Die allmähliche Steinigung unserer Vorgärten (aber: man muss nicht mehr gießen)

rd | 20. Juni 2017, 16:23 | 51 Kommentare
Stongehenge?

Stongehenge?

(Mit neuem, beeindruckenden Fotobeispiel.)

Heute hat die NRZ ein Thema aus der jüngsten Ausgabe des Magazins Der KLEVER aufgegriffen – die allmähliche Steinigung der Vorgärten im Kleverland (hier der Link zum Artikel: Heimatpfleger ärgern sich über Trend zu Steingärten).

Was früher grünte und blühte, sieht heute immer öfter aus wieder Randbereich einer Bahnstrecke. In dem NRZ-Artikel bezeichnet Josef Jörissen, der stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes für Heimatspflege, die Steingärten als „Ausgeburt von Tristesse und Lebensfeindlichkeit“.

Grund genug für kleveblog, den Artikel aus dem Magazin noch einmal hervorzuholen und der geneigten Leserschaft zu präsentieren (die aktuelle Ausgabe des Magazins Der KLEVER ist vor kurzem erschienen und im örtlichen Zeitschriftenhandel zum Preis von 3,50 € erhältlich).

Das Fiasko vor unserer Haustüre: Früher Blumenbeete, heute Schotterbetten – wie konnte es so weit kommen?

Der Vorgarten spiegelt die Seele des Hausbewohners, heißt es. Wenn das stimmt, müssen wir uns Sorgen machen. Denn wo früher in Kleve Blumenbeete das Auge des Besuchers erfreuten, setzen sich heute mehr und mehr Schotterbetten durch. Statt durch eine blühende Landschaft verläuft der Weg zur Haustür heute immer häufiger durch eine pflegeleichte Einöde aus Steinbrocken. Lebensfreude findet ihren Ausdruck allenfalls durch fünf Schattierungen von Grau.

Gäbe es in diesen deprimierenden Arealen zwischen Haustür und Jägerzaun noch Lebensformen, sie wären wahrscheinlich schnell ein begehrtes Forschungsobjekt – weil sie ganz ohne Tageslicht und Sauerstoff auskämen. Denn unter dem lebensfeindlichen Steinteppich hat der Besitzer in aller Regel noch eine hermetische Kunststofffolie ausbreiten lassen. Pflanzen, die für ihren Stoffwechsel auf Chlorophyll zurückgreifen, dürften sich fühlen wie auf dem Mars – nur dass der Postbote häufiger kommt.

Eine Aufrüstung, wie sie einst an Staatsgrenzen betrieben wurde, scheidet nun die Immobilie von dem Grund, auf dem sie steht. Psychologisch betrachtet, dürfte es sich bei dieser Art der Gestaltung um eine Form der Steinigung handeln, bei der soviel Felsmaterial auf den Nährboden des Lebens gekippt wird, bis dieser keinen Mucks mehr von sich gibt.

Das aber lässt tief blicken – in die Seele des Vorgartenbesitzers. Sie ist die Seele in uns allen, die wir bescheidene Arbeiter im Weinberg sind. Vordergründig sagen wir: Die Gartenarbeit ist uns zu beschwerlich geworden, nicht einmal mehr mit den akkubetriebenen Helfern aus dem Discountmarkt haben wir sie noch bewältigen können. Und: Die Steine sind doch auch ganz hübsch anzusehen.

Doch Granit und Gneis kommunizieren nicht wie Büsche und Blumen. Was auch immer zwischen – fein gestutzten – Hecken und Hausfassade wächst, es sendet eine Botschaft der Selbstgewissheit an den Besucher. Der Vorgarten blüht akkurat und spricht in seiner ganzen Pracht: „Seht her, so aufgeräumt wie dieser Garten ist auch das Gemüt des Bewohners!“

Karl Lagerfeld sagte einst, dass, wer eine Jogginghose trage, die Kontrolle über sein Leben verloren habe. Das Gegenteil ist richtig. Wer samstagmorgens in exakt dieses Kleidungsstück schlüpfte, um das Grün vor seinem Haus zu trimmen, bewies, dass er mit seinem feinen Arsenal aus Scheren und Sensen zumindest im Kleinen bereit war, gestaltend in den Lauf der Welt einzugreifen, den – wie die Fernsehnachrichten jeden Abend zeigen – eigentlich unkontrollierbaren Lauf der Welt.

Der Vorgarten war das Zivilisationsprojekt des kleinen Mannes. Wer seine Hortensie hegte, wusste, es gab die Wildnis, auch (und vor allem) die des Herzens, aber sie war überwunden. Es herrschten Anmut und Erbauung, wo sonst das unbarmherzige Gesetz des Stärkeren regiert hätte. Der klassische Vorgarten, es war der gezähmte Tiger in uns.

Nun aber ist der Tiger tot. Zurück bleibt Leere. Über diese Leere breiten wir eine Lage Steine aus. Steine verschaffen uns ein Gefühl der Sicherheit. Auf diese Steine können sie bauen. Häuser und Denkmäler aus Stein überdauern uns, und auch die Vorgärten aus Stein.

Vorgärten aus Stein sagen womöglich allerdings auch aus, dass wir in unseren Herzen verzagt sind. Dass unsere Vision der Welt des nächsten Frühlings genauso aussieht wie die des jetzigen. Und dass wir nicht mehr wagen, die Welt zu gestalten.

Möchten wir aber, dass andere sie gestalten?



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51 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 51. ???

    Was ist besser und für Menschenaugen angenehmer? Ein privater, gepflegter Steingarten oder ein öffentlicher, ausgewachsener Straßenbaum für alle, der von Privatmenschen, unübersehbar in ein “Drahtgeflechtgefängnis” eingesperrt wird? 😉

     
  2. 50. Martin Fingerhut

    @ 49. Benno :

    Tja, ich bin halt berüch. . . ah . . . berühmt dafür,
    wie elegant ich mich auf wenige 100 Seiten beschränken kann.

    Frau Krieger ist auch nicht schlecht darin :

    neuelandschaft.de/artikel/sag-mir-wo-die-blumen-sind-6411.html

    Vor allem illustriert sie ihre spärlichen Zeilen mit sehr treffenden Fotos.

    Aber, sag mal :
    Jetzt, nach Deinem Urlaub, arbeitest Du kleveBlog nach ?
    Wie kannst Du es wagen
    auch im Urlaub nicht wenigstens täglich zu kontrollieren,
    was gerade in Kleve dauteriert wird ?

     
  3. 49. Benno

    Ich finde, rd legt den Finger in die Wunde, die leider manche gerne übersehen. Unsere Vorgärten werden immer mehr zu „Ungärten“. Der Sinn des Grünen in der Stadt hat schon Peter Wanders gut beschrieben. Allerdings müssen nicht unbedingt die Birken auf der alten Stadtmauer wachsen (rpo vom 1. Juli)

    Was spricht gegen einen Doppelstabmattenzaun, in dem statt diese komischen Plastikbändern, Efeupflanzen, Je länger je lieber, vorgesetzt werden? Eine immergrüne, blickdichte Wand. Was spricht gegen statt Granitsplitt Heidekraut anzupflanzen? Was spricht gegen Azaleen, Lavendel, Lupinien, Hortensien? Eine automatische Bewässerung ist schnell installiert.

