Bürgermeisterwahl: Der erste Kandidaten-Gipfel — LIVE!

rd | 19. August 2015, 17:04 | 37 Kommentare
Zuhören in der Fragerunde: Dr. Artur Leenders, Udo Janssen, Sonja Northing (Foto: Klever Wochenblatt/Klaus Schürmanns)

Zuhören in der Fragerunde: Dr. Artur Leenders, Udo Janssen, Sonja Northing (Foto: Klever Wochenblatt/Klaus Schürmanns)

Die erste Podiumsdiskussion zur Bürgermeisterwahl in Kleve — kleveblog berichtet live aus dem Pädagogischen Zentrum des Konrad-Adenauer-Gymnasiums! Lassen Sie sich überraschen…

17:00 Uhr: Das Pädagogische Zentrum ist voll, fast alle der 260 Sitzplätze sind besetzt, erste Schüler nehmen auf den Stufen Platz. Sehr viele Schüler, aber auch Mitstreiter bzw. Parteigenossen der Kandidaten, z. B. Jörg Cosar, Josef Gietemann, Michael Bay – und viele Lehrer.

17:07 Uhr: Und los geht’s. Moderator Tobias Budde begrüßt das Publikum, der stellvertretende Schulleiter Westerhoff ebenfalls: „Wir sind schon immer eine politische Schule gewesen.“ Die Kandidaten kommen. Verhaltender Applaus für Janssen und Leenders, etwas mehr für Northing.

17:10 Uhr: Erinnerungen an die Schulzeit. Northing: Erster Sebus-Jahrgang mit Jungen. Janssen: Glatt durchgelaufen, mittleres Abitur. Leenders: Zweitbester seines Jahrgangs. Jeder darf Biographisches erzählen. Eine Amts-, eine Rechtsanwalts- und eine Arztkarriere.

17:15 Uhr: Spielregeln. Kein Zwischenapplaus, keine Zwischenrufe. Die Fragerunde beginnt…

Voll besetzt: das Pädagogische Zentrum des KAG (Foto: Klaus Schürmanns)

Voll besetzt: das Pädagogische Zentrum des KAG (Foto: Klaus Schürmanns)

17:17 Uhr: Ist Kleve eine kinderfreundliche Stadt? UJ: Viel für die Kinderbetreuung getan. Alle Grundschulen saniert, außer Spyck- und Christus-König-Schule. Die kommen noch. 100.000 Euro pro Jahr für Spielplätze, Sportvereine werden unterstützt. Kleve sehr gut aufgestellt! SN: Man sollte vielleicht auch mal die Kinder fragen. Flexibilisierung der Betreuung wäre wichtig. AL: Ein bisschen besser geht immer. Wir tun schon eine Menge.

17:21 Uhr: Werden Kinder erst genommen? Überraschenderweise sagen alle Kandidaten: Ja. Allerdings in bis zu acht Sätzen. Northing fordert einen eigenen Beirat oder Ausschuss für die Jugend.

17:26 Uhr: Flüchtlingsfragen. Ein KAG-Schüler fragt: Was ist hinsichtlich der Integration geplant? Udo Janssen empfiehlt Asylbewerbern Deutschkurse und Vereinsmitgliedschaften. Und die Notaufnahme? Die Aufnahme der 150 Flüchtlinge war gigantisch, ist toll gelaufen, so Artur Leenders. Glück mit dem Wetter gehabt, die haben Auslauf – eine etwas unglückliche Wortwahl des Grünen-Kandidaten, das Publikum johlt ein wenig. Northing referiert Zahlen, „explosionsartige Steigerungen“. „Notaufnahme war eine Superleistung von allen Beteiligten“, so Northing. „Wir müssen uns in Deutschland auf schwere Zeiten vorbereiten. Kleve ist vorbildlich in dieser Sache und helfen Sie alle mit, dass das so bleibt.“ Sieht Leenders auch so.

17:36 Uhr: Latente Angst in der Bevölkerung? „Wenn man weiß, was diese Menschen erlebt haben – die brauchen unseren Schutz. Punkt. Aus.“ Dr. Leenders. Er werden noch mehr kommen, das muss man realistisch so sehen, so Udo Janssen. Angst ist eine Folge von Distanz, deshalb haben wir vom Runden Tisch Asyl in Materborn ein Willkommensfest organisiert. Sagt Northing.

17:40 Uhr: Schüler und Lehrer wollen helfen, aber wie lange hält dieser Zustand an? Und warum dieser Zaun? Northing: „Der Zustrom wird nicht abreißen.“ Bis zum 15.10. ist Unterbringung geplant, zuerst hieß es nur drei Wochen. Zaun dient dem Schutz der Asylbewerber, das ist Vorgabe der Bezirksregierung.

17:44 Uhr: Frage zum Zustand des Konrad-Adenauer-Gymnasiums. Seit Jahren wird uns eine Sanierung versprochen, aber Geld fließt ins Rathaus, oder ins Stein-Gymnasium, sagt ein Schüler. Applaus. Sanierung ab 2016, steht schon im Etat drin, erläutern Janssen und Leenders. Neubaukosten liegen drei Millionen Euro über den Sanierungskosten, deshalb vermutlich Sanierung. Ein Zwischenruf: Hier ist seit 40 Jahren nicht mehr saniert worden! Applaus. Es gab Prioritätenlisten, so Udo Janssen. Die größten Maßnahmen werden als letztes gemacht. (Gegrummel. Die Logik erschließt sich nicht jedem.)

