Achtung! Dieses Bild enthält 4 mg Nitrat

rd | 19. Januar 2017, 12:34 | 28 Kommentare
…, unterstellt den Fall, dass ein Zehntelliter Wasser zu sehen ist

…, unterstellt den Fall, dass ein Zehntelliter Wasser zu sehen ist

Das Weltklima retten, Atommüll für alle Ewigkeit sicher lagern, in den Großstädten bezahlbaren Wohnraum schaffen – irgendwie gewinnt man den Eindruck, im Bundeskabinett ist es allein Barbara Hendricks, die Ministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, die sich mit allen harten Nüssen beschäftigen muss. Zur Jahreswende ist die nächste Baustelle eröffnet worden: Ein Bericht der Bundesregierung beschäftigt sich mit dem Nitratgehalt im Trinkwasser.

In dem Bericht, der alle vier Jahre der EU-Kommission vorgelegt werden muss, heißt es, dass fast ein Drittel der Messstellen für die Grundwasserqualität zwischen 2012 bis 2014 zu hohe Nitratwerte aufwiesen. Hendricks: „Die intensivierte Landwirtschaft kommt uns immer wieder teuer zu stehen. Das zeigt sich gerade beim Grundwasser. Wenn es zu stark mit Nitrat belastetet ist, muss es für unsere Trinkwasserversorgung verdünnt oder das Nitrat muss technisch beseitigt werden. Das treibt die Wasserkosten für alle in die Höhe. Im Sinne des Gemeinwohls müssen wir hier stärker als bisher gegensteuern. Dafür brauchen wir jetzt verschärfte Düngeregeln. Diese haben wir 2016 auf den Weg gebracht, jetzt müssen sie zügig in Kraft treten.“

Da liegt die Frage nahe, wie es in der Heimat der Ministerin, in Kleve, mit dem Nitrat im Trinkwasser aussieht.

Die Antwort: Der Grenzwert für Nitrat liegt bei fünfzig Milligramm pro Liter Trinkwasser – und der wird auch in Kleve an einigen Trinkwasserbrunnen überschritten! Allerdings enthält das Wasser, das in Kleve aus den Wasserhähnen fließt, im Höchstfall vierzig Milligramm Nitrat pro Liter, bleibt also 20 Prozent unter dem Grenzwert. „Wir mischen das Wasser so, dass vierzig Milligramm dabei herauskommen“, so Rolf Hoffmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Kleve im Gespräch mit kleveblog.

Rund 200.000 Euro geben die Stadtwerke jährlich für Maßnahmen zur Verbesserung der Trinkwasser-Qualität aus. Das heißt konkret beispielsweise, dass Landwirte Geld dafür erhalten, ihre Gülle anderswo auf die Felder auszubringen. Es soll nur soviel Stickstoff auf die Felder gelangen, wie auch direkt von den Pflanzen wieder aufgenommen werden kann. Deshalb werden im Raum Kleve 5000 Tonnen Gülle pro Jahr „exportiert“ und fernab von Trinkwasserbrunnen verklappt.

Das Problem: Wenn die Maßnahmen, die heute ergriffen werden, Wirkung zeigen, werden zwei oder drei Jahrzehnte ins Land gestrichen sein. „Die Nitratbelastungen, mit denen wir heute zu kämpfen haben, stammen aus den achtziger und neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts“, berichtet Hoffmann. Solange dauere es, bis die gefährliche Stickstoff-Verbindung bis ins Grundwasser durchgesickert sei.

Hoffmann ist dennoch von der Qualität des Klever Trinkwassers „absolut überzeugt“. Der Nitratgehalt sei nur ein Wert von vielen, die überprüft werden – und der einzige überhaupt, der in Kleve gemessen werde. Alles andere, was sonst noch im Trinkwasser sein könne, bleibe unter der Nachweisgrenze.

In deutlich höheren Mengen als im Trinkwasser findet sich Nitrat übrigens in Blattsalaten (zum Beispiel Rucola), Spinat, Kohlrabi und roter Bete. Warum Nitrat als gefährlich gilt – siehe hier: Fragen und Antworten zu Nitrat und Nitrit in Lebensmitteln

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28 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 28. jean baptiste

    @27. Fischfreund
    ach was Anzeige und unnötige Kriminalisierung des Kunden.
    Sowas löst man als Stadtwerke ganz unter Gentlemen mit Prozeduren aus dem Zivilrecht.
    Stadtwerke erstellen eine Rechnung über 100 qm Wasserentnahme, dazu Gebühr für nichtvertragliche Nutzung des Rohrnetzes der Wasserleitung und berechnen den Besuch des Mitarbeiters, der nur noch die Wasserreste am Ort des Geschehens feststellen konnte.
    Kommunalverband berechnet dann noch mal Abwassergebühren für die gleiche Menge.
    Fertig ist.
    Sollte der Kunde die Mengen in der Rechnung anzweifeln, kann er ja einen öffentlich vereidigten Sachverständigen beauftragen, der die in Frage gestellten Mengen Abwasser und Wasserentnahme gutachterlich feststellt.
    Da braucht es keine Polizei, keinen StA und kein Gericht , nicht mal Vorstrafen.

