Bahnhof Kleve: Wunsch, ZDF & Wirklichkeit

rd | 06. Oktober 2017, 16:44 | 35 Kommentare
14 Uhr, Kleve, Gleis 1: Wieder mal zu früh zum Stillstand gekommen

14 Uhr, Kleve, Gleis 1: Wieder mal zu früh zum Stillstand gekommen

Es ist aber auch schwierig! Da hat die Stadt Kleve für 2,4 Millionen Euro den Bahnhofsbereich neu gestaltet, und dann schafft es die Bahn anderthalb Jahre nicht, ein Halteschild zu versetzen, sodass der Transit von Bahn zu Bus oder umgekehrt möglichst nahtlos vollzogen werden kann. Die Züge hielten nach wie vor am Bahnhofsgebäude, knapp hundert Meter zu früh. Dann kam das ZDF und sendete einen Bericht (hier der Link zu dem Beitrag auf Youtube: Der Hammer der Woche). Wir erfuhren, dass Bürgermeisterin Sonja Northing zurecht der Ansicht ist, die Misere liege in der Verantwortung der Bahn: „Das ist Sache der Bahn.“ Und, mehr noch, es seien sogar mehrere Briefe geschrieben worden.

Exkurs: Diese Briefe sind vermutlich die wirkungsvollsten, seit Martin Schulz der Kanzlerin ein zweites Fernsehduell abringen wollte. Oder seit die Stadtverwaltung 2011 einen bekannten Klever Bauunternehmer angeschrieben hatte, an der Hoffmannallee bestimmte – zum Zeitpunkt des Versands — acht Jahre überfällige Bauarbeiten an der Ampelkreuzung am EOC auszuführen, andernfalls müssten evtl. vielleicht Regressforderungen erhoben werden. Geschehen ist natürlich: Nichts.

Sackarbeiten: Bahnmitarbeiter stülpen eine schwarze Hülle über das Haltesignal (Foto: Stephan Haupt)

Sackarbeiten: Bahnmitarbeiter stülpen eine schwarze Hülle über das Haltesignal (Foto: Stephan Haupt)

Da ist die vierte Gewalt, und dann auch noch in Gestalt eines Fernsehsenders von einigem Rang, offenbar wirkmächtiger: Noch während der Dreharbeiten zu dem TV-Bericht regte sich der Moloch Bahn und sicherte Abhilfe zu – was auch in dieser Woche geschah, als zwei Mitarbeiter des Unternehmens einen Plastiksack über das Signal stülpten. Es scheint, als werde die Welt ein Stück weit besser, irgendwie. Und dies dank des beherzten Eingreifens mutiger Journalisten!

Stephan Haupt, Abgeordneter der FDP im Landtag, machte sogar ein Foto, verteilte es in den sozialen Netzwerken und dokumentierte so, dass so etwas wie Veränderung tatsächlich möglich ist. Alles gut, also?

kleveblog machte heute die Probe und fuhr mit der Bahn von Bedburg-Hau nach Kleve. Ergebnis: Alles wie gehabt. Züge halten an der falschen Stelle. Es scheint ein grundsätzliches Problem vorzuliegen.

kleveblog schlägt vor: Einfach die Erde unter der Bahn hundert Meter nach Osten drehen! Dann passt es wieder.

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35 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 35. mitleser

    Was für eine Bauernposse um den Klever Bahnhof. Wie wunderbar entlarvend der groß aufgemachte Artikel vor einigen Tagen in der RP. Dort ging es diesmal um die Gleisquerung für Reisende/Fußgänger.

    Herrlich das Großfoto, welches die meisterhafte Klever Fehlplanung und Geldverschwendung derart offensichtlich macht, daß es selbst ein „Blinder“ sieht.

    Auf dem Foto sieht man (von links) einen zweiteiligen Triebwagen, welcher wunderbar neben das alte Holzdach passt. Auch eine (oft eingesetzte) dreiteilige Einheit passt noch dorthin (links im nicht sichtbaren Teil des Großfotos). Alle Reisenden können trockenen Fußes Ein- und Aussteigen.

    Nach rechts sieht man dann die alte Haltetafel und dann, ja dann entdeckt man das grotesk winzige neue Bahnsteigdach. Es ist kleiner als die Busdächer und kauert sich geradezu zaghaft an das äusserste (und damit viel zu nah an den Grenzbereich der folgenden Weiche) Ende des Bahnsteigs. Wie hier schon geschrieben, kann dort nur ein Bruchteil des Zuges halten. WAS FÜR EIN HIRNRIß!

    Jetzt steht Kleve vor dem, für die hiesige Intelligenzia schier unlösbaren, Problem, eine Gleisquerung zu schaffen. In diesem Zusammenhang schwadroniert ein sehr gewichtiger Lokalpolitiker über Kopfbahnhöfe (wohl in jeglicher Unkenntnis über deren Aufbau, FRÜHERER Notwendigkeit und Funktionsweise), Trambahnen und Lighttrains. Übrigens „lighter“, als die am Niederrhein eingesetzten Fahrzeuge de Typs LINT = leichter innovativer Triebwagen! geht es kaum.

    Ferner wird sinngemäss dargelegt, dass es Richtung Nimwegen keiner durchgehenden Verbindung bedarf. Zwei getrennte Bahnsteige wären ja auch denkbar. Sozusagen vom Klever Kopfbahnhof „Gare du Sud“ zum Klever Kopfbahnhof „Gare du Nijmegen“. Ich übersetze mal: Kofferschleppen vom supertollen neuen Bahnsteigdach bis
    zur heutigen Draisinenstation bzw. dem sicher noch tolleren Trambahn/Lighttrain Bahnsteig. Denn: dazwischen bauen die Klever Verantwortlichen alles zu. Kreisverkehr, E-Bike Bahn (Frage an alle Beteiligen: schon viel mit dem Rad gefahren bei dem Wetter der letzten Tage?) , welche die Bahntrasse möglichst oft kreuzt; Ausbau der Brücke für E-Bikes. Ich denke, den Klevern wird noch viel mehr einfallen (da ist man kreativ und die roten Bagger brauchen Futter), um die Bahn zu verhindern.

