Flughafen Weeze: „Best-angelegtes Geld“

rd | 02. März 2015, 12:37 | 15 Kommentare

In der NRZ heute ein lesenswertes Porträt des Flughafen-Geschäftsführers Ludger van Bebber. Seine Meinung zu den Finanzen des Flughafens:

„Ich glaube, die Öffentliche Hand hat deutlich mehr Profit vom Flughafen gehabt als der Flughafen von der Öffentlichen Hand. 1000 Arbeitsplätze wurden geschaffen, Millionen-Effekte hängen daran. 30 Millionen Luftverkehrssteuer hat der Airport dem Finanzamt geliefert, 1,3 Millionen Zinsen dem Kreis Kleve. Es ist das best-angelegte Geld für den Kreis und die Gemeinde Weeze“.

Hier der Link zum Artikel: Er stieg ein, damit Visionen real wurden

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  1. 15. rd

    In der FAZ heute, ohne Nennung von Weeze, aber grundsätzlich richtig: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/kleine-flughaefen-scheitern-wirtschaftlich-14302627.html

     
  2. 14. Mr. Heinrich (REN)

    Juhu!

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/airport-kann-bald-zinsen-zurueckzahlen-aid-1.5325168

    Interessante Überschrift. Der Flughafen bekam also nicht nur Kredit, sondern auch Zinsen. Und ein hoch auf jene, die jetzt Bilanzen lesen können. Könnte und sollte ja die Hoffnung erlaubt sein das Zinsen zurückgezahlt werden. Ein super Bericht!

    Bahn frei für neue Kredite! Herrlich. Da hat sich Wim, der arme Kerl, aber mal wieder kräftig von Politik an der Nase.. haha!

     
  3. 13. Martin Fingerhut

    ### die Öffentliche Hand hat deutlich mehr Profit vom Flughafen gehabt ###
    In welcher Kasse landet die LuftVerkehrsSteuer ?
    Beim Bund ?
    Aus welcher Kasse wurde der AirPort großzügig unterStützt ?
    Vom Kreis ?
    Also von den Gemeinden ?
    „DIE“ öffentliche Hand ?

     
  4. 12. Messerjocke

    Das ist genau so gut und ähnlich angelegtes Geld wie die Kredite, die wir im Süden Europas den Ländern teilweise regelrecht aufgeschwätzt haben, um Höckler & Koch, Rheinmetall, Investmentgesellschaften oder sonstigen exportorientierten Konzernen üppige Gewinne zu ermöglichen. Da der Kunde, z.B. Griechenland, sich das gar nicht leisten konnte und die Kredite nun doch nicht mehr bezahlen kann, zahlt eben der Steuerzahler, wir, du und ich. Die privatisierten Gewinne bleiben selbstverständlich dort, wo sie sind, in den Händen jeglicher Verantwortung entbundener anonymer Organisationen.

    Ein zynisches Geschäftsmodell!

    Dieser Flughafen ist eine Volksvermögen in Privatvermögen Umwandlungsmaschine, die vl. ihren Nutzen für einen sehr kleinen Kreis von Interessenvertretern hat, aber nicht für mich.

     
  5. 11. Lohengräm

    @10

    >“…den perfekt organisierten Blubb…“

    = CDU

     
  6. 10. otto

    Fasst man alles zusammen, den fehlenden Kapitaldienst, den Wechsel zur Bahn, die Chinareise, das
    Bürgermeistertaktieren, Bauverstöße etc. dann erkennt man den perfekt organisierten Blubb, jedes Irrenhaus
    wäre überfordert.

    Mir gefällt auch, dass unsere Politik-Blubber die Bürger für Idioten halten, das vereinfacht ihnen das Umgehen mit
    den Bürgern.

     
  7. 9. RJ

    Taktik!

    Herr van Bebber oder?

    Sie haben doch nicht etwa eine profallersche Unterweisung erhalten?

     
  8. 8. Interna

    Dass eine Zeitung so etwas offensichtlich Falsches unkritisch abdruckt…

    Herr van Bebber, wann werden die Zinsen und Kredite zurück gezahlt?
    Bitte wandeln sie zum Beweis ihrer Wirtschaftlichkeit die öffentlichen Kredite in Bankenkredite um und beweisen sie, dass sie mit dem Laden Geld erwirtschaften.
    Nicht nur ihr Einkommen und das von Herrn Buurman, sondern die vertraglich zugesagte Tilgung und Verzinsung der Kredite.
    Jede Bank hätte aus dem von ihnen geführten Laden längst den Stecker gezogen und die Immobilen zerlegt und verkauft.

