Der etwas andere Blick auf Kleve (minus 48 Jahre)

rd | 20. Juli 2015, 15:09 | 51 Kommentare

Kleve in dem Jahr, in dem das schwedische Mehrzweck Kampfflugzeuge Saab 37 Viggen seinen Erstflug absolvierte

Kleve in dem Jahr, in dem das schwedische Mehrzweck Kampfflugzeuge Saab 37 Viggen seinen Erstflug absolvierte

Dieses Bild ist eine Zeitreise. Es stammt aus dem Jahre 1967 und wurde freundlicherweise vom Urheber zur Verfügung gestellt.

Zu sehen ist der Blick von der Schwanenburg Richtung Nordosten, mit der zwei Jahre zuvor fertiggestellten Stadthalle im Vordergrund. Rechts oben der Klever Bahnhof, davor reichlich Brachland und keine Blockbebauung. Dahinter die Union Lebensmittelwerke, deren neues Verwaltungsgebäude, heute eine Ruine, damals kurz vor der Fertigstellung zu stehen scheint.

Von links oben führt die Rampenbrücke zum Opschlag, heute eine Partymeile, damals eine Durchgangsstraße mit „Motorrad Walraven“ dort, wo heute das Spoy-Palais steht. Davor der Spoykanal, beiderseits begrünt und ohne Spoy-Center und Woolworth auf der westlichen Uferseite.

Der Block an der Lohstätte, der später einmal das legendäre „La Baguette“ und um die Ecke die Gaststätte „Franziskaner“ beherbergen sollte, ist ebenfalls noch in weiter Ferne. Das weiße Haus neben dem begrünten Grundstück (mit dem davor geparkten weißen Auto) – der „Whisky-Saloon“, mittlerweile abgerissen und durch ein Mehrfamilienhaus ersetzt.

Das markante Gebäude mit dem roten Dach oben links müsste heute der Sitz vom „Café Lust“ sein. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Stadt sich sehr verändert hat, und, diplomatisch gesagt, vielleicht nicht immer zu ihrem Besten.

PS. Dieses Foto erinnert mich auch daran, dass die Preisverleihung des verrücktesten Preisrätsels aller Zeiten noch aussteht. Ich setze dafür mal das Ende der Sommerferien an.

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51 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 51. Elvira Rohra

    Nächstes Jahr wird nochmals „verschönert“……… die beiden, direkt an die Stadthalle angrenzenden, intakten und bewohnten (bezahlbarer, guter Lebens- und Wohnraum!) Wohnhäuser werden für eine geplante
    Stadthallen-Parkplatz-Situation, für die Straße „Lohstätte“ mit „abgeflachter Spitzkurve“, für LKWs-Zufahrt zur Stadthalle, abgerissen.

    Frage: Wie kamen und kommen die LKWs bisher zur Stadthalle?

     
  2. 50. Jürgen Böll

    Nun – So heißt „Opschlag“ vom Klever Platt ins Hochdeutsche übersetzt.

    Der Opschlag, den wir hier sehen können, den kennen nur noch die älteren Bürger/innen von Kleve. Wir sehen im Vordergrund die „Alte Brücke“, die damals noch mit wunderbaren Laternen gesäumt war. Unterhalb befindet sich heute der Stadthallen-Parkplatz. Weiter oben erkennen wir die Herzogbrücke, an deren Ende sich links der Verkehrspavillon befand. Darunter steht heutzutage das Spoy-Center. Im Hintergrund erblickt man auch noch das mit „BK“ gekennzeichnete Hokovit-Gebäude. Eine aktuell wenig bekannte, aber dennoch vertraute Ansicht von Kleve.

    Quelle Bild und Text: KLE-Blat Blog.de

    http://www.kle-blatt.de/blog/wp-content/uploads/2015/08/opschlag-kleve.jpg

     
  3. 49. Schwanenjunge

    @46
    Erst war Sanella da, dann die Hausfrauen, die zu Werbezwecken Sanne und Ella genannt wurden.
    Die beiden Damen waren also nicht die Namensgeberinnen.
    1904 wurde Sanella von Van den Bergh in Kleve als Mandelmilch-Pflanzenbutter-Margarine eingeführt. In der Notzeit des Ersten Weltkrieges untergegangen, wurde sie 1931 mit dem Werbespruch „Sanella – die Feine, preiswert wie keine“ in Form eines Margarinewürfels wieder auf den Markt gebracht. Sanne und Ella, zwei vorbildliche Hausfrauen, machen damals im Radio Werbung für Sanella. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs musste der Verkauf von Markenmargarinen eingestellt werden, es gab nur noch Einheitsmargarine auf Lebensmittelkarten.

