200 Jahre Freiherr-vom-Stein-Gymnasium: Wo ist Waldo?

rd | 08. Oktober 2017, 13:17 | 17 Kommentare
„… und was machst du jetzt so?“

„… und was machst du jetzt so?“

Auf diesem Bild unter anderem zu sehen: ein bekannter CDU-Kommunalpolitiker, ein Staatsanwalt, ein sehr guter Basketballspieler (nein, nicht A. Kacar (Nr. 12)), eine Bankerin, ein Zahnarzt, ein Psychologe – alles ehemalige Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums, die den 200. Jahrestag der Gründung ihrer Schule zum Anlass nahmen, die Stätte ihres alten Wirkens und ihrer alten Umtriebe noch einmal aufzusuchen. Von den (ehemaligen) Lehrern unter anderem: Hans Welbers, Wilhelm Diedenhofen, Joachim Marx, Kurt Stynen. Friedhelm Ständer war auch da, Klaus Riße und Walter Froleyks ließen sich den Spaß ebenfalls nicht nehmen, ihre einstigen Schützlinge und Objekte pädagogischer Intensivbetreuung in Augenschein zu nehmen. Die meisten sind ja was geworden! Und viele hatten sich überhaupt nicht verändert! Ein Abend, so schön und trubelig wie eine Regenpause* – nur mit dem Unterschied, dass im Forum Bier ausgeschenkt wurde.

* Regenpause, damit wurde früher eine der beiden großen Pausen bezeichnet, sobald es regnete (oder sonstwie unwirtlich war). Dann durften die Schüler die Pause im Forum verbringen. An allen anderen Tagen mussten sie das Schulgebäude verlassen. An beiden Eingängen musste jeweils ein Lehrer stehen, um zu verhindern, dass Schüler in der Zeit das Schulgebäude betreten. Die Ergänzung habe ich vorgenommen, weil sich heute in einem Gespräch mit Direktor Bleisteiner herausstellte, dass dieser zunächst gar nicht wusste, was gemeint war. The times, they are a-changing.

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17 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 17. War nicht auf der Penne

    Jedenfalls kann ich Udo Janssen erkennen, aber nicht Waldo 😉

     
  2. 16. rd

    Berühmtes Buch zur Sedierung hyperaktiver Kinder, Stichwort Wimmelbild. Siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Wo_ist_Walter%3F

     
  3. 15. War nicht auf der Penne

    Wer ist eigentlich Waldo?

    Und: War es am FvS möglich, vorrangig an Herrn F. zu scheitern und erst zweitrangig an Latein?

     
  4. 14. Jens-Uwe Habedank

    Hr. Cosar war/ ist „gewichtiges“ Mitglied im Schulausschuss. Hr. Cosar ist Ehrenvorsitzender der Stadtschulpflegschaft…

     
  5. 13. rd

    @JJ Mal abgesehen davon, dass die beiden Herrn hier so nonchalant in einen Topf geworfen werden, was hat Jörg Cosar mit dem FvS zu tun?

     
  6. 12. Martin Fingerhut

    @ 8. Jens-Uwe Habedank

    ### Hätte ich nicht diese Schule besuchen können [ . . ] wäre ich nicht der, der ich heute bin; ###
    Wie sehr – glauben Sie – haben Ihre SchulZeit und “Ihre” Schule Sie geprägt ?
    Wie “anders” wären Sie geworden, wenn Sie z.B. am KAG, am Sebus, einer Haupt-, Real- oder (hypotetisch) GesamtSchule gewesen wären ?
    ( Falls es Ihnen oder rd für KleveBlog zu persönlich ist, gerne auch privat : MartFing@aol.com )

    ### Vielleicht war das der “Fehler” von Cosar und Janssen – Sie haben sich ihre Kritiker selbst erschaffen… ###
    Dann hatte die Schule wenigstens EINEN Sinn !
    In den 70ern war ich am KAG.
    Unsere Lehrer hatten sich damals auf ihre Fahnen geschrieben,
    wir sollten mündige Bürger werden.
    Am Stein ist das mit wenigstens einem gelungen.

     
  7. 11. escorial grün

    Auch ich durfte die pädagogische Intensivbetreuung genießen, obschon die lehrenden Götter sich meiner Meinung nach glücklich schätzen konnten, das Erziehung noch häufig von Eltern geleistet wurde. Wäre interessant zu wissen, wie ein Kalle Kessler mit den Rabauken von heute umgegangen wäre. Er hätte über den Spruch von Icke Hässler in Bezug auf Höhen und Tiefen während seiner Schulzeit herzhaft lachen können……
    Mir haben Freunde berichtet, es wäre einfach nur schön gewesen, ehemalige Mitschüler auch aus anderen Stufen zu treffen, die für dieses Event aus allen Ecken Deutschlands angereist sind. Dies ist doch schon die Legitimation für einen tollen Abend.
    Bei der Lektüre der RP am morgen davor ist mir dann wieder die schmerzhafte und beängstigende Seite meiner Zeit bewusst geworden. Beim studieren des Fotos von 1986 und eines bestimmten Paukers musste ich an Pennywise denken…….

     
  8. 10. Joseph Johann

    Es ist müssig, über Cosar und Janssen zu reden. Deren Selbstüberschätzung ist sehr befremdlich.

     
  9. 9. Jens-Uwe Habedank

    @ #7, rd:
    Keine Bitternis – aber auch keine Verleugnung. Was soll man sich das schön-reden, nur weil mal ein “Event 200” anstand und alles eher nicht so Glückliches unter’m Teppich kehren soll..?
    Es war wie es war – mit Licht und Schatten.