    Der grüne Sichtschutz ist in drei Jahren erst wirklich dicht und klar, bis das Heidekraut den Boden komplett bedeckt, dauert es ein wenig, es muss bis es soweit ist, das Unkraut entfernt werden. Aber es gibt ja noch den Rindenmulch, der dem Unkraut Einhalt gebieten kann. Klar es macht ein wenig Arbeit, aber braucht nicht jeder ein wenig Ablenkung vom Alltag? Oder ist das Smartphone die neue Abwechslung?

    Blühende Landschaften täten nicht nur uns Menschen, sondern auch den Bienen gut.

    Off topic: ich komme gerade aus dem Urlaub und scrolle vom ersten Beitrag nach oben. Ich dachte Post Nr. 7 wäre von Martin Fingerhut (sorry Martin), aber Frau Paus kann es noch länger mit dem Schreiben 😉

    Benno

     
  4. 48. Martin Fingerhut

    @ 40. Elvira Rohra :
    ### es war einmal ein “Stadtspaziergang” durch Kleve ###
    meinten Sie :
    http://www.kleveblog.de/ein-stadtspaziergang-viel-zu-lernen/
    ?

     
  5. 47. rd

    @Kopfschüttler Aber eine Meinung wird man ja wohl noch haben dürfen? Und was das Fragen angeht: Das ursprüngliche Bild habe ich ausgetauscht, weil die Besitzerin es nicht gut fand, dass der Garten gezeigt wird. Aber wenn Sie mich fragen: Das genau drückt das innere Unbehagen aus, dass die Besitzer selbst beim Anblick des Geländes empfinden. Ist aber keine Erkenntnis, nur so ein Gefühl.

     
  6. 46. Zecke

    Entspanne Sie sich mal Frau/Herr Kopfschüttler.

    Bei mir können sie gerne ein Foto von dem Vorgarten machen. Aber vorsicht, nicht dass das dann unter den Post “Grüne Hölle” fällt. – Aber dafür gibt es jetzt gerade leckere Himbeeren, und die sind wirklich tip top. Also, halt Bioqualität. Eine Giftspritze hat der Garten noch nicht gesehen.

    Allen einen schönen Feierabend!

     
  7. 45. Kopfschüttler

    @rd
    so, so man will nicht vorführen, na dann verweise ich mal auf Post 33.

    Ja, ja,
    wir betreiben Monokulturen, verstädtern die Landschaft und der individuelle Vorgarten soll es richten. Kann man so sehen, ich sehe es als weit übertrieben.

    Ein gut angelegter Steingarten braucht kein Gift, ein gepflegter Rasen u. U. schon eher, zumindest Dünger.

    Ja, ich weiß, es werden keine Persönlichkeitsrechte durch die Bilder verletzt, aber selbst Google hat die Bedeutung von Hausfotografien erkannt und die Sperrung in Google Street View ermöglicht und beachtet diese. Irgendwie eine Frage der Höflichkeit, dass man fragt, wenn man ein Haus, Grundstück etc. fotografiert. Dies kann so manchen polizeilichen Einsatz wegen Missverständnissen vermeiden.

    Also bei allem Verständnis, hier wird m. E. schon deutlich Meinung gegen die Hausbesitzer und deren Gestaltungsfreiheit gemacht. Und wenn ich den Kommentar 34 lese, geht es schon gegen die Hausbesitzer, diese nämlich sogar vielleicht kontrollieren (lassen) zu können. Ich kritisiere also nicht nur den Artikel, dessen hochpolitischen Ansatz ich vielleicht noch verstehe, sondern noch mehr die Kommentare.

     
  8. 44. rd

    @Kopfschüttler Da liegt ein Missverständnis vor. Es geht nicht darum, die Besitzer einzelner Vorgärten vorzuführen. Es geht darum, einen Trend aufzuzeigen und seine Hintergründe zu verstehen (oder es zumindest zu versuchen). Das hat nichts mit Sommerloch zu tun. Und wie den Kommentaren zu entnehmen ist, gibt es sogar gewichtige ökologische Gründe, die gegen eine solche Gestaltung sprechen – zum Beispiel die, dass nach einigen Jahren offenbar die Giftkeule herausgeholt werden muss, um den vermeintlich schönen Eindruck wiederherzustellen. Und, und auch dies klarzustellen: Die Abbildung eines Vorgartens erfordert es nicht, die Erlaubnis des Besitzers einzuholen.

     
  9. 43. Kopfschüttler

    Was ist denn hier los?
    Jetzt werden nicht nur städtische, öffentliche Gestaltungen kritisiert, sondern auch schon private.
    Fotos von Wohnhäusern aus dem eigenem Umfeld veröffentlichen? Hat man die Bewohner gefragt?
    Urteilen über die Gestaltung IHRES Gartens?
    Psychologische Laien-Urteile ohne die Umstände zu kennen, warum dies vielleicht so gemacht wurde?

    Ich kann nur den Kopf schütteln, dies ist m. E. wahres Spießertum gem. Wikipedia-Definition.

    Übrigens, ICH finde den Garten auf dem Foto gar nicht so schlecht, passt zusammen. Besser als so mancher „Urwald“ von Nicht-Gartenpflegern (Ich käme nie auf die Idee, davon Bilder zu veröffentlichen!)
    NEIN, ich wohne nicht da,
    NEIN, ich habe keinen Steingarten, ich habe Hecken, einen Obstbaum und Rasen.
    JA, ich hasse (manchmal) dessen Pflege, obwohl ich genügend Zeit habe.
    JA, ich wurde vom Bebauungsplan gezwungen einen Vorgarten anzulegen, obwohl ich den Bauplatz lieber hinter dem Haus gehabt habe.
    JA, ich poste diesmal anonym, weil ich Reaktionen schon kennengelernt habe.

    Was so in Sommerpausen alles diskutiert wird?! @29 scheint da richtig zu liegen.

     
  10. 42. HP.Lecker

    @41 PW
    Vielen Dank für die Richtigstellung, dass Sie entgegen meiner Annahme kein Ratsmitglied sind. Entschuldigen Sie bitte dieses Irrtum.

    Ich Übrigen kann ich Ihre Darlegungen nachvollziehen. Gut, dass wir uns einig in dem Punkt sind, niemandem bevormunden zu wollen.

     
  11. 41. Peter Wanders

    HP.Lecker
    Ich bin bei den Offenen Klevern, aber nicht im Rat.
    Auch vom Stadtklima halte ich es für wünschenswert, dass eine Gestaltungsatzung Grün vorschreibt.
    Für die nahe Zukunft werden uns zunehmend Hitzewellen vorhergesagt.
    Für die Innenstädte werden erheblich stärkere Temperaturerhöhungen vorhergesagt, als für die Außenbereiche.
    Trockene Flächen wärmen erheblich schneller auf als feuchte.
    Pflanzen und die dazu passenden Böden binden Feuchtigkeit.
    Bäume bieten Schatten.
    Pflanzen verdunsten tagsüber Wasser. Und wie wir vom Schwitzen wissen, sorgt die Verdunstung für eine fühlbare Abkühlung.
    Dies vermindert also deutlich die innerstädtischen Temperaturen.
    Dies vermindert ebenfalls die in Hitzewellen auftretenden starken thermischen Aufwinde. Gewitterzellen erhalten hierdurch weniger Energie und die Folgen von schweren Unwettern werden so vermindert.
    Dies alles sollten die jungen Stadtplaner der Klever Verwaltung aus ihrem Studium kennen.
    Es würde mich freuen, wenn sich dieses Wissen in der Stadtplanung wieder findet.
    Es geht mir nicht darum andere zu bevormunden, sondern für alle ein angenehmes Klima zu gestalten.
    Dieses gemeinsame Interesse sollte m.E. auch über die individuelle Gestaltungsfreiheit gestellt werden.