    Und jetzt kommt auch noch die Idee mit dem Schwanburg-Aufzug auf den Tisch- Millionen und Abermillionen für baren Unfug. Und das von Leuten, denen man wohl am ehesten den Einsatz für SINNVOLLE Verkehrsmittel zutraut.

    Gruß Mitleser

     
  2. 34. Husky

    @Benno

    Die Züge halten eh wie sie gerade wollen, vor allem selbst WENN der RE10 am Schild hält, 3/4 des Zuges stehen eh am alten Überdach, der passt nicht unter das neue, maximal die ersten 2 Türen.

    Im Grunde ist egal wo der hält…

     
  3. 33. Benno

    …und die Wirklichkeit hat den Kleve Bahnhof wieder eingeholt. Mülltüte vom Schild und die Züge halten wieder, wie oben auf dem Foto.

    Wann findet diese „Bahnhofsplanposse“ endlich mal ein logisches richtig durchgeplantes Ende?

    Benno

     
  4. 32. Martin Fingerhut

    @ 29. rd :
    NachDem Sie seit gestern 14:51 bis heute 12:37 nicht dazu gekommen waren,
    die 1. Version meines Kommentares auf ihre Tauglichkeit zu prüfen,
    ist es um so erfreulicher, daß Sie heute so schnell Zeit fanden,
    die 2. – erweiterte – Version ( [momentan] #28 ) onLine zu setzen.
    Vielen Dank.

    Erstaunlich, daß Sie meine Anmerkungen zum Austria-Exoress als an Herrn Rauer gerichtet auffassen.
    Meinen Sie, Herr Rauer sollte erfahren, wie gut Kleve einst per Bahn mit der großen weiten Welt zwischen Hoek van Holland und BudaPest verbunden war, damit er bei der DB stärker für Verbesserungen argumentieren kann ?
    Oder vermuten Sie, Herr Rauer könne jener “dus(s)elige” Student gewesen sein ?

     
  5. 31. Bahnfahrerin

    Ich hab auch mal erlebt, dass im Nacht-Austria-Express, als der Zoll raus war, plötzlich jemand unter den Sitzen rausgekrabbelt kam.

     
  6. 30. rd

    @MF Die sind nicht verschütt gegangen, sondern waren an mich bzw. Jürgen Rauer adressiert, und da wollte ich schon sorgsam lesen, inwieweit sie zur Veröffentlichung gedacht sind, und diese Zeit hatte ich noch nicht.

     
  7. 29. Martin Fingerhut

    Weil mein Kommentar von gestern 14:51 verschüttGegangen zu sein scheint,
    versuche ich es erneut :

    OK, kann sein, daß meine Erinnerung mich täuscht
    und der „Austria“ nicht nur in seiner BlüteZeit mit mindestens 8 Waggons stolz durchs Klever Land brauste
    sondern auch noch in den 80ern als ich ihn benutzte und er schon in den letzten Zügen lag.
    Im wesentlichen Punkt aber scheinen wir alle uns einig :

    Früher war mehr BahnSteig !

    Er reichte für mindestens 8 Waggons,
    muß also 210m lang oder länger gewesen sein.
    wahrscheinlich 260m für 10 Waggons,

    heute nur noch 148m !
    für „3einHalb“ TriebWagenEinheiten.

    Das alte Dach „reicht“ für genau 2 TriebWagenEinheiten,
    das neue nur noch für 1/2 !

    Dafür war es früher weiter bis zu den Bussen
    – besonders von dem Gleis mit der absurden Numerierung „9“ aus,
    das praktisch komplett ohne Dach war.

    Die bequemen Waggons der ÖBB und der SBB bevorzuge ich auch heute noch.
    Andere Bahnen betrachten Kunden offenbar nicht als Feinde,
    deren Rücken es zu brechen gilt, deren Knie eingequetscht werden müssen.

    In der Tat nutzen viele Studenten den Austria-Express um über Nacht an ihren StudienOrt zu reisen.
    Den „Rekord“ meiner Erlebnisse hält einer, der spät abends zustieg,
    die ganze Fahrt über im Licht der LeseLampe über seinem Platz intensiv paukte
    – für eine Prüfung um 08:30 morgens !
    in München, wo der „Austria“ erst gegen 07:30 ankommen sollte !!!
    und schon in Kleef – wie üblich – mit 20 Minuten Verspätung angekommen war !!!
    entweder hatte er ungeheuren Dusel oder er war ein ungeheurer Dussel.

     
  8. 28. Martin Fingerhut

    OK, kann sein, daß meine Erinnerung mich täuscht
    und der „Austria“ auch dann noch mit mindestens 8 Waggons stolz durchs Klever Land fuhr,
    als ich ihn in den 80ern benutzte und er schon in den letzten Zügen lag.

    Im wesentlichen Punkt aber scheinen wir alle uns einig :

    Früher war mehr BahnSteig !

    mindestens 210m für 8 Waggons,
    wahrscheinlich 260m für 10 Waggons,
    heute nur noch 148m !
    für „3einHalb“ TriebWagenEinheiten.

    Das alte Dach „reicht“ für genau 2 TriebWagenEinheiten,
    das neue nur noch für 1/2 !

