Dr. Gert Schumacher, 1953-2016

rd | 08. Oktober 2016, 23:33 | 39 Kommentare
Dr. Gert Schumacher

Dr. Gert Schumacher

Kurz vor seinem Tod versandte Dr. Gert Schumacher an Freunde, Weggefährten und Journalisten eine Mail, die rückblickend deutlich macht, wie wenig ihm an eigener Nabelschau und wie viel ihm am Gemeinwohl gelegen war. Die Krankheit, die seit acht Jahren in seinem Körper wütete, war da schon weit, viel zu weit fortgeschritten. Und doch brachte er einen Entwurf zu Papier für den Klever Minoritenplatz, dessen noch verbliebenes Baufenster gerade verplant wird.

Es steht zu befürchten, dass, was auch immer am Ende dort stehen wird, nicht gerade Entzücken auslösen wird. Wie anders dagegen der mit sicherer Hand gezeichnete Entwurf des Mediziners, der für den Platz ein so genanntes Hundertwasserhaus vorschlug, also in einer verspielten, vielleicht auch fast kindischen, lebensfrohen, bunten und auf jeden Fall für Gesprächsstoff sorgenden Bauweise, für die der österreichische Architekt Friedensreich Hundertwasser berühmt geworden ist.

Die Resonanz fiel überwältigend aus, wenngleich das eine oder andere überschwängliche Lob vielleicht auch aus dem Wissen gespeist war, dass eine Verwirklichung nicht zu erwarten ist. Schon diese Reaktionen auf seinen Vorschlag konnte Gert Schumacher allerdings nicht mehr bewusst wahrnehmen. Sein letzter Satz dazu war, so berichten es die Hinterbliebenen in einer Todesanzeige: „Ich habe es angedacht, realisieren müssen es andere.“

Nur fünf Tage, nachdem die Rheinische Post seinen kühnen Entwurf veröffentlicht hatte, starb Gert Schumacher am vergangenen Donnerstag friedlich im Kreise seiner Familie – so, wie er es sich gewünscht hatte. Kleve ist um einen großen Menschen ärmer geworden.

Drei Jahrzehnte arbeitete Schumacher als Arzt, und er gehörte in dieser Zeit zu der Sorte von Medizinern, die sich um ihre Patienten kümmerten, um ein altmodisch klingendes Wort zu bemühen. Schumacher engagierte sich beispielsweise in der Herzsportgruppe, um Infarktpatienten dabei zu helfen, ihre Leistungsfähigkeit zurückzugewinnen und Ängste abzubauen. Auch in der Lebenshilfe, die sich um die Inklusion behinderter Menschen bemüht, war Schumacher als Vorstandsmitglied aktiv.

Und so, wie das Wohl seiner Patienten für ihn mehr war als nur die korrekte Analyse von Laborbefunden, so beschränkte sich das „Kümmern“ nicht nur auf seine Profession. Zeit seines Lebens nahm er regen Anteil an der Entwicklung seiner Heimatstadt, die ihm ans Herz gewachsen war. Wenn er von einer Idee überzeugt war, verfolgte er sie beharrlich – im Falle seines Hundertwasser-Entwurfs legte er kurz nach dem Versand der Zeichnung noch ein Schreiben nach, in der er über mögliche Kosten und die urheberrechtliche Situation informierte.

So gesehen, wird diese Zeichnung, auch wenn deren Chancen einer Realisierung sehr gering sind, das Vermächtnis von Dr. Gert Schumacher für seine Heimatstadt bleiben – zumindest als Ansporn, einmal über den Tellerrand des Gewöhnlichen zu denken, so wie es Jahrhunderte zuvor auch Johann Moritz von Nassau getan hatte.

Wäre zwischen Bank und Rathaus nicht Platz für etwas Schillerndes?

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39 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 39. ???

    @38. jean baptiste

    So weit ich informiert bin, sollen die „Eckpunkte“ geprüft werden.

    Mittlerweile ist dieses Thema auch schon so „abgegrast“, dass man schon besser bald ein „Graffiti-Haus“ bauen könnte……..auch da gibt es sehr begabte Künstlergruppen (siehe Berlin, Hamburg etc……., und auch Andy aus Kleve )

     
  2. 38. jean baptiste

    @34 Jürgen Böll
    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/parteien-im-klever-rat-lassen-hundertwasser-haus-pruefen-aid-1.6387321

    Jetzt ist sie also beauftragt, die Prüfung.
    Wetten, daß beinahe keiner der Fraktionsangehörigen , sei es bei CDU , SPD oder Grüne überhaupt weiss, was er da beschlossen hat ?
    „planerische und rechtliche Umsetzbarkeit eines solchen Hauses „.
    Was ist denn ein „solches Haus“ ?
    Eine Bilder-Suche bei „google“ auf Hundertwasserhaus findet man locker 100 verschiedene Bauwerke.
    Einigen wir uns am besten auf das letzte vom Meister geplante Bauwerk (in Neuseeland). https://hbfalk.files.wordpress.com/2012/01/hundertwasser_toilette1.jpg

    Öffentliche Toiletten kann man in der Stadt immer gebrauchen.