     
  12. 40. Elvira Rohra

    Es ist natürlich schon einige Zeit verstrichen, dass sich manche Menschen in Kleve nicht mehr daran erinnern mögen,……… aber es war einmal ein “Stadtspaziergang” durch Kleve bei -11° C.

    Danach fanden immer wieder, auch bei Wind und Regen, spezielle, thematische Begehungen durch Kleve statt.

    Bei diesen Gelegenheiten konnte man bei Menschen, die Verantwortung und Gehör dafür hatten und/oder haben, alle Wünsche einbringen, die man sich für das Klever Stadtbild und die Lebensgestaltung für die Bürger/Innen vorstellen würde und könnte.

    Daraus entstanden so manche Verbesserungen auch u.a. so manche Pflanzenflächen in Kleve……..

    Es ist sehr schade, dass man solche Termine nicht wahrnimmt (ev. wegen des Wetters?) und nachher über andere herfällt!

     
  13. 39. Biene Maja

    @ HP.Lecker

    Reglementierung wäre tatsächlich der letzte Schritt. Wirksamer und im mehrfachen Sinn nachhaltiger wären die von Ihnen angedachten alternativen Maßnahmen. Wobei dann bitte die Hochschule mal gleich mit einem Gründach dran wäre. Ein schönes Projekt für Studies! Aber sicherlich könnte die Stadt Kleve (Kreis Kleve/ Regierungsbezirk Düsseldorf/…) auch über Kampagnen etwas bewegen. Stadtradeln hat ja auch Effekt, ohne dass jemand über eine Reglementierung auf dem Fahrrad festgebunden würde.

     
  14. 38. HP.Lecker

    @35 BM:

    Zitat: “In einer Stadt wie Kleve, die um Nachhaltigkeit bemüht ist (- doch?! -), wäre das Thema gut im Umweltausschuss und Rat aufgehoben!”

    Sicherlich finde ich es richtig, wenn schon durch eine (politische) Diskussion die Sichtweise an der einen oder anderen Stelle verschoben wird bzw. das Bewusstsein geschärft wird.

    Dennoch darf auch die Frage gestellt werden, ob Reglementiertung der richtige Weg ist. Mitunter gibt es ja auch Alternativen, wie beispielsweise die Förderung. So könnte doch auch anstelle von Vorschriften in Gestaltungssatzungen eine monetäre Förderung anregend wirken, Vorgärten mit heimischen Pflanzen zu gestalten. Bei dem Fassadenprogramm der Stadt Kleve geht es ja auch. Diese Idee ist der Grund, warum ich eine politische Diskussion anrege, denn dort müssen beschlussmäßig die Fakten geschaffen werden.

     
  15. 37. Biene Maja

    @ HP.Lecker und Peter Wanders
    In einer Stadt wie Kleve, die um Nachhaltigkeit bemüht ist (- doch?! -), wäre das Thema gut im Umweltausschuss und Rat aufgehoben!

    Wenigstens ist es schon einmal richtig in der öffentlichen Diskussion angekommen. Heute wieder ein Artikel dazu in der NRZ unter dem Titel “Das Schwinden der Schmetterlinge”. Online hier zu finden: https://www.nrz.de/region/nabu-sorgt-sich-um-den-bestand-der-schmetterlinge-id211045693.html

    Darin:

    Was kann ich denn als Balkon- oder Kleingarten-Florian tun? An erster Stelle: Einheimische Gewächse pflanzen. An die sind unsere Insekten angepasst. Nicht an Kirschlorbeer und Bambus. Und vor allem: Weg von den Steingärten. Immer öfter sieht man diese Einöden mit Amphore und Buddha-Statue. Wächst irgendwo ein Pflänzchen hoch, gibt’s einen mit der chemischen Keule. Da sind auch die Garten- und Landschaftsbauer aufgerufen, mehr in die nachhaltige Richtung zu beraten.

     
  16. 36. HP.Lecker

    @32 PW: Den Ausführungen des von Biene Maja verlinkte Artikels der NRZ, der eine Stellungnahme der Stadtverwaltung darlegt, ist zu deuten, dass die bisherigen Gestaltungssatzungen derzeit nicht so detailliert sind, um solche Unterarten der landschaftsgärtnerischen Gstaltungen zu unterbinden. Sofern eine solche Detailtiefe in Gestaltungssatzungen überhaupt zulässig ist, könnten hier Nachbesserungen in den bestehenden Satzungen vorgenommen werden. Dies bedarf jedoch dem politischen Willen und mithin politischen Beschlüssen in dem oder den Ausschüssen und dem Rat. Ich denke, Sie als Ratsmitglied wissen das. Wäre es daher nicht sinnvoll, diesen Sachverhalt politisch zu behandeln?

     
  17. 35. Biene Maja

    @ Peter Wanders

    Bzgl. der Sichtweise der Stadt Kleve s. auch den folgenden Artikel in der NRZ:
    https://www.nrz.de/staedte/kleve-und-umland/nicht-schoen-aber-zu-akzeptieren-id210991659.html

     
  18. 34. Peter Wanders

    Die Stadt Kleve kann dies klar und deutlich mit einer Gestaltungssatzung regeln.
    Möglicherweise existiert diese sogar.
    Es gibt auf jeden Fall eine Liste von Bäumen und Sträuchern, die erwünscht sind.
    In den meisten Gewerbegebieten Kleves gibt es klare Vorgaben, dass zB. straßenseitig ein 10 Meter breiter Grünstreifen anzulegen ist.
    Zusätzlich beschränkt die Gestaltungssatzung die Möglichkeit Flächen zu versiegeln. Es werden ganz klar Grünflächen vorgeschrieben.
    https://www.kleve.de/C12572B300270277/files/Gewerbe-_und_Industriegebiet.pdf/$file/Gewerbe-_und_Industriegebiet.pdf?OpenElement
    Zumindest zu Palmens Zeiten wurde hierauf streng geachtet und dies hatte, was das Grün angeht, einen sehr positiven Effekt auf die Ausstrahlung der Gewerbegebiete.
    Wenn ich das richtig sehe, schreibt doch jeder Bebauungsplan Grünflächen und deren Lage vor.
    Was wir auf den Fotos sehen ist jedenfalls keine Grünfläche.
    Verwaltung und Politik haben hier durchaus Gestaltungs- und Kontrollmöglichkeiten.
    Vielleicht fragt rd mal konkret bei Herrn Rauer nach, wie die Verwaltung solche Versteinerungen sieht.
    Schließlich ist es Aufgabe der Verwaltung auf die Einhaltung der Gestaltungssatzungen zu achten.
    Und wer sich an solchen Vorgärten stört, kann ja durchaus mal deren Gestaltung mit dem dort aktuellen Bebauungsplan vergleichen.
    Für uns alle sollte klar sein, das Grün aus verschiedenen Gründen dem Klima, der Umwelt und dem Menschen gut tut.
    Grün filtert Staub aus der Luft, erzeugt Sauerstoff, bindet CO2 und bindet auch Wasser, wodurch das schnelle Abfließen in Flüsse reduziert wird und Hochwasser verringert werden.
    Deswegen gibt es vom Bund und Land Vorgaben, wie die Gemeinden mit ihren Gestaltungssatzungen dies ansteuern sollen.