    Dafür war es früher weiter bis zu den Bussen
    – besonders von dem Gleis mit der absurden Numerierung „9“ aus,
    das praktisch komplett ohne Dach war.

     
  9. 27. Austria Expreß

    Für Niederrheinstier: https://www.youtube.com/watch?v=zlEkeTAthaY

    Orange und blau.

    Es gab immer wieder ein paar Änderungen bei meiner Strecke, aber als D217 fuhr ich bis 1987 auch über Köln Hbf. Am Niederrhein haben u.a. Studenten gerne den Zug sonntagsabends genommen. Neben Kleve und Krefeld machte ich auch am Grenzbahnhof Kranenburg Halt. Da passte alles.

     
  10. 26. Husky

    Achja an das Gleis 9 erinnere ich mich aus Berufsschulzeiten, immer wenn es richtig regnete hielt der Zug natürlich da. Da konnte man die Uhr nach stellen.

    Weiteres Problem ist auch, man kommt kurz nach 11 nicht mehr aus Kleve weg, oder hin, die Zeit wo man in anderen Städten erst vor die Tür geht. Wer in Düsseldorf in die Altstadt will muss entweder früh los und früh zurück, oder die Nacht durchtrinken oder sich ein Hotel nehmen, oder einen Fahrer auslosen.

    Geschweige denn das man die frühen Flüge am Düsseldorfer Flughafen nehmen könnte…

     
  11. 25. Martin Fingerhut

    @ 23. Niederrheinstier :
    Daß die BahnSteige in K-Hbf mit mehr als 400m lang genug gewesen WÄREN für den SonderZug, ist klar.
    Nur fuhr der SonderZug gar nicht über K-Hbf.
    Sondern von Neuss aus via GrevenBroich und dann am “Pascha” vorbei bei K-West wieder auf die normale Strecke Richtung Bonn und Koblenz.

    Das D-Zug-Paar “tagsÜber”, das Sie beschreiben, habe ich so gut wie nie benutzt.
    Häufig dagegen den “nächtlichen” Austria-Express.
    Spätestens seit den 60ern.fuhr er praktisch zu den gleichen Zeiten wie z.B. im Winter 77/78 :
    D 216 : Bonn ab 06:22 — Köln — Neuss — Krefeld — Geldern — Kleve an 08:55,
    D 217 : Kleve ab 21:21 — . . . — Bonn an 23:52 ( häufig aber schon in Kleef 20 Minuten verspätet )
    Ich schließe nicht aus, daß er viele Jahre lang mit mehr Waggons bestückt war.
    Zu jener Zeit jedoch, als ich ihn benutzte, mußte ich in Bonn in einen der letzten paar Waggons einsteigen.
    Das war ab 79 bis ca. 84 als die Verbindung Amsterdam – Kleve – München leider aufgegeben wurde.
    Vielleicht waren es wegen des nahen Endes der Verbindung da nur noch weniger Waggons als während der BlüteZeit.
    Kann auch sein, daß ich die Waggons 1.Klasse nicht in meiner Erinnerung berücksichtige, weil sie für mich nicht in Frage kamen.

    Der Klever BahnSteig dürfte durchAus lang genug gewesen sein auch für 8 Waggons.
    Allerdings m.E. nur jener an Gleis 1.
    Daß der “BahnSteig” an Gleis 2 zum größten Teil nur angeschüttet war, stimmt.
    Noch mehr als heutZuTage war es eine seltene Ausnahme wenn Züge auf Gleis 2 ankamen.
    Für Züge, die in Kleve starteten oder endeten, gab es ja noch das SackGleis “9”,
    das noch näher zur Post hin lag als das Gleis 1
    und etwa auf Höhe des PostGebäudes endete.
    Von dort aus war es noch weiter zu laufen bis zu den Bussen.

     
  12. 24. mitleser

    @22. Martin Fingerhut

    Beim Thema „Austria Express“ muss ich Ihnen leider widersprechen. Der Nachtzug D216/217 bestand im „Kleverland“ in den Wintermonaten z.B. in 1979 aus mind. 8 Wagen und wurde z.B. im Weihnachtsverkehr verstärkt. In den Sommermonaten und speziell zur Ferienzeit wurde der Zug „ellenlang“. Zur Beförderung des Zuges wurden die einzigen Lok der BR 215, z.B. die 215030-8 , mit elekrischer Heizung ins Betriebswerk Krefeld verlegt. Die Lok blieben von Arnheim bis Krefeld am Zug.

    Ich selbst habe den Zug im Sommer mehrmals von der alten Rampenbrücke aus im letzten Fotolicht fotografiert.
    Wagenreihungspläne aus der Zeit belegen die Länge und die im Zug enthaltenen Wagentypen – hauptsächlich die superbequemen und voll klimatisierten Eurofima der ÖBB. Sollten Sie immer noch zweifeln, einfach mal googlen (D 217 oder D 216 Austria Express). Dort finden Sie ganz schnell eine Reihe von tollen Fotos aus Geldern, Weeze, Nimwegen, Elst (bei Arnheim) und Arnheim, die den Zug mit mehr als 10 Wagen zeigen. Besonders schön sind die Aufnahmen des niederländischen Fotografen Niek Opdam.

    Dazu habe ich den Zug auch mehrmals für Urlaubsreisen genutzt.

    Diese Züge „passten“ damals KOMPLETT an den Hausbahnsteig im Klever Bahnhof. Bitte bedenken Sie, dass der Bahnsteig auch in Richtung Bedburg-Hau noch um einiges länger war, als heute. Die Länge eines Schnellzugwagens beträgt 26,40 m. Bei 10 und mehr Wagen plus Lok doch eine stattliche Distanz. Heute undenkbar. Eine Reise z.B. Kleve – Rijeka (heute Kroatien an der Kvarner Bucht) war mit 1 x Umsteigen möglich.