     
  9. 7. Der Laie

    Bei ~10,00€ Luftverkehrssteuer pro Fluggast sind demnach ca. 3 Millionen Fluggäste durch die Abfertigungshalle geschleust worden.Da betreibt man also einen derartigen Aufwand dafür das am Ende die Kosten nicht gedeckt werden können.Den Nachweis das 1000 Arbeitsplätze geschaffen wurden hat bis heute auch noch niemand erbracht.Es liest sich halt besser, wenn man statistische Mittelwerte von Großflughäfen auch auf den Regional Landeplatz überträgt.
    So betrachtet ist jeder Einzelhändler für den Staat eine kostelose Inkasso Einnahmeeinrichtung ,denn mit jeder verkauften Ware an einen Endverbraucher,darf er die Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen.
    Wenn der Flughafenbetreiber etwas verleichbares macht,ist das dann besonders hervorzuheben.
    Die PR Aktion dürfte mal wieder der Versuch sein im Vorfeld der Zahlungsfälligkeit anzudeuten, wir wollen ja zahlen aber die böse Bundesregierung hat dafür gesorgt das weniger Kunden unsere Leistungen in Anspruch nehmen.Warum ein Flughafen aber immer noch von Parkgebühren und verkauften Fast Food und nicht von startenden und landenden Flugzeugen leben muß,kann wohl nur der beantworten der Kredite zum Nulltarif vergibt.

     
  10. 6. Bernd Derksen

    Im Artikel heißt an nach dem o.a. Zitat ja weiter:
    „Er sagt: „Ich bin ein Organ der Gesellschaft, die Stimme des Flughafens und will die Interessen genau dieses Unternehmens vertreten. Es wäre verrückt, wenn’s nicht so wäre“.“

    Er bekennt sich also zu seiner Subjektivität. Ist doch okay.
    ____________

    Im Vorfeld der Darlehensfälligkeit (2016) dürften die von van Bebber gezeigten Argumentationslinien im politischen Raum genutzt werden.
    Wobei die aktuellen Zinssätze ja den realen Zahlungsmöglichkeiten des Flughafens entgegenkommen dürften. Vielleicht traut sich da doch ein echtes Kreditinstitut als Kreditgeber.
    Aber wenn die das neue Darlehen stellen, würden sie sich ja nicht so vom Flughafen quasi erpressen lassen wie es der Kreis in den letzten Jahren tat. Sie würden halt im Zweifel dann doch die gestellten Sicherheiten in Anspruch nehmen.

    Es wird interessant, wie die Umsetzung der Punkte 5 und 6 der Kooperationsvereinbarung von CDU und FDP im Kreistag denn sichergestellt werden soll (www.fdp-online.info/portal/_data/10Kooperationsvereinbarung.pdf).
    Bislang konnte man es formulieren, ohne die Ernstnehmbarkeit durch reale Politik zeigen zu müssen.

    Aber vielleicht waren die damals öffentlich angemahnten „neuen Konzepte der Finanzierung“ (http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-kleve-und-der-region/keine-neuen-kredite-id9483821.html) doch keine Show für die Öffentlichkeit? 😉

    Und wenn es den realen Kreditinstituten zu heiß ist, gilt bei den Finanz-Profis im Kreistag sicher wieder:
    Aus Verantwortung fürs Geld der Bürger, die weitere Entwicklung, etc. muss ein neuer Kredit den auslaufenden alten ablösen. Wer dies nicht unterstützt, agiert wider die Interessen des Kreises und seiner Bürger. 😉
    (Und der Öffentlichkeit verkaufen wird man es u.a. mit den van Bebber’schen Argumenten.)

     
  11. 5. Meiner Einer

    @ Rambuster

    Da macht er dann lieber als GF einer GmbH in Immobilien….

     
  12. 4. Besserwessi

    Selten so etwas Selbst- und Fremd-Beweihräuchertes -teilweise UNWAHRES- gelesen.

     
  13. 3. rd

    @Rambuster Gute Frage. Herr van Bebber muss den Flughafen vermarkten, daher sei ihm die Beantwortung dieser Frage geschenkt. Aufrechterhalten lässt sich die Behauptung aus dem Zitat, wenn man mildtätig über Grundstücksverkäufe und Kreditstundungen bzw. -umwandlungen hinwegschaut

     
  14. 2. Rambuster

    Ob er sein eigenes Geld in das Millionengrab investieren würde?

     
  15. 1. Lohengräm

    „Zwei mal drei macht vier,
    widewidewitt und drei macht neune,
    ich mach mir die Welt,
    widewide wie sie mir gefällt.“

    😀