17:52 Uhr: Kellener Umgehungsstraße? Die Realisierung steht kurz bevor, so Leenders. Lachen. Janssen in Macher-Attidüde: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Es liegt bei StraßenNRW. Zur Not müssen wir es selbst machen.“ Northing sieht den Bedarf für die Umgehung ebenfalls. Also: Absolute Einigkeit.

17:54 Uhr: Bahnanbindung Nimwegen? „Da sind wir eins“, so Northing. Unterschiede in Nuancen. Leenders möchte ein Euregio-Projekt, Udo Janssen hat Angst, dass die Kosten in Kleve hängenbleiben. Es gehe nur als Projekt des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr. Man sollte es auf jeden Fall versuchen umzusetzen, so Northing. Der Schnellbus sei nicht immer voll, so Moderator Budde. Gebe es überhaupt Bedarf? „Das wird eine hochprofitable Linie“, beruhigt Leenders.

18:00 Uhr: Flächendeckendes W-LAN? „Wir sind ja dabei“, tuschelt Ute Schulze-Heiming (Stadtmarketing) von hinten. „Das ist das persönliche Vermächtnis von Theo“, so Dr. Artur Leenders. Er habe es gewollt, aber er kriege es nicht mehr hin.

18:01 Uhr: Internetwahlkampf? „Ich war vorher eine Facebook-Jungfrau“, sagt Northing. Sie hat aber mit mehr als 600 Followern auf Facebook alle abgehängt, die Konkurrenz liegt bei 70 bzw. knapp über 100. Ist das ein Fingerzeig für den Wahlausgang? „Ich würde das nicht so hoch bewerten“, sagt Janssen. Leenders: „Bei Facebook bin ich sehr skeptisch, aber ich habe Kontakt zu Leuten wieder gefunden, von denen ich seit Ewigkeiten nichts mehr gehört habe. Das ist schön.“

18:08 Uhr: Bis zu 150 Meter hohe Windräder im Reichswald, das wollen wir nicht!, schreibt eine Leserin des Klever Wochenblatts. Energiegewinnung muss sein, aber nicht dort, der Naturschutz muss geklärt werden, ich bin da absolut skeptisch, da sollte man nicht vorschnell etwas verschandeln, so Northing. Ich befürworte eine Windkraftanlage auf dem Klärwerksgelände, so Udo Janssen. Reichswald: nein! Bürgermeister haben auch nur eine von 46 Stimmen im Rat, schränkt Artur Leenders ein.

18:12 Uhr: Eine Schülerin schreitet ein: Zuviel Harmonie! Wie soll man da herausfinden, wen man wählen soll? In der Tat, alle Kandidaten geben sich sehr staatsmännisch. Liegt vielleicht auch den Fragen, entgegnet Sonja Northing. „Sie werden es nicht schaffen, dass wir uns wüst beschimpfen“, so Leenders. Man arbeite ernsthaft. Und auch im Rat gebe es viel Einstimmigkeit. „Bitte machen Sie sich schlau“, sagt Sonja Northing – da finde man die Unterschiede.

18:15 Uhr: Die Schlussstatements. Sonja Northing, Ladies first: „Ich möchte Bürgermeisterin für alle Klever sein, arbeite sachgerecht und nicht parteipolitisch motiviert, ich möchte alle mit ins Boot holen, habe mit Herz und Verstand alle Klever im Blick.“ (In dem Statement liegt eine kleine Spitze, mit „Herz und Sachverstand“ wirbt Udo Janssen für sich.)

18:16 Uhr: Dr. Artur Leenders: „Bürgerbeteiligung ist eine Erfindung von Schwarz-Grün, gibt’s schon und wird auch weitergeführt. Wir haben in Kleve viel erreicht, Kleve ist gut in Schwung. Ich möchte die internationale Vernetzung verbessern.“

18:18 Uhr: Udo Janssen: „Ich möchte die Stadt weiter vorwärts bringen, die Zukunft liegt in der gemeinsamen Weiterentwicklung unserer Stadt. Wir müssen Entscheidungen zügig umsetzen, nicht verzögern, gemeinsam mit allen Ortsteilen.“

18:22 Uhr: Fazit der Teilnehmerin Chiara Vettorel (19, Ex-KAG-Abiturienten): „Die Kandidaten waren leider in vielen Standpunkten kaum zu unterscheiden. Artur Leenders und Sonja Northing haben in meinen Augen Sympathiepunkte gewonnen, weil sie besser auf die Fragen eingegangen sind. Herr Janssen hat teilweise abgeblockt und sich verteidigt, obwohl das meiner Ansicht nach überhaupt nicht nötig war. Gut, dass die Kandidaten am Ende noch ein Statement abgeben konnten, da wurden wenigstens Unterschiede sichtbar. Gut auch, dass alle beschrieben haben, dass in Kleve vieles bereits gut läuft und nicht alles infrage gestellt wurde.“

19:11 Uhr: Fazit von kleveblog: Die Fragen hätten etwas mehr Schärfe vertragen, der (nicht diskutable) Bereich Flüchtlinge nahm etwas zu viel Raum ein. Trotzdem eine gute Veranstaltung. Auftreten der Kandidaten in einem Wort: Weltweiser. Establishment. Tatendurst.

