflegt Ihre Geschichte. Und was machen wir? Aus der Wilhelm Frede Schule wird die Schule am Forstgarten, die alte Fassade der evangelische Kirche der Großen Strasse wurde abgerissen, die Zeichen als Kleve Kurstadt war und die Prominenz bei Hotel Bollinger zur Karneval zum Beispiel einkehrte, Abriss. Der in der jungen Stadtgeschichte von Kleve meiner Meinung nach geglückte Neubau steht auf dem ehemaligen Walravengrundstück. Sei es Voba- oder Rilanoneubau, Spoycenter, Deutsche Bankbau, einfach nicht mein Geschmack.

    Und wieso muss dann der Minoritenplatz zur Steinwüste verkommen? Warum wird die Geschichte des Platzes (Klostergarten) nicht wiederbelebt. Könnte dort nicht ein Teil des Platzes für den „Stadtgarten“ der erst an der Spoy, dann am Platz des alten Büdchens an der Rampenbrücke, war, bereitgestellt werden? Wofür haben wir „so hochgelobte“ Stadtplaner? Fehlt es an Fördergeldern, dass man sich der „grünen Idee“ des Minoritenplatzes unddes mehrheitlichen Bürgerwillens verschließt?

    Benno

     
  7. 41. jean baptiste

    @37. Thomas Velten
    Scharf gedacht, Herr Felten, nur, wenn man wegen Personalmangel so im Stress ist, verwässert der Blick.

    Das mit “ mit den laufenden Aufgaben voll ausgelastet ist“ Umschriebene lässt sich schon jetzt passend mit dem Fachwort Euphemismus beschreiben, aber : wij zullen doorgaan … tot het een hit gaat worden , parodierte bereits 1975 der bekannte Komiker Andre van Duin , and that´s what it will be.
    Aktionismus ist in Kleve nicht zu stoppen, jedenfalls nicht mit Argumenten, höchstens mit leeren Kassen.

     
  8. 40. ???

    @39. Martin Fingerhut

    Somit soll also das Förderprogramm aus dem (ver)wunderbaren Handlungskonzept fortgesetzt werden.

    „Skulpturenpark“? mit spezieller, bewilligter Kunstförderung für die Verdummung der Klever Bürgerschaft eingekauft?

     
  9. 39. Martin Fingerhut

    Früher (Oster)Hase fängt RasenStreifen :
    Auf Antrag der CDU soll der RasenStreifen entlang der HafenStraße schon jetzt bis zum Kanal verlängert werden.
    Die “Diskussion” gestern im Haupt- und FinanzAusschuß signalisiert breite Zustimmung.
    Die “großZügige” “ParkAnlage” soll den Bürgern verdeutlichen,
    wie “wenig” restliche Fläche noch zugeklotzt werden soll.

     
  10. 38. Klaus

    @33. HP.Lecker
    Also gerade mal ein Viertel Fußballplatz. Naja, das ist dann eher ein Plätzchen.

    @all
    Wird der Platz vor dem neuen Rathauseingang eigentlich gestaltet ohne, dass eine Anbindung an die Tiefgarage hergestellt wird? Dann muss der Platz doch wieder aufgerissen werden! Ok, wahrscheinlich erst in 15-25 Jahren. Bis dahin sind die Verursacher schon alle lange in Beamtenpension.

     
  11. 37. Thomas Velten

    Nachdem nun Frau Northing, Herr Haas und Herr Brauer mehrfach betont haben, dass der Fachbereich Planen und Bauen unter Personalmangel leidet und mit den laufenden Aufgaben voll ausgelastet ist, sollte für ein solch umfangreiches und komplexes Projekt wie der Bebauung des Minotenplatzes gelten: JETZT NICHT!

     
  12. 36. otto

    Wo bleiben eigentlich die Gestaltungsvorschläge wie Flächen bebaut werden könnten, so wie es bei der Vorstellung
    in der Stadthalle angedacht war? Wenn ich mich recht erinnere, gab es für eine bestimmte Fläche überwältigende
    Zustimmung.