     
  4. 48. otto

    @ 47 Lohengräm,

    ok. du hast gewonnen👍

     
  5. 47. Lohengräm

    @46: Aber was war der Grund für die Einführung der Marke?

    🙂

     
  6. 46. otto

    @ 44 Musste nachlesen, d.h. nicht auf meinem Mist gewachsen. Sanne und Ella, die zwei guten Hausfrauen, waren die Namensgeber für Sanella.

     
  7. 45. otto

    @ 44 Lohengräm,

    mit Sanella kann ich leider nicht dienen. Jurgens kannte ich nur aus früheren, privaten Verbindungen (nicht meine).
    Auch heute spielt in den Niederlanden der Name Jürgens noch eine wesentliche Rolle, der AJF d.h. A.Jurgens.Fond.
    ist auch bei Bloomberg gelistet, sozialer Business Bereich.

    Er befindet sich in Berg en Dal, Kwakkenbergweg, nicht allzu weit von dem alten Landgut Heyendaal, heute
    wie schon geschrieben, im Eigentum der Radboud.

     
  8. 44. Lohengräm

    @43
    Chapeau!
    🙂

    Das Rätsel um Sanella scheint aber noch nicht gelöst….

     
  9. 43. otto

    @ 41 Lohengräm,

    Napoleon III.

     
  10. 42. otto

    @ 41 Lohengräm,

    dafür weiß ich aber, dass Draguignan im Dep. Var liegt und der Var (Fluss) durch eine einzigartige Bauxit-Schlucht
    fließt. Wir befuhren die Schlucht mit unseren Slalombooten, ein Erlebnis. Margarine schmeckt in dieser Landschaft
    überhaupt nicht, dafür Baguette mit Käse umso besser.

     
  11. 41. Lohengräm

    @38:

    Vielleicht kannst Du auch sagen, wer den Wettbewerb, den Mège gewann, eigentlich ausgelobt hatte?

     
  12. 40. Lohengräm

    >Ja, so ist das halt, wenn die Leute beim Zocken auf dem PC ihr angestammtes Wissen verlieren.
    Stimmt., So richtig Ahnung hast Du nicht. Auch wenn Du es immer versuchst rauszuhängen.

    Hippolyte Mège verwendete für seinen Butterersatz u.a. feingeschnittenes Euterfleisch. Die Ur-Magarine war keine Magarine in der heutigen Form. In seiner Weiterentwicklung hat vdB das Euterfleisch denn auch weggelassen.

    Vielleicht weisst Du aber auch, warum Sanella auf den Markt gekommen ist?

     
  13. 39. otto

    @ 38 M. Jean,

    die Aktivitäten der „Margarine“ Familie Jugens waren weit verzweigt. Sie stifteten u.A. ihr Landgut -oud Heyendael-
    der Radboud-Uni. in Nijmegen.

     
  14. 38. jean baptiste

    @37. Lohengräm Man kannte 1967 keine Margarine? In Kleve??

    Na klar, 1869 in Frankreich erfunden.

    Hier ein heimatkundlicher Abriss der Geschichte:

    Der Antrag auf Patentiertung: „Demande d’un brevet d’invention de quinze ans pour la production de certains corps gras d’origine animale“, Paris ,
    Erfinder war der Apotheker Hippolyte Mège, er gewann damit einen Wettbewerb der Regierung zur Entwicklung eines Buttersubstituts für die Arbeiterklasse und die M a r i n e (daher der Name Margarine) .
    Ziel :niedriger Preis , gute Haltbarkeit, hoher Nährwert.
    Patent wurde sofort durch Simoon van den Bergh , der in Oss (Braband) einen Butterhandel hatte und mit diesem Patent die Dampfbutterwerke Oss errichtete. Da Deutschland hohe Schutzzölle kannte, eröffnete er kurzerhand, zusammen mit dem Gocher Butterhändler und Konkurrenten Jürgens ein Zweigwerk mit anfänglich 14 Arbeitern in Kellen .
    Schon die Angestellten sagten, sie arbeiten „op de Botter“.

