Das Preisrätsel-Desaster?!

rd | 28. März 2015, 15:32 | 57 Kommentare

Wir sehen alte Daimler, Schätzlein, rätselhafte Verkehrszeichen...

Wir sehen alte Daimler, Schätzlein, rätselhafte Verkehrszeichen…

(Stand 10:18 Uhr, 4. Aktualisierung, jetzt auch mit dem 1971 erschienenen IHK-Bild, weiteren Fotos und forensischen Vergrößerungen) In der vergangenen Woche habe ich mehrere Stunden im Stadtarchiv und in der Stadtbücherei verbracht, alte Zeitungen gewälzt, Bildbände durchforstet, Fotos gesichtet. Ich habe Experten zu Rate gezogen, die schon ganz andere Nüsse geknackt haben. Da sollte die Datierung eines Fotos doch wohl nicht so schwer sein! Ist es aber, so dass ich nun dich, lieber Leser, nach Abschluss des Preisrätsels in dessen Lösung mit einbeziehen muss.

Es geht, dies als Information für die, die nicht regelmäßig auf dieser Seite zu Gast sind, um die Frage, in welchem Jahr das oben stehende Foto entstanden ist. Die eingesandten Antworten meiner Leser finden sich unter dem ursprünglichen Artikel: kleveblog history & Frühjahrsrätsel (tolle Preise!). Hinweise gibt es also genug, die ich nun der Reihe nach vorstelle:

1. Eine grobe Eingrenzung

Das Bild kann nicht vor 1961 entstanden sein. Wie verschiedene Mercedes-Experten schreiben, wurde das im Vordergrund zu sehende Auto, ein Mercedes-Benz der Baureihe W 110, von 1961 an gefertigt. Einen Hinweis zur Abgrenzung nach oben liefert das „Halt“-Verkehrszeichen, welches 1971 durch das uns heute vertraute „Stop“-Schild ersetzt wurde. Es geht also um elf Jahre.

2. Weitere Spuren

Viele Leser haben auf das im Hintergrund abgebildete Geschäft „Stumpfkörbchen“ hingewiesen, welches irgendwann durch einen Neubau ersetzt wurde, in dem sich lange Jahre das Fachgeschäft „Foto Dommers“ befand und der heute den Bekleidungsfilialisten „Betty Barclay“ beheimatet. Die Nachfrage bei Wolfgang Dommers ergab allerdings, dass dieser das Haus 1974 erworben hat und sich sicher ist, dass es ein oder zwei Jahre zuvor errichtet wurde. Auch der Schätzlein-Markt trägt nicht zur Aufklärung bei, es gab ihn lange vor dem fraglichen Zeitraum und der Autor selbst kaufte noch Mitte der Achtzigerjahre in der von Walter Oslislo mit väterlicher Hand geführten Filiale „Splendid-halbtrocken“-Sekt, um die Arbeit in der Lokalredaktion der Rheinischen Post vergnüglicher zu gestalten. Im Schaufenster von Schätzlein spiegelt sich der Schriftzug „Mostertz“, ein Bekleidungsgeschäft, das nicht mehr existiert, zu dem aber keine weiteren Informationen verfügbar waren.

3. Die Mode

Kostüme und Rocklänge lassen auf die Sechzigerjahre schließen, als alle Frauen, auch die Klever, ein bisschen so aussehen wollten wie Jackie Kennedy. Trägt aber leider nicht weiter zur Aufklärung bei.

4. Die Stadtdekoration

Ursprünglich ging ich davon aus, dass die nicht alltägliche Stadtdekoration mit Wimpeln, Wappen (ein Leser weist richtigerweise daraufhin, dass das Wappen von Pfalzdorf erkennbar sei) und Lichterketten den Schlüssel zur Lösung bildet. Meiner Vermutung nach handelte es sich um Schmuck zu einem Jubiläum, und, Überraschung!, in dem fraglichen Zeitraum feierte die Stadt Kleve ihr 725-jähriges Bestehen, und zwar 1967. Im Stadtarchiv ließ sich allerdings kein weiteres Bild zu diesem Anlass finden, die Lokalzeitung berichtete lediglich von einem Festakt in der Stadthalle. Auch die Heimatskalender in der Stadtbücherei brachten zu diesem Jubiläum nichts. Dafür aber fand ich in einem Bildband den gleichen Straßenschmuck, die Große Straße aufwärts fotografiert (Foto siehe unten). Das Problem: das Buch wurde bereits 1966 gedruckt. Könnte es nun 1966 ein besonderes Ereignis gegeben haben? Zurück ins Stadtarchiv! Dort wälzte ich die Lokalzeitungen aus dem Frühjahr 1966 (eingegrenzt aufgrund der Kleidung, die die Frauen tragen, und aufgrund der Vegetation) – und entdeckte, dass der Kreis Kleve am 23. April des Jahres sein 150-jähriges Bestehen feierte. Allerdings wiederum nur mit einem Festakt, und die Rheinische Post vermerkt ausdrücklich: „Kein Festzug, kein Fahnenschmuck“. Zu allem Überfluss schickte mir Wiltrud Schnütgen am Samstagmorgen noch ein Foto aus einer IHK-Publikation, die im Jahr 1971 erschienen ist, und die ebenfalls diesen Straßenschmuck zeigt. (Natürlich kann das Foto darin auch mehrere Jahre alt sein.) Und nun?

5. Die TÜV-Plakette

Besonders findige Geister wiesen auf die TÜV-Plakette über dem Bindestrich des Kfz-Kennzeichens hin. Dies könnte in der Tat ein wertvoller Hinweis sein, zumal davon auszugehen ist, dass Mercedes-Fahrer sich ordnungsgemäß an die Termine zur Hauptuntersuchung halten. Also tauchen wir ein in die Geschichte der TÜV-Plaketten. Wir erfahren, dass es sechs Farben gibt, die sich stets in der gleichen Reihenfolge wiederholen: Blau, Gelb, Braun, Rosa, Grün, Orange. Diese Reihenfolge gibt es allerdings erst seit 1980 und scheidet somit für unser Fahrzeug aus. In den Jahren 1961 bis 1973, also in dem für uns interessanten Zeitraum, gab es nur vier Farben, die alternierend eingesetzt wurden: Weiß (61, 65, 69, 73), Grün (62, 66, 70), Gelb (63, 67, 71) und Blau (64, 68, 72). Die Farbe, die es am ehesten sein könnte, ist Blau. Blau sagt, der Wagen muss 1968 zur Hauptuntersuchung, also muss sie zwei Jahre zuvor ausgestellt worden sein: 1966. Das heißt, der Wagen könnte in den Jahren 1966, 1967 oder 1968 unterwegs gewesen sein. Oder aber 62 bis 64, oder 1970 oder 71. Sofern Blau richtig ist, und sofern der Halter sich an die Vorschriften gehalten hat. Hilft also nicht hundertprozentig weiter. (Die Kfz-Kennzeichen in der dort sichtbaren Form gibt es in Deutschland seit 1956. Sie wurden erst um Jahrtausendwende erneuert.)