19:42 Uhr: … und nicht zu vergessen der herzlichen Dank an Lehrer Werner Seuken für die technische Unterstützung!

Der Blogger bei der Arbeit…

Der Blogger bei der Arbeit… (Foto: Torsten Barthel)

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37 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 37. Michael Zumbrägel

    @35 Lohengräm

    „in keinem Verhältnis“ meine ich so dass es sich angesichts des Potentials der Strecke absolut um „Peanuts“ handelt, die Fahrzeuge für BO-Strab-Betrieb aufzurüsten. Solange nicht bis in die Innenstadt von Nijmegen gefahren wird brauchen wir auch nicht unbedingt an Spiegel, Blinker und Klingel zu denken. Wichtig ist die Bremsleistung und die ist BO-Strab konform….das spart Kosten an den Überwegen und die Rampenbrücke….

    Noch was für die Kranenburger:
    Wenn die Strecke als BO-Strab gewidmet wird heißt das nicht dass das eine Straßenbahn ist, bei der die Gemeinde mit bezahlen müsste…

    In Kassel hat man jetzt den Takt aus dem Umland erhöht, weil die „Regiotram“ immer mehr Zulauf bekommt….

    Wie gesagt, wenn die heutigen NWB-Fahrzeuge das Ende der Nutzungsadauer erreicht haben sollte Nijmegen auch die Straßenbahn auf der Reihe haben und dann kann man anderes „Material“ auf die Strecke schicken, was mehr eine Straßenbahn als ein Zug ist….

     
  2. 36. Michael Bay

    Lieber Michael Zumbrägel, vielen Dank für die klaren Worte.

     
  3. 35. Lohengräm

    @34 Michael

    >“Die Kosten für eien BO-Strab-Zulassung der LINT 41-Triebwagen stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen der Strecke…“

    Ich befürchte dass Du recht hast.

     
  4. 34. Michael Zumbrägel

    @29 Lohengräm

    Die Kosten für eien BO-Strab-Zulassung der LINT 41-Triebwagen stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen der Strecke, wichtig ist, das die LINT 41 die erforderliche Bremsleistung bereits aufweisen. Die intelligente Vernetzung von EBO und BOStrab-Strecken kann man in Kassel, Zwickau, Großraum Karlsruhe und andernorts nutzen.

    Die Sozialdemokraten in Deutschland und Kleve hatten dies vorgeschlagen, um
    – der Stadt Kleve den Wiederaufbau der Rampenbrücke zu ersparen
    – der Gemeinde Groesbeek die Sorge vor der „Eisenbahn“ zu nehmen und uns allen den Tunnel zu ersparen

    In einer Art Vorlaufbetrieb könnte der RE10 bis Heyendaal fahren, von wo man in den ÖPNV in Nijmegen umsteigen kann.

    Wenn in Nijmegen die Straßenbahn kommt kann man über anderes Fahrzeugmaterial auf dem RE10 nachdenken, was dann bis in die Innenstadt von Nijmegen durchfahren kann..

    Fakt ist das Sintropher auf 2.000 Passgiere über die Grenze kommt, andernorts sind Linien mit geringerer Prognose reaktiviert worden (Gronau-Enschede) die nunmehr erfolgreich laufen….

     
  5. 33. laloba

    Das sagt die schon erwähnte Sintropher Studie von 2011 … (dauert etwas, bis sich das pdf öffnet)

    http://www.destadsregio.nl/publicaties/publicaties-mobiliteit/sintropher/eindrapport-sintropher-duits/view

     
  6. 32. laloba

    @27 Vielleicht widersprechen wir uns nicht. Jetzt fahren auf jeden Fall auch wochentags (nach 9.00) zu bestimmten Zeiten Züge mit zwei Waggongs, die vorher mit einem fuhren.

     
  7. 31. laloba

    @26 Meinte ich auch nicht, sondern nur, dass ein Waggon der Nordwestbahn zu wenig ist. Wann sollen mehr Züge gefahren sein? Der Halbstundentakt wurde bisher nicht unterboten.

    @27 „Zu den Hauptverkehrszeiten ist die Dreier-Traktion Standard.“
    Welche Zeiten meinen Sie?

    @rd Man hätte nicht alle diese Gespräche geführt, wenn es nicht funktionieren könnte. Der Trick wäre Straßenbahn/Eisenbahn zugleich.
    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/sozialdemokraten-wollen-bahnlinie-beleben-aid-1.5299215

    Ein Bus, der durch die Orte Donsbrüggen, Nütterden und Wyler fährt, aber nicht hält, wäre kaum zu vermitteln. Der Bus ist auch keine Lösung für die gewünschte Verbindung zwischen den Hochschulen.

     
  8. 30. otto

    @ 27 B.R.

    das, was du schreibst, ist für das politische Schwadronieren völlig uninteressant, es hört sich einfach wichtig
    an, nur darauf kommt es an. Realitäten sind dafür da, dass man sie so weit wie möglich erst einmal ignoriert.