    Sie meinen wahrscheinlich den D 416/417 Amsterdam – München u. zurück – später nur noch Köln – Amsterdam. Diese Tagesverbindung bestand tatsächlich ab Krefeld nur aus 5 Wagen.

    Für die weniger im Bahngeschehen involvierten Leser hier noch ein Hinweis auf die auch von Ihnen erwähnte
    Sonderfahrt am 02.09.17 von Goch aus:

    Bitte unbedingt mal auf Youtube nach „01 150 mit Volldampf am Niederrhein“ suchen. Das Bild „groß“ machen, den Ton voll aufdrehen (um annähernd das Originalgeräusch zu haben) und sehen, wie man noch bis Anfang der 1970er Jahre reisen konnte. Es fehlt einzig das Zittern des Erdbodens bei der Vorbeifahrt , das Vibrieren der Luft bei den Auspuffschlägen (ähnlich den Bässen beim Rockkonzert) und der Geruch nach Waschküche und heißem Schmieröl. Zum Vergleich: die ende der 1920er Jahre konstruierte Lok schafft mit dem Zug auch 130 km/h – die oben erwähnte 215 lief max 140 km/h.

    Ich hoffe, man nimmt mir den kleinen schwärmerischen Exkurs nicht zu übel

     
  13. 23. Niederrheinstier

    Mmuuhhh! Der neue “Bahnsteig” hat doch noch nicht einmal ein Kleve-Schild, mmuuuhh.
    Solche Kleve-Schilder gibt es aber am südlichen Ende des alten Bahnsteigs, mmuuuh,
    sowie die nicht nazifizierte Aufschrift “Cleve” auf dem Bahnhofsgebäude selbst, mmmuuuh!

    Wie soll der NIEderRheinStier-Express (so sollte der RE 10 ursprünglich heißen, bevor er zugunsten des zehnprozentigen Bevölkerungsanteils mit Leseschwäche den einfacheren, aber verkürzten Namen NIERS-Express erhielt) denn wissen, dass er da halten muß, wenn da gar kein Ortsname dran steht, mmmuhhh?

    Sonst könnte ja auch ein Schrebergartenhüttenbauverein einfach am alten Donsbrügger Bahnsteig eine Laube neben dem Draisinengleis aufstellen, sie Bahnsteig nennen und dann beim ZDF reklamieren, dass da schon seit viel mehr als fünfzig Jahren kein Zug mehr gehalten hat, mmuuhh?! Unmöglich, mmuuuh!

    @22
    Diese Art von Beiträgen gefällt mir besser als so manche andere Ihrer Beiträge zuvor, mmuuuhh!
    Und eine ganze Reihe der genannten Daten sollten auch zutreffen, mmuuhh!

    Aber Opa Niederrheinstier hat gesagt, dass der Austria Express in Kleve regelmäßig acht (österreichische) orange und blaue Waggons hatte, mmmuuuhh! Und die passten schon irgendwie an den früheren, zum Teil nur aufgeschütteten Klever Bahnsteig am Gleis 2, mmuuuhhh! Der D-Zug von Amsterdam nach Köln bzw. München gegen ab Kleve gegen 11 Uhr und zurück gen Amsterdam gegen 17 Uhr hatte demgegnüber immer nur fünf Waggons, mmuuhhh! Das konnte Opa Niederrheinstier immer von den safigen, grünen Weiden am Pappelweg neben den Bahngleisen beobachten, mmuuuhh!

    Und in den Kölner Hbf passen zumindest auf den Ferngleisen Züge mit dreizehn Waggons, mmuuuhhh!
    Denn da fahren ja fast ständig zwei zusammengekoppelte ICE-Triebzüge ab, die über jeweils sieben, also insgesamt vierzehn Waggons verfügen, mmuuuuh!

     
  14. 22. Martin Fingerhut

    @ 21. Husky
    ### [ . . . ] Kunden ###
    Ein Schaffner erklärte es mir vor ca. 20 Jahren so :
    “ Unsere Direktoren rechnen im 3Satz ::
    ‚ Jeder FahrGast bringt uns 5DM Verlust.
    das Ziel : 0 Verlust.
    die Lösung : 0 FahrGäste ! ‚ “

    —   —   —

    Auf http://www.boris.nrw.de ist es gut zu erkennen und auszumessen :
    Das „LuftBild“ zeigt zwar unseren tollen neuen BusHof noch als BauStelle,
    dafür aber ist praktischer Weise auch ein Zug der NWB zu sehen,
    der Richtung Spoy ausgerückt auf seinen Einsatz wartet.
    Mit seinen 2 TriebWagenEinheiten ist er 82m lang.
    Er steht neben jenem Abschnitt der BahnHofStraße, der an den Gleisen entlang verläuft.
    Teoretisch könnte ein ankommender Zug bis an ihn heranFahren
    und würde dann genau neben den Bussen halten.
    Der BusSteig ( samt seiner DachAttrappe ) ist ca. 82m lang und würde damit für Züge aus 2 Einheiten genau passen.
    WÜRDE, denn der BUSsteig ist NICHT zugleich auch BAHNsteig.

    Neben den ( von der Spoy aus gesehen ) ersten 61m des BUSsteigs
    verlaufen zwar auch Gleise; aber dort ist KEIN BAHNsteig.

    Der BahnSteig beginnt erst am Fuß der wunderbaren TrimmDich-RegenGlatt-EisSchlinder-KnochenBrecher-KraxelTreppe rüber zu Gleis 2.und zu den P+R-ParkPlätzen.
    ( merke : Niemand IST behindert – aber viele WERDEN behindert ! )

    Gerade mal über 21m ist der BUSsteig zugleich auch BAHNsteig !
    Das reicht nur für eine HALBE TriebWagenEinheit !