6. Die Ratlosigkeit

Es gibt noch weitere Hinweise, zum Beispiel der von Jörg Hopmans auf die nicht mehr sichtbaren Straßenbahnschienen. Aber wann genau wurden sie demontiert? Und sind vor dem Juwelier Knops nicht doch welche zu sehen? Bisher also vor allem: Ratlosigkeit. Spuren deuten auf 1966, mehr Gewissheit gibt es derzeit nicht. Vorerst wird also weder eine definitive Lösung noch ein Sieger verkündet. Wir forschen weiter, ein Wochenende mit diesem Sauwetter ist doch wie geschaffen dafür!

Wulf Ligges: Der Niederrhein, 1966 im Dumont-Verlauf erschienen

Wulf Ligges: Der Niederrhein, 1966 im Dumont-Verlauf erschienen

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Große Straße abwärts, 1971 erschienen

7. Neue Hinweise

Von Rolf Janssen erhielt ich nun noch das folgende Bild, das die (vermutlich problemlos aufzuklärende) Montage des Glockenspiels beim Juwelier Sanders zeigt – und im Hintergrund erneut den Straßenschmuck. Dies könnte uns der Lösung nahebringen – wenn wir denn sicher wüssten, dass dieser Schmuck eine einmalige Sache und nicht eine jährlich wiederkehrende Dekoration war.

Läutet hier die Lösungsglocke? (Foto: Rolf Janssen)

Läutet hier die Lösungsglocke? (Foto: Rolf Janssen)

Hier aus dem Stadtarchiv eine Postkarte, mit »etwa 1970« datiert:

Temups fugit: Die Uhr ist schon lange weg

Temups fugit: Die Uhr ist schon lange weg (Foto: Stadtarchiv Kleve)

8. Die Schienen — plötzlich doch sichtbar

Kommentator Jean Baptiste hat bis zur Grenze des Möglichen vergrößert, und, in der Tat, man könnte zur der Überzeugung gelangen, dass es sich bei den beiden dunklen Streifen an der Hagschen Straße um Schienen handelt. Also wäre zur weiteren Eingrenzung das Jahr hilfreich, in dem die Straßenbahnschienen demontiert wurden. Sein Hinweis, dass die Farbe der Plakette braun sei, kann allerdings nicht gelten gelassen werden. Die Farbe war damals nicht möglich.

kleveblog-Leser, Detektive der Vergangenheit

kleveblog-Leser, Detektive der Vergangenheit

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  1. 57. jean baptiste

    @ all
    alea iacta est.
    Wie bei Gericht, die Beweisaufnahme ist längst abgeschlossen, wir sind mitten im Pädoyer , jetzt ist es am „weledel zeer gestrenge heer “ Richter, und der Streitwert ist unter 100 euro, also einziges und letztendliches Urteil , Berufung nicht möglich .

     
  2. 56. Wiltrud Schnütgen

    Auch wenn Ralf bald durchdreht, hier wieder ein kleines Puzzlestück:
    Die Wappen hingen sogar schon 1965:
    RP vom 2.9.65 (mit Getlinger-Bild): „Die Kreisstadt hat in den letzten Tagen ein Festkleid anzogen, um sich selbst und den zahlreichen Gästen zu gefallen … Seit etlichen Tagen schon fällt der Blick auf die 17 Wappen aus Gemeinden der Kreise Kleve und Rees, die in Lichterketten über der Großen- und oberen Herzogstraße hängen. Sechzig Glühbirnen zu je 25 Watt pro Kette geben dieser Geschäftsstraße mit den zusätzlichen 17 bungen Wimpelketten ein attraktives Ausstehen. Bei nächster Gelegenheit wäre allerdings wünschenswert, die Wappen mit den dazugehörenden Orten zu beschriften.“
    Emmerich gehörte damals noch zum Kreis Rees. Insofern ist es wahrscheinlich, dass die Wappen anlässlich des Baus der Emmericher Rheinbrücke aufgehängt wurden. Die Brücke wurde am 3.9.65 eröffnet – passt zeitlich also genau zum Artikel. Nur – wie lange blieben sie hängen?

     
  3. 55. Martin Fingerhut

    @ 52. Günter van Meegen :
    Danke für die Auskunft.
    Zwar gibt es auf diesem Wappen 2 „FehlFarben“ ( Klever LilienHaspel silber statt golg und auf grün statt auf rot , s. #11.),
    doch daß gleichZeitig auch noch der Jülicher Löwe ( schwarz auf gold )
    sich in sein GegenTeil, den Pfälzer Löwen ( gold auf schwarz ), verwandelt haben soll,
    würde mich doch sehr wundern.
    Sorry, da stimme ich lieber Jens zu
    http://www.kleveblog.de/2015/03/kleveblog-history-fruehjahrsraetsel-tolle-preise-wann-entstand-dieses-foto/comment-page-1/#comment-228369 ,
    daß das das Wappen von PfalzDorf ist
    http://de.wikipedia.org/wiki/Pfalzdorf .

     
  4. 54. rd

    @Wolfgang Wiltrud Schnütgen hat dort schon nachgeschaut, aber nichts Verwertbares gefunden. Trotzdem danke für den Hinweis!

     
  5. 53. Wolfgang

    @ rd
    Vielleicht kann auch das Franz-Matenaar-Archiv helfen

     
  6. 52. Günter van Meegen

    @49 Martin Fingerhut: Unter dem N von Schätzlein; der Löwe vom Herzogtum Jülich im inneren Schild und der acht Lilien-Kranz vom Herzogtum Cleve.

     
  7. 51. rd

    @otto Ich muss diese Woche noch mal ins Stadtarchiv. Es kommen im Grunde nur 1966 oder 1967 infrage.

     
  8. 50. otto

    Welches Jahr kommt nun als Lösung in Frage?

     
  9. 49. Martin Fingerhut

    @ 47. Günter van Meegen :
    ### Herzogtum Kleve-Jülich ( das Wappen ist auf dem Bild zu sehen) Mark und Ravensberg ###
    Hab ich wohl übersehen.
    Wo hängt es ?

     
  10. 48. Günter van Meegen

    RD bitte alles alles zurück!
    450 Jahre Herzogtum Kleve-Jülich ( das Wappen ist auf dem Bild zu sehen) Mark und Ravensberg; demnach 1971

     
  11. 47. Günter van Meegen

    725 Jahre Stadt Kleve (1242-1967) und im darauffolgenden Jahr 400 Jahre Vereinigte Herzogtümer Kleve/Jülich/Berg.
    Denken dass es 1967 war.

     
  12. 46. Martin Fingerhut

    @ 45. otto
    Lösung längst bekannt :
    http://www.kleveblog.de/2015/03/kleveblog-history-fruehjahrsraetsel-tolle-preise-wann-entstand-dieses-foto/#comment-235199

     
  13. 45. otto

    Ist das heute nicht „der“ Tag, der für die Lösung des Rätsels geeignet ist?