    Was sagt denn die Sintroper Studie nun genau aus? Es gibt ebenso Kosten-Nutzen Studien, die diese Verbindung
    nicht für sinnvoll erachten. Der Aspekt internationaler Fern- und Güterverkehr wird in allen Studien negativ
    behandelt, da auf niederländischer Seite z.Zt. weder ein Entgegenkommen, noch wirtschaftliches Interesse
    besteht.

     
  9. 29. Lohengräm

    @27,28

    Auf diese Problematik habe ich schon mehrfach in diesem Blog hingewiesen:

    Die Stadt Kleve ist seitens des EBA vertraglich dazu verpflichtet worden, Gleise inklusive Wegübergangssicherung im Falle einer Reaktivierung auf eigene Kosten wieder einzubauen.

    Auch wenn die Reaktivierung „über den Kopf“ der Stadt Kleve von höherer Stelle beschlossen würde, was durchaus möglich wäre („übergeordnetes Interesse“)

    Da, soviel ich weiss, die Eisenbahnbau- und betriebsordnung keine niveaugleiche Wiedererrichtung von Wegübergangssicherungsanlagen zulässt (das wäre nochmal zu prüfen), wäre die Stadt Kleve in diesem Falle zur Errichung einer Über-oder Unterfühung auf eigene Kosten verpflichtet.

    Schon deshalb wird, trotz aller Leenders’schen und Northing’schen Bekenntnisse, die Stadt Kleve alles daran setzen, eine Reaktivierung zu verhindern oder zumindest nicht aktiv zu fördern. Schon gar nicht unter Udo Janssen.

    Niveaugleiche Kreuzung ist möglicherweise nur noch nach BOStrab möglich. Dazu müssten aber die momentan beschafften NWB-Triebwagen eine Strassenbahnzulassung erhalten. Ob dies technisch möglich ist, ist fraglich. Jedenfalls kostet es ebenfalls Geld.

    Aus diesen Sachstand hätten -sofern sie informiert gewesen wären- die BM-Kandidaten/innen in der Bürgerstunde hinweisen können.

     
  10. 28. rd

    @B.R. Gute Frage. Wahrscheinlich heißt es halt – schweren Herzens – Abschied nehmen von der Idee einer Bahnverbindung Düsseldorf-Nimwegen. Ein Schnellbus, der seinen Namen verdient (ein Halt Kleve, einer Kranenburg, einer Beek und einer Nimwegen) und der bis Mitternacht fährt, würde wahrscheinlich auch schon Wunder bewirken…

     
  11. 27. B.R.

    Würde mich mal interessieren, wie denn bei einer Reaktivierung der Strecke nach Nimwegen die Lücke im Netz zwischen Bahnhof Kleve und Anfang Draisine Strecke hinter dem ehemaligen Baumarkt geschlossen werden soll ?

     
  12. 26. KlePeter

    @24. laloba: Zu den Hauptverkehrszeiten ist die Dreier-Traktion Standard. Diese Züge fahren an der Auslastungsgrenze. Mehr geht nicht. Taktverdichtung ist kaum möglich, wie 22. Mitleser zutreffend feststellt. Also bleibt nur der Streckenausbau. Dies ist aus meiner Sicht auch zwingend erforderlich, sollte die Verbindung nach Nimwegen wieder funktionieren. Dies häte eine noch stärkere Frequentierung des RE10 zur Folge. Kleve ist für diese Linie dann nicht mehr End- und Zielbahnhof, sondern hätte nur noch Durchreisecharakter.
    Und @21. Michael Bay, als täglicher Pendler ins Ruhrgebiet kenne ich meine Mitreisenden sehr gut. Dazu sieht man viele KLE-Kennzeichen in den Parkhäusern der Ruhrgebietsstädte. Mittelständische Unternehmen aus der Region fahren täglich über die A 57 in die Ballungsregionen um dort ihre Aufträge abzuarbeiten. Es gibt regelmäßig Untersuchungen über die Entwicklungen der Ein- und Auspendlerstrröme. Ich meine, dies sollten für Kommunalpolitiker zur Pflichtlektüre werden. Wer da meint Kleve könnte (evtl. mit umliegenden Kommunen) ein Inseldasien führen, der verkennt die Realität. Und Nimwegen interessiert sich nur als Einkaufsstadt und als Flutpolder für die Region jenseits der Grenze.
    Klug wäre es, die Vernetzung Kleves mit den Ballungsregionen diesseits und jenseits der Grenze zu verfolgen.

     
  13. 25. Lohengräm

    @24

    Die Strecke wird gar nicht so viel stärker genutzt.
    Früher fuhren einfach nur mehr Züge.