    Um nochmals auf Ihre Frage zurückzukommen, natürlich war es Margarine, aber das Marketing (gab es darmal schon) flüsterte den Kunden vor, daß sie eigentlich eine Art B u t t e r kauften.
    Deswegen gab es durch die Woche Butter (= Margarine) und sonntags g u t e Butter (aus dem Rahm von Milch hergestelltes Streichfett) aufs Brot.

    Ja, so ist das halt, wenn die Leute beim Zocken auf dem PC ihr angestammtes Wissen verlieren.
    Früher war das Lernstoff in der Schule (mit Besuch des Info-Centers der Margarineunion) .
    Die Geschichte mit Zevens und Clever Stolz spar ich mir mal.

    Marken : Solo , Blueband (eigentlich Schwan im blauen Band) , Vitello , Rama u.v.a.mehr.

     
  15. 37. Lohengräm

    @33
    Man kannte 1967 keine Margarine?
    In Kleve??

     
  16. 36. rd

    @Lohengräm Vielleicht mal bei IKEA nachfragen.

     
  17. 35. Lohengräm

    „…Saab 37 Viggen…“

    Ist das ein Flugzeug zur Satisfaktion der Fleischeslust, oder was?

    🙂

     
  18. 34. Der Laie

    @33
    Nennen wir es mal Selbstschutz, denn bei ehrbaren Kaufleuten, wendet man diese Mittel nicht an.
    Obwohl man ja schon Gebühren bei den Waren Kredit Ausfallversicherern zahlt, erwarten diese zusätzliche Rückbürgschaften um sicher zu gehen, das der Kaufmann schon im eigenen Interesse bestrebt ist nur solide Geschäfte abzuschließen.

     
  19. 33. G.M.

    @31… Dachte ich,s mir doch, leider Strafbar,.

     
  20. 32. jean baptiste

    @27. Markus van Appeldorn
    nein, Brot und B u t t e r passt schon.
    Es gab nämlich keine Margarine.
    Man kannte nur Butter … und Gute Butter . Euphämismus derjenigen, die sich die Gute nicht leisten konnten.
    Und nein, Cholesterin bzw. Simvastatin oder ein anderes Statin kannte man noch nicht.

     
  21. 31. Der Laie

    @28
    Ja so ist es, der Kunde ist König, so lange er sich denn auch königlich verhält und seinen Teil der Abmachung einhält nämlich für eine gute Leistung Termingerecht zahlt.
    Die Mentalität in Südeuropa ist was die Zahlungsmoral betrifft nun einmal ein klein wenig anders, da ist es dann von Vorteil, wenn man außer einem verbindlichen schriftlichen Auftrag, seinem Wunsch nach Bezahlung der Rechnung etwas Nachdruck verleihen kann.

     
  22. 30. laloba

    @29 Die Auserwählten wählen??? Kriege grad nicht die Kurve …

     
  23. 29. jean baptiste

    @25 laloba zu Elite :
    Wählen ist in lateinisch >eleggereelecti Elite < verballhornisiert.
    Für die ganz schlauen : ja, ich weiß , das ist ein wenig sehr schnell durch die Kurve , aber gebt zu , die Erklärung klingt doch charmant.

     
  24. 28. G.M.

    @23 der Laie…. meinen Sie etwa DIE Firma die auch schon mal „per Fernwartung“ die Anlage , na sagen wir mal „auf Störung “ setzte damit die Schlussrechnung etwas flotter angewiesen wurde?

     
  25. 27. Markus van Appeldorn

    @24
    jean baptiste, Sie bringen mich grade drauf: Es muss für das Jahr 1967 natürlich noch heißen „Brot- und Margarine-Auto“

     
  26. 26. laloba

    … die GSG 9 ist für mich eine Elitetruppe …

     
  27. 25. laloba

    Mich interessieren Wortbedeutungen und manchmal die Frage, warum mich ein bestimmter Begriff in einem bestimmten Zusammenhang stört.

    Elite bedeutet lt. Duden „eine Auslese darstellende Gruppe von Menschen mit besonderer Befähigung, besonderen Qualitäten; die Besten, Führenden; Führungsschicht, -Mannschaft“ und kommt aus dem Französischen: élire = auslesen

    Wenn man von politischen Eliten spricht, stimmt das nach dieser Definition insofern, weil es sich um Führende, eine Führungsmannschaft handelt. Die Wortbedeutung impliziert aber meiner Meinung nach (immer), dass die Führungsmannschaft durch eine Auswahl der Besten, derjenigen mit besonderer Befähigung zustande gekommen ist.