    Ob die Lösung nun stimmt, ist doch sekundär. Hauptsache der Preis wird
    endlich verteilt.

     
  14. 44. manfred lichtenberger

    Also, ich war 1967 Lehrling beim Fotografenmeister Willi Steinmetz. Der Fotoladen lag im Burgtheater-Komplex, wo heute H&M ist. Während des ganzen Jahres sah die Stadt ungefähr so aus. Deshalb leg ich mich nicht auf einen Monat, aber auf dieses Jahr fest.

     
  15. 43. fietser

    @ 42. rd

    „In diesem Jahr 50 Jahre Rheinbrücke!“

    .. und 150 Jahre Eisenbahnbrücke Griethausen!
    Die Rheinbrücke Emmerich wurde am 3. September 1965 eröffnet.

     
  16. 42. rd

    @Östi Die war 1965. In diesem Jahr 50 Jahre Rheinbrücke!

     
  17. 41. Östi

    Wurde eigentlich die Eröffnung der Emmericher Rheinbrücke in Kleve gefeiert?
    Das müsste dann September 1965 sein und würde zu den Wappen von beiden Rheinseiten passen.

     
  18. 40. rd

    Stimmt, ein guter Hinweis: Die Uhr müsste, optische Aberrationen mal hintangestellt, zu sehen sein. Ist sie aber nicht. Also: Wann wurde sie aufgestellt?

     
  19. 39. Martin Fingerhut

    @ 37. rd :
    Mit beidem haben Sie grundsätzlich Recht :

    Die nicht mehr vorhandenen Schienen zeigen nur,
    daß das Foto NICHT VOR 62 aufgenommen worden kann.
    ( s. # 35., 3. Zeile ).

    In puncto NormalUhr ist die Perspektive ist zu berücksichtigen.

    Bevor die Fakten über Bord gehen
    lieber weiter mit genauem HinGucken und einfacher Logik :

    Damit # 35. nicht noch länger wurde,
    hatte ich den geschätzten Lesern die Erörterung der Perspektive erspart.
    Da Sie nun doch darauf hinweisen :

    Zwar kann ich neben dem Lkw nichts erkennen, was zur NormalUhr paßt,
    doch schließlich könnte die Uhr auch komplett vom Lkw verdeckt sein.
    Auf der PostKarte ist nur EINE Laterne zu sehen
    ( ganz rechts, Ecke SchloßStraße ).
    Das „StrumpfKörbchenFoto“ ( # 34. Tante Lou ) zeigt die selbe Laterne
    PLUS eine zweite, an der Ecke zur KirchStraße.
    Zwischen den beiden Laternen,
    also in in jenem Bereich, in welchem auf der PostKarte die NormalUhr steht,
    ist auf diesem Foto eindeutig KEINE NormalUhr.
    Auf dem „KleBlattFoto“ ( # 30. Volker Racho ), von der StechBahn aus,
    ist EINE Laterne relativ gut zu erkennen :
    direkt VOR der NormalUhr.
    Es muß sich somit um jene Laterne an der Ecke KirchStraße handeln.
    Uhr und Laterne stehen vor der rechten Kante des „StrumpfKörbchen“Gebäudes.
    Die andere Laterne, Ecke SchloßStraße, ist nur mit etwas Mühe zu finden :
    etwa mitten vor dem Gebäude, unterhalb des „p“’s in „StrumpfKörbchen“.
    Auf dem RätselFoto sind BEIDE Laternen zu erkennen.
    Die rechte ( KirchStraße ) steht auch dort vor der rechten Kante des „StrumpfKörbchens“.
    Die linke ( SchloßStraße ) auch wieder fast mittig vor diesem Gebäude.
    Beide Fotos, das RätselFoto und das „KleBlattFoto“ sind folglich von ziemlich genau der gleichen Position aus entstanden
    – lediglich mit Objektiven unterschiedlicher BrennWeiten bzw. BlickWinkel.
    Da auf dem „KleBlattFoto“ die Uhr direkt neben/hinter der rechten Laterne zu sehen ist,
    müßte sie auch auf dem RätselFoto bei der Laterne erscheinen – falls es sie zu dem ZeitPunkt gegeben hätte.
    Doch dort ist sie nicht.
    Weil „KleBlattFoto“ und PostKarte beide eindeutig neuer sind als das RätselFoto,
    kann die Uhr dort nur NACH dem RätselFoto aufgestellt worden sein.
    q.e.d.
    😉

    Übrigens zeichnet sich auf dem „KleBlattFoto“ schwach ein horizontaler Strich ab,
    der links beim „B“ von “ BOSS – DRUCK U. VERLAG K.G. “
    [ diesen SchriftZug gab es auf dem RätselFoto noch nicht ]
    beginnt.
    Es dürfte eines der StahlSeile für die ( damals noch recht neue ) WeihNachtsBeleuchtung sein.
    Diese Seile blieben das ganze Jahr über hängen.
    ( s. # 11. ).
    Das RätselFoto zeigt somit tatsächlich den Zustand VOR Anschaffung der neuen WeihNachtsBeleuchtung.

    Laut # 29. Volker Racho hätte ab 64-Juni der ZebraStreifen zusätzlich mit Schild „FußGängerÜberweg“ versehen sein müssen
    – wie er es ( später ) auf dem „KleBlattFoto“ dann auch ist.
    Allerdings sei laut wikiPedia dieses “ Richtzeichen 350 “
    “ in wartePflichtigen Zufahrten “
    “ in der Regel entbehrlich „.
    Die StechBahn ist auf dem RätselFoto eindeutig so eine “ wartePflichtige Zufahrt “ ( HALT-Schild ).
    [ aha, die Zufahrt muß warten. Ich dachte, die zufahrenden Autos samt ihren Fahrern. ]
    Somit könnte – falls die Regelung schon damals so galt wie heute –
    das FGÜ-Schild auch nach 64-Juni zu Recht dort NICHT gestanden sein.
    Warum ist es später doch aufgestellt worden ?
    Vielleicht hatte sich der ÜberGang über die StechBahn als zu gefährlich erwiesen,
    vielleicht war “ die StechBahn nicht mehr wartePflichtig „.
    Zur Zeit des „KleBlattFotos“ durften Große und Hagsche Straße nur noch bergAUF befahren werden,
    ( Schilder „EinBahnStraße“ und “ Einfahrt gesperrt “ ).

    Auf dem RätselFoto hingegen noch in beiden Richtungen :
    knapp über dem Dach des Mercedes‘ : VorFahrt-Schild ( heute “ quadratisches SpiegelEi „, damals wohl noch weiß mit rotem Rand ),
    links davon ein Auto, das offenbar bergAb fährt.

