An der Klever Abrisskante

rd | 16. August 2017, 16:12 | 26 Kommentare

Seit heute werden die alten Bensdorp-Gebäude abgerissen

Ein Stück Klever Geschichte verschwindet, seit heute morgen machen Bagger einen Großteil des Bensdorp-Geländes dem Erdboden gleich – nur die denkmalgeschützten Bereiche der ehemaligen Kakaofabrik bleiben stehen, z. B. die Turmgarage. Zum Opfer fällt auch jenes Gebäude, das zuletzt mit in hoher Frequenz wechselnden Betreibern der Absturzgastronomie verpflichtet war, der in Kleve wohlbekannte „Tower-Club“, der auch schon mal als „Rampenbrücke“ firmierte, was zu Wortspielen reizte. Vermutlich Anfang der kommenden Woche reißen die Bagger auch die Diskothek ein. Udo Tjaden, der Besitzer des Geländes, möchte in bester Unterstadtlage neue Gewerbeimmobilien errichten. Nebenan nehmen die Bemühungen von Investor Bernd Zevens, einen neuen Stadtteil zu errichten, auch sichtbare Formen an – das geplante Pflegeheim, das dort errichtet wird, wo früher das Verwaltungsgebäude der Union stand, ist bereits auf sechs Stockwerke in die Höhe geschossen.

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  1. 26. jean baptiste

    @25 ???
    ja, so ist das halt mit der Raffgier , aber irgendwann kann das auch schnell kippen.
    Sobald die Studiengebühr für nicht-EU- Studenten eingeführt wird, werden wohl jede Menge Wohnungen frei werden, die jetzt (Innenstadt , Materborn , Frankenstrasse … ) als Studentenzimmer horrende Beträge einbringen.

     
  2. 25. ???

    @24. Andre Gerritzen

    Die bezahlbare Wohnraumnotsituation in Kleve ist nicht nur für Studenten katastrophal. Hier treffen immer mehr sozial schwache Menschen auf Studenten und Schutzsuchende zusammen.

    Es sollte vermehrt sozialer Wohnungsbau vorangetrieben werden……..was zuerst entsteht, sind wieder Eigentumswohnungen.

     
  3. 24. Andre Gerritzen

    Danke rd
    Jetzt habe ich den Towerclub endlich mal von innen gesehen.

    @11. Markus van Appeldorn
    Da hast du schon recht, überall Seniorenwohnungen & Heime. Woran es in Kleve im Moment wirklich mangelt sind Studentenwohnheime.
    Die über 3500 Studierenden in Kleve müssen ja auch irgendwo wohnen und viele Studenten verlassen die HSRW vor dem 3.Semester, weil die Wohnraumsituation so Katastrophal ist.

    Mit ist von einem Projektentwickler/Architekt mal gesteckt worden, das es in Kleve ca. 350 Plätze in den öffentlichen Wohnheimen gibt und das genau die Zahl ist zu der das Studentenwerk des Landes NRW verpflichtet ist zu stellen.
    Meldung des Studentenwerks an die Stadt: „Sollzahl erreicht. Es müssen nicht mehr gebaut werden“
    Das ist da wohl irgendwie falsch als „in Kleve sind genügend Plätze vorhanden“ verstanden worden und niemand muss mehr bauen.
    Nicht ganz richtig. Private Investoren dürfen ruhig zusätzliche Plätze schaffen, aber da gab es wohl einige Probleme Baugenehmigungen für private Studentenanlagen zu bekommen. Sollzahl ist ja erreicht.

    Inzwischen scheint es jetzt dort angekommen zu sein und der und man darf wieder was für Studenten bauen.

    @16. Jürgen Böll
    Wenn der Eigentümer des Grundstücks auf dem der Nettomarkt aktuell steht, richtig Geld verdienen will sollte er sich freuen das Netto da raus will und ganz schnell das Grundstück verkaufen oder da selber eine Studentenanlage hinsetzen. Auf 8000m² Grundstücksfläche lassen sind eine Menge Studenten in 30m² Einheiten unterbringen.

    @ 20. ???
    Nachdem der Towerclub jetzt Pause machen muss(angeblich geht es Sommer 2018 in einer anderen Lokation weiter) gibt es in Kleve nur noch 2 „Tanzlokale“ für das Publikum unter 30.
    Rhino´s Club im Tönnissen-Center und das Radhaus.
    – Beim Rhino´s ist ja nicht ganz klar wie es weiter geht, da dort für die Rhino´s Burger Bar eine Insolvenz und eine defekte Küche im Raum steht. Parties scheint es aber dort noch zu geben.
    – Das Radhaus wird dieses Jahr 40 Jahre alt und da geht weiter wie gewohnt. Jede Woche mindestens 1 Party, oft sogar 2 und Konzerte und Poetry Slams und …..

