Das letzte Gericht: Rüdiger Hendricks, Pächter der Gerichtskantine, hört nach 29 Jahren auf

rd | 12. Mai 2016, 19:00 | 19 Kommentare
Rüdiger Hendricks mit einem Klassiker aus der Gerichtskantine, der Tasse Filterkaffee für 60 Cent

Rüdiger Hendricks mit einem Klassiker aus der Gerichtskantine, der Tasse Filterkaffee für 60 Cent

Er hatte, im juristischen Sinne, länger als lebenslänglich: 29 Jahre führte Rüdiger Hendricks die Klever Gerichtskantine, und, das lässt sich sagen, er machte aus der Einrichtung eine gastronomische Instanz. Er beköstigte Justizangestellte, Richter, Rechtsanwälte, Polizisten, Zeugen, Journalisten und Angeklagte – und für manchen Vertreter aus der letztgenannten Gruppe könnte beispielsweise das Schweineschnitzel mit Salzkartoffeln und Spitzkohl, ein aktuelles Gericht, die letzte Mahlzeit in Freiheit gewesen sein. Doch Ende Juni ist für Hendricks Schluss: „Ich höre aus wirtschaftlichen und gesundheitlichen Gründen auf“, sagt der Gastronom.

Mehr als sein halbes Leben und fast sein komplettes Erwachsenenleben hat Hendricks in der Justizkantine verbracht. 1987, er war zuvor in einer Hotelküche tätig, bekam er den Zuschlag, die Gerichtskantine an der Schwanenburg zu führen. Anfangs gab es noch eine große Speisekarte, doch, so Hendricks, „die Zeiten haben sich geändert“. In den vergangenen Jahren beschränkte sich die Auswahl auf einige bodenständige Gerichte, gebackenen Fleischkäse mit Zwiebelsauce oder Jägerfrikadelle beispielsweise. Dazu gab es morgens belegte Brötchen und Kaffee. Filterkaffee wohlgemerkt, aus dem großen Kaffeezubereiter, für unglaubliche 60 Cent je Tasse. Erst in jüngerer Zeit öffnete sich Hendricks dem Geist der Zeiten und offerierte auch andere Formen des belebenden Getränks.

„Ich habe den Job gerne gemacht, aber es ging nicht anders“, so Hendricks. Die Gesundheit ist in Mitleidenschaft gezogen, und auch die wirtschaftliche Basis des Geschäfts schwand zusehends. Hendricks arbeitete auch als Partycaterer, mit den Einnahmen aus den (ausgezeichneten) Büffets hielt er den Betrieb der Kantine mit ihren preisgünstigen Gerichten (Mittagessen für 4 Euro) aufrecht. Doch die Anstrengungen, die die Doppelbelastung ihm abverlangte, waren zu groß. Hendricks: „Ich war sieben Tage pro Woche in der Kantine.“

Hendricks, 53 Jahre alt, bedauert seinen Schritt. „Schon wegen meiner tollen Mannschaft, die mit mir gearbeitet hat – allein dafür hat es sich gelohnt. Aber ich hatte auch das Glück, sehr gute Lieferanten zu haben wie die Metzgerei Jaron in Hasselt oder den Bauernmarkt Lindchen.“

Einmal im Jahr bewies die Justiz in der Gerichtskantine, dass es unter Justitias Augen auch frohsinnig zugehen kann: Der Möhneball in der Justizkantine war der Geheimtipp unter den Klever Karnevalsfeiern – ausgelassen und auf eine nette Art und Weise durchgedreht. Ob diese Institution den Pächterwechsel überlebt, wer überhaupt der neue Mann am Ruder sein wird – Hendricks weiß es nicht. Er sagt nur: „Ich hatte eine schöne Zeit.“

Einen Kommentar schreiben





19 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 19. R. Schraven

    Hallo Rüdiger, Dir und deine tolle Mannschaft ein großes Dankeschön! Dein Nachfolger wird es schwer haben euch zu toppen.

     
  2. 18. KlePeter

    @16. laloba „… zusätzlich eine Rente aus einer Zusatzversorgung, für die ich nichts eingezahlt habe…“ Auch das stimmt nicht mehr. Die Beschäftigten der Justizverwaltung sind Landesbeschäftigte, die seit einigen Jahren einen Teil der Beiträge zur Zusatzversicherung selbst leisten müssen. Und auch in den anderen Bereichen wollen sich die Arbeitgeber immer weiter aus der Finanzierung der Betriebsrente zurückziehen.