    Ab 70 war ich am KAG und anläßlich der ÖlKrise ( Ende 73 ) habe ich meine fiets bekommen.
    Bis dahin fuhr ich per Bus zum KAG.
    Anfangs konnte ich u.a. an der HalteStelle „StechBahn“ einsteigen
    ( HalteStellenSchild vor dem StrumpfKörbchen schwach zu erkennen,
    direkt über dem VorFahrtSchild. )
    Später durfte der Bus nicht mehr die Große Straße hinab fahren,
    deshalb mußte ich von da an am MinoritenPlatz einsteigen.
    Folglich muß die Große Straße zwischen 70 und Anfang 74 zur EinBahnStraße geworden sein.
    Das RätselFoto ist also vor 74 aufgenommen.

    alles in allem :

    Das RätselFoto muß NACH 62-März ( StraßenBahnMast fehlt )
    und sicher VOR 72 ( alte StraßenSchilder ) entstanden sein.

    vermutlich VOR 69-Juli ( Wappen von vor der GemeindeReform ).

    Falls die TÜV-Plakette des Mercedes‘ grün ist
    und damals noch nicht abgelaufen war,
    könnte es 60/61/62 oder 64/65/66 oder 68/69/70 aufgenommen worden sein.

     
  20. 38. otto

    @ 35 MF,

    Martin, es war Dommers und bei dem Kerzenhaus handelte es sich um die Drogerie Vanfondern.

     
  21. 37. rd

    @all Bevor der geschätzte Martin Fingerhut hier mit überbordenden Finessen der Bildinterpretation alle in die Irre führt, sei auf zwei mögliche Denkfehler hingewiesen. 1. Die Tatsache, dass die Straßenbahn am 31. März 1962 nicht mehr fuhr, heißt nicht, dass am 1. April 1962 keine Gleise mehr da waren. Sie werden vermutlich einfach belassen worden und bei der nächsten anstehenden Straßenbaumaßnahme demontiert worden sein. 2. Dass man die Normaluhr nicht sieht, kann eventuell eine Frage der Perspektive sein. Womöglich ist sie sogar am linken Rand des Lastwagens zu sehen, natürlich ohne Zeiger, denn es ist ja 12 Uhr! Wie schon geschrieben, im Augenblick sind für mich 1967 oder 1966 am wahrscheinlichsten, aber eben nur das. Gewissheit muss noch aus dem Bild rausgekitzelt werden.

     
  22. 36. Günter Hoffmann

    …hallo, rd …bei allem Preisrätsel „Elend“.. ist es ein wahres Bockbierfest an den alten Bildern zu sehen wie schön Kleve (fast) ohne die besch………Textil…u.ä… Ketten war.

     
  23. 35. Martin Fingerhut

    Das StrumpfKörbchenFoto gibt weitere Hinweise :
    – In der Straße sind keine StraßenBahnSchienen mehr zu erkennen.
    Also muß es nach 62-März [ Danke, Herr Hoymann (#25.) ] aufgenommen sein.
    ( TrotzDem könnten die dunklen Striche, die jean baptiste entdeckt hat,
    Gleise sein, falls die Große Straße früher „entGleist“ worden ist als die Hagsche Straße. )
    – Vor dem StrumpfKörbchen steht ein GitterMast wie für BahnOberLeitungen.
    Er dürfte für den FahrDraht der StraßenBahn gewesen sein.
    Dieser fehlt auf dem RätselFoto.
    – Das StrumpfKörbchen des RätselFotos hat eine erheblich modernere Fassade :
    durchGehendes SchauFenster mit intergiertem Eingang und dunkler Klinker ganz links und ganz rechts,
    SchriftZug mittig über der gesamten Breite
    statt 2 getrennter Fenster samt Markisen, separater Tür, das ganze hell verkleidet,
    die Beschriftung „StrumpfKörbchen“ nur über dem linken Fenster
    ( war die rechte Hälfte ein ganz anderer Laden ? ).
    Das „StrumpfKörbchenFoto“ muß deutlich VOR dem RätselFoto ( aber eben NACH 62-März ) aufgenommen sein.

    In einem habe ich mich geirrt ( s. # 11. ) :
    Die RückSeite des hohen Gebäudes oberhalb des StrumpfKörbchens ist doch nicht „frisch“,
    wie sie mir vorgekommen war,
    sondern das Haus ist schon auf dem „StrumpfKörbchenFoto“ so zu sehen wie auf dem RätselFoto.

    Die NormalUhr, welche die PostKarte aus dem StadtArchiv dominiert,
    gab es zu Zeiten des RätselFotos dort noch nicht,
    obwohl das StrumpfKörbchenFoto beweist,
    daß schon vorher der BürgerSteig sich dort zu einem Platz verbreiterte.

    Auf der PostKarte, die deutlich NACH 71-März aufgenommen wurde ( StopSchild an der SchloßStraße ),
    hat das Gebäude links vom StrumpfKörbchen ( BergKammer (?) )
    schon die glatte Fassade, die wir auch heute von der noch-VolksBank kennen.
    Das StrumpfKörbchenFoto hingegen offenbart,
    daß es dort einst einen Balkon über 2 Geschosse gab.
    Auf dem RätselFoto ist dieser rechts neben Schätzlein gerade noch zu erkennen.

    Zwischen den beiden LeuchtReklamen auf dem rechten Teil des VorDachs der heutigen nochVolksBank,
    die das StrumpfKörbchenFoto zeigt,
    ist auf dem RätselFoto eine weitere, quadratische hinzuGekommen :
    Sie scheint oben einen schmaleren, unten einen breiteren dunklen Streifen mit einer Beschriftung zu tragen,
    im mittleren Feld eine helle Figur in einem gelblichen oder bräunlichen Feld.
    Erinnert sich jemand an solche Reklame ?

    @ 33. otto :
    Zu „meiner“ Zeit gab es einen Laden mit Kerzen etc. am FischMark;
    ich meine, direkt an der Ecke zur SchloßStraße.
    Unmittelbar daneben – so zeigt das KleBlattBlog-Foto ( s. # 30. Volker Racho ) – war ein FotoGeschäft.
    War das Dommers ?
    Leider werde ich auf diesem Foto aus der Dekoration des „StrumpfKörbchens“ nicht schlau.
    Das EG wird vom Opel verdeckt und das 1. OG sieht fast so aus,
    als sei dort damals schon Lieschen Kläffer ( Betty B. 😉 ) gewesen.

    übrigens : neues Rätsel :
    Beim Opel Kadett (?) des KleBlattFotos scheint die TÜV-Plakette UNTER dem „-“ zu kleben.