    Im Casa (der Rest vom World Center) war jetzt das gesamte letzte Jahr die Disco geschlossen, aber anscheinend hat ein externen Partyveranstalter die Lokation jetzt für sich entdeckt und plant da wohl gelegentlich Events.

    Ansonsten hat hier nichts überlebt, weil die jungen Menschen fast gar nicht mehr feiern gehen und Kleve viel früher verlassen.
    „Früher“ beim G9-Abi waren die meisten Abiturienten 19 Jahre alt und die Jungs blieben wegen Bundeswehr/Zivildienst noch bis mindestens 20 in Kleve.Hatten also Zeit sich an das Klever Nachtleben zu gewöhnen.
    Jetzt verschwinden Sie schon mit 17/18 ins Studium irgendwo in Deutschland und sind weg.
    Dieses Jahr waren bei der Abifete 30 Abiturienten, die noch nicht Volljährig waren und einen Muttizettel brauchten, damit sie bei ihrer eigenen Abifete nicht um Mitternacht nach Hause gehen mussten.

     
  4. 23. Martin Fingerhut

    @ 16. Jürgen Böll :

    Noch am 03. November versprach ( sich ) Herr Rauer im Bau- und PlanungsAusschuß :
    “ Wenn netto dort aufgibt – ich garantiere Ihnen : 3 Monate später ist Penny da ! “

    In der selben Sitzung flutschte ihm noch eine andere Katze aus dem Sack :
    Über das UnionsGelände enthüllte er,
    daß Mom “ schon immer dort EinzelHandel unterbringen “ will !

    Mom’s UnterStadt-Center ante portas !

    Wer sich bis jetzt immer noch gewundert hat,
    warum Mom das riesige Areal so viele Jahre fast komplett brach liegen läßt :
    Er lauert auf die Gelegenheit, dort die nächsten RiesenMärkte anzusiedeln.
    Dazu muß nur das EinzelHandelsKonzept zerschossen werden.
    So voller Fehler, wie es nun mal ist, dürfte es vor Gericht in der Luft zerrissen werden.
    Aber der CDU-grass-grünliche Block samt rötlcher NichtOpposition
    haben sämtliche Fehler absichtlich ignoriert und Ja&Amen gesagt zu dem „Konzept“,
    Tja,Arden – wenn 2 sich streiten, freut sich der 3. – klammHeimlich.

    Und wer bis jetzt immer noch gerätselt hat,
    warum seit einem Dutzend Jahren die ParkPlätze aus der UnterStadt
    – ganz un-heimlich – nach und nach stets in Richtung UnionsGelände verlagert werden, . . .

     
  5. 22. Stefan Schuster

    Vorbei die Zeiten, als auch Blinde am Geruch erkennen konnten, daß sie zuhause sind. Als Gegenpart zu den leckeren Unterstadtgerüchen ist auch der stechende Gestank der Sämischlederwerke verschwunden (Danke!). Eine atemraubende olfaktorische Beleidigung. Puh, das war oft eine Tortur auf dem Radweg zwischen Kleve und Qualburg, da war 200m Luftanhalten nötig.

     
  6. 21. Günter Hoffmann

    18. J.B. Nein.. es ist schon, Markus hat es, für mich, fast prosaisch schön beschrieben, es war überall und es überdeckte die all täglichen Gerüche. Menke mit seinen Pittges die auch bei Zeiten die Unterstadt mit ihren ungefilterten Gerüchen “verwöhnten”. XOX Biskuit ging auch noch und dann ,ekelhaft, die Gerüche der “Butter Fabrik” hatten da weniger Fans. Für “Zugereiste”…das war damals der industrielle Hot Spot der Unterstadt. Solche von Gerüchen geleitenden Erinnerungen ?… irgendwie…schön.

     
  7. 20. ???

    Genau darin liegen die Probleme………die jungen Menschen wandern ab, weil es für sie hier in jeder Beziehung seit vielen Jahren, absolut keine Perspektiven gibt.

     
  8. 19. jean baptiste

    @16. Jürgen Böll
    hab`ich auch gelesen , und sehe ich Post 2. von rd in völlig anderem Licht .

    Jedenfalls gut geplant, die Aktion, so kurz vor der Wahl …. ich weiss nicht wer der Eigentümer ist, aber irgendwie erscheint das ein abgekartetes Spiel.
    Das fällt ihm doch nicht erst jetzt ein.
    Und was sagt „Netto“ dazu? Die Zentrale natürlich …….