    Schon vor einigen Jahren verschwanden die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung still und heimlich in irgendwelchen
    Schubladen und modern so vor sich hin, wenn sie nicht, ja wenn sie nicht……..

    Die Kasernenvorstellung lässt ahnen, dass es ein Vergnügen wird, die Leerstände incl. Spoycenter vorwärts und rück-
    wärts zu zählen. Vielleicht wird auch bunte Wäsche auf den Balkonen im Wind trocknen und dem Ganzen
    einen farbenfrohen, schon südlich anmutenden Touch verleihen.

    Auf der kleinen, grünen Hufeisenfläche lässt sich das, vom brennenden geliebte Klosterplatzmonument, trefflich wiederherstellen,
    sogar das einzelne Gipfelhundepinkelbäumchen käme wieder zu Ehren. Hinzu kommen Stühlchen und Bänkchen und man wird
    in Ruhe über einen weiteren Schandfleck philosophieren können.

     
  13. 35. John Doe

    Den im Artikel präsentierten Entwurf von HTM finde ich persönlich maximal „lauwarm“. Allerdings würde ich selbst diesen einer möglichen Verschandelung à la Hundertwasserhaus vorziehen. Na ja im Prinzip würde ich ALLES einem grässlichen Hundertwasserhaus vorziehen. Ich bin noch immer schockiert darüber, wie viel Unterstützung dieser architektonischer (Alb)-Traum der 68er Generation zum Zeitpunkt der Vorstellung im Herbst genoss.

     
  14. 34. laloba

    Mal vom Platz abgesehen: Die Leute wollen beim Shoppen flanieren, gucken, Eis essen, im Straßencafe sitzen, gucken … das bieten die hier geplanten Gewerbeflächen plus Umgebung nicht wirklich … außerdem gab’s ja auch schon den Hinweis auf die Leerstände in der City … es könnten also unlebendige, schattige Gänge werden, wo dann auch niemand gerne wohnt (weil es für das gleiche Geld bessere Lagen gibt in Kleve), außer vielleicht Studenten wegen der Nähe zur Hochschule, aber für die ist es dann wohl zu teuer.

    Was die Grünanlagen mit den Wegen drin angeht: Das ist so ein geführtes Spazierengehen … liebe Leute, hier sind die Wege, auf denen ihr rumlaufen könnt. Auf einem schönen Platz kann sich jemand in die Mitte stellen und Musik machen, singen, jonglieren oder was auch immer … in der geplanten Grünanlage würde das wohl kaum jemand tun

     
  15. 33. HP.Lecker

    @2 Klaus

    Zitat: „Wieviel vom Rathausplatz noch übrig bleibt, erkennt man nicht. Bleibt da noch ein nennenswerter Platz übrig?“

    Wenn die Variante C dem Entwurf zugrunde gelegt wurde, dann entstünde ein Rathausplatz von ca. 1.620 qm.

     
  16. 32. Scholtz-Knobloch, Götz

    Den Vorschlag von Hülsmann & Thieme finde ich gut.

     
  17. 31. Max Knippert

    @30. jean baptiste

    Ich gebe Ihnen völlig Recht.

    „Wer ermahnen will, muß vor allem auf das Ehrgefühl und den Ruf des zu Ermahnenden achten. Denn wer die Scham verlernt hat, dem ist durch Ermahnung nicht beizukommen“ Epiktet

     
  18. 30. jean baptiste

    @23. Max Knippert
    das mit den 12.500 für die Voba hat kleveblog
    http://www.kleveblog.de/gute-nachrichten-zur-wochenmitte-2-volkbank-erhaelt-hoechste-foerdersumme/
    schon längst gemeldet.
    Eigentlich sehe ich dort weder ein Haus – noch einen Hof .
    Gedacht ist das aufgelegte Programm eher für die Sanierung unansehlicher Hinterhof-Ansichten (neues Verfugen , Verputzen , u.a.). oder verfallenen Fassaden.
    Daß die Voba das für dieses Projekt bekommt ist entweder ein grober Fehler in den Förderbedingungen oder ausgebuffte Auslegung des Programms.
    Aber wie beliebe ich zu sagen …. pecunia non olet