     
  19. 33. Biene Maja

    Das geht besser! In Materborn steht ein Haus mit einer Baumskulptur aus Metall in einer grauen Vorgarten-Steinwüste. Bei Gelegenheit schicke ich Ihnen mal ein Bild für Ihre Sammlung.

     
  20. 32. Rainer

    Briefe an die Redaktion: „Vorgärten aus Stein sagen womöglich allerdings auch aus, dass wir in unseren Herzen verzagt sind. Dass unsere Vision der Welt des nächsten Frühlings genauso aussieht wie die des jetzigen. Und dass wir nicht mehr wagen, die Welt zu gestalten, OH EJOHO OH OH EJOHO“

     
  21. 31. Rainer

    Hallo, erinnert ein wenig an David Hockney, in seiner strengen Geometrie. Die kalifornische Phase. Nur die Sonne fehlt. A bigger Splash

     
  22. 30. HP.Lecker

    Kleine Warenkunde:

    http://www.bilderhoster.net/lspw5s6y.jpg.html

     
  23. 29. ???

    Diese “Vorgartenthematik” ist eine interessante kleine Studie.

    Es erschließt sich mir persönlich, die immer wiederkehrende Erfahrung, dass in Kleve, mit sehr vielen
    Vor (ver) urteilungen, ohne Hintergrundwissen, argumentiert wird.

     
  24. 28. Markus van Appeldorn

    Die SZ (die Sächsische) wird sich gewiss noch mit dem Thema befassen.

     
  25. 27. laloba

    @25 Finde, man sollte mal ein paar Leute vom Ordnungsamt um die Hecken schleichen lassen … nee, im Ernst, wer will das kontrollieren … obwohl, wenn jeder so was wie oben auf dem Foto machen würde, ginge das schon auf die Volksgesundheit … aber die meisten Leute haben ja ansehnliche Pflanzen … aber das Foto oben lässt mir auch keine Ruhe … da hätte nicht mal mehr Guerilla Gardening eine Chance … für mich sieht das nach Lebensfrust mit ein ganz klein bisschen, bis an die Schmerzgrenz dosierte Hoffnung aus. Aber jetzt stelle man sich mal vor, die Leute, die da wohnen, haben jemanden verloren und dieser Vorgarten ist Ausdruck von Trauer … was könnte man da noch sagen?

     
  26. 26. pd

    Ich bin mir gar nicht so sicher ob jeder in seinem Vorgarten weitestgehend machen kann was er möchte, eigentlich gibt’s eine recht eng gefasste Gestaltungssatzung der Stadt Kleve mit Pflanzenliste und allem pipapo.

    In der für den Innenstadtbereich heißt es beispielsweise: “Unversiegelte Flächen zwischen Verkehrsflächen und
    Gebäuden sind mit einheimischen, standortgerechten Bäumen, Sträuchern oder Stauden zu bepflanzen.” Wahrscheinlich deswegen auch das Alibi-Bäumchen im obigen Bild.

    In der für sonstige Bereiche dürfen Hecken in bestimmten Bereichen nur 80cm hoch sein, maximal 1,60 (hält sich euer Nachbar dran?) und und und … Leute wir sind in Deutschland, das einzige was noch nicht reguliert ist sind die Toilettenzeiten.

    Ich will eher keine schlafenden Hunde wecken aber wenn das Ordnungsamt hinterher wäre dann würde jeder 3. Grundstückseigentümer Post bekommen müssen.

    Neben Heckenhöhe, Pflanzenliste, Verbot von reinen Steingärten im Innenstadtbereich hätte ich noch so ein paar Beispiele, ihr könnt ja selbst mal schauen ob eure Grundstückseinfahrt auf städtische Fläche entwässert? Das heißt im Klartext, habt ihr die 1.500,–€ für eine Entwässerungsrinne als Abschluss zum Gehweg/zur Straße in die Hand genommen oder nicht? Ein Gulli irgendwo auf dem Hof zählt nicht.

    Dieser ganze Bürokratieirsinn, in dem alles immer bis ins kleinste geregelt sein muss, wir ersticken irgendwann dran.

     
  27. 25. K. Brückenbauer II

    @21 jb

    Die Brücke Nr.1 ist zwar ordentlich gebaut worden, jedoch hat sie nie eine Freigabe erhalten.

    Jetzt steht sie dort und das Establischment weiss nicht so recht was es mit ihr soll.

    Aber was ein guter Brückenbauer ist, der gibt niemals auf. Er baut eine weitere Brücke. Und versucht das Beste zu machen. Der Brückenbauer ist jung und darf noch 30Jahre Brücken bauern. Das werden so einige des Establischments rein evolutionstechnisch nicht überleben.

    Gute Brücken sind wichtig. In einer Guten Sache unterwegs zu sein auch.

     
  28. 24. Varanusprasinus

    @23.:

    Vollkommen richtig und wird wohl auch keiner abstreiten.

    Aber sollen deshalb alle „kleinen“ Probleme außer Acht gelassen werden?

    Das wäre nicht minder oberflächlich…

     
  29. 23. ???

    Manche Kommentare sind nun wirklich zu extrem, oberflächlich und in der Psychologierinterpretation “an den Haaren herbeigezogen”.

    Nun werden wieder alle Verständnislosigkeit zeigen, aber ich denke, es gibt wirklich andere weltweite Probleme zu lösen, als der “Problemfall Vorgarten”……. viele Menschen auf dieser Weltkugel, können sich über solche “Probleme” nur wundern!

     
  30. 22. laloba

    Das Problem ist doch, dass solche Vorgärten Ausdruck für einen inneren Zustand sind, für innere Leere, Fantasielosigkeit, übersteigerten Ordnungssinn etc. Vielleicht auch ein Versuch, Kontrolle zurückzugewinnen, wie auch immer. Wenn man den Leuten sagt, dass sie solche Vorgärten nicht haben sollten, dann sagt man ihnen gleichzeitig, dass sie nicht so sein sollen/dürfen, wie sie sind. Blöd nur, dass sie mit ihrem So-Sein der Natur nichts Gutes tun, sich selber aber auch nicht, von Nachbarn etc. mal abgesehen. Ich finde z.B., dass mein Vater zu oft Rasen mäht, was ihn auch anstrengt … und der Rasen ist immer irgendwie zu kurz, zu ordentlich. Aber kann ich mir anmaßen zu sagen, wie er seinen Rasen machen soll?

     
  31. 21. jean baptiste

    @20. K. Brückenbauer II (übrigens, was ist eigentlich mit der Bücke Nr. I passiert, hoffentlich nicht eingestürzt ?:-)

    Na ja, für mich ist da kein wesentlicher Unterschied zwischen dem Maisanbau und einer wie Sie es nennen Abstellfläche für Blumentöpfe, sind aber keine Abstellflächen, sondern Anzuchtflächen.
    Mit denen verlagert sich der ordentliche Bürger die Steinwüste im Garten auf die Felder (Erike- ex- und hopp)
    Maisfelder werden mit Herbiziden kahl gehalten, die Flächen für die Heranzucht der Eriken halt mit Verschotterung.
    In ökologischer Bilanz könnten die Schotterflächen da noch als Sieger im Wettstreit mit dem Mais hervorkommen.
    Hatt aber beider herzlich wenig mit Natur zu tun.