    Diese Neidgedanken „…gibt es da und da auch nicht…“ führen nicht weiter. Man muss immer alles zusammen betrachten und nicht einzelne Leistungen isoliert betrachten. Auch beim Beamten, der im Laufe seines Berufslebens gegenüber des Tarifbeschäftigten einige Nachteile erleidet, wobei er – zugegebenermaßen – als Pensionär bessere Einkünfte hat. Schaut Euch die Einkünfte der Besoldungsgruppen A4 bis A9 doch mal an. http://www.lbv.nrw.de/beztab/besoldung_01062015/beso_abrw_010615.pdf Und jetzt vergleicht mal mit einem Gesellen in einem Handwerksbetrieb. http://www.gehalt.de/statistik/durchschnittsgehalt-im-handwerk-2013 (aktuelle Tabellen liegen mir leider nicht vor, aber wenn den Werten 5 % dazu addiert werden, dürfte es das aktuelle Durchschnittsgehalt darstellen).

    Zum Thema: Und ich würde mir wünschen, dass es in allen Betrieben zukünftig vom Arbeitgeber subventionierte Mittagsessen gibt, die ein Baustein für ein aktives betriebliches Gesundheitsmanagement sein können. Macht Euch mal Gedanken, wie sich die Zahl der Erkrankungen in der Arbeitnehmerschaft in den letzten Jahren entwickelt hat und welche Ursachen dazu geführt haben.

     
  3. 17. Echte Kriminalpolizei

    Es ist doch komisch, wie sich alles wendet. Auch ich wurde damals von Mitschülern belächelt, als ich nicht studieren ging, sondern mich für eine Beamtenlaufbahn entschieden habe. Ich habe es nicht bereut, zumal ich aus einem Handwerkerhaushalt stamme und gesehen habe, wie knochenhart man als Kleinunternehmer für sein Geld arbeiten muss und kaum Zeit für die Familie und sich selber blieb. Eigentlich hätte ich den elterlichen Betrieb damals gern übernommen, heute bin ich froh, es nicht getan zu haben. Ich kann dieses bashing einiger user hier auch nicht nachvollziehen. Jeder ist seines Glückes Schmied und wir Beamte haben dieses System nicht selbst geschaffen. Habt ihr mal über Diäten nachgedacht, bevor hier über den öffentlichen Dienst geschrieben wird …

     
  4. 16. laloba

    @15 Sorry, KlePeter, das ist doch allen klar, dass es im Öffentlichen Dienst nicht nur Beamte gibt.

    „Da nützt auch die später zu erwartende Pension herzlich wenig.“ – Na ja … für diese Pension braucht ein Beamter nichts einzuzahlen und sie beträgt immer noch mehr als 70 (!) Prozent vom letzten (!) Gehalt, während der Normalrentner nur mit 40 Prozent plux x (genaue Zahl kennt vielleicht jemand, 45?) vom Durchschnitt (!) seines Gesamteinkommens über die Jahre rechnen kann. Der Normalrentner muss privat vorsorgen, um im Alter über die Runden zu kommen (wenn er denn Geld dazu übrig hat). Der Beamte hat dieses Problem eher weniger.

    Unbezahlte Überstunden sind ein Extra-Problem … in einigen Bereichen ist das mittlerweile Normalzustand, in vielen anderen jedoch nicht.

    Ich komme aus einer Beamten-Familie, kenne also alle Vorteile, die das Beamtensein hat. Habe selber mal eine den Vorbereitungsdienst für den gehobenen Dienst durchlaufen … und bin jetzt als Angestellte im Öffentlichen Dienst (im weitesten Sinne) tätig. Werde also mal normale Rente bekommen von meinen eingezahlten Beiträgen und zusätzlich eine Rente aus einer Zusatzversorgung, für die ich nichts eingezahlt habe. Eine Zusatzversorgung steht allen im Öffentlichen Dienst zu, auch denen in EG 6 bis 9.

    Mein Vater wurde übrigens ausgelacht, als er sich damals mit 24 nach zehn Jahren Fabrik für die mittlere Beamtenlaufbahn beworben hat. Das bedeutete damals (auch nach dem Vorbereitungsdienst) weniger Geld als in der Fabrik.