    Deswegen weigere ich mich, bei Politikern von Eliten zu sprechen. Gewählt worden zu sein sagt noch nicht unbedingt etwas über die Befähigung aus, da keine Auswahl nach objektiv überprüfbaren Kriterien stattgefunden hat.

    Dem entgegen steht nicht, dass es viele fähige Politiker/innen gibt und gegeben hat.

    Ich glaube, dass man handlungsfähiger bleibt, wenn man „die“ Politiker nicht auf ein Podest stellt, auch nicht auf eins mit negativer Bedeutung.

     
  28. 24. jean baptiste

    @15. Markus van Appeldorn
    “ Brot- und Butter-Auto VW-Käfer … „absolut unterrepräsentiert“…Dafür gibt’s recht viele große Autos und Coupés“…“scheint Kleve schon damals eine überdurchschnittlich wohlhabende Stadt gewesen zu sein.“

    Tja, ich fürchte, Ihr Konstrukt hält keiner wissenschaftlichen Überprüfung statt.
    Die Verkäuferinnen auf 324,00 DM kamen nicht im Benz.
    Erstens gab es das nicht, daß Verkäuferinnen mit Minijobs beschäftigt wurden, Ausnahme ein paar Aushilfen. Zweitens konnten Verkäufer m/w sich kein Auto leisten, um es dann den ganzen Tag in der Stadt zu parken, das brauchte der Hauptverdiener in der Familie.
    Und drittens kannte man damals mrs sporty , sonnenstudio und personal fitnesstrainer noch nicht.
    Brauchte man auch nicht, weil Alles wurde, auch bei Wind und Wetter, mit der Fiets gemacht.

     
  29. 23. Der Laie

    @18
    Da gibt es doch tatsächlich in Kleve Firmen, die ohne großen PR Rummel schon bevor für die Hochschule die ersten
    Pfahlgründungen erfolgten, keine Servicetechniker zur Wartung entsandten, sondern per Fernwarte Prozessanlagen
    überprüften, neu einstellten oder im Störfalle per PC Fehler diagnostizierten und wichtige Anlagen ohne sich in den Flieger setzen zu müssen, wieder zum laufen brachten.
    Das kann natürlich mit den politischen Eliten und deren Weitblick in Kleve nicht mithalten. Da wird eine Strassenbahn stillgelegt, anstelle zu modernisieren, das alte Depot aber unter Denkmalschutz gestellt.
    Weil Windmühlen ja so ergiebig sind und der Überschuss ja irgendwo hin muss, ist plötzlich das Elektro Auto die Innovation des Jahrhunderts.
    Das Problem der heutigen Lokalpolitiker besteht darin, das sich heute keiner mehr in den Zug setzen muss um zu sehen wie es in anderen Städten und Gegenden aus sieht, bzw. die Möglichkeiten für Vergleiche hat, ohne die Wohnung verlassen zu müssen.
    Aber wie heißt es doch so schön, wenn die Argumente fehlen, fangen die Ausreden an, wenn die Ausreden nicht mehr ankommen, müssen halt verbale Erniedrigungen des kritischen Gesprächspartners die Argumente ersetzen.
    Clevere Kunden kaufen bei dem Verkäufer der seine Leistung ins rechte Licht setzt, nicht bei dem, der den Wettbewerber schlecht redet.
    In diesem Sinne würde ich noch nicht einmal von Ihnen ein geschenktes Fahrrad annehmen, denn das darf ich in Kleve ja eh nur die Große Straße rauf und runter schieben.

     
  30. 22. otto

    @ 19 Wolfgang Look,

    was das Äußere in der Klever Statdplanung anbetrifft zeigt, wie verfault das Innere sich seit Jahren darstellt.

    Das Denken der Menschen bewegt sich zu oft an der Oberfläche, geleitet von ihrem Ego.

    Der wahre Kern des Denkens ändert sich nie, ihre Oberfläche jedoch stetig.

     
  31. 21. Lohengräm

    @17
    Ehrlich gesagt: Es sah/sieht schlimmer aus als war.