     
  24. 34. Tante Lou

    Hier habe ich eine alte Postkarte entdeckt. Vor der Schwanenburg steht noch ein weiterer Baum und die Hängelampe vor dem Strumpfkörbchen ist auch noch nicht installiert.
    Wäre nun interessant zu wissen, wann diese Postkarte aufgenommen wurde.
    http://www.kle-blatt.de/blog/kleve/strumpfkoerbchen-am-fischmarkt-von-kleve.html

     
  25. 33. otto

    Das Strumpkörbchen wurde vom damaligen Eigentümer hoch gebaut und dann von Dommers erworben. Foto
    Dommers oder Optik Pfister waren in dem Laden Ecke Schloss-Str. Dann kam Textil Mostertz und Bilder Elbers
    (oder umgekehrt).

    Juwelier Knops war damals schon vorhanden, sollte Frau Knops sen. an der Lösung dieses Bilderrätsels beteiligt
    sein, sie wird das fragliche Jahr kennen. Es gibt übrigens noch mehrere Personen die es wissen könnten und deren
    Familien dort Geschäfte, die alle älteren Klever kennen, führten.

    Meine Vorstellung liegt nach wie vor bei 1969, dann treffe ich mich mit Messerjocke. Meiner Einer deine Jahreszahl
    halte ich für zu früh, trotz des richtigen 190iger BJ.

     
  26. 32. Östi

    Nach meiner Meinung ist das Bild nach 1961 ( Baubeginn Mercedes ) und vor der Einführung der Einbahnstrassenregelung auf der Großen Straße entstanden, diesen Termin mag jemand nennen , ich kenne ihn nicht. Auf dem Foto jedenfalls fehlt der Abbiegepfeil und ich meine zu erkennen, daß im Hintergrund ein Auto
    “ runter “ fährt.

     
  27. 31. laloba

    Ha, wir nähern uns dem (Früh-)Sommer 1963 …

    … jetzt interessieren mich die nicht vorhandenen Preise auch langsam

     
  28. 30. Volker Racho

    Auf folgendem Bild ist die Beschilderung dann umgesetzt, und auch das Gebäude mit dem Strumpfkörbchen ist neu errichtet:

    http://www.kle-blatt.de/blog/kleve/zur-sache-schaetzlein-kleve-in-den-70ern.html

     
  29. 29. Volker Racho

    Ein weiterer Hinweis könnte der Zebrastreifen sein.

    Diese gab es in Deutschland seit Anfang der 50er, was hier erstmal nicht weiterhilft. Aber ab dem 01.06.1964 gab es am Zebrastreifen einen Vorrang für Fußgänger, was eigentlich durch eine entsprechende Beschilderung des Fußgängerüberweges zu kennzeichnen ist/war.

    Ob das nun ein Indiz dafür ist, dass wir uns hier vor dem 01.06.1964 bewegen mag ich nicht zu entscheiden, zumal ggf. Beschilderungen auch nicht direkt umgesetzt wurden…

    Es könnte aber das Frühjahr 1964 sein.

    Zu der Geschichte des FGÜ: http://www.welt.de/kultur/history/article108214453/Wie-der-Zebrastreifen-in-den-Verkehr-kam.html

     
  30. 28. Messerjocke

    Schluss mit diesen pseudowissenschaftlichen Methoden! Es ist 1966, maximal +/- 1 Jahr, eher ’65 oder ’66. Wer in diesem Zeitraum geboren ist und tausende dieser Bilder aus dem Fotoalbum jener Zeit der Geburt kennt, der hat dafür einfach ein Gespür.

    Ein Foto aus 2013 ist ja auch kein Foto aus 2010.

     
  31. 27. laloba

    Bin beeindruckt vom Spürsinn einiger hier …

    … mir fällt auf, dass ich die City ohne Fußgängerzone besser fand … sind damals mehrmals in der Woche von der Schule „die Stadt runter gelaufen“ zum Bahnhof

     
  32. 26. rd

    @Rainer Hoymann Ja, aber wie lange lagen die Gleiste noch unbenutzt in den Straßen?

     
  33. 25. Rainer Hoymann

    Die letzte Strecke von Kellen über Kleve und Materborn nach Bedburg-Hau wurde am 31. März 1962 geschlossen (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Klever_Straßenbahn , 30.03.2015).

     
  34. 24. jean baptiste

    @18 otto,
    Danke, wär`mir bestimmt auch wieder eingefallen, aber man wird halt älter.
    Als Schüler konnten wir uns das sowieso nicht leisten, da tat`s auch `ne Tasse Kaffee für 10 Pf beim Tschibo.

     
  35. 23. jean baptiste

    @20 M F ja, hatte ich versucht, hatte aber nicht geklappt, jetzt nochmals versucht, und es hat geklappt.
    Da sieht man mal, an was für Kleinigkeiten das scheitern kann.
    Danke M F.

     
  36. 22. Martin Fingerhut

    @ 13. Meiner Einer :
    nochmals Danke !
    Hatte Ihren Hinweis erst unmittelbar vor dem Abschicken von #15. gefunden,
    deshalb in #15. nicht mehr „Hau(?)“ in „Till“ geändert.

    Auf dem Foto im BildBand von Wulf Ligges hängt das Klever StadtWappen offenbar in etwa auf „Höhe“ des oberen Eingangs zum Kaufhof,
    das könnte auch für das IHK-Foto hinkommen.
    ( Auf dem GlockenFoto hingegen hängt es deutlich weiter die Große Straße aufwärts. )

    Zeigen Ligges und IHK die selbe StadtDekoration ?

    die Wappen auf dem IHK-Foto von oben nach unten :
    – Kreis Kleve ( alt )
    – LouisenDorf
    – Goch
    – Elten
    – ein noch nicht identifiziertes Wappen
    – Stadt Kleve
    – Weeze
    – ReichsWalde

    auf Ligges‘ Foto – ebenfalls die Große Straße abwärts aufgezählt :
    – ein noch nicht identifiziertes Wappen
    – Stadt Kleve
    – SchneppenBaum
    – ReichsWalde

    Falls die Schilde jeweils auf Vorder- und RückSeiten unterschiedliche Wappen abbilden,
    dann könnten beide Fotos die selbe Hängung wiederGeben,
    nur eben mit Blick auf verschiedene Seiten der Schilde.

    Warum jedoch sollte ein Schild auf der einen Seite Weeze, auf der anderen SchneppenBaum darstellen ?

    Außerdem tanzt auf dem LiggesFoto die StadtKlever Wappen etwas aus der Reihe :
    Es hängt deutlich niedriger über der Straße als die anderen.
    Auf dem IHK-Foto hingegen passend zur Steigung der Großen Straße.
    Dafür jedoch schert dort ReichsWalde aus :
    Es hängt offenbar dort, wo die Große Straße schon leicht nach rechts abknickt,
    also unterhalb der Einmündung der Kavariner Straße.
    Das paßt auch nicht zum Foto aus dem BildBand von Ligges.

    Da beide Fotos eindeutig aus der Zeit des ALTEN Kreises Kleve ( bis Ende 74 ) stammen,
    gibt das Wappen von Elten ( IHK-Foto ) ein neues Rätsel auf :
    Was hat das Wappen eines Amtes oder einer Gemeinde aus dem Kreis REES im Klever StraßenSchmuck zu suchen,
    falls damals dort ein Fest des Kreises Kleve gefeiert wurde ?