     
  19. 29. jean baptiste

    @7. rd
    Mein Vorschlag wäre eher … wir können nix , auch keine Plätze ….
    Für den Bau der Hochschule zeichnet der Kreis verantwortlich, und die Parkgarage kommt eher aus Schilda … keine Zufahrt …
    Selbst der letzte Marktplatz (Linde) wurde jetzt offiziell mit Schildern quasi halbiert.
    Geld für Beschilderung ist anscheinend vorhanden , für die Sanierung der öffentlichen Sch..ßhäuser (sorry, Toiletten kann man das echt nicht nennen) ist wohl nicht aufzutreiben.

     
  20. 28. HP.Lecker

    @27 laloba

    Ok.

     
  21. 27. laloba

    @HP.Lecker Der ist aber laut HOAI (wird vielleicht bald gekippt) wesentlich geringer … ein bisschen Ironie war bei meiner These auch dabei

     
  22. 26. ???

    Ohne diesen oder irgendeinen Entwurf zu bewerten…………man könnte auch auf diesem „Platz“ einen Campingplatz eröffnen, für die Menschen, die keine kleine Wohnung in der Stadtmitte mehr finden und/oder die gestiegenen Mietpreise in Kleve nicht (mehr) bezahlen können………… nur mal so für die Menschen, die in ihren Einfamilienhäusern mit Garten „sitzen“ und über die Zukunft anderer Menschen „planen“ und diskutieren……..

     
  23. 25. otto

    Max, deine Frage nach dem warum ist leicht zu beantworten. Sinnvolle, bzw. vernünftige Lösungen
    werden weder gewünscht, noch diskutiert. Solch einer Gefahr muß rechtzeitig begegnet werden⛑

     
  24. 24. Mari Hölscher

    AUA …. AUA… WEH!

    Wo kann ich da noch meine Tränen lassen? Von meinen Träumen mal ganz abgesehen!

    Kalte Einsamkeit vorprogrammiert! Da können noch nicht mal Vögel nisten.

     
  25. 23. Max Knippert

    Es steht nach wie vor die Frage im Raum – WARUM überhaupt gebaut werden soll?

    Der Klever Haushalt ist gesund und es wurde sogar in die Rücklage eingezahlt. Andere Städte bekommen bei diesem Vorstellung nasse Augen. Außer bei Kleinwohnungen ist der Immobilienmark übersättigt und sogar eine Immobilienblase wurde vor 5 Tagen in der RP durch den Haus- und Grundbesitzerverein befürchtet. Das zusätzliche Einzelhandelsflächen nötig sein, ist frei erfunden. Möbel Craemer (1000m2) steht seit 3,5 Jahren leer und die Flächen von Strauss suchen auch einen Nachmieter.

    Und selbst wenn es so wäre, was nahezu ausgeschlossen ist, können im Bestand Flächen zusammen gelegt werden. Troyes, eine Stadt mit 60.750 Einwohnern im Nordosten Frankreichs hat dies selbst in 300 Jahren alten Gebäuden bewiesen.

    Der wirklich einzigste Grund – ist und bleibt – unser Rathaus ohne Tiefgaragenzufahrt !

    Heute steht in der Rp, das die VoBa 12,500€ (http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/volksbank-erhaelt-foerdermittel-fuer-fassade-aid-1.6681413) aus dem Fassaden- und Hofflächenprogramm erhalten hat. Das Ergebnis ist gut gelungen, aber warum muss eine Bank für ein Renditeobjekt Steuergeld erhalten?

    Jetzt mal eine Frage anders herum. Warum tun sich nicht einfach die VoBa und die Deutsche Bank zusammen und bauen für Kleve eine Tiefgarage und obendrauf bleibt alles frei? Der Rat könnte ihnen das Grundstück ( unterirdisch ! ) für 1€ überlassen.
    So hat es Hans Hoorn in Maastricht mit Q-Park gemacht.

