Das Ende der blauen Periode im Freizeitbad Sternbusch: Wer hier nicht weinen muss, hat kein Herz – Badekappenaschermittwoch

rd | 10. Februar 2016, 15:53 | 20 Kommentare

Auch wenn die Verantwortlichen beteuern, es werde Platz geschaffen für etwas Moderneres, Besseres – wen es beim Anblick dieser Bilder nicht die Tränen der sentimentalen Rührung in die Augen treibt, der kann kein Herz haben. Ein Mitarbeiter des Freizeitbades Sternbusch, der gestern Nachmittag vor Ort war, beschrieb seinen Gemütszustand schlicht mit zwei Worten: „Ärm Dier“. Seit gestern reißen die Mitarbeiter des Gütersloher Abbruchunternehmens Hagedorn eines der schönsten Freibäder Deutschlands ab. Bis Anfang März sollen die Gebäude dem Erdboden gleich gemacht worden sein, später folgt der Beckenbereich samt dem Wahrzeichen der Anlage, dem 10-Meter-Sprungturm. Hier ein paar Eindrücke von gestern, vom Badekappenaschermittwoch:

Aus den Angeln gehoben

Aus den Angeln gehoben

Beckenfehlstand

Beckenfehlstand

Gentlemen, empty!

Gentlemen, empty!

Amerikanische Zerstörungskraft vs. deutsche Wertarbeit

Amerikanische Zerstörungskraft vs. deutsche Wertarbeit

Dach, am Boden zerstört

Dach, am Boden zerstört

Pacman? Filterbehälter, aufgeflext

Pacman? Filterbehälter, aufgeflext

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  1. 20. HerRmann

    Heute „fiel“ der Sprungturm. Die Hammergeräusche des (Bagger-)Kompressors kann man seit einigen Wochen bis zu 3 km weit noch hören.

     
  2. 19. Jürgen Böll

    Offizieller Spatenstich auf der Baustelle am Sternenbusch
    Den Kleve bekommt ja ein großes neues Schwimmbad!

    Diesen gestrigen Spatenstich haben „Klevido“ mit der Kamera vor Ort begleitet.

    Sehr interessant, in diesem Zusammenhang, sind die Herrn Rolf Hoffmann von den Stadtwerken gemachte Aussage zu dem weiteren Betrieb des alten Stadtbades am Königsgarten.

    Demnach hat die Planung für das neue Kombibad 3 Jahre in Anspruch genommen und die nun beginnende Umsetzung, sprich der „Neubau“ an sich soll dann cirka 24 Monate dauern.

    Wenn man dann die weitere Aussage von Herrn Hoffmann richtig im Video versteht, hat das alte Klever Bad am Königsgarten noch eine 2 jährige Lebensdauer, bis zum Start des neuen Kombibades am Sternenbusch, vor sich und geht dann in Rente!
    Sprich es wird wohl das Schicksal aller nicht mehr benötigten Bäder dann teilen, es wird abgerissen.

    Videobericht hier:
    https://www.facebook.com/klevido/videos/1041260235931767/

     
  3. 18. Husky

    „Man habe nicht geglaubt das soviele Bäume weg müssen“

    Daher geht man zum Glauben auch in die Kirche und nicht in den Wald…

     
  4. 17. rd

    @GvM Danke!

     
  5. 16. Günter van Meegen

    Habe mal nachgefragt. Siehe hier:
    http://www.lokalkompass.de/kleve/natur/kombi-bad-parkplatz-kleve-alle-baeme-weg-d625815.html

     
  6. 15. Günter van Meegen

    Zu den Bäumen:
    Habe am Donnerstag und Freitag versucht einen Ansprechpartner bei der Stadt zu erreichen – Fehlanzeige.
    Meine Fragen wären gewesen:
    Warum?
    Gibt es einen Landschaftspflegerischen Begleitplan?; denn der Rest des Waldes steht, man glaubt es kaum, unter Naturschutz.
    Wurden die Bäume vor dem Schlagen bewertet, insbesondere die, die am Weg zwischen Parkplatz und Freibad standen, denn diese waren richtige Riesen. Z. B. nach der Biotopenliste NRW und/oder Kartier/Bewertungshilfe des Landesamtes f. Natur, Umwelt u. VerbrSchutz NRW.
    Wenn ja, wie viele Ökopunkte kamen dabei heraus?
    Gibt es Ausgleichsmaßnahmen? Wenn ja – Wo?

     
  7. 14. rd

    Dann werden wir dem doch mal nachgehen…

     
  8. 13. Günter van Meegen

    @Brückenbauer, an die Worte des Beigeordneten erinnere ich mich auch.
    Über 50 Bäume sind gefällt worden, überwiegend auf dem Parkplatz. Einige hatten einen Stammdurchmesser von über 90 cm. Dort wo jetzt der Parkplatz ist, wird er laut Planungsunterlagen später auch wieder sein; wahrscheinlich betoniert mit Bonsai-Bäumchen.