     
  2. 27. Fischfreund

    Thema „Trinkwasser“ heute im Lokalkompas:
    Besser hier „nicht“ gucken, so geht es natürlich nicht mit dem guten Trinkwasser:
    http://www.lokalkompass.de/bedburg-hau/leute/wasser-klau-in-bedburg-hau-wer-macht-denn-so-etwas-d760082.html
    Nitrat hin oder her, hier meine Frage an die „Fachleute“: Ist jetzt das Stadtwasser „gut“ für die Fische oder sollte ein Gartenteich besser mit mit Regenwasser befüllt werden? Wenn jetzt eine Stunde Wasser durch den Feuerwehrschlauch läuft wieviel Trinkwasser ist das dann? Wenn´s gut läuft, läufts in den Gartenteich?
    Frage an: 9. Ge.Org : Sie sind doch Fachmann! Können Sie hier bei meinen Fragen helfen?
    Vielen DANK!

     
  3. 26. Dietmar Shields

    Defakto ist es doch in Wahrheit so, dass sich die Klever Politik und die umliegende Landwirtschaft sich in den letzten 25 Jahren sagen wir mal einen Deut um das Grundwasser unter ihren Feldern und Wäldern geschert haben.
    Für die Landwirte war es, ersten günstiger die Hinterlassenschaften ihrer Viehbestände kostengünstig so zu entsorgen und zweitens gegen Entlohnung noch zusätzlich die Gülle aus den Niederlanden dann noch anzunehmen und hier auszubringen.
    Erst als der Druck durch besorgte Bürger, auch auf die Politik, größer wurde fand hier ein langsames Umdenken statt.
    Schade nur das wir und unsere Kinder mit dem heutigen Statusquo noch die nächsten 20-25 Jahre in unsrem Trinkwasser leben müssen, bis die Belastung dann abgebaut ist.

    Nicht die Bürger haben die Grundwässer mit Gülle (Nitrat) bei uns in der Region belastet, sondern die Vieh- und Landwirtschaft am Niederrhein und wir dürfen es dann täglich schlucken, nette Vorstellung.
    Allerdings trägt hier der Bürger, der Konsument ebenfalls eine gewisse Mitschuld durch sein Kaufverhalten, denn ein Kilo Fleisch muss ja billig beim Diskounter jederzeit zu kaufen sein.

     
  4. 25. Peter Wanders

    Das Ansprechen von Verantwortlichkeiten im Hochwasserschutz hat wenig mit Angst zu tun.
    Es ist eine der Hauptaufgaben der Ministerin, für die sie Milliarden ausgibt.

     
  5. 24. rd

    @Peter Wanders Das Leben besteht aus mehr als Angst vor dem Hochwasser.

     
  6. 23. Peter Wanders

    ??? mundtot ist das falsche Wort.
    Ralf, an anderer Stelle im Blog schilderst du, dass Beiträge aus juristischen – oder Gründen des Anstandes nicht veröffentlicht werden konnten.
    Erkläre bitte, in welcher Form eines dieser Ausschlusskriterien in meiner Kritik an Dr. Barbara Hendricks gesteckt hat.
    Hier wird m.E. u.a. die heilige Barbara gepflegt.

     
  7. 22. rd

    ??? Ein sehr wertvoller Kommentar! Und kleveblog trägt seit zehn Jahren dazu bei, die Menschen systematisch mundtot zu machen.

     
  8. 21. ???

    @20. Peter Wanders

    Die Menschen in Kleve sollen (systematisch) mundtot gemacht werden………..wir sollen einfach in jeder Hinsicht
    „schlucken, was uns vorgesetzt wird“……..

     
  9. 20. Peter Wanders

    Nach RD’s obiger Lobhudelei über unsere Klever Superminsterin fiel meine Kritk an ihrem Nichthandeln in anderen Teilen ihres Verantwortungsbereich wieder mal der Zensur zum Opfer.
    Lieber Olaf, sollte du dies lesen. Dies macht den Unterschied zwischen deinem und diesem Blog aus.
    Kritik an von RD verehrten Personen wird hier nicht toleriert.
    Schön ist das heutige Loblied im Spiegel über die literarische Größe der Retterin der Welt aus Kleve.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/agrar-lobby-wirft-umweltministerin-barbara-hendricks-bauern-mobbing-vor-a-1133111.html

     
  10. 19. jean baptiste

    @ 13. Jürgen Böll
    „Das Chlor im Trinkwasser % anteilmäßig vorhanden ist, ist nicht ungewöhnlich und tritt sehr häufig als Abfallprodukt chemischer Prozesse bei der Trinkwassergewinnung auf. “

    Nein! Chlor ist ein chemisches Element (Cl ,Ordnungszahl 17) , das kann nicht als Abfallprodukt, von welchem Prozess auch immer, auftreten.

    Wenn das so wäre gehe ich auf der Suche nach dem Prozess, bei dem Au , Ordnungszahl 79, entsteht.

     
  11. 18. jean baptiste

    @ 17. Gerrit Kubassa

    zu „holt uns ein:“
    nicht nur heute die Vergangenheit , sondern in der Zukunft auch die Gegenwart . Und keiner der es stoppt.

    Unsere Nachbarn haben einen Pegel von, wie sie selbst angeben „nicht mehr als 25mg Nitrat“ im Trinkwasser.
    Dort gibt es aber auch die verpflichtete „Mestboekhouding“ mit der der Bauer den Verbleib von Mist und Gülle nachweisen muss.
    Hier holen wir uns Champost und andere Düngestoffe zusätzlich aus NL auf den Acker und lassen uns für diese Entsorgung noch bezahlen.