     
  5. 15. KlePeter

    @12. bis @14. Es gibt im öffentlichen Dienst nicht nur Beamte. Die Traifbeschäftigten bekommen auch nur eine ganz normale Rente und die ist im mittleren Dienst EG 6 bis 9 nicht gerade üppig.

    Und auch ein Beamter A9/A10 muss sehen, wie er in seiner aktiven Zeit über die Runden kommt. Da nützt auch die später zu erwartende Pension herzlich wenig.

    @13. laloba: Familienzulagen, Trennungsentschädigungen, günstige Darlehen … hört sich gut an. Aber gibt es die wirklich noch in dem Ausmaß, dass man diese als Einkommensbestandteile anrechnen kann? Frag doch mal den Bereitschaftspolizist, der jeden Montag am Duisburger Bahnhof Pegida-Demos vor Gegendemonstranten schützen muss und der dabei hunderte unbezahlte Stunden vor sich her schiebt.

     
  6. 14. laloba

    … und die Beihilfe für Beamte nicht zu vergessen

     
  7. 13. laloba

    @12 Ja, dieser Unterschied ist frappierend, noch dazu ohne Einzahlung von Beamten in die Sozialversicherung. Da hilft nur eine Bürgerversicherung.

    Und was man sicher noch ergänzen muss für Beamte, sind Familienzuschläge, und so Sachen wie Trennungsentschädigungen, günstige Darlehen etc.

    Ein Ingenieur (FH) in einem Planungsbüro z.B. kann aber gleich zu Beginn wesentlich mehr verdienen als jemand in A9/A10, der auch einen FH-Abschluss erworben hat in der Zeit als Inspektorenanwärter.

     
  8. 12. pd

    Beim Blick in die Besoldungstabellen bitte nicht den Blick in die Pensionstabellen vergessen:

    Durchschnittsrentner west: 985 Euro. Rentnerinnen 484 Euro (!)

    „Staatsdiener im Bund durchschnittlich 2.750 Euro an Pension, ein Beamter auf Landesebene 2.940 Euro und ein Beamter in der Kommune 2.840 Euro monatlich.“

    Dem gehobenen öffentlichen Dienst geht es sehr sehr sehr gut.

    Es sei gegönnt und tauschen würde ich auch nicht wollen.

    Was mich nervt ist das Ungleichgewicht. Mein Lieblingsbeispiel sind die Krankenschwestern und Kindergärtnerinnen die sich für nen Hungerlohn die Beine ausreißen und sich dann von Herrn Spreen und anderen Bestversorgten sagen lassen müssen dass ihre Arbeit wenig Wert ist.

    Oder warum müssen 2 Sparkassenvorstände 500.000€ Jahresgage haben PLUS Millionen an Pensionsrückstellungen wenn sie als Lösung Gebühren rauf, Service runter präsentieren? Könnte das der kleine Schalterbeamte vielleicht sogar besser?

    oder zum Topic… warum kann man mit einer gut frequentierten Gerichtskantine kein auskömmliches Einkommen generieren? Man isst da gut für nen Appel und nen Ei und der Mann kann davon nicht leben?! Da stimmt etwas nicht.

     
  9. 11. laloba

    @8 „Ich finde dieses “Bashing” von Beschäftigten im öffentlichen Dienst unerträglich“

    Ein Blick in Besoldungstabellen relativiert manches … hier mla die für Landesbeamte in NRW … wenn man bedenkt, dass man ab A9/A10 in der Regel ein Studium der entsprechenden Verwaltungsbehörden absolviert hat …
    http://www.lbv.nrw.de/beztab/besoldung_01062015/beso_abrw_010615.pdf

     
  10. 10. Andreas Bulkens

    Die Gerichtskantine … oder wie auch immer … war ja ein Geheimtipp 🙂
    Aber zum Vergleich:
    Bei Y-Tours waren zu meiner Zeit – späte ´90er – die Mannschaftsheime total im Trend. Bier quasi zum EK, vernünftiges Essen abseits der Undefinierbargerichte seitens Y-Tours-Mannschaftsküche … und alles vom Sold bezahlbar.
    Allerdings waren dort weder die Unter- noch die Offizierslaufbahnen anzutreffen … dafür gab es andere Meetingpoints wie bspw. Pupa(r)sch und Donnerbalken.
    Andererseits:
    Beim mongolischen Grill in Kleve treffen laufen auch Gehaltsklassen auf, welche sich monetär locker mit Düsseldorfs Sushi-Spezialisten-Klientel messen könnten.
    Oft entscheidet nicht der Geldbeutel, es mag auch überdurchschnittlich verdienende Mitmenschen geben, welche bodenständige Kost (wie bei Muttern) dem Schickimickiegefräßel zu überhöhten Preisen den Vorzug geben …

     
  11. 9. pd

    Ich dachte die Kantine wird nicht subventioniert? Was denn jetzt?