     
  14. 24. laloba

    Ich hatte mich vor einiger Zeit mal an den Kreis angemailt, weil in der Woche morgens R10-Verbindungen mit nur einem Waggon gefahren wurden, das erschien mir zu wenig. Man leitete meine Mail weiter an jemand vom VRR (oder war es eine andere Stelle?), ich bekam eine sehr nette Antwort: man war zum einen erstaunt, dass zu einzelnen von mir angegebenen Zeiten mit nur einem Waggon gefahren wurde, obwohl zwei bestellt waren. Außerdem wurde eine Zählung veranlasst, die dazu führte, dass zu bestimmten Zeiten nun immer zwei Waggons fahren, was vorher nicht vorgesehen/bestellt war.
    Die Aufstockung von Waggons ist eine Lösung für eine zunehmend stärker genutzte Strecke. Vielleicht muss man irgendwann mit drei Waggons fahren.
    Wie Mitleser schon ausgeführt hat, lässt sich an dem Halbstundentakt (wochentags) nichts ändern. Für Leute, die nach Düsseldorf müssen, Berufstätige z.B., müsste das auch reichen.

     
  15. 23. Friedrich Foerster

    @ „Mitleser“:

    Vielen Dank für Ihren ausgezeichneten Beitrag!
    Satz für Satz ein Volltreffer!

     
  16. 22. Mitleser

    Es ist schon interessant, was Leute, die sich mit einem Fachthema nicht auskennen, so alles zu wissen glauben. Sicher ist jedoch, dass man sich keinesfalls auf die Politik und die allgemeinen Medien verlassen sollte, um sich eine Meinung zu bilden – ein wenig mehr Hintergrund und Fachinfo ist bei jedem Thema schon erforderlich. Wenn ich sehe, was so alles in der allgemeinen Presse zum Thema „Bahn“ zu lesen und zu hören ist, wird mir übel. Bei dem Gedanken, dass die Presse andere z.B. politische Themen genauso „perfekt“ anpackt, ist das Gefühl der Vollverar… nicht mehr von der Hand zu weisen.

    Zu unserem Thema einige Schlagpunkte:

    Die Bahnverbindung Kleve – Nimwegen ist sinnvoll und hat Potential. Dies hat die für viel Geld in 2011 erstellte Sintroper Studie deutlich erwiesen. Mehr Studien sind nicht nötig. Lediglich die Lokalpolitik ingnoriert (war wohl selbst vom Ergebnis überrascht) dies mit nicht mehr zu überbietendem Starrsinn.

    Nur wenn die Lokalpolitik mitzieht, sind erfolgreiche Reaktivierungen möglich. Hierzu gibt es inzwischen etliche und positive Beispiele in Deutschland – teilweise in topografisch (Brücken, Tunnel) schwierigem Gelände und nicht mit unserer Flachlandstrecke vergleichbar.

    Jede unserer hiesigen Bundesstraßen verursacht mehr Dauerlärm als die auf dem RE 10 eingesetzten Leichttriebwagen.

    Die Strecke zwischen Kleve und Geldern ist eingleisig. Zwischen Montag u. Freitag besteht ein Halbstundentakt.
    Eine Taktverdichtung ist logistisch bei eingleisigen Strecken nicht möglich. Das zu fordern ist Unfug. Wollte man mehr, muss zweigleisig (und besser noch elektrisch) ausgebaut werden. Und: ein Halbstundentakt auf dem platten Land ist schon gut; das schaffen ja nicht mal die Busse im Klever Stadtgebiet, die dann übrigens oft noch so fahren, dass der Zug nicht erreicht wird…

    Ein Bus kann nur als innerstädtischer Zubringer zur Bahn mit geringen Fahrzeiten dienen; Reiseketten Bahn – Bus – Bahn oder ähnlich werden vom Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel möglichst vermieden; wer meint, Lücken wie Kleve – Nimwegen (25 km) mit dem Bus zu überbrücken und darin eine tolle Reisemöglichkeit zu sehen, ist wohl kaum ein Nutzer des ÖPNV – man ist ja mit dem Rad schneller in Nimwegen, als mit dem Bus.

    Gruss Mitleser

     
  17. 21. Michael Bay

    Lieber Lohengräm, offensichtlich gehen wir beide in die gleiche Richtung; es is tatsächlich entnervend, wenn aus den Kommunen Zustimmung kommt, die über die Qualität von Lippenbekenntnissen nicht hinausgeht; und Udo Janssen liegt falsch in der Einschätzung, die Reaktivierung liege beim Kreis. Der RE10 führt zur Blockade in den Niederlanden.
    Auch wenn Peter Brückner Kleve für eine Schlafstadt hält, wird er sich dennoch auf Dauer damit herumschlagen müssen, dass wir hier am Niederrhein weder für die Metropole Ruhr noch für Düsseldorf, noch für Rotterdam irgendeine Bedeutung haben werden. Das heißt, wir müssen uns zu einer Mittelregion zusammenschließen, die den Raum Arnheim Nimwegen Emmerich Kleve umfasst. Sicherlich ist auchnoch zu überlegen, ob wir Städte wie Viersen, MG, Wesel, mit in diese Region einschließen.
    Schönes Wochenende

     
  18. 20. KlePeter

    @17. Beflissener: Guter Einwand. Ich bin auch der Meinung, dass Stadt und Kreis die bessere Anbindung an die Ballungszentren suchen. Kleve ist doch oft nur noch eine Schlafstadt. Gearbeitet wird woanders.

     
  19. 19. laloba

    Personen(nah)verkehr ist aus meiner Sicht Grundversorgung. Wenn da normale Kosten-Nutzen-Berechnungen zum Zuge kämen, würden weite Teile Deutschlands komplett ohne Schienenverkehr auskommen müssen. Das kann’s nicht sein. Deshalb hat der Bund ja das Schienennetz behalten. So was gehört nicht in private Hände.