     
  3. 37. Dietmar Shields

    Hamburger HafenCity – Geplant war alles doch mal ganz anders und das könnte auch für Kleve gelten

    Beispiel Hamburger HafenCity
    Vor etwa 20 Jahren legte der Architekt Volkwin Marg eine handgemalte Skizze der HafenCity vor – in Fachkreisen eine echte Ikone. Doch heute 20 Jahre später befindet sich nahezu kein Stein dort, wo Marg ihn geplant hatte.

    Die Skizze, mit der damals alles begann, beeindruckte durch weiche Linienführung und warme Farben. Keine glatte Computeranimation macht auf dem inoffiziellen Gründungsdokument der HafenCity Eindruck, es ist vielmehr gerade das Unfertige, Skizzenhafte, das den Grundstein für das in der Geschichte der Hansestadt einmalige Projekt legte.
    Nun steht das Jubiläum an: Vor genau 20 Jahren legte Architekt Volkwin Marg seine wegweisende Arbeit dem Hamburger Senat vor, ohne die der jüngst verstorbene Bürgermeister Henning Voscherau (SPD) das Projekt nicht erfolgreich hätte starten können.

    Das Kuriose aber ist: Vergleicht man die Arbeit mit der heutigen Realität, findet sich nahezu kein Stein dort, wo Marg ihn ursprünglich mal geplant hatte. Das Urbild der HafenCity – in Fachkreisen eine echte Ikone – ist heute nichts weiter als ein schönes Bild. Nahezu alles kam dann anders.
    Heutzutage gibt es nun mehr Hochhäuser in der HafenCity!

     
  4. 36. Dietmar Shields

    Klever Rat hat einstimmig über ein neues Baugebiet in der Stadt entschieden.
    Die große Freifläche um die es hierbei geht, liegt hinter den Häusern von der Tiergarten-, Hafen-, Spyck- und Flutstraße die das Karree umschließen und dürfte vielen Klevern komplett unbekannt sein.
    Als Art der baulichen Nutzung werde zum einen ein Allgemeines Wohngebiet und zum anderen ein Mischgebiet festgesetzt! Das mag auch daher rühren das „Holz Dorsemagen“ mit seiner Betriebsfläche in das zukünftige Baugebiet hereinragt. Wobei ein so großér Holzhandel in so einem engen Wohngebiet schwierig sein dürfte, man erinnere sich an den Großbrand mehrerer Holzlager vor 2-3 Jahren auf dem Betriebsgelände.
    Hätte es zu dem Zeitpunkt damals dann dort Wohnhäuser auf der Rückseite gestanden, wäre die Situationslage noch angespannter gewesen.
    Vielleicht sollte man von Seiten des Klever Rates, auch eine eventuelle Umsiedlung des Holzhandels in das Industriegebiet überdenken.

    https://www.google.de/maps/@51.7917739,6.1384861,18z

     
  5. 35. jean baptiste

    34. Jürgen Böll
    Dann bin ich einmal gespannt, zu welchem Ergebnis diese Prüfung führt.
    Alleine die Fassadengestaltung setzt voraus, daß man baurechtlich gesehen jede Menge Kröten schlucken muss.
    Nimmt man die Sache ernst und beschäftigt sich mit der Philosophie Stowassers,
    http://www.hundertwasser-haus.info/blog/2011/07/19/das-haus-ist-nicht-mit-normalen-masstaben-zu-messen/
    kommt man schnell zu dem Schluss, daß das an dieser Stelle nicht realisierungsfähig ist.
    http://www.blumau.com/ankommen/philosophie/umsetzung-der-philosophie-friedensreich-hundertwassers/

    An anderer Stelle in Kleve würde es vielleicht passen (auch in die Umgebung) aber ich befürchte, daß Kleve dazu bereit ist.

    Übrigens, ein Schüler Hundertwassers , Horst Kordes http://www.horst-kordes.de/ , hat längere Zeit in der Mühle am Golfplatz in Kalkar gewohnt und lebt immer noch nahe Schwalmtal.

     
  6. 34. Jürgen Böll

    Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, die Klever CDU beauftragt Verwaltung, Hundertwasserhaus zu prüfen. Mehr siehe RP online

     
  7. 33. Elvira Rohra

    @32. Max Knippert

    Vielen Dank!

     
  8. 32. Max Knippert

    @30. Elvira Rohra

    Mir ist nicht bekannt seit wann die Stadtverwaltung die Häuser übernommen hat bzw. die Idee verfolgt die Häuser abzureißen.
    Mindestens aber seit März 2012, wie auf der Zeichnung, siehe Artikel, zu erkennen kann.