    Es hat auch niemand etwas dagegen wenn ein armer Rentner ne vernünftige, günstige Mahlzeit bekommt und ein einfacher Justizwachtmeister verdient tendenziell zu wenig, ja. Allerdings haben die höheren Besoldungsstufen ja erfolgreich gegen eine Besserstellung der Niedrigeren geklagt, kann ja nicht sein, dass der Wachtmeister 2% bekommt und der Richter mal ausnahmsweise nur nen halbes %. Da jeder Euro nur einmal ausgegeben werden kann geht die Gehaltserhöhung der Bosse natürlich zu Lasten vom Fußvolk.

    Aber zurück zur Kantine, mein Eindruck ist, dass dort eher die üppigeren Pensionen verkehren und die armen Renten in der deutlichen Minderzahl sind.

    Hätte man jetzt angemessene Preise bezahlt, ich denke etwa das Doppelte, dann hätte sich der Mann mal nen Tag Urlaub gönnen können und würds vielleicht noch 10 Jahre machen. So wird aus wirtschaftlichen Gründen aufgehört und der nächste … gesucht. Geiz ist halt geil.

    Eins noch, niemand ist gezwungen in der Mittagspause der Fast-Food Kultur zu frönen. Die Suppen der Suppenschwärmerei waren schmackhaft und sicher auch gesund. Allerdings muss so ne Suppe in der freien Marktwirtschaft halt nen 5er und mehr kosten, ist unseren Beamten natürlich nicht zuzumuten und so hat die Suppenschwärmerei wieder zu, 2 Arbeitsplätze weg und ein weiterer Leerstand in der Innenstadt. Money Money Money.. makes me funny

    Umdenken! 🙂

     
  12. 8. KlePeter

    Ich finde dieses „Bashing“ von Beschäftigten im öffentlichen Dienst unerträglich. Vielleicht auch, weil ich selber dieser Spezies angehöre. Und auch ich gehöre zu Denen, die in der halben Mittagspausenstunde nicht der Fast-Food Kultur frönen, sonder sich ein gesundes Mittagessen gönnen, dass vom Arbeitgeber subventioniert wird. Und das tut mir bei 13 Stunden, die ich täglich unterwegs bin, auch ganz gut.
    Ich habe auch kein schlechtes Gewissen dabei, denn dieser Zuschuss von 1,90 € am Tag gehört zu den Bestandteilen meines Einkommens, die als Incentives für einen attraltiven Arbeitsplatz anzusehen sind und Abstriche bei der Bezahlung ausgleichen sollen. Leider reicht das heute nicht mehr, denn junge Menschen, die wir einstellen wollen, ziehen andere Arbeitgeber lieber vor.
    @Christian Heinrich, ist Dir bewusst, wie ein Justizwachtmeister besoldet ist und welche Aufstiegsmöglichkeiten dieser hat? Der ist ganz froh, wenn er für 4 Euro ein warmes Mittagessen bekommt.

    Im übrigen haben solche Kantinen auch eine soziale Funktion. Eine steigende Zahl von Menschen, die mit Ihrer Rente sehr sorgsam umgehen müssen, genießt die Möglichkeit einmal am Tag etwas vernünftiges in den Bauch zu bekommen.

    Rüdiger Hendricks hat immer gute und leckere Speisen angeboten und es wird schwer, für Ihn einen Nachfolger zu finden. Dafür mal ein dickes Danke verbunden mit der Hoffnung, dass es ihm bald besser geht.

     
  13. 7. HP.Lecker

    @4

    „…die niedrigen Pteise sind zumindest in Teilen sogar festgeschrieben.“

    Von wem?