    Am Sonntag habe ich auf den Rheinwiesen relativ frisch ausgebrachte Gülle entdeckt.
    Bei diesem Wetter, wo das Pflanzenwachstum null ist, ein klarer Fall von Entsorgung und Eintrag ins Grundwasser.

     
  12. 17. Gerrit Kubassa

    Die Vergangenheit holt uns überall ein 🙂

     
  13. 16. Niederrheinstier

    Muuuhhuu! Vielleicht hilft hier auch einmal ein kurzer Blick in die Broschüre „Gut informiert“ der Stadtwerke Kleve. Da steht (wie schon einmal früher wiedergegeben) : „Zur Anhebung des pH-Wertes wird Calciumhydroxid (Kalkwasser) sowie in Spitzenlasetn Natriumhydroxid (Natronlauge) zugesetzt.“ Wer das liest, denkt sicher, das Trinkwasser ist ob seines hohen Nitratgehalts oder ob des sauren Regens ziemlich sauer geworden – nicht etwa die Bürger als quasi Zwangstrinker. Weiter gibt es in dieser Broschüre Waserpreise für Kleve, Bedburg-Hau, Kranenburg, Uedem, Nierswalde und Pfalzdorf sowie höhere Preise für Weeze und Goch-Hülm. Wenn ich mich richtig entsinne, war das so: Weil die Wasserqualität in den genannten Orten in größerer Reichswaldentfernung noch erschütternder war als in Kleve, wurde das erschütternderende Wasser dem erschütternden Wasser zugemischt, um den Nitartwert unter 50 µg/l zu drücken. Und weil auch das nicht mehr reicht, ist vor ein paar Jahren noch der gelöschte Kalk hinzugekommen … Oder ich habe das irgendwie nicht ganz richtig auf der Kette, weil ich wegen der großen Mengen, die ich von dem mit Calciumhydroxid versetzten Wasser getrunken habe, schon völlig verkalkt bin. Muuuuuhhhh, ich glaube, ich lasse besser mal ein paar Fladen via Altrhein und Rhein nach Holland treiben, weil die dann hier nicht belasten. Muuuuuh!

     
  14. 15. Jürgen Böll

    Nitrat: Belastung von Hausbrunnen in NRW

    Nitrat im Grundwasser ist ein Sorgenfaktor in ganz Deutschland. Die Werte von Nitrat im Grundwasser steigen ständig. Die Folgen spüren insbesondere die Betreiber von Hausbrunnen.
    In Nordrhein-Westfahlen sind zu hohe Nitratwerte bereits an der Tagesordnung, der WDR hatte 2015 eine Studie in Auftrag gegeben, die Ergebnisse stehen unten in der Auflistung.

    Auflistung Trinkwasserbrunnen:
    „Ortsname“ „Zahl gemeldeter Trinkwasserbrunnen“ „Brunnen mit zu hohem Nitratwert“
    Bielefeld 1900 25
    Bochum 8 0
    Bonn 9 0
    Bottrop 623 15
    Dortmund 46 0
    Duisburg 133 10
    Düsseldorf 56 1
    Ennepe-Ruhr-Kreis 522 2
    Essen 20 0
    Gelsenkirchen 104 1
    Hagen 214 keine Angabe
    Hamm keine Angabe keine Angabe
    Herne 6 0
    Hochsauerlandkreis 173 5
    Köln 45 0
    Krefeld 334 37
    Kreis Borken 7126 1181
    Kreis Coesfeld keine Angabe keine Angabe
    Kreis Düren 70 2
    Kreis Euskirchen keine Angabe keine Angabe
    Kreis Gütersloh 15000 825
    Kreis Heinsberg 2 0
    Kreis Herford 800 40
    Kreis Höxter 730 36
    Kreis Kleve 1351 135
    Kreis Lippe 850 25
    Kreis Mettmann 544 7
    Kreis Minden-Lübbecke 450 30
    Kreis Olpe keine Angabe keine Angabe
    Kreis Paderborn keine Angabe keine Angabe
    Kreis Recklinghausen 2583 31
    Kreis Siegen-Wittgenstein 322 0
    Kreis Soest 960 96
    Kreis Steinfurt 4613 766 1
    Kreis Unna 510 5
    Kreis Viersen 319 0
    Kreis Warendorf 6413 423
    Kreis Wesel 2549 525
    Leverkusen 11 0
    Märkischer Kreis 993 3
    Mönchengladbach 80 10
    Mülheim an der Ruhr keine Angabe keine Angabe
    Münster 1800 20
    Oberbergischer Kreis 672 3
    Oberhausen 4 0
    Remscheid 27 1
    Rhein-Erft-Kreis keine Angabe keine Angabe
    Rheinisch-Bergischer Kreis 80 4
    Rhein-Kreis Neuss 144 32
    Rhein-Sieg-Kreis 113 7
    Solingen 64 1
    Städteregion Aachen 2 0
    Wuppertal keine Angabe keine Angabe

    Quelle: WDR-Recherche
    Stand: 16.11.2015

    Wer ich mit dem Thema Nitrat im Grundwasser ausgiebiger beschaftigen möchte, finden man im IVARIO-Trinkwasser-Magazin mehr Infos:
    https://www.wassertest-online.de/blog/page/1/?s=nitrat

     
  15. 14. ???

    @13. Jürgen Böll

    Vielen Dank!