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/kleve-naeher-ans-wasser-aid-1.2760710

    Ich kann Ihnen nur empfehlen im `Ausschusses für Bürgeranträge´ ihre Anliegen & Fragen evt. als Antrag formuliert vorzubringen. Vorsitzender ist Heinz Görtz.

     
  9. 31. Jürgen Böll

    Der Bau eines Hauses im Sinne des Wiener Künstlers ist auch nach seinem Tod noch möglich.
    Das erklären nun die Nachlasswalter in Wien, denn es werde die Ernsthaftigkeit, der Zweck und die Wirtschaftlichkeit einer solchen Anlage für Kleve geprüft.

    Das Projekt Hundertwasserhaus in Kleve kann also den nächsten Schritt wagen.
    Die Nachlasswalter des Wiener Künstlers stehen dem Vorschlag des Klever Arztes Dr. Gert Schumacher, ein solches Haus auf dem Klever Minoritenplatz zu bauen, wohlwollend gegenüber: „Vielen Dank für die erfreuliche Nachricht, dass in der nordrhein-westfälischen Stadt Kleve ein natur- und menschengerechteres Hundertwasser Architekturprojekt diskutiert wird“, schreibt Joram Harel auf Anfrage der Rheinischen Post.
    Harel ist Vorstand der „Hundertwasser Gemeinnützige Privatstiftung“, die ihren Sitz in der Wiener Colloredogasse hat.
    Harel stellt aber klar: „Ein Architekturprojekt unterliegt dem Urheberrecht, da es sich um eine geistige Schöpfung handelt. Wenn jemand ein Werk Hundertwassers verwerten möchte, muss er selbstverständlich von der Stiftung die Erlaubnis dafür schriftlich einholen“.

     
  10. 30. Elvira Rohra

    @29. Max Knippert

    Nächste oder besser, andere Frage…..

    Können Sie verstehen oder bitte eventuell erklären, warum die Stadt Kleve (also wir, die Bürger!) mit Zustimmung der Politiker (also unsere Bürgervertreter!) u.a. die intakten, bewohnten Wohnhäuser, Lohstätte 17 und 19 gekauft hat, mit der bewussten Absicht und Sinnigkeit, diesen bezahlbaren Wohnraum für Menschen !!!
    (also Klever Bürger/innen), dem Erdboden gleichzumachen, um eine „bessere“ Straßenführung zum Parkplatz Stadthalle zu bauen?

     
  11. 29. Max Knippert

    @ 23. Nicht nur ein Haus
    Ich teile Ihre Einschätzung, das es Herrn Schuhmacher weniger um Farbe und Form ging, und vermutlich mehr um die sozialen Aspekte von Stadt & Architektur.

    Im Grunde geht es doch im `Herzen einer Stadt´ insbesondere um Stadtidentität. Der Minoritenplatz steht aber leider für nicht enden wollende Planungsversuche und dies hat wiederum dazu geführt, das dieses -M- Wort bei sehr Vielen nur noch Herpes verursacht als den Wunsch – mitzugestalten. Hier ist Herr Schuhmacher eine wohltuende Ausnahme, aber es ist schon bemerkenswert, das ein Arzt die Stadtplanung Diskussion mehr beflügelt als alle Architekten, Politiker und Verwaltung der letzten Jahre zusammen genommen…

    Ketzerisch könnte man jetzt fragen, sollen die Stadtplaner, Architekten und Politiker in Kleve jetzt besser operieren oder medizinische Diagnosen stellen? Aber beiden Berufsgruppen ist zumindest etwas gemein; die Vorbeugung, die Diagnose und die Behandlung sind sowohl bei Krankheit & Gesundheit als auch bei Stadtplanung anwendbar. Aber die Beschäftigung mit dem M-Platz ist immer nur eine `irgendwie Behandlung´ gewesen. Die Diagnose fehlt gänzlich und die Vorbeugung von zur Krankheit führender Einflüssen ebenso.

    Stadtidentität beeinflusst wesentlich das Wohlbefinden der Menschen & Stadtidentität hat immer mit Wahrnehmung und mit ästhetischem Bewusstsein zu tun. Diese muss immer wieder neu ihrer aktuellen Bedeutung nach für Bürger und Besucher definiert und gegen schädliche Einflüsse erkämpft bzw. verteidigt werde. Es gibt kein zuständiges „Amt für das seelische Wohlergehen“ in der Stadt. Darum sind Bürgerinitiativen so wichtig, auch wenn diese bei Manschen den Eindruck erwecken, das dort Neinsager zusammenkommen. Aber genau das Gegenteil ist der Fall.

    Warum diskutieren wir nicht besser, was die – Klever Identität – eigendlich ausmacht?

    @28. jean baptiste hat es angesprochen.
    In Kleve wird Stadtplanung von der Verwaltung vorgegeben und nicht durch Bürger und Politik ausgehandelt – formuliert – definiert und beschlossen. Hier liegt der Hase im Pfeffer?

    Wir alle sind es somit selber Schuld, wenn eine Fehlplanung die Andere ablöst !