     
  9. 18. jean baptiste

    @15. Niederrheinstier
    Du bist aber ein aufmerksamer Leser.
    … Ja, das war auch gleich mein erster Gedanke.
    Aber bis unsereins wirklich dort eingeliefert wird muss man nicht mal mehr piep sagen können .
    Ausserdem ist das Ganze dann sowieso unbezahlbar geworden und sind die einzigen Bewohner Frau Dr. Hendricks, R. Pofalla und M. Palmen, die sich das von ihren üppigen Ruhestandsgehältern leisten können.
    Und Mom Zevens natürlich, aber der ist dann ja kein Bewohner, sondern Hausherr.

    Übrigens, Kakao-Geruch. Der lag einem bei gewissen Wetterlagen ab und zu auch schon mal in der Nase wenn man durch Rindern, Richtung Millingen fuhr, hat Bensdorp in guten Zeiten da ein Aussenlager gehabt ?

    Übrigens, nix Pflegeroboter , sobald die Studiengebühren für nicht-EU- Bürger eingeführt sind haben wir ja genügend Pflegepersonal – von Studenten aus England , über Fernost, bis hin zu …

     
  10. 17. Jürgen Böll

    Wo trifft sich eigentlich jetzt die Klientel aus diesem Disco-Schuppen, denen wurde doch mit der Schließung und dem Abriss die Grundlage nun entzogen.
    Fahren die neuerdings zur „Neuen Liebe“ nach Bocholt

     
  11. 16. Jürgen Böll

    Das geplante Bauvorhaben auf dem Gelände der alten Kakao-Fabrik bedeutet das „Aus“ für den bestehenden Netto-Markt an der Emmericher Straße, dagegen wehrt sich nun dessen Eigentümer.
    Der Eigentümer des bestehenden Netto-Marktes an der Emmericher Straße widerspricht den Plänen für die Bensdorpbebauung.
    Er habe sich über seinen Rechtsanwalt an die Stadt Kleve gewandt und dargelegt, dass die geplante Neuansiedlung des Netto-Marktes auf dem Bensdorp-Gelände planungsrechtlich nicht zulässig ist, sagt er in der Presse.
    Denn laut eionem vorhandenen Einzelhandels- und Zentrengutachten bedeutet dieser Neubau das „Aus“ für den alten Netto-Markt an der Emmericher Straße. Die Wettbewerbssituation ließe in Kellen keinen zusätzlichen Lebensmittelmarkt erwarten“, heißt es in dem Gutachten.
    Sollte der Markt trotzdem auf dem Bensdorpgelände entstehen, droht neben dem alten Herbrandgebäiude, dass seit Jahren ungenutzt leer steht, dann ein weiterer Leerstand.

    Weitere Informationen zu dem Thema auch zu finden unter:
    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/leerstand-wegen-bensdorp-planung-aid-1.7024258

     
  12. 15. Niederrheinstier

    Mmuuuuh, an die Kleveblogger, die sich noch an den Bensdorp-Kakao-Geruch oder – wie neulich JB – an Lehrer wie Klimke und Michels Levi erinnern können (also an fast alle Kleveblogger):
    Ich mußte schon Opa Niederrheinstier ausquetschen und selbst der kannte den Bensdorp-Kakao-Geruch und die steinharten Pauker vom Bein, nein die beinharten Pauker vom Stein, ach was, die zum staatlichen Gymnasium gehörenden Pauker, denen manchmal Stierattitüden nachgesagt wurden, nur noch vom Hörensagen, mmuuuhhhh! Ihr seid doch alle schon Mitte fünfzig oder älter, mmmuuuhhhuuu? So wie der Oberblogger RD, mmuuuuhhh. Und dann lästert Ihr über den Bau von Pflegeheimen, bbuuuhhh? Wisst Ihr denn nicht, dass Ihr (hoffentlich noch) zu den 2030 oder 2040 in Kleve 60 bis 80% mehr als heute lebenden über Achtzigjährigen gehören werdet – die Konsequenz der sogenannten Babyboomer, mmuuuhhh? Und sind dann noch alle Eure (zahlreichen?) Kinder hier, die Euch dann pflegen werden wollen, mmuuuhh? Nein? Dann seid froh, dass so viele Pflegeheime gebaut werden, so dass ein bisschen Wettberwerb bestehen bleibt und die Preise nicht durch die Decke der Pflegeheime gehen, mmuuuuuhhh! Denn damit, dass Ihr so gut wie heute noch Opa Niederrehinstier von seinem Bauern und dessen vielen Kühen gehegt und gepflegt werdet, könnt Ihr nicht rechnen, mmuuuhhhh!
    PS:
    Pflegeroboter, hütet Euch vor dieser – eigenzensiert – Spezies, mmuuuuhhh!