    So würde man sich viele Freunde und viele Kunden machen und wir könnten endlich über etwas anderes reden…

     
  26. 22. HP.Lecker

    @20 laloba

    Die These, dass Architekten wegen ihrer Honorare keine Plätze mögen, halte ich für Unsinn. Plätze und Frei4äume sind in der Regel Teile eines Gesamtkonzepts. Und die Planung von Freiflächen löst doch auch einen Honorar anspruch aus. In der HOAI gibt es dazu eine eigenen Bereich.

     
  27. 21. Herbert Matthias

    Wieder einmal ein Entwurf, den keiner braucht. Warum lässt man sich nicht mal etwas anderes einfallen.
    Ein schöner Park mit Spielplatz und Freiraum für Veranstaltungen zum Beispiel wäre doch schön.
    Das einzig positive an dem Entwurf ist, dass der schreckliche Volksbanktempel verdeckt wird.
    Und bitte keine Parkplätze für PKW, diese haben schon mehr als genug Öffentlichenraum in Beschlag.

     
  28. 20. laloba

    Das da oben ist kein Platz, das sind ein paar Grünanlagen und im Vordergrund der Planung stehen Häuserblöcke, denen die Leichtigkeit fehtl. @HP.Lecker Glaube, dass Architekten keine Plätze mögen. Je größer der Platz, desto weniger kommt für sie dabei rum. Deshalb kommt dann oft so was dabei raus.

    Kleve muss sich entscheiden: ein Platz oder irgendeine Bebauung. Die wichtigste Frage dabei: was wollen die BürgerInnen?

     
  29. 19. Stefan Schuster

    *Selbstzensur*
    Erster Absatz gelöscht, das war Satire.

    Mal im Ernst:
    Wie weit sind eigentlich die Arbeiten am digitalen Stadtmodell gediehen? Mein letzter Wissensstand ist, dass bereits vor etlichen Monaten Hard- und Software dafür gekauft wurde. Ist das eine verlorene Investition angesichts der Personalflucht in der Verwaltung, oder gibt es Fortschritte? Stand der Technik sind virtuelle Kameraflüge um den Planungsraum herum und zwischen den Gebäuden hindurch, damit Proportionen, Perspektiven, Sichtachsen, Höhen, und räumliche Beziehungen zu den Nachbargebäuden dreidimensional deutlich werden.

    Jaja, ich weiß, der hier diskutierte Entwurf kommt von einem privaten Interessenten. Trotzdem: Ich kann bei der Darstellung von Jahrhundertbauten keinen niedrigeren Standard akzeptieren als den, der bei der simplen Planung größerer (kurzlebiger) Messestände schon seit 10 Jahren üblich ist. Ich weiß es, ich habe damals bei einer solchen Firma gearbeitet.

    Es wäre ein Jammer, wenn im Rahmen der Bürgerbeteiligung keine zeitgemäße Visualisierung der verschieden Entwürfe präsentiert wird. Die häufig geäußerte Enttäuschung über Klever Neubauten, bei denen nach Altväter Sitte bemaltes Papier und Styroporklötzchen die wichtigsten Entscheidungsgrundlagen waren, wundert mich nicht.

     
  30. 18. ???

    Wieso benötigt man in Kleve eigentlich immer andere Städte usw. als Vorbilder???

    Wenn es darum gehen sollte, gibt es ganz andere, wirklich interessante, kreativ gewachsene Städte………… 🙂

     
  31. 17. otto

    @9.Laloba,

    du hast den alten Weisheitspruch -Leere ist Form, Form ist Leere- gut erklärt.

    Ein Platz, ideal für einen Marktplatz mit den unterschiedlichsten Nutzungs- und Veranstaltungsmöglichkeiten.

    Dieseer Entwurf mit Kasernen und überflüssigen Ladenlokalen schreit zum Himmel.
    Das Stadt-Bild von Kleve weint, die tätigen Vergewaltiger, wie kann man sie mit ihrem
    dummerhaftigen Geschwätz überhaupt noch aushalten, geschweige denn geistig für voll nehmen.

    Sie sind Opfer einer anderen Leere, ähnlich einer Schale ohne Boden, die niemals genutzt werden
    kann.