    Meine Kritik ging über das “System Stein” – gleichwohl dürfte ich aber nicht vergessen haben mich bei engagierten
    und fördernden LehrerInnen zu bedanken?!
    Ich profitierte vom Besuch dieser Schule – aber nicht wg. Diedenhofen, Cosar, Janssen; sondern trotz ihnen.
    Hätte ich nicht diese Schule besuchen können – was ein K(r)ampf war – ( sondern andere Schulen in Kleve) – wäre ich nicht der, der ich heute bin; mit aller Kritik, Hinterfragung und kritischer Beobachtung.

    Vielleicht war das der “Fehler” von Cosar und Janssen – Sie haben sich ihre Kritiker selbst erschaffen…

     
  10. 8. otto

    @7.rd,

    Wunden heilen, sie hinterlassen jedoch Narben.

     
  11. 7. rd

    otto, JUH So viel Bitternis nach so vielen Jahren… warum?

     
  12. 6. otto

    @5. J-U H;

    nein, nein. Es waren sogar zwei. Würde ich jetzt weiterschreiben, Ralf müsste meine Posts streichen. Beide lebten hinter
    einem Gartenzaun von Ehrenmännern. Ich gönne meinem ärgsten Feind solche Kerlchen nicht! Martin Fingerhut hat eine
    treffende Bezeichnung gewählt; was kommt eigentlich noch unter Behelfsbarbaren?

     
  13. 5. Jens-Uwe Habedank

    @ otto: Derjenige hiess nicht zufällig „Bein“..?

    @ Martin Fingerhut: Ja – es mutet schon mehr als seltsam an, dass die elitäre Vorzeigeschule „Stein“ immer in Schuss ist – und der Rest Klever Schulen mit unbrauchbaren Toiletten-Anlagen ( ich erinnere mich an die Lutherschule!), defekten Heizungen („Helmut-Kohl-Gymmi“) etc. dahin darben muss…
    DAS zeigt die Einstellung der Verwaltung/ Verantwortlichen.
    Im Rahmen des KII-Programms( 2009-2011)der Bundesregierung gab’s Mio an Euronen – allein für das „Stein“, und der Rest ging leer aus!
    Noch seltsamer – die darauf erfolgten Baumaßnahmen beim „Stein“ waren seit Äonen von Jahren die einzigen im öffentlichen Rahmen, die pünktlich und vollständig erledigt wurden. DAVON können (ehemalige) Realschule Hoffmannallee, Gesamtschule und Andere nur träumen! Was mag uns das sagen – Wie sehr die „Schulexperten“ Cosar und Janssen ihren Job machten…Cui bono?

     
  14. 4. Martin Fingerhut

    Nach 200 Jahren ein intaktes Gebäude ?!

    Liebe aktuelle oder künftige Klever SchulKinder,
    ärgert Euch nicht über Eure TourneeTeater-Odyssee durch BehelfsBarracken mit SchimmelPilzZucht.
    Wenn Ihr Euer 200jähriges feiern werdet
    könnte vielleicht Eure Schule schon in ihr eigenes Gebäude eingezogen sein.
    Ob dann dort die Heizung funktioniert ?
    Auf so viel Luxus würde ich nicht hoffen !

     
  15. 3. otto

    @2. J-U Habedank,

    mit Deiner Einstellung bist Du nicht der Einzige. Es gab, allerdings Jahrzehnte vor Deiner Zeit, u.A. einen nach Kleve (…..)versetzten
    “Unterrichter”, der vieles war, nur kein Pädagoge.

     
  16. 2. Jens-Uwe Habedank

    Einige Jahre – 1978 bis 1985 – verbrachte ich auch auf dem Stein; entgegen der Meinung von Leuten wie Diedenhofen u.a., aber auch einigen MitschülerInnen, reüssierte ich 1985 sogar mit Abi.

    Zuwider waren mir all die Jahre der Indoktrination, wo man angeblich zur „Elite“ gehöre, weil man auf dem „Stein“ sei. Gemocht habe ich, dass ich Glück hatte, mehrheitlich an LehrerInnen zu geraten, die ihrerseits zwar so im Kollegium nicht unbedingt beliebt waren – aber fokussiert auf Bildungsauftrag, gelebter Toleranz und nicht „verklevert“ waren.

    Viel und oft habe ich überlegt an der 200-Jahr-Feier teilzunehmen: Letztlich überwog die Abscheu gegen […] und ließ mich stattdessen einen Kanu-Lippe-Törn in Erwägung ziehen.

    An dieser Stelle Dank an verständnisvolle LehrerInnen (die im o.e. Artikel nicht erwähnt waren), und es stimmt:
    „Man lernt nicht für die Prüfung – sondern fürs Leben!“

     
  17. 1. Wolfgang Look

    Ich fand es sehr schön. Es haben sich viele ausführliche Gespräche ergeben, eine tolle Führung durch Aula, Musikzimmer, Klassenzimmer und Lehrerraum hoch auf einer ausgelederten Treppe und entlang vorsintlichter Tintenfasstische riefen alte Geschichte und Bildern wieder auf, manch einer hat mit leisen oder starkem Groll die Schulzeit verlassen, zu vielen Herzen, so auch zu meinem, ist die “Steinpenne” zurueckkehrt und wird immer im Herzen bleiben. Ihre Räume sind ein Samen der in der Welt ausgesprüht wird und nicht vergeht. Die Grundstruktur der Person vieler Mitschüler hat sich nicht verändert, nur der Leib ist gealtet, aber die Feier hat unser Herz wieder verjüngt