     
  14. 6. Christian Heinrich

    Guten Morgen User pd,

    das Geschäftsmodell http://www.ag-kleve.nrw.de/behoerde/beh_aktuelles/index.php ist bemerkenswert unattraktiv, oder?

    Nein, vielleicht gilt das nicht für den Betreiber der Küche in einer Senioreneinrichtung. Fällt Ihnen da jetzt jemand ein?

    Wann der Hinweis auf der Internetseite der Justiz gepostet wurde, ist nicht ersichtlich. Die Pressemeldungen kommen mit Blick auf die Frist, letztendlich kann der gesetzliche Freiertag am Sonntag (15.05) so wirken, allerdings sehr spät. Zufall?

    Na vielleicht erhält ja ein ‚freier Gastronom‘, sofern irgendwer regelmäßig die Webseiten der Justiz gelesen hat, den Zuschlag. Und außerdem sind es ja noch einige Stunden bis zum gesetzlichen Feiertag. Abgekartet ist da sicher nichts.

    Christian Heinrich

     
  15. 5. pd

    @4

    Warum sind die Preise festgeschrieben?

    Dann liest sich das für mich jetzt so: der Mann hatte eine 7 Tage Woche, ist mit 53Jahren kaputt gearbeitet, mußte mit seinem Partyservice eine Gerichtskantine quersubventionieren?! Warum? Damit da oben die besser verdienenden mit 35 Stunden Woche für 3,50 nen Mittagessen serviert bekommen oder wie?!

    Ich schäme mich ja wenigstens noch wenn ich mich mal den Berg hoch quäle, demnächst dann doppelt, der arme Kerl.

     
  16. 4. rd

    @pd Völlig falsch. Die Kantine wird nicht subventioniert, die niedrigen Pteise sind zumindest in Teilen sogar festgeschrieben.

     
  17. 3. pd

    „Die größte Sorge derer in der Justiz selbst samt Anwälte und Journalisten sind aber vielleicht nur der Preise in der Kantine. Bleibt es billig?“

    Jep, sehe ich auch so. Wer da oben so alles hinstiefelt und hingestiefelt ist, Junge Junge Junge. Hauptsache billig und nach uns die Sintflut. Zu Lasten des freien Marktes, hier der Gastronomie in der Oberstadt. Wobei ich jetzt unterstelle, dass die Kantine subventioniert wird?

    Typisch Anwälte, typisch öffentlicher Dienst. Raffen! raffen! raffen!

    :-)=

     
  18. 2. laloba

    Guter Titel …

     
  19. 1. Christian Heinrich

    “Once you replace negative thoughts with positive ones, you’ll start having positive results.” – Willie Nelson

    In Bayern kommt man auf Ideen. In Ländern wie Italien oder Portugal natürlich auch. Im rostenden NRW feiert man stattdessen die billige Arbeit, was sonst?

    In Kleve bietet sich eine einmalige Chance. Gebt die Kantine, unter Aufsicht natürlich, in die Hände der Strafgefangenen, auch Freigänger. Entwickelt die Kantine zum Sprungbrett für Ex-Häftlinge, die sich bereits in der JVA engagiert haben weil sie eine Perspektive sehen: Das Sprungbrett Kantine, Catering und Marketing. Ein Resozialisierungs-Programm über 2 Jahre, ein Jahr davon bereits in der Haftzeit. Und bitte: Zahlt denen endlich den Mindestlohn. Resozialisierung ist kein Verbrechen!

    Die Klever JVA hat bestimmt eine oder zwei Küchen. Na also! Koch ist nicht erst seit Christian Rach ein Traumberuf. Da lässt sich doch üben. Da darf man doch mal als JVA mehr Geld und Kräfte erhalten, denn es geht doch um unsere Zukunft. Wir können natürlich nichts machen und auf neue Verbrechen der gleichen Leute warten. Das ist dann unsere Perspektive? JVA kann übrigens auch regional sein. Da muss man in Düsseldorf man das Köpfchen anstrengen. Aber geht das überhaupt?

    Warum bauen Strafgefangene kein Gemüse an? In Portugal macht man das jetzt. Das Gemüse geht an Bedürftige.

    Die größte Sorge derer in der Justiz selbst samt Anwälte und Journalisten sind aber vielleicht nur der Preise in der Kantine. Bleibt es billig?

    Und wer zahlt den Preis? Schöne Zeiten?

    Alles Gute Herr Hendricks.

    Christian Heinrich