Der kleine Immobilienscout: Kirchberg-Galerie, Bahnhof

rd | 03. März 2016, 16:12 | 8 Kommentare
Geschäftshaus mit wohlklingendem Namen; Kirchbarg-Galerie

Geschäftshaus mit wohlklingendem Namen; Kirchbarg-Galerie

Wir leben in Zeiten, in denen sich Bargeld in Beton verwandelt. Wer kann, investiert seine Reserven in Immobilien, angesichts niedriger Zinsen und Sorgen um die Stabilität der Währung erscheint Betongold wie der sichere Hafen für das scheue Reh. Da unter der kleveblog-Leserschaft immer wieder auch zahlreiche Investoren sind, die mit Millionen auf der hohen Kante nach lohnenden Anlageobjekten Ausblick halten, hier nach sorgfältiger Recherche ausgewählte Angebote:

Kirchberg-Galerie

Frisch auf dem Markt ist das Wohn- und Geschäftshaus am unteren Ende der Hagschen Straße, welches früher einmal Kirchberg-Galerie genannt wurde und das heute im Erdgeschoss den Textilfilialisten Kik, ein Fahrradgeschäft sowie eine Filiale des Kabelanbieters Unity Media beherbergt. In den Geschossen darüber befinden sich rund 40 Wohnungen. Derzeit ist der Makler Michael Reinders damit beschäftigt, ein Exposé für die Immobilie zu erstellen, dem Vernehmen nach soll es für 3,7 Millionen Euro angeboten werden. Besitzer des Objektes ist die Betreibergesellschaft der Neuen Mitte, deren Geschäftsführer Ruud Kraaj zu dem Verkauf nur sagt: „Wir kaufen und verkaufen oft, das ist unser tägliches Geschäft.“

Bahnhof

Wieder zu haben ist auch der Klever Bahnhof, nachdem Investor Udo Kempkens nun doch von seinen Plänen abgerückt ist, das Gebäude einer gastronomischen Nutzung im großen Maßstab zuzuführen. Gesundheitliche Gründe waren ausschlaggebend. Eine neue Ausschreibung zieht die Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft derzeit nicht in Erwägung, da es noch weitere Bieter gegeben habe. Allerdings, dies sei der Vollständigkeit halber und ohne jede Wertung angemerkt, erfolgten sämtliche Gebote, bevor bekannt wurde, dass das benachbarte Postgebäude in eine Sammelunterkunft für Asylbewerber umgewandelt werden soll.

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8 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 8. Rainer Hermanns

    Hallo, beruhigen Sie sich mal. Bevor Sie mit Spatzen auf Empörung schießen. Schauen Sie sich das Elend doch mal an. Industrie gibt es in Kleve nicht mehr. Und wenn dann nur als Denkmalkulisse für Ehemalige. Dem Juvenilen Ortsgebundenen ist das alles egal

     
  2. 7. Der Laie

    @4
    Das der Investor sich vorbehält den Klageweg zu bestreiten und evtl. Schadenersatzansprüche stellen will,kommt irgendwie bekannt vor.Das Gleichheitsprinzip für Investoren ist in Kleve noch nicht angekommen.
    Aber vll. muß man in Kleve ja auch erst einen Schandfleck so lange stehen lassen, bis man seine Interessen zur Nutzungsänderung durchgesetzt hat.

     
  3. 6. G.m.

    @5 Nobody
    Wie gesagt Reppco Vorschlag.
    Die alte Bensdorp Fabrik ist ja auch weiterhin enthalten in dem Vorschlag. Die „neuere“ Beton- Benkofabrik kann (muss) sicherlich entfernt werden.
    Das Gebäude in dem sich die Turmgarage befindet ist auch noch relativ Neu. Denkmalschützenswert??
    Na ja, nur wegen der Dach Betonschalenkonstruktion?
    Ist zwar selten , aber auch nix besonderes. Hat sich letztendlich auch nicht als vorteilhafte Bauweise durchgesetzt. Zeitgeist halt. Nicht mehr und nicht weniger.
    Bensdorp und Lebensunterhalt. Na ja. Meine Frau hat auch ihren Lebensunterhalt hier verdient. Lehre gemacht wie der Niederrheiner sagt.
    Aber deswegen muss der ganze Rummel doch nicht für immer stehen bleiben und den Fortschritt behindern.
    Wenn das „Union“ Verwaltungsgebäude noch einige zeit stehen bleibt kommt das auch unter Denkmalschutz … wegen der „einmaligen “ Betonskelettbauweise.
    Wie schon gesagt , das Urgebäude mit dem Uhrenturm will auch niemand in Frage stellen.

    @4 Insider. Genau so ist es. J.R. sollte sich mal an seine flotten Sprüche erinnern als darum ging wie in Zukunft die Bahngleise zu Überwinden sind.

     
  4. 5. Nobody

    @3. G.m.

    Ich habe natürlich den Plan der Firma Reppco nicht gesehen, aber vielleicht weiß jemand, ob Abänderungen auf den heutigen realistischen Stand, mit Denkmalschutz, gemacht wurden?
    So wie ich das verstehe, ist das aber nicht geschehen. Im Gegenteil…?

    Aus meiner Sicht wäre es nicht gut, den Denkmalschutz zu ignorieren……es ist ein gravierendes Klever „Geschichtsmal“……….viele Menschen haben früher dort viel Zeit ihres Lebens verbracht und konnten in dem damaligen Unternehmen ihren Lebensunterhalt und Zusammenhalt, durch ihre Arbeit und Mitwirken, erwirtschaften. Es hat Kleve weiter gebracht!

     
  5. 4. Insider

    Und wieder hält Herr Rauer in Kooperation mit dem Rat Investoren auf und vernichtet Grundstückswerte. Einfach genial diese Koalition der unwilligen.

     
  6. 3. G.m.

    @1und 2 den RP Text bitte auch lesen. Es wird ausdrücklich betont das sich die Planung REPCO auf den derzeitig noch gültigen Bebauungsplan von 2011 bezieht.
    Des Weiteren wird darauf verwiesen:
    das dieser Plan nur nochmal herausgestellt wurde weil seitens der Stadt ( hier insbesondere Herrn J. R. ) behauptet wird ,es würden keine Planungen vorliegen.

    ES ist somit auch nur ein REPCO Vorschlag um den Ball mal wieder in Spielfeld zu bringen, bevor die Stadt mal wieder hinter verschlossenen Türen „Tatsachen“ schafft und Grundstückseigentümer mit dann fasst wertlosen Parkplatzflächen zurückläßt.
    Im übrigen wird auf dem MOM Gelände doch bereits an einem „abtrennenden“ Park-hoch-Haus zur Cremefine Industrie gebastelt. Wer soll denn da Bitteschön parken???

    Stadtplanung Kleve, eine einzige Katastrophe .

     
  7. 2. Nobody

    @1. Jürgen Böll

    Keine gute Werbung für REPPCO………

     
  8. 1. Jürgen Böll

    „Bensdorp-Gelände“
    Passt zwar nicht ganz hier hin, aber REPPCO hat seine Vorstellungen mit dem Bensdorp-Gelände nun öffentlich vorgestellt.

    Danach haben Thomas Euwens und Christiane Behrens, die Reppco-Architekten, einen Plan für das Bensdorp-Gelände entwickelt. Sie wollen das alte Fabrikgebäude herausstellen, gleichzeitig sich aber auch über Denkmalschutz hinweg setzen und die „denkmalgeschützte“ Turmgarage einfach niederreißen.