Erlkönig (Version Loock Erd- und Tiefbau)

rd | 30. März 2017, 16:39 | 6 Kommentare
Wunderbar: Abriss in der ersten Frühlingssone

Wunderbar: Abriss in der ersten Frühlingssone

Aus der unendlichen Serie „Ein Bild und seine Geschichte“ diesmal die Folge: Der Abriss der Wunderbar – und wie die Nachbarn ihn erleben:

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? –
Siehst, Mutter, du den Loock-Bagger nicht?
Den Bagger von Loock in Rot und Weiß? –
Mein Sohn, es ist der Zeiten Preis.

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  1. 6. ???

    @5. J.J.
    Bei der Stadtverwaltung verbringt man lieber die Zeit mit “sprechenden Toilettendeckeln”……. 😉

     
  2. 5. Joseph Johann

    Bau fängt mit “B” an und hört mit “au” auf. Das ist in Kleve scheinbar inzwischen Standart, auch weil fachkundige Bauleute im Amt der Stadt fehlen. Insgesamt ist das Thema nicht lustig.

     
  3. 4. R K H

    Es wird nicht shakespeare oder goethe sein. versager wie höcke, petry, gauland, versauen alles

     
  4. 3. Niederrheinstier

    Muuuhhh, also ich so auf dem Bild nur einen Bauarbeiter beim dem Versuch, die ehemalige Wunderbar (mit Hilfe eines besseren Gartenschlauchs) zu sprengen, muuuhh! Scheint ihm ja zumindest teilweise gelungen zu sein, muuuhhh! Ob ihm auch noch etwas anderes gelungen ist, wage ich zu bezweifeln: Den gefährlichen, lungengängigen Feinstaub in Mikrometergröße nachhaltig zu Boden zu drücken, muuuhh. Also, wenn sich jetzt in der Nachbarschaft entsprechend feiner Staub niederschlägt, könnte der Baggerführer und sein Chef noch eine ganz andere Erfahrung machen: Klagen von körperlich Geschädigten könnten ja gegebenenfalls noch lästiger sein als die Mieterklagen …, muuu, huuustt, muuuhuuust!

     
  5. 2. Zecke

    Erlkönig, was für eine Schweiße!

    Ja, was soll ich sagen, auch ich hatte schon ein freundliches Gespräch mit dem Baggerfahrer auf der Baustelle. Es war nicht das erste Gespräch mit rot-weiß.

    Eigentlich bin ich ja ganz froh, dass die riesigen Maschinen von der Firma Loock noch Menschen haben aus Fleisch und Blut.

    Also, so steh ich auf der Baustelle, sozusagen auf dem ersten Schutthaufen zusammen mit dem Baggerfahrer. Durch mein Kopf schießen Gedanken von Industrialisierung 4.0. Der Baggerfahrer redet unaufhörlich auf mich ein. Ich höre ihm zu. Trotzdem schießen durch mein Kopf Gedanken wie: autonomes Fahren. Also denke ich, es wird nicht mehr lange dauern, dann werden diese Riesenmaschinen völlig selbstständig Häuser, wie dieses abreißen, zermahlen und abfahren.

    Der Baggerfahrer versucht mir zu erklären, dass es absolut sinnvoll ist Häuser wie dieses abzureißen. Er redet etwas von: „Wissen Sie, was Mieter heutzutage für Rechte haben!“ Alte Häuser zu vermieten ist praktisch unmöglich. Er redet auf mich ein, neue Argumente folgen.
    Irgendwie versuche ich ihm klarzumachen, dass ich ja eigentlich beruflich bedingt hier bin. Also stell ich ihm die Frage: „Wo haben Sie die Genehmigung für den Abriss des Gebäudes, blablabla …?“
    Der Baggerfahrer scheint nicht mit zu bekommen, wie genervt ich von diesen Fragen eigentlich bin. Mein Standardsatz folgt: „Sie brauchen dieses Dokument doch nur sichtbar am Bauzaun aufzuhängen!“
    “ Ach, guter Mann.“ Erwidert er. „Dat is im Büro bei meinem Chef.“
    Ich schenke ihm ein aufmerksames Lächeln.

    Das Schönste auf solchen Baustellen sind die Bauzäune, denke ich. Steht man auf der Baustelle, so hat man den Eindruck, als befinde man sich in einer eigenen Welt.
    Meines Erachtens, kann man das so ein bisschen wie mit dem wilden Westen vergleichen. Die Prärie, in diesem Fall die Stadt, und dann mitten in der Prärie die Baustelle, eingezäunt, eine eigene Welt, mit eigenen Gesetzen. Hier ist ein Mann, noch ein Mann. Staub, Dreck und Lärm. Und der Dieselgeruch von den schweren Maschinen. Und echter Männerschweiß.
    Das einzige was sich geändert hat sind ein paar kleine Details: wo früher die Cowboy´s auf Pferden an geritten kamen, kommen die Cowboy´s jetzt mit einem Mercedes Sprinter mit vollautomatischer ein Parkhilfe angefahren.
    In diesem Moment knallen die Fahrzeugtüren des Pritschenwagens der Firma Siebers. Die Gesichter kenne ich, denke ich in diesem Moment. Wie zwei Cowboy´s nähert sich der Siebers Mitarbeiter dem Loock Baggerfahrer. Es geht irgendwie um die Aufstellung von Containern.

    Ich habe keine Lust mehr.

    Die Sonne scheint für März unnormal stark. Meine Kehle ist trocken. Ach wäre hier doch jetzt ein Saloon. Nicht einmal den gibt es hier.

     
  6. 1. ???

    In Kleve wird es demnächst noch mehr „Abrissnachbarn“ geben………