    Gab es für die Feier(n) eventuell einen ganz anderen Anlaß ?

    Vielleicht kann das noch nicht identifizierte Wappen einen Hinweis geben.
    Es ist geteilt :
    – obere Hälfte : dunkles Feld, darauf mittig eine helle, etwa runde Fläche;
    diese könnte eine Geldernsche „Rose“ [ eigentlich eine MispelBlüte ] sein,
    auf Ligges‘ DumontFoto scheinen seitlich und unterhalb um die „Rose“(?) herum ca. 4 weitere helle, kleine „Flecken“ angeordnet zu sein.
    – untere Hälfte : schräg abwärts verlaufende Streifen dunkel – hell ( jeweils ca. 4 )

    Wer erkennt es ?

     
  37. 21. Martin Fingerhut

    PS zum GlockenFoto :
    auch die LichterKetten fehlen.

     
  38. 20. Martin Fingerhut

    das Foto mit den Glocken :
    gefällt mir !
    Nur sind darauf recht wenige Wappen zu sehen.
    Auf den anderen beiden s/w-Fotos der Großen Straße hängen sie ziemlich dicht.
    Das „GlockenFoto“ zeigt nur das Wappen mit der „LilienHaspel“ deutlich.
    Dieses ist das Zeichen der Grafschaft / des Herzogtums / des Kreises Kleve.
    Neben dem Rücken des Arbeiters ist erst recht weit entfernt das nächste Wappen teilweise zu erkennen :
    3 Sparren.
    Das ist das Wappen der Grafschaft RavensBerg ( dazu gehört u.a. BieleFeld mit seiner SparrenBurg ).
    Hier wird offenbar nicht der Kreis gefeiert, sondern eher das Herzogtum.
    1417 ist die Grafschaft zum Herzogtum erhoben worden.
    1417 + 550 = 1967.
    Wann auch immer, die Stadt ist auf dem „GlockenFoto“ deutlich zu einem anderen Anlaß geschmückt gewesen als auf dem „RätselFoto“ und dem „IHK-Foto“.

    @ 14. jean baptiste :
    vergrößertes Foto speichern :
    probieren Sie mal :
    Auf das verkleinerte Foto rechtsKlicken,
    “ Verknüpfung kopieren “ wählen,
    URL in AdressFeld des Browsers einfügen,
    diese Adresse aufrufen.
    Dann müßte allein das große Foto erscheinen
    und mir rechtsKlick > Bild speichern unter speicherbar sein.

     
  39. 19. Meiner Einer

    @otto

    „Klugscheißer-Modus an“
    Der Mercedes 190 wurde zwischen 1961 und 1965 gebaut. Den 190 kann man am Chrom-Zierrat am Heck erkennen.
    „Klugscheißer-ModUS aus“

    Ich finde mittlerweile 1966 sehr sympathisch, 150 Jahre Altkreis Kleve. Passt zur Deko.

     
  40. 18. otto

    @ 14 jb,

    es war das Café Schürings.

    Das Haus mi der bunten Fassade auf der Großen Straße, Rendel Verlage, hatte nicht immer diese farbliche Fassade.
    Sie könnte um 1965 vorgebaut worden sein.

    Dann der 190er Mercedes, er würde etwas später gebaut.

    Mein Tipp liegt also nicht ganz daneben.

     
  41. 17. rd

    Vielleicht, wenn man den digitalisierten Flusen mit einer virtuellen C14-Bestimmung zu Leibe rückt…

     
  42. 16. laloba

    … ist rd derweil in den Tiefen irgendwelcher Archive verloren gegangen oder vielleicht vor dem PC eingeschlafen … die Sommerzeit hat den Rest getan …

     
  43. 15. Martin Fingerhut

    ach ja, die TÜV-Plakette :
    Auf dem Scan des Fotos ist sie nur ein dunkler Fleck.
    Vielleicht gibt das Original etwas mehr her.
    Das Dunkel könnte in der Tat für braun sprechen,
    also für TÜV-fällig ( frühestens ) 74,
    aufgeklebt ( ab ) 72.
    Die NStVO ( “ neue StraßenVerkehrsOrdnung “ wie sie damals hieß ) trat 71 ab März in Kraft.
    Gewiß gab es eine ÜbergangsZeit, während der etliche alte Schilder ( HALT, ParkVerbot ) noch nicht ersetzt waren.
    doch mehr als 1 Jahr lang ?
    ( TÜV-braun + Vegetation = Foto ist nicht vor 72-Mai aufgenommen )
    Mitten in einer Stadt ??
    So viel Verschlafenheit traue ich selbst Kleve nicht zu 😉

    Bleibt also nur der Kanon weiß-grün-gelb-blau für TÜV-Fälligkeiten in 61 bis 73,
    Weiß ist sie eindeutig nicht.
    Wäre sie gelb, müßte sie genauso strahlend hell erscheinen, wie die ARAG-Werbung links daneben.
    Der entsprechende Vergleich für blau ist etwas weiter weg :
    Das HALT-Schild liegt genauSo im Schatten wie das KennZeichen des Mercedes’,
    sein blau scheint aber trotzdem relativ hell.
    Die TÜV-Plakette hingegen ist eindeutig dunkel.
    Deshalb schließe ich blau aus.
    Bleibt allein grün übrig : 62, 66 oder 70.
    TÜV-fällig in 70 würde zu einem Foto von 69 passen.
    Warum jedoch sieht der dunkle PlakettenFleck nicht grünlich aus ?
    So, wie die Bäume unter dem SchwanenTurm oder auf dem PfalzDorfer Wappen ??