    Was macht Kleve heute aus ?

     
  12. 28. jean baptiste

    @26 Heinz Thoma
    Ihre Frage bezügl lokale Politiker “ Oder hatten die schon irgendeinen Null-Acht-Fünfzehn Bau auf dem Minoritenplatz geplant “ geht doch total an der Klever Realität vorbei.
    Anderswo kommen die Leitlinien aus der Politik und werden dann in der Verwaltung entsprechend aufgearbeitet und in Ratsvorlagen umgesetzt.
    Wenn sie wissen möchten, wie das in Kleve läuft und wer hier das Sagen hat, lesen Sie einfach die RP
    …schon bei Nutzungsänderungen ist der Eigentümer auf das Gutdünken des Planungsamtes angewiesen. „Wir wollen das aber wohlwollend begleiten“, sagt Posdena
    Quelle :http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/vier-winde-ein-stueck-heimat-in-gefahr-aid-1.6312531

     
  13. 27. Chewgum

    Die Bedeutung von Hundertwasser ist wohl unbestritten. Seine „ungeraden Linien“ waren auch Kontrapunkt zum schablonenhaft und mit dem Lineal am Schreibtisch geplanten Holocaust der Faschisten im Dritten Reich.

    Seine Kunstwerke sind Ausdruck der Seele, die auch keine geraden Linien oder Ecken kennt.

    Aber würde ein Hundertwasser-Haus ins Klever Stadtbild passen? Das sähe mMn sehr gewollt aus.

     
  14. 26. Heinz Thoma

    Mein tiefstes Beileid der Familie.

    Bezüglich des Hundertwasserhauses: Gab es eigentlich schon Stellungsnahmen von unseren lokalen Politikern hierzu? Oder hatten die schon irgendeinen Null-Acht-Fünfzehn Bau auf dem Minoritenplatz geplant und sind weder flexibel noch fähig genug um so eine monumentale Idee wie das Hundertwasserhaus in Kleve durchzuziehen? Oder ist ihnen nach der Hochschule die Puste ausgegangen?
    Jetzt ist die richtige Zeit um Kleve weiter nach vorne zu bringen! Der Vorschlag des Hundertwasserhauses geht da genau in die richtige Richtung.

     
  15. 25. Elvira Rohra

    „Stowasser – Hundertwasser“ bereiste u.a. auch Nordafrika.

    Er interpretierte für seine Aktivitäten, nicht afrikanische Kunst oder Bauweise. Man erkennt in seinen Arbeiten seine eigenen, schwer durchlebten Zeiten von 1938 bis 1945 und seine direkte Auseinandersetzung mit der Shoa.

    Seine Mutter war Jüdin und mit ihm die einzigen, im Nationalsozialismus Überlebenden der Familie.

    Seine „ungeraden Linien“, Spiralförmigkeit und Farbgebung bedeuten Leben und „Ausbruch“ und „Öffnung“ aus der gesteckten Enge.

    Seine Aktivitäten waren immer mit Umweltschutz gekoppelt!

     
  16. 24. Martin Schmit

    Ein Nachruf der zum Nachdenken anstimmt. Erstmal mein herzlichstes Beileid an die Familie in dieser schweren Stunde. Ein Mensch mit Visionen ist von uns gegangen. Das Hundertwasserhaus ist eine interessante Idee – jedoch denke ich nicht dass unsere lokalen Politiker den Schneid und die Courage haben um so etwas anzugehen… Es wäre eine Bereicherung für Kleve, die am Tellerrand unserer Politiker zu scheitern droht.

     
  17. 23. Nicht nur ein Haus

    Bei dem fantastischen Vorschlag von Herrn Dr Schumacher geht es nicht nur um ein Haus. Wie der Autor dieses Blogs es richtig formulierte: Es geht darum, dass man über den Tellerrand des Gewöhnlichen schaut. Es geht um ein Konzept.
    In diesem Sinne muss man auch einfach mal hinter den Vorschlag von Herrn Dr Schumacher blicken: Dieser Mensch scheint sich ja zeitlebens für das Soziale eingesetzt zu haben. Er wird sicherlich nicht nur das Hundertwasserhaus vorgeschlagen haben weil es ausgefallen ist und deshalb ein Touristenmagnet sein könnte.
    Nein, wohlmöglich ging es ihm auch darum, dass die Menschen verstehen, dass im Zentrum von Kleve ein Magnet entstehen könnte, der mehr ist als nur ein Einkaufszentrum. Wohlmöglich war sein Vorschlag mit der sozialen Komponente der Hunderwasserhäuser verbunden: Menschen vereinen; im Sozialen zusammen zu bringen; Alte sowie Junge; Wissensbegierige und Interessierte.

    Ein Hunderwasserhaus, einfach der Ausgefallenheit wegen, wäre schon ein einladendes Tor zu einem sich wandelnden Kleve das sich offen zeigt für Ausgefallenes.

