Aus der Geschäftswelt: Vielen Dank für die Blumen, und Pupille bald zu

rd | 09. März 2017, 12:43 | 9 Kommentare
Trauerfloristik in eigener Sache: Blumenstiel, Hagsche Straße, schließt

Trauerfloristik in eigener Sache: Blumenstiel, Hagsche Straße, schließt

Da schaut man einmal zwei Wochen nicht hin, und schon erscheint die Klever Geschäftswelt reichlich verändert. Was uns am besten dort beginnen lässt, wo sich nichts verändert hat – im dm-Markt am EOC. Die Drogeriefiliale wurde wochenlang umgebaut, hat nun wieder eröffnet – und Stammkunden suchen verzweifelt nach etwas, das sich geändert hat. Allein, es scheint, die Drogeriekette, die so nett menschelnd daherkommt, hat alles einmal auseinandergenommen und hinterher genauso wieder aufgebaut. + + + Mal sehen, ob Intersport in der Nachbarschaft ähnlich verfährt. Wahrscheinlich aber nicht, denn im Zuge des Umbaus sind die Leuchten der alten Ladenfiliale schon im Internet angeboten worden. + + + Vielen Dank für die Blumen! Doch nicht einmal der Valentinstag konnte den Floristen Blumenstiel in der oberen Hagschen Straße retten. Am 14. März ist Schluss, damit steht eine 50.000-Einwohner-Stadt mal wieder ohne Blumengeschäft in der City da, keine guten Voraussetzungen für spontanromantische Anfälle. + + + Vielleicht setzt der Mann von heute ohnehin nicht mehr so auf Blumen, sondern er bringt seiner Auserwählten besondere Sportwetten mit („Liebling, hier hast du einen Tippzettel mit einem 6:1-Sieg von Barcelona gegen PSG“ – den eine sportverständige Angebetete natürlich sofort in den Müll geworfen hätte), für diese Form der Romantik gibt es jedenfalls eine neue Möglichkeit: In der Kavarinerstraße – dort, wo ehemals die Textilpflege Tip-top beheimatet war, hat der Sportwetten Anbieter Tipico eine Filiale eröffnet. + + + Gerne erinnere ich mich meines alten Jahrgangsstufen Kameraden Ulrich Timmer, der einmal ein ganzes Jahr lang barfuß lief. Das ging ja bekanntlich bereits in der Steinzeit, warum nicht also auch in der Neuzeit? In der neuesten Neuzeit, in der alles bequemer wird, ist das barfuß laufen wieder groß in Mode, in Form von Schuhen, die dem Träger des Gefühl vermitteln, tatsächlich ohne Schuhwerk unterwegs zu sein. Kann man glauben, oder auch nicht, jedenfalls gibt es nun auch dafür in Kleve ein Geschäft, es heißt Leguano und hat gerade an der Großen Straße eröffnet. + + + Abschiednehmen heißt es von einer Institution im Klever Bekleidungshandel: Das Modegeschäft Pupille in der Unterstadt schließt im August, der Inhaber hat das Rentenalter erreicht und fand keinen Nachfolger. Für die gut gelegene Immobilie am Klosterplatz (heißt der so?) wird bereits ein Nachmieter gesucht.

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9 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 9. Jürgen Böll

    Das ehemalige Autohaus Minrath an der Kalkarer Straße soll nach seiner Pleite nun abgerissen werden.

     
  2. 8. jean baptiste

    @7. Joseph Johann

    Ja, das nennt man „Prioritäten“ setzen.
    Wem gehört eigentlich die Bahntrasse ?
    Wäre der Hammer, wenn sich nachher herausstellt, dass der Eigentümer (ein kleiner Abschnitt müsste sogar noch zu Gnadenthal gehören) noch gar nicht gefragt wurde.
    Und wie ist das mit der Sicherheit? Schnellradweg, Draisine, und Fussweg nebeneinander ?

     
  3. 7. Joseph Johann

    Neben der Draisine ist eine Radbahn geplant. Zusätzlich gibt es einen Fußweg. Dann sind Wettbewerbe zwischen Draisine, Radlern und Joggern möglich. Das ist dann „Sport“. Vernachlässigt wird der ehrenamtlich geführte Sportverein Merkur mit seinen vielen Mitgliedern und Sportarten. Toll, was da abläuft. Es bleibt spannend.

     
  4. 6. jean baptiste

    @4. Joseph Johann
    Warum?
    Das kann sehr lustig sein, aber ob die Masse der Leute das jedes Jahr wiederholen will ist noch sehr die Frage.
    Jede Attraktion lebt davon, daß sie sich stets im neuen Gewand präsentiert.
    Das hier ist aber immer das selbe, also hören Sie schon schnell, „sind wir doch schon gewesen“

     
  5. 5. jean baptiste

    2. Joseph Johann

    wieso, Leerstände passen nicht ?
    „Jubliäum“ hin oder her, was hat das mit dem Leerstand von Gewerbeflächen zu machen ?
    Die Stadt ist doch gerade dabei , losgelöst vom Thema Minoritenplatz , sich noch gigantisch zu erweitern,
    ich erinnere nur einmal an Zevens-Gelände , Tjaden- Gelände u.s.w.
    Wenn einmal alles fertig ist werden wir uns noch wundern, wie leer Kleve sein kann.

     
  6. 4. Joseph Johann

    Draisinenfahrten verursachen Verluste, wie berichtet wird. Warum eigentlich? Da wird der Geschäftsführer ausgewechselt und dann soll es besser werden. War der vorherige Geschäftsführer unfähig?

     
  7. 3. ???

    @2. Joseph Johann

    Wirtschaftsförderung und (Stadtmarketing…..) Kleve Tourismus bieten vorrangig mit Fotoeigenwerbung,
    Grenzland-Draisinenfahrten und Stadtführungen, an……..

     
  8. 2. Joseph Johann

    Es wird reichlich über das anstehende Stadtjubilum gesprochen und geschrieben. Da passen die vielen Leerstände nicht. Der Wirtschaftsförderung scheinen die Leerstände keine Massnahmen abzufordern. Was machen die eigentlich ausser Selbstbeweihräucherung?

     
  9. 1. Beobachter

    Traurig aber wahr ist, dass Blumen heute bequem über das Netz bestellt werden oder, wegen der schnellen Mitnahme und kurzen Haltemöglichkeit an der Tanke, beim Discounter oder „beim Inder“ gekauft werden. Die Preise von letzterem sind, nachdem er auch in Hau eingezogen ist, ohnehin arg gestiegen, vor allem in Kellen …