    Auf dem „Himmel“ ist etwas „Schmutz“ zu erkennen,
    z.B. ein Flusen ( rechts, ganz oben, links neben der HausEcke von Café Schürings ).
    Deshalb vermute ich : Das OriginalFoto ist ein Dia.
    Besonders beliebt war in den 60er/70er Jahren der Agfa CT 18,
    doch im Prinzip waren die meisten Filme nach dem gleichen Muster gestrickt.
    Abgesehen vom KodaChromeMaterial wird über sämtliche Fabrikate berichtet,
    daß häufig die Farben im Laufe der JahrZehnte verbleichen,
    z.T. einen Stich ins rote bekommen.
    Ich weiß nicht, ob, wie und wie stark bei dem eingescannten Foto solche AlterungsEffekte kompensiert wurden.
    JedenFalls treten auch auf ihm die roten Partien ( „Schätzlein“, HandWerkerWappen, VerkehrSchilder ) auffallend hervor.
    Ebenso das Gelb ( Wappen von Hau(?), ARAG ).
    Selbst das Blau des HaltSchildes ist „überProportioniert“.
    Ein RotStich kann zum einen dadurch entstehen,
    daß rote FarbStoffe intensiver werden.
    Das jedoch paßt nicht zum überwiegend beobachteten allgemeinen Verbleichen.
    Zum anderen tritt das rot auch dann ( relativ ) stärker hervor,
    wenn die KomplementärFarbe – grün ! – nachläßt.
    Also auch, wenn grün schneller ausbleicht als rot.
    Eindeutig grüne Flächen zum Vergleich gibt es nur am Wappen von PfalzDorf und durch das Laub der Bäume unterhalb des SchwanenTurms.
    Besonders bei letzteren ist das Grün relativ schwach.
    Von den einst kräftig grünen Flächen ist nur ein magerer AbGlanz verblieben.
    Bei den Ketten bunter Wimpel ist kein einziger als deutlich grün zu erkennen.
    Weder bei denen im Schatten ( zwischen Schätzlein und Café Schürings ),
    noch bei jenen über dem FischMarkt.
    StattDessen kommen mehrere dunkle, fast schwarze Wimpel vor.
    z.B. nahe dem „Flusen“ oben rechts.
    Original dürften wohl kaum schwarze Wimpel in der Reihe gewesen sein,
    aber mit Sicherheit gab es grüne.
    Deshalb vermute ich,
    daß das Grün der TÜV-Plakette ebenso zum FastSchwarz gealtert ist wie das der Wimpel.

    5 vor 12 ?
    Daß es zwischen den Anzeigen an den beiden TurmSeiten einen Unterschied von ca. 1 Minute zu geben scheint,
    führe ich auf die Parallaxe zurück :
    Die Zeiger befinden sich jeweils ein paar cm vor der Wand.
    Auf die rechte „Uhr“ blicken wir ziemlich frontal.
    Die dort abgelesene Zeit ( ca. 11:59 ) dürfte die sein, welche tatsächlich angezeigt wurde.
    Bei der linken „Uhr“ schauen wir unter den Zeigern hinDurch.
    Deshalb sieht es dort nach höchstens 11:58 aus, sogar 5 vor 12 scheint nicht ausgeschlossen.
    obwohl beide „Uhren“ wohl mit Sicherheit synkron anzeigten.
    Wäre eine gegenÜber der anderen permanent mechanisch verstellt gewesen,
    wäre das aufgefallen und bestimmt schnell korrigiert worden.

    Das gleiche Fänomen auf den aktuellen WebCamBildern :
    http://www.klevischer-verein.de/webcam/schwanenturm_201503071758.jpg
    Um ca. 17:57 ( abgelesen auf der linken „Uhr“ )
    scheint – wieder wegen der Parallaxe – rechts der große Zeiger schon auf der 12 zu stehen
    während umgekehrt der kleine Zeiger rechts die 6 noch nicht erreicht zu haben scheint.

    @ 13. Meiner Einer :
    Danke !

     
  44. 14. jean baptiste

    @12 das war das Cafe (komm ich nicht drauf) , heute Neue Mitte .

    zu 6. im Artikel:
    Hat Hopmans da zu tief in die Bücher geschaut, das trübt auch schnell den Blick.
    Ich sehe die Schienen ja noch in dem kleinen Foto, beim vergrößerten, das ich leider nicht speichern kann, sind sie überdeutlich zu erkennen, auf der Seite von Knops, nicht auf der von Schätzlein.
    Daß sie entfernt wurden habe ich nicht mitbekommen, vielleicht war ich da nicht in Kleve, aber die sind definitiv untergeteert gewesen, vielleicht liegen sie ja noch heute da ?(Mal mit `nem Schatzsucher absuchen).

    Das Ligges Foto:
    von unter nach Oben:
    DKW 1000 (Talwärts) ,Bergwärts Ford Taunus 12M , Käfer , Mercedes , Käfer, Renault 4CV

    Renault wurde von Wessels vertreten,
    Peugeot von Peters, allerdings meine ich, erst später in den 70er Jahren Kalkarer Str. Ecke Kermisdahl,

     
  45. 13. Meiner Einer

    @ MF

    Das Wappen in Gelb gehört dem Amt Till, spricht insoweit für „vor 1969“

     
  46. 12. Messerjocke

    Wann ist das Gebäude rechts, bzw. diese bunte, aus vielen Steinen bestehende Fassade errichtet worden, die heute noch existiert? Neulich habe ich noch irgendwo dazu etwas gelesen, finde die Quelle aber nicht mehr. War das lange vor dieser Zeit, Fünfziger, oder ggf. innerhalb des Zeitraums ’61-’71? Hatten wir das schon?

     
  47. 11. Martin Fingerhut

    Die LichterKetten dürften die selben sein,
    die in den 60er Jahren zu WeihNachten aufgehängt wurden.
    Nach meiner Erinnerung / Einschätzung wurden sie um 70, spätestens Anfang der 70er Jahre durch Gestelle mit mattierten KunstStoffKappen über den

    GlühBirnen ersetzt.
    ( Und relativ wenige Jahre später durch die Gestelle mit den „nackten“ GlühBirnen, auf welche wiederum die momentane WeihNachtsBefunzelung folgte. )
    Die LichterKetten wurden jedesMal komplett neu installiert :
    Das dünne TragSeil blieb m.W. nicht permanent über der Straße hängen.
    Erst für die WeihNachtsBeleuchtungsGestelle wurden die dicken StahlSeile gespannt,
    die heute noch ständig über den Straßen hängen.
    ( und zugleich die StromLeitungen an den Häusern entlang montiert.
    Somit muß das FarbFoto entstanden sein BEVOR es die neue WeihNachtsBeleuchtung gab.
    Vielleicht ist bei StadtArchiv oder StraßenGemeinschaften dazu etwas zu finden.

    Vor dem Gebäude, in dem heute ( noch ) die VolksBank residiert,
    ( damals BergKammer ? )
    hängt – wie Jens ( # 32. ) richtig erkannt hat – das Wappen von PfalzDorf
    ( Auf grünem Grund die „Klever“ LilienHaspel, allerdings in silber statt gold, darauf (Kur)Pfälzer Löwe ( goldener Löwe auf schwarzem Schild ),
    symbolisiert, daß Auswanderer aus der Pfalz auf dem Gebiet des Herzogtums Kleve angesiedelt wurden ).

    Rechts oberhalb davon, auf der Höhe des SchriftZugs „Schätzlein“ ein gelb-rot-silbernes Wappen.
    Heute bildet es den unteren Teil des Wappens der Gemeinde BedBurg-Hau.
    Nach heraldischen Regeln müßte es deshalb für Hau stehen,
    doch das kann ich nicht bestätigt finden.
    ( Zudem entspricht auch das PfalzDorfer Wappen m.E. nicht den heraldischen Regeln. )

    Daß das mutmaßlich Hauer Wappen für sich alleine steht
    und nicht in der Verbindung BedBurg-Hau
    könnte ein Zeichen dafür sein,
    daß das FarbFoto VOR der GebietsReform, also vor 69-Juli entstanden ist.