    Es wäre aber auch eine Möglichkeit um im Zentrum von Kleve Menschen zusammen zu bringen, indem man zum Beispiel ein Museum/Ausstellungsort dort unterbringt, ein kleines Theater (für Kinder?), eine Kita, einen Spielplatz, einen Treff für ältere Menschen, etc.

    Natürlich kommen diese Dinge nicht umsonst. Aber alles Soziale hat seinen Preis. Und wenn man Menschen weg vom Fernseher und wieder mehr zu einem Miteinander bringen will, dann muss man über den Tellerrand des Gewöhnlichen herausschauen und auch bereit sein, dies finanziell zu unterstützen.

     
  18. 22. HP.Lecker

    Ich finde, die Bürger selbst könnten Investor werden. Die Gründung einer Stiftung, aus der heraus ein völlig eigenstandiges Leuchtturm-Projekt entwickelt werden kann. Beginnend mit einem Findungsprozess, weiter uber eine erste Pre-Machbarkeitsstudie uber ein erstes Finanzierungs- und Fundraisingkonzept bis hin zur abschließenden Planung, Kalkulation und schließlich die Umsetzung – Errichtung, Preopening, Opening und schließlich Betrieb und Unterhaltung.

    Heraus würde dannn kein Hundertwasserhaus kommen, sondern ein 1000-Burger-Haus.

    Das ganze sollte in der Entstehung interdisziplinär stattfinden und betreut werden.

    Nur mal so in die Tüte gedacht….

     
  19. 21. Max Knippert

    @11. Stefan Schuster

    Der Bergriff Apologeten beschreibt meine Bedenken sehr gut, aber ich musste erst einmal nachlesen was er bedeutet.

    Eine Gestaltungs Ideologie zu Verteidigen ist meiner Meinung nach nicht möglich. Ein kreativer Schaffensprozess sollte etwas vorher nicht da gewesenes
    kreieren. Wenn, wie bei der VoBa, einfach nur der berühmteste Bau von Karl Friedrich Schinkel kopiert wird ist dies kein zweites Königliches Museum sondern Las Vegas Porno. Und 18 steife Säulen reichen da nicht für eine Handlung.

    Gut gemeinte Ansichtiten mutieren so schnell zu religiös verklärten Dokmen. Die Umschreibung des Hauses als dritte Haut ist fantastisch, da sie die kulturelle Bedeutung von Architektur und Stadtplanung insgesamt herausstellt. Hundertwasser ist 1928 geboren und, wie wir alle, ein Kind seiner Zeit. Die Farbgebung seiner Architektur erinnert mich an die farbenprächtige Bemalung der Ndebele aus Südafrika. Diese Hinwendung zu ‘naturverbundenen Völkern’ war vor Hundert Jahren in allen Künsten ein Thema. Die Haptik der Lehmbau Architektur nachzuahmen ist aber, glaube ich, etwas was Hundertwasser als erster konsequent umgesetzt hat? Aber der Einwand von @20. wolfgang ist richtig, es handelt sich NUR um Fassadengestaltung.

    Auch Beuys hat sich mit Architektur beschäftigt und ist/wäre inhaltlich hier vor Ort natürlich naheliegender, aber auch er ist schon schon 30 Jahre Tod. Rudolf Steiner haben sicher beide geprägt, aber Beuys hat was interessantes zur Architektur gesagt; Er wehrte sich gegen zu großen Formenreichtum ebenso, wie er es ablehnte, dem ganzen einen Stil zu überstülpen, ohne zuvor die Form des Inhaltes geklärt zu haben. Und jetzt sind wir wieder in der Klever Realität.

    Ich bin fest davon überzeugt, das eine Mehrheit in Kleve eine öffentlichen Nutzung möchte und eine VHS, Bibliothek und Erlebnisplatz und so weiter favorisiert.

    @15. Christoph Heek hat es schön beschrieben; „dem Menschen dienliche Architektur’. Stadtplanung möchte ich aber noch hinzufügen 🙂

    Die Feststellung von @17. jean baptiste zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Debatte. “viele… wissen gar nicht, wieso. weshalb und wozu sie ihre Zustimmung geben.” Und die zugrundeliegende Ideenlosigkeit ist in der Tat der Dreh und Angelpunkt.

    Aber dank Herr Schumacher hat die Diskussion endlich Farbe bekommen, damit hat er Kleve einen großen Gefallen getan.

     
  20. 20. wolfgang

    Ich kann die Begeisterung über die Idee eines Hundertwasserhauses nicht verstehen. Das einzig Positive (für die Stadt) ist der Tourismuseffekt.

    Hundertwassers Kunst kann man mögen oder nicht, wie bei aller Kunst. Aber seine architektonische Begabung beschränkt sich wohl eher auf die Verrundbuntung der Fassade. Dahinter ist dann wieder sozialer Wohnungsbau.

    Gleichwohl ist die Idee, den Platz durch ein Schmuckstück zu bereichern, eine gute Idee, aber wenn’s nach mir geht, bitte nicht Hundertwasser.