    Diese “ halbe Portion “ ist zugleich Bus- UND BahnSteig UND „überDacht“.
    ( Nicht alles, über dem etwas dachÄhnliches montiert ist, ist auch gut überDacht. )

    Die nächsten nochmals gut 21m sind BAHNsteig und „BahnHofsNebenPlatz“.
    aber eben nicht mehr BUSsteig.
    Weder überDacht noch wohl bedacht.

    Somit könnte selbst EINE EINZIGE TriebWagenEinheit nur halbWegs überDacht neben den Bussen halten
    aber mit der anderen Hälfte – ohne Dach – immerhin noch nahe bei den Bussen.

    Das anschließende BahnHofsGebäude ist insgesamt ca. 39m lang,
    das alte Dach reicht gut doppelt so weit : insgesamt 82m,
    Solange die Züge „unter“ dem alten Dach halten
    können immmerHin aus ZWEI TriebWagenEinheiten alle FahrGäste regenGeschützt aussteigen.

    Der neue BahnSteig hat insgesamt 148m
    und reicht folglich für “ 3 1/2 “ TriebWagenEinheiten
    Der in Goch ist mit 165m für VIER ausgelegt.

    Einst war der Klever BahnSteig ( an Gleis 1 ) deutlich länger,
    meiner Erinnerung nach mehr als. 200m.

    Aber so viel zu sanieren war der DB zu teuer.
    Viele BahnSteige sind verkürzt worden.
    Selbst in Krefeld blieben nur 185m übrig.
    davon 122m unter dem HallenDach.

    ( Köln Hbf : 475m, davon 355m unter Dach,
    Bonn Hbf : 420m, davon 150m unter Dach )

    Der AustriaExpress kam aus Amsterdam mit ca. 4 bis 5 Waggons,
    erst in Köln wurden weitere angehängt,
    die z.T. als KursWagen mit anderen ExpressZügen gekommen waren.

    Der SonderZug neulich passte mit seinen 13 Waggons an gar keinen BahnSteig:
    ( Er fuhr nicht über K-Hbf. ).
    Immer war nur Platz für einen Teil der Waggons.
    Wer in einen anderen wollte,
    mußte in einen jener einsteigen, für welche der BahnSteig reichte,
    und dann im Zug von Waggon zu Waggon weiterLaufen.

    Jedoch war in Kleef noch nicht einmal Platz genug,
    den langen Zug auf einem Gleis so abzustellen,
    daß er den üblichen Verkehr nicht blockierte.
    Deshalb begann er seine Fanhrt erst in Goch.
    Obwohl er ausschließlich von einer einzigen, mehr als 80 Jahre alten DampfLok gezogen wurde,
    erreichte er sein Ziel deulich FRÜHER als geplant !

     
  15. 21. Husky

    Im Zweifel fällt das Dach beim nächsten Sturm einfach um.

    Man kennt doch die 5. Feinde der Bahn. Sommer, Herbst, Winter, Frühling, Kunden

     
  16. 20. Ge.Org

    Das alte Dach, welches der Bahn gehört, ist vom neuen Eigentümer des alten Gebäudes nicht mehr gewünscht und wird auch wegen Mängeln und ggf. diversen “Altlasten” ohnehin entfernt. Die letzte Frage, die sich auch die neuen Eigentümer stellen, ist, wann dies genau geschieht. Die Renovierungsarbeiten sind deshalb schon zum Stillstand gekommen. Jedenfalls ist das alte Dach bald nicht mehr vorhanden.

    Man kann nun darüber diskutieren, ob das neue Dach ggf. etwas verlängert werden kann/soll/darf. Es wird aber, wenn ich mich richtig an die Situation erinnere, niemals ausreichend lang sein, um längere Züge komplett abzudecken.

    Warten wir ab, welches Resultat die Gespräche bringen. Ich werde ggf. zeitnah berichten.

     
  17. 19. Husky

    Das neue Dach ist aber doch viel zu kurz für Züge mit mehr als einem Waggon? Sprich wer in 2 oder 3 sitzt wird (wenn das Dach weg ist) im freien Aussteigen müssen.

    Wer hat sowas bitte gebaut? Jedenfalls keiner der NWB fährt.

     
  18. 18. Ge.Org

    Nach Rücksprache mit Stephan Haupt eine Aktualisierung:

    – Die NWB hat nun Anweisung vom VRR bekommen, am neuen Überdach zu halten.

    – Es ist nun ein Treffen mit Bahn u. Stadt Kleve vereinbart, in dem sämtliche Punkte gelöst werden sollen. Dazu gehört auch die Problematik mit dem alten Dach.

     
  19. 17. Bahnfahrerin

    @14 Ich finde das alte Dach auch besser. Auf dem Vorplatz und am neuen Bahnsteig sieht es mittlerweile aus wie im vorstädtischen Ballungsraumgebiet. Dann nicht wundern, wenn die Leute sich da irgendwann auch so verhalten.

     
  20. 16. rd

    @Mitleser Sehr interessante Gedanken!

     
  21. 15. mitleser

    Bei allen Überlegungen hin und her bleibt doch die Frage, wie dieses seltsame Dilemma rund um das alte Bahnsteigdach entstanden ist.