     
  20. 18. Lohengräm

    @17

    Rentabel ist keine einzige Bahnstrecke in Deutschland.

     
  21. 17. Beflissener

    Wieso wollen eigentlich alle eine aufgegebene nicht rentable Bahnstrecke reaktivieren?!?

    Vielmehr sollten sich Northing und Janssen um eine bessere Taktung, von einem Ausbau spreche ich gar nicht, des RE 10 in Richtung D´dorf einsetzen…

     
  22. 16. klausimausi

    @14 Lohengräm

    Sie sind also der Auffassung, Bay schreibt Stuss hier?

     
  23. 15. Lohengräm

    @4

    >Die Draisine hält die Reaktivierung in der Realität

    Das Entwidmungsverfahren hat die DB für Kleve-Nijmegen beim EBA nach meinem letzten Kenntnisstand trotzdem beantragt.

    Die Draisinenstrecke ist in den Köpfen vieler Klever Politiker sowieso nicht als Brückenlösung gedacht, sondern als endgültige Nutzung.

    Ist auch völlig unlogisch, eine Draisine als Überbrückung zu bezeichnen während man gleichzeitig seitens der Stadt 100m Gleis herausreisst und die Strecke teilt. Was juristisch im Übrigen ziemlich unkorrekt war, das ging nur, weil das EBA beide Augen zudrückt.

     
  24. 14. Lohengräm

    @4

    Lieber Michael Bay,

    ich bin seit fast 30 Jahren mit dem Thema befasst. Und ich habe Sie noch nie, nie bei irgendeiner Versammlung zu dem Thema gesehen (bzw. ist mir Ihr Name nie so aufgefallen dass er mir im Gedächtnis geblieben ist wie bei anderen Lokalpolitikern).

    Weder bei Pro Bahn, – nicht auf dem Regionalisierungsseminar in der Klever Stadthalle 1995, noch bei der Vorstellung des PB-Nahverkehrskonzeptes in der Schwanenburg 1990, noch bei Versammlungen der Grünen zu dem Thema in der Geschäftsstelle Römerstr. Anfang der 90er Jahre (mit Thomas Velten), auch nicht bei den gemeinsamen Zusammenkünften von ProBahn und ROVER, z.B. im Bahnhof Nijmegen Ende der 80er Jahre, oder der „Internationale Belangengroep“ Anfang der 90er, auch nicht beim Bahnhofs“fest“ in Kranenburg anlässlich der Einstellung des Austria-Express 1988, oder der SPD-Wahlkampfveranstaltung zum Thema Bahn in Kleve ca. 1988 mit Barbara Hendricks (Moderation) und Dr. Hanns Beck (BD Köln) und auch nicht auf den zahlreichen PB-Ständen zu diversesten Stadtfesten am unteren Niederrhein.

    Sie, sofern Sie denn Herr Bay sind, sind wirklich der Letze, von dem ich mir in dieser Frage was vorhalten lassen muss.

    (…)
    Und seit 20 Jahren tut sich dort nichts, trotz tausender Gutachten, angefangen beim Lenke-Gutachten /Krefeld 1990. (Hoffe, dass ich den Namen des Ingenieurbüros noch richtig im Kopf habe.) Ich akzeptiere, wenn man keine Bahn will. Aber diese permanente Schönrednerei (…) nervt mich inzwischen. Da sind mir inzwischen fast Leute wie Manfred Palmen lieber, die eine klare Anti-Haltung dazu vertreten.

     
  25. 13. Lohengräm

    @9

    In vielen Punkten stimme ich Dir nicht 100% zu, aber ich finde auch Deine Schlussfolgerung zwar nachvollziehbar, aber doch interessant:

    Obwohl schon vor der Planung bekannt war und jetzt sowieso bekannt ist, dass sich der Airport Weeze ebenfalls finanziell nie trägt und ein Millionengrab ist, versenkt die CDU vor Ort dort genauso naiv und eifrig Steuergelder wie es Bundes-Angie grad in Griechenland macht.

    Warum schliesst man den Airport Weeze nicht?
    Die von Dir angesprochenen Kostenargumente bzgl. Kleve-Nijmegen treffen doch hier zu 120% zu.

    Da gibt es aber in der Lokalpolitik komischerweise keine Diskussion mehr drüber.
    Im Gegenteil. Man belügt das Volk und spricht von einer “ Er“Volks“-Story „.

     
  26. 12. laloba

    Damals habe ich miterlebt, wie der Fahrplan der Strecke Nimwegen-Kleve und später Kranenburg-Kleve systematisch ausgedünnt wurde, bis diese Verbindung von Berufstätigen und SchülerInnen nicht mehr genutzt werden konnte, weil die Bahn nicht mehr zu den Zeiten fuhr, die gebraucht wurden. Da konnte dann gesagt werden, die Strecke lohne sich nicht mehr. Ich kann mich aber noch daran erinnern, dass diese Verbindung sich gelohnt hat, als es noch entsprechende Verbindungen gab.

    Dass mit der Draisine die Reaktivierung der Strecke offen gehalten wurde, war und ist gut.