    Und nein, ich bin kein Architekt, und ja, ich hab so ein Haus schon von innen gesehen.

     
  21. 19. jean baptiste

    @12. Elvira Rohra
    Oder halt doch genügend Parkfläche ?
    Die Planenden haben für sich ja ein unterirdisches Parkhaus , auch wenn es bisher noch keinen Zugang gibt. Weshalb soll dann der Bürger nicht auch citynah seinen Blechhaufen parken dürfen ?
    ich weiss schon , Quod licet Iovi, non licet bovi

     
  22. 18. jean baptiste

    @16. kleinendonk
    Oder wird es ein Jahrhundertwasser-Haus?
    „Wird“ deshalb, weil es ja immer noch nicht ferig ist, vielleicht auch nie mehr wird , man denke nur an das Beispiel der Lightex – Ruinen

     
  23. 17. jean baptiste

    @5 Max Knippert. „keinerlei Bezug zu Kleve …“
    Genau das ist doch das Charmante an der Diskussion, viele „Befürworter“ wissen gar nicht, wieso. weshalb und wozu sie ihre Zustimmung geben.
    Hauptsache man ist mit seinem Namen mal wieder in die Öffentlichkeit getreten und hat etwas vermeintlich kluges von sich gegeben.
    Dr. Schumacher hat sich intensive Gedanken gemacht und eine Skizze dazu entworfen, aber seine Botschaft, daß man einmal von dem bisherigen Denkmuster von Klötzen und sonstigen nichtssagenden Formen („Fingerbebauung“) abrücken sollte scheint mir die grundlegende Mitteilung zu sein, die er seiner Heimatstadt hinterlasen wollte.
    In diesem Sinne verstehe ich auch den Post 15 des Künstlers und Arztes Dr. Heek .

    Nebenbei: D a s Hundertwasserhaus besteht nicht. Der Begriff steht für eine Formensprache, für die diese Architektur steht, Dabei sind Farbgebung, Formgebung und weitere Gestaltung nicht fest vorgeschrieben, sondern nur folgen nur einer Philosophie, halt der Hundertwasser-philosophie.

    @13. Chewgum Wieso Wien ? Googeln Sie einmal, dann werden Sie feststellen daß Häuser die der Hundertwasserphilosophie folgen weltweit vertreten sind und auch in Deutschland und gar in NRW vielfältig zu finden sind.

    In sofern wäre das Abkupfern auch kein Alleinstellungsmerkmal sondern einfach nur ein weiterer Ausdruck der für unsere Stadt typischen Ideenlosigkeit.

    Dabei zählt Kleve und Umgebung eine Vielzahl von hochdekorierten Architekturbüro´s und Planer, nur die scheinen sich in ihrer Heimat nicht gerne ihre internationale Reputation kaputt machen zu wollen.

     
  24. 16. kleinendonk

    das Rathaus ist doch ein Hundertwasserhaus

     
  25. 15. Dr. Christoph Heek

    Dr. Gert Schumachers Beitrag zur Diskussion ist immens wichtig. Auch wenn man mMn keinesfalls ein Hundertwasserhaus für Kleve abkupfern sollte, hat er erkannt, dass es etwas ganz anderes auf dem Menoritenplatz brauch, als es die Stadtmütter und -väter und einige hiesige Planungs-und Baulöwen wollen:

    ungewöhnliche und vor allem dem Menschen dienliche Architektur statt großer Kauf-und Wohnklötze.

    Selbstredend brauch es auch sehr viel Platz auf dem Platz und keine vielstöckige Beton- oder Steinwüste.

    Die Begeisterung der Menschen für die Idee eines Hundertwasserhauses zeigt die wahre Bedürfnislage der Bürger! Es geht um hohe Aufenthaltsqualität auf diesem Platz und dem Wunsch nach ganz besonderer Qualität der Architektur. Das/die Gebäude sollen dem Bürger und nicht irgendeinem Investor dienlich sein. Dazu brauch es andere Denkmuster bei Stadt und Investoren.

    Auch dafür mein Dank an Dr. Schumacher.

    Ruhe in Frieden lieber Gert.

     
  26. 14. Werner Vogel

    Grandiose Idee
    Die Verwirklichung eines Hundertwasserhauses wäre für Kleve ein großer Gewinn. Dieses Projekt sollte jedoch öffentlich (städtisch) und nicht privat umgesetzt werden. Im Hundertwasserhaus könnten dann die baulich veralteten Institutionen Volkshochschule und Stadtbücherei (künftig eher: Mediathek) vereinigt werden. Wenn dann noch angemessene Theaterräumlichkeiten eingebaut würden, wären auch die Probleme des XOX-Theaters und von Cinque- Kleinkunst gelöst. So würde das Hundertwasserhaus ganzjährig ein Begegnungsort aller Klever Bürger. Utopisch aber nicht unmöglich!