    Ich selber weiß schon lange, dass Chlor im Trinkwasser oder Schwimmwasser, für den menschlichen Körper Allergien auslösen kann, bis hin gefährlich werden kann…………aus Erfahrungswerten trinke ich auch möglichst kein hiesiges Leitungswasser……….auch wenn es immer „schön“ geredet wird…..

     
  16. 13. Jürgen Böll

    @???
    Das Chlor im Trinkwasser % anteilmäßig vorhanden ist, ist nicht ungewöhnlich und tritt sehr häufig als Abfallprodukt chemischer Prozesse bei der Trinkwassergewinnung auf.
    In Regionen, in denen das Trinkwasser einer hohen Belastung an Keimen ausgesetzt ist, wird Chlor seit einigen Jahren allerdings auch systematisch dem Gewinnungsprozeß von saubern Trinkwasser zugefügt.
    Chlor im Trinkwasser wird dann ebenfalls genutzt, um temporär die natürliche Filterfunktion des Bodens zu unterstützen, beispielsweise bei belasteten regionalen Böden/Grundwasser oder nach starken Regenfällen.
    Die gesundheitlichen Risiken die von Chlor im Trinkwasser ausgehen sind in der Wissenschaft weiterhin umstritten.
    Wer allerdings in dieser Hinsicht auf Nummer sicher gehen möchte, ist gut beraten, das Leitungswasser vor dem Verzehr dann dahingehend dann selber zu filtern.
    Aber was ist eigentlich Chlor und was bewirkt Chlor in unserem frischen Lebensmittel „Trinkwasser“, wenn denn doch vorhanden?
    Im Trinkwasser, im Schwimmbecken und als Abfallprodukt usw. ist Chlor im warsten Sinne des Wortes in aller Bürger Munde 😉
    Da der Bürger immer kritischer mit seinem Wasser dem Lebensgrundstein des Menschen inzwischen umgeht und die Quellen des Wassers nun auch hinterfragt, gewinnt das Thema Clor in Trinkwasser für immer mehr Menschen an Bedeutung.
    Das chemische Element Chlor ist in reinem Vorkommen ein grüngelbes Gas, das an seinem stechenden Geruch erkannt werden kann. Es gehört zur Gruppe der Halogene und zählt zu den 20 am häufigsten vorkommenden Elementen auf der oberen Erdkruste. Im Vergleich aller Elemente kommt es fast so häufig vor wie Kohlenstoff auf der Erde vor.
    Gleichzeitig handelt es sich bei Chlor um den reaktionsfähigsten Stoff unter den Nichtmetallen, der entsprechend seiner ausgeprägten Reaktionsfähigkeit auch mit tierischem und pflanzlichem Gewebe reagiert. Sicherlich ein wichtiger Aspekt, warum Chlor im Trinkwasser und seine Auswirkungen auf den menschlichen Körper inzwischen verstärkt in der Bevölkerung diskutiert wird.
    Chlor im Trinkwasser dient eigentlich als reines Desinfektionsmittel und wirkt ganz besonders gegen Fäkalkeime wie etwa den E-Coli Keim bzw. den gefährlichen Ehec-Erreger!
    Diese Erreger können auch bei überdüngten landwirtschaftlichen Flächen und bewirtschaften Flächen dann zum Beispiel auch durch Gülleausbringung dann im Grundwasser, dem Quell häufiger beundesweiter Trinkwassergewinnung, dann auftreten.
    Dennoch bleibt die Frage offen, ob ein Desinfektionsmittel im Trinkwasser tatsächlich, wie meistens behauptet, für den menschlichen Körper ungefährlich sein kann und dort überhaupt etwas nach der Lebensmittelverordnung (Trinkwasser ist ein Lebensmittel) dort dann etwas zu suchen hat.

    Wünsche gut Schluck 😉

     
  17. 12. ???

    Der feine, gewesene „Chlorgeruch“ wurde mir von anderen Menschen bestätigt! Noch ohne Arzt………. 😉

     
  18. 11. Jürgen Böll

    Die Informationen stammen von aus verschiedenen Quellen zusammengetragen.
    Des WDR, des NRW Umweltministerium, der Seite Nitrat.de ectr und sind frei als Quelle verfügbar.

    MfG

     
  19. 10. rd

    @Jürgen Böll Der andere Kommentar scheint mir ein längeres Zitat/sein komplett übernommener Artikel zu sein. Urheberrechtlich geklärt?

     
  20. 9. Ge.Org

    @Udo, Jürgen Böll hat das perfekt beschrieben. Geh mal in den Hagebaumarkt in die Aquaristikabteilung. Mit etwas Glück erwischt Du dort genau den Mann oder dessen Sohn, von dem Jürgen Böll vermutlich berichtet, Herrn Stephan Collisi. Der ist sensationell! In Sachen Aquaristik, Fische und vor allem Wasserchemie gibt es im Fachhandel den ich kenne (Umkreis von ca. 120km) keinen, der ihm auch nur ansatzweise „das Wasser reichen kann“.

    Wir verwenden u.a. diesen Testkoffer + diverse digitale Messgeräte für den Leitwert usw.

    https://www.jbl.de/?lang=de&mod=products&func=detail&id=2446

    Wir arbeiten mit vielen schnell wachsenden Pflanzen, um den Nitratgehalt nach einem Wechsel umgehend zu reduzieren. Selbst in einem kleinen nicht sonderlich stark besetzen Becken (der Eintrag von Nitrat geschieht selbstverständlich auch durch die Bewohner) von 110 Litern kannst du fast alle zwei Tage Wasserlinsen und andere Pflanzenmasse handvoll „abernten“. Nach ca. 1 Woche sind dann 30-50% des Nitratgehalts von den Pflanzen abgebaut. Das funktioniert aber wie gesagt nur, wenn man extrem schnell wachsende Pflanzen verwendet. Und dann kommt das Problem, du musst einen Wasserwechsel machen und kippst praktisch mit dem frischen, keimfreien Wasser wieder überdimensionierte Mengen „Gülle“ in das Becken und das Problem beginnt von vorne.