    Beides ist aber dem unkritischen Umgang der Verbraucher mit seinem Kaufverhalten zuzurechnen.
    Eriken, Callunen und anderes Gesocks um Gräber, Vorgärten und Anderes zu schmücken, der Mais um billigstes Fleisch herzustellen.
    Braucht für mich beides nicht, die französische Maispoularde natürlich ausgeschlossen.

     
  32. 20. K. Brückenbauer II

    Die nicht mehr steigerungsfähige Version des niederrheinischen Steingartens findet man in Nierswalde. Fährt man mit dem Rad von Kleve aus auf der Triftstrasse Richtung Nierswalde, so beginnt zwischen Berlinerstrasse und Kesslerstrasse die Steinwüste, auf der halbjährlich Blumentöpfe abgestellt werden. Vor 70 Jahren nach dem Krieg wurde hier mühevoll versucht fruchtbaren Boden zu erstellen, ist dieser nun zu geschottert. Hektarweise. Direkt auf den Mutterboden. Was macht man mit diesen Flächen in der Zukunft? Da wächst kein Mais mehr!

     
  33. 19. rd

    Auch in der SZ (nicht der Sächsischen) ist schon über das Thema berichtet worden: http://www.sueddeutsche.de/bayern/ausstellung-das-gruen-verschwindet-aus-den-hausgaerten-1.3383457

     
  34. 18. Varanusprasinus

    Natürlich sollte jedem seine Gartengestaltung selber überlassen sein.
    Schließe mich aber der Aussage von “16.RD” vollkommen an.
    Ausnahmen können natürlich im Alter und/oder mit der Gesundheit begründet liegen/sein.

    Wir rauben den Tieren, insbesondere den Insekten, immer mehr Raum und gestalten diesen dann noch zunehmend lebensfeindlich. Das zeigt wieder mal den Egoismus des Menschen!

    Aber wie gesagt, jeder kann seinen Garten selber gestalten.
    Ich erfreue mich weiterhin jeden Tag an meiner Blumen- und Pflanzenpracht, die von Biene, Hummel und Co. als reichhaltiges Buffet geliebt wird.

     
  35. 17. Zecke

    Missverständniss und falsche Vorbilder bilden die Grundlage.

    Ein kleines Beispiel:

    Vor vielen Jahren hat das Architekturbüro Herzog & de Meuron aus Basel ein Bauprojekt in einer wüstenähnlichen Umgebung ausgefüht. Das relativ grosse Objekt wurde zur Wüste abgegrenzt mit einer Gabionen Mauer. Also einer Mauer, die aus Umgebungsgestein in Drahtkäfige geschüttet wurde. Diese karge Mauer passte zu den örtlichen Gegebenheiten.

    Von vielen Architekten wurde diese neue Konstrution in Deutschland kopiert. Sowohl als Mauer, als auch als Schüttung, wie auf dem Fotos zu sehen ist.

    Der Architekt aus Basel hat dies öffentlich beklagt. Sein Gedanke war der Bezug zur unmittelbaren Umgebung Wüste.

    Also ein Missverständnis. Dieses frisst sich über die Architekten, Baustoffhändler, Galabaufirmen und Architekturzeitschriften hindurch. Inklusive Trittbrettfahrer.

    Trotz allem könnte die Stadt hier als Vorbild voran gehen. Inklusive, der Kreis und Haus Freudenberg, die nun wirklich alle Möglichkeiten haben ihr Fachwissen zu zeigen und umzusetzen.

     
  36. 16. rd

    @Rain er Stimmt. Wo kämen wir denn da hin? Aber wer keinen Garten (oder die damit naturgemäß verbundene Arbeit) möchte, sollte vielleicht einfach in eine Wohnung ziehen und nicht das Umfeld seines Hauses in eine lebensfeindliche Zone verwandeln, die nach ein paar Jahren nur noch unter Zuhilfenahme von Gift in ihrem aseptischen Zustand erhalten werden kann.

     
  37. 15. Rain er

    Ich glaube nicht das man Leuten vorschreiben sollte wie sie ihren Vorgarten zu GESTAlten haben

     
  38. 14. Stefan Schuster

    Historisch betrachtet haben Kiesflächen am Haus hier am Niederrhein ja Tradition.

    Rund um die Häuser, sogar auch zwischen Haus und dahinter gelegenem Garten, war sehr häufig ein Kiesstreifen zu finden, damit zwielichtige Gestalten sich durch lautes Knirschen verrieten – es konnte sich niemand unbemerkt dem Schlafzimmerfenster nähern. Der Kies/Schotterstreifen hatte also die Funktion einer Alarmanlage: Schutz- und Abwehrstreifen für ängstliche Seelen vor den Bedrohungen der bösen Welt.

    Aber heutzutage? Trotz aller Versuche, den Schotter durch praktische Erwägungen zu erklären oder künstlerisch/ästhetisch zu deuten, signalisieren solche Flächen mir persönlich: Der Hausbesitzer hat Angst.

     
  39. 13. HP.Lecker

    Vor dem Kurhaus-Museum bzw. vor den historischen Gärten verläuft eine stark frequentierte Strasse. Ist das etwa schön?

     
  40. 12. laloba

    Hier besteht Gesprächsbedarf.

     
  41. 11. otto

    @.???

    grauslich bleibt grauslich!

     
  42. 10. ???

    Dass man jetzt allgemein und öffentlich versucht, Menschen nach dem Vorgarten “einzustufen”, halte ich persönlich für sehr stillos und oberflächlich.

    Vielmehr sollte man sich die “Mühe” machen, und die Menschen höflich und bescheiden nach und zu den Hintergründen fragen, aus welchen Gründen und Situationen sie den Vorgarten, wie auch immer, gestalten.

     
  43. 9. ???

    Da wäre noch eine Bitte an die Menschen, die ihre vierbeinigen “Lieben” an und in den “Vorgärten” ausführen.

    Seit einiger Zeit sind Bürgersteige und Vorgärten mit gefüllten rosa oder braunen “Abfallsäckchen” dekoriert.
    Früher hat man so bei der Gartenarbeit in den “Hundemist” gegriffen……..

    Auch wenn man keinen Hund hat, kann man die Hinterlassenschaften fremder Hunde in der eigenen Mülltonne finden!!!

     
  44. 8. K. Brückenbauer II

    Dieter Wieland hat das Thema um 1980 herum klar und deutlich angesprochen.

    Filme vom Bauen und Bewahren der Gärten und Landschaften:

    http://www.br.de/mediathek/video/video/topographie-bauen-und-bewahren-100.html

    [youtube=https://www.youtube.com/watch?v=videoseries&w=640&h=390]

     
  45. 7. Barbara Pauls

    Viel Spaß beim Lesen:

    Vom Sinn und Unsinn der Schottergärten: „Sag mir wo die Blumen sind“

    Zunehmend setzt sich in deutschen Landen ein Gartentyp durch, in dem sich nichts von der üblichen Auseinandersetzung mit dem Gestaltobjekt „Garten“ wiederfindet. Es geht um den so genannten Kies- oder auch Schottergarten, welcher in der Regel mit dem Zusatz „pflegeleicht“ versehen ist

    Wir finden diese Spezies mittlerweile überall zwischen Flensburg und München, vor allem als Privatgarten im Bereich neuerer Einfamilienhaussiedlungen und zunehmend auch in der Freiraumplanung öffentlicher Wohnungsbaugesellschaften. Diese so genannten „Kiesgärten“ zeichnen sich aus durch eine besonders sparsame Form der Pflanzenverwendung und eine insgesamt stark ausgeprägte Gestaltarmut. Jeder Leser dürfte wissen, was gemeint ist. Weder verdienen diese Anlagen die Bezeichnung Garten …

    „Ein Garten ist ein abgegrenztes Stück Land, in dem Pflanzen unter mehr oder minder intensiver Pflege … angebaut werden. …Gärten werden nicht nur angelegt, um einen direkten Ertrag zu ernten (Nutzgarten), sondern auch um einem künstlerischen, spirituellen oder therapeutischen Zweck zu dienen, oder auch der Freizeitgestaltung und Erholung …“ (Wikipedia) … noch wird in ihnen Kies verwendet, sondern meist Schotter oder Split, also ein Material, welches für gewöhnlich im Eisenbahn- oder Autobahnbau Verwendung findet.