     
  9. 12. Brückenbauer

    @rd, schöne Fotos die Sie von den „amerikanischen Raupen“ bei der Arbeit gemacht haben. Aber auch die tief zurück geschnittenen Bäume mit den rotweißen Fähnchen wären ein Motiv wert gewesen. Man erinnert sich an die Worte des Technischen Beigeordneten der Stadt Kleve: „natürlich gehen wir sorgsam mit dem alten Baumbestand um, schon alleine aus dem Grund, dass diese im Sommer Schatten spenden [….].“ Jetzt sind Sie weg – ca. 40Stück, nach der Anzahl der Jahresringe: 48Jahre alt. Schön ist ja, dass man sich jetzt die „Fetten Jahre“ der Vergangenheit anschauen kann.

     
  10. 11. wolfgang Look

    Als ich in Berlin lebte, dachte ich immer, so ein schönes Bad inmitten der Natur haben die als 4 Mio-Stadt nicht. Bei jedem Sommeraufenthalt immer sehnsüchtig dorthin, viel Platz, freie Natur, hoffe, das der Neubau wirklich besser ist (habe meine Zweifel)

     
  11. 10. laloba

    @7 R K H … wenn sie nur geguckt haben, ist das nachvollziehbar 😉 …

     
  12. 9. otto

    Diese Bilder verdeutlichen einen Teil des Schwachsinns der abgelaufenen, örtlichen Regierungsperiode.

    Den Initiatoren wünsche ich in der kalten Jahreszeit und bei sehr schlechtem Wetterviele Fussmärsche ins neue Hallenbad👣
    Gut, dass in Schneppenbaum die Vernunft gesiegt hat.

     
  13. 8. Husky

    @4

    Ich prognostiziere mal einen typischen Klever Flop.

    Am Ende heißt es wieder „Also DAS hätte ja niemand Ahnen können, wie bezahlen wir das denn jetzt?“ und man steht dumm da.

     
  14. 7. R K H

    Naja, ich war da immer nur pflichtgemäß, ein paarmal mit den Blagen damals. Am Beckenrand gesessen und geguckt ob sie über Wasser sind. Irgendwann blieben sie über Wasser und ich musste nicht mehr mit. Gottseidank. Nostalgische Gefühle in Bezug auf abgerissene, öffentliche Bäder kann ich persönlich nicht entwickeln.

     
  15. 6. aboguru

    Im tilgen alter Charakterspuren sind die Klever unschlagbar. Wenigstens eine, wenn auch negative, Konstanz in dieser Stadt. Hanns Dieter Hüsch, Gott hab ihn selig, hätte aus den zurückliegenden Klever Geschichten ein Abend füllendes Programm schreiben können. Diese Stadt ist ein Biotop am Niederrhein. Aber ehrlich, ein kleingeistiges..

     
  16. 5. laloba

    Das Geld hätte man ins Hallenbad stecken können … Schwimmen in Zentrumsnähe … ich sag nur demografischer Wandel …

     
  17. 4. Andreas Bulkens

    Nur der Richtigkeit halber … ein Trennschleifer („Flex“) hat die Filter sicher nicht zerlegt … war wohl ein Schneidbrenner 😉
    Schade um das Badeparadies unserer Kinder, Schade um das kostbare und begehrte Kleinod der zahlreichen niederländischen Gäste. Hoffentlich wird das Projekt ein Erfolg!

     
  18. 3. Klaus

    @1. Lohengräm
    Offensichtlich waren die Stadtwerke diesmal nicht in der Lage ein Klever Unternehmen mit den Arbeiten zu beauftragen. Aber was soll’s, sind ja nur 20 Millionen die da verbaut werden.

     
  19. 2. Meiner Einer

    Tja, ist schon Schade. Das Gefühl der Wehmut befiel mich schon letzte Woche, als etliche große Bäume am Parkplatz gefällt wurden. Komme mit dem Hund dort ständig vorbei. Ist schon schade, aber der Lauf der Zeit.

     
  20. 1. Lohengräm

    Sehr schade, dass man keine Sammleraktion macht und imnteressierten Bürgern -gegen kleines Entgelt- die Möglichkeit gibt, sich Erinnerungs- oder Sammlerstücke aus dem Jahr 1972 (oder wann war die Eröffnung?) abzuholen.

    Welches Bauunternehmen macht heute die Ausführung? Welches Unternehmen hat den Sternbusch gebaut? Gibts davon noch Fotos?

    Wo standen/stehen diese Filter?