    Man nimmt also etwas Osmose-Wasser, elektrischer Leitwert ca. 8 mS/cm (Kleve ca. 340 mS/cm, wegen des Nitrats!) und vermischt es mit dem Leitungswasser, was aber zur Folge hat, dass andere Inhaltsstoffe „aufgedüngt“ werden müssen… ein Thema für sich.

    Das in der „Zentrale“ feil gebotene Bier können wir mal messen 😉

     
  21. 8. Jürgen Böll

    „Die Belastungen des Grundwassers mit Nitrat ist seit über 20 Jahren nicht mehr gesunken, auch im Kreis Kleve nicht.“

    Das Grundwasser in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens hat sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert.
    Ein Bericht Thema „Nitrat im Grundwasser“ zeigte 2014 auf, dass in den landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten im Norden und Westen von NRW die Nitratkonzentrationen seit über 20 Jahren gleichbleibend hoch oder noch ansteigend sind. Davon betroffen sind rund 40 Prozent der Grundwasserkörper in NRW, aus denen ohne entsprechende Aufbereitung keine Gewinnung von Trinkwasser mehr möglich ist.
    „Nordrhein-Westfalen ist ein wasserreiches Land mit vielen Bächen, Flüssen, Seen und großen Grundwasservorkommen“, sagte Umweltminister Johannes Remmel im November 2014 in Düsseldorf bei der Vorstellung der Ergebnisse des NRW-Nitratberichtes in Verbindung mit dem erstmals erstellten NRW-Nährstoffbericht.

    So sagte Minister Remmel damals, dass eine Trinkwassergewinnung in NRW teilweise nur mit Aufbereitung denn möglich wäre.

    Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt in seiner Veröffentlichung im Jahr 2014 mit:
    Das dass Grundwasser in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert hat. Der Bericht „Nitrat im Grundwasser“ zeigt auf, dass in den landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten im Norden und Westen von NRW die Nitratkonzentrationen seit über 20 Jahren gleichbleibend hoch oder ansteigend ist. Davon betroffen sind rund 40 Prozent der verwendeten Grundwasserkörper, aus denen ohne entsprechende Aufbereitung keine Gewinnung von Trinkwasser mehr möglich ist.
    „Nordrhein-Westfalen ist ein wasserreiches Land mit vielen Bächen, Flüssen, Seen und großen Grundwasservorkommen“, sagte Umweltminister Johannes Remmel damals in Düsseldorf bei der Vorstellung der Ergebnisse des NRW-Nitratberichtes in Verbindung mit dem erstmals erstellten NRW-Nährstoffbericht.
    „Wir müssen dafür sorgen, dass sowohl das Grundwasser als auch Bäche, Flüsse und Seen ihre Funktionen als Ressource und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen erfüllen können. Das kann nicht geschehen, wenn das Grundwasser in einigen Teilen des Landes durch Nitrat aus Düngemitteln stark belastet wird.“

    Ein Grund für die hohe Belastung sei ein zu großer Eintrag von Nährstoffen auf landwirtschaftlichen Flächen, erklärte Remmel, insbesondere durch erhebliche Mengen von Gülle aus Schweine-, Rinder- oder Hühnerhaltung und Gärresten aus Biogasanlagen: „Ich halte es grundsätzlich für erstrebenswert, dass auf einem landwirtschaftlichen Betrieb nicht mehr Gülle anfällt, als auf eigenen Flächen ausgebracht werden kann. Damit ist es ja häufig nicht getan. Hinzu kommt Mineraldünger, der im aktuellen Nährstoffbericht noch gar nicht berücksichtigt wurde, sowie Biogasanlagen, die die Situation vor allem in den viehintensiven Regionen zusätzlich verschärfen. Eines unserer Hauptziele wird dementsprechend sein, in Zukunft wieder eine stärkere Flächenbindung in der Tierhaltung zu erreichen. Dies wird nur gelingen, wenn wir in den Regionen mit einer intensiven Nutztierhaltung die Strukturen überdenken und anpassen,“ sagte Remmel.
    Zudem hatte das Umweltministerium bereits angekündigt, die Biomasse-Strategie anzupassen und stärker an Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit auszurichten.