    Im Rahmen ihrer gnadenlosen „Rationalisierungsoffensive“ und dem seinerzeitigen Drang an die Börse hat die „Bahn“ bzw. DB Netz bzw. DB Immobilien Gleisanlagen und Immobilien bis zur Unkenntlichkeit zurückgebaut und veräussert. Dies führte in Kleve z.B. dazu, dass „richtige“ Züge den Bahnhof gar nicht mehr anfahren können. Der historische Sonderzug am 02.09.17 mit 13 langen Schnellzugwagen musste deshalb von Goch aus starten, weil er in Kleve nicht mehr rein passte. Zur Erinnerung: der Austria Express (Amsterdam – Klagenfurt) hatte noch in den 80er Jahren zuweilen 15 Wagen in der Hauptsaison.

    Nach den Umbauten besitzt Kleve noch einen kleinen Abstellbahnhof für die NWB-Triebwagen und einen zweiten Bahnsteig gegen über dem Hausbahnsteig am alten Bahnhofsgebäude. Entgegen, z.B. in der RP, schon anders propagierten Ansichten ist dies betrieblich durchaus sinnvoll, um in Kleve die Möglichkeit zu belassen, Zugkreuzungen durchzuführen oder Umfahrungen zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang ist auch das Ausziehgleis Richtung Kreisverkehr zu sehen. Somit wäre auch ein Betrieb Richtung Nimwegen möglich, ohne die Gleisanlagen des Bahnhofs noch einmal umzubauen. So weit (lassen wir die geringe Länge weg), so vernünftig.

    Jetzt kommt Stadt Kleve ins Spiel und plant (und so kann es einfach nur gewesen sein) einen neuen BUSbahnhof, ohne sich im Geringsten um die auch TECHNISCHEN Belange der Bahn zu kümmern. Das neue Dach wird da gebaut, wo es aus städtischer Sicht hingehört. Somit rutscht der neue Bahnsteig in Richtung der Weichenverbindung und damit ins Lichtraumprofil des Parallelgleises. Remember: auch im Straßenverkehr muss man 5 m von der Einmündung „weg“ bleiben. Da wundern sich die Klever wirklich, dass die Bahn nicht von Ihrer üblichen Signalisierung abweicht und die Haltetafeln da aufbaut, wo sie aus betrieblicher Sicht hingehören?

    Zum Bahnhofsgebäude: Kann mir jemand mal erklären, wie man ein Gebäude ohne das fest angebaute Vordach kaufen bzw. verkaufen kann? Das ist so, als wenn ich ein Haus mit sanierungsbedürftigem Wintergarten „kaufe“ und erwarte, dass der Vorbesitzer sich dann noch um den Wintergarten kümmert.
    Welche klugen Köpfe haben denn einen derart besch… Vertrag ausgearbeitet? Könnte es da nicht so gewesen sein, dass die Klever das Holzdach schlichtweg „vergessen“ haben und sich nun darauf berufen, dass das Dach nicht Gegenstand des Kaufvertrages sei. Ich könnte die Bahn gut verstehen, wenn sie nun weder eine Instandhaltung, noch den Abriss bezahlen möchte. Alles nur Spekulation – es bleiben Fragen über Fragen.

    Jedenfalls kann eigentlich zu keinem Zeitpunkt eine vernünftige Abstimmung zwischen Stadt und Bahn stattgefunden haben – und die Verursacher können nur aus Kleve kommen.

     
  22. 14. Benno

    @ 12: ich sehe es jeden morgen, was mit dem Dach los ist. Aber es gehört meiner Meinung nach zum Bild des Klever Bahnhofs. Es erfüllt immerhin mehr den Zweck eines Daches als dieses neumodische Dings von Dach.

    Gut, die DB hätte schon früher das Dach in Stand setzen müssen. Sollte es von DB-Seite abgerissen werden, was kommt dann dort hin? Ich hoffe nur, dass unsere “Stadtverunstalter” nicht zur Kreativität aufgefordert werden. Ihre “Meisterstücke” beim Busbahnhof reichen schon vollkommen.

    Vielleicht sollten unsere politisch gewählten Vertreter und unsere “Stadtverwalter” mal in erster Linie um den “Bestandsschutz” kümmern, anstatt sich seit wieviel Jahren sich mit der Planung und Bebauung des Minoplatzes zu beschäftigen und dabei unser gezahltes Steuergeld zum Fenster raus werfen. Meines Wissens pendelt auch Herr Rauer täglich mit dem Zug. Ist es Ihm denn nie aufgefallen, dass dort etwas im Argen ist? Wenn ja, warum wird nun erst jetzt dagegen etwas unternommen? Bei Streckenübernahme der NWB standen schon die ersten Stützen.

    Benno

     
  23. 13. Joseph Johann

    Die Stadt Kleve sollte ein Paket der Notwendigkeiten am Bahnhof Kleve schnüren und Herrn Pofalla, Vorstand DB, an seine Verpflichtung als Abgeordneter des Deutschen Bundestages für seine Wähler und Heimatregion um baldige Lösung auffordern. Dass er bei der aktuellen Wahl nicht mehr angetreten ist, spielt dabei keine Rolle.

     
  24. 12. Jürgen Böll

    @11 Benno
    Einfach mal hier lesen, das alte Dach ist technisch gesehen nicht mehr sicher und muss schon seit geraumer Zeit gestützt werden. Es gehört aber der DB und diese macht nichts, da Sie kein Handlungsbedarf sieht.

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/emmerich/klever-bahnhof-dach-ist-nicht-standsicher-aid-1.7019453

     
  25. 11. Benno

    Ist denn die gesamte Planung des Busbahnhofes nicht ein Gemurkse? Es wurde, wie sooft hier in Kleve, wieder etwas verschlimmbessert. Der Dachanschluss vom alten Dach, welches übrigens den Namen verdient, hin zum Sonnenschutz (neues Designer-Dach) fehlt. Die Räder der Pendler sind bei schlechtem Wetter immer nass, beim alten Radständer war es nicht der Fall. Aus einem alten Teil des Busbahnhofes ist nun eine Stellfläche für PKW’S geworden, allerdings nicht gerade pendlerfreundlich.