     
  32. 16. HP.Lecker

    Losgelöst von der Frage, ob der Platz überhaupt bebaut werden soll, tue ich mich schwer mit dem hier dargestellten Entwurf. Wenngleich ich das Engagement der Architekten begrüße, denn solch eine Planungsleistung ohne konkreten Auftrag zu erbringen, um letztlich einen weiteren konstruktiven Beitrag zur Diskussion zu leisten, ist nicht selbstverständlich.

    Ich empfinde die dargestellten Häuser zu sehr dem Mainstream hin gestaltet. Wie wirkt solche Architektur in 20 Jahren? Derzeit scheint die Planung von kubischen Mehrgeschossern mit obenseitigen Staffelgeschoss genau jener Mainstream in Kleve zu sein. Mal bekommt beinahe das Gefühl, Investoren, Bauherren und Architekten können gar nichts anderes mehr.

    Wie dem auch sei. Neben der Hundertwasser-Interpretations-Idee ein weiterer Diskussionspunkt.

     
  33. 15. Dr. Christoph Heek

    Dieser zentrale, städtebaulich unglaublich wertvolle Platz sollte vor allem dem Wohl der Bürger dieser Stadt und dem der Besucher Kleves dienen. Dies tut er am besten als innerstädtischer Platz. @laloba schrieb völlig zurecht „Plätze weiten den Kopf und die Seele.“

    Kleve braucht Plätze mit Aufenthaltsqualität und nicht noch mehr Gewerbeflächen. Es gibt schon genug Leerstände und es werden vermutlich eher mehr werden. Fragt mal die Klever Geschäftsleute, was die von dieser Art der Nutzung des Menoritenplatzes halten.

    Die Bürgerveranstaltung am 19. September 2016 in der Stadthalle hat aber leider deutlich gemacht, wie der Hase in Kleve läuft. Ich habe mich als Bürger dieser Stadt ausmanövriert und missachtet gefühlt. Allerdings haben die Stadtplaner und Entscheidungsträger sich bereits schon einmal kräftig verschätzt, was den Widerstand der Klever Bürger gegen diese Verklotzung von Kleve betrifft.

     
  34. 14. Kle Peter

    Bitte nicht! Da sind ja Gabionen Fassaden fast chick gegen. Und was soll diese Unsitte mit den Staffelgeschossen?

    Andersherum vervollständigt die Planung die Schäußlichkeiten vom Hotel 130 über den VoBa-Protzbau bis zum städtischen Sarkophag.

    Und immer wenn man glaubt, es geht nicht mehr, kommt noch ein schlechter Entwurf daher.

     
  35. 13. HP.Lecker

    Stellt dieser Entwurf die gedankliche Weiterentwicklung der einst per Massenmodell vorgestellten Minoritenhöfe dar?

     
  36. 12. Husky

    Nunja einen solchen „Platz“ müsste man halt auch benutzen. Kalkar hat eines der besten Eiscafes am Niederrhein genau da am Platz.

    Auf anderen Plätzen in anderen Städten gibt es öfters Konzerte und ähnliche Veranstaltungen. Gut in Kleve gehen halt um 10 Uhr die Fenster auf und wenn jemand spass hat wird die Polizei gerufen.

    Ginge alles aber Kleve baut lieber Klötze

     
  37. 11. Max Knippert

    Die fünf Finger sind seit Dezember 2014 bekannt und wurden jetzt zu 2 Dubletten
    verbunden die im Paterre verbunden und geschlossen sind. Ob unser spärliches Südlicht so einzufangen ist wage ich zu bezweifeln. Aber das sind Themen die ganz hinten anstehen. Kleve hat nach 775 Jahren ein Rathasuviertel mit repräsentativen Platz verdient. 1000m2 entsprechen dem Stolz und Selbstverständnis eines Hundeklos.

    Sorry, Friedhelm und Christian, aber ihr habt das Thema (Kleve) verfehlt.