    Der Nährstoffbericht von 2014 zeigte, dass in einigen Kreisen im Münsterland und am Niederrhein so viel Gülle anfällt, dass diese dort nicht umweltverträglich wieder in den Nährstoffkreislauf eingebracht werden könnten und daher in andere Regionen verbracht werden müssen. Viele landwirtschaftliche Betriebe halten dort mehr Schweine, Geflügel oder Rinder, als betriebseigene Flächen zur Ausbringung der erzeugten Gülle zur Verfügung stehen würden.
    „Es gibt eine eindeutige Verbindung zwischen den Nitratbelastungen und einer zu intensiven Landwirtschaft, etwa durch eine immer stärkere Konzentration der Tierhaltung, aber auch des Gemüseanbaues“, betonte damals Minister Remmel. „Gerade unsere Böden haben aber ein langes Gedächtnis. Das Ergebnis der Fehlentwicklungen in der Vergangenheit lässt sich heute an den hohen Belastungen unserer Grundwässer ablesen.“

    So fällt zum Beispiel im Kreis Borken alleine aus Gülle soviel Stickstoff an, dass dieser auf den zur Verfügung stehenden Flächen im Kreis nicht ausgebracht werden kann.
    Als weiteres Beispiel nannte der Minister den Kreis Kleve. Auch hier liegt der Anteil an Nährstoffen bereits über den Grenzwerten. Verursacht unter anderem durch den Import von Champignonsubstraten und Fremdgülle aus den Niederlanden. Würde auf diese Importe verzichtet, wären die Nährstoffgrenzen voraussichtlich knapp zu erreichen.

    Insgesamt wurden laut NRW-Nährstoffbericht 2014 in NRW etwa 140.000 Tonnen Stickstoff durch Gülle oder Festmist auf die Felder aufgebracht. Hinzu kommen Importe und weitere organische Dünger wie Gärreste und Klärschlamm in Höhe von insgesamt rund 30.000 Tonnen sowie etwa 205.000 Tonnen Stickstoff aus mineralischen Düngemitteln.
    Nach Berechnungen des Landesamtes für Natur Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) müssten die Stickstoffeinträge um rund 27.300 Tonnen pro Jahr reduziert werden, um eine nachhaltige Entlastung der Grundwässer mit Nitraten zu erreichen. In den Gemeinden mit Minderungsbedarf müssten im Mittel rund 30 kg Stickstoff pro Hektar landwirtschaftliche Fläche reduziert werden, in den viehintensiven Gemeinden mit Minderungsbedarf im Münsterland und am Niederrhein sogar mehr als 50 kg pro Hektar. Um Nährstoffüberschüsse durch organischen Dünger zu verhindern, hatte NRW der Bundesregierung vorgeschlagen, die Zeiten, in denen keine Gülle ausgebracht werden darf, zu verlängern, die zulässigen Nährstoffbilanzüberschüsse zu reduzieren und den Stickstoffeinsatz aus Gülle und Gärresten stärker zu begrenzen. Außerdem sollte eine sogenannte Hoftorbilanz in der Düngeverordnung verankert werden. Damit könnten der Nährstoffanfall, der Nährstoffeinsatz und ebenso die Nährstoffverluste für jeden einzelnen landwirtschaftlichen Betrieb ermittelt und dokumentiert werden.

    Eine der zentralen Forderung von Minister Remmel war, vom Bund die Möglichkeit zu erhalten, in den Gebieten mit belastetem Grundwasser strengere Anforderungen ausweisen zu können. 2014 war dies laut geltender Düngeverordnung nicht möglich, eine Unterscheidung zwischen belasteten und unbelasteten Gebieten ist dort nicht vorgesehen. Für dringend hielt Minister Remmel daher die Novellierung der Düngeverordnung: „Die derzeitigen Regeln vernachlässigen den Schutz unseres Grundwassers und damit unserer wertvollen Trinkwasserressourcen. Hier ist die Bundesregierung gefragt, endlich unsere Vorschläge zu einer neuen Düngeverordnung anzunehmen und die Möglichkeit zu schaffen, Stickstoffeinträge effektiv zu verringern. Das Ziel muss sein, einen umweltverträglichen Nährstoffkreislauf herzustellen, der individuell für jeden einzelnen Betrieb nachvollziehbar dokumentiert wird“, betonte Remmel 2014.

    Weshalb in Kreisen mit relativ wenig intensiver Tierhaltung kritische Grundwasserwerte gemessen werden, wie zum Beispiel in den Kreisen Viersen, Düren oder dem Rhein-Kreis-Neuss, musste zum Zeitpunkt des Berichtes von 2014 noch ermittelt werden. Neben der Viehhaltung und Gülle-Importen aus den Niederlanden könnte die Hauptbelastung im hohen Einsatz von Mineraldünger im Acker- und insbesondere im Gemüsebau liegen. Hier will die Landesregierung einen Dialogprozess zum nachhaltigen Gemüsebau starten, mit dem Ziel, die Düngung der Flächen zu optimieren bei gleichzeitiger Einhaltung der hohen Qualitätsstandards, die vom Handel gefordert werden.

    Hintergrundinformationen:
    Der NRW-Nährstoffbericht 2014 wurde im Erscheinungsjahr erstmals erstellt. Dafür wurde der Nährstoffanfall von Stickstoff und Phosphat aus der Tierhaltung, aus Gärresten von Biogasanlagen und Klärschlamm auf Kreisebene ermittelt. Dabei wurden auch erstmals Daten der sogenannten Wirtschaftsdünger-Datenbank genutzt: Seit 2013 muss jeder, der organische Düngemittel wie Gülle, Mist oder Gärreste in Verkehr bringt, die abgegebene Menge sowie alle Abnehmer dieser Düngemittel an die Wirtschaftsdünger-Datenbank der NRW-Landwirtschaftskammer melden. Mit Hilfe dieser Daten konnte kreisscharf die in Gülle enthaltene Menge der beiden Nährstoffe Stickstoff und Phosphat ermittelt werden, die durchschnittlich auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht wird. Diesen Mengen an Nährstoffen wurde der Nährstoffentzug durch den Anbau von Pflanzen gegenüber gestellt. Das Ergebnis waren Nährstoffbilanzen auf Kreisebene.