    Hier, der erste Abschnitt ist sehr interessant:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftswunder#Ausgangssituation

     
  32. 20. laloba

    @1967

    … danke für den Hinweis … Vieles ist wohl oft eine Frage der Perspektive … immer wieder auf’s Neue erschreckend zu sehen, was 1945 hier los war (von davor mal ganz zu schweigen) … und womit die Menschen damals umgehen mussten …

    An den Aldi auf der Großen Straße kann ich mich auch noch erinnern (aber eher aus den 70ern), da fuhr man ja mit dem Einkaufswagen über den Bürgersteig zum Auto … und dann musste der Wagen wieder zurück

     
  33. 19. wolfgang look

    Das Äußere, sagt man ist ein Abbild des Inneren. Wie hat sich aber das Denken der Menschen geändert, das kulturleben, der Umgang miteinander, die Bevölkerungszusammensetzung, die Traditionen, Feste, die Gemütlichkeit???Wo gibt es Fortschritte, wo Rückschritt

     
  34. 18. Klever

    „diplomatisch gesagt, vielleicht nicht immer zum besseren“ Na toll…. eine Lobhudelei und ein dreifaches Helau auf die ewig Gestrigen und Fortschrittsverweigerer.

     
  35. 17. 1967

    ich kann mich gut an diese zeit erinnern. bin da gerade ins gymnasium gekommen. es war eine schoene zeit.
    und zur ehrenrettung aller klever, sowohl der waehler, als auch der gewaehlten, sollte man immer daran erinnern, wie diese stadt 1945 aussah.

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/ba/Royal_Air_Force_1939-1945-_Bomber_Command_C4964.jpg

    nicht ganz die gleiche perspektive, aber es war ja wohl ganz kleve zerbombt

    wen man nun bedenkt mit welch geringen wirtschaftlichen mitteln die stadt bereits nach 22 jahren wieder aufgebaut war, da kann man doch nur sagen: „hut ab“.

    soweit ich mich erinnern kann gab’s den aldi 1967 schon. er war damals auf der grossen strasse. damals noch angemietet und ohne parkplatz. die kundschaft konnte sich damals noch kein auto leisten :).

     
  36. 16. otto

    Nicht oft ist der Tenor über Kleves Stadtentwicklung im Ton so einheitlich, wie zu diesem Foto.

    Bis zum heutigen Tage konnten sich die Planungssachverständigen der farblichen Einheits-
    Partei durchsetzen.

    Was schrieb Dr. Hientzsch, ein Mann der abwägenden, vorsichtigen aber klaren Worte:

    ……….architektonische Missgeschicke (Mist.. hätte ich vorgezogen), stadtplanerische Fehl-
    griffe , mangelndes Verständnis für das historische Erbe der Stadt.

    Da ist der Wurm im Gebälk, zu spüren ist noch heute, dass das Ganze einen gewissen
    geistigen Hintergrund hat…..

    Die Hoffnung ist groß, dass sich bald einiges ändern wird, die Morgenröte sendet schon
    ihre ersten Strahlen.

     
  37. 15. Markus van Appeldorn

    Was auf dem Foto noch auffällt: Das deutsche Brot- und Butter-Auto VW-Käfer ist auf dem Parkplatz der Stadthalle absolut unterrepräsentiert. Dafür gibt’s recht viele große Autos und Coupés – und das 1967. Also scheint Kleve schon damals eine überdurchschnittlich wohlhabende Stadt gewesen zu sein.

     
  38. 14. jean baptiste

    @11 . Günter Hoffmann ja, war nicht persönlich gemeint, aber was waren den die30% die weiter als 3 zählen wollten gegen die weit über 50%.?

     
  39. 13. Markus van Appeldorn

    Hallo Günter, seh ich ein. Aber nur mal was dieses Bild betrifft, ist doch städtebaulich nix schlechter geworden – sondern höchstens besser. Und natürlich kann man über das Spoy-Center denken, was man will – so wahnsinnig chic find ich’s auch nicht. Aber immerhin gelungener, als eine hässliche Baulücke. Und die Begrünung auf der anderen Seite ist auch nur so lange sexy, bis der Kommune städtebaulich zur Erschließung des stahlbewehrten Ufers etwas einfällt. Zumindest das ist mittlerweile geschehen.