    Hier noch ein paar Infos aus dem `Lärmaktionsplan der Stufe 2 für die Stadt Kleve´
    Nach einer schnellen Rechnung fehlen in diesem Entwurf mindestens 142 Stellplätze plus XXX um den Status quo zu halten.

    207 – 185 Parkplätze = 22
    80 (60 + 20) Wohnungen x 1,5 Stellplätze = 120
    3415m2 Gewerbe = X

    „Parkraumbewirtschaftung Im Zuge der geplanten Bebauung in der Unterstadt…
    Im Bereich Minoritenplatz sind weitere Tiefgaragenstellplätze vorgesehen, die
    über den Kreisverkehr Hafenstraße / Ludwig-Jahn-Straße erschlossen werden sollen.
    Durch die Bebauung würden dann voraus sichtlich
    207 Stellplätze (Parkplatz Minoritenplatz) entfallen,
    die aber durch das neue Tiefgaragenkonzept ersetzt werden.
    In der Gesamtbilanz besteht somit entsprechend des „Fachbeitrag Mobilität“
    kein Bedarf an neuen Stellplätzen im
    zentralen Bereich der Stadt Kleve [19]“

    https://rat.kleve.de/C1257CF60039C976/html/5F77A0F0C75CDCF5C125800500401AE3/$FILE/LAPII%20der%20Stadt%20Kleve_1.pdf

     
  38. 10. Esther

    Ich bin fest davon überzeugt das die Klever ein Platz wollen. Guckt einfach an einen sonnigen Tag am Elsa Brunnen. Auch wenn es kaum ein Platz zu nennen ist, es ist am ehesten dran in Kleve und es ist immer voll!

    Wir waren letztes Wochenende in Maastricht, was für Lebensqualität! Bitte Menschen-in-Kleve-die-bestimmen, fahre dort mal hin, ein bisschen weiter als Xanten, aber es lohnt sich. Und komme dann zurück voller Inspiration und versuche es hier. Weil dieser Steinquatsch möchte kein Mensch. Und unsere Kinder schon gar nicht!

     
  39. 9. laloba

    Es gibt in Kleve einfach keinen historisch gewachsenen Marktplatz wie z.B. in Xanten oder Kalkar. Ich habe lange an einem niederrheinischen Marktplatz gewohnt und am schönsten war, dass damals nichts weiter drauf stand als in der Weihnachtszeit ein Tannenbaum – und Autos und freitags ein paar Marktstände. Plätze weiten den Kopf und die Seele.

    Plätze sind doch eigentlich einfach. Ein Platz ist erstmal Leere. Aber das wird heutzutage kaum noch ausgehalten. Die Leere sollte natürlich nett umrahmt sein. Nicht mit wuchtigen Häusern.

     
  40. 8. otto

    Die Planung dieser Häuser ist gewiss nicht schlecht, auch nicht scheusslich, aber nicht für den Minoritenpatz geeigent. In den
    von Andre Gerritzen benannten Städten, mit ihren wunderbaren Plätzen, sitzen Planer mit ihrem Team, deren Herz für ihre
    Stadt schlägt und keine Planungsautisten, die nun einmal mit Plätzen im Stadtzentrum NICHTS anfangen wollen, es fehlt
    ihnen hierzu einfach das notwendige Handwerkszeug.

    Wir können alle noch viel schreiben, denken wir doch an die letzte Vorstellung in der Stadthalle, dann erkennt jeder, wessen Geistes
    Kinder sich um unsere Stadt kümmern und was wir von diesen zu erwarten haben. Ralf, du hast es sehr schön beschrieben.

     
  41. 7. rd

    @André Vielleicht sollten wir einfach zur Kenntnis nehmen, dass Kleve als Ort für Plätze einfach gescheitert ist. Wer Plätze möchte, soll nach Kalkar, Xanten, Antwerpen, Rom, Amsterdam, Bremen. Vielleicht könnte man sogar eine Marketing-Kampagne draus machen, etwas in der Art: „Wir können alles – außer Platzen!“ Dafür könnte sich Kleve im Gegenzug mit Parkhäusern (Hochschule) und Tiefgaragen (Rathaus) rühmen.

