„Diagnose: Jugendschizophrenie“

rd | 28. Januar 2017, 12:59 | 5 Kommentare

Beim Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus gestern im Bundestag standen zwei Menschen im Mittelpunkt, die sterben mussten, weil sie psychisch krank waren. Sie waren zunächst Patienten der Landesklinik Bedburg-Hau, bevor sie nach Hadamar verlegt wurden. Dort wurden sie ermordet und verbrannt, wie Tausende andere psychisch kranke Menschen auch. Wer mehr zu den beiden Schicksalen erfahren will – die Gedenkreden sind auf YouTube verfügbar:

Benjamin Traub:

Anna Lehnkering:

… und vielleicht ist es die beste Medizin gegen alle derzeit so langsam wieder salonfähig werdenden Ansichten, sich diese beiden Reden anzuhören.

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  1. 5. Beobachter

    In Museum der Klinik gibt es Infos zum Thema. Der Besuch lohnt sich allemal.

    http://www.klinik-bedburg-hau.lvr.de/de/nav_main/unsere_klinik___ueber_uns/museum/museum_1.html

     
  2. 4. Jürgen Böll

    „Landesklinik Bedburg-Hau und das Euthanasieprogramm“

    Das Thema nationalsozialistische „Euthanasieprogramm“ später auch als Krankenmord bezeichnet – basierte auf der „Wissenschaft“ der Eugenik, welche „schlechtes Erbmaterial“ zu vernichten suchte.
    Der organisierte Krankenmord durch die Nationalsozialisten begann auf Befehl Hitlers am 1. September 1939 und endete erst mit Kriegsende 1945 in Deutschland

    In welcher Rolle nun die Landesklinik in Bedburg-Hau dann zu Zeiten des Nationasozialismus während des Krieges, wie in das Reichsweite Euthanasieprogramm mit eingebunden war, ist wohl ein Thema für sich.
    Leider findet man nicht viel in den Klevern / Bedburg-Hauer Geschichtsbüchern über das Wirken der Anstalt zum nachlesen, zu diesem dunklen Zeitkapitel.

    Während meiner Schulzeit wurde von den Geschichtslehrern dann das Thema „Beteiligung der Landesklinik am Euthanasieprogramm“ dann auch gerne ausgeklammert, da wohl sehr unangenehm oder kaum Daten verfügbar waren.

     
  3. 3. Günter Hoffmann

    @ 2. Wer auch immer sich hier,wie ein B. Höcke ,abartig, an unserer jüdischen Geschichte vergreift muss mit ALLEN Mitteln bekämpft werden. Mit seinem verbalen Ausfällen die er ,locker,ohne parteiliche Konsequenzen und nahe 0 Kritik von geben konnte hat sich die AfD wohl endgültig auf eine Stufe mit der NPD gestellt und bedarf der selben „Aufmerksamkeit“.

     
  4. 2. Messerjocke

    Eine Partei wie die AfD, die das Gedenken zu unterbinden versucht, hat in diesem Land nichts zu suchen!

    Aufruf: Und wenn ihr – zurecht – noch so enttäuscht von der herrschenden Politik seit, wer diese Partei wählt, in irgend einer Form unterstützt oder gar dort aktiv tätig ist, verhöhnt all diese Opfer.

    Es ist für uns in NRW ein ganz besonderes Wahljahr. Diese Partei darf unter keinen Umständen in irgend ein Parlament einziehen!

     
  5. 1. laloba

    Das war eine Gedenkveranstaltung der besonderen Art … und für diese beiden herausragenden Reden sollte man sich die Zeit nehmen … und durchhalten … sie machen mehr als viele Geschichtsbücher deutlich, was Faschismus wirklich bedeutet hat