    @ Ge.Org: sollte der jetzige Halt auf die andere Seite gelegt werden, ist der kurze Weg zu den Bussen nicht mehr gewährleistet. Zudem fehlt auf diesem Bahnsteig ein Dach. Warum Geld ausgeben, obwohl ein Dach beim jetzigen Halt vorhanden ist?

    Im übrigen zeigen die bequemen Fahrgäste die Lösung auf: wie früher einen Schienenübergang wie zum Beispiel in Goch oder Weeze, der in etwa auf Höhe der Fußgängerbrücke ist.

    Benno

     
  26. 10. Ge.Org

    Ich fuhr gestern mit Stephan zum Bahnhof, um die Situation noch einmal zu beleuchten. Dort trafen wir zufällig den Fahrdienstleiter der NW-Bahn. Stand der Dinge ist nun, dass die NW-Bahn jetzt dank des verhüllten Schildes nicht mehr zwangsweise vor dem alten Bahnhof halten muss. Sie kann es sich aussuchen, wo sie hält.

    Fahrkartenautomat, Anzeigetafel, Umstieg zu den Bussen bietet nur noch die neue Haltestelle.

    Aus Rücksicht auf die Behinderten, deren Parkplätze aktuell noch auf der Seite zur Post liegen, hält die NW-Bahn allerdings weiterhin noch vor dem alten Bahnhof, damit Behinderte nicht den weiten Weg zurücklegen müssen.

    Als dann ein Zug einfuhr, war auch zu beobachten, dass wohl 95% der Fahrgäste den langen Weg Richtung des neuen Bahnhofs längs des alten Bahnhofs abwanderten. So lange das alte Dach noch vorhanden ist (im Gegensatz zum bereits veräußerten Bahnhofsgebäude noch im Besitz der Bahn), bietet der alte Bahnhof vor allem für längere Züge mit mehr als 2 Einheiten (da stünden einige Türen des Zuges im Regen) auch bei schlechtem Wetter trockenes Ein- und Aussteigen.

    M.E. kann man die Behindertenparkplätze in den Bereich der Frauenparkplätze (vor dem alten bzw. nahe der neuen Haltestelle) verlegen. Spätestens dann kann der VRR bedenkenlos den Wunsch an die NW-Bahn äußern, dass nur noch an der neuen Haltestelle gestoppt wird. So lange der VRR dies nicht tut, bleibt die NW-Bahn bei der Variante, maximalen Service für die Behinderten zu gewährleisten- sie hält also am alten Bahnhof.

    Noch ein Problem im Zusammenhang mit der neuen Haltestelle sind bequeme Fahrgäste, die aktuell vor dem Zug (Richtung Hochschule) “wergverkürzend” das Gleis queren, da der Übergang mit Hilfe der Fußgängerbrücke zu aufwendig ist. Lt. NW-Bahn (m.W. Aufgabe des VRR) sollte hier noch neben dem Gleis ein Zaun gezogen werden, um diese Gefahrenquelle zu beseitigen.

    Meine persönliche Beurteilung:

    – Behindertenparkplätze zur neuen Haltestelle hin verlegen (Aufgabe der Stadt)
    – Zaun hinter dem Gleis am neuen Haltepunkt ziehen (Aufgabe der DB)
    – VRR muss ggf. anschließend (kann er auch jetzt schon, ergibt aber noch keinen Sinn) an die NW-Bahn den Wunsch äußern, dass nur noch an der neuen Haltestelle gestoppt wird. Das wird die NW-Bahn dann auch tun (auch Frage der Übernahme von Verantwortung)

    Stephan wird heute Gespräche mit allen Beteiligten einleiten, um die Problematik aufzulösen.

    Fazit: Es muss mehr miteinander geredet werden.

     
  27. 9. mitleser

    Hallo Zusammen,

    Nr. 7, Niederrheinstier, hat absolut richtig „gemuht“.

    Ja. die Stadt Kleve hat wieder was ganz Tolles geschaffen und dafür 2,4 Millionen Euro verbraten. Nun, betrachten wir uns das Schmuckstück in Bezug auf die Bahn doch mal genau.

    Wer aufpasst, sieht, dass das neue Dach am BAHNsteig das kürzeste von allen anderen BUSsteigdächern ist. Ist nach Klever Machart doch logisch, oder? Besonders logisch, weil die Züge ja in der Regel ein Mehrfaches an Fahrzeuglänge gegenüber einem Bus aufweisen – darum MUSS doch das Bahndach kürzer sein! So wird z.B. die körperliche Ertüchtigung bei starkem Regen gefördert. Da beim Zughalt ja nur 1 – 2 Zugtüren im Bereich des Daches auskommmen, müssen alle Reisenden aus den übrigen Zugtüren eben sprinten, um ins Trockene zu gelangen. Nun, bei Wind und Starkregen peitscht einem dieser sofort beim Verlassen des Zuges ins Gesicht. Ist das tolle neue Dach dann erreicht, erweist sich dieses als wenig nützlich und man wird, mangels Seitenschutz, trotzdem noch nass und steht im zugig kalten Wind.

    An heissen Sommertagen werden Seitenwind und Regen durch fehlenden Schatten ersetzt. Auch hier sicherlich ausschliesslich aus Gründen der Gesundheitsföderung – Sauna für alle, oder so.