     
  27. 13. Chewgum

    Die Hundertwasser-Architektur ist mMn am besten in Wien aufgehoben. Ansonsten Zustimmung zu MK.

     
  28. 12. Elvira Rohra

    Alternativ gibt es auch noch zu anderen Möglichkeiten einer „Minoritenplatz-Bebauung“, die Idee für ein
    „Arik-Brauer-Haus“ (Wien 6. Mariahilf, Gumpendorfer Straße) im Stil des Phantastischen Realismus.

    Dieses Haus umfasst geförderte Mietwohnungen und Geschäftslokale.

    Die Dachgeschoßwohnungen verfügen über Dachgärten, die Gänge in den einzelnen Stockwerken wurden mit Grünpflanzen gestaltet, im Innenhof befinden sich Grünanlagen, ein kleines Biotop und ein Brunnen.

    Arik Brauer (bürgerl. Erich Brauer) ist ein österreichischer Künstler……….

    Der Architekt war auch hier, wie oft bei Hundertwasser, Peter Pelikan.

     
  29. 11. Stefan Schuster

    @ 5. Max Knippert

    Jein.
    Natürlich haben Sie Recht, mit dem Tod eines Künstlers endet auch die Mitgestaltung. Aber es gibt auch Schüler und Apologeten, gerade bei Hundertwasser, und die sind noch sehr lebendig:
    http://www.hundertwasser.de/deutsch/werk/arch/arch_architekten.php

    Nehmen Sie als Beispiel das Hundertwasser-Haus in Valkenburg, Niederlande. Es wurde nach dem Tod Hundertwassers durch den im obigen Link genannten Dipl.-Ing. Heinz M. Springmann geplant, auf Basis eines bis dahin nicht realisierten Hundertwasser-Entwurfs:
    http://www.hundertwasser.com/arch/view-53/language/ge
    http://www.hundertwasser.com/arch/view-141/language/ge

    Viele der architektonischen Ideen Hundertwassers wurden bisher nicht realisiert – darunter befinden sich neben frühen und recht konventionellen Entwürfen auch solche, welche – eventuell vergrößert oder verkleinert – noch darauf warten, in den Himmel zu wachsen. Beispiele dafür:
    http://www.hundertwasser.com/arch/view-38/language/ge
    http://www.hundertwasser.com/arch/view-67/language/ge
    http://www.hundertwasser.com/arch/view-91/language/ge
    http://www.hundertwasser.com/arch/view-94/language/ge
    http://www.hundertwasser.com/arch/view-126/language/ge

    Dabei ist zu klären, ob auf Entwürfen noch Rechte damaliger Auftraggeber liegen, und zu welchen Bedingungen diese erworben werden können.

    Eine würdige Lösung wäre, ohne Erwähnung Hundertwassers, aber entsprechend seiner Auffassung von der „Dritten Haut“, die Skizze Dr. Gert Schumachers als Grundlage zu nehmen und ein „Schumacher-Traumhaus“ zu bauen.

     
  30. 10. Elvira Rohra

    Ein echtes „Hundertwasserhaus“ ist nicht nur ein „buntes Gebäude“.

    Es ist wichtig, dass man sich mit der Sinnhaftigkeit und den Materialien beschäftigt.

    Ich selber habe mich seit jeher für den Menschen Friedrich Stowasser und sein Leben interessiert, und natürlich als Mittelpunkt seines Wirkens als „Friedensreich Hundertwasser“, für seine positiven Aktivitäten.

    Auszüge aus einer Pressekonferenz 1980 in Wien:

    – Ohne menschengerechte Umwelt und ohne Frieden mit der Natur ist ein menschenwürdiges Dasein unmöglich. Dieses Haus soll den ersten Ansatz eines Gespräches mit der Natur darstellen. Wobei wir und die Natur gleichberechtigte Partner sind und nicht einer den anderen unterdrücken darf.

    – So müssen im ökologischen Haus Fensterrecht und Baumpflicht wiederhergestellt werden. FENSTERRECHT bedeutet die Freiheit der schöpferischen Gestaltung des dem Bewohner zugewiesenen vorfabrizierten Wohnbereiches durch den Bewohner.

    – Der Mensch hat drei Häute. Seine eigene, seine Kleidung und seine Behausung. Alle drei Häute müssen ständig wachsen und sich ununterbrochen wandeln, sonst stirbt der Organismus.

    – Wenn man verbietet, die Architekturhaut wachsen zu lassen wie seine eigene, ist das ein gefährliches Abwürgen des Lebens. Die gehemmten Energien entladen sich dann woanders: In Aggression, Depression, in Krankheit, Unglücklichsein, Scheidung, Selbstmord, Terrorismus, Vandalismus, Geisteskrankheit.

    – Baumpflicht bedeutet die Wiederherstellung des Dialoges mit der Natur. Es geht um eine fundamentale Kehrtwendung, um eine fundamentale Neuorientierung.

    – Ein tägliches Leben ohne intimen Kontakt mit Bäumen, Pflanzen, Erde und Humus ist menschenunwürdig.