    Betroffen von dem Phänomen „Kiesgarten“ ist in der Regel jene Fläche eines Grundstückes, die zwischen dem Eigenheim und der Straße einen mehr oder weniger breiten Streifen bildet, der vom Volksmund für gewöhnlich als „Vorgarten“ bezeichnet wird. Nicht selten wird er auf der Grundstücksgrenze durch einige mannshohe, schussfeste Schallschutzwände (im Baustoffhandel unter der Bezeichnung „Gabione“ erhältlich) vervollständigt. Diese Gärten sind weder „pflegeleicht“ noch stellen sie ein irgendwie ästhetisch bereicherndes Gestaltelement im Stadt- oder Ortsbild dar.

    Diese so genannten „Kiesgärten“ sind nichts anderes als gestalterische „Unorte“! So dürfen und müssen sie bezeichnet werden. Sie stellen eine Herausforderung dar für alle, die sich ernsthaft mit der Planung, Gestaltung und Pflege von Gärten und öffentlichem Raum beschäftigen. Dieser Artikel möchte dazu aufrufen, diesem Phänomen aktiv zu begegnen.

    Der Vorgarten – die Visitenkarte eines Hauses. Welche Botschaft wird hier ausgesandt? Gefragt sind hier städtebauliche Vorgaben.

    Ein Ausflug nach Absurdistan: Metallgitterzaun, Kunststoffstreifen mit Kiesaufdruck. Die Illusion einer Gabione entsteht.

    Tatort Vorgarten

    Ein „Kiesgarten“ der hier gemeinten Art ist keine Frage des individuellen Geschmacks, sondern eine aktive Verunstaltung des öffentlichen Raumes. Dank der mangelnden Sensibilität weniger müssen viele unter diesen gestalterischen Entgleisungen leiden.

    Der Vorgarten als Visitenkarte des Hauses! – Welches Licht wirft ein solcher Garten auf seine Bewohner? Welch lebensfeindliche Haltung kommt hier zu Tage? Wem überlassen wir hier das Feld der gärtnerischen Planung und den wirtschaftlichen Vorteil daraus? Was ist schief gelaufen, dass solche Gärten in solchem Umfang angelegt werden?

    „Ich bin eine Pflanze – holt mich hier raus!“

    Es geht um lieblos mit Schotter überschüttete Vorgärten, die anschließend das Auge aller Vorrübergehenden beleidigen, ökologisch wertlos sind und auch durch einen solitär eingesetzten, bemitleidenswerten Buchs mit Bonsaifrisur nicht zum Garten deklariert werden können.

    Der Kunde verlangt das aber so! – Wirklich? Müssen nicht Planer, Berufsverbände, Vereine und Genehmigungsbehörden hier versuchen, das schlimmste zu verhindern? Müssen nicht ausführende Betriebe oder Baumärkte, die wider besseres Wissen solche Gestaltungen als pflegeleicht anpreisen zur Unterlassung ermahnt werden? Sollten nicht Behörden im Bebauungsplan eine gärtnerische Gestaltung der Außenanlagen fordern? Sollte nicht jedem Bauwilligen eine Broschüre in die Hand gedrückt werden, die ihm eine Vorstellung davon gibt, wie Gärten mit wenig Pflege ansprechend gestaltet werden können. Können nicht Grünflächenämter und Wohnungsbaugesellschaften mit gutem Beispiel voran gehen?

    „… durch ein Gebirge wüst und leer“

    Steine sind aus der Lebenswelt des Menschen kaum weg zu denken. Nicht selten sind sie Sinnbild für Last und Mühe.

    „Als Kaiser Rotbart Lobesam
    zum heil’gen Land gezogen kam,
    da mußt er mit dem frommen Heer
    durch ein Gebirge wüst und leer.
    Daselbst erhub sich große Not,
    viel Steine gab’s und wenig Brot …“

    Diese Zeilen des Dichters Ludwig Uhland (1787-1862) enthalten wohl eines der meistgebrauchten Zitate, das herangezogen wird, wenn menschliche Mühsal beschrieben werden soll.

    Steine gehören zu den Urmaterialien der Erde. Sie bilden den tragfähigen Grund für alles, was auf der Erde fleucht und kreucht. In pulverisierter Form bildet der in Jahrhunderttausenden gemahlene Stein zusammen mit organischem Material das Substrat, welches Mensch und Tier mit Nahrung versorgt. Dominieren Gebirge, Felsen, Steine den Lebensraum des Menschen, ist dieser meist lebensfeindlich und karg. So ist Stein nicht selten ein Symbol für Öde, Hunger, Leid und Armut. Nach der Vertreibung aus dem Paradies musste der Mensch im Schweiße seines Angesichts den steinigen Boden beackern. Durch großes Leid kann der Mensch versteinern und ist er von böser Natur, dann ist sein Herz aus Stein und er erfreut sich möglicherweise daran, anderen Steine in den Weg zu legen.

    Menschen leben seit hunderttausenden von Jahren in schützenden Felshöhlen und nutzten behauene Steine als Pfeil- und Speerspitzen oder zum Entfachen des Feuers. Ein ganzes Zeitalter menschlicher Entwicklung erhielt so den Namen „Steinzeit“.

    Eine neue Art der Steinzeit begann, als der Mensch sesshaft wurde. Steinerne Burgen und Paläste widerstanden Feuer, Diebstahl und feindlichen Angriffen und erlaubten die Anhäufung von großem Reichtum.

    Seit dem Beginn der Industriellen Revolution dürfen wir wohl von einer dritten Steinzeit sprechen, deren Folgen jedoch nachdenklich machen. Unsere Umwelt ist, insbesondere im Bereich der Städte, nahezu versteinert. Klimawandel, Monokulturen und großflächiger Holzeinschlag bewirken die Ausbreitung von Wüsten und Erosion und sorgen so quasi für eine Rückbildung der Welt zu ihrem steinernen, unwirtlichen Ursprung.

    Viele Riten, Geschichten und Bilder verweisen auf die Bedeutung von Stein im menschlichen Erleben – im negativen wie im positiven Sinn. Davon künden die geheimnisvollen Steinkreise der Steinzeitkulturen, die mächtigen Pyramiden in Ägypten und nicht zuletzt die zahlreichen steinernen Grabsteine auf unseren alten Friedhöfen. In der christlichen Religion ist Jesus „der Fels in der Brandung“. Für die Indianer Nordamerikas ist auch im Stein Manitou zu finden, der große Weltgeist, der alles zusammen hält.