     
  13. 14. ???

    @13. MvA

    Kleve ist schon lange selber ein Pflegefall………wäre die HSRW nicht, wäre Kleve tot.

    Das allgemeine Sortiment des hiesigen Einzelhandels, ist……. na ja…….. manchmal könnte man denken, dass Kleve Stadtmitte aus Saturn, H&M und Kaufhof besteht……..

     
  14. 13. Markus van Appeldorn

    Günter, wenn man sich an einem heißen Sommertag der Rampenbrücke näherte, roch das noch etliche Jahre nach Schließung des Werks nach Kakao. Die Gebäude haben das einfach ausgeatmet.

     
  15. 12. Günter Hoffmann

    Also..Bensdorp ?? Einmal in der Woche wurde damals der Kakao so verarbeitet, das die ganze Unterstadt nach Kakao roch und es ist für die für die Kinder aus diesem Dunstkreis wohl unvergessen.

     
  16. 11. Markus van Appeldorn

    Dieser Pflegeheim-Wahn in Kleve ist so schrecklich. Überall nur Pflegeheime, Pflegeheime, Pflegeheime. Billig hingeknallt und die schnelle und üppige Rendite aus vollen Kassen schöpfen. Kleve braucht aber das blühende Leben und nicht den nahenden Tod. Der spült auch nur Geld in die Kassen der Betreiber und nicht in die des Handels. So macht sich Kleve mittelfristige selbst zum Pflegefall.

     
  17. 10. otto

    @9 Klaus,

    die öffentlichen Verlautbarungen waren vor Jahren, als die Nutzungsänderung des Hotels vorgestellt wurde, keinesfalls
    positiv. Auf diese damaligen, ablehnenden Verlautbarungen bezieht sich meine Kritik.

     
  18. 9. Klaus

    @5. Otto

    Ein Blick auf die Seite von Clivia macht schlauer:

    http://www.clivia-gruppe.de/index.php

    Der “Wohnpark Union” ist hier bereits angekündigt.
    Seniorenresidenz “Op de boter” hätte ich zwar schöner gefunden, aber letztendlich zählt der Inhalt und nicht der Name.

    Ihre Kritik an den Überlegungen bzgl. der Nutzungsänderung am alten Hotel Cleve kann ich nicht teilen. Eine ursprünglich amgedachte vollstationäre Pflege an dem Standort Tichelstraße ist weiterhin nicht zulässig und das ist auch gut so. Vollstationäre Pflegeheime, in denen unsere Senioren dauerhaft 7/24 leben, haben aus meiner Sicht an hochfrequentierten Straßen und dazu noch in Gewerbegebieten nichts zu suchen.

    Die jetzige Nutzung für Verwaltung, ambulante und Kurzzeit-Dienste, ist ein guter Kompromiss. Da haben der Rat und seine “elitären Freunde”, wer auch immer das sein soll, eine gute Lösung gefunden.

     
  19. 8. Husky

    @1 der bremer towerclub war eh immer besser als diese …. ähh ResteRampe

     
  20. 7. rd

    @Stier Es sind wohl vier.

     
  21. 6. Niederrheinstier

    @rd
    Mmuuuuhhhh, hallo rd, wie haben Sie die Zahl sechs für die Zahl der Stockwerke in die Höhe ermittelt? Drei auf der einen Seite und noch einmal drei auf der anderen Seite des Gebäudes? Ich komme da nicht ganz mit, mmuuuuhh.

     
  22. 5. otto

    Wird das Pflegeheim in Kooperation mit dem Clivia-Pflegeheim stehen? Das Clivia-Pflegeheim heute betrachtet, zeigt uns, wie
    sinnvoll und notwendig diese Einrichtung war und ist.

    Gut, dass heimlich, still und leise diese Nutzungsänderung des früheren Hotels durchgeführt werden konnte, obwohl Rat(los) und
    weitere Freunde dieser elitären Truppe mit fadenscheinigen Argumenten, die an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten waren,
    diese Einrichtung dort verhindern wollten.

     
  23. 4. HP.Lecker

    Goldgräberstimmung?

     
  24. 3. laloba

    Fieses Stadium

     
  25. 2. rd

    @jb Da wäre ich mir nicht so sicher.

     
  26. 1. jean baptiste

    na, da wird aber heute abend in Bremen bestimmt eine Flasche Schampus dran glauben müssen.