     
  42. 6. Andre Gerritzen

    Vor 3-4 Wochen bin ich mal nach Jahren wieder in Xanten gewesen und dort 2 Mal über den Marktplatz gelaufen und dabei ist mir der Vergleich mit dem Minoritenplatz in den Sinn gekommen.
    Nicht weil sie sich ähneln sondern weil sie verschieden sind und bei mir sich die Frage gestellt hat, wieso Kleve so etwas nicht hat.

    Einen sehr schöne gestalten Platz im Herzen der Stadt der für zahlreiche Veranstaltungen und als Treffpunkt genutzt werden kann.
    Hier mal ein 360°-Bild von Xanten – https://goo.gl/maps/8p41cWpRMCw

    Mir kommt auch gerade Marktplatz in Hamm in den Sinn.
    Bin vor Jahren mal dort auf dem „Hammer Summer“ gewesen und der Platz ist mir auch positiv in Erinnerung geblieben.
    https://www.wa.de/bilder/2016/08/01/6625997/743985107-beim-hammer-summer-viel-innenstadt-doch-peter-rosenberger-reicht-effekt-nicht-2zSdOuCHMa7.jpg

    Nur mal so als Kontrast zu Bebauung mit eckigen Kästen. Die schießen in Kleve gerade überall aus dem Boden.

     
  43. 5. Husky

    Mein Gott ist das hässlich, wer die Gewerbeflächen füllen soll ist erst recht fraglich…

     
  44. 4. jean baptiste

    Tja, halt ein drittel Hektar Gewerbefläche mehr für Kleve, allerdings der weisse Aussenputz gefällt mir nicht. Könnte man da nicht Toulouse tobacco Klinkerung verwenden, passt ja besser zum Corporate Identity Stil von Kleve.
    Als tolles Detail möchte ich die unterirdischen Parkplätze hervorheben, die Anzahl ist nominal etwas (ggü. der jetztigen Situation von 164 Plätzen) gestiegen,aber was wird mit den Parkplätzen am Rathaus ? Ausserdem, die neu gebauten Wohnungen nehmen natürlich auch eine gewisse Anzahl in Beschlag.
    Aber wozu braucht man überhaupt Parkplätze, auf 1 Stellplatz PKW bekommt man wenigstens 4 Pedelecs oder Fietsen unter.

    Aber jetzt mal im Ernst: an den Plänen habe ich an und für sich nichts anzumerken, aber doch bitte nicht für d i e s e Stelle.
    Kleve gilt in den Niederlanden als „gezellige“ Stadt, nur was ist an den neuen Blöcken „gezellig“?
    Dauernd werden Gewerbeflächen frei, Spoycenter, Neue Mitte oben, jetzt hat der Blumenladen hagsche Strasse seine Aktivitäten drangegeben, in der Kavarinerstrasse ist auch schon wieder etwas abzusehen, und so ist dauernd was frei.
    Liebes Planerteam, fleissige Arbeit, nur für mich sollte dort erst mal gar nicht gebaut werden.

     
  45. 3. Beobachter

    Ich favorisiere weiterhin die grandiose Idee des verstorbenen Arztes.

    Zwar haben sie die Architekten H&T hier schon Gedanken gemacht, aber am Ende bleiben hohe, graue, langweilige Mauern …

     
  46. 2. Klaus

    Klare Kampfansage an die Hundertwasser-Fraktion.
    Staffelgeschoß mit flachem Walmdach gefällt mir nicht. Besser fände ich alles 4-geschossig.
    Wieviel vom Rathausplatz noch übrig bleibt, erkennt man nicht. Bleibt da noch ein nennenswerter Platz übrig?
    Bei 75% öffentlich gefördertem Wohnraum (wahrscheinlich mit Mietpreisbegrenzung) und einer Tiefgarage als Kostenfaktor wird dort kaum eine nachhaltig repräsentative Architektur enstehen können.
    Trotzdem Hochachtung vor dem Engagement.

     
  47. 1. Elisabeth

    Ganz kurz: einfach scheusslich!!