    Der antike Gott Prometheus formte den Menschen aus Ton. Dann brachte er ihm die Zivilisation nahe, unter anderem indem er ihn lehrte, feste Häuser aus Stein zu bauen. Dem griechischen Halbgott Orpheus wird nachgesagt, dass er mit seiner wohlklingende Musik sogar Steine zum Weinen bringen konnte. Ganz profan ist Stein ein Symbol für Reichtum. „Er ist steinreich.“/„Er hat den nötigen Schotter/Kies.“

    Der Gang über einen alten Friedhof mit seinen Grabsteinen, den betagten Bäumen und einem oft labyrinthischen Wegenetz ist immer noch geheimnisvoll und unheimlich. Seit den 1960/70er-Jahren aber schlichen sich auch auf Friedhöfen zunehmend gestalterische Misstöne ein. Immer häufiger finden sich pflegeleichte, „polierte Seelenrutschen“ aus Granit, die auf einer bekiesten, sparsam bepflanzten Grabfläche platziert werden. Darf man in ihnen einen Vorläufer der pflegeleichten „Kiesgärten“ sehen, die nun den Sprung in die Vorgärten der Einfamilienhaussiedlungen geschafft haben?

    Stein – unverzichtbar für den Garten

    Stein ist in der Kultur des Menschen fest verwurzelt wie sein Gegensatz, das Wasser. Beide Motive treffen sich im Japanischen Garten – womit wir wieder beim Thema „Garten“ sind. Es sind vor allem die sorgsam geharkten Kiesflächen, die das Wesen eines Japanischen Gartens ausmachen. Sie sind Symbol für ein ganz und gar gegensätzliches Material – das Wasser. Sorgsam ausgewählter Kies wird in Wellenform geharkt und mit Felsen und Pflanzen kombiniert. Das Anschauen eines japanischen Gartens bringt Reflexion und Gelassenheit.

    Im europäischen Garten des Mittelalters prägte der Kontrast eines üppigen, grünen Gärtleins zur umgebenden Burgmauer das Wesen des „hortus conclusus“. In der Landschaft sind die von Menschenhand gestalteten Terrassen der Weinberge bereits seit der Römerzeit durch ihre kunstvoll aufgeschichteten Stützmauern prägend. In der Landwirtschaft wurden Steine von den Äckern gelesen und am Rande als (Grenz-)Mauern aufgeschichtet, so wie es in England und Irland noch anzutreffen ist. Im Barock tauchen Kies und Ziegelsplitt als Schüttmaterial für Beete auf, sodass sich dem Betrachter farbenprächtige, geometrisch gestaltete Bilder boten, die mit einer Bepflanzung so nicht zu erreichen waren.

    Auch die künstlichen Felsen der Landschaftsgärten und die handwerklich vollendeten Trockenmauern der Reformgärten leben durch die Verwendung von Stein. Schließlich verbreiteten sich „Steingärten“ im 19. Jahrhundert in ganz Europa. Die Überquerung der Alpen, der Alpinismus als solcher und die Suche nach Pflanzen aus immer neuen Habitaten lassen in den Gärten wohlkomponierte Steinlandschaften entstehen, die von ausgedehnten „Rockeries“ bis hin zu kleinsten Miniatursteingärten in Schalen und Trögen reichen und durch die Frühjahrsblüte einen besonderen Reiz entfalten. Es ist unbestritten, dass Stein in jeder Form in Gärten eine gestalterische Bereicherung darstellt – vorausgesetzt er wird mit einer geeigneten Pflanzung kombiniert.

    Steine als Symbol des Lebens

    Was fasziniert an der Verwendung von Stein im Garten? Unter anderem lebt die Gestaltung durch den Gegensatz von totem Stein und lebenden Pflanzen. Kaum besser als in einem Steingarten lässt sich beobachten, wie aus unwirtlichen Lebensräumen Leben erwächst. Mühsam aber unbeirrt dringen im Frühjahr Pflanzen aus den Ritzen und Fugen des Gesteins und beeindrucken mit besonders reicher Blüte. Kiesel am Ufer eines Bachlaufes rerinnern an die lange Zeit, die das Wasser braucht, um aus scharfkantigem Geröll runde, formschöne Kiesel werden zu lassen. „Wenn einer uns hebt, hebt er Urzeiten empor. Wenn einer uns hebt, hebt er den Garten Eden empor – …“ heißt es in dem Gedicht „Wir Steine“ von Nelly Sachs (1891-1970). Erinnern wir uns, wie wir als Kinder mit wachsender Begeisterung am Flussufer Kieselsteine sammelten, die wir noch Jahre lang aufbewahrt haben.

    Nahezu jeder Botanische Garten verfügt über einen Steingarten. Doch auch private Steingärten sind sehenswert. So jener in Maastricht am Reihenhaus des Niederländers Ber Slangen. Durch die Unterstützung eines Freundeskreises ist der Garten auch nach dem Tod des Besitzers der Öffentlichkeit zugänglich. Der Gartengestalter Jörg Lonsdorf hat in seinem Schaugarten in Bonn einen ehemaligen Schotterparkplatz mit standortgerechten Pflanzen von einem Unort in ein sehenswertes Staudenbeet verwandelt. In einem kleinen Ort an der Küste Südenglands verbrachte der schwerkranke Filmemacher und Künstler Derek Jarman seine letzten Lebensjahre und legte in der unwirtlichen Kieswüste einen letzten „Garten“ an, der wohl wie kaum ein anderer Garten die Themen Leben, Sterben und Tod so miteinander verwebt.

    „Viel Steine gab’s und wenig Blumen!“

    Wie werden Gartenhistoriker in einigen Jahrzehnten die deutsche Gartenkultur des frühen 21. Jahrhunderts beschreiben? Wirft man einen Blick in die deutsche Gartenliteratur der letzten Jahre, so ist diese voll von guten Beispielen und alles steht zum Besten. Pflanzenmärkte, Gartenreisen und die Offenen Gartenpforten boomen. Vergessen sind die Gartenwüsten der Nachkriegszeit aus Rasen, Cotoneaster, Bergenien, Knöterich und Jägerzaun und Ligusterhecken. Dachten wir!

    Doch wie sind die neuen, pflegeleichten „Kiesgärten“ einzuordnen? Sind sie wiederauferstandene Geister der Vergangenheit? Oder sind es Vorboten einer düsteren Zukunft? Bei ihrer Betrachtung regt sich zunächst die berechtigte Frage nach dem Geschmacksempfinden ihrer Besitzer bis hin zu einem lauten: „Ist sowas überhaupt erlaubt?“ Dem sensiblen Beobachter drängen sich jedoch weitere Fragen auf wie etwa diese: Steht der Untergang des Abendlandes nun unmittelbar bevor? Denn wie steht es um eine Welt, in der sich Menschen freiwillig eine derart lebensfeindliche Umwelt direkt vor der Haustür erschaffen?

    Was ist „Simultane Perzeption“?

    Nach der Definition des Landschaftsplaners und Umweltsoziologen Tony Hiss hat jedes Gebäude, das von mehr als einem Menschen wahrgenommen wird, eine öffentliche Dimension. Dies trifft auch auf die vorgelagerten Plätze und Freiflächen zu. Und was der ehemalige Bundespräsident Johannes Rau über die Architektur sagte, gilt auch für den Garten: „… Ein Buch kann man zuschlagen und weglegen. Musik kann man abschalten, und niemand ist gezwungen ein Bild aufzuhängen, das ihm nicht gefällt. An einem Haus aber oder an einem anderen Gebäude kann man nicht vorbei gehen, ohne es zu sehen. Architektur hat die größte sichtbare gesellschaftliche Wirkung …“ (Rede vom 04.04. 2003 zum 1. Konvent der Baukultur, Bonn).