     
  40. 12. Fisch

    LIDL, ALDI, NETTO etc. (wo wir alle doch so gerne und günstig einkaufen……. 🙂 )
    kann ich auf dem Foto nicht finden 😉

     
  41. 11. Günter Hoffmann

    Hallo Markus…. es ist ein Gefühl für Heimat,…zu Hause…da muss man schon…..Spinner nennen das heute Roots…..oder ?…“Der Laie“…. glaube ich, weis was ich meine…5. J b…..meine Eltern haben sicher nicht die……Nachfolge Partei gewählt….da wo sie in der Unterstadt gelebt hatten.. ..war alles im A…..

     
  42. 10. Messerjocke

    Das kommt dann dabei herum, wenn man „keinen Plan“ hat.

     
  43. 9. Rainer Hermanns

    Hallo, ein schönes Bild vor allem die Rampenbrücke (der offizielle Name war glaub ich Herzogbrücke). Wenn die Bahnstrecke Kleve – Nijmegen wiederbelebt würde, wie säh dann Verkehrsführung da aus. Verkehrsführung ist hier eh ein unbekanntes Wort, alles quetscht im Schneckentempo die Gruft hoch, Sprit un Diesel verblasen ohne Ende

     
  44. 8. Der Laie

    Ja, da war für 16 jährige Jugendliche noch eine Kreidler Florett Klasse 4 mit Fuchsschwanz am Lenker vom besagten
    Motorradladen angesagt.
    Parken ohne Parkschein für Autos ging auch noch, langsam die Große Straße hinauf fahren um zu sehen was im Burgtheater gespielt wurde, störte niemand.
    Heute meinen Städteplaner, wenn sie Natur grün gegen Klinker rot oder noch extremer Klinker schwarz tauschen,
    den großen Wurf gelandet zu haben.
    Da können die Klever ja noch froh sein das die Schwanenburg unter Denkmalschutz steht, einem Öko Freak wäre sonst noch eine Wärmedämmputz Fassade eingefallen um die Heizkosten zu senken.

     
  45. 7. Günter Hoffmann

    …3. rd…..ich fühle mich geehrt.

     
  46. 6. laloba

    1967 lebte ich noch im Reichswald und hatte keine Ahnung von dieser wunderbaren Stadt, in der ich später zur Schule gehen sollte

    … hier sieht man, Rampenbrücke weg war ein Fehler

    … und ohne Spoy-Center könnte man heute vielleicht auf einer Café-Terrasse am grün umsäumten (!) Kanal sitzen und der Opschlag könnte Straße sein

    … habe gerade diese ganze Ampelanlage Opschlag/Herzogbrücke genau vor Augen … in der Fahrprüfung war sie ausgefallen …

     
  47. 5. jean baptiste

    eigentlich fiel mir nur das https://www.youtube.com/watch?v=y3KEhWTnWvE
    Mary Hopkin – Those Were The Days , ein ,
    und dann mit der Betonung auf „we thought they`d never end.

    Aber dann las ich 2. Günter Hoffmann , und da muss ich doch entschieden widersprechen.
    Die „Bande von Gefühl und Geschmack befreiten Politikern und Neureichen“ konnte das nur tun,
    weil (beinahe) all Eure Eltern brav ihr Kreuzchen an der bekannten Stelle gemacht haben.
    Und da von denen keiner Analphabet war schätze ich mal, daß sie eigentlich in der Lage waren, das Alphabet weiter, als nur bis zum dritten und vierten Buchstaben identifizieren zu können.
    >die Holländer haben`s da einfacher, dort reicht schon Stelle 3 , Stelle 4 und Stelle 1
    (für Begriffsstutzige : C, D , A )<

    Ergo: don`t blame the others , blame your fathers ! (wow , reimt sogar )

     
  48. 4. Markus van Appeldorn

    Betrachtet man jetzt nur dieses Bild, soll mir mal jemand erklären, was daran städtebaulich ästhetisch sein soll – und was heute schlimmer. Ich finde, zum Beispiel das Spoycenter kann sich als Schönheit auf den 3. Blick erschließen.

     
  49. 3. rd

    @Günter Hoffmann So klingt es, wenn man es undiplomatisch ausdrückt.

     
  50. 2. Günter Hoffmann

    Wer dieses tolle Bild der Unterstadt sieht kann vielleicht ermessen was eine Bande von Gefühl und Geschmack befreiten Politikern und Neureichen aus meiner Heimat gemacht haben.

     
  51. 1. Lohengräm

    Cooles Kleve!

    Aber eins sieht man deutlich: Auch damals hatten die Klever einfach eine Schwäche für AUTOS und PARKPLÄTZE.