    Einer der Hauptgründe für die Reaktivierung der Bahnstrecke Kleve-Nimwegen ist ja dass man einen direkte Verbindung zwischen den beiden Hochschulen, HRW hier und Radboud Uni Nijmegen (mit Bahn-Haltestelle Heyendaal) dort, schaffen will. Das geht nur mit der Bahnlinie, nicht mit dem ‚Schnellbus‘ der Linie 58. An diesem Bus ist übrigens nur schnell, dass er nicht über Schottheide fährt.

    Dass die Finanzierung geklärt werden muss, ist nachvollziehbar. Die Bedeutung der Verbindung ist eine strategische. Die Zukunft am Niederrhein ist grenzüberschreitend. Wenn man mal die Grenze wegdenkt, wäre eine Bahnlinie zwischen den Städten Kleve und Nimwegen doch völlig normal, so wie eine Verbindung zwischen Kleve und Krefeld.

     
  27. 11. Friedel

    @9 Nur dass der Bus nicht voll besetzt ist heisst das nicht dass es keinen Bedarf für Personenverkehr gibt. Den Bedarf hierfür kann man an den Autos sehen die auf der Strecke fahren. Wenn jetzt noch Umweltkosten mit eingerechnet würden, lohnt sich eine Bahnstecke auf jeden Fall. Einfache Rechnung wenn wir jedes g ausgestoßenes CO mit nem halben Cent Umweltkosten veranschlagen würden, (die Lärmbelastung gar nicht drin) kommen wir denke ich auf ein schönes Sümmchen eingesparte Umweltkosten, die eine Bahnstrecke wieder rentabel machen würden. Schade nur dass in der Wirtschaft und Politik NOCH nicht so gerechnet wird…

     
  28. 10. Lohengräm

    @5

    Ich glaube die Groesbeeker sind nicht wirklich das Problem. Im Gegensatz zu früher würde ja ein Zug dort halten, das wäre attraktiv für den Ort.

    Ne Stadtbahnhaltestelle direkt an den Wegübergang im Ortskern, das wäre durchaus ok.

     
  29. 9. Peter Wanders

    Was die Bahn angeht, bin ich völlig anderer Meinung als die Politik.
    Das Unterhalten einer Bahnlinie zusätzlich zu der Straße kostet viel Geld.
    Der Bus ist trotz zweier Hochschulen nicht mal voll.
    Der Bedarf für den Personenverkehr ist also nicht da.
    Güterverkehr gibt es auf dieser Strecke nicht.
    Diese Schienen sind also extrem unrentabel.
    Dies Projekt kann sich Kleve nicht leisten.
    Es funktioniert nur, wenn man anderen die Kosten in die Schuhe schiebt. Das sieht Udo Janssen völlig richtig.
    Auch, wenn ich jetzt vielen auf die Füße trete.
    Land, Bund, VRR und Niederländer können rechnen.
    Deswegen sollte man an das Thema Bahn keine Zeit und Geld mehr verschwenden.
    Der Bus hat mehr Haltestellen und ist daher näher am Bürger als die Bahn, auch und gerade mitten in den Ortschaften und nicht an deren Rand.
    Bei diesem Thema reden unsere BM-Kandidaten der vermeintlichen Bürgermeinung nach dem Mund.
    Sie wissen ganz gewiss alle 3, dass dies Projekt finanziell keine Chance auf Verwirklichung hat.
    Wo kein Politiker drüber reden will, ist der Widerstand, der in Donsbrüggen, Nütterden, Kranenburg und Groesbeek entsteht, wenn man diesen die liebgewonnene Ruhe wieder wegnehmen will.
    Bürgerinitiativen gegen Querspange und Windkraft gibt es in diesen Gemeinden schon.
    Die Strukturen des Bürgerwiderstandes stehen .
    Eine Hauptverkehrsader durch diese kleinen Orte reicht.
    Groebeek würde geviertelt, die anderen Ortschaften dann durch zwei parallele Lärmachsen belästigt.
    Die Reaktivierung der Bahn ist genauso unrealistisch, wie die Annahme, dass den mittlerweile für jeden Wassersportler sichtbar versandenden Altrhein noch jemand für Kleve über 5 km regelmäßig ausbaggert sowie das Wiederherstellen der Funktionstüchtigkeit der Schleuse.
    Dies sind Zigmillionenkosten für ein paar einzelne Wassertouristen.
    Diese Perspektive hat Kleve längst verspielt. Auch hier wird der Bund außer ein paar netten Gesprächen nichts investieren.
    Die Projekte Bahn- und Wasseranschluss sind reine Zeit- und Geldverschwendung.

     
  30. 8. Klever

    @bay…. Energiewende… Landes Rot/Grün?? Die verzapfen ja den Mist… Viel Spass bei der Argumentation gegen Remmel und co. (…)

     
  31. 7. laloba

    Die Lösung ist einfach: Auf deutscher Seite ist es dann noch ein Zug und auf der holländischen Seite ist dieser Zug dann eine Straßenbahn …

    Die Bahn hat ja den Vorteil, dass die Radbout Uni mit der Haltestelle Heyendael direkt angefahren werden kann, während man mit der Linie 58 erst zum Bahnhof in Nimwegen fahren muss, um dann da in einen anderen Bus zur Uni umzusteigen …

     
  32. 6. Günter Hoffmann

    „Zugverbindung“? … ich bin mir sicher….die Groesbeekers wollen bestimmt keine Bahnverbindung weil bei denen dann im Zentrum, wie oft ?…die Schranken runter gehen…… und aus ,schmerzhafter, Erfahrung ein renitentes aber liebenswertes Völkchen,also lasst sie zu frieden und.. .take the Bus.