    Übrigens zeigt das s/w-Foto aus dem Buch von 66
    ganz „vorne“ = rechts am Rand das Wappen von ReichsWalde,
    „darüber“ = weiter links, neben der senkrechten „KaufHof“-LeuchtReklame das Wappen von SchneppenBaum,
    direkt dahinter das von Kleve.
    Das darauf folgende Wappen ist teilweise entdeckt und ich kann es nicht „entziffern“.

    Auf dem s/w-Bild noch deutlicher zu erkennen als auf dem FarbFoto ist,
    daß die Wappen der Orte ( bzw. heutigen OrtsTeile ) in einen metallenen Ring montiert sind,
    der nach innen mit GlühBirnen gespickt ist.
    An der Ecken der Wappen verdeckt der Schild einzelne GlühBirnen.
    Die Ringe sind deshalb sicher nicht ursprünglich dazu gedacht gewesen,
    mit den Schilden kombiniert zu werden.

    Sie dürften zur WeihNachtsBeleuchtung der Großen Straße ( und Hagschen Straße ) gehört haben,
    denn die LichterKetten scheinen sie ohne ÜberSchneidungen zu unterbrechen.

    Diese WappenSchilde erscheinen mir zu aufwendig gearbeitet,
    um – in den 60er Jahren – nur für „ExUndHopp“ angeschafft worden zu sein.
    Vermutlich wurde eine solche Investition mehrfach genutzt.

    Deshalb halte ich es für möglich,
    daß die beiden Fotos aus verschiedenen Jahren stammen.

    Ganz gleichArtig ist die StadtDekoration auf den beiden Fotos nicht :
    Zusätzlich zu den Wappen der Orte bzw. -Teile fallen auf dem FarbFoto die beiden Wappen auf rotem Grund auf.
    Das vordere ist das der HandWerkerschaft.
    ( In einem Kreis ein Hammer, am unteren Ende des Stiels 2 EichenZweige, einer mit einem EichenBlatt, einer mit einer Eichel. )
    Das hintere mit den 3 inEinAnder hängenden Ringen kann ich noch nicht deuten;
    ich vermute, es könnte für GoldSchmiede stehen.

    Herr Wilhelm Maes erinnert sich daran,
    bei mindestens einer ähnlichen Gelegenheit habe in der Kavariner Straße beim Haus Hussmann ein Wappen der ElektrikerInnung gehangen.

    Einmal oder mehrmals ?

    Bei dem WappenSchild mit den 3 Ringen fällt auf,
    daß die beiden ( messingFarbenen ? ) Bügel, mit denen er aufgehängt ist,
    ziemlich „primitiv“ einfach auf das Schild montiert worden sind.

    Wären diese Schilde dazu gedacht gewesen, mehrfach genutzt zu werden,
    wären sie vermutlich sorgfältiger gefertigt worden.
    Zumal die plumpe Ausführung bestimmt die Ehre jedes Handwerkers beleidigt hätte.
    Gerade im Vergleich zu den Wappen in den mit GlühBirnen bestückten MetallReifen,
    die trotz vereinzelten ÜberDeckungen insgesamt einen besseren Eindruck machen.

    Ich vermute deshalb,
    daß es zum einen eine jährliche Festivität gab,
    die sich auf den gesamten ( damaligen ) Kreis Kleve bezog.
    Wenn sie ohneHin auf jedem JahresProgramm stand,
    brauchte sie zur Feier des 150jährigen Bestehens des Kreises weder extra eingerichtet noch besonders erwähnt zu werden.

    Die Kombination von OrtsWappen des Kreises mit Wappen der Handwerkerschaft spricht für eine Feier der KreisHandwerkerschaft.
    Aufgrund des Handwerkergesetzes von 1897 wurden die Innungen ca. 1900 gegründet.
    Folglich könnten die Jahre 72 und 75 für ein Jubiläum in Frage kommen,
    die jedoch bereits als vermutlich ausgeschlossen eingestuft wurden.

    Ferner wurde 1869 ( im Juni – paßt doch ganz gut zum sommerlichen Foto, oder ? ) per ReichsGesetz die GewerbeFreiheit eingeführt.
    Zusammen mit der obigen Einschränkung auf die Zeit vor der GebietsReform 69-Juli ergibt sich nur ein enger SpielRaum :
    Ich tippe deshalb auf 69-Juni.

    Andere Anlässe kann ich aber nicht ausschließen.

    Was vermeldet der von Frau Schnütgen übermittelte IHK-Artikel ?

    Wer weiter forschen möchte :
    Von den Gebäuden finde ich das „Mosaik“Haus am FischMarkt ( „Mostertz“ ? ) nicht nur besonders markant, es scheint auch das modernste zu sein.
    Außerdem sieht die nicht verputzte RückSeite des Gebäude oberhalb des „StrumpfKörbchens“ recht „frisch“ aus.
    Vermutlich kann das BauOrdnungsAmt [ Gruß an Herrn Schoofs ] helfen, wann diese Häuser gebaut wurden.

     
  48. 10. Rainer Hermanns

    Hallo, die Frauen trugen Duttkissen, die Große Straße war zweispurig, es herrschte absolutes Halte- und Überholverbot. Aufschluss könnten die Fahrzeuge bieten, meiner laienhaften Beurteilung nach, handelt sich größtenteils um inländische Automobile. Außer einem ,m.E., das scheint mir ein Peugeot 404 vor Einführung der spitzen Heckflosse zu sein

     
  49. 9. Georg Dönisch

    Und seit wann gibt es diese hübschen gelben ARAG – Aufkleber eigentlich?

     
  50. 8. Georg Dönisch

    Vielleicht war die Dekoration ja zur Gemeindeneugliederung zum 1.7.1969 aufgehängt. Als kleiner Trost, dass die Pfalzdorfer danach zu Goch gehörten, die Materborner zu Kleve usw. …

     
  51. 7. Jörg Hopmans

    Stimmt

     
  52. 6. Thomas van Meegen

    genau.. hier gehts ja nicht ums gewinnen sondern um den spass dabei…. außerdem lernt man ja auch eine menge…

     
  53. 5. Messerjocke

    Da ich gewonnen habe, muss es 1966 sein!

    Was aber ist der Preis?

     
  54. 4. laloba

    … macht nämlich Spaß

     
  55. 3. laloba

    @rd
    Vorschlag zur Rettung deines Wochenendes: stell ein neues Foto ein, von dem du vorher weißt, aus welchem Jahr es ist, und wir gehen in die nächste vorösterliche Rätsel-Runde …

     
  56. 2. rd

    @Günter Hoffmann Wage ich zu bezweifeln (Vor-PC-Ära)

     
  57. 1. Günter Hoffmann

    Die „Vita“ der KFZ Nummer beim 190 ziger lässt sich bei der Zulassungsstelle sicher finden….oder …“Datenschutz“??