    – Die genormten vorfabrizierten Bauteile machen ein schnelleres, scheinbar billigeres Bauen möglich, kreative und natürliche Unregelmäßigkeiten jedoch unmöglich.

    – Die Außenwand nicht perfekt glatt und flach wie Pressplatten, sondern natürlich, fast buckelig, mit der Hand verschmiert oder aber mit Mosaik und Ornamenten durchzogen. Die Stufen verschieden hoch, verschieden breit und in verschiedenen Materialien. Wilder Wein, Efeu, Veitschi und Bäume müssen von Anbeginn im Bauplan verankert sein. Die Bäume müssen noch vor der oder zur Grundsteinlegung gepflanzt werden.

     
  31. 9. HP.Lecker

    Die gestalterischen Wesensmerkmale von Otmar Alt erinnern mich an die von Hundertwasser. Ich durfte einmal den Flügel der Fa. Schimmel, der von Otmar Alt designed wurde, für eine u.a von mir initiierte Benefizveranstaltung „mieten“. Wer sich mal mit der Otmar Alt-Stiftung beschäftigt, wird dessen Leitbilder erkennen. Sie ließen sich hervorragend in Kleve „baulich“ adaptieren.

     
  32. 8. otto

    Hundertwasser, da haben Gebäude Gesichter die leben. Ralf, ich habe dir einige Beispiele zugesandt.

    Wie lebendig hätte Hundertwasser das Rathaus gestaltet, ebenso das Bankgebäude. Dann hätten
    die Ufergestaltung wie hier schon vorgestellt und die Ideen von Max tatsächlich umgesetzt werden
    können. Was ist geschehen, NICHTS.

     
  33. 7. Johanna

    Ich finde den Vorschlag von Gert Schumacher sehr gut ! Einige fordern zeitgemäße moderne Architektur und halten Hundertwasser für “ Hänsel und Gretel “ Romantik . Dem stimme ich nicht zu . Auf dem Minoritenplatz wird das wichtigste innerstädtische Grundstück überplant . Seit mehr als zwanzig Jahren kann man sich im Stadtrat auf keine Variante verständigen . Hier hat Gert Schumacher in seiner nachdenklichen Art eine sehr gute Idee entwickelt , danke ! Auch in sehr persönlicher Sache bin ich ihm sehr dankbar , als Arzt im Klever Krankenhaus hat er meiner Familie und mir sehr beigestanden , das vergesse ich nie . RIP Gert .

     
  34. 6. Wolfgang Look

    Ich kenne eine Hundertwasserhaus aus Magdeburg. Diese Stadt wird zu einem großen Teil durch die weiten, grade Strassen wie eine strenge Garnisonsstadt. Das Haus ist lebendige Kontrastprogramm und wurde Touristenrenner, gerade weil es eigentlich nicht in die Landschaft passt. Meines Erachtens wäre das auch für Kleve eine gute Idee, kreativ und fröhlich, statt grau

     
  35. 5. Max Knippert

    Herr Schumacher hat mit dem Hundertwasser-Haus-Vorschlag einen wichtigen Impuls gesetzt, dafür sollte man ihm dankbar sein.

    Eine Realisierung ist aus verschiedenerlei Hinsicht aber undenkbar. Der wichtigste Aspekt ist wohl, das die Architektur von Friedrich Stowasser wie Hundertwasser eigentlich hieß, keinerlei Bezug zu Kleve hat. Darüber hinaus ist es schlichtweg unmöglich postum an künstlerische Gestaltungen anzuknüpfen. Es ist eine einfache Wahrheit, das mit dem Tod auch die Mitgestaltung endet. Aber an der Leuchturarchitektur die Herr Schumacher dankenswerterweise in die Diskussion eingebracht hat, wird kein Investor mehr vorbeikommen…

    Dafür nochmals Danke.

     
  36. 4. U. Paus

    R.I.P. lieber Gert

    PS:
    Hundertwasser konnte auch Markthallen,

     
  37. 3. ???

    …….man kann es auch so sehen…….. es ist das Tor, durch das Dr. Gert Schumacher, jetzt in eine andere Welt gegangen ist…….am Ende ist das Licht!

     
  38. 2. HP.Lecker

    Ob eine Interpretation von Hundertwasser, Gaudi oder wem auch immer dieser stilistischen Art – der Ansatz ist gut.
    Der Minoritenplatz hat kein Genius loci, der bei einem Entwurf aufgegriffen werden kann. Deshalb braucht es etwas Eigenständiges, was eine eigene Strahlkraft hat. Und wenn diese Strahlkraft dann noch so stark ist, das Touristen/Besucher eine längere Anreise in Kauf nehmen, dann wäre das gut.

     
  39. 1. Markus van Appeldorn

    Hundertwasserhaus! Ebenso könnte jemand auf den Gedanken kommen, in Kleve ein Weinlokal betreiben zu wollen. Charmant aber abwegig.