     
  33. 5. Michael Bay

    Lieber Ralf, Du hast vergessen zu erwähnen, dass Artur Leenders sich klar gegen Windräder im Reichswald ausgesprochen hat.
    Und: Man sollte auch jemandem gegenüber fair bleiben, dessen Kandidatur man nicht befürwortet. Dass Artur Leenders einen Sachverhalt in falsche Worte gefasst hat, dass ändert nichts an seiner grundlegenden Einstellung zu Menschen, die sich aus meiner Sicht ( Ja, Artur ist mein Freund) darin äußert, dass er ohne zu Zögern der städtischen Bitte gefolgt ist, die ankommenden Menschen zu untersuchen. Und dass hat er dann auch bis zur Erschöpfung gemacht. Im Übrigen, ohne ein Wahlkampfthema daraus zu machen.

     
  34. 4. Michael Bay

    Lieber „Lohengräm“, Sie haben es wieder einmal nicht verstanden? Artur Leenders hat völlig recht, wenn er nun einen Antrag der betreffenden Kommunen an die Euregio zur Einrichtung eines Interreg IV Projektes fordert; darauf hat auch der Mitarbeiter der Euregio am Montag hingewiesen.
    Das Projekt kostet tatsächlich soviel Arbeit, da sich Brüssel nur um die großen Verbindungen wie Stuttgart- Budapest kümmert und der erst bei den Euregios hängenbleibt.
    Wer letztlich der Betreiber der Bahn ist, das ist völlig egal; wichtig ist nur, dass die vier Kommunen die Kosten für die Schienen- und Sicherheitsinfrastruktur nicht tragen müssen. da muss man sich schon ein wenig mehr drüber unterhalten.
    Die Priorität
    Auto? : Geil!
    Bahn?: Geht uns am Arsch vorbei!
    ist überhaupt nicht nachvollziehbar; es sei denn Sie haben in den letzten beiden Jahrzehnten geschlafen.Immerhin haben die Grüne die Impulse dafür gesetzt, dass die Draisinenstrecke in Gang gesetzt wurde, obwohl ein Donsbrüggener Politiker der festen Überzeugung war, dass diese Strecke sich nicht rechnet. Die Draisine hält die Reaktivierung in der Realität; es soll nicht das Geschehen, was in Kalkar und Xanten geschehen ist. Da sind nämlich große Teile der Wegstrecke inzwischen entwidmet und mit Häusern bebaut und damit für die Schiene verloren.
    Dass Frau Northing zustimmt, das ist nachvollziehbar: Ihre Antwort, egal wer bezahlt, ich bin für die Linie, zeigt doch eine gewisse Uninformiertheit auf.

     
  35. 3. otto

    @ 2 Lohengräm,

    du fliegst von Frankfurt nach Weeze, dann in den Schnellbus nach Kleve um dort den ICE nach Nijmegen zu
    erreichen. Wenn das keine Notwendigkeit zur Bahnlinie nach Nijmegen darstellt, dann stimmt doch irgend etwas
    nicht.
    Glaub es mir, auch wenn der direkte Bus nach Nijmegen NIE voll besetzt ist, eine Bahnlinie wird hier Abhilfe
    schaffen.

     
  36. 2. Lohengräm

    Bahnverbindung Nijmegen:
    „Angst, dass die Kosten in kleve hängenbleiben…geht nur als Projekt VRR“

    Umgehung Kellen:
    „Zur Not müssen wir es selbst machen“

    Damit sind die politischen Prioritäten ja wohl sonnenklar !

    Auto? : Geil!
    Bahn?: Geht uns am Arsch vorbei!

    Und da sind sich wirklich alle eins.
    Denn auch die scheinbare Zustimmung von Northing und Leenders ist nichts als heisse Luft.
    Und das seit 20 Jahren.

    Warum ist man nicht wenigstens ehrlich und lässt diese Lippenbekenntnisse sein?

     
  37. 1. laloba

    Livebloggen ist echt was anderes als ein Bericht … man ist näher dran

    Ein bisschen zu viel Harmoniesucht („Sie werden es nicht schaffen, dass wir uns wüst beschimpfen“ – AL) … ein bisschen mehr Wahlkampf hätte ruhig sein dürfen, dafür braucht man sich nicht zu beschimpfen …

    Interessant wäre die Antwort auf die Frage gewesen, wie Kleve die nächsten 1000 Flüchtlinge unterbringt …

    Ach, AL hat auf Facebook alte Bekannte wieder gefunden, sehr schön …

    SN: „Bitte machen Sie sich schlau“ … dafür waren die Leute ja heute im KAG, oder?

    Mein Eindruck ist, dass das Rennen zwischen Udo Janssen und Sonja Northing läuft. Heute unentschieden.