    Wie lächerlich rückständig ist da doch das Jahrzehnte alte, optisch, historisch und denkmaltechnisch perfekt zum Bahnhofsgebäude passende Holzdach konzeptioniert. Wie blöd müssen unsere Vorfahren gewesen sein, indem sie ein Dach bauten, wo die Reisenden auf etlichen Zugmetern windgeschützt und im Trockenen ein und Aussteigen konnten. Ein/Aussteigen im TROCKENEN, wie blöd und uncool ist das denn? Und an heissen Sommertagen erst, man stelle sich vor: ein Bahnsteig im kühlen Schatten! Wie blöd, wie alt, wie unmodern!
    Und dunkel war es da eigentlich auch nicht – unsere Vorfahren hatten doch schon eine Beleuchtung installiert.

    Ja, das alte Ding muss weg! Sofort! Koste es, was es wolle. 250 TDE, 350 TDE, Egal – Hauptsache weg! Sanieren? Geht gar nicht! Lieber Millionen in seelen- und nutzlose Konstruktionen versenken.

    Ach ja, die Nähe zu den Busanschlüssen. Dies kann ja nur die (wenigen) Buslinien betreffen, welche auch am zu kurzen Bahndach halten. 100 m (und die sind es nicht einmal) laufen – igitt, LAUFEN, das geht gar nicht.

    Aber was ist mit den anderen 200, 300 oder mehr Meter vom Bahnsteig entfernen ellenlangen Bussteigen. Sind die etwa nur zur „Zierde“ da. Wie kommen die potentiellen Bahnreisenden nur da hin? Taxi? Seilbahn? oder gar U-Bahn (ach nee, darüber wurde ja in Kleve noch nicht gesprochen – dann schon eher Magnetbahn, Fahrstuhl oder Hyperloop – auf so was fährt man in Kleve ab).

    Kleve ist und bleibt absolut bahnfeindlich. Ich persönlich bin der „Bahn“ dankbar, dass sie bis heute die Haltetafeln (so heissen die „Schilder“) bis nicht versetzt hatten. Und so einen Fall bis in Fernsehen zu spielen ist absolut lächerlich. Da wäre ein Bericht über die Umstände des seinerzeitigen „Nacht- und Nebel“-Abrisses der Rampenbrücke und der darunter liegenden Bahngleise viel interessanter…

    Gruss Mitleser

     
  28. 8. B.R.

    Tagsüber ist doch der Bahnhof wieder geöffnet, mit dem niag Büro, und dem Büro der Deutschen Bahn. Der Zug steht doch dann zumindestens nicht verkehrt vor dem Bahnhof.

     
  29. 7. Niederrheinstier

    Mmuuuhh, also ich warte lieber wind- und horizontalregengeschützt am „alten“ Bahnhof (der aber gerade neu angestrichen wird), mmuuuhhh!

    Das eigentliche Problem ist aber, dass (noch) nicht genug Leute mit dem Niers-Express oder mit dem Rad und dem Niers-Express fahren, mmuuuuhhh. Würden mehr Leute fahren, würde der Niers-Express immer aus drei Triebwagen bestehen, mmuuuh. Dann würde ein Triebwagen stets vor dem windigen, neuen Bahnsteig und zwei Triebwagen vor dem langen, alten Dach stehen, mmuuuhhh. Also: Den neuen Mobilitätsfonds, der zu 50% aus den Strafzahlungen der Abgasbetrüger finanziert werden soll, zur Finanzierung eines kostenloser ÖPNV-Tickets für alle verwenden, den Bahnanschluss nach Nijmegen wieder herstellen und ein (S)Tier- und Kuhabteil in jedem Niers-Express zur Pflicht machen, mmuuuuhh! Dann fahren stets genug für drei (oder mehr) Triebwagen und jeder kann da einsteigen, wo er möchte, mmuuuuh! Bleibt nur noch das Problem für den barrierefreien Zugang der Leute, die mit dem Auto zum Niers-Express fahren und auf dem großen Park & RIDE-Parkplatz gegenüber parken, mmuuuhh, …

     
  30. 6. Die Macht der Gewohnheit

    Es soll ja ungefähr 30 Tage dauern, bis Menschen sich an etwas Neues gewöhnen. Also gebt mir noch ein bisschen Zeit.

     
  31. 5. Husky

    Kurzzüge halten vorne, jedenfalls die mit denen ich letztens gefahren bin. Bei den Langen geht das ja kaum

     
  32. 4. B.R.

    @rd)
    Naechste Prüfung:
    Mit Bahn und Rollstuhlfahrer von Kleve nach Weeze fahren.
    Am high tech Bahnhof Weeze/Flughafen Niederrhein auf Glas 2 aussteigen, und versuchen nach Gleis 1 zu wechseln.

    An der Unterführung kommt dann ein Schild extra für Rollstuhlfahrer, da kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus.

     
  33. 3. rd

    @Dagmar Perau Das stimmt. Das meiste sind seelenlose „Haltepunkte“, oder wie das im Bahndeutsch heißt.

     
  34. 2. Dagmar Perau

    Dieses Erlebnis hatte ich gestern Abend um 20:35 Uhr ebenfalls. Der Zug hielt wie gewohnt am Bahnhofsgebäude. Und ich muss zugeben, um diese Zeit dort jetzt auszusteigen wo es schon dunkel ist, wirkte nicht besonders einladend. Doch muss ich auch sagen, dass kein einziger Bahnhof von Duisburg bis Kleve irgendwie einladend aussieht. Da hat man sich auf der Strecke vom Sauerland über Dortmund, Essen bis Duisburg schon weitaus mehr Mühe gegeben.

     
  35. 1. Günter Hoffmann

    Wie hieß er doch noch ,das seltsame CDU Schmuckstück , Bahn Vorstand ,Top Aufsteiger und politische Schande aus dem Kreis Kleve ? “Bei der Bahn hätte er sich neu gefunden”. ( Spiegel vom 15.02 17.) Das sieht mann auch an solchen Kleinigkeiten.