    Das Ziel dieser Erhebung war, den regionalen Nährstoffanfall unter Berücksichtigung der Nährstoffströme zwischen den landwirtschaftlichen Betrieben nachvollziehbar und transparent zu machen. Demnach wurden mit Wirtschaftsdüngern aus der Tierhaltung, Gärresten aus Biogasanlagen und Klärschlamm rund 170.000 Tonnen Stickstoff und fast 88.000 Tonnen Phosphat auf landwirtschaftliche Flächen in NRW ausgebracht.

    Für die Belastung des Grundwassers mit Nitraten sind auch hohe Nährstoffverluste bei der Düngung mit Stickstoff verantwortlich. Der Grund liegt darin, dass der in den Boden eingebrachte Stickstoff erst im Boden umgesetzt und durch eine Pflanze genutzt werden muss. Da dies über den gesamten Zeitraum der Bodennutzung geschieht, entstehen Nährstoffverluste und Teile des Stickstoffs sickern bis ins Grundwasser durch oder werden aus den Böden ausgewaschen und gelangen so in die Umwelt.
    Aus Sicht des Landes NRW sollte deshalb der Eintrag von Stickstoff organischer Herkunft (Gülle, Gärreste, Mist, usw.) auf landwirtschaftliche Flächen auf 170 Kilogramm Stickstoff pro Hektar gedeckelt werden. Derzeit gilt dieser Wert nur für die Ausbringung von Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft (Gülle). Gärreste pflanzlicher Herkunft aus Biogasanlagen fallen bisher nicht darunter. Aus Sicht der NRW-Landesregierung sollten alle organischen Düngemittel in die Begrenzung von 170 kg Stickstoff pro Hektar einbezogen werden, um mögliche Verluste zu minimieren.

    Parallel zum Nährstoffbericht wurde ein neuer NRW-Nitratbericht 2014 erstellt, der die Belastung der Grundwasserkörper ausführlicher dokumentiert. Ausgewertet wurde die Nitratbelastung im Zeitraum 2010 bis 2013 anhand von mehr als 3700 Grund- und Rohwassermessstellen sowie die Entwicklung der Nitratkonzentrationen ab 1992. Verteilt über das gesamte Land NRW stellt sich die Nitratbelastung des Grundwassers (Ist-Situation und Entwicklung) differenziert dar. Gebiete im Norden und Westen des Landes weisen gleichbleibend hohe und teilweise steigende Nitratkonzentrationen über dem Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter Grundwasser auf. Demgegenüber stehen Gebiete, in denen keine oder zum Teil fallende Nitratwerte gemessen werden.

    In Gebieten mit Ackernutzung erreichten die Nitratkonzentrationen im oberflächennahen Grundwasser Spitzenwerte bis über 300 Milligramm pro Liter. Grundwassermessstellen in Gebieten mit überwiegend intensiver Landwirtschaft und einer Nitratkonzentration über 150 Milligramm pro Liter Grundwasser finden sich in der Städteregion Aachen sowie den Landkreisen, Kleve, Neuss, Mettmann, Viersen, Wesel, Düren, Heinsberg, Rhein-Sieg-Kreis, Borken, Coesfeld, Steinfurt, Warendorf, Bielefeld, Gütersloh, Minden-Lübbecke und Paderborn. Zum Teil wurden und werden hier in über 50 Prozent der Grundwassermessstellen die Grenzwerte überschritten.

    Informationen zur Belastung des Grundwassers in NRW sind dokumentiert im NRW-Umweltbericht unter: https://www.umwelt.nrw.de/extern/epaper/2013/umweltbericht_nrw_2013/#/94/

     
  22. 7. Jürgen Böll

    Zu 6. @ Kleinendonk

    Jeder Aquarianer weiß aus leidvoller Erfahrung, dass zu viel Nitrat im Fischbecken der Tod eines jeden Aquarienbewohners im Becken bedeutet.
    Damit diese auch Gesund bleiben, kann man zum Beispiel JBL Aquaristik Süßwasser NO3 Nitrat Test-Set zur regelmäßigen Kontrolle des Nitratgehaltes im Aquarienwasser verwenden.
    Bei einer zu starken Belastung mit Nitrat kann das zum Tod des Fischbesatzes führen.
    Der empfohlene Nitratwert liegt bei max. 50 mg/l Süßwasser.

    Das was den Fischbesatz im Becken umbringt, ist mir leider auch schon bei einem 30% Teilwasserwechsel über Nacht, dann mit dem verwendeten Klever Trinkwasser passiert, wird uns dem Bürger als reines verwendbares Nahrungsmittel (Trinkwasser ist ein Nahrungsmittel) von den Wasserwerken dann so angedieen 😉

    Dazu noch eine vor 9 Jahren getätigte Aussage des damailigen Inhabers von „Poseidon Aquaristik und Fischzucht“(inzwischen geschlossen) aus Bedburg-Hau.
    Diese hatte sich schon damals so um 2008 mit seinem Wasserzuliefer über zu hohe Nitratwerte im Ihm gelieferten Trinkwasser gestritten und das war schon 2006 – 2008 gewesen.
    Seine damalige Aussage zu seinen Kunden die Fische bei Ihm kauften war sehr sehr deutlich, was die von den Wasserzulieferern hier in der Region an Wasserqualität im Klever Umland den Bürgern angebotene Wasserqualität dann anging:
    Zitat „Die Fische verrecken in den Becken, würde ich das mir angebotene Trinkwasser aus der Trinkwasserleitung ohne eine zusätzlich Nitrataufbereitung, so einfach in die Zuchtbecken einleiten, die Nitratbelastung des mir gelieferten Trinkwassers ist viel zu hoch und wir der Mensch, der Konsument müssen das täglich aus dem Wasserhahn so trinken und geben das auch noch unseren Kindern.“
    Zitatende
    Diesenm Satz ist nichts mehr hinzuzufügen.