    „Na dann guck doch einfach nicht hin“, möchte man demjenigen zurufen, der sich über eine misslungene Gestaltung erregt. Das jedoch ist in der Tat nicht möglich! Die Gestaltung der äußeren Welt beeinflusst Körper und Geist des Menschen. Der Mensch hat in hunderttausenden von Jahren gelernt, seine Umwelt genau zu beobachten – bewusst und unbewusst. Nur so kann er sich vor Gefahren schützen. Obwohl wir heute wissen, wie ein Gewitter entsteht und wie wir uns vor Blitzeinschlag schützen können, überfällt viele Menschen beim ersten Donnergrollen und den dunklen Wolken ein gewisses Unbehagen. Eine natürliche Reaktion, denn Blitze konnten Häuser in Brand setzen und Existenzen vernichten. Doch auch im positiven Sinne wirkt die Umwelt auf uns. Stimmt alles an einem Ort, wählen wir diesen bevorzugt als Urlaubsziel oder Lieblingskneipe.

    Der Mensch scannt quasi permanent seine Umgebung und nimmt unbewusst verschiedenste Zeichen wahr. Dies nennt Tony Hiss die „Simultane Perzeption“. Es ist eine Art sechster Sinn, der versucht, das Wahrgenommene unmittelbar einzuordnen in „harmlos“ und „gefährlich“. Obwohl wir viele Gefahren aus unserem Leben verbannen konnten, funktioniert unsere Psyche auch heute noch nach diesen Regeln. Ständige negative Wahrnehmungen erzeugen Unwohlsein und Stress. Bei positiven Merkmalen, fühlen wir uns wohl, es ist „gemütlich“. (Man hat festgestellt: Bratapfelduft senkt den Blutdruck.)

    Was also passiert, wenn wir „Schottergärten“, Gabionen und Stabgitterzäune betrachten? Das Grau des Schotters wirkt leblos, kalt, unwirtlich, nahrungsarm. Die scharfen Kanten von Schotter und Split suggerieren „Vorsicht! Schnittwunden möglich!“ Eine einzelne Pflanze in der grauen Schotterfläche lässt Einsamkeitsgefühle entstehen. Das Bild spielender Kinder ist in einem solchen Garten nicht vorstellbar. Je mehr wir Assoziationen in Bezug auf unsere Umwelt formulieren, desto mehr Kriterien gewinnen wir für eine gute oder schlechte Gestaltung.

    Betrug am Kunden

    Die hier beschriebenen Kiesgärten legen nahe, dass sie nicht zum Aufenthalt von Menschen gemacht sind. Sie strahlen keinerlei Willkommenskultur aus. Sie verändern sich nicht im Jahreslauf. Nach zwei bis drei Jahren säen sich erste Wildkräuter aus. Der Garten wird unansehnlich. Die ausführenden Firmen sind mit den hier angeprangerten Arten von Gärten allerdings gut bedient, da sowohl zur Planung wie auch zur Anlage und Pflege kein ausgebildetes Personal notwendig ist. Und nach einigen Jahren kann das Material – kostenpflichtig versteht sich – wieder aufbereitet oder entsorgt werden.

    Alles eine Frage des Geschmacks?

    Es ist eigentlich klar, dass derart verunstaltete Vorgärten nicht mehr nur eine Frage des Geschmacks einzelner Gartenbesitzer sind. Sie sind ein Affront. Ein Angriff auf die Sinne. „Über Geschmack lässt sich nicht streiten“ sagt man – Stimmt! Entweder man hat Geschmack oder man hat keinen. Interessanterweise funktioniert die Geschmacksbildung in der Mode besser. Jeder, der in unpassender Kleidung vor die Tür gehen will erhält Tipps: “Die Farben passen nicht zusammen!“ „Querstreifen machen Dich noch dicker!“ „Das sieht zu trist aus!“

    Über „Vertikalschotter“ und „Talibanhecken“

    Die gesellschaftliche Bedeutung eines Phänomens ist spätestens dann gegeben, wenn es im Repertoire der Kabarettisten angekommen ist. Der Kabarettist Dieter Wischmeyer liefert eine bitterböse Analyse zum Kiesgarten in seiner vertikalen Ausprägung. Sein bissiger Kommentar „Vertikalschotter“ ist als Podcast zu hören.

    Bleibt zum Schluss nur noch zu wünschen, dass bald wieder ein Orpheus kommen möge, der mit seinem Gesang den Schotter erweiche – oder besser noch die Herzen der Gartenbesitzer. Auf dass diese sich besinnen und beseelen und ihren Garten einer baldigen Umgestaltung unterziehen. „Wenn Du in einem Garten keine Liebe machen kannst, wenn Du dort nicht träumen oder Dich betrinken kannst – asphaltier ihn doch, wozu ist er sonst gut?“ (Tim Smit, The Lost Gardens of Heligan)

    Literatur
    Alexander, Christopher: A pattern Language. 1977 (Gestaltmerkmale).

    Chatto, Beth: Der Kiesgarten: Gärtnern auf trockenem Standort. Stuttgart 2001.

    Hiss, Tony: Ortsbesichtigung – wie Räume den Menschen prägen, und warum wir unsere Stadt- und Landschaftsplanung verändern müssen. Hamburg 1992.

    Jarman, Derek, Sooley, H.: Derek Jarman’s Garden. 1995.

    Whyte, William H.: The social life of small urban spaces. Washington 1980.

    Garten von Ber Slangen, Maastricht NL, http://www.berslangen.nl

    Schaugarten von Jörg Lonsdorf, Bonn, http://www.gartenthusiasten.de

    Der Beitrag „Vertikalschotter“ des Kabarettisten Dietmar Wischmeyer zum Thema Schottergärten und Gabi Ohnen ist im Internet käuflich zu erwerben.

    Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 03/2017 .

     
  46. 6. Markus van Appeldorn

    Ja, ja, das mit der japanischen Gartenkultur erzählen die “Garten”-Architekten den Kunden auch immer – übersetzen diesen Begriff dann aber immer auf Trümmerfrauen-Deutsch.

     
  47. 5. Osterhäschen

    ……..jedenfalls liebevoll mit Osterschmuck dekoriert…….. 🙂

     
  48. 4. Joseph Johann

    Diese Baustoffe haben in Vorgärten nichts zu suchen, sie gehören zum Strassenbau. Der fehlt jedoch.

     
  49. 3. Joseph Johann

    Edelsplitte aus Naturgestein wie Granit, Basalt, Kannst ein usw. sind wertvolle Baustoffe

     
  50. 2. otto

    Es gibt wunderschöne Steingärten, sie spiegeln die japanische Gartenkultur wieder.

    Zu diesem Haus paßt auch eine gestrichene Teerfläche mit einem alten WC-Topf voller …..irgendwas Buntes…….
    als Reminiszens eventueller inhouse Blümchentapeten.

     
  51. 1. Markus van Appeldorn

    Das Schlimmste an dieser Art dieser (fast hätte ich geschrieben “Garten”)-Gestaltung: Die Leute, die sich so etwas anlegen lassen, glauben ernsthaft, das sei stilbewusst.