    Zurück zum Prüfset
    Für die Messung und Kontrolle von Süß- und Meerwasser stellt zum Beispiel das JBL NO3 Nitrat Test-Set zwei verschiedene Farbskalen bereit. Die Abstufung der Werte liegt zwischen 0,5 mg/l und 240 mg/l. Weil viele Faktoren, wie z.B. eine Krankheitsbehandlung der Fische, das Wasser einfärben können, enthält der Test ein spezielles Laborkomparatorsystem, mit dem die wassereigene Färbung ausgeglichen werden kann.
    Das Aquaristik Süßwasser NO3 Nitrat Test-Set beinhaltet neben den Farbskalen 50 Glasküvetten und eine Spritze zur erleichterten Abmessung der Wassermenge.

    Es ist nicht 100% genau, dass können nur digtale Messinstrumente oder Laboruntersuchungen genau ergeben, gibt aber einen ungefähren Anhalt zur aktuellen Wasserqualität, es gibt auch noch genauere Prüfsets, mir reicht aber mein Set vollkommen aus.

    Dem Klever Bürger ist überhaupt gar nicht bewusst, wie sehr sein verwendetes Trinkwasser (auch das im Reichswald) durch die Gülle, Stickstoffe aus der Landwirtschaft nachhaltig belastet ist und trink das mit schöner Regelmäßigkeit beim Zähneputzen, Duschen, Kaffee kochen, Kochen in der Küche jeden Tag, 365 Tage im Jahr.

    Bis ein Abbau der Belastung mit Nitrat Eintritt dauert es 20-30 Jahre in den Böden laut aktueller Aussage des Umweltministerium NRW, würde man z.B. den Stichtag von heute nehmen und würde sich ab heute die Ausbringung von Gülle sofort deutlich reduzieren und verändern.
    Da ist aber die Bauernlobby in NRW zu stark und man sieht regelmäßig, wer mal abseits der großen Straßen im Umland fährt, vorzugweise sehr früh morgens oder auch spät abends immer noch Gülletransporte mit riesgen Gülleanhängern auch aus den Niederlanden, hier ins Klever Umland auf die Felder fahren und auf den Feldern dann diese Gülle in vorbereitete Vorratsbecken zu befüllen.

     
  23. 6. kleinendonk

    wie kann man das messen? Georg

     
  24. 5. rd

    @??? Dann bitte dringend zum Arzt!

     
  25. 4. ???

    Seit einigen Tagen rieche ich im „Klever Wasser“………Chlorgeruch……..kann das sein?

     
  26. 3. Lohengräm

    Mich wundert, dass der Nitratwert in Kleve so hoch ist.

    Das Klever Trinkwasser zählt nach meinen Erfahrungen (Köln, Berlin, Nürnberg/Fürth, Würzburg, McPom) zu den absolut besten in Deutschland.
    Vom „Weichheitsgrad“ wird es eigentlich nur durch Talsperrenwasser übertroffen. Wasser aus der Talsperre ist aber wieder Oberflächenwasser und nicht durch Boden gefiltert wie in Kleve.

    Nitrateintrag in der Landwirtschaft kann ich mir vorstellen, das würde insbesondere für die Niederung von Keeken bis Warbeyen gelten.
    Das Klever Wasser kommt aber aus dem Reichswald, das als Regenwasser durch Waldboden gefiltert und dort mit Maasgrundwasser gemischt wird, wenn ich das richtig sehe. Landwirtschaft wird in der Nähe der Brunnen nicht betrieben. Woher kommt dann der hohe Nitratanteil?

     
  27. 2. Sven Timmermann

    Sind ja genügend Alternativen zu H2O mit abgebildet, Prost!

     
  28. 1. Ge.Org

    Wir messen regelmäßig die Qualität des Trinkwassers der Stadtwerke. Der Rest, bis auf unbedenkliche, extrem hohe Silikatgehalte (Sandboden!), liegt in der Tat in einem sehr guten Bereich. Der Nitratgehalt steht immer bei ungefähr 40mg und ist somit z.B. für die Aquaristik schon grenzwertig (Algenwuchs etc.).

    Einziger Vorteil: Einen Volldünger für die Zimmerpflanzen kann man sich hier weitestgehend sparen. Ggf. etwas Fetrilon, chelatiertes Eisen (Baumarkt) hinzu geben und fertig ist der Dünger für den Heimgebrauch, dank der Gülle von 1987…

    Wer den Gehalt von Nitrat reduzieren möchte, z.B. zum Kochen von Tee, Kaffee, Babynahrung, usw., der möge zu einer Osmose-Anlage greifen und das Wasser entsprechend verschneiden. Aber nicht reines Osmos-Wasser trinken!!! Ab 50€ bietet z.B. der Aquaristik-Zubehör schon Lösungen mit Umkehr-Osmoseanlagen an. Richtig gute Anlagen liegen bei ca. 300€ +x.